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Berateramt-Hilfsamt : Keeness of Vision
KLARE VISIONEN
Arbeitsmaterial f�r Hilfsamtsmitglieder und
Assistenten
Zusammengestellt vom Kontinentalen Berateramt von
Europa
2. Auflage 1994
KLARE VISIONEN

ins Deutsche �bersetzt von : Norbert Kr�ger, G�nter Maltz, Peter M�hlschlegel, Emanuel Towfigh, Dr.

Nicola Towfigh und Irene Wiedenh�fer

Herausgegeben von den Hilfsamtsmitgliedern von Deutschland

Redaktion: Roland Zimmel
April 1994
Nach der englischen Ausgabe
Kenness of Vision
(c) 1994 The Continental Board of Counsellors
for the Protection an Propagation
of the Bahá'í Faith in Europe
Hergestellt und Vertrieben von
The Bahá'í Publishing Trust
27 Rutland Gate
London SW 7 1PD

"An diesem Tag ist alles erw�genswert, was die Blindheit

mindert und die Sehkraft st�rkt. Solche Sehkraft ist der

Tr�ger wahren Wissens und sein F�hrer. In der Tat beruht

nach Ansicht der Weisen Urteilskraft auf scharfer Sehkraft.

Bahá'u'lláh, Botschaften aus 'Akk�, Kap. 4:9
Inhaltsverzeichnis

Teil 1 Unterlagen zusammengestellt vom Internationalen Lehrzentrum zu

den weltweiten Hilfsamtskonferenzen Januar/Februar 1992

* Heiligkeit..................................................6

* Betreuung des Einzelnen und der Gemeinde...................11

* Der �rtliche Geistige Rat: Eine neue Sch�pfung.............16

* Visionen des Wachstums vermitteln, Strategien
entwickeln, Aktionslinien erstellen und

Dienstergebenheit entwickeln...............................21

Teil 2 �ber das Lehren - Briefe des Internationalen Lehrzentrums

* Was alles zum Lehren geh�rt................................28

* Kleine Lehrprojekte........................................32

* Lehrinstitute..............................................34

* Sucher einladen, dem Glauben beizutreten...................41

Teil 3 �ber die Jugend............................................44

Teil 4 �ber Frauen................................................57

Teil 5 �ber Kinder................................................63

Teil 6 �ber die Fonds des Glaubens................................66

Teil 7 Der Dreijahresplan - Brief des Internationalen Lehrzentrums

vom 17. November 1992 an alle Berater

* Die Steigerung der Glaubenskraft des einzelnen Gl�ubigen...75

* Die Bedeutung der Entwicklung des menschlichen

Potentials der Sache.......................................82

* Die Pflege der korrekten Arbeitsweise der �rtlichen und

nationalen Institutionen...................................86

Teil 8 Assistenten der Hilfsamtsmitglieder

* Die Rolle der Hilfsamtsmitglieder bei der Zusammenarbeit

mit Assistenten............................................92

* Assistenten der Hilfsamtsmitglieder........................96

Teil 1
Unterlagen zusammengestellt vom
Internationalen Lehrzentrum
zu den weltweiten Hilfsamtskonferenzen
Januar/Februar 1992
* Heiligkeit
* Betreuung des Einzelnen und der Gemeinde
* Der �rtliche Geistige Rat: eine neue Sch�pfung
* Visionen des Wachstums vermitteln, Strategien
entwickeln, Aktionslinien erstellen und
Dienstergebenheit einfl��en
Heiligkeit

Gott w�nschte erkannt zu werden und lie� durch einen Akt Seines Willens alles Sein in Erscheinung treten. Die

Zeichen Gottes gibt es �berall, und das Heilige wird in der ganzen Sch�pfung widergespiegelt. Alles Sein strahlt ein Zeichen

Gottes wider und der Mensch kann potentiell alle Zeichen Gottes widerspiegeln. Die Religion bem�ht sich, den Einzelnen zu

erziehen und die Gesellschaft voranschreiten zu lassen, indem sie das aufzeigt, was Gottes ist und eine Vision Seiner alldurch-

dringenden Macht und Allgegenwart schafft. Der Mensch darf das Heilige nicht entweihen, sondern mu� sich ihm hingeben und

ihm sein Leben weihen.

Wir sind mit der F�higkeit ausgestattet, das Heilige in seiner Universalit�t, in seinem individuellen Ausdruck in der

Welt des Seins und in der Natur und in den Herzen der Menschen zu erkennen. Der Akt der Erkenntnis setzt sch�pferische

Kr�fte frei, die uns mit der Quelle aller Dinge in Verbindung bringt und uns erm�chtigt, uns selbst zu geistigen Wesen zu

wandeln, Gott anzubeten und der Menschheit reine Handlungen des Dienstes darzubringen. Unsere Verbindung mit dem

Heiligen durch das sch�pferische Wort erh�ht unsere geistigen Kr�fte und unsere Wirksamkeit bei der Erf�llung unserer

Verantwortung.

Die Bahá'í sind dazu aufgerufen, ihre F�higkeiten dazu zu nutzen, das Heilige in allen Dingen zu erkennen und zu

ehren. Diese Erkenntnis dr�ckt sich aus in der Kunst, in der Musik, in der Dichtung, in der Literatur und den Berufen, in

unserer Haltung gegen�ber der Umwelt und der Wissenschaft und vor allen Dingen durch das Lehren, durch gute Taten, durch

Handlungen des Mitgef�hls und durch Dienst an der Menschheit. Das Heilige Jahr erinnert uns in begeisternder Weise an das

Heilige. Die Begeisterung und der Geist, die das Heilige Jahr umgeben, bieten den Beratern, den Hilfsamtsmitgliedern und ihren

Assistenten eine einmalige Gelegenheit, den Freunden zu helfen, h�here Stufen der Ergebenheit und der Hingabe an die Sache

Gottes zu erreichen.
Erkenntnis der Offenbarung

Die Gr��e und Einzigartigkeit Gottes als unseren Sch�pfer zu erkennen und Sein Heiliges Wort zu

erfassen - das ist Sinn und Zweck unseres Lebens und die Quelle geistiger Bef�higung.

1. "Diese Heiligen haben weiter verk�ndet, wenn Er, der der Tagesanbruch der vielf�ltigen Gnade Gottes

ist, sich offenbart, werden alle Propheten und Boten und mit ihnen der Q�'im sich im Schatten des heiligen

Banners versammeln, das der Verhei�ene hissen wird. Diese Stunde ist nun gekommen. ... Der erlesene

Wein Seiner Offenbarung ist an diesem Tage und in Seinem Namen, der Selbstgen�gende, entsiegelt. Seine

Gnadenf�lle ergie�t sich �ber die Menschen. F�lle deinen Becher und trinke daraus in Seinem Namen, der

Heiligste, der Allgepriesene."
Bahá'u'lláh , �hrenlese Seite 15

2. "Gebe Gott, da� du mit durchdringender Schau in allen Dingen das Zeichen der Offenbarung des

Altehrw�rdigen K�nigs wahrnehmst und erkennest, wie erhaben und geheiligt �ber die ganze Sch�pfung

dieses hehrste, heiligste Wesen ist. Das ist in Wahrheit die eigentliche Wurzel und der Kern des Glaubens an

die Einheit Gottes. `Gott war allein; es war keiner neben Ihm.` Er ist jetzt, was Er immer gewesen ist. Es

gibt keinen Gott au�er Ihm, dem Einen, dem Unvergleichlichen, dem Allm�chtigen, dem H�chsterhabenen,

dem Gr��ten.
Bahá'u'lláh , �hrenlese S. 168

3. "Sinne nach �ber das, was herniedergestr�mt ist vom Himmel des Willens deines Herrn, des Quells

aller Gnade, damit du die gewollte Bedeutung begreifst, die in den geweihten Tiefen der Heiligen Schriften

verwahrt ist."
Bahá'u'lláh , Botschaften aus `Akk�, Seite 168

4. "Der Mensch ist wie ein Baum. Wenn ihn Fr�chte schm�cken, war und ist er allezeit des Lobes und

des Preises w�rdig. ...Das Wasser f�r diese B�ume ist das Lebenswasser der heiligen Worte, welche die

Geliebten der Welt
�u�ern.
Bahá'u'lláh , Botschaften aus `Akk�, Seite 285
Die Antwort auf die Offenbarung

Unsere Reaktion auf das, was Gottes ist, sollte durch die Eigenschaften der Zuneigung, des

Gehorsams, der Demut und der Losl�sung gepr�gt sein.

5. "Gepriesen seiest Du, o mein Gott! Ich flehe zu Dir bei ihnen, die den Thron Deines Willens

umkreisen und sich erhoben haben in die Sph�re Deines Wohlgefallens, und die sich mit all ihrer Liebe dem

Horizonte Deiner Offenbarung, dem Tagesanbruch Deiner Erleuchtung und dem Aufgangsort Deiner

Namen zuwandten - hilf Deinen Dienern, das zu befolgen, was Du ihnen in Deinen Tagen befohlen hast -

Befehle, durch die sich die Heiligkeit Deiner Sache unter Deinen Dienern erweisen wird und diese

Angelegenheiten Deiner Gesch�pfe und Deines Reiches in Ordnung kommen werden."

Bahá'u'lláh , Gebete und Meditation S. 29

6. "Wie verwirrend ist f�r mich, bedeutungslos wie ich bin, der Versuch, die geheiligten Tiefen Deines

Wesens auszuloten! Wie vergeblich ist mein Bem�hen, mir das Ausma� der Macht vorzustellen, die Deinem

Werk, der Offenbarung Deiner sch�pferischen Kraft, innewohnt!"

Bahá'u'lláh , �hrenlese Seite 59

7. "O Sohn des Menschen! Es erstrahlt das Licht auf dich vom Horizont des heiligen Berges, und der

Geist der Erleuchtung weht um den Sinai deines Herzens. Befreie dich von den Schleiern eitler

Einbildungen und betritt Meinen K�nigshof, auf da� du bereit werdest zu ewigem Leben und w�rdig der

Begegnung mit Mir. Sorgen, Kummer und Tod werden dir dann nichts anhaben."

Bahá'u'lláh , Verborgene Worte, arab. Nr. 63
Rechtleitung durch Offenbarung

Gottes Offenbarung setzt den Ma�stab f�r Worte und Taten des Menschen und lenkt sein Tun. Sie

erm�glicht es ihm, die Lehren zu verbreiten und die Herzen durch die Bindung an Gott zu beeinflussen,

sein eigenes Leben zu ver�ndern und der Menschheit zu dienen.

8. "In Seinem Heiligsten Buch erkl�rt Bahá'u'lláh: 'Bei Meinem Leben! W��tet ihr, was Wir f�r euch

w�nschten, als Wir Unsere heiligen Gesetze offenbarten, so w�rdet ihr euere Seelen aufopfern f�r diese

heilige, m�chtige, erhabene Sache.'"

Universales Haus der Gerechtigkeit, Einf�hrung zur Inhalts�bersicht und systematische

Darstellung des Kitáb-i-Aqdas, S. 20

9. Was Er sich an diesem Tage vorbehalten hat, sind die St�dte der Menschenherzen, und die Geliebten

Dessen, der die h�chste Wahrheit ist, sind an diesem Tage wie die Schl�ssel zu ihnen. Gebe Gott, da� sie

bef�higt werden, durch die Macht des Gr��ten Namens die Tore dieser St�dte aufzuschlie�en."

Bahá'u'lláh , �hrenlese Seite 211

10. "Was Er sich vorbehielt, sind die St�dte der Menschenherzen, damit Er sie von aller irdischen

Befleckung rein mache und sie bef�hige, dem geheiligten Orte zu nahen, den die H�nde der Ungl�ubigen

niemals entweihen k�nnen. �ffne, o Volk, die Stadt des Menschenherzens mit dem Schl�ssel deiner Rede."

Bahá'u'lláh , �hrenlese Seite 264

11. "Es geb�hrt den Handwerkern und K�nnern der Welt, in jedem Augenblick tausendf�ltige Zeichen

der Dankbarkeit an der Heiligen Schwelle zu opfern und sich in h�chstem Ma�e zu bem�hen und eifrig

ihrem Beruf nachzugehen, so da� ihre Anstrengungen das hervorbringen, was die gr��te Sch�nheit und

Vollkommenheit in den Augen aller Menschen aufweist."

'Abdu'l-Bahá, Selections from the Writings of 'Abdu'l-Bahá

(Haifa: Bah�`� World Centre 1982), Seite 145 un�berpr�fte �bersetzung

12. "...Wir f�hlen uns dazu gedr�ngt, dies Ihrer Aufmerksamkeit anheimzugeben, damit Sie, wenn Sie es

f�r geraten halten, den durch Sie Ernannten nahelegen k�nnen, da� es nicht nur von gro�er Wichtigkeit ist,

mit den Pionieren in Verbindung zu bleiben, sondern ihnen auch zu helfen auszuharren und sie darauf

hinzuweisen, wie heilig ihre Verantwortung ist und welch eine gro�e geistige Niederlage es w�re, wenn sie

ihren Posten aufgeben, wenn die M�glichkeit best�nde, dort zu bleiben."

(Aus einem Brief vom 2. Mai 1954, geschrieben im Auftrage des H�ters an die

H�nde der Sache, zitiert in The Continental Boards of Conselors, a compilation by the

National Spiritual Assembly of the United States

(Wilmette; Bah�`� Publishing Trust, 1981), Seite 23)

13. "Aber ehe die Mehrheit des Rates zu einer Entscheidung kommt, ist es nicht nur das Recht, sondern

die heilige Verpflichtung jedes Mitgliedes, frei und offen seine Ansichten zu �u�ern, ohne bef�rchten zu

m�ssen, da� Mi�fallen oder Entfremdung bei einem der �brigen Mitglieder entsteht."

(Aus einem Brief vom 28.Oktober 1935, geschrieben im Auftrage von Shoghi Effendi an einen

Gl�ubigen,

zitiert in Hornby, Helen, comp: Lights of Guidance; A Bah�`� Reference File,

(New Dehli: Bah�`� Publishing Trust, 1988) Seite 177)

Anwendung der Offenbarung

Gottesdienst �u�ert sich durch Studium, Verbreitung und Schutz Seiner Sache, unvoreingenommenes

und vorbehaltloses Festhalten an Seinen Gesetzen und volle Hingabe an die F�rderung der Wohlfahrt der

menschlichen Rasse.

14. "...Hilfsamtsmitglieder ..., die Erf�llung ihrer doppelten und heiligen Pflichten den Glauben zu

sch�tzen und die Lehrt�tigkeiten voranzutreiben."

(Aus einem Brief vom April 1954, geschrieben von Shoghi Effendi an Nationaltagungen, zitiert

in
The Continental Boards of Counselors, S. 22-23)

15. "Unter den ersten der gro�en Prinzipien, die durch Ihn offenbart wurden, ist die Untersuchung der

Wirklichkeit. Das bedeutet, da� jedes einzelne Glied der Menschheit aufgefordert ist und ihm befohlen

wurde, alle abergl�ubischen Glaubensvorstellungen, alle Traditionen und blinden Nachahmungen der von

den Vorfahren �bernommenen Religionsformen beiseite zu lassen und selbst die Wirklichkeit zu

untersuchen. Da die grundlegende Wirklichkeit eine ist, werden alle Religionen und Nationen der Welt eines

werden, wenn sie diese Wirklichkeit untersuchen. Die Verk�ndigung dieses Prinzips findet sich in keinem

der Heiligen B�cher der Vergangenheit."

('Abdu'l-Bahá, The Promulgation of Universal Peace: Ansprachen gehalten von 'Abdu'l-Bahá

w�hrend Seines Aufenthalts in Amerika und Kanada von 1912

(Wilmette: Bah�`� Publishing Trust, 1982), Seite 433

16. "Er hat auch das Prinzip verk�ndet, da� die ganze Menschheit erzogen werden m��te und da� es

nicht zugelassen werden darf, da� es Analphabetentum gibt. Dieses praktische Hilfsmittel f�r die N�te der

Welt kann man in keinem Text der anderen Heiligen B�cher finden."

The Promulgation of Universal Peace, Seite 435

17. "Au�erdem erkl�rt Bahá'u'lláh, da� alle Formen des Vorurteils unter der Menschheit aufgegeben

werden m��ten und da� solange bestehende Vorurteile nicht restlos beseitigt werden, die Menschenwelt

keinen Frieden, keinen Wohlstand und keine Ruhe erreichen kann noch erreichen wird. Dieses Prinzip kann

in keinem anderen Heiligen Buch als nur in den Lehren Bahá'u'lláhs gefunden werden."

The Promulgation of Universal Peace, Seite 434

18. "Gehorsam den Anweisungen und Befehlen des Staates gegen�ber ist tats�chlich die heilige

Verpflichtung eines jeden wahren und loyalen Bah�`�. Sowohl Bahá'u'lláh wie auch 'Abdu'l-Bahá haben uns

alle gedr�ngt, gegen�ber den politischen Autorit�ten unseres jeweiligen Landes ehrerbietig und loyal zu sein."

Aus einem Brief v. 11. Februar 1934, geschrieben im Auftrage Shoghi Effendis an einen

Gl�ubigen,

zitiert in The Light of Divine Guidance (Hofheim-Langenhain: Bah�`�-Verlag, 1982) Seite 54

Die Fonds des Glaubens

Durch Opfer und Spenden verwirklichen wir das Heilige in der Sch�pfung; was geopfert wird, geh�rt

Gott und ist deshalb heilig.

19. "...Bah�`� Fonds ... Es ist die heilige Verpflichtung eines jeden verantwortungsbewu�ten und treuen

Dieners Bahá'u'lláhs, der den Fortschritt Seines Glaubens ersehnt, frei und gro�z�gig zum Wachstum des

Fonds beizutragen."

Shoghi Effendi, aus einem Brief vom 12. M�rz 1923, in Bah�`� Administration: Selected Messages

1922-1932

(Wilmette; Bah�`� Publishing Trust, 1974), Seiten 41 - 42)

20. "Die Gesegnete Sch�nheit - m�ge mein Leben f�r Ihren Staub geopfert werden - hat mit Ihrem

entschiedenen Wort hervorgehoben, da� in den das uq�q betreffenden Frage �u�erste Ehrlichkeit walten

mu�. Das Gesetz des Huq�q ist heilig."

'Abdu'l-Bahá, zitiert nach der Textzusammenstellung uq�qu'll�h, deutsche Fassung 1987, Seite

29
Betreuung des Einzelnen und der Gemeinde

Das Universale Haus der Gerechtigkeit hat der Bah�`�-Welt versichert, da� die M�glichkeit f�r

sofortigen Fortschritt auf dem Gebiet des Lehrens unmittelbar gegeben ist. Dieser Fortschritt mu� von

einem Reifeproze� der Institutionen des Glaubens begleitet sein. Aber das Erreichen dieses Fortschritts

wird von der r�ckhaltlosen Unterst�tzung der Gl�ubigen abh�ngig sein, die jetzt �berall zu einer neuen

Bewu�theit �ber die ungew�hnlichen M�glichkeiten und die Dringlichkeit der Zeit erwachen.

Die vierte Epoche des Gestaltenden Zeitalters begann 1986. Die geistigen, intellektuellen und sozialen

Prozesse, die zu dieser Epoche geh�ren, verlangen eine st�ndige Pflege sowohl des Einzelnen wie auch der

Gemeinde. Eines h�ngt vom anderen ab und die Institutionen m�ssen f�r ihr wechselseitiges Vor-

anschreiten sorgen. Die Seelen m�ssen umgestaltet und neue Formen des Gemeindelebens entwickelt

werden.

Geistige F�hrerschaft, die durch opfervollen Dienst und ergebene T�tigkeit erreicht wird, ist jetzt

erforderlich. Durch �berstr�mende Liebe k�nnen die Mitglieder der Institutionen jetzt eine Einheit

erreichen und pflegen, die einen Erfolg nach dem anderen erbringen wird. Die erhabene K�rperschaft hat

den Beratern mit Nachdruck nahegelegt, da� ihre Aufgabe das ganze Leben des Glaubens betrifft und daher

entscheidend ist: "... durch ihre Hilfsamtsmitglieder und deren Assistenten m�ssen Sie die �rtlichen Gei-

stigen R�te st�rken und aufrichten und �berall den Geist der Gl�ubigen wachr�tteln und ihre Vision

erweitern."

Wenn wir auf diese Aufforderung, die Einzelnen und die Gemeinden zu pflegen, reagieren, so m�ssen

wir uns st�ndig den machtvollen Aufruf 'Abdu'l-Bahás an die H�nde der Sache Gottes vor Augen halten,

"...die g�ttlichen D�fte zu verbreiten, die Menschenseelen zu erbauen, die Bildung zu f�rdern, alle Menschen

zu bessern und allezeit in jeder Lage von Irdischem geheiligt und gel�st zu sein." Diese Arbeit mu�

ausgeweitet werden, wir m�ssen lernen, wie wir ihr Gestalt geben, wie wir den Geistigen R�ten Hilfestellung

leisten und wie wir die Entwicklung der Gemeinden vorantreiben. Um das zu tun, m�ssen die gro�en

Kr�fte, die in den Herzen der Gl�ubigen liegen, freigesetzt werden.

Die Elemente des Betreuungsprozesses
Die Herzen erquicken

1. "O Mein Name! Die Rede mu� die Kraft der Eindringlichkeit besitzen. Ist sie dieser Eigenschaft

beraubt, �bt sie keinen Einflu� aus. Und dieser durchdringende Einflu� h�ngt davon ab, da� der Geist rein

und das Herz makellos ist. Desgleichen bedarf die Rede der M��igung; ohne sie ist der H�rer au�erstande

die Rede zu ertragen, vielmehr bekundet er von Anfang an Widerspruch. Und die M��igung wird dadurch

erlangt, da� man die Rede mit den Zeichen g�ttlicher Weisheit mischt, wie sie in den heiligen B�chern und

Sendbriefen verzeichnet sind. Wenn eines Menschen Rede dergestalt in ihrer Wesenheit mit diesen beiden

Grunderfordernissen ausgestattet ist, wird sie sich als ungemein wirksam erweisen und das beste Mittel f�r

die Wandlung der Menschenseelen sein. Das ist die Stufe h�chsten Sieges und himmlischer Herrschaft. Wer

sie erreicht, ist mit der Macht belehnt, die Sache Gottes zu lehren und der Menschen Herzen und Gem�ter

zu besiegen."
(Bahá'u'lláh , Botschaften aus Akk�, Seite 226f)

2. "O Mein Name! Gib allem Erschaffenen erneut zu trinken von diesem Kelche, der die Meere

aufbranden lie�. Entfache sodann in den Herzen die Feuerlohe, die dieser Rote Baum entz�ndet hat, damit

sich alle erheben, Seinen Namen unter den Anh�ngern aller Glaubensrichtungen zu preisen und zu verherr-

lichen."
(Bahá'u'lláh , Botschaften aus Akk�, Seite 224)

3. "Versammelt euch in gr��ter Freude und Verbundenheit und lest die Verse, die der barmherzige Herr

offenbarte. So werden sich die Tore zu wahrer Erkenntnis vor eurem inneren Wesen auftun, und ihr werdet

f�hlen, wie sich eure Seelen mit Standhaftigkeit, eure Herzen mit strahlender Freude f�llen."

Bahá'u'lláh , zitiert in `Den Glauben vertiefen`, Seite 8, eine Zusammenstellung von der

Forschungsabteilung im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit)

Die Ergebenheit steigern

4. "Wo immer die Geliebten Gottes sich versammeln und wem immer sie begegnen, sie m�ssen in ihrer

Haltung vor Gott und in der Art, wie sie Seinen Ruhm und Seine Ehre preisen, solche Demut und

Ergebenheit zeigen, da� jedes Staubatom unter ihren F��en die Tiefe ihrer Ergebenheit bezeugt. Das Ge-

spr�ch, das diese heiligen Seelen f�hren, sollte von solcher Kraft erf�llt sein, da� eben diese Staubatome

unter seinem Einflu� erbeben.
Bahá'u'lláh , �hrenlese, S. 10f.

5. "Du erweisest wahrlich der Sache Gottes jetzt einen gro�en Dienst bei ihrer Begr�ndung, da die

F�rderung Seiner Religion, die Erweckung des Volkes, die Verbreitung der g�ttlichen Lehren und die

Erziehung der Menschheit den Eckpfeiler ihres Bauwerkes bilden. All dies h�ngt davon ab, da� die Freunde

in der Lehrarbeit geschult sind. Ich flehe zu Gott, du m�gest binnen kurzer Zeit f�hig sein, die Kinder des

Paradieses Abh� mit den g�ttlichen Geheimnissen und Wahrheiten vertraut zu machen und die Schleier

eitlen Wahns zu zerrei�en, damit jedes von ihnen ein gewandter Redner wird und viele andere zur Sache

Gottes f�hren kann. Dann wird der Strom himmlischer Gnadengaben offenbar werden, die unsichtbaren

Heerscharen des K�nigreiches, ger�stet mit �berzeugenden Zeichen und Beweisen, werden die Men-

schenherzen in ihrer innersten Wirklichkeit, ihrem Kernbereich erobern, wie ein einziges Samenkorn, das

sich zu sieben �hren entfaltet."

'Abdu'l-Bahá, zitiert in `Den Glauben vertiefen`, Seite 19

Entwicklung eines guten Charakters f�rdern

6. "Lenkt eure Aufmerksamkeit ohne Unterla� auf das, was das Wort Gottes erh�ht. In dieser Gr��ten

Offenbarung gelten edle Werke und r�hmliche Eigenschaften als die Heerscharen Gottes, desgleichen Sein

seliges, Sein heiliges Wort. Diese Heerscharen sind ein Magnet f�r die Menschenherzen, ein Schl�ssel f�r alle

T�ren. Von allen R�stungen in der Welt ist dies die wirksamste."

Bahá'u'lláh , Botschaften aus `Akk�, Seite 284

7. "Halte die Bewohner dortzulande ab von herausfordernden Handlungen, von Hader, Streit und allem

was sonst Unruhe stiftet. R�hmlich ist heutzutage die Verbreitung der Sache Gottes. Wollten sich zum

Beispiel diejenigen Leute, die gewisse Ziele verfolgen, dem Lehren der Sache Gottes hingeben, so w�hren

alle, die dortzulande wohnen, binnen kurzem mit dem Mantel des Glaubens bekleidet."

Bahá'u'lláh , Botschaften aus `Akk�, S. 226
Den Heiligen Geist anziehen

8. "Es gibt bestimmte Pfeiler, die als unersch�tterliche St�tzen des Glaubens Gottes errichtet sind. Die

m�chtigsten Pfeiler sind Bildung, der Gebrauch des Verstandes, die Erweiterung des Bewu�tseins, die

Einsicht in die Wirklichkeiten des Weltalls und in die verborgenen Geheimnisse des allm�chtigen Gottes."

'Abdu'l-Bahá, Briefe und Botschaften Kap. 97,1

9. "Wer immer sich erhebt, um der Sache Gottes zu helfen, den werden wir �ber zehn mal zehntausend

Seelen siegreich machen, und sollte er in der Liebe zu Mir wachsen, so werden Wir ihn �ber alles im Himmel

und alles auf Erden triumphieren lassen."

Bahá'u'lláh , zitiert in Shoghi Effendi, Messages to the Bah�`� World 1950 - 1957

(Wilmette; Bah�`� Publishing Trust, 1971) Seite 362

10. "Erhebt euch mit ganzer Macht um dem B�ndnis Gottes beizustehen und dient in Seinem Weinberg.

Seid zuversichtlich, da� Best�tigung euch gew�hrt werden wird.... Bei Gott, der Herr der Heerscharen ist

eure St�tze, die Engel des Himmels euer Beistand, der Heilige Geist euer Gef�hrte und der Mittelpunkt des

B�ndnisses euer Helfer. Seid nicht nachl�ssig, sondern t�tig und f�rchtet euch nicht."

'Abdu'l-Bahá, Bah�`� World Faith; Selected writings of Bahá'u'lláh and 'Abdu'l-Bahá

(Wilmette; Bah�`� Publishing Trust, 1971) , Seite 362

Liebe und Einigkeit unter den Freunden f�rdern

11. "Wenn du Seelen f�hren willst, ist es deine Pflicht standhaft zu sein, gut zu sein und unter allen

Umst�nden mit lobenswerten Attributen und g�ttlichen Eigenschaften ausgestattet zu sein. Sei ein Zeichen

der Liebe, eine Manifestation der Gnade, eine Quelle der Zartheit, sei liebevollen Herzens und gut zu allen

und freundlich zu den Dienern Gottes, aber besonders zu jenen, die mit dir verwandt sind, M�nner wie

Frauen gleicherma�en. Ertrage alles Ungemach, das dir von den Menschen zugef�gt wird und tritt ihnen nur

mit Freundlichkeit, mit gro�er Liebe und mit guten W�nschen entgegen."

'Abdu'l-Bahá, Tablets of 'Abdu'l-Bahá Abbas, Vol. III

(Chicago Bah�`� Publishing Committee, 1930 printing) Seiten 619 - 620

12. "...Wir d�rfen zwischen den einzelnen Mitgliedern der menschlichen Familie keinen Unterschied

machen. Wir d�rfen keine Seele als unproduktiv und benachteiligt ansehen. Es ist unsere Pflicht, die Seelen

so zu erziehen, da� die Sonne der Gaben Gottes in ihnen widerscheinen m�ge, und das ist durch die Macht

der Einheit der Menschheit m�glich. Je mehr Liebe unter den Menschen Ausdruck findet und je st�rker die

Macht der Einheit ist, umso gr��er wird diese Widerspiegelung und Offenbarung sein, denn die gr��te

Gabe Gottes ist die Liebe. Liebe ist die Quelle aller Gaben Gottes. Ehe Liebe nicht vom Herzen Besitz

ergreift, kann keine andere g�ttliche Gnade in ihm offenbart werden."

The Promulgation of Universal Peace, Seite 15

13. "Wann immer heilige Seelen, gest�rkt von den Kr�ften des Himmels, sich mit solchen Tugenden des

Geistes erheben und Reihe um Reihe geschlossen vorw�rtsstreben, wird jede dieser Seelen gleich einem

Tausend, und die brausenden Wogen dieses m�chtigen Meeres werden den Bataillonen der himmlischen

Heerscharen gleich. Was f�r ein Segen wird das sein - wenn alle zusammenkommen wie vormals getrennte

Wildwasser, Fl�sse und B�che, Rinnsale und einzelne Tropfen. Sammeln sie sich an einem Platz, so bilden

sie ein m�chtiges Meer. In solchem Ausma� wird sich da die Unreinheit aller Menschen durchsetzen, da� die

�berlieferungen, Gewohnheiten, Gebr�uche und Verschiedenheiten in dem wunderlichen Leben aller

V�lkerschaften in den Hintergrund treten und verschwinden, wie einzelne Tropfen vergehen, sobald das

gro�e Meer der Einheit braust und wallt und wogt."

'Abdu'l-Bahá, Briefe und Botschaften, Kap. 207,3; Bah�`�-Verlag, Hofheim Langenhain 1992

Die Beziehung zwischen den einzelnen Freunden und
den Institutionen mit dem Geist des Glaubens
erf�llen

14. "Nimm den Kelch des Testaments in deine Hand; h�pfe und tanze in Ekstase in der triumphalen

Prozession des B�ndnisses die pulsierende Kraft in den Arterien des K�rpers der Welt ... jener Geist,

welcher die Ursache des Lebens ist. Wer immer durch diesen Geist belebt wird, in ihm wird die Frische und

Sch�nheit des Lebens offenbar, er wird mit dem Heiligen Geist getauft, er ist wiedergeboren, er ist frei von

Bedr�ckung und Tyrannei, von Unachtsamkeit und H�rte, die den Geist abt�ten und er erreicht ewiges

Leben."

"Preise Gott, da� du fest im B�ndnis und Testament stehst und da� du dein Antlitz der Leuchte der Welt,

Seiner Erhabenheit Bahá'u'lláh, zuwendest."

'Abdu'l-Bahá, zitiert in Star of the West, Vol. 14, No. 7, Oktober 1923, Seite 225

16. "Deshalb m�ssen die Geliebten Gottes diesen Baum der Hoffnung mit den Wassern ihres ganzen

Strebens flei�ig n�hren und pflegen. In welchem Land sie auch leben, la�t sie aus ganzem Herzen Freunde

und Gef�hrten sein f�r alle, die ihnen nahe stehen oder ferne sind. La�t sie mit himmelsgleichen Eigen-

schaften die Institutionen Gottes und Seine Religion f�rdern. La�t sie nie den Mut verlieren, nie verzweifeln,

nie sich niedergeschlagen f�hlen. Je mehr Widerstand sie begegnen, desto mehr la�t sie ihren festen Glauben

zeigen; je mehr Schmerz und Tr�bsal auf sie kommen, desto freigebiger la�t sie allen den Kelch der

Gro�mut reichen. Das ist der Geist, der der Welt neues 2Leben gibt, das ist das weithin strahlende Licht in

seinem Wesenskern. Wer anders ist oder anders handelt, ist es nicht wert, an der Heiligen Schwelle des

Herrn zu dienen."
'Abdu'l-Bahá, Briefe und Botschaften Kap. 6,13

17. Ein anderer wertvoller Dienst, den die Mitglieder des Hilfsamtes und ihre Assistenten sehr gut leisten

k�nnen, besteht darin, in den Herzen aller Gl�ubigen eine Liebe f�r die Institutionen des Glaubens zu

wecken und zu entwickeln, nicht nur deswegen, weil diese Institutionen von Bahá'u'lláh verordnet sind,

sondern auch deswegen, weil diese Liebe eine der Voraussetzungen daf�r ist, da� Menschen in gro�er Zahl

sich dem Glauben anschlie�en. Shoghi Effendi schrieb, da�:

"Ohne den Geist wahrer Liebe zu Bahá'u'lláh, zu Seinem Glauben und Seinen Institutionen und der

Gl�ubigen zueinander, kann niemals eine gro�e Zahl von Menschen zum Glauben gef�hrt werden."

Aus einem Brief vom 25. Oktober 1949, geschrieben im Auftrage Shoghi Effendis an einen

Gl�ubigen,

zitiert in Compilation of Compilations, Band II, Seite 315)

DER �RTLICHE GEISTIGE RAT
EINE NEUE SCH�PFUNG

Wenn wir uns dessen bewu�t werden, ein wie kostbares Geschenk Gottes die Institution des �rtlichen Geistigen Rates

ist, ja, da� er der Angelpunkt innerhalb der Weltordnung Bahá'u'lláhs ist, dann werden wir sicher danach streben, unsere R�te

zu errichten, sie zu pflegen und zu erhalten und werden bereitwillig jede Anstrengung unternehmen, damit sie richtig funk-

tionieren und gesch�tzt werden.

Obgleich die Hilfsamtsmitglieder nicht in der Verwaltung der Gemeindeangelegenheiten t�tig sind, haben sie doch

eindeutig die Verantwortung zu erziehen und �ber die Administration des Glaubens und auch �ber die Beziehungen zwischen

den Einzelnen und den Institutionen zu informieren. Im Mittelpunkt dieser Verantwortung steht die Aufgabe, die Freunde

�ber das B�ndnis zu unterrichten und dabei behilflich zu sein, in ihren Herzen Liebe f�r die Institutionen der Administrativen

Ordnung zu entwickeln. Diese Liebe �u�ert sich im Gehorsam dem �rtlichen Geistigen Rat gegen�ber und erzeugt den Wunsch,

alle Hilfsmittel zur Verf�gung zu stellen, die es dem Rat erlauben werden, seinen geheiligten Verpflichtungen nachzukommen.

Unter diesem Blickpunkt bekommt die Erziehung der Freunde in Bezug auf die Fonds des Glaubens eine besondere Bedeutung

zu, denn indem die Freunde gro�z�gig spenden, unterst�tzen sie nicht nur die Institutionen, sondern machen in ihrer eigenen

geistigen Entwicklung Fortschritte.

Bei der Entwicklung der Gemeinde und der St�rkung des �rtlichen Geistigen Rates mu� besonders Nachdruck auf das

Neunzehn-Tage-Fest gelegt werden, als "ein grundlegender Ausdruck des Gemeindelebens" in einem neuen Stadium der

Entwicklung. Hier k�nnen die Hilfsamtsmitglieder und ihre Assistenten Ideen �bermitteln und Wege vorschlagen, wie das Fest

zu einem Mittelpunkt der Anziehung und zu einer Quelle Geistiger Nahrung f�r die Gemeinde werden kann.

Beratung ist ein Mittel, um das Gef�ge der Bah�'�-Gemeinde zu sichern und zu st�rken. Die Kraft und die

Wirksamkeit, die in der Beratung steckt, zeigt sich nicht automatisch, sondern w�chst durch �bung und Erfahrung. Die

Hilfsamtsmitglieder helfen den Freunden, Beratung in der Familie, bei den Neunzehn-Tage-Festen und bei allen anderen

Gelegenheiten des Gemeindelebens zu entwickeln und zu benutzen. Wenn der �rtliche Geistige Rat die Kunst der Beratung

beherrscht, so hat er den gr��ten Schritt auf dem Weg des Reifeprozesses zur�ckgelegt.

Die Stufe des �rtlichen Geistigen Rates;
seine Pflichten und Aufgaben

1. "Eines der Heilmittel, die Bahá'u'lláh einer kranken Welt verordnet, ist der Geistige Rat (der in Zukunft

zu einem Haus der Gerechtigkeit werden wird); seine Mitglieder haben sehr heilige und schwere

Verantwortungen; seine F�higkeit, die Gemeinde zu leiten, zu besch�tzen und ihren Mitgliedern zu helfen,

ist aber gleichfalls sehr gro�."

Aus einem Brief v. 30. Juni 1949, geschrieben im Auftrage Shoghi Effendis an den Nationalen

Geistigen Rat von Deutschland und �sterreich, zitiert in "The Light of Divine Guidance S. 153)

2. "Diesen Geistigen R�ten ... steht der Geist Gottes bei. Ihr Schirmherr ist 'Abdu'l-Bahá. Er breitet Seine

Fl�gel �ber sie. Was gibt es f�r eine gr��ere Gnade als diese? ... Diese Geistigen R�te sind leuchtende

Lampen und himmlische G�rten, aus denen die D�fte der Heiligkeit �ber alle Lande wehen, und die

Strahlen der Erkenntnis sich �ber alle erschaffenen Dinge ergie�en. Von ihnen geht nach allen Seiten der

Odem des Lebens aus. Sie sind wahrlich zu allen Zeiten und unter allen Umst�nden die starken Quellen f�r

den menschlichen Fortschritt."

'Abdu'l-Bahá, zitiert in "Gott geht vor�ber" (Bah�'�-Verlag Hofheim-Langenhain 1974), Seite

378f

3. "Die Freunde sollten die Bah�'�-Administration niemals als einen Selbstzweck verkennen. Sie ist

lediglich das Werkzeug f�r den Geist des Glaubens. Diese Sache ist eine Sache, die Gott der Menscheit als

ein Ganzes offenbart hat. Sie soll dem ganzen Menschengeschlecht zugute kommen. Der einzige Weg, auf

dem sie das tun kann, ist, das Gemeinschaftsleben der Menschheit neu zu gestalten, und ebenso zu

versuchen, den einzelnen Menschen neu zu beleben. Die Bah�`�-Administration ist nur die erste Formge-

bung dessen, was in der Zukunft zum Gesellschaftsleben, zu neuen Gesetzen des Gemeinschaftslebens

werden wird. ... wir (lernen) etwas �beraus Schwieriges, aber �beraus Wundervolles: wie man als Bah�`�-

Gemeinschaft nach den herrlichen Lehren des Glaubens zusammenlebt."

Aus einem Brief v. 14. Oktober 1941 im Auftrage Shoghi Effendis an einen Gl�ubigen, zitiert in

`Geistige R�te - H�user der Gerechtigkeit`, Seite 32

4. "Satzung des �rtlichen Geistigen Rates"

"Der Geistige Rat soll bei der Verwaltung dieser K�rperschaft immer der Ideale gedenken, die in den

Heiligen Schriften des Bah�`�-Glaubens hinsichtlich der Beziehungen des Geistigen Rates zur Bah�`�-

Gemeinde, der Bah�`� in der Gemeinde zueinander und der Bah�`� zu allen Nicht-Bah�`� ohne Vorurteil

gegen Rasse, Bekenntnis oder Nationalit�t hochgehalten werden. Der Geistige Rat soll deshalb seine heilige

Pflicht vor allem darin erkennen, voll und ganz die Einigkeit innerhalb der Bah�`�-Gemeinde zu erhalten,

den Kranken und Notleidenden zu helfen und sie zu tr�sten, den Armen und Verlassenen beizustehen, die

Waisen, Verkr�ppelten und Betagten zu sch�tzen, die Bah�`�-Kinder den h�chsten religi�sen Zielsetzungen

entsprechend zu erziehen, Zwistigkeiten und Meinungsverschiedenheiten unter den Mitgliedern der

Gemeinde beizulegen, die von Bahá'u'lláh geoffenbarten Grunds�tze g�ttlicher Kultur und Zivilisation zu

verbreiten und in jedm�glicher Weise das Bah�`�-Ziel der Einheit der Menschheit zu f�rdern. Er soll treu

und ergeben die allgemeinen Bah�`�-T�tigkeiten und -Angelegenheiten unterst�tzen, die vom Nationalen

Geistigen Rat angeregt und geleitet werden. Er soll von ganzem Herzen mit anderen �rtlichen Geistigen

R�ten Deutschlands in allen Angelegenheiten zusammenarbeiten, die vom Nationalen Geistigen Rat als von

allgemeiner Wichtigkeit und als Bah�`�-Anliegen bezeichnet werden. Er soll sich strengstens jeglicher

unmittelbaren oder mittelbaren Handlungen oder Beeinflussungen enthalten, die eine Einmischung seitens

einer Bah�`�-K�rperschaft in die Belange der �ffentlichen Politik der staatlichen Autorit�ten bedeuten

k�nnte. Er soll Verbindungen zwischen den Bah�`� Gemeinden beleben, Beglaubigungen f�r aus ...

wegreisende Bah�`� ausstellen und solche von anderen Bah�`�-Gemeinden �berpr�fen. Er soll seine Be-

fugnisse als ein Mittel betrachten, um den Bah�`� und Nicht-Bah�`� zu dienen, nicht aber als Quelle

willk�rlicher Macht. Der Geistige Rat soll unter Vorbehalt des geheiligten Rechtes letzter Entscheidung in

allen Angelegenheiten, welche die Bah�`�-Gemeinde betreffen, immer Ratschlag und Beratung bei allen

Mitgliedern der Gemeinde suchen, die Gemeinde in allen Dingen auf dem Laufenden halten und zu voller

und freier Aussprache �ber alle den Glauben ber�hrende Fragen einladen."

Treuhandschaftserkl�rung und Satzung, S. 30f, deutsche Fassung)

Die Beziehung des Hilfsamtes zu den �rtlichen
Geistigen R�ten

5. "Autorit�t und Leitung geht von den R�ten aus, w�hrend die Kraft, die Aufgaben zu erf�llen,

vorwiegend in der gesamten K�rperschaft der Gl�ubigen liegt. Es ist die vordringliche Aufgabe der

Hilfs�mter, bei der Erweckung und Befreiung dieser Kr�fte mitzuhelfen."

Aus einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an die Kontinentalen Berater�mter und

die Nationalen Geistigen R�te vom 1. Oktober 1969, in Botschaften des Universalen Hauses der

Gerechtigkeit, Band II, 1968 - 1973, Seite 97

6. "Die Mitglieder der Hilfs�mter sollten ihrerseits die Freunde durch Korrespondenz und Besuche

ermutigen - Einzelstehende ebenso wie R�te - und ihnen vor Augen f�hren, da� die Grundlage aller unserer

T�tigkeiten die Einheit ist; sie sollten die Freunde ermutigen, unter allen Umst�nden einig zu sein, so da� die

Arbeit mit der Best�tigung des Heiligen Geistes vorangehen kann. Die Mitglieder der Hilfs�mter sollen

ebenso die Freunde ermutigen, freigebig zu den verschiedenen Fonds beizutragen, die errichtet wurden, da

die Fonds das Lebensblut der Gemeinde sind, und die Arbeit nicht vorangetragen werden kann, ohne da�

das Lebensblut dauernd in Umlauf ist."

Aus einem Brief im Auftrage Shoghi Effendis an die H�nde der Sache Gottes vom 7. Juni 1954,

zitiert in The Continental Boards of Counselors, Seite 24

Entwicklung des �rtlichen Geistigen Rates
und der Gemeinde

7. "Nur wenn die einzelnen Mitglieder des �rtlichen Geistigen Rates sich selbst in den grundlegenden

Wahrheiten des Glaubens und in der richtigen Anwendung der Prinzipien, die die T�tigkeit des Rates

bestimmen, vertiefen, wird diese Institution wachsen und ihr volles Potential entwickeln."

Aus einem Brief vom 11. August 1970 vom Universalen Haus der Gerechtigkeit an alle Nationalen

Geistigen R�te, zitiert in Light of Guidance, Seite 43

8. "Der beste Rat ist jener, der die F�higkeiten der einzelnen Gruppenmitglieder herauszustellen versteht

und sie damit besch�ftigt h�lt, in der einen oder anderen Form aktiv daran teilzunehmen, den Glauben zu

lehren und die Botschaft zu verbreiten."

Aus einem Brief vom August 1932 im Auftrage Shoghi Effendis an einen Gl�ubigen, zitiert in

Bah�`� News, Nr. 68, November 1932, Seite 3

9. "Die �rtlichen R�te sollten den einzelnen Gl�ubigen Vertrauen einfl��en, und diese wiederum sollten

ihre Bereitschaft zum Ausdruck bringen, sich v�llig an die Entscheidungen und Anweisungen des �rtlichen

Rates zu halten: beide Seiten m�ssen lernen, zusammenzuarbeiten und sich dar�ber klar zu werden, da� nur

durch Zusammenarbeit die Institutionen der Bah�`�-Sache bestm�glich ohne Unterbrechung wirksam sein

k�nnen. Der Gehorsam dem �rtlichen Geistigen Rat gegen�ber sollte uneingeschr�nkt und r�ckhaltlos sein,

jene K�rperschaft aber sollte ihre Anweisungen in solcher Weise geben, da� der Eindruck vermieden wird,

sie werde von diktatorischen Motiven beseelt. Der Geist der Sache Gottes ist ein Geist wechselseitiger

Zusammenarbeit, nicht ein Geist der Diktatur."

Aus einem Brief vom 28. Oktober 1935 im Auftrage Shoghi Effendis an einen Gl�ubigen, zitiert

in `Geistige R�te - H�user der Gerechtigkeit`, Seite 26f

Das Neunzehn-Tage-Fest

10. "Man kann dieses Fest mit seiner einzigartigen Kombination von Br�uchen sehr wohl als den

H�hepunkt eines gro�en historischen Entwicklungsprozesses ansehen, in dem grundlegende Bestandteile

des Gemeindelebens wie Andacht, Feste und andere Formen des Beisammenseins �ber riesige Zeitspannen

hinweg eine herrliche Ann�herung erreicht haben. In diesem aufgekl�rten Zeitalter bildet das

Neunzehntagefest die neue Stufe, zu der sich die grundlegenden Ausdruckformen des Gemeindelebens

emporentwickelt haben. Shoghi Effendi hat es als das Fundament der neuen Weltordnung bezeichnet, und

in einem in seinem Auftrag geschriebenen Brief wird darauf verwiesen, da� das Fest "ein fundamentales

Mittel dazu ist, engen und andauernden Kontakt unter den Gl�ubigen sowie zwischen ihnen und der

K�rperschaft der von ihnen gew�hlten Vertreter in der �rtlichen Gemeinde zu pflegen."

"Wenn das Neunzehntagefest zum geb�hrenden Erlebnis werden soll, ist au�er dem Verstehen der

Grundidee auch die Vorbereitung des Festes selbst sowie auf das Fest n�tig. Obwohl der �rtliche Geistige

Rat von der Verwaltung her f�r die Durchf�hrung des Festes verantwortlich ist, beauftragt er oft einen

einzelnen oder eine Gruppe mit den Vorbereitungen. Diese Vorgehensweise steht im Einklang mit dem f�r

diesen Anla� so wichtigen Geist der Gastfreundschaft. Die betreffenden Personen k�nnen Gastgeber sein,

und oft suchen sie Gebete und Texte f�r den Andachtsteil aus; sie k�nnen sich auch um das gesellige

Beisammensein k�mmern. In kleinen Gemeinden ist es einfach, pers�nliche Gastfreundschaft zu

praktizieren, aber in gro�en Gemeinden k�nnen die �rtlichen Geistigen R�te andere Wege f�r n�tig halten,

die jedoch den Grundgedanken der Gastfreundschaft bewahren."

Aus einem Brief vom 27. August 1989 des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, zitiert in The

Nineteen Day Feast, a compilation, London 1989, S. VIf

Beratung

11. "In allen Dingen mu� beraten werden. Dieses solltest du nachdr�cklich hervorheben, auf da�

Beratung von allen beachtet werde. Die Absicht dessen, was von der Feder des H�chsten offenbart wurde,

ist, da� Beratung unter den Freunden voll ausgetragen werde, da sie eine Ursache der Erkenntnis und des

Erwachens und eine Quelle des Guten und des Wohlergehens ist und immer sein wird."

Bahá'u'lláh , zitiert in `Beratung`, eine Zusammenstellung der Forschungsabteilung im Auftrag

des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, Seite 4

12. "In diesem Glauben ist Beratung lebensnotwendig, aber eine geistige Beratung ist gemeint und nicht

einfach eine �u�erung pers�nlicher Ansichten."

'Abdu'l-Bahá, Promulgation of Universal Peace, Seite 7

13. "Die Frage der Beratung ist von �u�erster Wichtigkeit und eines der m�chtigsten Werkzeuge, um Ruhe

und Gl�ck der Menschen zu f�rdern."
'Abdu'l-Bahá, zitiert in `Beratung`, Seite 11

14. "Der Zweck der Beratung ist, zu zeigen, da� die Ansichten verschiedener Menschen ganz gewi� der

eines einzelnen Menschen vorzuziehen sind, genauso wie die Kraft einer Anzahl Menschen

selbstverst�ndlich gr��er ist als die Kraft eines einzelnen. So wird Beratung in der Gegenwart des All-

m�chtigen annehmbar und wurde den Gl�ubigen zur Pflicht gemacht, damit sie sich �ber allt�gliche und

pers�nliche Dinge wie auch �ber Angelegenheiten allgemeiner und umfassender Natur beraten."

'Abdu'l-Bahá, zitiert in `Beratung`, Seite 13

15. "Bahá'u'lláh betont auch, wie wichtig die Beratung ist. Wir sollten nicht denken, da� diese lohnende

Methode, L�sungen zu finden, auf die administrativen Institutionen der Sache beschr�nkt ist. Beratung in

der Familie, bei der offen und frei gesprochen wird und die beseelt ist von der Erkenntnis, da� M��igung

und Ausgewogenheit notwendig sind, kann das Allheilmittel f�r h�usliche Konflikte sein."

Aus einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit vom 1. August 1978 an einen

Gl�ubigen, zitiert in `Einheit der Familie`, Seite 46

16. "Es ist die Absicht zu betonen, da� Beratung das Ziel haben mu�, die Wahrheit herauszufinden. Wer

seine Meinung �u�ert, sollte sie nicht als richtig hinstellen, sondern sie als einen Beitrag zum Konsens der

Meinung anbieten, denn das Licht der Wirklichkeit wird offensichtlich, wenn zwei Meinungen

aufeinandertreffen. Ein Funke wird erzeugt, wenn Stahl und Stein zusammenschlagen. Der Mensch sollte

seine Meinung mit �u�erster Ernsthaftigkeit, Ruhe und Zur�ckhaltung abw�gen. Ehe er seine eigene Ansicht

vortr�gt, sollte er sorgf�ltig die schon ge�u�erten Meinungen der anderen ber�cksichtigen. Wenn er feststellt,

da� eine schon vorher ge�u�erte Ansicht der Wahrheit n�her kommt und wertvoller ist, sollte er sie sofort

annehmen und nicht eigenwillig auf seiner eigenen bestehen. Durch diese vorz�gliche Methode bem�ht er

sich, zur Einheit und Wahrheit zu gelangen. Opposition und Spaltung sind beklagenswert ... Daher ist echte

Beratung eine geistige Konferenz in der Haltung und Atmosph�re der Liebe. Die Mitglieder m�ssen

einander im Geiste der Freundschaft lieben, damit gute Ergebnisse erzielt werden m�gen. Liebe und

Freundschaft sind die Grundlage."

Aus The Promulgation of Universal Peace, Seite 72 - 73

17. "Beratung verleiht tiefere Kenntnis und verwandelt Vermutung in Gewi�heit. Sie ist ein strahlendes

Licht, welches in einer dunklen Welt den Weg weist und F�hrung gibt. F�r alles gibt es und wird es immer

eine Stufe der Vollendung und Reife geben. Die Gabe der Einsicht zeigt ihre Reife in der Beratung."

Bahá'u'lláh , zitiert in `Beratung`, Seite 3

Visionen des Wachstums vermitteln, Strategien entwickeln

Aktionslinien erstellen und Dienstergebenheit einfl��en

Ein Arbeitspapier, erstellt vom Internationalen Lehrzentrum f�r die Hilfsamtskonferenzen im Januar und Februar 1992 mit

dem Thema:

"Die Kraft des einzelnen freisetzen und die �rtlichen und nationalen Bah�`�-Gemeinden aktiv werden lassen"

(Gedanken �ber dieses Papier sind die gleichen wie in den vorherigen �ber Heiligkeit,

Betreuung des Einzelnen und der Gemeinde sowie der �rtliche Geistige Rat)

Visionen des Wachstums vermitteln, Strategien entwickeln, Aktionslinien erstellen und Dienstergebenheit

einfl��en sind alles Aspekte, die den Gemeinden dazu helfen, Aktionspl�ne zu errichten und durchzuf�hren.

Ehe diese einzelnen Elemente der Planung und des Durchf�hrungsprozesses jedoch untersucht werden,

wollen wir einige Worte �ber den Charakter von Gemeinschaftsaktionen sagen, besonders im

Zusammenhang mit dem Heiligen Jahr.
Die Macht konkreter, klar umrissener T�tigkeit

In ihren Bem�hungen, die F�higkeiten der Einzelnen freizusetzen und die �rtliche Gemeinde aktiv

werden zu lassen, nutzen die Hilfsamtsmitglieder und ihre Assistenten die Macht des sch�pferischen Wortes

und die Kraft ihrer eigenen Liebe zu den Freunden, um ihnen zu helfen, ihre Kenntnisse des Glaubens zu

vertiefen, das Verstehen zu f�rdern, Begeisterung anzufachen, zu motivieren und die Bande der Einheit zu

st�rken und den Wunsch, nach Dienstbereitschaft zu entz�nden. Dies ist jedoch nicht das ganze Ausma�

ihrer Arbeit. Sie m�ssen auch dabei helfen, da� die Freunde ihre Liebe und ihr Verst�ndnis in die Tat

umsetzen.

Die Notwendigkeit, w�rdige und angemessene Feiern des hundertj�hrigen Jahrestages des

Hinscheidens Bahá'u'lláhs zu organisieren, gibt den Hilfsamtsmitgliedern schon fr�h im Heiligen Jahr die

Gelegenheit, die Freunde in jeder �rtlichen Gemeinde zusammenzurufen, damit sie sich ihrer konkreten

gemeinsamen Aufgabe widmen. Jedes Volk hat Traditionen, F�higkeit und Mittel, sich in Erinnerung an ein

Heiliges Ereignis zu vereinen und es sollte m�glich sein, dieses auch in der weitaus gr��ten Zahl der

Gro�st�dte, Kleinst�dte und D�rfer auf der ganzen Welt zu tun, wo Bah�`� wohnen. Indem sie zu diesen

Erinnerungsfeiern ermutigen, k�nnen die Hilfsamtsmitglieder und ihre Assistenten den Gl�ubigen helfen,

aus einem heiligen und historischen Unternehmen geistige Kr�fte zu sch�pfen und die Vorbereitung f�r eine

Reihe von klar umrissenen T�tigkeiten zu schaffen, die den Namen Bahá'u'lláhs weit in ihrer ganzen

Umgebung verherrlichen.

Wenn das Jahrhundert des Hinscheidens Bahá'u'lláhs w�rdig begangen werden soll, besonders in jenen

Orten, wo die Gl�ubigen noch nicht sehr vertieft werden konnten, mu� rechtzeitig vorher ein Fundament

gelegt werden. Es mu� den Freunden dabei geholfen werden, ein Verst�ndnis der Sendung Bahá'u'lláhs und

Seiner ruhmreichen Stellung zu gewinnen. Man mu� ihnen weiter durch einen Beratungsproze� helfen, zu

einer Entscheidung zu kommen, wie sie diesen Heiligen Jahrestag feiern wollen, und zwar in einer Art und

Weise, die ihre Liebe zu Bahá'u'lláh und ihre tiefsten Gef�hle gegen�ber dem Heiligen ausdr�ckt. Sie sollten

dazu ermutigt werden, diese Erinnerungsfeier auf ihre eigene Weise zu organisieren. Sie m�ssen ihre Hilfs-

quellen zusammentragen, die Aufgaben unter sich verteilen und den starken Geist der Zusammenarbeit

hinzuziehen, der in den meisten Kulturen besteht. Die Ergebnisse eines solchen Prozesses werden sich sehr

deutlich von dem

unterscheiden, was bei einem fl�chtigen Besuch der Gemeinde erreicht werden k�nnte, w�hrend dem sie

nur an die Wichtigkeit der Gelegenheit erinnert und zu einer Gedenkfeier zusammengerufen werden.

Aufbauend auf diesem Geist, der durch die angemessene Gedenkfeier von Bahá'u'lláhs Hinscheiden

erzeugt worden ist, kann eine Reihe von konkreten Aktionen die F�higkeit der Gemeinde erh�hen, die

heilende Botschaft Bahá'u'lláhs hinauszutragen. Nat�rlich wird die Art einer solchen Aktion von Gemeinde

zu Gemeinde verschieden sein und reicht von einem Besuch in einem benachbarten Dorf, um dort den

Glauben zu lehren, bis hin zu komplexen Proklamationsprojekten in Weltst�dten. Die folgenden Themen

sind Vorschl�ge f�r Beratungspunkte um zu zeigen, in welcher Art Hilfsamtsmitglieder und ihre Assistenten

Gemeinschaftsaktionen f�rdern k�nnen. Die kurzen Aussagen nach jeder �berschrift sind dazu gedacht,

Gedanken zu erwecken und zur Diskussion anzuregen.

1 Die F�higkeit, den Freunden zu helfen, Einheit im Denken zu erreichen. Ein Konsens und eine

Einheit im Denken wird zuerst nicht bei Einzelheiten erreicht, sondern auf einer h�heren Be-

wu�tseinsebene. Ehe man einzelne Entscheidungen treffen kann, mu� man �ber die Ziele, die Natur,

das Ausma� der zu unternehmenden Aktionen eine allgemeine Einigung erzielen. Ein gemeinsamer

Wille mu� dann als Ergebnis des Konsenses �ber die einzuschlagende Richtung geschaffen werden.

2 Die F�higkeit, eine "Lernatmosph�re" zu schaffen. Die Lernleistung vermeidet es, da� man nach

Regeln sucht, die streng befolgt werden m�ssen. Nach der Beratung werden Entscheidungen

durchgef�hrt, aber es wird im Auge behalten, da� die folgende Entwicklung beobachtet und dar�ber

nachgedacht werden mu�. Dieses gemeinsame Nachdenken erfolgt unter Ber�cksichtigung der

Weisheit, die in den Schriften enthalten ist. In einer Lernatmosph�re ist die Angst vor Versagen

ausgeschaltet und man hilft den Freunden, sich auf die Leistungen und auf die neue F�higkeit zum

Fortschritt, die sich aus dem Lernen ergibt, zu konzentrieren.

3 Die F�higkeit, die Leistungen der Institutionen zu erh�hen. Durch konkrete Aktionen ist es

m�glich, langsam die Organisationsf�higkeit der Gemeinde aufzubauen, ihre F�higkeit zur

Zusammenarbeit zu steigern, ihre Entscheidungsfreudigkeit zu erh�hen und die Entscheidung wir-

kungsvoll durchzuf�hren. Die St�rkung eines �rtlichen Geistigen Rates h�ngt sowohl von der

Vertiefung ab wie auch von der zunehmenden Erfahrung, die sich aus konkreten Aktionen ergibt.

4 Die F�higkeit der Gemeinden gemeinsame Aktionen mit Freude und Begeisterung zu

verrichten. Begeisterung ist zu Anfang einer Aktivit�t leicht zu erzeugen, aber sie aufrecht zu erhalten,

erfordert Freude und Frohsinn. Unerf�llte Erwartungen f�hren zu ged�mpfter Begeisterung. Es ist

daher wichtig, den Freunden dazu zu verhelfen, da� sie Freude und Befriedigung aus dem Dienst

selbst entnehmen, auch wenn er von wenigen geleistet wird und nicht so, wie es urspr�nglich

vorgesehen war.
Die st�rkende Auswirkung regelm��iger Aktivit�ten

Was oben in Bezug auf Aktionen im Zusammenhang mit dem Heiligen Jahr aufgezeigt worden ist,

deutet auf ein Grundprinzip der Gemeindeentwicklung hin. Ehe in den meisten Teilen der Welt eine

Gemeinde regelm��ige Aktivit�ten durchf�hren kann, die das Bah�`�-Gemeindeleben charakterisieren, mu�

erst ein Gef�hl f�r die Gemeinschaft durch eine Reihe von wohldefinierten Aktionen aufgebaut werden, die

in einer bestimmten Zeit stattfinden und mit Sicherheit zu Erfolgen und zu konkreten Ergebnissen f�hren.

Wenn einmal die F�higkeit der Gemeinde zu Aktionen bis zu einem gewissen Grade aufgebaut worden ist,

dann wird die Erf�llung der folgenden Bedingungen sicherstellen, da� weitere regelm��ige Aktivit�ten auch

durchgehalten werden:

best�ndige Anwesenheit der Hilfsamtsmitglieder und Assistenten in der Gemeinde

6 best�ndige Kommunikation zwischen dem Hilfsamtsmitglied, den Assistenten, den Freunden und dem

�rtlichen Geistigen Rat

7 best�ndige Bem�hung, die Vision der Freunde �ber die Aufgabe der

Bah�`�-Gemeinde zu erweitern

8 best�ndige Aufmerksamkeit f�r die Entwicklung der menschlichen

F�higkeiten, die Erziehung der Freunde, nicht nur in Bezug auf Konzept und Prinzipien, aber auch wie

man Aktivit�ten wirkungsvoll durchf�hrt

9 best�ndige Aufmerksamkeit f�r das Studium der Heiligen Schriften, sowohl als Einzelner wie auch als

Gruppe und die Entwicklung von F�higkeiten und Fertigkeiten, die es leichter machen, in der Gruppe

Texte zu studieren.
Aktionspl�ne

Hilfsamtsmitglieder sind die Diener von �rtlichen Gemeinden, die unterschiedlich stark sind. W�hrend

einige Gemeinden sich in einem fr�hen Entwicklungsstadium befinden, k�nnen andere einen �rtlichen

Geistigen Rat haben, der f�hig ist, recht komplexe Pl�ne und Projekte geschickt durchzuf�hren.

Hilfsamtsmitglieder selbst k�nnen ihre vielf�ltigen Pflichten nicht erf�llen, indem sie von einander

unabh�ngige Aktivit�ten verfolgen. Sie m�ssen ihre Arbeit nach wohldurchdachten , flexiblen Aktionspl�nen

organisieren. Die Entwicklung des Glaubens auf der Stufe der regionalen und nationalen Gemeinden

erfordern auch systematische Aktionspl�ne, die gleichzeitig verschiedene Handlungsbereiche betreffen.

Ungl�cklicherweise beschr�nkt sich Planung oft auf die Aufstellung von Zielen f�r einen gr��eren Plan, ihre

Zuweisung an bestimmte Regionen, �rtliche Gemeinden, nationale Aussch�sse oder anderer Institutionen.

Um dieser Pl�ne willen, werden die Freunde dann aufgerufen, sich zu erheben, um die Ziele zu erf�llen,

indem sie an verschiedenen Aktivit�ten, Ereignissen, Projekten oder Kampagnen teilnehmen, die einzeln

entwickelt werden und von einander isoliert sind, wobei wenig Gef�hl f�r Kontinuit�t entsteht. Dies f�hrt

nat�rlich zu Ergebnissen, denn wann immer wir uns erheben und dem Glauben mit Liebe und Ergebenheit

dienen, ist der Erfolg sichergestellt. Wir beobachten jedoch, da� viel gr��ere Ergebnisse erzielt werden,

wenn das Planen und Durchf�hren mehr Aufmerksamkeit erh�lt und systematischer angegangen wird.

Wenn es auf Aktionspl�ne beharrt, so w�nscht das Internationale Lehrzentrum nicht, da� man an das

Planen in komplizierter Weise herangehen soll, was manchmal vielversprechend erscheint, aber nur die

Energie von der Aktion selbst ablenkt. Es hat sich vielmehr gezeigt, da� ein detailliertes Planen als eine von

Aktionen unabh�ngige Ma�nahme sich oft als wenig lohnend erweist. Ohne da� wir eine besondere

Planungsmethode bef�rworten, wollen wir doch einige geistige und praktische Elemente untersuchen, die

den Freunden helfen k�nnen, den Glauben systematischer zu verbreiten und ihre Siege zu konsolidieren.

Die folgenden Themen werden f�r eine Beratung vorgeschlagen: "Visionen des Wachstums", "Strategien

entwickeln", "Wachstumspl�ne erstellen" und "zu Hingabe und Dienstbereitschaft begeistern". Diese

Elemente des Planungs- und Durchf�hrungsprozesses sind nicht in dieser Reihenfolge zu verwenden. Die

dazugeh�rigen Aktivit�ten m�ssen parallel durchgef�hrt, wiederholt, verfeinert und ver�ndert werden, in

dem Ma�e, wie die Gemeinde lernt und die F�higkeiten ihrer Institutionen zunehmen.

10 Visionen des Wachstums aufbauen. Eine wesentliche Voraussetzung f�r systematische Aktionen

besteht darin, da� die Freunde und ihre Institutionen eine gemeinsame Vision des Wachstums f�r die

Gemeinde und die Region entwickeln, eine Vision, an der alle teilhaben und die ihre Pl�ne und

Durchf�hrung ihrer Projekte lenkt. Eine solche Vision kann nicht nur eine Beschreibung von

Hoffnungen und W�nschen f�r die ferne Zukunft sein. Wenn sie sich auch nicht mit Einzelheiten

abgibt, so mu� diese Vision doch das Potential f�r unmittelbares Wachstum in der Region

herausstellen, dazu T�tigkeitsfelder, die auf Aussicht mit Erfolg untersucht werden k�nnen, die Art

von Zielen, die man sich stecken kann, die Natur der Projekte, die man unternehmen k�nnte und die

Art und Weise, in der diese Projekte zu den Zielen des globalen Planes des Glaubens beitragen

k�nnen. Es ist auch einleuchtend, da� eine solche Vision nicht ein f�r allemal festgelegt werden kann.

Sie mu� sich entwickeln, die Umrisse m�ssen sch�rfer werden und sie mu� weitere Elemente in sich

aufnehmen, in dem Ma�e, wie das Planen und die Durchf�hrung langsam voranschreiten.

Wenn Einheitlichkeit im Denken und der Vision erreicht worden sind, dann verschwinden viele

Probleme, die Beratung �ber spezifische Aktivit�ten wird viel leichter und vor allem �ffnen sich

Kan�le, durch die der Geist des Glaubens zu flie�en beginnt, und die Massen in Bewegung setzt.

Wenn diese Vision nicht von wenigen Mitgliedern der Gemeinde aufgezogen wird, sondern das

Ergebnis eines st�ndigen Beratungsprozesses ist, wenn ein Proze� in Gang gesetzt wird, bei dem jeder

st�ndig lernt, wie man die Lehrmethoden und das administrative Verfahren verbessern kann und durch

das die Lehrer und Administratoren tiefere Einsicht in die M�glichkeit des Wachstums der Bah�`�-

Gemeinde und des Einflusses auf die Gesellschaft gewinnen und wenn schlie�lich das gemeinsame

Lernen im Geiste der Einheit und Demut durchgef�hrt wird, dann werden wir sicher erleben, wie

unsere Bem�hungen reiche Fr�chte in gro�er Anzahl hervorbringt.

Wenn wir versuchen, den Freunden dabei zu helfen, eine Vision des Wachstums f�r ihre �rtliche und

nationale Gemeinde oder Region zu entwickeln, so m�ssen wir daran denken, da� eine solche Vision

nur aus einer weit gr��eren Vision solcher Realit�ten entstehen kann wie der Gr��e dieses Tages, der

Macht g�ttlichen Beistandes und den M�glichkeiten, die in jedem Menschenwesen potentiell angelegt

sind und der Macht, die uns zur Verf�gung steht, wenn wir wirklich einig sind und im Geiste dieser

Einheit arbeiten. Das Entwickeln einer solchen Vision des Wachstums ist also im Grunde genommen

ein geistiger Proze�, der ein immer zunehmenderes Bewu�tsein der geistigen Kr�fte beinhaltet, die

durch Bahá'u'lláh freigesetzt worden sind.

11 Strategien entwickeln. Das Wort "Strategie" wird auf unterschiedliche Weise und in verschiedenen

Zusammenh�ngen gebraucht. Hier wird es in einem streng begrenzten Sinne verwendet. Obgleich

Visionen ihrer Natur nach sich auf der Ebene der Verallgemeinerungen bewegen, so haben wir doch,

als wir die Vision des Wachstums entwickelten, schon �berlegt, in welchen konkreten M�glichkeiten

Ressourcen und Methoden uns zur Verf�gung stehen. Bei der Entwicklung von Strategien bringen wir

Struktur in diese Visionen und entdecken die Wege, denen wir folgen m�ssen, um sie zu erreichen. So

kann zum Beispiel eine Gemeinde, die die M�glichkeiten untersucht, die Erziehung zu beeinflussen,

die Strategie w�hlen, das Erziehungssystem haupts�chlich durch direkten Kontakt mit den Lehrern

anzusprechen. Eine Gemeinde, die die Vision entwickelt, da� der Glaube sich unter einer

au�ergew�hnlich empf�nglichen Bev�lkerungsgruppe schnell ausbreiten m�ge, kann sich auf die

Strategie einer genau definierten Kampagne einigen, zu der st�ndige Lehrteams geh�ren, die durch

regelm��ige Institutskurse erg�nzt werden. Wenn es um die Vision geht, eine gro�e Zahl aktiver

Bah�`�-Gemeinden in einem l�ndlichen Gebiet zu erreichen, so kann ein regionaler Ausschu� als

haupts�chliche Strategie die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen w�hlen und durch sie in zuneh-

mendem Ma�e die Beteiligung der Eltern am Glauben steigern.

Um wirkungsvoll zu sein, mu� die Strategie mit dem Erkennen der Bedingungen in der Bah�`�-

Gemeinde und in der Gesellschaft entwickelt werden, in der sie existiert. Bei der Entwicklung der

Strategien haben die oben genannten Gemeinden sicherlich die F�higkeiten ber�cksichtigt �ber die sie

verf�gen und wenigstens einige der Eigenschaften der sie umgebenden Gesellschaft. Auch um solche

Kenntnisse zu gewinnen, bef�rworten wir nicht formale und komplizierte Untersuchungen, sondern

einen Proze� der Beratung, der sein Bestes daransetzt, zu beobachten, Fragen festzumachen und

M�glichkeiten zu ber�cksichtigen, die es innerhalb und au�erhalb der Gemeinde gibt. Dieser

Beratungsproze� mu� kontinuierlich und offen sein, so da� Voraussetzungen unter Ber�cksichtigung

des durch Erfahrung verbesserten Verst�ndnisses, ge�ndert werden k�nnen.

12 Aktionslinien erstellen: Das Internationale Lehrzentrum ist davon �berzeugt, da� mangelnde

Kontinuit�t die Erfolge der Bah�`�-Gemeinde in der Welt stark einschr�nken. Bei der Suche nach einer

Verbesserung dieser Kontinuit�t haben wir es als n�tzlich erkannt, da� man an Aktionspl�ne denkt, die

aus einer Reihe von parallelen Aktionslinien bestehen. Aktionslinien ihrerseits bestehen aus einer Reihe

von Projekten und Aktivit�ten, von denen eine auf der anderen aufbaut und den Weg f�r zuk�nftige

Fortschritte vorbereitet. So sind zum Beispiel in verschiedenen L�ndern die Berater dabei, die

Ausbildung von einer gro�en Zahl von Kinderklassenlehrern zu f�rdern als einer Aktionslinie, die zum

nationalen Aktionsplan geh�rt. Zu dieser Aktionslinie geh�rt die Vorbereitung geeigneter

Lehrmaterialien, die Ausbildung einer Kerngruppe von Ausbildern von Kinderklassenlehrern, eine

Reihe von Kursen f�r die Lehrer, eine Bewertung des Materials und schlie�lich die Entwicklung

verbesserter Methoden der Lehrerausbildung und der Kindererziehung. Viele Hilfsamtsmitglieder in

der Welt haben in ihre eigenen Aktionspl�ne solche Aktionslinien eingebaut wie etwa die F�rderung

individuellen Lehrens, die �rtliche Vertiefung in Gemeinden der Gegend und die Ermutigung zu

Jugendaktivit�ten.

Um ein anderes Beispiel von Aktionslinien zu nennen, so ist in vielen Gegenden der Welt die

F�rderung und Bereicherung des Neunzehn-Tage-Festes eine Aktionslinie, die im Aktionsplan der

Hilfsamtsmitglieder und der regionalen Lehraussch�sse mit enthalten sein mu�. Eine Aktivit�t inner-

halb dieser Aktionslinie k�nnte ein Arbeitskreis f�r die Assistenten sein, bei dem man sie sorgf�ltig mit

dem Inhalt des Briefes vom 27. August 1989 vertraut macht, den das Universale Haus der Ge-

rechtigkeit an die Anh�nger Bahá'u'lláhs in der ganzen Welt gerichtet hat. Eine andere Aktivit�t k�nnte

ein Beratungstreffen sein mit ausgew�hlten Einzelnen aus der Region um herauszufinden, wie das Fest

durch den Einbau von passenden Elementen aus der �rtlichen kulturellen Tradition bereichert werden

k�nnte. Eine andere Reihe von Aktivit�ten k�nnten besondere Treffen zwischen Hilfsamtsmitgliedern

und ihren Assistenten sein, um von den gegenseitigen Erfahrungen zu lernen, die sie bei der Verbes-

serung der Neunzehn-Tage-Feste in einer �rtlichen Gemeinde gewonnen haben.

Die Aufgliederung eines Aktionsplanes in eine kontinuierliche Aktionslinie ist nicht notwendigerweise

ein komplexes Verfahren. Aber damit solche Pl�ne erfolgreich sind, m�ssen gewisse grundlegende

Prinzipien beachtet werden. Die Aktionen, die einander folgen sollen, m�ssen vern�nftigerweise

konsistent sein in ihrem Ansatz und in ihrer zugrunde liegenden Logik. Um ihre Wirkung auszuweiten

und fortzusetzen, sollte eine Aktionslinie Aktivit�ten enthalten, die f�r die Zunahme der zur Ver-

f�gung stehenden Ressourcen, insbesondere menschliche Ressourcen hilfreich sind. Wenn man daher

eine Aktionslinie entwirft, mu� man �berlegen, welche Ressourcen zur Verf�gung stehen und wie man

sie erweitern kann, welche administrative Hilfen f�r diese Aktion erforderlich sind und welche

Methoden bei ihnen angewandt werden sollen. Wenn man auf einer Aktionslinie entlangschreitet, so

bedeutet das, da� man sich genaue, kurzzeitige Ziele setzen und das Erreichte kontrollieren mu�.

Dann mu� die n�chste Gruppe von Aktivit�ten entworfen werden. Aber all das mu� geschehen,

indem man sich haupts�chlich auf die Aktion konzentriert und auf die Vorz�glichkeit, mit der jede

dieser Aktivit�ten durchgef�hrt wurde. In dem Ma�e wie Kurzzeitziele erreicht werden und man sich

andere entlang auf der Aktionslinie steckt, ver�ndert sich die Richtung und die Methode

vervollkommnet sich. Aber es gibt Kontinuit�t und pl�tzlich Ver�nderungen, die gew�hnlich

kontraproduktiv sind, was vermieden wird.

13 Dienstergebenheit einfl��en. Einzelne Bahá'í und Gemeinden brauchen Begleitung, wenn sie solche

Aktionslinien verfolgen. Wenn Schwierigkeiten auftreten und die Entschlossenheit nachl��t, m�ssen

die Freunde immer wieder zu h�heren Stufen der Hingabe angeregt werden. Hier gewinnt das

Konzept der Pflege f�r die Arbeit der Hilfsamtsmitglieder und der Assistenten zentrale Bedeutung.

Die Herzen anregen, die Hingabe steigern, gute Charakterentwicklung f�rdern, den Heiligen Geist

anziehen, Liebe und Einigkeit unter den Freunden pflegen und das Verh�ltnis zwischen den einzelnen

Gl�ubigen und den Institutionen mit dem Geist des Glaubens zu erf�llen, dies sind die

Herausforderungen, vor denen die Hilfsamtsmitglieder und ihre Assistenten st�ndig stehen. Beratung

�ber folgende Punkte k�nnten ihnen helfen, dieser Herausforderung gewachsen zu sein:

* sich auf die Kraft des Gebetes und die Kraft des sch�pferischen Wortes verlassen

* die Kunst der wirkungsvollen Ermutigung beherrschen

* den Freunden dabei behilflich zu sein, da� sie die Notwendigkeit f�r st�ndiges Bem�hen und

Beharrlichkeit erkennen

* sich auf Energien konzentrieren und den Gemeindeaktivit�ten ein Gef�hl f�r geistige Disziplin

vermitteln
Teil 2
�BER DAS LEHREN
Briefe vom Internationalen Lehrzentrum
* Was alles zum Lehren geh�rt
* Kleine Lehrprojekte
* Lehrinstitute
* Einladung an Sucher, dem Glauben beizutreten
WAS ALLES ZUM LEHREN GEH�RT

Die neue Welle, mit der sich die Sache Gottes ausdehnt, angesto�en durch die Ridv�n-Botschaft des

Universalen Hauses der Gerechtigkeit von 1988, schwillt in jedem Erdteil weiter an. So hinrei�end sind

die Lehrm�glichkeiten auf der ganzen Welt, da� wir uns durch nichts davon abhalten lassen d�rfen,

unsere Kr�fte brennpunktartig auf die vereinte Aktion zu lenken, um dergestalt zum Greifen nahe, noch

nie dagewesene Siege zu erringen. Ihre Bem�hungen, den Freunden eine Gesinnungseinheit in Sachen

Ausbreitung und Festigung gewinnen und wahren zu helfen, haben in unsch�tzbarem Ma�e zur

Schaffung des derzeitigen, der Lehrarbeit so g�nstigen Umfelds in der Bah�'�-Welt beigetragen. Um Sie

bei diesen wertvollen Anstrengungen weiter zu unterst�tzen, m�chten wir mit Ihnen einige Einsichten

teilen, die wir aus den Erfahrungen der Bah�'�-Gemeinden rund um die Welt w�hrend dieser kraftvollen

Zeit der Ausbreitung zusammengetragen haben.

Ein bemerkenswerter Zug an diesem Aufschwung des Lehrens ist, da� die Gl�ubigen der Stetigkeit

ihrer Lehrbem�hungen wachsende Aufmerksamkeit schenken. Schritt f�r Schritt wird den Freunden klar,

da� Lehren keine Folge vereinzelter nicht zusammenh�ngender Veranstaltungen ist, sondern ein stetiger,

systematischer Proze�, in dem ein Bausatz unabdingbarer Bestandteile organisch vereinigt wird, wie

mutige Proklamation; best�ndige, unaufh�rliche Ausbreitung; Vertiefung mit Schwergewicht bei der

Entwicklung des menschlichen Potentials f�r den Dienst an der Sache Gottes sowie methodische,

ausdauernde Anstrengungen zur St�rkung der �rtlichen wie nationalen Gemeinden und zur Entwicklung

ihrer Institutionen.

Ein weiterer bemerkenswerter Zug am gegenw�rtigen Aufschwung des Lehrens - und in der Tat ein

unverr�ckbar eingepflanzter Bauteil nachhaltiger, stetiger Ausbreitungsbem�hungen - ist das st�ndige

Anwachsen derjenigen Gl�ubigen, die ihre Zeit und Kraft daran wenden, Bahá'u'lláhs Botschaft zu den

wartenden Massen der Menschheit in jeder Gesellschaftsschicht zu tragen. Der Erfolg dieser Lehrer bei

ihren pers�nlichen Bem�hungen wie auch bei gemeinschaftlichen Planungen ihrer Institutionen h�ngt

nat�rlich weitgehend von den F�higkeiten, Einstellungen und geistigen Erkenntnissen ab, die sie in den

Akt des Lehrens einbringen, desgleichen von der durchdringenden Kraft ihrer Rede.

Gott hat sich die St�dte der Menschenherzen vorbehalten, erkl�rt Bahá'u'lláh, und die Gl�ubigen sind die

Schl�ssel zu diesen Herzen.

"Was Er sich vorbehalten hat, sind die St�dte der Menschenherzen, und die Geliebten Dessen, der die Souver�ne

Wahrheit ist, sind an diesem Tage wie die Schl�ssel zu ihnen. Gebe Gott, da� sie alle bef�higt werden, durch die

Macht des Gr��ten Namens die Tore dieser St�dte aufzuschlie�en."

Bahá'u'lláh , �hrenlese Kap. 115:3

"Was Er sich vorbehielt, sind die St�dte der Menschenherzen, damit Er sie von aller irdischen Befleckung rein mache

und sie bef�hige, dem geheiligten Orte zu nahen, den die H�nde der Ungl�ubigen niemals entweihen k�nnen. �ffne, o

Volk, die Stadt des Menschenherzens mit dem Schl�ssel deiner Rede."

Bahá'u'lláh , �hrenlese Kap. 139:5

Die Einsicht, da� man sich beim Lehren der Sache Gottes mit dem besch�ftigt, was Gott zugeh�rt

und demzufolge heilig ist, begeistert den Lehrer zu Haltungen und Gedanken, die den Akt des Lehrens

mit geistiger Kraft aufladen. Der Lehrer wird sich bewu�t, da� das Lehren etwas Unvergleichliches ist,

anders zu bewerten als andere menschliche Wechselwirkungen. Dem Lehren darf man sich nicht so

n�hern wie der F�rderung gesellschaftlicher Anliegen, geschweige denn dem Verkauf von Waren. Das aus

dem Herzen des Lehrers strahlende Gef�hl der Ehrfurcht vor Bahá'u'lláhs Offenbarung dringt dem

Sucher ins Herz und kr�ftigt darin die Grundlagen seines neugeborenen Glaubens. Wenn man die heilige

Pflicht erf�llt, das Herz des Suchers mit Bahá'u'lláhs Offenbarung zu verbinden, dann entfesselt man die

dem Proze� des Lehrens innewohnende Kraft der Verwandlung.

Die Lehrer steigern ihre F�higkeiten noch weiter, wenn sie sich durch Gebet und stetiges Studium

der Heiligen Schriften der Macht des Wortes Gottes in wachsendem Ma�e bewu�t werden.

"Liegt es in menschlicher Macht, o Hakim, in den Bestandteilen irgendeines der winzigen, unteilbaren Teilchen der

Materie eine so v�llige Umwandlung zu bewirken, da� sie in lauteres Gold verwandelt wird? So verwirrend und

schwierig dies erscheinen mag. Wir wurden bevollm�chtigt, die noch gr��ere Aufgabe zu erf�llen, teuflische St�rke in

himmlische Kraft zu verwandeln. Die Kraft zu einer solchen Umwandlung �bertrifft die Wirksamkeit des

Lebenselexiers. Das Wort Gottes allein kann f�r sich in Anspruch nehmen, die F�higkeit zu einer so gro�en, so

weitreichenden Wandlung zu besitzen.
Bahá'u'lláh , �hrenlese Kap. 99

�berzeugt von der verwandelnden Macht des Wortes Gottes, entdeckt der Lehrer im Lehren das

Potential geistiger Kr�fte bei dem neugewonnenen Gl�ubigen. Die Erkl�rung als Bahá'í stellt dann nur

den ersten, zweifellos wichtigen Schritt dar, dem schnell und sicher ein Proze� der Hege folgen mu�, bei

dem der neue Gl�ubige in engen Kontakt zum Wort Gottes gebracht und dazu begeistert wird, sich zum

Lehren des Glaubens und zum Dienst an der Sache Gottes zu erheben.

Die betonte Liebe zu Bahá'u'lláh als bewegende Kraft des Lehrens, spiegelt sich in der Liebe zum

ganzen Menschengeschlecht wider, erweist sich als ein weiterer unsch�tzbarer Bauteil bei der geistigen

Erziehung der Gl�ubigen. Liebe ist nicht nur unerl��lich, um die St�dte der Menschenherzen

aufzuschlie�en; sie steigert auch die Urteilskraft des Lehrers. Diese Urteilskraft hilft dem Lehrer,

aufgeschlossen zu sein f�r die Bed�rfnisse der neuen Gl�ubigen, aber auch f�r die feinen Besonderheiten

ihrer gesellschaftlichen und kulturellen Verh�ltnisse. So werden echte Versuche angestellt, die Hin-

tergr�nde der Gl�ubigen in ihrer ganzen Vielfalt zu verstehen und den Gl�ubigen zu helfen, Bahá'u'lláhs

Offenbarung auf die Verh�ltnisse und M�glichkeiten ihres eigenen Lebens anzuwenden. Die Neigung

verringert sich, anderen die Charakteristika der eigenen Kultur aufzuerlegen; ein liebevolles Umfeld wird

bereitet, in welchem der einzelne und die Gemeinschaft unter dem Einflu� der Offenbarung Bahá'u'lláhs

gedeihen kann.

Dies sind nur einige der zahlreichen geistigen Themen, die dem Akt des Lehrens Bedeutung und

durchdringende Kraft verleihen, wenn sie in die �berlegung der Bahá'í rund um die Welt Eingang finden.

Die Lehrarbeit wird noch wirksamer, wenn die Freunde das Wesen der Lehrpl�ne und Lehrstrategien

begreifen. Ein Konzept, das nach unserer Ansicht besser verstanden werden mu�, ist die Beziehung

zwischen Proklamation und Lehrarbeit. In seiner Naw-R�z-Botschaft von 1974 stellt das Universale

Haus der Gerechtigkeit in aller Deutlichkeit fest:

"Die Proklamation des Glaubens nach feststehenden Pl�nen mit dem Ziel, eine wachsende Bandbreite von Massen-

Kommunikationsmitteln einzusetzen, ist tatkr�ftig weiterzuverfolgen. Seien wir uns bewu�t, da� es der Zweck der

Proklamation ist, der ganzen Menschheit die Tatsache und die allgemeine Zielsetzung der neuen Offenbarung

bekanntzumachen, w�hrend Lehrprogramme geplant werden sollten, damit einzelne Menschen aus allen Schichten der

Gesellschaft im Glauben gefestigt werden."

Ein weiteres derartiges Konzept ist der Bedarf sowohl an systematischer pers�nlicher Lehrt�tigkeit

als auch an systematischer, von den Institutionen des Glaubens geplanter Lehrarbeit, unterst�tzt von der

Gesamtheit der Gl�ubigen in jeder Gemeinde. Zum pers�nlichen Lehren erinnere man sich an die

aufr�ttelnden Ermahnungen unseres geliebten H�ters, zum Beispiel:

"Wenn er sich aus eigenem Antrieb entschlossen hat, dem Lehraufruf zu folgen, unverzagt vor allen Hindernissen,

mit denen Freund oder Feind, wissentlich oder unwissentlich, den Pfad versperren wollen, dann soll er sorgf�ltig jeden

Weg der Ann�herung �berdenken, den er bei seinen pers�nlichen Versuchen beschreiten m�chte, um bei jenen, die er

in die Schar seines Glaubens einreihen m�chte, Aufmerksamkeit zu erwecken, das Interesse wachzuhalten und ihren

Glauben zu vertiefen. Er soll die M�glichkeiten �berpr�fen, welche ihm die besonderen Umst�nde bieten, in denen er

lebt, ihre Vorteile auswerten und klug und systematisch vorgehen, um sie f�r das Erreichen des Zieles, das er im

Auge hat, einzusetzen.
Das Kommen g�ttlicher Gerechtigkeit, 1969, S. 82

Wie notwendig systematisches, von den Institutionen des Glaubens geplantes Lehren ist, spricht

Shoghi Effendi an zahlreichen anderen Stellen an, zum Beispiel:

"Ich rufe die einzelnen Gl�ubigen auf, ihre Beitr�ge f�r die nationalen Bah�'�-K�rperschaften so weit wie m�glich zu

steigern, da diese zur Stunde aufgerufen sind, vereint der Entfaltung der Er�ffnungsphase des Zehnjahresplanes

Auftrieb zu verleihen. Seine Erf�llung wird, so Gott will, den triumphalen Abschlu� der einleitenden Epoche in der

Entfaltung des vom Mittelpunkt des Bundes zur systematischen Verbreitung des Glaubens Seines Vaters gefa�ten

gro�en Planes sichern."

Botschaft vom 7. Dezember 1953, H�terbotschaften an die Bah�'�-Welt, 1962, Seite 32

"Die neue Stunde in der Geschichte unserer geliebten Sache hat geschlagen. Sie ruft zu systematischen, nachhaltigen,

die ganze Nation umfassenden Anstrengungen auf dem Feld des Lehrens, damit diese Kr�fte in Kan�le flie�en, die

unserem Glauben zum Ruhm und seinen Institutionen zur Ehre gereichen werden."

Shoghi Effendi, Message to America: Selected Letters an Cablegrams Addressed to

the Bahá'ís of North America 1932-1946,

(Wilmette:Bahá'í Publishing Committee, 1947), Seite 5-6

"Ein systematischer, sorgf�ltig bedachter, wohlerrichteter Plan mu� aufgestellt, genau verfolgt und best�ndig

ausgeweitet werden."

Shoghi Effendi, Message to America: Selected Letters an Cablegrams Addressed to

the Bahá'ís of North America 1932-1946,

(Wilmette:Bahá'í Publishing Committee, 1947), Seite 7

In der Tat l��t sich das ausgepr�gte Wachstum, das die Gemeinde des Gr��ten Namens jetzt erlebt,

weitgehend auf die Anstrengungen einer wachsenden Zahl von Nationalen Geistigen R�ten

zur�ckf�hren, systematische Lehrpl�ne aufzustellen und anzuwenden. Pers�nliches Lehren f�hrt jeder

Gemeinde einen steten Strom neuer Gl�ubiger zu, die sich kraft ihrer pers�nlichen Beziehung zu anderen

Bahá'í leicht in die Gemeinde eingliedern. Systematische, gemeinschaftliche Anstrengungen andererseits

�ffnen die Tore zu beschleunigen Wachstum, indem sie die gesamten Kr�fte der Freunde auf besonders

empf�ngliche Bev�lkerungsgruppen richten. Der hohe Grad von Einheit, der durch Gruppenlehrarbeit

konstant erreicht wird, der ausgiebige Gebrauch von Gebeten, das opferbereite, disziplinierte Leben der

Lehrer, besonders w�hrend der Lehrfeldz�ge - all dies tr�gt dazu bei, geistige Kr�fte anzuziehen und zu

kanalisieren, die in der Tat Wunder wirken. In diesem Fall erweist sich jedoch der Proze� der Vertiefung

als schwieriger und herausfordernder als beim pers�nlichen Lehren. Er verlangt einfallsreiche Zugriffe,

die - wir stellen es dankbar fest - in dem Ma�e gefunden werden, wie die Institutionen des Glaubens die

Idee der Lehrinstitute f�rdern.

Ganz allgemein bedarf die Entwicklung sowohl der f�r die Einf�hrung des Glaubens bei

verschiedenen Menschentypen und Gruppen bestgeeigneten Zugangsmethoden als auch der

anschlie�enden Vertiefung einer gr�ndlichen gedanklichen Durchdringung und Beratung. Diese

Methodenentwicklung fordert von den einzelnen Gl�ubigen und Gemeinden auch, da� sie die Haltung

von Lernenden annehmen, systematisch �ber die Ergebnisse jeder Lehrbem�hung nachdenken und die

Fr�chte ihrer Erfahrungen in die aufeinanderfolgenden Pl�ne einbringen. Die diesen Lernproze�

erm�glichende Atmosph�re ist gepr�gt von Vertrauen, Einheit, Demut, Unterwerfung unter Gottes

Willen sowie Beratung auf der Informationsgrundlage von Erfahrungen im Lichte der in den Lehren

unseres Glaubens gespeicherten Weisheit.

Wir sind zuversichtlich, da� die Wachstumsf�higkeit der Bah�'�-Gemeinde sich dramatisch steigern

wird in dem Ma�e, wie die Berater und Hilfsamtsmitglieder den Freunden durch pers�nliche Kontakte,

Seminare, Workshops, Konferenzen und vor allem anderen im Rahmen von Lehrinstituten helfen,

Einsichten in die geistige Natur des Lehrens zu gewinnen und ihr Bewu�tsein f�r die Art, wie sich die

verschiedenen Zugangsmethoden erg�nzen, zu steigern. Die Angewohnheit, einen bestimmten

Gesichtspunkt des Lehrens als Gegensatz eines anderen zu sehen - Proklamation gegen Lehrt�tigkeit,

Ausbreitung gegen Festigung, pers�nliches Lehren gegen institutionelle Pl�ne, Heimkreise gegen

Gruppenlehrarbeit - wird nach und nach einer reifen Schau Platz machen, die das Wachstum der Bah�'�-

Gemeinde eher als einen ganzheitlichen, harmonischen Vorgang begreift. Nat�rlich werden die einzelnen

Gl�ubigen, wie uns das Universale Haus der Gerechtigkeit in der Ridv�n-Botschaft von 1990 vor Augen

f�hrt, zu diesem Wachstumsproze� nach besten Kr�ften und M�glichkeiten beizutragen haben. Diese

Ausgie�ung pers�nlicher Initiative fordert die Institutionen des Glaubens dazu heraus, ihre F�higkeit zu

entwickeln und die Kr�fte und Talente jedes einzelnen Gl�ubigen auf den Verfolg mutiger Pl�ne hin zu

immer gr��eren Siegen zu steuern.

Das Internationale Lehrzentrum an alle Berater vom 21. Oktober 1990

KLEINE LEHRPROJEKTE

Da das Internationale Lehrzentrum die Bildung von Lehrgruppen als ein Mittel des starken

Zugewinns neuer Gl�ubiger in Europa f�rdert, empfinden wir es als n�tzlich, einige Gedanken zum

Wesen solcher Gruppen mitzuteilen - Leitlinien, wie sie aus den Erfahrungen mit dieser Idee in anderen

Weltteilen entwickelt sind...

Zum ersten m�ssen alle erkennen, da� das wichtigste Mittel, Siege zu erringen, ein hohes Ma� an

pers�nlicher Initiative ist. Die pers�nliche Initiative ist so wichtig, da� sie in der Verfassung des

Universalen Hauses der Gerechtigkeit gesch�tzt ist. Die Institutionen des Glaubens k�nnen f�hren, aber

angezogen werden gro�e Lehrerfolge durch den pers�nlichen Entschlu�, sich begeistert zu erheben und

auszuharren. Im Idealzustand w�ren die �rtlichen Geistigen R�te und die Lehraussch�sse der Last

ausufernder Planungen enthoben, wenn die einzelnen Bahá'í zu ihnen k�men und ihre Lehrprojekte

anb�ten. Die Grundidee dieses Planes ist die �berzeugung, da� sich die einzelnen Gl�ubigen erheben

werden. Die Lehrgruppe ist keine Verwaltungseinheit, sondern eine Gruppe von Freunden, die geistig

und zahlenm��ig wachsen wollen.

Die zweite Idee ist die Beratung. Die Gl�ubigen m�ssen zu der Einsicht gef�hrt werden, da� die

Beratung auf den Alltag anzuwenden ist. Nicht nur die Verwaltungsk�rperschaften beraten; alle Freunde

haben einen Bedarf an Beratung. Bei der Herausgabe einer Textzusammenstellung �ber das Lehren sagte

das Universale Haus der Gerechtigkeit im M�rz 1977:

"Alles in allem sind die Freunde sich bewu�t, wie lebenswichtig das Lehren ist. Wegen ihrer Schw�chen fehlt es ihnen

jedoch gro�enteils an Zuversicht; sie glauben, sie w��ten nicht, wie sie vorgehen und ihre Bem�hungen zum Abschlu�

bringen sollten."

Durch die Beratung miteinander k�nnen die Freunde �ngste, b�se Ahnungen und

Minderwertigkeitsgef�hle ablegen; die Gruppe kann ihre Ziele aufstellen und dann gemeinsam oder

einzeln an der Erf�llung dieser Ziele arbeiten.

Die dritte Idee ist, da� Energie in einem Brennpunkt gesammelt werden mu�. Wir analysieren, was

nottut, und versehen es mit allgemeiner Ermutigung, aber dann m�ssen wir miteinander zur Tat

schreiten. Brennpunkt der Lehrarbeit einer Gruppe kann ein bestimmtes Viertel in ihrer Stadt sein, eine

Altersgruppe, ein Platz, an dem viele Leute zusammenkommen, eine Schule oder Universit�t, Menschen

an einem Arbeitsplatz oder eine bestimmte Interessengruppe. Zum Beispiel entschlo� sich in einem Land

eine Gruppe von Bah�'�, die Gedichte mag, nach einer Beratung, einen Ausschu� von Preisrichtern zur

Bewertung von Gedichten zu bilden. Sie lud eine Anzahl Nicht-Bah�'�-Freunde mit gleichen Interessen

zu einer Versammlung ein. Einige Gedichte, die dort die Menschen begeisterten, waren sch�pferische

Worte des B�b und Bahá'u'lláhs. Binnen kurzem erkannten die Freunde der Bah�'�,

Bahá'u'lláh; die Gruppe verdoppelte sich. Die Energie mu� auf eine Bev�lkerungsgruppe konzentriert

und auf eine bestimmte T�tigkeit gerichtet werden. Dies zeigt den besonderen Nutzen dieser Idee, ist es

doch viel leichter zu wachsen, wenn man klein ist; das hei�t, eine Gruppe von f�nf kann leicht auf zehn

anwachsen. G�be es viele derartige Gruppen, so w�chse der Glaube rasch. Oft werden Energie und Geist

in der Verwaltung gro�er, langfristiger Bem�hungen mit unrealistischen Erwartungen vergeudet.

Die vierte Idee ist, da� reales Wachstum geistiges Wachstum bedeutet. Die Zahl der Menschen, die

Bahá'í werden, kann als Spiegelbild des inneren Wachstums der jeweiligen Gruppe betrachtet werden.

Deshalb m�ssen die Gruppen einen Proze� der Vergeistigung begeistert vorantreiben. Dabei mu� man

jedoch verstehen, da� nur durch einen Vertiefungsproze�, ohne gleichzeitige Schritte zur Lehrarbeit,

keine Vergeistigung platzgreift; beides mu� ineinander �bergehen. Durch intellektuelle �bungen kommt

keine Vergeistigung zustande. Wenn Menschen ohne Gebet, Nachdenken und Beratung t�tig werden,

kommen sie nicht zu fruchtbaren Ergebnissen.

Die f�nfte Idee ist die �berzeugung, da� gro�e Menschenscharen der Sache Gottes beitr�ten, wenn

wir die Rufe ins Feld der Tat befolgten, die das Haus der Gerechtigkeit "an jeden einzelnen Gl�ubigen - Mann

und Frau, Jugend und Kinder" richtet. Der Brennpunkt der Gruppenarbeit sollte so gestaltet sein, da� Seelen,

die dazu ermutigt werden, die Anerkennung

Bahá'u'lláhs als Manifestation Gottes ins Auge zu fassen, eine positive, einladende Atmosph�re vorfinden.

Diese Atmosph�re kann stark bereichert werden durch das allgemeine Bewu�tsein, da� wir st�ndig von

den Best�tigungen des Heiligen Geistes umgeben sind, ja da� uns die M�rtyrer und die heldenhaften

Lehrer der Vergangenheit zu Hilfe eilen, wenn wir uns aufrichtig an sie wenden. Das ist eine Bewegung

derjenigen geistigen Kr�fte, die durchaus real sind und T�ren �ffnen.

Das Internationale Lehrzentrum im Juli 1988 an alle Berater

Europa mu� nicht den Lehrmustern folgen, die anderswo zum Eintritt in Scharen gef�hrt haben.

Wenn in Indien oder Lateinamerika ein einziges Lehrprojekt zu Tausenden von Gl�ubigen f�hrt, l��t sich

in Europa dasselbe durch Hunderte kleiner Projekte erreichen, von denen jedes der Sache Gottes ein paar

Gl�ubige bringt. Was aufgegeben werden mu�, ist die Idee von Projekten als �berm��ig geplanten,

aufwendigen T�tigkeiten. Kleine Gruppen von Gl�ubigen - eine oder zwei Familien, eine ganze �rtliche

Gemeinde, zwei oder drei Nachbargemeinden - k�nnen miteinander beraten, eine aufnahmebereite

Bev�lkerungsgruppe in ihre Gegend ausmachen, deren Interessen und Sorgen, Br�uche und

Gewohnheiten kennenlernen, ein�ben, wie sie ihr den Glauben auf ansprechende Weise darlegen und

eine Folge von T�tigkeiten einleiten, die zur Bah�'�-Erkl�rung einiger Leute aus dieser Be-

v�lkerungsgruppe f�hren.

Unabh�ngig vom Niveau der Lehrt�tigkeiten der Bah�'�-Verwaltungseinheiten in einem bestimmten

Land kann man sich leicht eine Reihe von Lehrprojekten ausmalen, vorangetrieben durch

Hilfsamtsmitglieder, welche Gl�ubige mit Begeisterung f�r das Lehren ausfindig machen, sie zur

Teilnahme an einem eingehenden Proze� der Vertiefung und der Beratung einladen und ihnen helfen, ein

kleines Lehrprojekt aufzubauen. Diese Aufgabe k�nnten die europ�ischen Hilfsamtsmitglieder mit ihren

Assistenten �bernehmen. Sind die Freunde erst einmal auf diese Weise in Bewegung gebracht, dann

werden die Institutionen des Glaubens Schritt f�r Schritt die F�higkeit entwickeln, gro�angelegte

Lehrprojekte und Pl�ne zu steuern.

Das Internationale Lehrzentrum am 28. November 1988 an einen Berater

LEHRINSTITUTE

Der Strom erfreulicher Nachrichten, der in j�ngster Zeit von einem Land nach dem anderen ins

Weltzentrum flie�t, macht einen weltweiten Aufschwung der Lehrt�tigkeit als Antwort auf die Ridv�n-

Botschaft des Universalen Haus der Gerechtigkeit deutlich. Inbr�nstig beten wir an den Heiligen

Schreinen, da� dieser neue Ausdehnungsproze� sich beschleunige und die Lektionen der Vergangenheit

unserer Institution helfen, den Freunden wertvollen Rat zu bieten und sie zu einer Folge von noch nie

dagewesenen Siegen in der Lehrarbeit zu f�hren... Zweck des vorliegenden Briefes ist es, die Beratung

�ber... den Gebrauch von Instituten zur Vertiefung der Freunde, besonders in Gebieten mit vielen

Neuerkl�rungen, einzuleiten.

Unsere Sorge bei den Instituten r�hrt aus der wiederholten Beobachtung, da� die notwendige

Vertiefung der neuen Gl�ubigen fast unm�glich zu bewerkstelligen ist, wenn die Zahl der Lehrer nicht

st�ndig steigt und mit der raschen Ausbreitung Schritt h�lt. Sind Lehrinstitute frei von gewissen

Mi�verst�ndnissen und werden sie sch�pferisch in einem Geist der Liebe und des Opfers gef�hrt, so

erweisen sie sich als wertvolle Instrumente f�r die stetige Ausbildung der menschlichen Hilfsquellen, die

f�r die rasche Ausbreitung ebenso dringend gebraucht werden wie f�r die anschlie�ende Vertiefung und

Festigung. Wenn wir die Organisationsmuster f�r Institute in den verschiedenen L�ndern pr�fen,

erkennen wir eine Anzahl Ideen, die Ihnen bei Ihren �berlegungen zu diesem Gegenstand n�tzlich sein

m�gen...
1. Das Konzept des Instituts

Einige Probleme mit Bah�'�-Instituten rund um die Welt scheinen von einem begrenzten

Verst�ndnis f�r den Zweck eines Lehrinstituts herzur�hren. In vielen Gemeinden wird das Wort f�r ein

Ereignis wie ein Wochenend-Institut gebraucht, in anderen f�r ein Geb�ude oder einen

Versammlungsort. Werden Geb�ude und Einrichtungen gekauft, so f�hlt man sich manchmal veranla�t,

als erstes einen hauptamtlichen Direktor zu ernennen, der Schritt f�r Schritt weitere bezahlte Mitarbeiter

einbringt; das Institut wird so zu einer Organisation mit Verwaltungshaushalt und sucht nach

brauchbaren Programmen. In anderen F�llen werden die Institutsgeb�ude mehr oder weniger gut instand

gehalten, aber nur f�r gelegentliche Kurse und Veranstaltungen genutzt.

Ein weiterer Faktor des Problems ist der Mangel an einem geeigneten Konzept der Entwicklung

menschlicher Hilfsquellen zur F�rderung der verschiedenen Aufgaben der Festigung und der

Ausbreitung. In jedem Land braucht man eine Menge Leute f�r Kinderklassen, f�r Familienbesuche in

den D�rfern und St�dten zwecks Vertiefung, zur Hilfe bei der Entwicklung �rtlicher Geistiger R�te und

vor allem zur Teilnahme an Feldz�gen f�r die Verbreitung des Glaubens. Woher sollen diese

menschlichen Hilfsquellen kommen, wenn nicht aus den neugewonnenen Gl�ubigen selbst? Wie sollen

sie die geschilderten Aufgaben erf�llen, wenn sie nicht durch systematische Vertiefungsprogramme

ausgebildet werden? Nat�rlich sollte die Entwicklung menschlicher Hilfsquellen gegen�ber dem, was

gew�hnlich aus Theorien �ber engumgrenzte Schulungen f�r bestimmte Zwecke abgeleitet wird, eine

neue, andersartige Bedeutung bekommen. Ausbildung in einem Bah�'�-Institut

hat im gr��eren Zusammenhang eines Prozesses geistiger Bereicherung stattzufinden, eines Prozesses,

der geistige Eigenschaften zu entwickeln und wahres Verst�ndnis zu erreichen sucht. Die Erfahrung zeigt

jedoch deutlich, da� es nicht ausreicht, regelm��ig an die Freunde zu appellieren, sie sollten sich erheben

und dem Glauben dienen. Das gilt besonders f�r Gebiete mit erfolgreicher Massenlehrarbeit, wo die

Freunde noch wenig Selbstvertrauen haben und auf dem Pfad des Dienens sozusagen an der Hand ge-

nommen werden m�ssen. Die Entwicklung menschlicher Hilfsquellen f�r die Ausbreitung und Festigung

des Glaubens darf nicht dem Zufall �berlassen bleiben; sie mu� �berall in den nationalen Pl�nen

ber�cksichtigt werden.

Erfolgreicher hat sich ein anderer Zugang zu Lehrinstituten erwiesen, der mit einer Kerngruppe

erfahrener Bahá'í und einem sich selbst entfaltenden Programm f�r die geistige Erziehung der Freunde

beginnt. Wichtig ist dabei, da� eine Gruppe vertiefter Bahá'í unter der Leitung eines kleinen Ausschusses,

bedient von einem Koordinator, die Aufgabe in die Hand nimmt, interessierte, vielversprechende

Gl�ubige zusammenzubringen - sei es an einem zentralen Platz oder in kleineren Gruppen in D�rfern

und M�rkten - um f�r sie schrittweise ein systematisches Vertiefungsprogramm zu entwikeln. Zweck

dieser Vertiefung ist in erster Linie, diese Gl�ubigen zu bef�higen, in wachsendem Ma�e am Lehren des

Glaubens teilzuhaben, andere Gl�ubige zu vertiefen und innerhalb der Verwaltungsordnung zu dienen.

Zun�chst m�gen solche Programme einfach gestaltet sein; wenn aber die Kerngruppe Ausdauer hat und

sich folgerichtig verh�lt, dann werden Schritt f�r Schritt verschiedene Kurstypen entwickelt, die es den

Freunden erm�glichen, ihre vielen Aufgaben im Zusammenhang mit der raschen Ausbreitung des

Glaubens zu �bernehmen.

2. Die Rolle der Berater und der Hilfsamtsmitglieder

Eine wichtige Voraussetzung f�r den Erfolg eines Instituts scheint die enge Zusammenarbeit der

Berater und Hilfsamtsmitglieder mit den Nationalen R�ten und deren Aussch�ssen zu sein. In vielen

L�ndern der Welt ist es erforderlich, da� die Berater �ber das Konzept eines Instituts mit den Nationalen

R�ten gr�ndlich beraten und da� sie dem einzelnen Rat helfen, eine f�r ein bestimmtes Gebiet oder f�r

das ganze Land als Institutskern geeignete Gruppe von Gl�ubigen ausfindig zu machen, aus dieser

Gruppe einen kleinen Koordinierungsausschu� auszuw�hlen und den Koordinator des Instituts zu

bestimmen. Ein Hilfsamtsmitglied oder mehrere, die eng zusammenarbeiten und unter der direkten

F�hrung des Beraters stehen, sollten dann die Aufgabe erhalten, die Kerngruppe zu unterst�tzen, die

Entwicklung entsprechenden Materials (das zun�chst aus der einfachen Anpassung von Materialien

anderer Institute bestehen kann) zu f�rdern und an der systematischen Umsetzung von Kursen und

Programmen mitzuwirken.
3. Die besondere Rolle der Hilfsamtsmitglieder

Das Interesse eines Hilfsamtsmitglieds an einem funktionierenden Regionalinstitut r�hrt von dem

Wunsch her, ein wichtiges Planziel des Nationalen Rates f�r die Entwicklung menschlicher Hilfsquellen

zu unterst�tzen, hat aber auch mit seinem eigenen Pl�nen zur Heranbildung von Assistenten zu tun.

Beide Planziele lassen sich mit den T�tigkeiten des Instituts weitgehend integrieren. Wenn demnach ein

Hilfsamtsmitglied ein besonderes Budget aus dem Kontinentalen Fonds f�r die Assistentenausbildung

erh�lt, kann es zweckm��ig sein, dem Institut Beitr�ge zu den Kosten von Kursen zukommen zu lassen,

die der Ausbildung sowohl von Assistenten als auch von anderen menschlichen Hilfsquellen dienen. Je

nach dem Reifegrad des Hilfsamtes entscheidet der Berater dar�ber, wie diese Mittel zu dem Verbund-

Ausbildungsprogramm beigetragen werden k�nnen.
4. Der Gesamthaushalt eines Instituts

Es ist wichtig, da� die Nationalen R�te in ihre Haushaltspl�ne angemessene Betr�ge f�r die T�tigkeit

der Institute einstellen. In der Tat macht es uns Sorgen, da� eine Reihe von Nationalen R�ten

Haushaltspl�ne verabschiedet, in denen keine Posten f�r die Lehrarbeit, die Entwicklung menschlicher

Hilfsquellen oder die Literatur ausgewiesen sind. Viele dieser Haushaltspl�ne bestehen bis jetzt nur aus

Verwaltungsausgaben, Geh�ltern, Mieten, Reisekosten und Porti. Zur Verbesserung dieser Situation

m�ssen die Berater die Nationalen R�te anregen, die verf�gbaren Mittel gleichm��iger auf die ver-

schiedenen T�tigkeitsbereiche zu verteilen. Um einen solchen Proze� in Gang zu setzen, k�nnten die

Berater eine gewisse Summe aus dem Besonderen Lehrfonds f�r die T�tigkeit des Instituts w�hrend des

ersten Jahres oder der ersten beiden Jahre auskehren und dem Nationalen Rat auf diese Weise die

Gelegenheit geben, das Institut alsdann in seinen eigenen Haushalt aufzunehmen. Die Summe der beiden

Zuweisungen - aus dem nationalen Haushalt und dem Besonderen Lehrfonds -, vermehrt um die Beitr�ge

der Hilfsamtsmitglieder in unterschiedlicher H�he jedes Jahr f�r bestimmte Kurse, sollten die stetige

Entwicklung des Instituts erm�glichen.
5. Besondere Literatur

Wichtig ist auch festzustellen, da� in vielen L�ndern ein bedeutsamer Teilaspekt der Herstellung

und Verbreitung von Literatur eng mit den Institutsprogrammen verbunden ist. In diesen L�ndern mu�

als Komponente von Lehrfeldz�gen und Vertiefungsprogrammen eine besondere Literatur, oft in

Lokalsprachen, f�r die Ausbreitung und Festigung des Glaubens unter den Volksmassen entwickelt

werden. Die Berater k�nnten dies in einschl�gigen F�llen bei ihren Gespr�chen mit den Nationalen R�ten

besonders betonen, den Proze� der Literaturerstellung (durch die Hilfsamtsmitglieder) verfolgen und f�r

diese Zwecke besondere Beitr�ge aus dem Literatur-Unterst�tzungsfonds leisten.

Wir hoffen, da� vorstehende Anregungen f�r Ihre Beratungen �ber die brennpunktartige

Ausrichtung der Lehrinstitute auf die beschleunigte Entwicklung menschlicher Hilfsquellen zur St�tzung

der Feldz�ge f�r den Eintritt in Scharen von Nutzen sind.

Das Internationale Lehrzentrum am 29. November 1988 an die Kontinentalen Berater

Im Bestreben, gemeinsam mit den Beratern die verschiedenen Aspekte eines erfolgreichen,

nachhaltigen Prozesses der Ausdehnung und Festigung abzukl�ren, teilten wir Ihnen in unserem Brief

vom 29. November 1988 einige Gedanken �ber Institute sowie �ber die dr�ngende Notwendigkeit mit,

die vielen bestehenden Dauerinstitute in der Bah�'�-Welt zu aktivieren. Unsere Herzen sind von

Dankbarkeit erf�llt, wenn wir auf den durch Ihre Anstrengungen bewirkten Erfolg blicken, da� in der

ganzen Bah�'�-Gemeinde weltweit das Bewu�tsein f�r Wert und Bedeutung der Institute beim Eintritt in

Scharen betr�chtlich gestiegen ist. Unter Verwendung der Einsichten, welche Berater in den letzten

Monaten gewonnen und berichtet haben, k�nnen wir Ihnen nunmehr einige weitere Gedanken zur

Organisation und Entwicklung von Instituten mitteilen.

Die Selbstentwicklung eines Instituts

Ein Ergebnis der Bem�hungen in den letzten Monaten scheint zu sein, da� sich die Freunde

verst�rkt um Vertiefungsveranstaltungen von verschiedener L�nge - an Wochenenden stattfindende,

einw�chige, ja sogar einmonatige Kurse und Institute - k�mmern. Nat�rlich ist es wichtig, diese Ver-

anstaltungen zu unterst�tzen, wann immer sie durchgef�hrt werden, und sie so zu f�rdern, da� ihre Zahl

st�ndig zunimmt. Noch bedeutsamer jedoch als die F�rderung von Vertiefungsveranstaltungen sind die

Anstrengungen der Berater, den Freunden den Wert von dauerhaften, stetigen Bem�hungen um die

Entwicklung menschlicher Hilfsquellen nahezubringen. In diesem engeren Zusammenhang hatten wir

Ihnen urspr�nglich unsere Gedanken �ber Institute mitgeteilt. Dabei lie�en wir uns von der

�berzeugung leiten, da� die nachhaltige Ausbreitung des Glaubens in einem Gebiet weitgehend von der

Zahl und dem Wert der systematisch ausgebildeten Lehrer, insbesondere aus den Reihen der neuen

Gl�ubigen, abh�ngt.

Wenn wir �ber die F�hrung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit zur Lehrarbeit nachdenken,

insbesondere w�hrend des F�nfjahresplanes in den 1970ger Jahren, sehen wir die Institute dargestellt als

ein wichtiges Bauelement systematischer Pl�ne f�r die Ausbreitung im gro�en und f�r die Festigung.

Tats�chlich ist ein gro�er Aufwand an Mitteln und an Kraft in den Erwerb von Geb�uden und

Einrichtungen geflossen, die nat�rlich gebraucht werden in dem Ma�e, wie die Zahl der Gl�ubigen in

einem Gebiet steigt. In jedem Bezirk, wo besondere Einrichtungen bereits vorhanden sind oder in

Zukunft erworben werden m�ssen, sind die T�tigkeiten von Instituten zu entwickeln, so da� diese

Institute in ihre Pl�ne zur Verbreitung des Glaubens als dauerhafte Elemente eingeschlossen werden.

Innerhalb dieser Regionalpl�ne w�re dem Institut - anfangs vielleicht mit geringer Verwaltungstechnik

und einfachen Programmen, aber Schritt f�r Schritt die F�higkeit zu komplexeren

Erziehungsma�nahmen entfaltend - die Aufgabe stetiger Erziehung und Vertiefung der Freunde sowie

der Mithilfe bei der Heranbildung derjenigen unter ihnen, die hingebungsvolle Arbeiter und

entschlossene Tr�ger der Sache Gottes werden.

Wie bereits in unserem fr�heren Brief erw�hnt, stellen wir fest, da� zu den erfolgreichsten

Instituten diejenigen geh�ren, die organisch aus einer Kerngruppe von Gl�ubigen, die sich f�r die geistige

Erziehung ihrer Glaubensgenossen im Umfeld einsetzen, emporgewachsen sind. Ermutigend ist es zu

sehen, da� die Berater und Hilfsamtsmitglieder jetzt das Schwergewicht auf die Hege solcher

Kerngruppen legen, aber auch auf deren Unterst�tzung beim Sammeln von Erfahrungen mit dem

Entwurf und der Durchf�hrung von Erziehungsma�nahmen in Gestalt direkter Antworten auf die

Bed�rfnisse der von dem Institut bedienten Bev�lkerung.

Bei ihren Bem�hungen um die F�rderung der Arbeit von Instituten als Dauereinrichtungen haben

es die Berater mit einer gro�en Bandbreite von Situationen zu tun; jede hat ihre besonderen

M�glichkeiten und Herausforderungen. Viele dieser M�glichkeiten zeigen sich nat�rlich in Gebieten, wo

bereits Breitenlehrarbeit stattgefunden hat und �ber Jahre hinweg Anstrengungen zur Vertiefung der

Gl�ubigen in unterschiedlichem Umfang von Erfolg gekr�nt waren. In solchen Gebieten verlangt die

Herausforderung der Festigung bestehender Gemeinden, der Aufrechterhaltung und Unterst�tzung

�rtlicher Geistiger R�te, der Vertiefung, der Erziehung von Kindern und Jugendlichen als des kostbarsten

k�nftigen Grundbestandes sowie der stetigen Aufnahme neuer Gl�ubiger nach einer immer weiter

wachsenden Zahl von Mitarbeitern mit breitgef�cherten Kenntnissen und F�higkeiten. Je nach

der Situation in den einzelnen Gebieten wirken die Berater mit den Nationalen R�ten und deren

Aussch�ssen zusammen, um passende Strategien f�r die organische Entwicklung einer alle Bed�rfnisse

und Sorgen aufgreifenden Institutsarbeit zu entwerfen.

In einem Gebiet, wo die Gl�ubigen umst�ndehalber lange Zeit nicht besucht worden waren,

beginnt nun eine Kerngruppe von vier Freunden, darunter ein Hilfsamtsmitglied, mit der T�tigkeit eines

Instituts, indem sie die D�rfer bereist und den Gl�ubigen Vertiefungskurse bietet. Wie sich leicht denken

l��t, steht die Kerngruppe in dem Ma�e, wie die Freunde vom Geist des Glaubens wieder neu belebt

werden, vor der Notwendigkeit einer steigenden Zahl von Vertiefungs- und Erziehungsma�nahmen,

welche die besonders begeisterten Gl�ubigen entsprechend den wachsenden Bed�rfnissen der sich

entwickelnden Bah�'�-Gemeinden auf einem Pfad des Dienstes voranf�hren. Wie die Erfahrung zeigt,

sind die Lehrbem�hungen nie umsonst, selbst wenn die Erwachsenen nur z�gernd Verantwortung auf

dem Felde des Dienstes �bernehmen, ist doch eine ganze Jugendgeneration eifrig dabei, sich ausbilden zu

lassen und dem Glauben zu dienen.

In einem anderen Gebiet mit g�nstigeren Verh�ltnissen beobachten wir die Entwicklung eines

Instituts, das unter Mitarbeit von ungef�hr f�nfzig ergebenen Freiwilligen, die ihrerseits die Fr�chte der

Institutsarbeit sind, T�tigkeiten der Vertiefung, Erziehung und sogar der gesellschaftlichen und

wirtschaftlichen Entwicklung in stetig wachsendem Umfang durchf�hrt. Hier werden die Grundkurse

von den Mitarbeitern in den D�rfern drau�en abgehalten, w�hrend die Einrichtungen des Instituts f�r

Fortgeschrittenenkurse zur Vertiefung und Ausbildung verschiedener Arten von Mitarbeitern der Sache

Gottes benutzt werden: Kinderklassenlehrer, Dorfschullehrer, Jugendleiter, Frauengruppenleiterinnen,

Assistenten f�r Hilfsamtsmitglieder und nat�rlich die stetig wachsende Zahl von Menschen, die an

kleinen oder gro�en Lehrfeldz�gen teilnehmen und diese sogar koordinieren.

Hocherfreut sind wir zu sehen, da� manche Berater neben der F�rderung von Instituten in

Gebieten, wo bereits viele Bahá'í wohnen, dazu beitragen, da� die Begeisterung f�r Institute auch in

Gebieten w�chst, wo die Zahl der Bahá'í noch gering ist. Nat�rlich darf man nicht jede Vertiefung einer

Bah�'�-Gruppe als Institut bezeichnen. Wenn aber die Institutionen des Glaubens in einem Land den

Beschlu� fassen, eine Gruppe von Gl�ubigen als Zielgruppe eines neuzubildenden Instituts zu

bestimmen, dann zeigt dies, da� ein Plan f�r die Ausbreitung des Glaubens unter einer besonderen Be-

v�lkerungsgruppe, der das Institut zu dienen hat, entwickelt wird. Oft l��t sich eine derartige

Bev�lkerung innerhalb geografischer Grenzen bestimmen, aber es kann auch nach anderen Faktoren

geschehen: Alter, kultureller und sprachlicher Hintergrund, gemeinsame Sonderinteressen. Gewi� wird

die Kerngruppe unter solchen Bedingungen am Anfang ihre Aufmerksamkeit auf die Vorbereitung der

Gl�ubigen selbst f�r die Lehrarbeit, auf die Entwicklung von Materialien und Methoden f�r das Lehren

unter der Zielbev�lkerung und auf die praktische Umsetzung von Lehrpl�nen lenken. Mit dem

zahlenm��igen Anwachsen der Gl�ubigen im Zielgebiet verlagern sich die dr�ngendsten Aufgaben des

Instituts auf die Vertiefung der neuen Gl�ubigen, so da� diese ebenfalls an der Lehrarbeit teilnehmen und

eine anhaltende Wachstumsrate erzielen helfen. Schritt f�r Schritt werden dem Institut andere

Schwerpunkte zu setzen sein, wenn es mehr und mehr die formalen Kennzeichen eines Instituts f�r die

Entwicklung menschlicher Hilfsquellen, �hnlich den Instituten in Gebieten mit breitfl�chiger

Ausdehnung, annimmt.
Das Entwicklungsprogramm eines Instituts

Wir beabsichtigen, die uns zugehenden Berichte �ber erfolgreiche Institutsprogramme rund um die

Welt den Beratern mitzuteilen, damit jedes Institut aus den Erfahrungen anderer Nutzen ziehen kann.

Aus den bestehenden Erfahrungen und im Lichte gewisser Texte �ber Vertiefung und Erziehung k�nnen

wir bereits bestimmte Erfolgselemente erkennen. Besonders erfolgreich bei der Begeisterung der Freunde

f�r den Dienst sind Institute dann, wenn die entworfenen und durchgef�hrten Programme ausdr�cklich

die geistige Bef�higung der Gl�ubigen zum Ziel haben. Mit geistiger Bef�higung im eigentlichen

Brennpunkt jeder T�tigkeit ist das Institut bestrebt, bei den Teilnehmern Selbst- und Gottvertrauen zu

wecken, tiefempfundene Liebe zur Menschheit, das eifrige, begeisterte Verlangen, die Menschheit zu

lehren und ihr zu dienen, Standhaftigkeit bei Pr�fungen und Schwierigkeiten, �berstr�mende Freude und

ein strahlendes Herz - kurz, alle f�r ein Leben hingebungsvollen Dienstes an der Sache Gottes wichtigen

Haltungen und Eigenschaften.

Das Institut kann die Gl�ubigen desto mehr mit geistigen F�higkeiten ausstatten, je besser seine

Programme aufeinander abgestimmt sind und ein Geleichgewicht zwischen den verschiedenartigen

T�tigkeiten hergestellt wird: zwischen solchen, Sachkenntnissen f�r bestimmte Dienste befassen, und

solchen, die den Teilnehmern geistige Einsichten erwerben helfen und ihre geistigen Eigenschaften

entwickeln. Das Studium der heiligen Schriften bildet den wichtigsten Teilaspekt eines erfolgreichen

Programms. Eine wachsende Zahl von Institutsteilnehmern rund um die Welt findet heraus, da� ihnen

das Auswendiglernen ganzer Passagen aus den Schriften eine gro�e Hilfe ist in ihren Bem�hungen, auf

dem Pfade geistiger Verwandlung voranzukommen.

Ein weiterer Wesenzug erfolgreicher Institutsprogramme ist die Einbeziehung der Teilnehmer. Erst

dann, wenn die Teilnehmer lernen, aktiv an ihrem eigenen Lernproze� mitzuwirken, statt nur passiv

zuzuh�ren, entsteht und entwickelt sich die gew�nschte Haltung der Dienstbarkeit.

Durch den Gebrauch des sch�pferischen Wortes und die einbeziehende Lernmethode erleben die

Veranstalter und die Mitwirkenden an Institutst�tigkeiten, wie sie bei den Teilnehmern auf Brunnquellen

der Liebe, der Hingabe und der Einsatzbereitschaft sto�en. Wo das sch�pferische Wort und

einbeziehende Methoden angewandt werden, sind die Institutsprogramme mit der Zeit anziehend f�r die

Bev�lkerung; gew�hnlich steigt dann die Teilnehmerzahl und geht nicht mehr zur�ck. Bei solchen

Programmen ist es dann unn�tig, auf wiederholte gef�hlsbetonte Appelle als Motivationstechnik zu-

r�ckzugreifen, weil tiefere Empfindungen und eine geistige Empfangsbereitschaft st�ndig stimuliert und

aufrechterhalten werden.

Zus�tzlich zum Programmgehalt und zur Lehrmethodik ist die Atmosph�re im Institut ein

hochwichtiger Erfolgsfaktor. Besonders wirksam sind die Institutst�tigkeiten dann, wenn die Teilnehmer

erkennen, da� das Institut von ihnen geistige Disziplin erwartet, und wenn gleichzeitig die Institutsat-

mosph�re so von Liebe durchdrungen ist, da� die Entwicklung dieser geistigen Disziplin zum

pers�nlichen Ziel statt zu einem von au�en aufgen�tigten Erfordernis wird.

Der Gebrauch des sch�pferischen Wortes, die Atmosph�re der freundschaftlichen Liebe, eine

vergeistigte, disziplinierte Umgebung, die frei ist von unbemerktem psychologischem Druck, gut

vernetzte und gut ausge-

glichene Programminhalte und die einbeziehende Lernmethode - alle diese

Elemente tragen dazu bei, ein Institut zum wirksamen Werkzeug f�r die Entwicklung wahren

Verst�ndnisses unter den Gl�ubigen zu gestalten. Die Programme eines solchen Instituts wirken

gleichzeitig auf den Ebenen des Verstandes, des Herzens und des Geistes; sie begeistern gegenw�rtige

und k�nftige Generationen zum Dienst an der Sache Gottes.

Das Internationale Lehrzentrum am 2. November 1989 an alle Mitglieder der Kontinentalen

Berater�mter

Zum Beispiel k�nnten viele f�r den Eintritt in Scharen notwendige Aktionen aus einem

Institutsprogramm hervorgehen; das ist der Grund, warum wir auf Bem�hungen an der Basis zu

Errichtung von Instituten dr�ngen. Solche Institute von unbegrenzter Dauer werden durch das Studium

des Wortes Gottes und durch die Kunst der Beratung viele auf den Pfad des Dienstes f�hren. Dergestalt

mit Bahá'u'lláh verbundene Seelen werden bereit sein, sich die geistige Disziplin und �bung anzueignen,

die f�r die Teilnahme am Lehrerfolg vonn�ten sind. Schrifttum f�r die �rtliche Lehrarbeit k�nnte

entwickelt werden. Lehrer f�r Kinderklassen k�nnten aufgebaut werden. Die Hilfsamtsmitglieder w�rden

im Einvernehmen mit den �rtlichen Geistigen R�ten bei der Programmentwicklung und durch ihre

eigene Teilnahme in den Instituten eine aktive Rolle spielen. Sie w�rden die Institute auch f�r die

Ausbildung ihrer Assistenten gebrauchen. Manche Lehrprojekte w�rden sich direkt aus den Instituten

heraus entwickeln, sch�pferische Versuche k�nnten zur Vielfalt der Lehrmethoden beitragen, wie es das

Universale Haus der Gerechtigkeit empfiehlt. In dem Ma�e, wie neue Menschen dem Glauben beitreten,

k�nnten sie ermutigt werden, die Institute zu besuchen. Auf diese Weise w�rden bei fortschreitender

Ausbreitung die menschlichen Hilfsquellen zahlenm��ig anwachsen, was wiederum die Festigung

beg�nstigen w�rde.

Wir erkennen aus dem obigen Beispiel, da� die Verst�rkung der Lehrarbeit durch Institute es

m�glich machen w�rde, eine ganze Anzahl von Zielen in einem einzigen Wachstumsplan zu erf�llen.

Diese Einheit des Denkens ist organisch und vermeidet doppelte M�he, wie sie sich dann ergibt, wenn

wir die Arbeit f�r eine Liste von getrennten Zielen halten. Das Vorstehende ist ein Wachstumsplan:

andere derartige Pl�ne lassen sich entwickeln, wenn eine wirklich reife Beratung mit Geistigen R�ten

Fr�chte tr�gt.

Das Internationale Lehrzentrum am 4. Juni 1989 an alle Berater

SUCHER EINLADEN,
DEM GLAUBEN BEIZUTRETEN

Aus einem Brief vom Internationalen Lehrzentrum an alle Berater

vom 9. Juli 1992

Ein wachsendes Bewu�twerden Bahá'u'lláhs, das noch durch die vielen Ereignisse w�hrend des

Heiligen Jahres verst�rkt wurde, wird die Anstrengungen auf dem Feld des Lehrens w�hrend der

kommenden Jahre beschleunigen. Wenn das Lehren intensiviert wird, k�nnen alle Gl�ubigen erwarten,

da� eine zunehmende Anzahl von Menschen in ihrer Umgebung vom Glauben angezogen sind, aber in

ihrem Bem�hen um die Anerkennung und Annahme Bahá'u'lláhs der Ermutigung bed�rfen.

Systematisches Lehren, das von einzelnen ausgeht oder von den Institutionen organisiert wurde,

war immer �u�erst wirkungsvoll, wenn die zentrale Botschaft, die dem Sucher dargeboten wurde, der

Rang Bahá'u'lláhs und seine erl�sende Kraft war.

"Der Ruf, den du erhoben hast, o 'Al�, ist in Meinen Augen h�chst willkommen. Verk�nde Meine Sache mit deiner

Feder wie mit deiner Zunge. Rufe laut und lade die Menschen vor Ihn, den h�chsten Herrn aller Welten, mit solchem

Eifer und solcher Inbrunst, da� alle Menschen durch dich entflammt werden."

Bahá'u'lláh, �hrenlese, Kap. 142:5

Die geistige Vollmacht, andere dem Glauben zuzuf�hren, ist eine heilige Gabe, die jedem Gl�ubigen

in jedem Land vermacht ist. Wir m�ssen deshalb danach streben, aktiv andere dazu zu f�hren, dem

Glauben beizutreten und tief dar�ber nachdenken, welche Verantwortlichkeiten einem so wundersamen

Ruf innewohnen.

"�ffne , o Volk, die Stadt des Menschenherzens mit dem Schl�ssel deiner Rede. So haben wir dir im vorbestimmten

Ma� deine Pflicht verordnet."
Bahá'u'lláh, �hrenlese Kap. 139:5

"Kraft des Namens des Meistgeliebten lade du die empf�nglichen Seelen an Gottes heiligen Hof, damit sie den

himmlischen Springquell voll des Lebenswassers nicht entbehren. Er ist in Wahrheit der Barmherzige, der Vergeben-

de."
Bahá'u'lláh, Botschaften aus 'Akk�, Kap. 17:24

Jene in unserer Bah�'�-Geschichte, die eine Auszeichnung in der Kunst des Lehrens erreichten,

hatten einen so gro�en Einflu�, da� die Seelen, mit denen sie zusammentrafen, nicht nur den Glauben

annahmen, sondern zu seinen Verfechtern wurden. Dieser Einflu� beruhte im wesentlichen auf der

F�higkeit dieser Lehrer, die Kraft des Heiligen Geistes anzuziehen und sein Werkzeug zu werden.

'Abdu'l-Bahá hat uns versichert, da� die Menschheit auf den rechten Pfad zu f�hren, den Magneten

darstellt, der die Hilfe Gottes f�r uns anzieht. Wenn es die Freunde lernen, sich auf die Kraft des g�ttli-

chen Beistandes zu verlassen, werden sie bef�higt werden, andere zu �berzeugen, ihr Schicksal mit denen

zu vereinen, die bereits die Lehren angenommen haben.

"Wenn sich einer von ihnen in irgend eine Richtung wendet und das Volk

zum Reiche Gottes ruft, dann eilen alle Himmelsm�chte zu seiner Hilfe und Verst�rkung, und die Best�tigung des Herrn

steht ihm bei."

'Abdu'l-Bahá, Sendschreiben zum G�ttlichen Plan, Seite 51)

Bahá'u'lláh hat erkl�rt, da� die Reaktion auf die Manifestation Gottes auf verschiedene Ebenen

stattfindet; alle haben die F�higkeit, Seine Zeichen zu erkennen.

"Das erste vornehmste Zeugnis, das Seine Wahrheit beweist, ist Sein eigenes Selbst. Nebst diesem Zeugnis steht

Seine Offenbarung. Wer es vers�umt, das eine oder das andere zu erkennen, f�r den hat er die Worte niedergelegt, die

er als Beweis Seiner Wirklichkeit und Wahrheit offenbarte. Dies ist wahrlich ein Zeichen Seiner sanften

Barmherzigkeit f�r die Menschen. Jeder Seele hat er die F�higkeit verliehen, Gottes Zeichen zu erkennen. Wie sonst

h�tte er den Menschen Sein Zeugnis erbringen k�nnen - geh�rtet ihr doch zu denen, die im Herzen �ber Seine Sache

nachdenken. Niemals wird Er ungerecht mit jemanden verfahren, noch wird er eine Seele �ber ihr Verm�gen belasten.

Er, wahrlich, ist der Mitleidige, der Allbarmherzige."

Bahá'u'lláh, �hrenlese Kap. 52:2

Alle haben die F�higkeit zu reagieren, jedoch kann die Aufnahmef�higkeit verschieden sein. Einige

werden, wenn sie dazu aufgefordert werden, der Sache schnell beitreten, andere m�ssen betreut und

sogar herausgefordert werden, ihre Suche zu verst�rken. Noch andere sind im Moment nicht in der

Verfassung, "zuzuh�ren" und auf "aufzunehmen".

"Die Sammler nichtigen Wahns verstopfen den Menschen die Ohren und hindern sie, Gottes Stimme zu h�ren.

Schleier menschlicher Bildung und falschen Trugs halten ihre Augen davon ab, das strahlende Licht Seines Antlitzes

zu schauen. Mit kraftvollem, m�chtigem Arm haben Wir eine Anzahl Seelen ergriffen, aus dem Sumpfe langsamen

Verl�schens gerettet und sie bef�higt, zum Morgenlicht der Herrlichkeit zu gelangen."

Bahá'u'lláh, Botschaften aus 'Akk�, Kap. 17:40

Es sind diese Seelen, die von Bahá'u'lláh schon vorbereitet wurden, die wir suchen m�ssen. Sie sind

sogar dort, wo Empf�nglichkeit nicht erwartet wird.

"Sei so unbeschwert wie der Wind", ist der Rat Bahá'u'lláhs an alle zuk�nftigen Lehrer Seiner Sache, "wenn du die

Botschaft Dessen weitertr�gst, der die Morgend�mmerung g�ttlicher F�hrung anbrechen lie�. Sieh, wie der Wind, der

Anordnung Gottes getreu, �ber alle Gegenden der Erde, die bewohnten und unbewohnten, hinweht. Weder der

Anblick der Ein�de noch die Zeugnisse des Gedeihens k�nnen ihn be�ngstigen oder erfreuen. Er weht in jeder

Richtung, wie ihm sein Sch�pfer gebot."

Shoghi Effendi, "Das Kommen G�ttlicher Gerechtigkeit", Seite 81

Die leidenschaftliche Suche nach aufnahmebereiten Seelen sollte nicht mit Bekehrung verwechselt

werden, �ber die das Universale Haus der Gerechtigkeit klar festgestellt hat:

"Bekehrung beinhaltet, jemanden einem �berm��igen Druck auszusetzen, seinen Glauben zu wechseln. Sie wird

gew�hnlich auch so verstanden, da� man mit Drohungen oder dem Anbieten materieller Vorteile einen Ansto� f�r

den �bertritt bietet."
Aus einem Brief vom 5. Mai 1982 im Auftrag des

Universalen Hauses der Gerechtigkeit an einen einzelnen Gl�ubigen.

Der gesegnete B�b hat erkl�rt, da� zur Zeit des Erscheinens jeder Offenbarung diejenigen, die ihr

Herz dem Urheber dieser Offenbarung zuwenden, die Wahrheit erkennen werden. Wenn der Lehrer in-

spiriert ist und mit �u�erster Liebe lehrt, wird ein Proze� in Gang gesetzt, der die Kraft hat, beide zu

verwandeln, den, der gelehrt wurde, und den Lehrer. Das dadurch entstehende Umfeld der Reinheit,

Selbstlosigkeit, Demut, Losl�sung und des Entflammtseins wird dazu beitragen, die Zweifel des Suchers

zu beseitigen und eine positive Erwiderung hervorzurufen.

"Wolltest du auch nur einer einzigen Seele das Herz �ffnen, indem du ihr hilfst, die Sache Dessen, den Gott

offenbaren wird, zu erkennen, w�re dein innerstes Wesen erf�llt mit den Eingebungen jenes erhabenen Namens.

Darum und weil die meisten Menschen hilflos sind, wurde dir diese Aufgabe f�r die Tage der Auferstehung

�bertragen. K�nntest du ihnen das Herz �ffnen und ihre Zweifel zerstreuen, w�rden sie zum Glauben Gottes Zutritt

finden."
Der B�b, "Kleine Auswahl Seinen Schriften", Nr.33

Menschen einzuladen, dem Glauben beizutreten, erfordert Mut, aber Bahá'u'lláh hat uns versichert:

"Die Quelle des Mutes und der Kraft ist die F�derung des Wortes Gottes und Standhaftigkeit in Seiner Liebe."

Bahá'u'lláh, Worte der Weisheit

Beide Seiten m�ssen aktiv sein, der Lehrer und der Sucher; dies scheint ein notwendiger

Gesichtspunkt des Prozesses des �bertritts zu sein. "... unsere Pflicht ist es, wie Bahá'u'lláh deutlich festgestellt

hat, ihnen den rechten Pfad zu zeigen, sie einzuladen, ihn zu betreten, ihnen von dem herrlichen Ort zu berichten, zu dem er

f�hrt, und dann sie ihrem eigenen Urteilsverm�gen zu �berlassen."

Aus einem Brief vom 24. Dezember 1925 im Auftrag Shoghi Effendis an einen einzelnen Gl�ubigen

�ber die Vorgehensweise des Lehrers und das Ann�hern an den Sucher hinaus, ist da noch die

Gemeinde, aus der heraus der Beweis eines Geistes des Willkommens str�mt. Shoghi Effendi erkl�rt, da�

die Bahá'í einen gro�en Mangel an liebevoller und inspirierender Gemeinschaft haben, die notwendig f�r

die breitgef�cherte und st�ndige Erweiterung unserer Anzahl ist. Der H�ter ermutigt die Bah�'�-

Gemeinden, eine hohe Ebene geistiger Gemeinschaft von solcher W�rme zu erreichen, da� sie die

Ursache spontanen Beitritts zum Glauben wird.

"Nichts wird das Erreichen euerer Ziele mehr f�rdern, als die gr��te Liebe, Einheit und Zusammenarbeit

untereinander. Dies ist der innerste Kern der Ordnung, f�r deren Errichtung in der Welt Bahá'u'lláh gekommen ist;

und wenn die Menschen sehen, da� ihr diese Eigenschaften und Kennzeichen aktiv in euerer Mitte zeigt, werden jene,

die aufnahmebereit sind, eilen, sich eueren Reihen anzuschlie�en."

Aus einem Brief vom 30. September 1949 im Auftrag

Shoghi Effendis an die Bahá'í von Norwich, England

Die Mitglieder des Hilfsamtes und ihre Assistenten m�ssen bei der Erf�llung ihrer Pflicht, die

Freunde zu neuen Siegen beim Lehren zu f�hren, Beratungen �ber dieses Thema in die Wege leiten. Da

sie sehr oft aufgrund ihrer eigenen Erfolge auf dem Feld des Lehrens ausgew�hlt wurden, wird es ihnen

m�glich sein, ein Umfeld des Lernens zu schaffen, innerhalb dessen sie mit den anderen die Sensibilit�t

und Geschicklichkeit erforschen, die mit der Anziehungskraft auf Seelen und deren Festigung in der

Sache verbunden sind.
Teil 3
�ber die Jugend
Briefe des
Universalen Hauses der Gerechtigkeit
und des Internationalen Lehrzentrums
JUGEND

Gesegnet ist der, der in der Bl�tezeit seiner Jugend und dem H�hepunkt seines Lebens sich erhebt,

und der Sache des Herrn des Anfangs und des Endes zu dienen und sein Herz mit Seiner Liebe

schm�ckt. Die Manifestation einer solchen Gnade ist gr��er als die Sch�pfung der Himmel und

der Erde. Gesegnet sind die Standhaften und gut steht es um die, die best�ndig sind.

Bahá'u'lláh
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Das Universale Haus der Gerechtigkeit
Bah�'�-Weltzentrum
Haifa, Israel
10. Juni 1966
An die Bah�'�-Jugend in jedem Land
Liebe Bah�'�-Freunde!

In einem Land nach dem anderen treiben die Leistungen der Bah�'�-Jugend die Arbeit des

Neunjahresplanes in st�ndig wachsendem Ma�e voran und rufen so die Bewunderung ihrer Mitgl�ubigen

hervor. Vom allerersten Beginn des Bah�'�-Zeitalters an spielte die Jugend eine gro�e Rolle in der

Verk�ndigung von Gottes Offenbarung. Der B�b Selbst war erst f�nfundzwanzig Jahre alt, als Er Seine

Sendung offenbarte, w�hrend viele Buchstaben des Lebendigen sogar j�nger waren. Der Meister wurde als

ein sehr junger Mann dazu berufen, im Irak und in der T�rkei im Dienste Seines Vaters schwere

Verpflichtungen auf sich zu nehmen, und Sein Bruder, der Reinste Zweig, gab im Alter von zweiundzwanzig

Jahren sein Leben im Gr��ten Gef�ngnis Gott hin, damit die Diener Gottes "belebt und die Bewohner

dieser Erde geeint werden m�gen." Shoghi Effendi war Student in Oxford, als er auf den Thron seines

H�tertums berufen wurde, und viele der Ritter Bahá'u'lláhs, die w�hrend des Zehnjahresplanes

unverg�nglichen Ruhm erlangten, waren junge Menschen. Aus diesem Grund soll man niemals von der

Vorstellung ausgehen, da� die Jugend ein reiferes Alter haben mu�, um der Sache Gottes unsch�tzbare

Dienste erweisen zu k�nnen.

F�r jeden Menschen, ob der Bahá'í ist oder nicht, sind es die Jugendjahre, in denen er viele

Entscheidungen trifft, die den Verlauf seines Lebens bestimmen. In diesen Jahren wird er wahrscheinlich

seinen Beruf w�hlen, verdienen, er wird heiraten und eine eigene Familie gr�nden. Das Wichtigste vor allem

in diesem Zeitraum ist es, da� der Verstand auf das Forschen ausgerichtet ist und da� die geistigen Werte

erlangt werden, die des Menschen zuk�nftiges Verhalten bestimmen. Diese Umst�nde bieten der Bah�'�-

Jugend ihre gr��ten M�glichkeiten, ihre gr��ten Herausforderungen und ihre gr��ten Pr�fungen - die

M�glichkeit, die Lehren ihres Glaubens wahrhaftig zu erfassen und sie ihren Zeitgenossen weiterzugeben,

die Herausforderung, die Not der Welt zu �berwinden und F�hrung f�r ihre und die nachfolgenden

Generationen zu schaffen und Pr�fungen, die sie dazu bef�higen, in ihrem Leben ein Beispiel f�r das hohe

Richtma� zu sein, wie es in den Bah�'�-Schriften niedergelegt ist. Tats�chlich schrieb der H�ter �ber die

Bah�'�-Jugend, da� sie es ist, "die so entscheidend zur St�rke, zur Reinheit und zur treibenden Kraft des

Lebens der Bah�'�-Gemeinde beitragen kann und da� von der Jugend die zuk�nftige Gestaltung ihres

Geschickes und die vollkommene Entfaltung der inneren Kr�fte abh�ngt, mit denen sie Gott ausgestattet

hat."

Diejenigen, welche jetzt zwischen f�nfzehn und drei�ig Jahre alt sind, sehen sich einer besonderen

Anforderung gegen�ber und k�nnen eine Gelegenheit ergreifen, die in der menschlichen Geschichte

einzigartig ist. W�hrend des Zehnjahresplanes, dem neunten Teil des majest�tischen Vorganges, der von

unserem geliebten H�ter so lebhaft beschrieben wurde, breitete sich die Gemeinde des Gr��ten Namens

mit Windeseile �ber die haupts�chlichen L�nder und Inseln der Welt aus, verst�rkte vielfach ihre Zahl an

Menschen und Hilfsquellen, sah sie den Beginn, wie die Menschen in Scharen in die Sache Gottes eintraten

und vollendete das Geb�ude der Verwaltungsordnung Bahá'u'lláhs. Jetzt, da sie fest in der Welt errichtet ist,

taucht die Sache in den Anfangsjahren des zehnten Teils desselben Vorganges wahrnehmbar aus der

Dunkelheit hervor, die sie zum gr��ten Teil seit ihrem Beginn verh�llte. Nun erhebt sie sich, um die

veralteten Auffassungen einer korrupten Gesellschaft herauszufordern und die L�sung f�r die qualvollen

Probleme einer zerr�tteten Menschheit zu verk�nden. F�r diejenigen, die jetzt jung sind, wird sich w�hrend

ihres Lebens die Weltlage und der Platz, den die Bah�'�-Religion in ihr einnimmt, unerme�lich �ndern, denn

wir treten in einen sehr kritischen Abschnitt in dieser �bergangszeit ein. Drei gro�e Aufgabengebiete liegen

vor den jungen Bah�'�, in denen sie gleichzeitig den Charakter der menschlichen Gesellschaft erneuern als

auch sich selbst f�r die Arbeit, die in ihrem sp�teren Leben ausf�hren k�nnen, vorbereiten werden.

Erstens ist die Grundlage aller ihrer anderen Leistungen das Studium der Lehren, die geistige

Ausrichtung ihres Lebens und die Bildung ihres Charakters in �bereinstimmung mit dem Richtma�

Bahá'u'lláhs. Da um uns herum die moralischen Richtma�e der V�lker einst�rzen und vergehen, gleich, ob

es sich um die jahrhundertealten Kulturen des Ostens, die j�ngeren Kulturen des Christentums und des

Islams oder der schnell wechselnden Stammesgemeinschaften in der Welt handelt, m�ssen die Bahá'í sich in

wachsendem Ma�e als Eckpfeiler der Rechtschaffenheit und Geduld erweisen. Das Leben eines Bahá'í wird

durch Wahrhaftigkeit und Anstand gekennzeichnet sein; er wird aufrecht zwischen seinen Mitmenschen

wandeln, von keinem abh�ngig au�er von Gott, jedoch der ganzen Menschheit in Liebe und Br�derlichkeit

verbunden; er wird g�nzlich losgel�st sein von den lockeren Richtma�en, den im Verfall begriffenen

Theorien, dem unsinnigen Experimentieren, der Verzweiflung der heutigen Gesellschaft und seiner Umwelt

mit einem offenen und freundlichen Gesicht begegnen. Er wird ein Leuchtturm und Hafen f�r alle die sein,

die seiner Charakterst�rke und Seelengewi�heit nacheifern wollen.

Das zweite Aufgabengebiet, aufs engste mit dem ersten verbunden, ist das Lehren des Glaubens,

besonders ihren Mitjugendlichen gegen�ber, unter denen sich einige der offensten und suchendsten Seelen

der Welt befinden. Da die Jugendlichen noch nicht all die Verantwortungen einer Familie oder eines lange

bestehenden Heimes oder Berufes erworben haben, k�nnen sie viel leichter w�hlen, wo sie leben und

studieren oder arbeiten m�chten. In der ganzen Welt reisen die jungen Leute haupts�chlich umher, um Ver-

gn�gungen, Bildung und Erfahrungen zu sammeln. Die Bah�'�-Jugend, die Gottes Wort f�r diesen Tag als

unvergleichlichen Schatz in sich tr�gt, kann diese Freiz�gigkeit in den Dienst der Menschheit stellen, sie

kann ihren Aufenthaltsort, ihr Reisegebiet und die Art ihrer Arbeit selbst bestimmen, mit dem Ziel vor

Augen, wie sie dem Glauben am besten dienen kann.

Der dritte Aufgabenbereich ist die Vorbereitung der Jugend auf ihr sp�teres Leben. Ein Bahá'í ist

verpflichtet, seine Kinder zu erziehen; ebenso ist es die Pflicht der Kinder, Wissen �ber Kunst und

Wissenschaft zu erlangen und ein Handwerk oder einen anderen Beruf zu erlernen, womit sie ihrerseits

ihren Lebensunterhalt verdienen und f�r ihre Familie sorgen k�nnen. F�r einen Bah�'�-Jugendlichen stellt

dies an sich schon einen Dienst an Gott dar, der mit der Verbreitung des Glaubens und oft mit Pionieren

verbunden werden kann. Die Bah�'�-Gemeinde braucht M�nner und Frauen mit vielen Kenntnissen und

F�higkeiten, denn in dem Ma�e, wie sie an Umfang zunimmt, wird auch ihr T�tigkeitsbereich im Leben der

Gesellschaft wachsen und vielf�ltiger werden. Daher soll die Bah�'�-Jugend die beste Art und Weise

ausfindig machen, wie sie ihre angeborenen F�higkeiten im Dienst der Menschheit und der Sache Gottes

einsetzen und entwickeln kann, ob als Bauer, Lehrer, Arzt, Handwerker, Musiker oder in irgendeinem der

zahllosen, ihnen offenstehenden Berufszweige.

In der Schule oder auf der Universit�t wird sich der Bah�'�-Jugendliche oft in der ungew�hnlichen und

etwas verwirrenden Lage befinden, eine tiefere Einsicht in eine Sache zu haben als seine Lehrer. Die Lehren

Bahá'u'lláhs werfen auf so viele Seiten des menschlichen Lebens und Wissens ein Licht, so da� ein Bahá'í

fr�her als andere Jugendliche lernen mu�, das, was ihm an Stoff geboten wird, abzuw�gen und nicht blind

hinzunehmen. Ein Bahá'í hat den Vorteil, die g�ttliche Offenbarung f�r dieses Zeitalter zu besitzen, die wie

ein Scheinwerfer auf so viele Probleme gerichtet ist, die moderne Denker verwirren. Er soll deshalb die

F�higkeit entwickeln, alles um sich herum aufzunehmen und seinen Lehrern mit angemessener Bescheiden-

heit gegen�berzutreten, dabei aber stets das, was er h�rt, mit den Bah�'�-Lehren in Verbindung zu setzen,

denn sie werden es ihm erm�glichen, den Weizen aus der Spreu des menschlichen Irrtums herauszulesen.

Gleichlaufend mit dem Heranreifen seines inneren Lebens durch Gebet und Meditation, Dienst an der

Sache und Studium der Lehren, hat die Bah�'�-Jugend Gelegenheit, die Anwendung der Ordnung

Bahá'u'lláhs praktisch zu erlernen. Durch Teilnahme an Konferenzen und Sommerschulen sowie an

Neunzehntagefesten und durch Mitarbeit in Aussch�ssen kann die Bah�'�-Jugend die wunderbare F�higkeit

der Bah�'�-Beratung erwerben, wodurch sie neue Wege zu einer menschlichen Zusammenarbeit absteckt.

Beratung ist nicht einfach zu erlernen, denn sie bedingt die Unterjochung von jeglichem Egoismus und

ungeb�ndigter Leidenschaften, die Pflege der Offenheit und Gedankenfreiheit, ebenso wie die der

H�flichkeit, geistigen Aufgeschlossenheit und r�ckhaltlosen Zustimmung bei einem Mehrheitsbeschlu�. Auf

diesem Gebiet kann die Bah�'�-Jugend die Wirksamkeit, die Kraft, den Zugang zur Einheit, die aus wahrer

Nutzlosigkeit des Parteig�ngertums, der Absprachen, Debatten, Geheimdiplomatie und einseitigen

Handlungsweisen, welche die moderne Gesch�ftsabwicklung kennzeichen. Die Jugend nimmt auch am Ba-

h�'�-Leben in seiner Gesamtheit teil und f�rdert eine Gesellschaft, in der alle Generationen, die �ltere und

mittlere, Jugendliche und Kinder, vollkommen einbezogen sind und ein organisches Ganzes bilden. Indem

sie sich weigern, der Feindschaft und dem Mi�trauen unter den Generationen, welche die moderne

Gesellschaft best�rzen und verwirren, in ihrem Leben Raum zu geben, werden sie erneut die heilende und

lebensspendende Kraft ihrer Religion beweisen.

Das dritte Jahr des Neunjahresplanes hat eben begonnen. Die Jugend hat schon eine lebenswichtige

Rolle bei der Gewinnung seiner Ziele gespielt. Wir rufen sie mit gro�er Liebe und h�chsten Hoffnungen

unter Versicherung unserer inbr�nstigen Gebete auf, einzeln und in Beratung, wo auch immer sie leben und

wie auch immer die Umst�nde sein m�gen, jene Schritte zu erw�gen, die sie jetzt tun sollten, um ihr

Verst�ndnis der g�ttlichen Botschaft zu vertiefen, ihren Charakter nach dem Vorbild des Meisters zu

entwickeln, jene F�higkeiten, Handwerke und Berufe erlernen, mit deren Hilfe sie am besten Gott und den

Menschen dienen, ihren Dienst an der Sache Bahá'u'lláhs zu steigern und seine Botschaft unter den Suchern

ihrer Zeitgenossen auszustrahlen.
Das Universale Haus der Gerechtigkeit
Das Universale Haus der Gerechtigkeit
Bah�'�-Weltzentrum
Haifa, Israel
9. Oktober 1968
An die Bah�'�-Jugend in jedem Land
Liebe Bah�'�-Freunde!

In den letzten zwei Jahren, seit wir zuletzt die Jugend der Bah�'�-Welt ansprachen, sind viele

bemerkenswerte Fortschritte im Schicksal des Glaubens erzielt worden. Nicht der geringste ist die

Eintragung unter dem Banner Bahá'u'lláhs einer wachsenden Armee junger M�nner und Frauen, die begierig

sind, Seiner Sache zu dienen. Der Eifer, die Begeisterung, die Standhaftigkeit und die Hingabe der Jugend in

jedem Land hat unseren Herzen gro�e Freude und Zuversicht gebracht.

W�hrend der letzten Tage im August und der ersten Tage im September, als ann�hernd zweitausend

Gl�ubige aus der ganzen Welt sich im Heiligen Land versammelt hatten, um die Hundertjahrfeier der

Ankunft Bahá'u'lláhs an diesen Heiligen Ufern zu begehen, hatten wir Gelegenheit, jene Eigenschaften guten

Charakters, selbstlosen Dienens und entschlossener Tatkraft, wie sie von der Jugend aufgezeigt wurden, die

als freiwillige Helfer dienten, aus erster Hand zu beobachten, und wir m�chten unseren Dank f�r ihre

liebevolle Hilfe und f�r ihr Beispiel aussprechen.

Viele von ihnen hatten sich als Pioniere angeboten, aber eine schwierige Frage tauchte immer wieder

auf: "Soll ich mein Studium weiterf�hren oder soll ich sofort pionieren?" Ohne Zweifel besch�ftigt dieselbe

Frage die Gedanken eines jeden jungen Bah�'�, der den Wunsch hegt, sein Leben der Verbreitung des

Glaubens zu widmen. Doch gibt es keine allgemein g�ltige Antwort, die jeder Situation gerecht werden

kann; der geliebte H�ter antwortete verschiedenen Personen unterschiedlich auf die Frage. Es ist klar, da�

sich die Gegebenheiten im Einzelfall �ndern. Der Einzelne mu� selbst entscheiden, wie er der Sache am

besten dienen kann. Bei der Entscheidung wird es sich als hilfreich erweisen, die folgenden Gesichtspunkte

zu beachten:

Wenn man sich als Bahá'í erkl�rt, wird oder sollte das ganze Leben dem Fortschritt der Sache Gottes

gewidmet werden, und jede Begabung oder F�higkeit, die man besitzt, dient letzten Endes diesem

Hauptlebensziel. Innerhalb dieses Rahmens mu� man unter anderem abw�gen, ob, wenn man jetzt

seine Ausbildung weiterf�hrt, man sp�ter ein dienstf�higer Pionier sein kann, oder ob andererseits der

dringende Bedarf an Pionieren, w�hrend die M�glichkeiten zur Lehrarbeit noch offen sind, �berwiegt.

Dies ist keine einfache Entscheidung, weil h�ufig der Geist, der das Pionierangebot veranla�te,

wichtiger ist als akademische Errungenschaften.

Die Verpflichtung zum Wehrdienst k�nnte ein Faktor f�r die Zeitwahl sein, um seine Dienste als

Pionier anzubieten.

Man k�nnte vorrangige Verpflichtungen gegen�ber anderen einschlie�lich Angeh�rigen haben, die

wegen ihres Unterhaltes auf ihn angewiesen sind.

Es k�nnte m�glich sein, ein Pioniervorhaben mit einem Ausbildungsprogramm zu verbinden.

�berlegungen m��ten auch dar�ber angestellt werden, ob die Erfahrungen, die man als Pionier

sammelt, obwohl damit der �bliche Ausbildungsablauf unterbrochen wird, sich auf lange Sicht als

nutzlos erweisen k�nnten, indem man sein Studium sp�ter mit einer reiferen Einstellung wieder

aufnehmen kann.

Die Dringlichkeit eines bestimmten Zieles, f�r dessen Erf�llung man besondere Voraussetzungen

mitbringt und f�r das es keine andere Meldungen gibt.

Die Tatsache, da� der Bedarf an Pionieren zweifellos f�r viele kommenden Generationen bestehen

wird und da� deswegen auch in Zukunft noch zahlreiche Aufrufe f�r Pioniere folgen werden.

Das Prinzip der Beratung ist auch hier anzuwenden. Man mag die Verpflichtung haben, andere zu

befragen, z.B. die Eltern, den �rtlichen und Nationalen Geistigen Rat sowie die Pionieraussch�sse.

Mit Gedanken an das Prinzip des aufopfernden Dienstes und an die unbedingt eintreffenden

Versprechnungen Bahá'u'lláhs f�r diejenigen, die sich erheben, um Seiner Sache zu dienen, sollte man

schlie�lich dar�ber beten und meditieren, was man tun will. Und in der Tat ist es oft der Fall, da� die

richtige Antwort auf keine andere Weise gefunden werden kann.

Wir versichern der Jugend, da� wir uns der vielen wichtigen Entscheidungen bewu�t sind, die sie

treffen m�ssen, wenn sie den Pfad des Dienstes f�r Bahá'u'lláh einschlagen. Wir werden innig am Heiligen

Schrein beten, da� sie alle von Gott gelenkt werden und die Segnungen des Allbarmherzigen auf sich ziehen

m�gen.
In inniger Bah�'�-Liebe,
Das Universale Haus der Gerechtigkeit
Das Universale Haus der Gerechtigkeit
Bah�'�-Weltzentrum
Haifa, Israel
4. Juli 1983
An die Europ�ische Jugendkonferenz in Innsbruck
Liebe Bah�'�-Freunde!

Mit gro�en Hoffnungen gr��en wir die Vertreter der Bah�'�-Jugend Europas, die auf der Konferenz in

Innsbruck zusammengekommen sind. Diese Generation der Bah�'�-Jugend erfreut sich einer einzigartigen

Auszeichnung. Sie werden Ihr Leben in einem Zeitabschnitt verleben, in dem die Kr�fte der Geschichte sich

einem H�hepunkt zubewegen, die Menschheit der Errichtung des Geringeren Friedens erleben wird und in

dem die Sache Gottes eine zunehmend f�hrende Rolle beim Wiederaufbau der menschlichen Gesellschaft

spielen wird. Sie sind es, die in den kommenden Jahren aufgefordert sein werden, im Angesicht von

Umst�nden und Entwicklungen, die bis jetzt kaum vorstellbar sind, am Steuer der Sache zu stehen.

Besonders die Europ�ische Bah�'�-Jugend sieht sich in unmittelbarer Zukunft gewaltigen und

herausfordernden Aufgaben gegen�ber. Kann man daran zweifeln, da� die Art und Weise, in der sich die

Regierungen der Europ�ischen Nationen zur Verteidigung der verfolgten Bahá'í im Iran zusammen-

geschlossen haben, Segnungen von der H�he auf diesen Kontinent herabziehen wird? Und wer unter den

Menschen Europas wird am ehesten von der Herausforderung und Hoffnung der Botschaft Bahá'u'lláhs

erleuchtet werden als die Jugend? Jetzt besteht die Gelegenheit, in jungen Menschen jeglicher Nation, Klasse

oder Glaubenszugeh�rigkeit dieses Kontinents das Interesse zu wecken, ihre Herzen zu entflammen und

ihre aktive Unterst�tzung zu gewinnen. Der Schl�ssel zum Erfolg in diesen Bem�hungen ist, erstens, Ihr

Verst�ndnis der Lehren der Sache zu vertiefen, so da� Sie in der Lage sein werden, sie auf die Probleme von

einzelnen und er Gesellschaft anzuwenden und sie ihren Altersgenossen auf eine Art darzulegen, die sie

verstehen und gerne annehmen; zweitens, danach zu streben, Ihr Verhalten in allen Dingen nach den hohen

Ma�st�ben der Rechtschaffenheit, der Vertrauensw�rdigkeit, des Mutes, der Treue, der Nachsicht, der

Reinheit und Geistigkeit, wie sie in den Lehren niedergelegt sind, zu formen; und vor allem in dem st�ndigen

Bewu�tsein der Gegenwart und alles�berwindenden Macht Bahá'u'lláhs zu leben, die Sie bef�higen wird,

jeder Versuchung zu widerstehen und jedes Hindernis zu �berwinden.

Eine lebensspr�hende Schar von Bah�'�-Jugendlichen auf dem Europ�ischen Kontinent, die sich der

F�rderung der Sache Bahá'u'lláhs und der Aufrechterhaltung Seiner Gesetze und Prinzipien verpflichtet hat,

die entschlossen ist, in Harmonie und Einheit mit ihren Mitgl�ubigen aller Altersgruppen und Klassen

zusammenzuarbeiten, kann den Fortschritt der Sache von Grund auf neu gestalten. Mit einem raschen

Anwachsen der Gr��e der Bah�'�-Gemeinden in Europa werden die Gl�ubigen dieses Kontinents umso

besser in der Lage sein, den Bah�'�-Gemeinden der Dritten Welt als Quelle f�r Pioniere, Reiselehrer und

finanzielle Unterst�tzung zu dienen.

Bei der Entscheidung, welchen Ausbildungsweg sie einschlagen soll, kann die Jugend in Erw�gung

ziehen, sich solche Fertigkeiten und Berufe anzueignen, die auf den Gebieten der Erziehung, der l�ndlichen

Entwicklung, der Landwirtschaft, Wirtschaft, Technologie, des Gesundheitswesen, des Rundfunks und

vieler anderer Bet�tigungsfelder von Nutzen sind, die so dringend in den Entwicklungsl�ndern der Welt

gebraucht werden.

Eine besondere Herausforderung f�r die Bah�'�-Jugend von Europa stellt die ausgedehnte �stliche

H�lfte des Kontinents dar, die bis jetzt kaum von dem Licht des Glaubens Bahá'u'lláhs ber�hrt ist, Es ist

nicht leicht, sich in solchen L�ndern niederzulassen, aber mit Erfindungsgabe, Entschlossenheit und

Vertrauen auf die Best�tigungen Bahá'u'lláhs ist es sicherlich m�glich, sich sowohl dort niederzulassen, als

auch im Dienst in solchen Zielen standhaft zu bleiben, die einen Geist der Selbstaufopferung, Losl�sung

und Reinheit des Herzens erfordern, einen Geist, der denen w�rdig ist, die dem strahlenden Beispiel

nacheifern wollen, das von den M�rtyrern im Iran gegeben wurde, von denen so viele Jugendliche sind, die

lieber ihr Leben gaben, als auch nur ein Wort verlauten zu lassen, das ein Verrat an dem von Gott in sie

gesetzten Vertrauen gewesen w�re.

Mit Liebe und �u�erstem Verlangen rufen wir Sie auf, sich in die g�ttlichen Lehren zu versenken, f�r die

Sache Gottes und Sein Gesetz einzutreten und sich zur Belebung der Menschheit zu erheben.

Das Universale Haus der Gerechtigkeit
Das Universale Haus der Gerechtigkeit
Bah�'�-Weltzentrum
Haifa, Israel
3. Januar 1984
An die Bah�'�-Jugend der Welt
Liebe Bah�'�-Freunde!

Da� die Vereinten Nationen das Jahr 1985 zum Internationalen Jahr der Jugend ernannt haben,

er�ffnet neue Perspektiven f�r die T�tigkeiten, mit denen sich die jugendlichen Mitglieder unserer Gemeinde

befassen. Da� die Vereinten Nationen die Jugend so in den Brennpunkt r�cken, geschieht in der Hoffnung,

die Jugend zu verantwortungsbewu�ter Teilnahme an den Angelegenheiten der Welt zu ermutigen, indem

sie sie an internationalen Entwicklungsaufgaben und anderen Unternehmungen und Beziehungen beteiligen,

wie sie der Verwirklichung ihres Trachtens nach einer Welt ohne Krieg dienen.

Diese Erwartungen unterstreichen die vor uns liegenden gro�en Glegenheiten, welche unsere

Aufmerksamkeit fordern. Wenn wir die jetzt an uns gestellten Herausforderungen auch nur ann�hernd

veranschaulichen wollen, m�ssen wir nur im Lichte unserer heiligen Schriften dar�ber nachdenken, wie

durch die beschleunigte Entfaltung des G�ttlichen Plans durch fast f�nf Jahrzehnte, durch die

unerme�lichen Kr�fte des geistigen Dramas, das sich im Iran abspielt, und durch die sch�pferische Energie,

die aus der Vergegenw�rtigung des herannahenden Endes des zwanzigsten Jahrhunderts frei wird, g�nstige

Umst�nde zusammentreffen. Ohne Zweifel steht es in Eurer Macht, wesentlich zur Gestaltung der

Gesellschaften des kommenden Jahrhunderts beizutragen: Jugend kann die Welt bewegen.

Wie trefflich, ja wie begeisternd, da� sich Euch, den jungen, eifrigen Anh�ngern der Gesegneten

Sch�nheit, eine so wunderbare Gelegenheit bietet, das Feld Eures Bem�hens gerade auf dem

T�tigkeitsgebiet auszuweiten, auf dem Ihr Euch so gewissenhaft auszuzeichnen strebt. Denn das von den

Vereinten Nationen vorgeschlagene Thema: "Teilnahme, Entwicklung, Frieden", kann als Best�tigung daf�r

aufgefa�t werden, da� die Ziele, die Ihr als Bahá'í verfolgt, im Grunde eben der Gegenstand der

leidenschaftlichen
Suche Eurer verzweifelten Altersgenossen ist.

Ihr seid schon damit befa�t, den Siebenjahresplan voranzutreiben, der den Rahmen f�r weitere Taten

gibt, zu denen Ihr jetzt, durch diese neue Gelegenheit angeregt, aufbrechen m�gt. Das Internationale Jahr

der Jugend f�llt in die n�chste Phase des Plans, so m�ssen die T�tigkeiten, die Ihr vorhabt und auf die Ihr

Euch jetzt vielleicht schon vorbereiten wollt, nicht nur die Ma�nahmen f�r das Jugendjahr unterst�tzen,

sondern zugleich Eure Beitr�ge zur Erf�llung dieses Plans steigern. Z�gert also nicht mit Eurer kraftvollen

Antwort.

Ein Glanzlicht der gegenw�rtigen Periode des Siebenjahresplans war die au�erordentliche

Proklamation, die der Glaube durch das Wiederaufleben der unabl�ssigen Verfolgungen im Iran erfuhr;

weltweit wurde neues Interesse an seinen Lehren wach. Gleichzeitig suchen immer mehr Menschen aller

Gesellschaftsschichten ungest�m ihre wahre Identit�t, oder mit anderen Worten, obwohl sie es nicht so

offen zugeben werden, den geistigen Sinn ihres Lebens; f�hrend unter diesen Suchern sind die Jugendlichen.

Das Wissen darum er�ffnet nicht nur ein weites Feld f�r Bah�'�-Initiative, es weist auch den jungen Bahá'í

eine besondere Verantwortung zu, die Sache Gottes so zu lehren und so das Leben zu leben, da� sie die

Tugenden lebendig zum Ausdruck bringen, die die geistige Sehnsucht ihrer Altersgenossen stillen.

Um der Bewahrung solcher Tugenden willen ist in der Vergangenheit viel unschuldiges Blut vergossen

worden, und viel wird auch heute im Iran von jung und alt geopfert. Betrachtet zum Beispiel das Schicksal

der sechs jungen Frauen von 18 bis 25 Jahren, die ihr Leben letzten Sommer in Sh�r�z am Galgen

verhauchten. Alle widerstanden dem Versuch, sie zum Widerruf ihres Glaubens zu veranlassen; alle

weigerten sich, ihren Geliebten zu verleugnen. Betrachtet auch die Berichte von der erstaunlichen

Tapferkeit, die immer wieder von Kindern und Jugendlichen an den Tag gelegt wurde, welche den Verh�ren

und Beschimpfungen von Lehrern und Mullahs ausgesetzt waren und er Schule verwiesen wurden, weil sie

an ihrem Glauben festhielten. Dar�berhinaus ist besonders bemerkenswert, da� die Jugend trotz der harten

Beschr�nkungen, denen ihre Gemeinde unterworfen ist, so au�erordentliche Dienste leistet und ihre Kr�fte

den Bah�'�-Institutionen im ganzen Land zur Verf�gung stellte. Keine Redekunst kann ihre geistige

Ergebenheit und Treue w�rdiger bezeugen als diese reinen Taten der Selbstlosigkeit und Hingabe. Im

Grunde genommen fordert der Glaube an keinem anderen Ort der Erde einen so hohen Preis von den

Bah�'�. Nirgends finden sich willigere, strahlendere Tr�ger des Opferkelchs als die tapfere Bah�'�-Jugend im

Iran. Ist es da nicht angemessen, zu erwarten, da� Ihr, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die Ihr in

so au�ergew�hnlicher Zeit lebt, Zeugen mitrei�ender Beispiele des Mutes Eurer iranischen Br�der seid und

Euch so frei bewegen k�nnt, da� Ihr "unbeschwert wie der Wind" ins Feld der Bah�'�-Taten aufbrecht?

Seid alle beharrlich in Eurem pers�nlichen Bem�hen, den Glauben zu lehren, aber mit vermehrtem

Eifer, und die Schriften zu studieren, aber mit tieferem Ernst. Setzt Eure Erziehung und Ausbildung fort,

um k�nftig der Menschheit zu dienen, und opfert Eure freie Zeit soweit wie m�glich f�r T�tigkeiten in der

Sache Gottes. Wer von Euch seine Lebensaufgabe schon auf sich genommen, wer schon eine Familie

gegr�ndet hat, strebe danach, lebendige Verk�rperung der Bah�'�-Ideale zu werden, sowohl bei der geistigen

Ern�hrung Eurer Familien als auch durch aktive Teilnahme an den Bem�hungen um die Inlandsziele oder

als Pionier im Ausland. M�gen alle den gegenw�rtigen Forderungen an den Glauben dadurch entsprechen,

da� sie sich in bisher unbekanntem Ma�e den anstehenden Aufgaben widmen.

�ber dieses Streben hinaus besteht die Notwendigkeit einer gewaltigen Mobilisierung der

Lehrt�tigkeiten, in welcher sich eine Stetigkeit bei den Formen des Dienstes spiegelt, den die jungen Bahá'í

leisten. Der nat�r-liche Drang der Jugend, umherzuziehen, verbunden mit reichem Glaubenseifer, zeigt, da�

ihr als Reiselehrer zahlreicher und zielstrebiger an diesen T�tigkeiten teilnehmen k�nnt. Eine Form dieser

Mobilisierung k�nnten Kurzzeitprojekte im In- oder Ausland sein, die sowohl dem Lehren des Glaubens als

auch der Besserung der Lebensbedingungen der Menschen gewidmet sind. Eine andere k�nnte sein, da� Ihr,

solange Ihr noch jung und frei von Verantwortung f�r eine Familie seid, daran d�chtet, eine gewisse Zeit, ein

oder zwei Jahre, daheim oder im Ausland, freiwillig Bah�'�-Dienst bei Lehr- oder Entwicklungsarbeit zu

leisten. Es w�rde die Gemeinde st�rken und festigen helfen, wenn Generationen von Jugendlichen

nacheinander solche Formen (des Dienstes) aufgriffen. Unabh�ngig aber von der Art des Dienstes mu� sich

die Jugend dazu verstehen, sich zu allen Zeiten, �berall und unter allen Umst�nden voll einzusetzen. Seid in

Euren verschiedenen T�tigkeiten der liebevollen Unterst�tzung und F�hrung der Bah�'�-Institutionen auf

allen Ebenen versichert.

Unsere hei�en Gebete, unser unersch�tterliches Vertrauen in Eure F�higkeit, Eurer Ziel zu erreichen,

unsere unverg�ngliche Liebe begleiten Euch bei all Eurem Streben auf dem Pfade des Dienstes f�r die

Gesegnete Vollkommenheit.
Das Universale Haus der Gerechtigkeit
Das Universale Haus der Gerechtigkeit
Bah�'�-Weltzentrum
Haifa, Israel
8. Mai 1985
An die Bah�'�-Jugend der Welt
Liebe Bah�'�-Freunde,

allen, die sich bei den noch kommenden Jugendkonferenzen w�hrend des Internationalen Jahres der

Jugend versammeln, senden wir unsere lieben Gr��e und besten W�nsche. Die Reaktion der Bah�'�-Jugend

auf die Herausforderung dieses besonderen Jahres war in vielen L�ndern so lebhaft und einfallsreich, da� sie

uns zum Ausdruck von Freude und hohen Erwartungen bewogen.

Unser Beifall gilt jenen Jugendlichen, die sich bereits in diesem besonderen Zeitabschnitt an mehreren

Aktivit�ten in ihren nationalen und �rtlichen Gemeinden oder in Zusammenarbeit mit ihren hervorragenden

Gleichgesinnten in anderen L�ndern beteiligten, und wir rufen sie auf, in ihrem Bem�hen um geistige

Eigenschaften und n�tzliche Fertigkeiten nicht nachzulassen. Wenn sie dies tun, werden ihre edlen

Beweggr�nde einen f�rderlichen Einflu� auf die Entwicklung in der Welt auf eine fruchtbare, fortschrittliche

und friedliche Zukunft hin aus�ben.

M�gen die in diesem Jahr begonnenen Jugendaktivit�ten ein angemessener Auftakt zum Internationalen Jahr

des Friedens 1986 sein und als wichtiger Bestandteil dieses ganze Jahr hindurch andauern.

Die derzeitigen Erfordernisse eines Glaubens, dessen Verantwortung im Verh�ltnis zu seinem Hervortreten

aus dem Unbekanntsein rasch ansteigt, auferlegen der Jugend die unentrinnbare Pflicht, daf�r zu sorgen, da�

ihr Leben in deutlichem Ma�e die umgestaltende Kraft der von ihnen angenommenen Sendung

widerspiegelt. Nach welchem Beispiel sollte sonst der Anspruch Bahá'u'lláhs beurteilt werden? Wie sollte

eine skeptische Menschheit Seine Heilsbotschaft anerkennen, wenn sie keine sichtbare Wirkung aus�bte auf

die jungen Menschen, die in jeder Gesellschaft als die tatkr�ftigsten, flexibelsten und hoffnungsvollsten

Elemente angesehen werden?

Der dunkle Horizont, dem sich eine Welt gegen�bersieht, die den Verhei�enen, die Quelle der

Rettung, zu erkennen vers�umte, wirkt sich bedenklich auf die Zukunftsaussichten der j�ngeren Generation

aus. Ihr bedr�ckender Mangel an Hoffnung und ihr Sich-Hingeben an verzweifelte, aber oberfl�chliche und

sogar gef�hrliches L�sungen erfordern dringend die heilbringende Aufmerksamkeit der Bah�'�-Jugend,

aufgrund ihres Wissens um jene Quelle und der weiten Schau, mit der sie ausgestattet wurde, nicht z�gern

darf, ihren verzweifelten Altersgenossen die wiederbelebende Freude, die sch�pferische Hoffnung und die

strahlenden Zusicherungen der gewaltigen Offenbarung Bahá'u'lláhs kundzutun.

Die Worte, die Taten, die Haltung, die Vorurteilslosigkeit, die Charakterst�rke, das Feingef�hl f�r den

Dienst an anderen - mit einem Wort: die Eigenschaften und Handlungsweisen, die einen Bahá'í auszeichnen,

m�ssen eindeutig f�r inneres Leben, ihr �u�eres Verhalten und ihre Beziehungen zu Freund oder Feind

kennzeichnen.

M�gen sie niedrige Mittelm��igkeitsperspektiven ablehnen und in allem, was sie anstreben, die

steigenden H�hen der Vortrefflichkeit erklimmen. M�gen sie sich dazu entschlie�en, die ganze Atmosph�re,

in der sie sich bewegen, zu veredeln, sei es im Klassenzimmer, im H�rsaal, bei ihrer Arbeit, in ihrer Freizeit,

bei ihren Bah�'�-Aktivit�ten oder ihrem sozialen Dienst.

M�gen sie wirklich voll Vertrauen die sie erwartenden Aufgaben willkommen hei�en. von dieser

Vortrefflichkeit durchdrungen und mit entsprechender Demut, mit Zielstrebigkeit und liebevoller

Dienstbarkeit mu� die heutige Jugend in den f�r den weiteren Fortschritt der Menschheit n�tigen Berufen,

im Handel, in Kunst und Handwerk die vordersten R�nge anstreben, und zwar damit deutlich wird, da� der

Geist der Sache seine erleuchtende Kraft auf alle diese wichtigen Gebiete menschlichen Strebens wirft.

W�hrend ihr Ziel in der Beherrschung von integrierenden Konzepten und rasch sich entwickelnden

Technologien dieses Zeitalters der Kommunikation liegt, k�nnen, ja m�ssen sie auch die Weitergabe jener

F�higkeiten an die Zukunft garantieren, was die wunderbaren, unbedingt notwendigen Errungenschaften der

Vergangenheit erhalten wird.

Die Wandlung, die im Leben der Gesellschaft eintreten mu�, wird sicherlich in hohem Ma�e von der

Wirksamkeit der Vorbereitungen abh�ngen, die die Jugend f�r die Welt, die sie einmal erben wird, trifft.

Wir empfehlen Euch, diese Gedanken in Eure pers�nlichen Betrachtungen und in die Beratungen, die

Ihr �ber Eure Zukunft f�hrt, mit einzubeziehen.

Wir versichern Euch unseres Gedenkens im Gebet, unseres Vertrauens und unserer Zuversicht.

Das Universale Haus der Gerechtigkeit
Brief des Internationalen Lehrzentrums
an einen Berater vom 9. Dezember 1988

Wenn nur Wohlfahrtsprojekten Aufmerksamkeit geschenkt wird, dann kann das Ziel, die Sache Gottes

zu lehren, aus den Augen verloren werden. Ein Mittel, mehr Lehrarbeit in Gang zu bekommen, w�re die

Ermutigung des Lehrens in Gruppen, wie es bei der k�rzlichen Landegg-Konferenz besprochen wurde.

Solche Gruppen m��ten dergestalt ermutigt werden, da� sie die geistige Eroberung des Planeten als die

Aufgabe ihrer Generation empfinden. Sie m�ssen ein Gef�hl daf�r entwickeln, wie dringlich es ist, ihre

Altersgenossen zu erreichen und die Botschaft der Expansion zu lehren, die im Kommen Bahá'u'lláhs

beschlossen liegt. Zu oft f�hren die Lehrbem�hungen nicht zu Erkl�rungen als Bah�'�, weil die Botschaft

nur Proklamation ist. Wie Sie wissen, macht das Universale Haus der Gerechtigkeit einen Unterschied

zwischen Lehrarbeit und Proklamation. Es sagt, die Lehrarbeit best�tige andere Menschen im Glauben,

w�hrend die Proklamation den Leuten die allgemeinen Ziele und Absichten des Glaubens zur Kenntnis

bringe. Sie k�nnten Ihrerseits die Jugend daf�r begeistern, da� sie andere Jugendliche mobilisiert und mit

ihren Altersgenossen einen Proze� in Gang setzt, der sie zu geistiger Disziplin herausfordert, zu Losl�sung,

Standhaftigkeit, Demut und unentwegtem Bem�hen. Die M�he gilt der Entdeckung, wer Bahá'u'lláh ist, und

der Weitergabe dieser Entdeckung an viele andere in der �berzeugung, da� �berall Seelen vorbereitet

worden sind. Diese Jugendlichen, die Bahá'í und ihre Freunde, k�nnten sodann geistige Revolution�re

werden, die "die Welt bewegen". Sie m��ten begreifen, da� eine solche Eroberung ihnen Zeit, Kraft und Tiefe

abverlangt, da� aber die durch solches Bem�hen gewonnene Erfahrung der Einheit alle Opfer �bertrifft. Ihr

Leben und das ihrer Freunde w�re nicht l�nger von anderen manipuliert, weil sie sich nicht l�nger von

�u�erlichen M�chten aufteilen und auseinanderdividieren lassen. Sie w�rden selbst ihr Schicksal meistern.

Die Gruppen-Lehrmethode, oder besser die Gruppenbewegung, w�re ein fortgesetzter Proze� des

Umsichscharens von Freunden, des Vermittelns der Liebe zu Bahá'u'lláh, der Verbindung zu anderen

Gruppen, der Orchestrierung von Veranstaltungen mit ihnen, der Benutzung heiliger Schriften und des

h�ufigen Gebrauchs von musikalischen und dramatischen Formen der Darbietung. Dies w�rde alle

Teilnehmer best�tigen und andere anziehen. Die Bewegung w�re somit kreisf�rmig: versammeln, vermitteln,

verbinden, orchestrieren, best�tigen und wieder versammeln. Jede Gruppe br�chte zur rechten Zeit ihre

eigenen Mittel hervor. Alle st�nden sich gegenseitig bei, um h�here Stufen geistiger Integrit�t zu erreichen.

Alle Gruppen w�rden nat�rlich die Ereignisse um die ersten J�nger des B�b studieren und w�ren der von

den M�rtyrern des Glaubens gebrachten Opfer bewu�t. Am Anfang br�uchten sie von den Geistigen R�ten

eher liebende Ermutigung als Kontrolle. Einzelne sollten selbst�ndig die Initiative ergreifen. Sicher w�rden

alle zweifellos den Institutionen des Glaubens die gr��te Hochachtung erweisen.

Die gesamte Grundlage f�r den Erfolg einer solchen dynamischen Bewegung ist in der Botschaft

unseres geliebten H�ters Shoghi Effendi enthalten, die in "Guidance for Today and Tomorrow" Kapitel XII,

"Teaching the Bah�'�-Faith", Seite 194 - 239, wiedergegeben ist.

Das Internationale Lehrzentrum
Teil 4
�BER FRAUEN
Die Einbindung des Potentials der Frauen f�r den
Fortschritt des Glaubens
Zitate von Bahá'u'lláh, 'Abdu'l-Bahá etc.
* Auszeichnung
* In diesem Jahrhundert
* Unternehmt eine gewaltige Anstrengung
* Schaupl�tze des Dienstes

Die Einbindung des Potentials der Frauen f�r den Fortschritt des Glaubens

Wir stellen uns vor, da� sich die Bah�'�-Frauen Europas durch die Erneuerung ihres Geistes und das

Aufr�tteln ihrer Seelen zum Dienst f�r Bahá'u'lláh mit erleuchteten Seelen und dankbaren Herzen erheben,

um ihre alles umschlie�ende Liebe �ber alle auszugie�en, denen sie begegnen, und da� durch die noch

gr��ere Offenbarung ihres Mutes, ihres Zartgef�hls, ihrer Barmherzigkeit, liebe und Intuition auf allen

Feldern des Dienstes die europ�ische Bah�'�-Gemeinde verwandelt wird. So werden die Bah�'�-Frauen zu

einer Quelle der Eingebung f�r alle werden, die um sie sind.

Aus einer Erkl�rung des Kontinentalen Berateramtes f�r Europa, Ridv�n 1993

"Ich hoffe auf einen �hnlichen Fortschritt der Frauen in Europa, damit eine jede wie eine Lampe leuchte,

laut vom Gottesreich k�nde, den M�nnern wahrhaft zur Seite stehe, ja ihnen sogar �berlegen werde, bewan-

dert in den Wissenschaften und doch losgel�st - so da� die ganze Welt bezeugen kann, da� Mann und Frau

v�llig gleiche Rechte haben. Ich w�rde mich sehr freuen, solche Frauen zu sehen. Dies ist eine n�tzliche

Aufgabe; durch sie wird die Frau Zutritt zum Gottesreich finden. Anders ist es vergebens."

'Abdu'l-Bahá on Divine Philosophi, S. 81f, vergl. "Frauen", S.27

Auszeichnung

La� mein Herz �berstr�mem aus Liebe zu Deinen Gesch�pfen und gew�hre, da� ich ein Zeichen Deiner

Gnade, ein Beweis Deiner Gunst, ein F�rderer der Harmonie unter Deinen Geliebten werde, Dir ergeben,

Dein Gedenken �u�ere, mein Selbst vergesse, aber immer auf das achte, was Dein ist."

Bahá'u'lláh, Amerikanisches Gebetbuch, S. 100

"O ihr M�gde Gottes! Jede Frau, die eine Magd Gottes wird, �berstrahlt voller Herrlichkeit die

Herrscherinnen dieser Welt, denn sie ist Gott verbunden und ihre Souver�nit�t dauert ewig, wohingegen

eine Handvoll Staub den Namen und den Ruhm jener Herrscherinnen ausl�schen wird. Mit anderen

Worten, sobald sie in ihren Gr�bern liegen, werden sie zu einem Nichts. Dagegen erfreuen sich die M�gde in

Gottes K�nigreich ewiger Herrschaft unber�hrt von der Folge von Zeitaltern und Generationen. Denke

dar�ber nach, wie viele Herrscherinnen seit der Zeit Christi gekommen und gegangen sind. Jede war die

Regentin eines Landes, doch nun sind all ihre Spuren verwischt, w�hrend Maria Magdalena, die nur eine

B�uerin und eine Magd Gottes war, noch immer vom Horizont immerw�hrender Herrlichkeit strahlt.

Strebe darum danach, eine Magd Gottes zu bleiben."

'Abdu'l-Bahá, Selections from the Writings of 'Abdu'l-Bahá, S. 123, Nr. 93

"Strebt deshalb mit Herz und Seele danach, da� ihr zu brennenden Kerzen in den Versammlungen der

Welt, zu gl�nzenden Sternen am Horizont der Wahrheit und die Ursache f�r die Verbreitung des Lichtes des

K�nigreiches werdet, so da� die menschliche Welt in ein himmlisches Reich verwandelt, die niedere Welt zu

einer Welt der H�he werde und die Liebe Gottes und die Gnade des Herrn ihren Baldachin �ber dem

Gipfel der Welt errichten m�gen, die menschlichen Seelen die Wogen des Ozeans der Wahrheit werden, die

menschliche Welt zu einem gesegneten Baume wachse, die Verse der Einheit gesungen werden und die

Melodien der Heiligkeit den H�chsten Hof erreichen. Tag und Nacht flehe ich inst�ndig und bete zum

K�nigreich Gottes und erbitte nicht endenden Beistand und Best�tigung f�r euch. Schaut nicht auf euere

eigenen Begabungen und F�higkeiten, sondern heftet eueren Blick auf die vollkommene Freigebigkeit, die

g�ttliche Gnade und die Macht des Heiligen Geistes - die Macht, die den Tropfen zu einem Meere und den

Stern in eine Sonne wandelt."

"Preis sei Gott, die Bewohner des H�chsten Hofes versichern euch des Sieges, und die Macht des

K�nigreiches ist bereit zu helfen und zu unterst�tzen. Wolltet ihr auch jeden Augenblick euere Zungen in

Dankbarkeit zum Dankgebet l�sen, w�ret ihr doch nicht f�hig, euere Dankespflicht f�r diese Gaben abzu-

statten."

'Abdu'l-Bahá, Selections from the Writings of 'Abdu'l-Bahá, S. 104, Nr. 68

"Ich w�nsche Vornehmheit f�r euch ... F�r euch w�nsche ich geistige Vornehmheit, das hei�t, ihr m��t

durch Tugenden hervortreten und ber�hmt werden. In der Liebe zu Gott m��t ihr euch von allen anderen

unterscheiden. Ihr m��t euch hervortun durch euere Liebe zur Menschheit, durch Einheit und Eintracht,

durch Liebe und Gerechtigkeit. Kurzum, ihr m��t f�r alle Tugenden der Menschenwelt bekannt werden: f�r

Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, f�r Gerechtigkeitssinn und Wahrheitstreue, f�r Entschlossenheit und

Standhaftigkeit, f�r mildt�tige Werke und den Dienst an der Menschheit, f�r euere Liebe zu jedem mensch-

lichen Wesen, f�r Einheit und Einklang mit allen Leuten, f�r den Abbau von Vorurteilen und die F�rderung

des Weltfriedens. Schlie�lich m��t ihr euch dadurch auszeichnen, da� ihr himmlische Erleuchtung erlangt

und Gottes Gnadengaben erwerbt. Diese Vornehmheit w�nsche ich f�r euch. Dies mu� das Unterschei-

dungsmerkmal f�r euch sein."

'Abdu'l-Bahá, Promulgation of Universal Peace, S. 185, vergl. "Geistiger Adel" , S. 17f

In diesem Jahrhundert

O ihr Dienerinnen des Herrn! In diesem Jahrhundert - dem Jahrhundert des Allm�chtigen Herrn - scheint das

Tagesgestirn des erhabenen K�nigreiches, das Licht der Wahrheit vom Gipfel der Herrlichkeit, und seine Strahlen er-

leuchten alle Regionen. Denn dies ist das Zeitalter der Altehrw�rdigen Sch�nheit, der Tag der Offenbarung der Kraft

und Macht des Gr��ten Namens - m�ge mein Leben als Opfer f�r Seine Geliebten dargebracht werden."

"Wenn sich die Sache Gottes in den kommenden Zeitaltern erheben und hundertfach wachsen und der Schatten des

Sadratu'l-Muntah� die ganze Menschheit beschirmen wird, wird doch dieses gegenw�rtige Jahrhundert einzigartig

dastehen, da es Zeuge des Anbruchs jenes Morgens und des Aufgangs jener Sonne war. Dieses Jahrhundert ist f�rwahr

die Quelle Seines Lichtes und der Tagesanbruch Seiner Offenbarung. K�nftige Jahrhunderte und Generationen werden

die Ausbreitung seines strahlenden Glanzes und das Offenbarwerden seiner Zeichen erblicken. Darum strengt euch an, so

da� ihr vielleicht den vollen Anteil und das Erbteil an Seinen Gnadengaben erreichen werdet."

'Abdu'l-Bahá; Selections from the Writings of 'Abdu'l-Bahá, S. 46, Nr.32

"Jetzt ist es an der Zeit, da� sich die Geliebten inmitten der V�lker der Welt erheben, mit einem Herzen,

dem Tagesgestirn gleich, mit einem starken inneren Drang, mit leuchtendem Angesicht, mit nach Moschus

duftendem Atem, mit einer Zunge, die nur von Gott spricht, mit kristallklarer Darstellung, mit hoher

Entschlu�kraft, mit einer im Himmel geborenen Kraft, einem geistigen Charakter und mit keiner Best�-

tigung als allein der g�ttlichen. La�t sie, jeden einzelnen und alle, zum Glanz des himmlischen Horizontes

werden und am weltlichen Himmel ein funkelnder Stern. La�t sie zu fruchtbaren B�umen in himmlischen

Gefilden werden, zu s�� duftenden Bl�ten in g�ttlichen G�rten, la�t sie zu Versen der Vollkommenheit auf

den Seiten des Universums werden, zu Worten der Einheit im Buch des Lebens ... und aus reinen Herzen

und durch die himmlischen Gnadengaben m�ssen nun alle Vollkommenheiten, Eigenschaften und

Kennzeichen des G�ttlichen offenbart werden."

'Abdu'l-Bahá, Selections from the Writings of 'Abdu'l-Bahá, S. 232, Nr. 193

Unternehmt eine gewaltige Anstrengung

"Die wichtigste Pflicht an diesem Tag ist es, eueren Charakter zu l�utern, euere Sitten zu verfeinern und euer

Verhalten zu veredeln. Die Geliebten des Barmherzigen m�ssen unter Seinen Gesch�pfen einen solchen Charakter und

ein solches Betragen zeigen, da� der Duft ihrer Heiligkeit sich �ber die ganze Welt verbreitet und die Toten belebt, da es

der Zweck der Manifestation Gottes und der Anbruch des grenzenlosen Lichtes des Unsichtbaren ist, die Seelen der

Menschen zu erziehen und den Charakter jedes lebenden Menschen zu verfeinern..."

Bahá'u'lláh, Gleanings from the Writings of Bahá'u'lláh, S. 336

Unternehmt jede Anstrengung, um... Mittelpunkte der Segnungen Gottes zu werden, zu

Morgend�mmerungen des Lichtes Seiner Einheit und F�rderer der Gaben und Tugenden kultivierten

Lebens. Seid in jenem Lande die Vorhut der menschlichen Vollkommenheiten, treibt die verschiedenen

Bereiche des Wissens voran und bet�tigt euch zunehmend auf dem Gebiet der Erfindungen und der

K�nste. Bem�ht euch, das Verhalten der Menschen zu verbessern, und versucht, der ganzen Welt ein

sittliches Vorbild zu sein. N�hrt die Kinder am Herzen der himmlischen G�te, w�hrend sie noch klein sind,

pflegt sie in der Wiege h�chster Vortrefflichkeit und erzieht sie in der Umarmung der G�te.. Gew�hrt ihnen

den Vorteil allen n�tzlichen Wissens. La�t sie teilhaben an jedem neuen, ungew�hnlichen und wunderbaren

Handwerk und aller Kunst. Erzieht sie zu Arbeit und Streben und gew�hnt sie an M�hsal. Lehrt sie, ihr

Leben den wichtigen Dingen zu widmen, und ermutigt sie, sich mit Studien zu befassen, die der Menschheit

n�tzen."

'Abdu'l-Bahá, Selections from the Writings of 'Abdu'l-Bahá, S. 129, Nr. 102, vergl. "Ziele der Kindererziehung, S.46

"Wir h�ren, da� du erw�gst, dein Haus von Zeit zu Zeit mit Bah�'i-Versammlungen zu schm�cken, in

denen der Allherrliche Herr verherrlicht wird ... Wisse da� wenn du dies verwirklichst, ein irdisches Haus zu

einem himmlischen Haus und dieses Geb�ude aus Stein zu einer Vereinigung des Geistes wird."

'Abdu'l-Bahá, Selections from the Writings of 'Abdu'l-Bahá, S. 94, Nr. 57

Die Gr�ndung einer Frauenvereinigung zur F�rderung von Wissen ist sehr zu begr��en, aber der

Meinungsaustausch mu� sich auf Erziehungsfragen beschr�nken... Jede Frau sollte heutzutage in einer Weise

handeln, da� dies zur Ursache ewigen Ruhmes f�r das ganze weibliche Geschlecht wird, damit alle Frauen

erleuchtet werden. Der Weg dazu sind Versammlungen, um das Lehren zu lernen, Zusammenk�nfte, bei

denen sie die Schriften lesen, zum K�nigreich des Herrn offenbarer Zeichen flehen und f�r die Erziehung

der M�dchen sorgen. Denkt dar�ber nach, wie die verehrte T�hirih lehrte. Sie war frei von jeder Besorgnis,

und darum strahlte sie."

'Abdu'l-Bahá,: Aus einem Tablet an einen einzelnen Gl�ubigen - �bersetzt aus dem Persischen

vergl.. "Frauen ", S. 14, Nr. 11

O mein Gott! La� die Ausgie�ungen Deiner Gnade und Segnungen auf diese Heime herabkommen, deren

Bewohner Deinen Glauben angenommen haben, als Zeichen Deiner Gunst und als Beweis Deiner

liebevollen G�te aus Deiner Gegenwart."

Der B�b, Selections from the Writings of the B�b, S. 200

"Was die Grundlagen des Lehrens des Glaubens betrifft, wisse, da� die �bermittlung der Botschaft ihren

Zweck nur durch gute Taten und geistige Eigenschaften erf�llen kann, durch kristallklare �u�erungen und

durch das Gl�ck, das vom Angesicht dessen widerstrahlt, der die Lehren erkl�rt. Es ist wesentlich, da� die

Taten des Lehrers die Wahrheit seiner Worte . best�tigen. So sollte der beschaffen sein, der hinausgeht, um

den s��en Wohlgeruch Gottes zu verbreiten und dies sollten die Eigenschaften jenes sein, der aufrichtig in

seinem Glauben ist."

"Da der Herr dich bef�higt hat, diesen Zustand zu erreichen, sei gewi�, da� Er dir Worte der Wahrheit

eingeben und bewirken wird, da� du durch den Odem des Heiligen Geistes redest."

'Abdu'l-Bahá, Selections from the Writings of 'Abdu'l-Bahá, S. 175, Nr. 146

Schaupl�tze des Dienens

"'Abdu'l-Bahá f�hrte aus: "Zu den Wundern, die diese heilige Sendung auszeichnen, geh�rt, da� Frauen,

die in die Reihen des Glaubens traten, gr��eren Mut bewiesen als M�nner." Shoghi Effendi hat dazu festge-

stellt, da� dieser "Mut" im Laufe der Zeit "�berzeugender bewiesen" werden und "der geliebten Sache mehr

als je zuvor begeisternde Siege erringen" mu�."

Universales Haus der Gerechtigkeit , an alle Nationalen Geistigen R�te, 25. Mai 1975

Zusammenstellung �ber "Frauen", S. 87, Nr. 113

"O ihr reinen gesch�tzten Bl�tter, die ihr dem Hof der Herrlichkeit nahe seid! Gesegnet vielfach gesegnet

seid ihr, weil ihr geistige Zusammenk�nfte veranstaltet und euch der Darlegung g�ttlicher Beweise und

Zeugnisse widmet. Durch �berzeugende Argumente und Beweise aus den Heiligen Schriften der

Vergangenheit sucht ihr eifrig f�r das offenbare Licht der Sache einzutreten und damit der Wahrheit zu die-

nen. Dies ist ein edles Ziel, und eure Hoffnung tr�gt zur Erleuchtung aller V�lker und Nationen bei."

'Abdu'l-Bahá, Zusammenstellung �ber "Frauen", S. 76, Nr. 99

"Daher bem�ht euch, der Menschenwelt zu zeigen, da� Frauen �u�erst f�hig und t�chtig sind, ihre Herzen

z�rtlicher und empf�nglicher als M�nnerherzen, da� sie menschenfreundlicher sind und den Armen und

Notleidenden mehr Verst�ndnis entgegenbringen, unnachgiebig den Krieg ablehnen und den Frieden lieben.

Bem�ht euch, damit das Ideal des Weltfriedens durch die Anstrengungen der Frauen verwirklicht wird, denn

der Mann neigt mehr zum Krieg als die Frau; ein wirklicher Beweis f�r die �berlegenheit der Frau wird ihr

wirksamer Einsatz bei der Errichtung des Weltfriedens sein."

'Abdu'l-Bahá, Paris Talks, S. 133, vergl. "Frauen", S. 64, Nr. 84

"Die Frauen m�ssen gr��te Anstrengungen machen, um geistige Kraft zu erwerben und die Tugenden der

Weisheit und Heiligkeit zu vermehren, bis es ihrer Erleuchtung und ihrem Streben gelingt, die Einheit der

Menschheit zu verwirklichen. Sie m�ssen mit gl�hender Begeisterung arbeiten, um die Lehre Bahá'u'lláhs

unter die V�lker zu tragen, damit das strahlende Licht g�ttlicher G�te die Seelen aller Nationen der Erde

umgebe."
'Abdu'l-Bahá: Ansprachen in Paris, S. 130

"M�tter sind die ersten Erzieher, die ersten Berater, und wahrlich sie sind es, die das Gl�ck, die zuk�nftige

Bedeutung, die H�flichkeit, Bildung und Urteilskraft, das Verst�ndnis und den Glauben ihrer Kleinen

bestimmen."
'Abdu'l-Bahá, Briefe und Botschaften, 96 : 1,2

"Bahá'u'lláh ... hat w�hrend Seiner letzten Tage auf Erden das nachdr�ckliche Versprechen gegeben, da�

sich durch die Ausgie�ung der Gnade Gottes und die Hilfe und den Beistand Seines K�nigreiches der

H�he, Seelen erheben und heilige Wesen erscheinen werden, die Sternen gleich das Firmament g�ttlicher

F�hrung schm�cken werden ..."

"Sie werden unabl�ssig arbeiten, Tag und Nacht, keiner Pr�fung und keinem Leid Beachtung schenken, keinen

Aufschub ihrer Anstrengungen dulden, keine Ruhe suchen, Behagen und Bequemlichkeit mi�achten und losgel�st und

rein jeden fl�chtigen Augenblick ihres Lebens der Verbreitung der g�ttlichen D�fte und der Erh�hung von Gottes

heiligem Wort weihen ...Sie werden leuchtend wie eine Kerze im Herzen jeder Versammlung brennen und wie ein Stern

�ber jeden Horizont hinaus strahlen. Die sanften Brisen, die aus dem Garten ihres Herzens wehen, werden die Seelen der

Menschen mit Duft erf�llen und wiederbeleben, und die Offenbarungen ihres Geistes werden wie Regenschauer die

V�lker und Nationen der Erde neu beleben."

"Ich warte, warte begierig, da� diese Heiligen erscheinen, und doch, wie lange wollen sie ihr Kommen verz�gern? Es

sind meine Gebete und mein gl�hendes Flehen zur Abendd�mmerung und im Morgengrauen, da� diese leuchtenden

Sterne schon bald ihren Glanz �ber die Welt breiten."

'Abdu'l-Bahá, Selections from the Writings of 'Abdu'l-Bahá, S. 251, Nr. 204

"Seid dessen gewi�! Nicht mehr lange und der Tag wird kommen, da der Mann sich seiner Frau zuwendet

und spricht: Gesegnet bist du! Gesegnet bist du! Du bist jeder Gabe wert. Wahrlich, du verdienst dein Haupt

mit der Krone immerw�hrender Herrlichkeit zu schm�cken, weil du in Wissenschaft und Kunst, in

Tugenden und Vollkommenheiten dem Mann ebenb�rtig wirst, und was die Sanftheit des Herzens und die

F�lle der Barmherzigkeit und des Mitleids betrifft, bist du �berlegen."

'Abdu'l-Bahá, Paris Talks, 28. August 1913
Teil 5
�ber die Kinder
ein Brief des
Internationalen Lehrzentrums
�ber die Kinder

Eine der schwierigen Fragen, welche die Institutionen der Sache Gottes von neuem aufgreifen m�ssen, ist

die, wie den Kindern der Welt geholfen werden kann. In unserer Zeit haben die Kinder der Welt vor Gott

eine Bestimmung.

Das Internationale Lehrzentrum ist �berzeugt, da� die Antwort auf diese Frage in dem weltweiten

Bem�hen, die junge Bev�lkerung zu erreichen, offenbar werden wird. Zahlenm��ig bildet diese

Bev�lkerungsgruppe den gr��ten Sektor der Gesellschaft von heute.

Die Bah�'�-Gemeinschaft hat reiches Beweismaterial daf�r, da� die j�ngere Generation von ihren

eigenen F�higkeiten in die Lage versetzt wird, die Zukunft zu gestalten. Sie wird das sch�pferische Wort

Gottes f�rdern und die D�fte Gottes verbreiten. 'Abdu'l-Bahá gibt uns diese machtvolle Verhei�ung. Seine

Verhei�ung deutet auch darauf hin, da� dieser Bev�lkerungsteil bereits von Gott vorbereitet ist und darauf

wartet, da� wir ihn entdecken:

"Ja, gewisse Menschen werden in dieser g�ttlichen Sendung himmlische Kinder hervorbringen; diese Kinder werden die

Lehren der Sch�nheit Abh� verk�nden und Seiner gro�en Sache dienen. Durch himmlische Macht und geistige

Best�tigung werden sie bef�higt, das Wort Gottes zu f�rdern und die D�fte Gottes zu verbreiten. Diese Kinder werden

weder morgen- noch abendl�ndisch, weder asiatisch noch amerikanisch, weder europ�isch noch afrikanisch, sondern

vom Reich Gottes sein; ihre Heimat ist der Himmel, ihre Zuflucht das Reich Abh�. Das ist die Wahrheit, und hinter

der Wahrheit gibt es nichts als Aberglauben.

"M�ge die ganze Menschheit die Kinder des Reiches Gottes mit offenen Armen aufnehmen!"

Tablets of 'Abdu'l-Bahá, Vol. 3, Seite 647 - 648

Demnach sollten diese jungen Menschen als ein Tor zum Eintritt in Scharen und als ein ergiebiger Quell f�r

Lehrer sowohl unter ihrer eigenen Generation als auch zur Vertiefung ihrer Altersgenossen und �lterer be-

trachtet werden. Wiederum sagt 'Abdu'l-Bahá:

"Wie ist so manches Kind noch jung an Jahren und doch schon reif und sicher in seinem Urteil! Und wie ist so

mancher betagte Mensch unwissend und verwirrt! Denn Wachstum und Entwicklung h�ngen von den

Verstandeskr�ften und der Vernunft eines Menschen ab, nicht von seinem Alter oder der Dauer seiner Erdentage."

'Abdu'l-Bahá, Briefe und Botschaften, Kap. 121:1

Diese Jugend ist nicht nur angewiesen, den Glauben zu verk�nden, sondern auch, zum Instrument wahrer

Genesung in der Menschheit zu werden. 'Abdu'l-Bahá dr�ngt sie:

"Darum, o ihr erleuchteten jungen Menschen, strebt bei Tag und Nacht danach, die Geheimnisse des Verstandes und

des Geistes zu entr�tseln und die Geheimnisse des Tages Gottes zu erfassen. Erforscht selbst die offensichtlichen

Zeichen, da� der Gr��te Name erschienen ist. �ffnet eure Lippen zum Lobpreis. F�hrt �berzeugende Argumente und

Beweise an. Leitet jene, die nach der Quelle des Lebens d�rsten, gew�hrt den Leidenden wahre Genesung. Geht in die

Lehre Gottes, seid �rzte, gef�hrt von Gott, und heilt die Kranken unter den Menschen. Bringt jene, die ausgeschlossen

waren, in den Kreis der engen Freunde. Erf�llt die Verzweifelnden mit Hoffnung. Weckt die Schlummernden, macht

die Gleichg�ltigen achtsam.

So sind die Fr�chte des irdischen Lebens. So ist die Stufe strahlender Herrlichkeit.

'Abdu'l-Bahá, in Ziele der Kindererziehung Seite 81

Das Internationale Lehrzentrum denkt zur Zeit besonders an die Altersgruppe von zehn bis zu

sechzehn Jahren; sie umfa�t die Zeit, in der die Reife erreicht wird. Diese Jahre der fr�hen Jugend sind

�beraus schwierig, besonders in der heutigen Welt; gleichzeitig erfahren wir jedoch aus den heiligen

Schriften, da� die F�higkeit, grundlegende sittliche und geistige Prinzipien zu begreifen und so das Licht

eines guten Charakters zum Strahlen zu bringen, in diese Kinder hineingelegt ist. Das deutet darauf hin, da�

Abertausende, wenn sie zur Sache Gottes eingeladen und dabei unterst�tzt w�rden, vertiefte Lehrer des

Glaubens werden, ihrerseits die Altersgenossen erretten k�nnten. In der gegenw�rtigen Dekadenzphase der

Menschheitsgeschichte k�nnten an den Stra�enecken der D�rfer und St�dte, in den Schulkorridoren und

den Freizeitzentren geistige Schlachten gewonnen werden.

Wir hoffen, da� diese Jugendlichen von den Hilfsamtsmitgliedern, ihrer Assistenten und der ganzen

Gemeinde nicht nur als Kinder betrachtet werden, f�r die man T�tigkeiten arrangieren mu�, als Anh�ngsel

ihrer Eltern oder als Anw�rter auf eine Zukunft, in der sie Ewachsenenpflichten �bernehmen m�ssen,

sondern als lebendige Sch�pfung Gottes, die genau im gegenw�rtigen Augenblick von Gott f�r Seinen

Zweck eines jetzt in Erscheinung tretenden Kultivierungsprozesses gebraucht wird.

Die Berater als Teil der Verwirklichung dieser Vision werden die Hilfsamtsmitglieder, deren

Assistenten sowie alle Nationalen und �rtlichen Geistigen R�te dazu ermutigen m�ssen, die geistige,

verstandliche und gesellschaftliche Erziehung der Kinder langfristig zu unterst�tzen...

Der k�rzliche Brief des Internationalen Lehrzentrums an Sie �ber die Idee und die Anwendung von

Instituten zur Entwicklung menschlicher Hilfsquellen bezieht sich unmittelbar auf Programme f�r die

Jugend, in die die Hilfsamtsmitglieder und die Assistenten einbezogen werden m��ten.

Die Frage des Bedarfs an angepa�ter Literatur wurde im selben Brief angesprochen. Nat�rlich

bezieht sich dieses Erfordernis auch auf derartige Programme. Schriftmaterial, das zur Mobilisierung

nat�rlicher Neigungen bei Kindern und Jugendlichen geeignet ist, mu� entwickelt werden. Das Inter-

nationale Lehrzentrum ist mit dem gesamten Problem der f�r den Eintritt in Scharen passenden Literatur

befa�t. Alle diese Fragen werden als Teil unseres laufenden Dialogs mit den Beratern �ber die wichtigsten

Initiativen gesehen, zu denen wir Sie und Ihre Hilfs�mter w�hrend dieser Periode aufrufen.

Das Internationale Lehrzentrum an alle Kontinentalen Berater

am 5. Dezember 1988
Teil 6
�ber die Fonds des Glaubens
Briefe des
Universalen Hauses der Gerechtigkeit
und des Internationalen Lehrzentrums
Das Universale Haus der Gerechtigkeit
Bah�'�-Weltzentrum
Haifa, Israel
17. September 1992
An alle Mitglieder der Konitnentalen Berater�mter
Liebe Bah�'�-Freunde!

Da wir uns der Mitte des Heiligen Jahres n�hern, beobachten wir �berall bemerkenswerte Zeugnisse

dessen, da� die Sache Bahá'u'lláhs in ein neues Stadium ihres Wachstums, ihrer inneren Festigung und ihrer

Beziehungen zu Regierungen und Menschen von Einflu� in vielen L�ndern eintritt. Jeden Tag erreichen uns

Neuigkeiten �ber die Siege, die von den tapferen Dienern der Sache in aller Welt errungen werden, und der

Ausblick auf noch gr��ere Triumphe zeichnet sich allm�hlich am Horizont ab.

Bei einer Bestandsaufnahme der gegenw�rtigen Situation des Glaubens und seiner Bed�rfnisse,

f�hlen wir uns gen�tigt, Sie dazu aufzurufen, eine anhaltende Anstrengung einzuleiten, in allen Teilen der

weltweiten Bah�'�-Gemeinde ein tieferes Bewu�tsein der geistigen Verpflichtung eines jeden Gl�ubigen ins

Leben zu rufen, regelm��ig zu den Bah�'�-Fonds beizutragen. Wie Shoghi Effendi in den fr�heren Jahren

seines Amtes schrieb, ist es "die geheiligte Pflicht eines jeden gewissenhaften und getreuen Dieners

Bahá'u'lláhs, der den Fortschritt Seiner Sache w�nscht, frei von gro�z�giger Vermehrung des Fonds

beizutragen."

Das Internationale Lehrzentrum wurde von uns gebeten, in n�herer Zukunft mit Ihnen bez�glich

des Erziehungsprozesses zu korrespondieren, der von allen Beratern, Hilfsamtsmitgliedern und ihren

Assistenten mit dem Ziel verfolgt werden sollte, auf die Nationalen und �rtlichen Geistigen R�te ein-

zuwirken und unter der breiten Masse der Gemeinde ein grundlegenderes Verst�ndnis von der dringenden

Notwendigkeit f�r alle zu f�rdern, regelm��ig und anhaltend f�r die Unterst�tzung des Fonds zu sorgen.

Wir haben beobachtet, da� von den Beratern und ihren Helfern entschlossene und fortlaufende

Anstrengungen gesteuert werden, um die Ausbreitung des Glaubens, seine Festigung und das Erreichen

besonderer Ziele zu f�rdern. Derartige Anstrengungen sind gewi� �u�erst wesentlich und lobenswert. Den-

noch scheint es uns, da� kein ausreichendes und fortw�hrendes Gewicht auf die immer vorhandene

Notwendigkeit gelegt wird, die Gl�ubigen anzuspornen und ihnen nahezulegen, regelm��ige und

aufopferungsvolle Beitr�ge zu den Fonds des Glaubens darzubringen. Es kann kein Zweifel darin bestehen,

da� ein derartiges Bestreben ein wesentlicher Teil der Aufgaben ist, die der Institution der Berater

�bertragen sind, und da� die geweihten Anstrengungen ihre Mitglieder f�r die Erlangung unserer Ziele

unentbehrlich sind.

Zum Bah�'�-Fonds beizutragen stellt ein Akt geistiger Disziplin dar, die ein wesentliches Element

des hingebungsvollen Lebens des einzelnen ist. Jeder Gl�ubige sollte sich des Vorrechts bewu�t sein, zum

Fortschritt der Sache Gottes beizutragen, ungeachtet seiner materiellen Verh�ltnisse. F�r den Fonds zu

geben st�rkt die Verbindung zwischen dem Gl�ubigen und der Sache und erh�ht sein Gef�hl der

Identifikation mit ihr. G�ttliche Best�tigungen kommen auf jene herab, die einen Teil ihrer materiellen

Mittel im Geiste des Opfers darbringen, motiviert durch ihre Liebe zum Glauben und ihr Verlangen, zu

seiner Entwicklung beizutragen.

Bahá'u'lláh hat geschrieben, da� "...Er, Der die Ewige Wahrheit ist - erhaben sei Seine Herrlichkeit -

die Durchf�hrung jeder Unternehmung auf Erden von materiellen Mitteln abh�ngig gemacht hat." Die

Gemeinde des Gr��ten Namens widmet sich heute der m�chtigsten aller Unternehmungen, die dazu

bestimmt ist, die Vergeistigung der Menschheit und die Verwandlung der menschlichen Gesellschaft

herbeizuf�hren. Ihren Erfordernissen sollten und werden in der Tat nicht nur durch die Beitr�ge von

Gl�ubigen nachgekommen werden, die in jenen L�ndern leben, die jetzt einen relativ hohen Lebensstandard

genie�en, vielmehr sollte jeder Anh�nger Bahá'u'lláhs, unbeeindruckt durch die D�rftigkeit seiner materiellen

Mittel, sich entschlie�en, seinen Beitrag f�r die Arbeit des Glaubens darzubringen. Die Einheit der

Gl�ubigen - reich und arm gleicherma�en - in ihrer Unterst�tzung des Fonds, wird eine Quelle geistiger

Best�tigungen sein, die weit �ber unser Vorstellungsverm�gen hinausreichen.

Der Kontrast zwischen der Bah�'�-Gemeinde und der Gesellschaft um sie herum w�chst mit jedem

Tag. Inmitten von Selbstsucht, dem fieberhaften Verfolgen engstirnigen Eigeninteresses, ebenso wie

Mi�trauen und Korruption in allen Angelegenheiten, die mit Geld zu tun haben, arbeiten die Bahá'í daran,

eine neue Welt zu schaffen, die sich durch aufopfernden Einsatz f�r hohe Ideale, Sorge um das

Wohlergehen der ganzen Menschheit, Integrit�t und Wirtschaftlichkeit bei der Verwendung von Fonds und

vereinte Unterst�tzung gro�er Anstrengungen auszeichnet. Lassen Sie uns in der ruhigen Zuversicht

vorangehen, da� die unsichtbare Macht des Herrn der Heerscharen Seine ergebenen Anh�nger bef�higen

wird, ein jedes und alle Hindernisse auf dem Pfad Seiner sich rasch entwickelnden Sache zu �berwinden.

Wir versichern Sie unserer inbr�nstigen Gebete in den Heiligen Schreinen f�r die St�rkung Ihres

eifrigen Einsatzes in der Erf�llung Ihrer heiligen Pflichten.

Mit liebevollen Bah�'�-Gr��en
Das Universale Haus der Gerechtigkeit
Das Internationale Lehrzentrum
Bah�'�-Weltzentrum
5. Oktober 1992
An alle Berateramtsmitglieder
Herzlich geliebte Mitarbeiter,

die zeitweilige Krise, mit der die unterschiedlichen Fonds des Glaubens in allen Kontinenten der

Welt konfrontiert waren, weist auf die Gr��e der erzieherischen Aufgaben hin, die vor den Beratern,

Hilfsamtsmitgliedern und deren Assistenten liegen. Die �konomischen Umw�lzungen einer fehlerhaften

Ordnung und die Wirkung einer ungerechten Welt auf die Mehrheit ihrer Bewohner sind Faktoren, die zur

Knappheit der Fonds im Vergleich zu den Notwendigkeiten einer stetig wachsenden Sache beitragen. Trotz

dieser Bedingungen k�nnen die Freunde, die ihre F�higkeit bewiesen haben, gro�e Opfer f�r den Glauben

zu bringen, erzogen werden, die Bedeutung des Spendens f�r den Fonds in einem anderen Licht zu sehen

und ihre Institutionen mit den materiellen Mitteln auszustatten, die zur Erf�llung ihrer heiligen Pflichten

n�tig sind. Wie der H�ter uns oft erinnerte, zeigen Spenden "einen praktischen und effektiven Weg, durch

den jeder Gl�ubige Ausma� und Charakter seines Glaubens pr�fen und die Intensit�t seiner Ergebenheit

und Zuwendung zum Glauben in Taten beweisen kann."

Eine wesentliche Erh�hung der Beitr�ge zum Fonds ist derart unerl��lich f�r den Erfolg der

Anstrengungen der Bah�'�-Gemeinde in den kommenden Jahren, da� wir in Reaktion auf den

ausdr�cklichen Wunsch des Universalen Hauses der Gerechtigkeit und seinem Brief vom 17. September

1992 an alle Berateramtsmitglieder nachkommend, eine besondere Folge von Mitteilungen an Sie �ber dieses

Thema er�ffnen. In diesem Brief teilen wir mit Ihnen einige Gedanken zum Thema Freigebigkeit und

Verantwortung - die ersten einer Reihe von Ideen, die Sie bitte mit Ihren Hilfsamtsmitgliedern diskutieren

m�chten.

Wir hoffen, da� ihre Beratungen eine neue Richtung daf�r aufzeigen werden, was zu einer

kraftvollen, fortgesetzten und konsequenten Anstrengung unserer Institution zur Erziehung der Freunde,

nicht nur im Fonds, sondern, genereller, in der Beziehung zwischen der Ausweitung materieller Mittel und

geistiger Fortschritte, f�hren wird.

Es besteht kein Zweifel, da� die von Bahá'u'lláh vorhergesehene Zivilisation eine bl�hende

Gesellschaft, frei von der Gei�el der Ungerechtigkeit und des Elends aufzubauen, m�ssen wir freigebig und

gro�z�gig sein und die Verhaltensmuster der H�ufung und Verwendung materieller Mittel zur Befriedigung

eigener Bed�rfnisse und W�nsche �berwinden. Gro�z�gigkeit ist eine Eigenschaft der menschlichen Seele

und unabh�ngig vom Grade des Reichtums oder der Armut. Eine gro�z�gige Seele gibt stetig f�r den Dienst

an Anderen - sei es durch Zeit, Energie oder materielle Hilfsmittel.

Unerl��lich f�r diese Haltung des Gebens ist die Wertsch�tzung der Tatsache, da� Gottes Gnade

und Seine Freigebigkeit die h�chste Quelle des Reichtums sind. Er stellt die Mittel f�r die Existenz und den

Fortschritt von uns allen bereit und schenkt uns dann aus Seiner Gnade das Vorrecht, zu Seiner Sache

beizutragen - das einzig wirksame Mittel, das das Wohlergehen der Menschheit herbeif�hren kann. Zum

Fonds beizutragen ist daher nicht nur eine Sache der Gro�z�gigkeit, sondern auch eine geistige Gnade und

bedeutende Verantwortung.

Im Zusammenhang mit den oben ge�u�erten Gedanken m�chten wir mit Ihnen die folgenden

Zitate aus Botschaften des geliebten H�ters teilen.

"Jeder Bah�'�, ganz gleich wie arm er auch sein mag, mu� sich der hohen Verantwortung, die er in dieser Beziehung

tr�gt, bewu�t sein und sollte Vertrauen haben, da� sein geistiger Fortschritt als ein an die Weltordnung Bahá'u'lláhs

Glaubender stark davon abh�ngen wird, in welchem Ma�e er durch Taten seine Bereitschaft beweist, die g�ttlichen

Institutionen Seines Glaubens materiell zu unterst�tzen."

Aus einem Brief vom 17. Juli 1937, im Auftrage Shoghi Effendis

an den Nationalen Geistigen Rat von Indien und Burma geschrieben;

ver�ffentlicht in "The Dawn of a New Day",S.68

"... unsere Beitr�ge zum Glauben sind der sicherste Weg, die Menschheit ein f�r allemal von der B�rde des Hungers

und des Elends zu befreien, denn nur �ber die Ordnung Bahá'u'lláhs - g�ttlich in ihrem Ursprung - wird es geschehen,

da� die Menschen festen Boden finden und Not, Angst, Hunger, Krieg usw. beseitigt werden k�nnen. Nicht-Bahá'í

k�nnen zu unserem Werk nicht beitragen, und es nicht f�r uns tun; so ist wahrhaft unsere erste Pflicht die

Unterst�tzung unserer eigenen Lehrarbeit, denn diese wird die Nationen zur Heilung f�hren."

Aus einem Brief vom 8. Dezember 1947,

im Auftrage Shoghi Effendis an einen einzelnen Gl�ubigen;

ver�ffentlicht in "Bah�'�-News", r. 210, August 1948, S. 3

"Er hofft, da� die Freunde ein bestimmtes Ma� an Vertrauen und Mut zeigen werden und die gegenw�rtigen

wirtschaftlichen Bedingungen nicht f�rchten. Wir sollten nicht zulassen, da� uns finanzielle �berlegungen an unserer

Arbeit hindern und uns entmutigen, unsere Dienste zu erweisen. In Tagen des �berflusses reichlich zu geben, kann

nicht Opfer genannt werden; es bezieht sich vielmehr auf unsere Aktivit�ten in Zeiten, wenn Krisen und �konomische

Schwierigkeiten uns scheinbar den Weg versperren. ... Was immer wir heute opfern, dient der Sicherung der Wohlfahrt

der Menschheit und unserer eigenen - als ihre Mitglieder in der Zukunft."

Aus einem Brief im Auftrage Shoghi Effendis,

ver�ffentlicht in "Bah�'�-News", Nr. 59, Febr. 1932, S. 7

"Wir m�ssen wie der Springquell oder Brunnen sein, der stetig alles gibt, was er hat, und der stetig wieder gespeist wird

aus einer unsichtbaren Quelle. Unbeirrt von der Angst vor Armut und im Vertrauen auf die unersch�pfliche Gnade der Quelle

allen Wohlstands und alles Guten, immer wieder f�r das Wohl unserer Mitmenschen zu geben, ist das Geheimnis rechten Le-

bens."

Shoghi Effendi, zitiert in "Bah�'�-News", Nr. 13, September 1926, S. 1

Freigebigkeit und Verantwortungsbewu�tsein gegen�ber dem Geben sind grundlegende Fragen, die

im Erziehungsproze�, den die Hilfsamtsmitglieder und deren Assistenten nachdr�cklich vorantreiben

m�ssen, anzusprechen sind. Wir sind zuversichtlich, da� bei der F�rderung dieses Prozesses bald me�bare

Ergebnisse wahrgenommen werden k�nnen.
Mit liebevollen Bah�'�-Gr��en
Das Internationale Lehrzentrum
Das Internationale Lehrzentrum
Bah�'�-Weltzentrum
3. Februar 1993
An alle Berateramtsmitglieder
Herzlich geliebte Mitarbeiter,

dieser Brief ist der zweite in einer Reihe, die vom Wunsch des Universalen Hauses der Gerechtigkeit

getragen ist, wie er in seinem Brief vom 17. September 1992 formuliert wurde, da� die Berater und ihre

Hilfstruppen einen energischen Proze� zur geistigen Erziehung zum Fond verfolgen. In unserem ersten

Brief baten wir sie, ihre ersten �berlegungen auf die F�rderung eines tieferen Verst�ndnisses der geistigen

Bedeutung der Freigebigkeit und Verantwortlichkeit in Bezug auf das Spenden unter den Freunden zu

konzentrieren. In seinem Brief vom 17. September schrieb das Universale Haus:

... es scheint uns, in Beratungen mit Institutionen und einzelnen gleicherma�en, da� eine

angemessene und stetige Eindringlichkeit auf die stets gegenw�rtige Notwendigkeit, die Gl�ubigen

anzuspornen und anzuhalten, regelm��ige und aufopfernde Beitr�ge f�r den Fonds des Glaubens darzu-

bringen, nicht gelegt wird." Von diesen Worten angetrieben, m�chten wir mit Ihnen einige wenige

Gedanken �ber aufopferndes Spenden teilen.

Eines der grundlegenden Vorstellungen, die der Praxis des Spendens f�r den Bah�'�-Fonds

zugrunde liegt, ist, da� jeder Gl�ubige g�nzlich frei ist, den Betrag seines oder ihres Beitrags zu bestimmen.

Weiterhin ist ein kennzeichnendes Merkmal dieser Verpflichtung, da� eine einzelne M�nze, die von einem

Gl�ubigen mit geringen Mitteln beigetragen wurde, genauso wertvoll ist wie eine gro�e Summe, die von

einem wohlhabenden Gl�ubigen beigetragen wurde. Diesem mu� das Bewu�tsein hinzugef�gt werden, da�

unsere Beitr�ge zum Fonds einen "praktischen und wirksamen Weg" ausmachen, das Ma� und den

Charakter" unseres Glaubens zu pr�fen. So gibt es, wenn auch keine Betr�ge vorgeschrieben sind, einen

Ma�stab, n�mlich den Geist des Opferns und der Liebe, in dem die Spende dargebracht wird.

Selbstverst�ndlich hat niemand das Vorrecht, da� Ma� des Opfers eines anderen zu beurteilen. Aber jeder

von uns mu� in seinem eigenen Herzen �ber das Mysterium des Opferns nachdenken, wenn er die H�he

seines Beitrags bestimmt.

Opfer ist eines der wichtigsten geistigen Grunds�tze, der im Sein herrscht. Doch wurde

ungl�cklicherweise der Begriffsinhalt des Opfers �ber die Zeitalter hinweg sowohl von den Religionen als

auch von materialistischen Ideologien falsch ausgelegt; er wurde sehr mi�verstanden und eine Diskussion

dessen kann Unbehagen hervorrufen. Die Herausforderung, der sich die Berater und die Hilfsamtsmitglieder

gegen�ber sehen, ist daher, den Begriff g�nzlich im Lichte der Lehren des Glaubens darzustellen, sich zu

h�ten, Schuld hervorzurufen oder Opfer herabzuspielen, und mitzuhelfen, aus den K�pfen der Freunde

falsche Ansichten und Auffassungen zu verbannen.

Von besonderer Wichtigkeit ist zu verstehen, da� Opfer mit sich bringt, auf das Niedrige

um das H�here willen zu verzichten, und wenn es auch Pein mit sich bringt, ist es in Wahrheit der Tr�ger

der Freude und Ekstase. "Nicht eher denn ein Wesen seinen Fu� auf die Stufe des Opfers setzt" lautet die

Ermahnung des Meisters, "ist es jeder Gunst und Gnade beraubt; und diese Stufe des Opfers ist das Reich

des Sterbens im Selbst, da� dann die Strahlen des lebendigen Gottes hervorscheinen m�gen." In einer

anderen Textstelle sagt Er: "Das Geheimnis des Opfers ist, da� der Mensch seine ganze Lebenslage der

g�ttlichen Stufe Gottes opfern sollte. Die Stufe Gottes ist Barmherzigkeit, Freundlichkeit, Vergebung,

Opfer, Gunst, Gnade und Lebensspender der Geister und das Entflammen des Feuers Seiner Liebe in den

Herzen und Blutbahnen." "Jetzt ist die Zeit" ist der Aufruf Abdu'l-Bahás an die Freunde "f�r euch, wie

freigebige Becher zu werden, die zum �berlaufen gef�llt sind, und sogar wie die wiederbelebende Brise, die

aus dem Abh�-Paradies weht, den Moschusduft �ber das Land zu verbreiten. Befreit euch selbst vom

weltlichen Leben und verlanget ihr auf jeder Stufe nach Nicht-Existenz; denn wenn der Strahl zur Sonne

zur�ckkehrt, ist er ausgel�scht, oder wenn ein Tropfen zum Meer kommt, vergeht er, und wenn der wahre

Liebende seinen Geliebten findet, gibt er seine Seele auf."

Freigebige Beitr�ge zum Fonds des Glaubens werden wie selbstverst�ndlich flie�en sowie die

Freunde die Freude erkennen, die der Antwort auf Bahá'u'lláhs Ruf zum Opfer innewohnt, ein Ruf, der in

Seinen ganzen Schriften widerhallt:

"St�ndest du vor Meinem Thron, lauschtest du Meiner Zunge der Macht und Gr��e, du opfertest deinen Leib, deine

Seele, dein ganzes Sein zum Zeichen deiner Liebe zu Gott, dem h�chsten Herrscher, dem Besch�tzer, dem Allwis-

senden, dem Allweisen. Du w�rest so ergriffen vom Zauber Seiner Stimme, da� keine Feder die Macht h�tte, deine

Stufe zu beschreiben, und der gewandteste Redner zunichte w�rde bei dem Versuch, sie zu schildern."

(Bahá'u'lláh, Botschaften aus `Akk� 17:113)

"W�rde ein Mensch die S��e der Worte kosten, welche die Lippen des Allbarmherzigen zu �u�ern beliebten, und

w�ren die Sch�tze der Erde in seinem Besitz, so w�rde er auf sie allesamt verzichten, um die Wahrheit auch nur eines

der Gebote zu verteidigen, die �ber dem Tagesanbruch Seiner gro�m�tigen F�rsorge und G�te leuchten."

Bahá'u'lláh, �hrenlese Kap. 155:3

"Ernste Bem�hung ist n�tig in unserem Suchen nach Ihm und hei�er Eifer, damit wir den Honig der Vereinigung

mit Ihm zu kosten verm�gen. Doch trinken wir aus diesem Kelch, so werden wir die Welt von uns werfen."

Bahá'u'lláh, Die Sieben T�ler und die Vier T�ler, Bah�'�-Verlag 1987, S. 31

"O Sohn des Wortes! Wende dein Antlitz Mir zu und entsage allem au�er Mir, denn Mein Reich ist best�ndig und

Meine Herrschaft vergeht nicht. Suchtest du einen anderen als Mich, dein Streben w�re vergeblich, selbst wenn du das

Weltall in Ewigkeit durchforschtest."
Verborgene Worte, arabisch, Nr. 15

"O Sohn der Erde! Wenn du Mich begehrst, so suche niemanden au�er Mir. Wenn du Meine Sch�nheit schauen

m�chtest, schlie�e deine Augen vor der Welt und allem, was in ihr ist. Denn Mein Wille und der Wille eines anderen

sind wie Feuer und Wasser und k�nnen nicht im selben Herzen wohnen."

Verborgene Worte, persisch, Nr. 31

O Mein Diener! Befreie dich von den Banden dieser Welt und l�se deine Seele aus dem Gef�ngnis des Selbstes.

Ergreife die Gelegenheit, denn sie wird dir nie wiederkehren.

Verborgene Worte, persisch, Nr. 40
Mit lieben Bah�'�-Gr��en
Das Internationale Lehrzentrum
Teil 7
Der Drei-Jahres-Plan
(Ridv�n 1993 - Ridv�n 1996)
Aus einem Brief
des Internationalen Lehrzentrums an
alle Berater vom 17. November 1992
14 Die Steigerung der Glaubenskraft des einzelnen
Gl�ubigen
15 Die Bedeutung der Entwicklung des menschlichen
Potentials der Sache
16 Die Pflege der korrekten Arbeitsweise der
�rtlichen und nationalen Institutionen
DIE STEIGERUNG DER GLAUBENSKRAFT
DES EINZELNEN GL�UBIGEN
Das geistige Leben des Einzelnen

W�hrend der aufeinanderfolgenden Stufen der Entfaltung des G�ttlichen Planes haben der H�ter und das

Universale Haus der Gerechtigkeit die Freunde wiederholt dringend gebeten, sich zu erheben und ihre

Kr�fte und F�higkeiten der geistigen Eroberung des Planeten zu widmen. Indem er sich auf die �berragende

Rolle des Einzelnen im Zehnjahreskreuzzug bezog, schrieb der H�ter im Juni 1954:

"Er ist es, der Kette und Schu� bildet, von denen die Qualit�t und Muster des gesamten Gewebes

abh�ngen mu�. Er ist es, der als eines der zahllosen Glieder der m�chtigen Kette handelt, die

nunmehr die Erde umf�ngt. Er ist es, der als einer der Vielzahl von Bausteinen dient, die das Bau-

werk st�tzen und die Standfestigkeit des adminstrativen Geb�udes, das nun in jedem Teil der Erde

errichtet wird, sichern. Ohne seine zugleich aufrichtige, best�ndige und gro�z�gige Unterst�tzung

ist jede Ma�nahme, die von der K�rperschaft, die als die nationale Vertretung der Gemeinde, zu der

er geh�rt, handelt, getroffen und jeder Plan, der von ihr formuliert wird, von vornherein zum

Scheitern verurteilt."

Aus einem Brief vom 20. Juni 1954 von Shoghi Effendi an den Nationalen Geistigen Rat der

Vereinigten Staaten, ebenda S. 130-131

Es ist offensichtlich, da� die aufrichtige, best�ndige und gro�z�gige Unterst�tzung der Pl�ne durch den

Einzelnen in nicht geringem Ma�e von der St�rke seines Glaubens abh�ngt. Die Steigerung der Lebenskraft

dieses Glaubens ist eine Pflicht, die beiden Armen der administrativen Ordnung auferlegt wurde. Der H�ter

stellt in seinem Telegramm vom 4. Juni 1957 an die H�nde der Sache und alle Nationalen Geistigen R�te

fest:

"Die Sicherheit unseres kostbaren Glaubens, die Erhaltung der geistigen Gesundheit der

Bah�'�-Gemeinden, die Glaubenskraft ihrer einzelnen Mitglieder, die angemessene Arbeitsweise ihrer

m�hevoll errichteten Institutionen, die Fruchtbarkeit ihrer weltweiten Unternehmungen h�ngen

direkt von der geeigneten Erf�llung der gewichtigen Verantwortung ab, die nun auf den Mitgliedern

dieser beiden Institutionen ruht..."

Aus einem Telegramm vom 4. Juni 1957 von Shoghi Effendi, ver�ffentlicht in: Messages to the

Bah�'�-World, 1950-1957 (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1971), Seite 123

Da� das geistige Leben des Einzelnen nat�rlich eine Sorge der Berater und ihrer Hilfsamtsmitglieder sein

mu�, wird in einer eindeutigen Stellungnahme 'Abdu'l-Bahás �ber die Aufgabe der H�nde der Sache

offensichtlich:

"Die Pflichten der H�nde der Sache Gottes sind es, die g�ttlichen D�fte zu verbreiten, die

menschlichen Seelen zu erbauen, das Lernen zu f�rdern, den Charakter aller Menschen zu veredeln

und jederzeit und unter

allen Umst�nden von den irdischen Dingen geheiligt und losgel�st zu sein."

Aus Wille und Testament von 'Abdu'l-Bahá, ver�ffentlicht in Dokumente des B�ndnisses vom

Bah�'�-Verlag, 1989, S. 40 Abs. 21

Da� dies ebenso in der Verantwortung �rtlicher und Nationaler Geistiger R�te liegt, wird in einer Reihe

von Abschnitten wie den folgenden erkl�rt:

"Die geheiligte Pflicht der Vertiefung und Bereicherung des geistigen Lebens der neu erkl�rten

Gl�ubigen sollte von den �rtlichen und nationalen gew�hlten Vertretern dieser Gemeinde treu

erf�llt werden."

Aus einem Brief vom 10. M�rz 1951 von Shoghi Effendi an den Nationalen Geistigen Rat von

Indien, Burma und Pakistan, ver�ffentlicht in Dawn of a New Day (Neu Delhi: Bahá'í Publishing

Trust, 1970, Seite 147)

"Die Vertiefung und Bereicherung des geistigen Lebens des einzelnen Gl�ubigen, das wachsende

Verst�ndnis f�r die wesentlichen Wahrheiten, die diesem Glauben zugrunde liegen, die Schulung in

den administrativen Abl�ufen, sein Verstehen der Grundlage des B�ndnisses, das von seinem

Urheber errichtet wurde und des bevollm�chtigten Auslegers seiner Lehren sollten von den

nationalen Vertretern, die f�r den Aufbau, den Fortschritt und die Festigung dieser Gemeinden

verantwortlich sind, zu obersten Zielen erhoben werden."

in Shoghi Effendis eigener Handschrift, angeh�ngt am Schreiben vom 1. M�rz 1951, das in seinem

Auftrag an den Nationalen Geistigen Rat von Australien und Neuseeland geschrieben wurde,

ver�ffentlicht in: Letters from the Guardian to Australia and New Zealand, 1923-1957 (Sydney:

NGR der Bahá'í von Australien, 1970) Seite 93

Es ist h�chst bedeutungsvoll, da� in diesem, dem f�nften weltweiten Plan seit der Beendigung des

Zehnjahreskreuzzuges, da das Banner des Glaubens in jedem Land aufgerichtet ist und das Schicksal

des Glaubens zu noch nie dagewesenen H�hen erhoben wurde, das Universale Haus der

Gerechtigkeit die Steigerung der Lebenskraft des Glaubens der einzelnen als eine der gebieterischen

Notwendigkeiten der gegenw�rtigen Stunde sieht. Wir bitten Sie deshalb eindringlich, dieser

Herausforderung besondere Aufmerksamkeit zu widmen, und dies nicht nur zu Beginn Ihrer

Beratungen, sondern w�hrend des ganzen Dreijahresplanes, wenn Sie den Freunden helfen, die

Aktionslinien zu verfolgen, die sie sich selbst gesetzt haben. In dieser Beziehung mu� der

grundlegende Zusammenhang, der zwischen der Ausbreitung des Glaubens und der Vertiefung des

geistigen Lebens des Einzelnen und der Gemeinde besteht, st�ndig in Betracht gezogen werden.

So wie der Proze�, der eine sich schnell entwickelnde Ordnung vorantreibt, auf dem H�henweg

seiner Bestimmung die Triebkraft vermehrt und b�ndelt, sollte die Aufmerksamkeit zunehmend der

�u�erst wichtigen Notwendigkeit zugewandt sein, da� mit allen m�glichen Mitteln die Vertiefung

des Glaubens, des Verst�ndnisses und des geistigen Lebens des Einzelnen sichergestellt wird, da die

bevorrechtigten Mitglieder dieser Gemeinde aufgerufen sind, an dieser glorreichen Entfaltung

mitzuwirken und dieser historischen Entwicklung ihren Beistand zu gew�hren ... Jeder auf neue

Gebiete nach au�en gerichtete Vorsto�, jede Vermehrung von Bah�'�-Institutionen mu� mit der

Vertiefung der Wurzeln einhergehen, die das geistige Leben der Gemeinde tragen und ihre gesunde

Entwicklung sichern. Diese lebensnotwendige, st�ndiger Gegenwart bed�rfende Aufmerksamkeit

darf unter keinen Umst�nden vernachl�ssigt, noch der nicht weniger notwendigen und dringlichen

Aufgabe untergeordnet werden, die �u�ere Ausdehnung der Bah�'�-Administration sicherzustellen."

in Shoghi Effendis eigener Handschrift, beigef�gt dem Brief vom 30. Dezember 1948 geschrieben

in seinem Auftrag an den Nationalen Geistigen Rat von Australien und Neuseeland,

ver�ffentlicht in Letters from the Guardian to Australia and New Zealand, 1923-1957, Seite 75-

76.

In seinen Schriften hat der H�ter oft Themen aufgez�hlt, die unverzichtbar f�r die Vertiefung des

geistigen Lebens der Gl�ubigen und ihrer Gemeinde sind. "Die wesentlichen Wahrheiten, die in ihrem

Glauben eingeschlossen sind, seine grundlegenden Institutionen, seine Geschichte und Entstehung"; "seine

geistigen wie auch seine administrativen Prinzipien"; "der gegenw�rtige Stand und die Errungenschaften

seiner embryonischen Weltordnung und das B�ndnis, dem sie ihre Geburt und ihre Lebenskraft verdankt";

"die Gesetze des Heiligsten Buches" und "die hervorstechenden Ereignisse des Heroischen und

Gestaltenden Zeitalters des Glaubens und seine Beziehung zu der Offenbarung, die ihm vorangegangen ist,

seine Haltung gegen�ber den sozialen und politischen Organisationen, von denen er umgeben ist"; dies sind

unter anderem die Themen, zu denen Shoghi Effendi die Gl�ubigen aufruft, sie zum Brennpunkt ihrer

Studien zu machen. Zudem erinnert er die Freunde st�ndig an die �berragende Bedeutung von Gebet und

Meditation f�r ihre innere geistige Entwicklung.

"... das Herz eines religi�sen Glaubens ist jenes mystische F�hlen, das den Menschen mit Gott

verbindet. Der Status geistiger Gemeinschaft kann mit den Mitteln des Gebetes und der Meditation

erreicht und erhalten werden. Und das ist der Grund weshalb Bahá'u'lláh die Wichtigkeit der

Anbetung so sehr betont hat. Es ist f�r den Gl�ubigen nicht ausreichend, die Lehren anzunehmen

und zu beachten. Er sollte au�erdem das Gef�hl der Geistigkeit pflegen, was er haupts�chlich durch

das Mittel des Gebets erreichen kann. Der Bah�'�-Glaube ist also wie alle anderen g�ttlichen

Religionen von Grund auf mystisch in seinem Wesen. Sein Hauptziel ist die Entwicklung des

einzelnen und der Gesellschaft durch die Aneignung geistiger Tugenden und Kr�fte. Die Seele des

Menschen ist es, die zuerst gen�hrt werden mu�. Und diese geistige Nahrung kann am besten das

Gebet vermitteln."

Aus einem Brief vom 8. Dezember 1935, geschrieben im Auftrag von Shoghi Effendi an einen

einzelnen Gl�ubigen, ver�ffentlicht in Bahá'í News, Nr. 102, August 1936, Seite 3

Die Bem�hung des Einzelnen, dem Glauben zu dienen, braucht st�ndig die Best�tigung durch den

Heiligen Geist. Und diese flie�t sobald die Wolken des Zweifels zerteilt, und es dem Licht des Wissens

gestattet ist, die Seele des Menschen zu erleuchten."

"Nur wenn die Lampe des Suchens, des ernsten Bem�hens, des sehns�chtigen Verlangens, der

leidenschaftlichen Hingabe, der gl�henden Liebe, des Entz�ckens und der Verz�ckung in den Her-

zen der Sucher entz�ndet ist und der Windhauch Seiner liebevollen G�te �ber seine Seele

hingeweht, wird das Dunkel des Irrtumes zerteilt, die Nebel des Zweifels und der Furcht zerstreut

und das Licht des Wissens und der Gewi�heit sein Wesen einh�llen. In jener Stunde wird der

Mystische Herold, der die freudevollen Str�me des Geistes mit sich bringt, aus der Stadt Gottes wie

der Morgen strahlend leuchten und mit dem Trompetensto� des Wissens die Herzen, die Seelen

und den Geist vom Schlummer der Achtlosigkeit erwecken. Dann werden die mannigfaltigen

Gunstbezeigungen und die �berstr�mende Gnade des heiligen und ewigen Geistes dem Sucher

solch neues Leben verleihen, da� er sich mit neuen Augen, neuen Ohren, einem neuen Herzen und

neuem Geiste wiederfindet. Er wird �ber die offenbaren Zeichen des Universums nachsinnen und

die verborgenen Mysterien der Seele ergr�nden. Wenn er mit dem Auge Gottes sieht, wird er in

jedem Atom eine Pforte finden, durch die er zu den Stufen absoluter Gewi�heit gelangt."

Bahá'u'lláh, Buch der Gewi�heit, Bah�'�-Verlag 169, 2. Auflage, S. 131

Um die Nebel des Zweifels und der Furcht zu zerteilen, m�ssen die Freunde, und besonders die

Institutionen lernen, wie man die Hindernisse aus dem Weg r�umt, die die Menschen davon abhalten, die

St�tte der Gewi�heit zu betreten. "Eitle Einbildungen", sagte Bahá'u'lláh, "haben den Menschen daran

gehindert, den Horizont der Gewi�heit zu erreichen und vergebliche Vorstellungen ihn vom Erlesenen

Versiegelten Weine ferngehalten". "Indem sie sich an Namen festhielten", hat er weiter erkl�rt, "haben sie

sich selbst der inneren Wirklichkeit beraubt und durch das Klammern an leere Vorstellungen sich vom

Tagesanbruch himmlischer Zeichen ferngehalten. Gott gew�hrt euch, da� euch unter allen Bedingungen

gn�diglich geholfen werde, die G�tzenbilder des Aberglaubens zu zerschmettern und die Schleier der

Vorstellungen der Menschen zu zerrei�en".

Der H�ter hat den "groben Materialismus" als eines der "ungeheueren Hindernisse" ausgewiesen, "das

jedem zuk�nftigen K�mpfer im Dienste Bahá'u'lláhs im Wege steht". Als weitere Hindernisse, die

�berwunden werden m�ssen, erw�hnte er "die Bindung an weltliche Dinge, die die Seelen der Menschen in

Schleier h�llen; die Furcht und die �ngste, die ihre Sinne verwirren; die Vergn�gungen und Zerstreuungen,

die ihre Zeit ausf�llen; die Vorurteile und Feindseligkeiten, die ihnen die Sicht verdunkeln; die Gleichg�l-

tigkeit und Teilnahmslosigkeit, die ihre geistige Kraft l�hmen". In unseren Bem�hungen, die Hindernisse aus

dem Weg zu r�umen, die die anderen daran hindern, den Horizont der Gewi�heit zu erreichen, m�ssen wir

stets der �u�erung des H�ters eingedenk sein, da� in dem Ma�e, wie wir selbst "von diesen Unreinheiten

gereinigt, von den Nichtigkeiten, die uns besch�ftigen und den nagenden �ngsten befreit sind, von diesen

Vorurteilen und Feindschaften gel�st, ohne Selbstsucht und voll der heilenden und tragenden Kraft Gottes

sind", es uns m�glich sein wird, "die M�chte zu bek�mpfen", die gegen uns "zu Felde ziehen", "die Seelen

anzuziehen", die wir �berzeugen wollen, und ihre "uneingeschr�nkte, ihre begeisterte und dauerhafte Treue

zum Glauben Bahá'u'lláhs zu gewinnen".
Das pers�nliche Lehren

Wenn das Bem�hen der Institutionen des Glauben in jedem Land, die Vertiefung des geistigen Lebens des

Einzelnen zu unterst�tzen von Erfolg gekr�nt ist, werden wir zweifellos Zeuge von der Lebendigkeit des

Glaubens der Gl�ubigen werden, was sich auf dem Felde der Lehrarbeit zeigen wird. �ber Jahre hinweg hat

das Universale Haus der Gerechtigkeit steigenden Nachdruck auf die Wandlung des Einzelnen gelegt, eine

Wandlung, die in direkter Verbindung mit dem Lehren der Sache Gottes steht. Die Ridv�n-Botschaft von

1988 forderte alle Gl�ubigen auf - M�nner, Frauen, Jugendliche und Kinder - das Feld des Lehrens zu

betreten und erinnerte die Freunde daran, da� der Erfolg der gesamten Gemeinde von der Entschlu�kraft

und dem entschlossenen Willen des Einzelnen abh�ngt. Dieses Thema wurde in der Ridv�n-Botschaft 1989

wiederholt, die aussagt, da� den Erfordernissen des Sechsjahresplanes "sicher durch den erneuten

hingebungsvollen Dienst seitens jeden gewissenhaften Mitgliedes der Gemeinde Bah�s, besonders aber

durch die pers�nliche Verpflichtung zur Lehrarbeit begegnet werden kann". Die Ridv�n-Botschaft 1992

ermutigt jeden einzelnen dazu, "einen pers�nlichen Lehrplan aufzustellen".

Als Erwiderung auf die Aufrufe des Hauses der Gerechtigkeit haben nationale und �rtliche Institutionen

zahlreiche Projekte ins Leben gerufen, um zu pers�nlichem Lehren anzuregen. Diese Projekte hatten

teilweise Erfolg. Jedoch schienen in der Mehrheit der F�lle die gl�henden Bitten nur eine zeitweilige

Begeisterung erzeugt zu haben, aber keine hob das Bewu�tsein der Gl�ubigen auf eine Ebene, auf der die

Hingabe an die Lehrarbeit fortdauert.

Die Wirkung der Kr�fte, die in der Vierten Epoche des Gestaltenden Zeitalters und besonders w�hrend

des Heiligen Jahres freigesetzt wurden, haben zwei Bedingungen geschaffen, die den Bah�'�-Gemeinden

helfen werden, diese Herausforderung wirkungsvoller anzugehen. Die erste ist das allgemeine Erwachen der

Menschheit, das zu einer gr��eren Aufnahmef�higkeit f�r den Glauben f�hrt, und ein sch�rferes

Bewu�tsein f�r die Notwendigkeit, auf die weltweiten Probleme zu reagieren, die das �berleben der

menschlichen Rasse bedrohen. Das zweite ist eine reifere Sicht des Anteils beider Arme der administrativen

Ordnung was das Wecken der Einsatzbereitschaft der Freunde betrifft. Die Erfahrung hat die Institutionen

allm�hlich gelehrt, da� die F�higkeit, die Freunde daran zu erinnern, da� sie ihre Pflicht mit Inbrunst und

Begeisterung erf�llen sollten, nur ein Element der Kunst der geistigen F�hrung darstellt. Es gibt eine st�ndig

wachsende Erkenntnis, da� Initiative gepflegt werden mu�, da� Methoden und Vorgehensweisen gepr�ft

und mitgeteilt, F�higkeiten entwickelt, Vertrauen aufgebaut, Hindernisse aus dem Weg ger�umt werden

m�ssen und ein Umfeld geschaffen werden mu�, das sowohl f�r einzelne als auch f�r gemeinsame Aktio-

nen F�hrung bietet. Die n�chsten drei Jahre stellen eine entscheidende Phase dar, w�hrend der die

Bah�'�-Welt den Blick neu auf die Herausforderung richten mag, die Initiativen - pers�nliche von Herzen

kommende Antworten auf die Aufforderung Bahá'u'lláhs - auf solche Art und Weise zu f�rdern, da� sie in

�bereinstimmung mit den Erfordernissen des Gemeindelebens und dem Gehorsam den Institutionen

gegen�ber stehen.

Damit weitgestreute pers�nliche Lehrarbeit Wirklichkeit wird, ist es notwendig, die passive Annahme der

Bah�'�-Lehren zu einem Bewu�tsein zu wandeln, das den Einzelnen zu systematischem Handeln anspornt.

Um passive Annahme zu einer Leidenschaft f�r aktives Lehren zu wandeln, bedarf es deutlicher Schritte, um

die Inhalte und Methoden der Vertiefungsprogramme umzugestalten, da gegenw�rtig nur wenige dieser

Programme die Freunde zu bef�higen scheinen, das Feld des Lehrens mit Hingabe und Vertrauen zu

betreten. Das Verfahren der disziplinierten und systematischen Studien der Schriften mu� - besonders unter

der Jugend - zu einem sehr viel h�heren Grad entwickelt werden, als wie er gegenw�rtig zu beobachten ist.

Bereits ab dem zehnten Lebensjahr m�chten die Jugendlichen nicht mehr als Kinder behandelt werden und

reagieren bewundernswert auf die Herausforderung des direkten Studierens der Schriften. Es gen�gt nicht,

das Studium der Schriften als eine haupts�chlich pers�nliche Sache zu sehen, es mu� ebenso von Gruppen

und Gemeinden systematisch verfolgt werden.

Grundlegend f�r die Aufrechterhaltung der Teilnahme am Lehren, ist die feste �berzeugung, da� es eine

heilige Verantwortung f�r jeden Gl�ubigen bedeutet, die Sache zu lehren und da� die pers�nliche Initiative

ein unverzichtbarer Bestandteil des Erfolges ist. �ber diese �berzeugung hinaus jedoch, m�ssen nationale

Aktionspl�ne eine Anzahl besonderer Faktoren ansprechen, (deren Fehlen?) (die) die Gl�ubigen davon

zur�ckhalten, die heilende Botschaft Bahá'u'lláhs den sich sehnenden Seelen anzubieten. Einige dieser

Faktoren, wie Lebenskraft des Glaubens, Mut und Gottvertrauen sind rein geistig. Andere haben damit zu

tun, wie die Freunde sich selbst einsch�tzen und die Schwierigkeiten, die sie damit haben, sich selbst als

Lehrer der Sache zu sehen. Wieder andere beziehen sich auf die Unzul�nglichkeit von Fertigkeiten und

Lehrmethoden.

Wir hoffen, da� w�hrend des Dreijahresplanes die F�rderung des pers�nlichen Lehrens nicht lediglich

durch Verfahrensweisen angegangen wird , als da sind - Arten der Lehrm�glichkeiten, die Anzahl der

pers�nlichen Heimkreise, Anzahl der Kontakte, oder pers�nliche Lehrziele, wie eine bestimmte Anzahl von

Menschen in einem festgesetzten Zeitabschnitt zu lehren. Wichtig bei diesen �berlegungen ist, da� es die

geistige Natur des Lehrens ist, die geistige Verfassung des Lehrers und die geistige Kraftentfaltung bei der

Hilfe f�r eine Seele, die Stadt der Gewi�heit zu erreichen, was die gr��te Aufmerksamkeit erfordert.

Die Rolle der Jugend

Wir m�chten Ihnen gerne nahelegen, da� sie bei Ihren Bem�hungen die Glaubenskraft der Gl�ubigen zu

steigern, kein lohnenderes Feld finden werden als die Vertiefung und Ermutigung der Jugend. Die

Bah�'�-Jugend ist wiederholt durch besondere Botschaften und Briefe des H�ters und des Universalen

Hauses der Gerechtigkeit gesegnet worden. Die F�hrung, die in diesen Botschaften enthalten ist, war

richtungsweisend f�r ihr Leben und hat ihr geholfen, die Wirkung der Kr�fte zu verstehen, die die Zukunft

der Menschheit formen. Von Generation zu Generation wurde eine zunehmende Zahl von Jugendlichen als

zuverl�ssige Anh�nger des Glaubens und als dessen ergebene und energische Diener herangezogen.

Die Botschaft des Universalen Hauses der Gerechtigkeit vom 3. Januar 1984 an die Bah�'�-Jugend der Welt

kennzeichnete eine neue Stufe in der Entwicklung von Jugendaktivit�ten. Die Botschaft bot der Jugend eine

m�chtige Vision ihrer Rolle bei der Entfaltung einer Weltzivilisation dar und er�ffnete ihr neue Ausblicke

auf die M�glichkeiten des Dienstes f�r die Sache. Die Jugend antwortet voll Begeisterung auf die Aufrufe

des Hauses der Gerechtigkeit, und in einigen Teilen der Welt gelang es ihnen, den Anfang einer Bewegung

ins Leben zu rufen, die das Leben von mehreren tausend Jugendlichen ver�nderte. Der Dreijahresplan bietet

die Gelegenheit, Bewegungen in einer neuen Generation von Jugendlichen auf jedem Kontinent in einem

noch nie dagewesenen Ma�e zu f�rdern.

Das Haus der Gerechtigkeit hat die Bah�'�-Welt oft daran erinnert, da� die Mobilit�t der Jugend,

zusammen mit ihrer Begeisterung und dem Eifer zu dienen, sie dazu bef�higt, als wirksame Instrumente f�r

den Fortschritt des Glaubens und die Verbreitung seiner Lehren zu handeln. Mehr noch kann sie, wenn sie

richtig angeleitet wird, den von den Institutionen geplanten Konzepten und Projekten die so sehr ben�tigte

Energie und Triebkraft verleihen. Das Haus der Gerechtigkeit hat die Jugend mit einer Anzahl Heraus-

forderungen konfrontiert, denen sie bei ihren Bem�hungen begegnen wird. Darunter sind die Wirkung des

hohen moralischen Niveaus, das zu entwickeln und aufzuzeigen der Glaube aufruft; die Gemeinde mit

dynamischen und positiven Eigenschaften zu erf�llen und die Hindernisses, die eine internationale

Zusammenarbeit verhindern, aus dem Weg zu r�umen. Wenn sich die Jugend auf diese Ziele konzentriert,

wird ihr Leben ver�ndert und das Verm�gen, ihre Gleichaltrigen zu einer Weltzivilisation zu f�hren, nimmt

sehr zu.

Um die volle Leistungsf�higkeit der Jugend sichtbar zu machen, m�ssen jedoch in jeder nationalen

Gemeinde Bedingungen geschaffen werden, die die Teilnahme der Jugend an sinnvollem Dienst f�r den

Glauben f�rdert. Einige der Einstellungen der Eltern und der Bah�'�-Gemeinde der Jugend gegen�ber

m�ssen ver�ndert und angemessene Unterst�tzungsmechanismen m�ssen erdacht werden, soda� die jungen

Gl�ubigen sich erheben und ihre kennzeichnenden Beitr�ge zum Fortschritt des Glaubens leisten k�nnen.

Die Herausforderung f�r die Institutionen besteht darin, einer ausreichend gro�en Anzahl von Jugendlichen

zu helfen, ihr Leben zu ver�ndern, soda� deren verbundenen Kr�fte eine sp�rbare Wirkung auf den Beginn

von Ereignissen der unmittelbaren Zukunft der Menschheit haben.

Zus�tzlich zu einem systematischen Programm f�r das Studium des Glaubens, ist eine breite Vielfalt von

Aktivit�ten, Konferenzen, Workshops und Projekten des Lehrens und Dienens f�r die Jugend n�tig. Die

Vorstellung, da� diese Aktivit�ten "mehr zum Spa�" oder "um die Jugend nicht zu �berfordern" sind, kann

nicht wegweisend f�r die Mobilisierung der Jugend sein, die immer wieder ihre Bereitwilligkeit, sich zum

Handeln zu erheben, bewiesen hat, sofern sie angemessen dazu aufgefordert wurde. Mehr noch mu� das

Kriterium f�r das Ersinnen administrativer Abl�ufe, die die Arbeit der Jugendlichen abstimmen, Flexibilit�t

und W�rme sein. Die Institutionen lenken dann die Energien der jungen Menschen erfolgreich, wenn sie die

Fallgrube vermeiden, die Jugend als eine Lebensstufe zu betrachten, auf der man lediglich f�r das

Erwachsensein �bt. Eine Schl�sselstellung in der Entwicklung der Jugend nimmt die Teilnahme an einem

Jugend-Service-Programm f�r die Zeit von einem oder zwei Jahren im eigenen Land oder im Ausland ein.

Eine Warnung sei jedoch angebracht. Bei der Unterst�tzung der Jugend, ein h�heres Ma� an Gewi�heit,

Hingabe und Entschlossenheit zu erreichen, darf nicht der Eindruck entstehen, da� sie die Verantwortung,

sich f�r ihre Zukunft vorzubereiten, vernachl�ssigen soll. Jedes Stadium des Lebens hat eigene

M�glichkeiten und Verantwortung, und im Falle der Jugend mu� dem Erlernen eines Handwerkes oder

Berufes, mit dem man seinen Lebensunterhalt verdienen kann, oder dem Erlangen einer Ausbildung im

Rahmen der M�glichkeiten Wichtigkeit beigemessen werden. Eine Periode des Vollzeitdienstes f�r den

Glauben kann nur eine h�chst w�nschenswerte Komponente der Vorbereitung sein, aber ob es klug und

durchf�hrbar ist, einen Ausbildungsgang f�r einen solchen Dienst zu unterbrechen, ist eine Sache, die unter

den Umst�nden jedes einzelnen Falles abgewogen werden mu�.

Beitr�ge zum Fonds

Zweifellos werden wir w�hrend des Dreijahresplanes Zeuge eines bedeutenden Anstieges der Beitr�ge

zum Fonds des Glaubens werden als ein unmittelbares Ergebnis der Anstrengungen der Institutionen, das

geistige Leben des Einzelnen und der Gemeinde zu vertiefen. Da die Erziehung der Freunde was den Fonds

anbetrifft, gegenw�rtig das Thema einer Reihe von Briefen des Internationalen Lehrzentrums an die Berater

ist, wird dies hier nicht bis ins Detail gehend ausgearbeitet. Wir w�rden nur gerne aus einem Brief vom 17.

September 1992 zitieren, den das Universale Haus der Gerechtigkeit an alle Mitglieder der Kontinentalen

Berater�mter schrieb:

"Spenden zum Bah�'�-Fonds stellen einen Akt geistiger Disziplin dar, was einen wahren Bestandteil des

hingebungsvollen Lebens des Einzelnen darstellt. Kein Gl�ubiger sollte unachtsam gegen�ber dem Vorrecht

des Spendens f�r den Fortschritt der Sache Gottes ein, ungeachtet seiner materiellen Bedingungen. Die

Praxis des Gebens f�r den Fonds st�rkt die Verbindung zwischen dem Gl�ubigen und der Sache und

verst�rkt sein Gef�hl der Identifikation. G�ttliche Best�tigung kommen jenen zugute, die einen Teil ihrer

materiellen G�ter im Geiste des Opfers, geleitet von ihrer Liebe zum Glauben und ihrem Wunsch, zu

dessen Fortschritt beizutragen, darbieten.

"Bahá'u'lláh schrieb: "...Er, der die Ewige Wahrheit ist - gepriesen sei Seine Herrlichkeit - hat die

Vollendung jedes Unternehmens auf Erden von materiellen Mitteln abh�ngig gemacht." Die Gemeinde des

Gr��ten Namens hat an diesem Tage das gewaltigste Unternehmen begonnen, das dazu bestimmt ist, die

Menschheit zu vergeistigen und die menschliche Gesellschaft zu wandeln. Seinem Bedarf sollte und wird in

der Tat nicht nur durch Beitr�ge jener Gl�ubigen nachgekommen, die in L�ndern wohnen, die sich zur Zeit

eines relativ hohen Lebensstandards erfreuen, sondern es sollte sich jeder Anh�nger Bahá'u'lláhs, ungeachtet

der Kargheit seiner materiellen G�ter, dazu entschlie�en, seinen Teil f�r die Arbeit des Glaubens

darzubieten. Die Einheit der Freunde, ob reich oder arm, bei der Unterst�tzung des Fonds, wird die Quelle

geistiger Best�tigung sein, wie sie weit �ber unserem Vorstellungsverm�gen liegt.

"Der Gegensatz der Bah�'�-Gemeinde zu der sie umgebenden Gesellschaft w�chst mit jedem

schwindenden Tag. Inmitten von Eigennutz, der fieberhaften Verfolgung engen Selbstinteresses sowie des

Mi�trauens und der Bestechlichkeit in allen Geldangelegenheiten, arbeiten die Bahá'í daran, eine neue Welt

zu erschaffen, die sich durch opferbereite Hingabe an hohe Ideale, die Sorge um die Wohlfahrt der ganzen

Menschheit, Rechtschaffenheit und Sparsamkeit im Gebrauch der Gelder und vereinter Unterst�tzung

hoher Bestrebungen auszeichnet. La�t uns mit der ruhigen Zuversicht vorw�rts schreiten, da� die

un�berwindbare Kraft des Herrn der Heerscharen seine ergebenen Anh�nger bef�higt, aber auch jedes

Hindernis auf dem Wege seiner sich schnell entwikelnden Sache zu �berwinden."

DIE BEDEUTUNG DER ENTWICKLUNG
DES MENSCHLICHEN POTENTIALS DER SACHE
Hintergrund

Das Wachstum der Bah�'�-Gemeinde ist einigen Modellen gefolgt, die den Erfordernissen der Zeit und des

Ortes entsprachen. W�hrend der ersten Jahrzehnte des Gestaltenden Zeitalters geschah das Wachstum

haupts�chlich durch die systematische Vermehrung verh�ltnism��ig kleiner �rtlicher Gemeinden, und in

manchen Teilen der Welt wird dies auch in absehbarer Zukunft weiterhin so sein. Innerhalb dieses Modelles

sind bestimmte �rtliche und nationale Aktivit�ten, wie zwanglose Vertiefungsklassen, Konferenzen und

Sommerschulen, wirksame Mittel nicht nur f�r die allgemeine Vertiefung der Gl�ubigen, sondern auch f�r

die Entwicklung menschlicher Potentiale. Tats�chlich scheint die Unterscheidung zwischen Vertiefung und

Entwicklung menschlicher Potentiale unn�tig zu sein, da sich die Fertigkeiten und F�higkeiten der Freunde,

die sie sich in ihrem pers�nlichen Leben angeeignet haben, erh�ht durch die Hingabe an den Glauben und

bereichert durch Bah�'�-Erfahrung als ausreichend f�r das Anfangsstadium des Wachstumsmodelles

erweisen.

W�hrend des Neunjahresplanes, als die Massengewinnung in einem Land nach dem anderen Wirklichkeit

wurde, sah sich die Bah�'�-Welt der Herausforderung eines anderen Modelles der Ausbreitung und Festigung

gegen�ber. Die Herausforderung der Vertiefung der Freunde war derart, da� sie nach ungeheueren

Anstrengungen und neuen Methoden verlangte. Eine Methode, zu der das Universale Haus der Ge-

rechtigkeit ermutigte, war die Errichtung von Instituten, anfangs als St�tten, in die die neuen Gl�ubigen zu

Vertiefungskursen eingeladen wurden. So wesentlich war die Errichtung von Instituten zur Vertiefung der

Scharen von Gl�ubigen, da� das Haus der Gerechtigkeit im Februar 1967 an die Nationalen Geistigen R�te,

die die Aufgabe hatten, Lehrinstitute zu errichten, schrieb:

"Im Hinblick auf die dringende Notwendigkeit der Festigung in Gebieten, in denen

Massenlehrarbeit stattfindet, ist es wichtig, da�, wo auch immer der Neunjahresplan die Errichtung

eines Lehrinstitutes verlangt, von dem verantwortlichen Nationalen Geistigen Rat sofort Schritte

unternommen werden, um Besitzt�mer zu erwerben und die Institute zu errichten. Wir glauben,

da� diesem Ziel des Planes Vorrang vor jedem anderen Ziel des Erwerbs von Eigentum einger�umt

werden sollte, im Hinblick auf die dringende Notwendigkeit, diese Institute als Mittelpunkte f�r die

Vertiefung des geistigen Lebens der Gl�ubigen, der Bereicherung ihres Verst�ndnisses des Glaubens

und seiner Lehren und zur Ausbildung einer ausreichenden Anzahl von Lehrern zu nutzen, die sich

dann erheben k�nnen, um ihr Wissen und ihren Geist, die sie sich angeeignet haben, an andere

weiterzugeben und so bei der Festigung der Grundlagen der Sache in ihren L�ndern zu helfen ."

Aus einem unver�ffentlichtem Brief vom 17. Februar 1967 vom Universalen Haus der Gerechtigkeit

an Nationale Geistige R�te mit der Aufgabe zur Errichtung von Lehrinstituten.

Die Richtlinien, die vom Haus der Gerechtigkeit w�hrend des Neunjahresplanes gegeben wurden, sahen

bereits voraus, da� diese Institute zu Einrichtungen der Nationalen Geistigen R�te und zu Zentralen f�r den

Gesamtproze� der Verbreitung und Festigung in einer Region oder einem Land werden sollten. Bereits

Anfang Juni 1966 schrieb das Universale Haus der Gerechtigkeit an den Nationalen Geistigen Rat von

Indien:

"Ihre Institute sollten nicht nur ein Ort der Bah�'�-Gelehrsamkeit sein, sondern Zentren, von denen

Massenlehrarbeit und das Werk der Festigung eines weiten Gebietes ausgehen und geleitet werden

m�ssen. Das Institut ist nicht nur ein Geb�ude, noch einfach ein Ort, wo f�r ein paar Tage

Bah�'�-Klassen abgehalten werden k�nnen. Es sollte das Zentrum komplexer Aktivit�ten sein, die

systematisch dazu beitragen, da� Ihr Rat seine Ziele auf dem Gebiet der Lehrarbeit und der

Festigung erreicht."

Aus einem Brief vom 23. Juni 1966 des Universalen Hauses der Gerechtigkeit

an den Nationalen Geistigen Rat von Indien, ver�ffentlicht in Hornby, Helen, comp. Lights of

Guidance: A Bahá'í Reference File, Neuauflage (Neu Delhi: Bahá'í Publishing Trust, 1988) Seite

563

Die Begeisterung f�r die Kurse der Institute w�chst, und in Gebieten, wo die Massengewinnung

erfolgreich war, wurden w�hrend aufeinanderfolgender Pl�ne Einrichtungen gebaut. Als sich die Anzahl der

Gl�ubigen vervielfachte, wurde zunehmend klar, da� ein Institut nicht unmittelbar dem Vertiefungs-

bed�rfnis von Abertausenden dienen konnte. Das Beste war, da� ein bestimmter Prozentsatz von

Gl�ubigen in einem Institut geschult werden konnte, um Vertiefungsaktivit�ten nach au�en zu tragen und

den Ausdehnungsproze� zu unterst�tzen. Wirkungsvolle Methoden und Vorgehensweisen herauszufinden,

erwies sich jedoch als eine anspruchsvollere Aufgabe, als dies erwartet worden war. Dann, w�hrend der

n�chsten zwei Jahrzehnte, als die Freunde mehr �ber die Massengewinnung und Festigung lernten, wurde

ihnen das Konzept eines Institutes und die Methoden seiner Entwicklung allm�hlich klarer. Gegenw�rtig be-

schreibt die am vielversprechendste Methode das Institut als eine Einrichtung des Nationalen Geistigen

Rates, die sich mit der Entwicklung menschlicher Potentiale befa�t, die f�hig sind, auf die vielf�ltigen

Fragen, die ein schneller Verlauf der Ausbreitung und Festigung aufwirft, zu antworten.

Die Dringlichkeit, die menschlichen Potentiale des Glaubens zu erweitern, ist jedoch nicht auf Gebiete mit

Massengewinnung beschr�nkt. Die j�ngsten Fortschritte der Sache werfen ein neues Licht auf die

Notwendigkeit menschlicher Reserven einer weltweiten Bah�'�-Gemeinde f�r die kommenden Jahre. Die

umfassende Zusammenarbeit mit Nicht-Bah�'�-Organisationen, die zunehmende Beteiligung an einer

gro�en Auswahl sozialer und wirtschaftlicher Entwicklungsprojekte, der wachsende Kontakt zu den Medien

und der best�ndige Austausch mit f�hrenden Denkern verlangen die Entwicklung neuer F�higkeiten bei den

Freunden, die, obwohl sie aufrichtig und bereit zum Dienst sind, doch einen Mangel an den Fertigkeiten

aufweisen, die gebraucht werden, um den sie �berw�ltigenden Situationen zu begegnen. Deshalb mu� der

systematischen Entwicklung menschlicher Potentiale auf allen Pfaden des Dienens gro�e Aufmerksamkeit

geschenkt werden. In jeder nationalen Gemeinde ist es unbedingt erforderlich, fruchtbringnde Methoden zu

entwickeln und Programme einzuf�hren, die die Freunde bef�higen, das beschleunigte Wachstum zu

unterst�tzen und die zahlreichen Feldern menschlichen Bem�hens zu beeinflussen.

Zwei Arten des Handelns

Die Entwicklung menschlicher Potentiale w�hrend des Dreijahresplanes scheint zwei Arten des Handelns

erforderlich zu machen: Programme innerhalb der Gemeinde, um die F�higkeiten der Freunde zu

entwickeln und vereinte Anstrengungen, um eine zunehmende Anzahl von Menschen mit hervorragendem

Fachwissen zum Glauben zu f�hren. Diese beiden Bestandteile erg�nzen sich gegenseitig, und der Erfolg bei

dem einen h�ngt von dem Erreichten bei dem anderen ab.

Die Entwicklung der F�higkeiten der Freunde

Um es klar zu sagen, das Ziel des ersten Bestandteiles des Handelns ist es nicht, eine Kerntruppe aus

Einzelnen hervorzubringen, die ausschlie�lich bestimmte Aufgaben f�r den Glauben ausf�hren. Die

Schulungsprogramme sollen offen und auf die F�rderung der Talente gerichtet sein, mit denen die Freunde

ausgestattet sind. Der Zweck solcher Programme ist es nicht, die Freunde zu einem blo�en Instrument einer

bestimmten Vorgehensweise und Methode herabzuw�rdigen, sondern in ihnen die F�higkeit zu entwickeln,

M�glichkeiten zu entdecken und jedes geeignete Mittel, das ihnen zur Verf�gung steht, einzusetzen.

Mehrnoch, die Entwicklung von Fertigkeiten und F�higkeiten mu� innerhalb des grundlegenderen

Prozesses geistiger Bereicherung ablaufen. Denn, wenn auch Fertigkeiten und F�higkeiten im �berflu�

vorhanden sind, sind es die Anziehungskraft der Gesegneten Vollkommenheit, die Festigkeit im B�ndnis

und im Gesetz Gottes, das tiefe Verst�ndnis der Offenbarung Bahá'u'lláhs und ein guter Charakter, die ein

neues und fruchtbares Angehen der Probleme der Menschheit m�glich machen. In diesem Sinne k�nnen die

Wurzeln zur Schaffung von Instituten bis ins Heroische Zeitalter zur�ckverfolgt werden, wo zum Beispiel

der herausragende Bah�'�-Lehrer Sadru's-Sud�r Klassen f�r die Schulung von Lehrern einrichtete, eine

Bestrebung, f�r die er das reiche Lob 'Abdu'l-Bahás erhielt:

"Der herausragende Sadru's-Sud�r, der wahrhaftig einen h�chst gepriesenen Platz am Zufluchtsort

der Seligkeit erreicht hat, hat das Lehrtreffen eingef�hrt. Er war die erste gesegnete Seele, die die

Grundlage f�r diese bedeutende Institution gelegt hat. Gott sei gepriesen, im Laufe seines Lebens

hat er Menschen erzogen, die heute starke und beredte F�rsprecher des Herren Gottes, J�nger, die

in der Tat reine und geistige Nachkommen dessen sind, der der Heiligen Schwelle so nahe war.

Nach seinem Hinscheiden unternahmen bestimmte gesegnete Personen Schritte, um seine

Lehrarbeit fortzusetzen, und als Er davon erfuhr, erfreute sich das Herz dieses Gefangenen."

'Abdu'l-Bahá, zitiert in Bahá'í Education, zusammengestellt vom Research Department des

Universalen Hauses der Gerechtigkeit (London: Bahá'í Publishing Trust, 1987), Seite 8-9

Institute haben sich in vielen L�ndern als Quelle gro�er St�rke erwiesen und die F�higkeit nationaler

Gemeinden, die Ziele ihrer Sechsjahrespl�ne zu erf�llen, au�erordentlich gesteigert. Jene Institute waren

auch neben der Schulung von Lehrern f�r die Ausbreitung, �u�erst erfolgreich, indem sie Schulungen auf

solchen Gebieten wie das Lehren von Kinderklassen, Arbeit mit Jugendgruppen und die Ausf�hrung der

verschiedenen Pflichten der Assistenten des Hilfsamtsmitgliedes anboten.

Die schnelle Vermehrung der Programme f�r die Schulung von Kinderklassenlehrern stellen eine der

vielversprechendsten Entwicklungen der Institute auf der ganzen Welt dar, und es ist unsere Hoffnung, da�

w�hrend des Dreijahresplanes, wenn die Freunde Ziele zur Errichtung und St�rkung regionaler und

nationaler Institute nachdr�cklich verfolgen, die Erziehung der Kinder den geb�hrenden Nachdruck erf�hrt.

Die geistige Erziehung der Kinder und Jugendlichen verdient einen zentralen Platz im Festigungsplan vieler

L�nder, besonders derjenigen, die mit der Entwicklung l�ndlicher Gemeinden befa�t sind, die heute die

Mehrheit der Gemeinden der Bah�'�-Welt bilden. Fortschritt in dieser Richtung h�ngt von der F�higkeit

nationaler und regionaler Institute ab, systematisch eine gro�e Anzahl von Kinderklassenlehrern, die aus den

Reihen der Bah�'�-Dorfbewohnern selbst stammen, zu schulen.

Programme zur Entwicklung menschlichen Potentials, das f�hig ist, mit der Gesellschaft in einen

systematischen Dialog einzutreten, werden nat�rlich nicht auf die Aktivit�ten der Institute begrenzt sein,

sondern in vielen Formen stattfinden, in �bereinstimmung mit den Bed�rfnissen jeden Landes. Solche Pro-

gramme m�ssen sich notwendigerweise damit befassen, wie die F�higkeit der Institutionen gest�rkt werden

kann, jede sich bietende M�glichkeit zu analysieren, das m�gliche menschliche Potential innerhalb und au-

�erhalb der Bah�'�-Gemeinde zu erkennen und Seminare und Kurzzeitkurse zu erarbeiten und zu leiten, um

diese menschlichen Reserven zu schulen. Diese Veranstaltungen k�nnen, wenn sie erfolgreich sein sollen,

die Ausbildung nicht in Abtrennung vom Handeln vermitteln. Ausbildungskurse dieser Art sind am wir-

kungsvollsten, wenn sie Teil einer sich entwickelnden Vorgehensweise sind, die systematisch versucht, den

Menschen der Welt die Offenbarung Bahá'u'lláhs nahezubringen.

Das Lehren von besonders bef�higten Pers�nlichkeiten

Um besonders bef�higte Personen durch den Glauben anzuziehen, ein weiterer Bestandteil der Strategie,

das menschliche Potential zu erweitern, bedarf es ebenso einer systematischen Anwendung der Lehren auf

die Angelegenheiten der Menschheit und der st�ndigen Suche nach wirkungsvollen Lehrmethoden. Men-

schen mit besonderen F�higkeiten werden angezogen, wenn sie sich den erregenden Vorgang der Schaffung

einer neuen Weltordnung vorstellen k�nnen. Ihre Treue wird gepflegt, wenn geeignete Kan�le f�r sie

ge�ffnet werden, innerhalb derer sie ihre Talente f�r den Fortschritt des Glaubens einsetzen k�nnen. Ihre

Teilnahme an den Aktivit�ten der Bah�'�-Gemeinde wird verst�rkt, wenn die Beziehungen zwischen den

Freunden von der Annahme und der Wertsch�tzung der Vielfalt der Talente erf�llt ist.

Die Offenbarung Bahá'u'lláhs enth�lt Lehren, die jeden Gesichtspunkt des Lebens des Einzelnen und der

Gesamtheit der Menschheit ansprechen. Den Kern Seiner Offenbarung bilden solche Aussagen, die sich mit

der Erkenntnis und der Annahme Seines Status', dem Gr��eren und Kleineren B�ndnis und den Gesetzen

und der Admimistration befassen. Jene, die diesen Kern der Lehren annehmen und von der Liebe

Bahá'u'lláhs ber�hrt sind, treten in die Reihen Seiner Anh�nger und verbringen ein ganzes Leben damit, die

Folgerungen aus der Gesamtheit Seiner Schriften und ihre Anwendung auf den Fortschritt der Zivilisation

zu erforschen. Es darf jedoch nicht angenommen werden, da� jemand erst Bahá'í sein mu�, um an diesem

Proze� der Erforschung und Anwendung teilzuhaben. Sich von dieser Annahme freizumachen, w�rde es

den Gl�ubigen und den Institutionen m�glich machen, Bahá'u'lláhs Offenbarung offen und systematisch an

besonders bef�higte Menschen weiterzugeben und damit die Sache auf zweifache Art zu f�rdern, n�mlich

durch die, die ihren Glauben an Bahá'u'lláh erkl�ren und durch jene, die, ohne Seine Stufe anzuerkennen,

begierig sind, bei der Anwendung Seiner Lehren mitzuwirken.

Die Bereitwilligkeit, andere dazu einzuladen, zusammen mit den Bahá'í die Offenbarung zu studieren und

sich um ihre Anwendung auf das Leben zu bem�hen - mit dem deutlichen Hinweis auf Bahá'u'lláh als den

Urheber der sozialen, politischen moralischen und kulturellen Lehren, aber ohne auf die Annahme der

streng religi�sen Aspekte zu bestehen - mu� nicht auf f�hrende Denker oder auf Organisationen, die mit

dem Glauben zusammenarbeiten, begrenzt sein. Gerade besondere soziale und wirtschaftliche

Entwicklungsprojekte in den D�rfern der Welt m�ssen eine solche Offenheit in ihre Methoden aufnehmen.

Schlie�lich bringt es die soziale und wirtschaftliche Entwicklung mit sich, da� sich f�hige Menschen an dem

Aufbau einer neuen Weltordnung beteiligen. Nat�rlich werden Bah�'�-Projekte damit befa�t sein, Dienste

f�r alle anzubieten, aber Menschen und Gemeinden entwickeln sich nicht haupts�chlich dadurch, da� sie

Dienstleistungen erhalten. Das gr��te Geschenk f�r ein Volk ist es, ihm bei der Entwicklung der F�higkeit

zu helfen, Bahá'u'lláhs Offenbarung anzunehmen, den richtigen Weg f�r den eigenen Fortschritt zu planen

und zum Fortschritt der Menschheit beizutragen. Die abschlie�ende Analyse zeigt, da� es der Aufbau dieser

F�higkeit ist, der die Richtung unseres Bem�hens bestimmen sollte, das menschliche Potential des

Glaubens zu vergr��ern.
DIE PFLEGE DER KORREKTEN ARBEITSWEISE
DER �RTLICHEN UND NATIONALEN
INSTITUTIONEN
Die �rtliche Gemeinde

Die letzten Jahre dieses Jahrhunderts werden Zeuge einer bedeutenden Beschleunigung des

Reifungsprozesses der Bah�'�-Institutionen sein. Selbst eine oberfl�chliche �berpr�fung der Ergebnisse des

Sechsjahresplanes zeigt, da� w�hrend der unmittelbar vor uns liegenden Jahre die Notwendigkeit eines

schnellen Fortschritts dieses Reifungsprozesses auf �rtlicher Ebene besonders gro� ist.

Obwohl die �rtlichen Gemeinden der Bah�'�-Welt �u�erst verschieden sind, k�nnen sie zum Zwecke der

Diskussion in zwei weitl�ufige Kategorien eingeteilt werden. Zun�chst sind da ungef�hr viertausend Orte,

meist gr��ere und kleinere St�dte, wo es den Freunden gelungen ist, das Neunzehntagefest und den Geis-

tigen Rat als Grundlage ihres Gemeindelebens festzulegen. Sch�tzungsweise die H�lfte dieser Gemeinden

unternimmt auch eine Reihe von Aktivit�ten, um die Sache bekannt zu machen und die Anzahl der

Gl�ubigen vor Ort zu erh�hen. Von diesen ist ein kleiner Prozentsatz noch weiter fortgeschritten und zeigt

Merkmale einer Lebendigkeit, die das Kennzeichen jeder �rtlichen Bah�'�-Gemeinde sein sollte.

Eine zweite Kategorie umfa�t die gro�e Mehrheit der Bah�'�-Gemeinden, die haupts�chlich in Gebieten

liegen, wo das Wachstum durch Aktionen der Massengewinnung stattfand. Obwohl sich viele dieser

Gemeinden eines gelegentlichen Neunzehntagefestes oder ein paar Klassen f�r die geistige Erziehung der

Kinder erfreuen, h�ngen ihre Leistungen gr��tenteils von den Bem�hungen einer verh�ltnism��ig geringen

Anzahl hingebungsvoller Gl�ubiger ab, die sie im Rahmen einiger Konsolidierungspl�ne nationaler oder

regionaler Institutionen besuchen.

Eine bedeutende Anzahl �rtlicher Gemeinden beider Kategorien mu� eine grundlegend Wandlung

durchmachen, wenn die Bah�'�-Welt die gro�artigen Gelegenheiten ergreifen will, die sich in diesem geistig

aufgeladenen Zeitabschnitt der Geschichte bieten. Die au�erordentlichen Triumphe der Sache in den letzten

Jahren und der Wandel in der Haltung und der Aufnahmef�higkeit der V�lker der Welt dem Glauben

gegen�ber, erfordern �rtliche Bah�'�-Gemeinden, die mit einem Sendungsbewu�tsein ausgestattet sind und

ein Umfeld schaffen k�nnen, das der schnellen Ausbreitung des Glaubens dienlich ist.

Die Schaffung solcher �rtlichen Gemeinden macht die Entwicklung der F�higkeit erforderlich, in jedem

Aspekt des Bah�'�-Lebens das Heilige zu erkennen und zu ehren. Die �rtliche Gemeinde ist ein Element, in

welchem jeder Gl�ubige in der Gegenwart des Heiligen leben und arbeiten kann. In diesem Zusammenhang

gewinnen die Bem�hungen, die Qualit�t des Neunzehntagefestes zu verbessern, eine besondere Bedeutung.

Die Atmosph�re, in der die Sitzungen des Geistigen Rates abgehalten werden, die Haltung der Freunde

gegen�ber dieser g�ttlich verordneten Institution und die Ehrfurcht, mit der man an ihre Entscheidungen

herangeht, sind u.a. die Themen, die unbedingt angesprochen werden m�ssen.

Des weiteren mu� die �rtliche Gemeinde zunehmend das Umfeld f�r die Erziehung des einzelnen

Gl�ubigen werden. Der H�ter hat festgestellt, da� "der beste Geistige Rat der ist, der die Talente aller

Mitglieder der Gruppe nutzt und sie st�ndig in irgendeiner Form der aktiven Teilnahme am Dienst an der

Sache und der Ausbreitung ihrer Botschaft besch�ftigt h�lt." Dementsprechend macht das

Erziehungsumfeld der Gemeinde den Einzelnen nicht nur zu einem Empf�nger von Liebe und

Aufmerksamkeit, sondern hilft ihm vielmehr, sich vom Selbst zu l�sen und sich der Sache und ihrem Fort-

schritt zu widmen.

Wenn die �rtlichen Gemeinden die �berwiegende Rolle bei der Entfaltung des Dreijahresplanes spielen

sollen, wird die enge Zusammenarbeit zwischen den Hilfsamtsmitgliedern und den �rtlichen Geistigen

R�ten unverzichtbar sein. Dieses Thema war der Gegenstand der Beratung der k�rzlich auf der ganzen Welt

abgehaltenen Konferenzen der Hilfsamtsmitglieder. Einige Punkte jener Beratungen verdienen es, hier

vertieft zu werden.

Die Bem�hungen der Hilfsamtsmitglieder und ihrer Assistenten m�ssen wegweisend in Richtung Einheit

im Handeln und st�ndiger St�rkung der �rtlichen Geistigen R�te sein. Sie m�ssen die �rtlichen Gemeinden

dazu bewegen, Fortschritte �ber jenes Anfangsstadium hinaus zu machen, in dem Einheit durch die

�bereinstimmung des Glaubens und der Ideale errichtet wurde, hinaus �ber die Sorge um das Wohl und das

Gl�ck der eigenen Mitglieder, zu einer Ebene der Einheit, in der Liebe und hohe Ideale ganz nat�rlich in

harmonisches gemeinsames Handeln umgesetzt werden.

In jenen Gemeinden, wo der Geistige Rat schwach ist, k�nnen die ersten Schritte in diese Richtung nicht

ausgekl�gelte Ziele und Aktionslinien umfassen. Zun�chst ist es notwendig, den Freunden Selbstvertrauen

zu vermitteln, sie zu lehren, wie sie Einheit im Denken und �bereinstimmung erreichen k�nnen und ihre

organisatorischen F�higkeiten zu entwickeln. Dies kann dadurch erreicht werden, da� man den Freunden

geduldig beisteht, ein paar konkrete, wohl�berlegte Aktionen durchzuf�hren. Wenn sich erst einmal die

F�higkeit zu gemeinsamen Handeln erh�ht hat und der �rtliche Geistige Rat beginnt, die Gemeinde zu

f�hren, k�nnen die gemeinsamen Bem�hungen der Hilfsamtsmitglieder und der Geistigen R�te auf die

Verst�rkung regelm��iger Aktivit�ten gerichtet werden, die das Bah�'�-Gemeindeleben ausmachen, wie das

Neunzehntagefest und Kinderklassen. Andererseits m�ssen �rtliche Gemeinden, die sich schon

regelm��iger Aktivit�ten erfreuen, dahin gef�hrt werden, eine einheitliche Vision des Wachstums zu

erlangen, Vorgehensweisen zu ersinnen, Aktionslinien zu setzen und sich in Einheit zu erheben ,

gemeinsame Beschl�sse auszuf�hren.
Die Erziehung der Kinder

F�r die �berw�ltigende Mehrheit der �rtlichen Gemeinden in der Welt ist die geistige Erziehung der

Kinder eine Herausforderung, in deren Umfeld Einheit im Denken und Handeln errichtet werden kann.

Geschichtlich gesehen, ist die Erziehung der Kinder in der Bah�'�-Gemeinde durch eine Reihe von Fort-

schritten und R�ckschl�gen gekennzeichnet. In der Wiege des Glaubens waren die Versuche, Bah�'�-Schulen

einzurichten, au�erordentlich erfolgreich, standen aber bald einer heftigen Opposition gegen�ber. Die

persische Gemeinde war jedoch so gl�cklich, aus einem sorgf�ltig ausgearbeiteten System w�chentlicher

Klassen f�r die geistige Erziehung der Kinder Nutzen zu ziehen, was zweifellos der Schl�ssel f�r ihre

Leistungen war. Im Westen f�hrte die Art des Wachstums durch kleine und verstreute Gemeinden nicht

automatisch zu einem solchen sorgf�ltig ausgearbeiteten Erziehungssystem. Erst in den letzten Jahren hat

sich in gro�st�dtischen Bereichen einiger westlicher L�nder ein vielversprechendes Modell von

Wochenendschulen zu zeigen begonnen.

Als ein Ergebnis der Massenlehrarbeit waren viele Bah�'�-Gemeinden gezwungen, die Herausforderung

der Kindererziehung von neuem ins Auge zu fassen. In den D�rfern der Welt waren nicht nur die Kinder

der wenigen Bahá'í begierig, eine Bah�'�-Erziehung zu erhalten. Kinder und die Juniors erwiesen sich ganz

allgemein als die begeistertsten Bef�rworter des Glaubens und �u�erten den gl�henden Wunsch zu lernen.

Ungl�cklicherweise erlaubte es die geringe Anzahl aktiver Lehrer und die �berw�ltigende Natur der Akti-

vit�ten der Ausbreitung und Festigung den Freunden in den meisten Gebieten nicht, regelm��igen

w�chentlichen Unterricht zu erteilen, was zur Folge hatte, da� die M�glichkeit, eine ganze Generation

l�ndlicher Bev�lkerung auszubilden, in vielen Gemeinden verlorenging. Die meisten Bahá'í mit

Langzeiterfahrung auf diesem Gebiet stimmen darin �berein, da� wenn Kinder und Jugendliche in den

letzten Jahrzehnten gr��ere Aufmerksamkeit erfahren h�tten, der Eintritt in Scharen heute einen weit

fortgeschritteneren Stand erreicht h�tte.

Die neue Welle weitl�ufiger Ausdehnung, die in jedem Kontinent an Triebkraft gewinnt, zeigt

hoffnungsvolle Zeichen, da� die schwer gewonnenen Lehren der Vergangenheit nicht vergeblich sind. Die

Einrichtung von Kinderklassen wird jetzt bewu�t in immer mehr Aktionspl�ne f�r die Massengewinnung

aufgenommen. Dar�ber hinaus ist die Vervielfachung von Bah�'�-Schulen auf der ganzen Welt - angefangen

bei der Einrichtung kleiner Tutorenkurse bis hin zur Gr�ndung von Universit�ten - ein Zeichen f�r die

Sorge, die Freunde der Erziehung angedeihen lassen. Auch die Gesellschaft wird sich zunehmend bewu�t,

welches der legitime Platz der Kinder im gemeindlichen Leben ist und welchen unsch�tzbaren Wert eine

richtige Erziehung darstellt. Viele Abhandlungen �ber Kinder befassen sich mit den Bedingungen der

gebieterischen Notwendigkeit ethischer Erziehung. Diese Umst�nde sind ein gutes Vorzeichen f�r die

Geistigen R�te, den langfristigen Proze� der Erziehung der Kinder ihrer D�rfer und St�dte auf eine feste

Grundlage zu legen. Um dies zu erreichen, bedarf es aber einer weiteren Ver�nderung der Haltung der

Freunde zu Kindern und deren Beteiligung am Gemeindeleben.

Dieser Wandel mu� auch auf die Einstellung gegen�ber Inhalt und Methoden geistiger und physischer

Erziehung ausgedehnt werden. Ein gro�er Teil zus�tzlicher Aktivit�ten tut in der Bah�'�-Welt not, um

Bildungsmaterial zu entwickeln, das von der Offenbarung Bahá'u'lláhs erf�llt ist. In einem solchen Vorgang

der Entwicklung von Lehrmaterial spielen nat�rlich Fachleute auf dem Gebiet der Erziehung eine wichtige

Rolle. Dem Wissen, das durch die Praxis und die Erprobung auf der Ebene der Graswurzeln gewonnen

wurde, sollte jedoch auch die geh�rige Beachtung geschenkt werden. Denn die Bah�'�-Gemeinde kann es

sich nicht leisten, da� sie, wenn auch die Fortschritte im Bereich der Erziehung ber�cksichtigt werden

sollten, durch Diskussionen �ber Erziehungstheorien gel�hmt wird. Ein offener Proze�, der theoretische

Diskussion, erzieherische Praxis, Entwicklung von Lehrmaterial und Erprobung - alles im Lichte der

Offenbarung Bahá'u'lláhs - beinhaltet, mu� vorangetrieben werden. Zu diesem Proze�, der von einer

Atmosph�re der Toleranz und Zusammenarbeit gepr�gt ist, werden sich Menschen mit verschiedenstem

Hintergrund willkommen f�hlen.
Die nationalen Institutionen

Mit der schnellen Ausdehnung des Glaubens und der Vermehrung der M�glichkeiten, hat die Arbeit, die

den Nationalen Geistigen R�ten und ihren Einrichtungen aufgeb�rdet wird, immer mehr zugenommen; sie

sehen sich in dem Bem�hen, ihre Aufgaben und Pflichten zu erf�llen, immer gr��eren Herausforderungen

gegen�ber. In seinem Brief vom 30. September 1992, in dem es das Thema und die Ziele des

Dreijahresplanes ank�ndigt, bezieht sich das Universale Haus der Gerechtigkeit auf "eine bemerkenswerte

Entwicklung der Bef�higung der Nationalen Geistigen R�te" im Verlauf des Sechsjahresplanes. Dem mag

die au�ergew�hnliche Entwicklung hinzugef�gt werden, die sich in der Institution der Berater und ihrer

Hilfsamtsmitglieder gezeigt hat.

Als die h�chste administrative K�rperschaft, die die Vielfalt und die wichtigen Interessen des Glaubens in

einem Land vertritt, ist der Nationale Geistige Rat aufgerufen, auf die Gesellschaft allgemein einzuwirken,

die Integrit�t des Glaubens zu wahren, der �ffentlichkeit das richtige Bild des Glaubens zu vermitteln, den

Lehren Respekt zu verschaffen und, indem er den Kanal bildet, durch welchen die Kraft der Offenbarung in

alle Teile der Gesellschaft flie�t, den Fortschritt der Nation zu unterst�tzen. Gleichzeitig mu� das Potential

der Gemeinde mobilisiert, die Reihen der Gl�ubigen aufger�ttelt und auf das Feld des Handelns und des

Dienstes gef�hrt werden. Diese ungeheuere Aufgabe kann nur richtig erf�llt werden, wenn die Nationalen

Geistigen R�te die volle und uneingeschr�nkte Unterst�tzung der Berater und ihrer Hilfsamtsmitglieder

erfahren. In der Tat war in den letzten Jahren in den meisten L�ndern erfolgreiche Gemeindearbeit nur

durch eine festgef�gte enge Zusammenarbeit der Institutionen m�glich.

Als ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit wurde die Tendenz in einigen Gemeinden, in Bezug auf

Verfahren und Methoden unbeweglich zu sein, durch die Neigung zu gemeinsamem Lernen ersetzt. Leiden-

schaftslose Diskussion �ber Vorgehensweisen und Methoden, �berlegungen zur geistigen Natur des Leh-

rens und des Dienstes und die Analyse erfolgreicher Anstrengungen, Wachstum zu erreichen, werden auf

nationaler und �rtlicher Ebene gef�rdert. Eine freudvolle Atmosph�re wird geschaffen, eine Atmosph�re,

die zu klugem und mutigem Bem�hen f�hrt, wo die st�ndige Furcht vor Mi�erfolg und die Neigung zur

Kontrolle des Fortschritts des Glaubens durch eine dem�tige Haltung des Lernens und des

unersch�tterlichen Verlasses auf die Macht g�ttlichen Beistands ersetzt wird.

Mehr noch, die sozialen, intellektuellen und geistigen Kan�le, durch die die verschiedenen kulturellen

Gruppen eines Landes sich �u�ern, werden verstanden und f�r den Fortschritt der Sache eingesetzt. Auf

diese Weise wird Angeh�rigen einer Kultur auf ihrem Weg, erkl�rte Anh�nger des Glaubens zu werden,

geholfen, �ltere Modelle des Ausdrucks in einer Art zu wandeln, die die Unversehrtheit vergangener

Errungenschaften bewahrt und gleichzeitig zur Entwicklung einer kennzeichnenden Bah�'�-Kultur beitr�gt.

Eine etwas weniger vorsichtige, innovative Methode f�r den Fortschritt der Kultur wird �bernommen.

Wenn sich diese lebenswichtige Zusammenarbeit der Berater und der Nationalen Geistigen R�te fortsetzt,

werden wir zweifellos Zeuge eines immer h�heren Grades der Erf�llung der Worte des H�ters:

"Die Pflichten jener, die die Freunde frei und vertrauensvoll als ihre Vertreter gew�hlt haben, sind

nicht weniger wichtig und verbindlich als die Verpflichtungen derer, die sie gew�hlt haben. Ihre

Aufgabe ist es nicht vorzuschreiben, sondern zu beraten, und nicht nur untereinander zu beraten,

sondern so viel wie m�glich mit den Freunden, die sie vertreten. Sie d�rfen sich selber in keinem

anderen Licht betrachten als dem von ausgew�hlten Werkzeugen einer wirkungsvolleren und

w�rdigeren Darstellung der Sache Gottes. Sie sollten sich nie dazu verleiten lassen zu glauben, da�

sie die Hauptzierde der K�rperschaft der Sache sind, anderen an F�higkeit und Verdienst wirklich

�berlegen und alleinige F�rderer ihrer Lehren und Prinzipien. Sie sollten mit �u�erster Demut an

ihre Aufgabe herangehen und sich bem�hen, durch Ihre Aufgeschlossenheit, ihren hohen Sinn f�r

Gerechtigkeit und Pflicht, ihre Aufrichtigkeit, ihre Bescheidenheit, ihre v�llige Hingabe an das

Wohlergehen und das Interesse der Freunde, der Sache und der Menschheit nicht nur das Vertrauen

und die aufrichtige Unterst�tzung und den Respekt jener zu gewinnen, denen sie dienen sollen,

sondern auch deren Achtung und echte Zuneigung. Sie m�ssen zu jeder Zeit den Geist der

Exklusivit�t und die Atmosph�re der Geheimnistuerei vermeiden, sich von einer �berheblichen

Haltung freimachen und alle Formen des Vorurteils und der Leidenschaft aus ihren �berlegungen

verbannen. Sie sollten, innerhalb der Grenzen weiser Zur�ckhaltung, die Freunde in ihr Vertrauen

ziehen, sie mit ihren Pl�nen vertraut machen, ihre Probleme und �ngste mit ihnen teilen und ihren

Rat und ihre Beratung suchen. Und wenn sie zu einer bestimmten Entscheidung kommen m�ssen,

sollten sie sich, nach leidenschaftsloser, sorgf�ltiger und herzlicher Beratung im Gebet zu Gott

hinwenden und mit Ernsthaftigkeit und �berzeugung und Mut ihre Stimme abgeben; und der

Stimme der Mehrheit gehorchen, von der unser Meister sagt, da� sie die Stimme der Wahrheit ist,

die nicht angezweifelt werden darf und immer von ganzem Herzen geltend gemacht werden mu�.

Dieser Stimme m�ssen die Freunde herzlich antworten und sie als das einzige Mittel betrachten, das

den Schutz und den Fortschritt der Sache sicherstellen kann."

Aus einem Brief vom 23. Februar 1924, von Shoghi Effendi an die Bahá'ís von Amerika,

ver�ffenntlicht in Bahá'í Administration: Selected Messages 1922-1932

Aus Abschnitten wie dem obigen geht klar hervor, da� das Zeichen f�r die Reife eines Rates die F�higkeit

ist, die aufrichtige Unterst�tzung der Freunde zu gewinnen. Diese F�higkeit wird durch das Bewu�tsein der

Tatsache erh�ht, da� die Grundhaltung jedes Einzelnen und jeder Institution des Glaubens die des Dienens

ist. Die Zusammenarbeit der Berater mit den Nationalen Geistigen R�ten sollte diese Haltung unter den

Freunden f�rdern, soda� sie jede Facette der Bah�'�-Administration durchdringt. Die Nationalen Geistigen

R�te und ihre Einrichtungen dienen den �rtlichen Geistigen R�ten; die �rtlichen Geistigen R�te dienen ihrer

Gemeinde; die Hilfsamtsmitglieder dienen den Gl�ubigen und ihren Institutionen. Es mu� nat�rlich

anerkannt werden, da� die Institutionen bestimmte F�hrungsrollen haben und die Autorit�t besitzen zu

f�hren und anzuordnen; diese Rollen werden aber innerhalb neuer Wege ausgef�hrt wenn erkannt wird, da�

liebevoller Dienst das Herz des Selbstverst�ndnisses der Bah�'�-Institutionen darstellt.

"La�t es jedem forschenden Leser klar machen, da� unter den hervorragenden und heiligen

Pflichten, die jenen obliegen, die dazu berufen sind, die Angelegenheiten der Sache in die Wege zu

leiten, zu f�hren und abzustimmen, solche sind, die von ihnen fordern, mit jedem in ihrer Macht

stehenden Mittel das Vertrauen und die Zuneigung derer zu gewinnen, f�r die sie das Vorrecht

haben zu dienen. Es ist ihre Pflicht, die Sichtweise, die vorherrschenden Meinungen, die

pers�nlichen �berzeugungen derer, deren Wohl zu f�rdern ihre feierliche Aufgabe ist, zu

erforschen und sich damit vertraut zu machen; es ist ihre Pflicht, ein f�r alle Mal ihre Ansichten und

die allgemeine F�hrung ihrer Angelegenheiten vom Geruch der Reserviertheit , vom Verdacht der

Geheimnistuerei, von der erstickenden Atmosph�re diktatorischer Anma�ung, kurz von jedem

Wort und jeder Tat zu reinigen, welchen der Geruch der Parteilichkeit, der Egozentrik und des

Vorurteils anhaften k�nnte. Es ist ihre Pflicht, w�hrend sie das heilige und ausschlie�liche Recht der

letzten Entscheidung in H�nden halten, zur Diskussion aufzufordern, Informationen

herauszugeben, Mi�st�nde auszur�umen, Ratschl�ge sogar vom bescheidensten und

unbedeutendsten Mitglied der Bah�'�-Familie willkommen zu hei�en, ihre Beweggr�nde

aufzuzeigen, ihre Pl�ne darzulegen, ihre Handlungsweise zu rechtfertigen, wenn n�tig ihr Urteil zu

revidieren, den Geist pers�nlicher Initiative und Unternehmungsgeistes zu f�rdern und das Gef�hl

f�r die gegenseitige Abh�ngigkeit und Partnerschaft, f�r Verstehen und gegenseitiges Vertrauen

zwischen sich auf der einen Seite und allen �rtlichen Geistigen R�ten und den einzelnen Gl�ubigen

auf der anderen zu f�rdern."

Aus einem Brief vom 18. Oktober 1927 von Shoghi Effendi an den Nationalen Geistigen Rat der

Vereinigten Staaten und Kanada, ver�ffentlicht in Bahá'í Adminstration:

Selected Messages 1922-1932, Seite 143-144
Teil 8
ASSISTENTEN DER
HILFSAMTSMITGLIEDER
Zusammengestellt vom
Internationalen Lehrzentrum
im November 1986
17 Die Rolle der Hilfsamtsmitglieder bei der
Zusammenarbeit mit Assistenten
18 Assistenten der Hilfsamtsmitglieder
DIE ROLLE DER HILFSAMTSMITGLIEDER
BEI DER ZUSAMMENARBEIT MIT
Assistenten

(Zusammengestellt vom Internationalen Lehrzentrum im November 1986)

Im Jahre 1971 machte das Universale Haus der Gerechtigkeit auf das Problem aufmerksam, dem

sich Hilfsamtsmitglieder in Aus�bung ihres Amtes gegen�berstehen:

"... unser geliebter H�ter dr�ngte die Hilfsamtsmitglieder, Kontakte mit �rtlichen Geistigen R�ten,

Gruppen, isolierten Zentren und den einzelnen Gl�ubigen aufzubauen und durch regelm��ige und

systematische Besuche der Orte sowie durch Korrespondenz dazu beizutragen, die Interessen des

Planes zu f�rdern, bei der wirkungsvollen und unmittelbaren Ausf�hrung der Ziele zu helfen, �ber

die Sicherheit des Glaubens zu wachen, die Lehr- und Pionierarbeit voranzutreiben und zu st�rken,

den Freunden die Bedeutung der Anstrengung, Initiative und Opferbereitschaft jedes einzelnen

einzusch�rfen und sie zu ermutigen, sich an Bah�'�-Aktivit�ten zu beteiligen und unter allen

Umst�nden geeint zu sein.

"Solche �berw�ltigenden, sich stetig ausweitenden Aufgaben, wie sie der H�ter sich vorstellte,

k�nnen nur angemessen ausgef�hrt werden, wenn die Hilfsamtsmitglieder in der Lage sind, mit den

�rtlichen R�ten und Gemeinden in den ihnen zugeteilten Gebieten in Verbindung zu bleiben. Leider

ist dies jedoch in vielen F�llen unm�glich, nicht, weil die Hilfsamtsmitglieder nicht bereit w�ren,

diese Aufgabe zu �bernehmen, sondern weil die Zahl der Bah�'�-Orte, die ihrer Verantwortung

unterstehen, zu gro� ist, um das Herstellen und Erhalten fruchtbarer Kontakte zuzulassen."

Aus einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit

an die Kontinentalen Berater�mter vom 17. November 1971

Die L�sung dieses Problems wurde im Jahre 1973 von der H�chsten K�rperschaft dargelegt, als

diese ank�ndigte:

"Wir haben daher beschlossen, einen weiteren Schritt in der Entwicklung dieser Institution zu

unternehmen und jedem Kontinentalen Berateramt die Befugnis �bertragen, einzelne

Hilfsamtsmitglieder zu erm�chtigen, Assistenten zu ernennen."

Aus einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit

an die Kontinentalen Berater�mter vom 8. Juni 1973

Anf�nglich wurde den Beratern empfohlen, schrittweise vorzugehen, jedoch wurde bald klar, da�

die Ernennung von Assistenten ein machtvolles Mittel war, mit dessen Hilfe die Hilfsamtsmitglieder ihre

Aufgaben in den riesigen, ihnen jetzt �bertragenen Gebieten wirkungsvoll durchf�hren konnten.

Infolgedessen schrieb die H�chste K�rperschaft gut drei Jahre sp�ter, da�

"eine der wirksamsten Hilfen zur Festigung lokaler Gemeinden und R�te und zur Vertiefung des

Glaubens der Gl�ubigen der Dienst der Hilfsamtsmitglieder und ihrer Assistenten ist."

Aus einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit

an einen Nationalen Geistigen Rat vom 2. Dezember 1976

Angesichts dieser Feststellung sollten alle Hilfsamtsmitglieder der Ernennung von

Assistenten, die ihnen beim Erf�llen ihrer h�chst wichtigen Aufgaben helfen, ernsthafte

Beachtung schenken.

Das dabei zu beachtende praktische Vorgehen ist in der Anleitung des Universalen Hauses

der Gerechtigkeit zu finden, die vorsieht, da� die Anzahl der Assistenten, die von jedem

Hilfsamt ernannt werden, und deren Amtszeit vom Kontinentalen Berateramt festzusetzen sind. Die

H�chste K�rperschaft schreibt:

"Wenn ein Hilfsamtsmitglied sich entschieden hat, wen es gerne ernennen m�chte, sollte es

den oder die Namen einem der Berater zur Genehmigung vorlegen. Nach Erhalt der

Genehmigung kann es damit beginnen, die Hilfe dieser Freunde in Anspruch zu nehmen."

Aus einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit

an die Kontinentalen Berater�mter vom 8. Juni 1973

Es ist nicht ungew�hnlich f�r den Berater, dessen Zustimmung erbeten wird, Zugang zu Informa-

tionen zu haben, die den Hilfsamtsmitgliedern nicht zur Verf�gung stehen und die in direktem Bezug zu der

Frage stehen , ob diese Zustimmung gew�hrt werden soll oder nicht.

Die Arbeit der Hilfsamtsmitglieder nimmt zu mit dem Hervortreten des Glaubens aus der

Verborgenheit, der Vermehrung der Institutionen und der Ver�nderung ihrer Aufgaben. Ein Hauptelement

dieser Arbeit besteht darin, da� den Hilfsamtsmitgliedern der Zustand der Bah�'�-Gemeinden in den von

ihnen zu betreuenden Gebieten genau bekannt sein sollte, so da� sie den Institutionen und Gl�ubigen der

betreffenden Region Anregung, F�hrung und Ermutigung geben k�nnen. In den meisten Gebieten ist die

Gr��e der Bah�'�-Gemeinde inzwischen so, da� die Aufgaben der Hilfsamtsmitglieder nur mit Hilfe einer

Anzahl Assistenten, denen gewisse Aufgaben �bertragen und die bei der Durchf�hrung dieser Aufgaben

von den Hilfsamtsmitgliedern angeleitet werden, wahrgenommen werden k�nnen.

Der Spielraum hinsichtlich Vielfalt und Ideen beim Einsatz von Assistenten ist betr�chtlich. Jeder

Assistent sollte innerhalb eines �rtlichen Bereiches dienen. Er kann die ganz allgemeine Verantwortung

�bertragen bekommen, dem Hilfsamtsmitglied bei dessen Aufgaben zu helfen, ebenso kann er beauftragt

werden, sich auf eine besondere Aufgabe zu konzentrieren, sei es die gr��ere Beachtung der Unterweisung

der Kinder anzuregen, Jugendaktivit�ten zu entwickeln, die Teilnahme der Frauen am Gemeindeleben zu

erh�hen, Eigentumsziele zu erreichen, die soziale und wirtschaftliche Entwicklung, usw. Diese Flexibilit�t

gibt einem Hilfsamtsmitglied reichlich Bewegungsfreiheit beim Einsatz der Assistenten, um sicherzustellen,

da� sich die Bah�'�-Gemeinde gesund entwickelt und den Zielen des Planes geb�hrende Beachtung schenkt.

Ein Beispiel f�r den Umfang diese Spielraums gibt eine Erkl�rung des Universalen Hauses der

Gerechtigkeit, wonach im Prinzip gegen die Ernennung von Jugendlichen zu Assistenten kein Einwand

besteht. Ein weiteres Beispiel der M�glichkeit zur Gemeindeentwicklung ist darin zu sehen, da� in einigen

Teilen der Welt Hilfsamtsmitglieder dadurch beachtliche Erfolge erzielten, da� sie durch die Ernennung und

Anleitung f�higer Frauen, deren Talente zuvor unerkannt und unentwickelt waren, den Beteiligungsgrad der

Frauen innerhalb der Verwaltungst�tigkeiten des Glaubens anhoben.

Aus der Anleitung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit geht klar hervor, da� das

Hilfsamtsmitglied f�r die �berwachung der Arbeit der Assistenten verantwortlich ist und da� es durchaus

Anl�sse geben mag, wo es den Assistenten bitten wird, eine besondere Aufgabe in seinem Auftrag auszuf�h-

ren, wie z.B. sich mit einem �rtlichen Geistigen Rat zu treffen oder einer Gemeinde gewisse Informationen

zukommen zu lassen. Jedoch macht die H�chste K�rperschaft auch darauf aufmerksam, da� den

Assistenten Freiheit zur Entwicklung von Eigeninitiative gew�hrt und mit ihnen liebevoll zusammen-

gearbeitet werden soll, was f�r ein wirkungsvolles Funktionieren der Institutionen so wichtig ist.

"F�r ein Hilfsamtsmitglied ist nicht unbedingt n�tig, einen Assistenten ausdr�cklich als seinen

Vertreter zu einem Treffen mit einem Geistigen Rat abzuordnen, da solche Treffen Teil der

�blichen Arbeit eines Assistenten sind. Der Assistent sollte sich im normalen Verlauf seines Dien-

stes mit �rtlichen Geistigen R�ten treffen, ohne da� er in jedem Fall besondere Anweisungen von

Seiten des Hilfsamtsmitglieds braucht; wenn das Hilfsamtsmitglied jedoch ihn bittet, mit einem

bestimmten Rat wegen irgend einer Angelegenheit zusammenzukommen, wird er das tun.

"Wir hoffen, da� diese Erl�uterungen dem Kontinentalen Berateramt von Nutzen sein werden, und

wir meinen, betonen zu m�ssen, da� die Arbeit auf dieser Stufe auf einer so informell wie

m�glichen Basis gehalten werden sollte. Scharfe, starre Grenzen f�r Zust�ndigkeit und Autorit�t zu

ziehen oder Unterschiede zwischen dieser Institution und jener Institution �berzubetonen, ist nicht

nur unn�tig, es w�rde sogar dem Geist liebevoller Zusammenarbeit und Ermutigung schaden, der

f�r den Fortschritt der Arbeit wesentlich ist."

Aus einer Mitteilung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit

an das Internationale Lehrzentrum vom 9. April 1974

Ein wichtiger Aspekt zur Arbeit der Assistenten ist deren Schulung, so da� die Wirksamkeit ihrer

T�tigkeit erh�ht wird. Das Universale Haus der Gerechtigkeit nahm in der folgenden Erkl�rung auf eine

solche Schulung Bezug:

"Offensichtlich ist ein ganz wesentlicher Schritt auf dem Weg zur Festigung der Bah�'�-Gemeinden,

da� alle �rtlichen Geistigen R�te zu voller Aktivit�t gef�hrt werden. Dies kann mit verschiedenen

Mitteln erreicht werden. Eines liegt bei den Kontinentalen Berater�mtern, indem sie von der

Erlaubnis Gebrauch machen, ihre Hilfsamtsmitglieder Assistenten ernennen zu lassen, und danach

sicherstellen, da� diese Assistenten in den Lehren des Glaubens und in der Arbeitsweise der

administrativen Ordnung geschult werden, so da� sie die �rtlichen Geistigen R�te wirksam

unterst�tzen k�nnen."

Aus einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit

an einen Nationalen Geistigen Rat, Naw-R�z 1974

Diese Schulung kann verschiedene Formen annehmen. Sie kann das gemeinsame Studium und

Besprechen der ma�geblichen Texte, die Beratung �ber Mittel und Wege, wie die Aufgaben eines

Assistenten auszuf�hren sind, den Austausch erfolgreicher Erfahrungen, das Besprechen typischer auf-

tretender Probleme, sowie das Formulieren von Pl�nen, durch die die Arbeit effektiver durchgef�hrt werden

kann, beinhalten.

In einigen Teilen der Welt, in denen Festigung dringend n�tig ist, mag sich ein Hilfsamtsmitglied in

einer schwierigen Lage befinden, wenn es Gl�ubige innerhalb einer �rtlichen Gemeinde sucht, die die f�r

den Dienst als Assistent n�tige Erfahrung und Vertiefung besitzen. Oft liegt die L�sung in der Wahl und

Ernennung von vielversprechenden, jedoch unerfahrenen Gl�ubigen, die dann die erforderliche Schulung

und Anleitung durch das Hilfsamtsmitglied erhalten. Auf diese Weise kann das Aktivit�tsniveau der

gesamten Gemeinde allm�chlich angehoben werden.

Einer der wichtigsten Bestandteile der Arbeit der Hilfsamtsmitglieder besteht darin, ihre Assistenten

zu ermutigen, die Wichtigkeit ihrer Aufgabe darin zu sehen, die �rtlichen Geistigen R�te zu st�rken, die

Aufmerksamkeit der Gl�ubigen auf diese R�te zu lenken und diesen Institutionen gegen�ber ein Beispiel an

Hochachtung zu setzen.
Diese H�chste K�rperschaft wies darauf hin, da�:

"...der zentrale Zweck des Dienstes eines Assistenten ist, liebevolle Beziehungen und eine

Atmosph�re des Vertrauens und der gegenseitigen Hochachtung mit den �rtlichen Geistigen R�ten

in seinem Gebiet zu pflegen."

Aus einer Mitteilung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit

an das Internationale Lehrzentrum vom 9. April 1974

Das Universale Haus der Gerechtigkeit bemerkte ferner, da� wenn dieser liebevolle Geist der

Zusammenarbeit in die Br�che gehen sollte, "eine ernste Situation entstanden sei, die die pers�nliche

Aufmerksamkeit des Hilfsamtsmitglieds verdiente."

Die Berichterstattung der Assistenten an die Hilfsamtsmitglieder in irgend einer Form ist wichtig,

damit die Hilfsamtsmitglieder �ber die Verfassung des Glaubens in dem ihnen unterstehenden Arbeitsgebiet

voll unterrichtet sind und diese Eindr�cke an die Berater weiterleiten k�nnen. Es gibt keine festgelegte

Methode f�r diese Berichterstattung, und eine Anzahl M�glichkeiten sind von den Hilfsamtsmitgliedern in

den verschiedenen Teilen der Welt schon angewandt worden; dazu geh�ren die Verwendung von voradres-

sierten Briefumschl�gen, ein einfach auszuf�llendes Formblatt oder die Bereitstellung von M�glichkeiten zur

m�ndlichen Berichterstattung per Telefon oder Tonband. Jedes Hilfsamtsmitglied sollte sorgf�ltig

�berlegen, welche Methode f�r Assistenten, mit denen es zusammenarbeitet, am besten geeignet ist.

Die Erfahrung hat gezeigt, da� wenn ein Hilfsamtsmitglied seinen Assistenten reglem��ig Material

zuschickt, um Anregung, Information und Ermutigung zur Verf�gung zu stellen, es von diesen viel eher

Berichte erh�lt.

Da die Assistenten f�r eine begrenzte Dienstzeit ernannt werden, und da die Bed�rfnisse der

wachsenden Bah�'�-Gemeinde sich st�ndig �ndern, ist es unvermeidlich, da� einige Gl�ubige am Ende ihrer

Amtszeit nicht wieder ernannt werden k�nnen. Dies sollte weder Schwierigkeiten verursachen, noch das

Hilfsamtsmitglied davon abhalten, den Beratern die Gl�ubigen zu empfehlen, die nach seinem Gef�hl zur

Durchf�hrung der erfoderlichen Aufgaben ungeachtet anderer Erw�gungen am besten geeignet sind. Es ist

klar, da� das Bah�'�-Gemeindeleben jedem Gl�ubigen vielerlei Zugang zum Dienen bietet. Ernennung oder

Wahl in eine Institution ist keine Voraussetzung f�r einen Bah�'�, einen Weg zu finden, um Bahá'u'lláh zu

dienen, seinen wahren Lebenszweck zu erf�llen und seine geistige Entwicklung zu f�rdern.

Die Erfahrung hat gezeigt, da� die Assistenten am effektivsten arbeiten, wenn sie wissen, da� das

Hilfsamtsmitglied ihrer Arbeit Interesse entgegenbringt, da� es von ihren Errungenschaften begeistert ist

und auf ihre Berichte eingeht. Wenn sie in einer Atmosph�re liebevoller Kameradschaft zusammenarbeiten,

k�nnen Hilfsamtsmitglieder und ihre Assistenten eine bedeutsame Rolle spielen, indem sie der Bah�'�-

Gemeinde helfen, sich nach gesunden Richtlinien zu einem geeinten und wachsenden sozialen Organismus

zu entwickeln, der sich ausbreitet, bis er die gesamte Menschheit umspannt.

Assistenten der Hilfsamtsmitglieder

Die Assistenten der Hilfsamtsmitglieder spielen eine bedeutende Rolle, indem sie den

Hilfsamtsmitgliedern bei der Erf�llung ihrer Pflichten behilflich sind. Dieser Dienst umfa�t die

Unterst�tzung bei der Durchf�hrung der vom Universalen Haus der Gerechtigkeit dargelegten Lehrziele

und der Entfaltung der administrativen Ordnung. Ihre T�tigkeit erfordert Ergebenheit, Geduld und

Ausdauer. Obgleich diese Bem�hungen gelegentlich herausfordernd und schwierig sein k�nnen, sind sie

dennoch unendlich lohnend, wenn man die Entstehung �rtlicher Geistiger R�te und ihr Wachstum an

St�rke beobachtet und feststellt, wie die Gl�ubigen eine stetig zunehmende Beteiligung am Dienst an der

Sache Gottes zeigen.

Als Hilfsamtsmitglieder erm�chtigt wurden, Assistenten zu ernennen, erkl�rte das Universale Haus

der Gerechtigkeit:

"Das genaue Aufgabengebiet und die Dauer der Ernennung der Assistenten ist ebenfalls jedem

Berateramt selbst zur Entscheidung �berlassen. Ihre Ziele sollten sein, �rtliche Geistige R�te zu

aktivieren und zu ermutigen, die Aufmerksamkeit der Mitglieder �rtlicher Geistiger R�te auf die

Wichtigkeit des Abhaltens von regelm��igen Sitzungen zu lenken, die �rtlichen Gemeinden

anzuspornen, sich zum Neunzehntagefest und an den Heiligen Tagen zu versammeln, mitzuhelfen,

das Verst�ndnis f�r die Lehren bei ihren Mitgl�ubigen zu vertiefen und ganz allgemein den

Hilfsamtsmitgliedern bei der Durchf�hrung ihrer Pflichten behilflich zu sein."

Aus einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit

an die Bahá'í der Welt vom 7. Oktober 1973

"Eine Institution des Glaubens, die in jeden Ort hineinreicht, die aus standhaften Gl�ubigen besteht,

die das Gebiet, in dem sie dienen sollen, kennen und mit dessen Problemen und M�glichkeiten

vertraut sind - eine Institution, eigens dazu bestimmt, die Arbeit der Geistigen R�te zu ermutigen

und zu verst�rken, die Gl�ubigen zu begeistern, sie anzuregen, die Lehren zu studieren und sie in

ihrem Leben anzuwenden..."

Aus einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit

an einen Nationalen Geistigen Rat vom 2. Dezember 1976

Die Arbeit der Assistenten beschr�nkt sich nicht nur darauf, �rtlichen Geistigen R�ten oder

Gl�ubigen in Gebieten, in denen ein �rtlicher Geistiger Rat besteht, zu helfen. Das Universale Haus der

Gerechtigkeit machte bei einer Gelegenheit

"...den Vorschlag, da� vielleicht die Berater erw�hnen k�nnten, ihre Hilfsamtsmitglieder zu bitten,

einen Assistenten zu ernennen, der jeweils in einem Zielgebiet arbeitet, in dem ein neuer Rat

errichtet werden soll."

Aus einer Mitteilung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit

an das Internationale Lehrzentrum vom 8. Februar 1977

Die H�chste K�rperschaft schrieb ebenfalls:

"...Was die Aufgabe betrifft, die Gruppen und einzelstehende Gl�ubige sowie die �rtlichen

Geistigen R�te zu ermutigen, so widmen sich normalerweise nicht nur die nationalen Aussch�sse

solchen Aufgaben, sondern es �bernehmen in j�ngster Zeit auch die Hilfsamtsmitglieder und ihre

Assistenten in den meisten Gegenden der Welt ein weit gr��eres Ma� an Verantwortung, um die

Bem�hungen der Freunde, die in diesen Orten leben, pers�nlich zu unterst�tzen und anzuregen."

Aus einem Brief im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit

an einen Gl�ubigen vom 28. November 1977

Das Haus der Gerechtigkeit hob ferner hervor, da�:

"Wenn ein �rtlicher Geistiger Rat richtig zu funktionieren beginnt, bedeutet das nicht, da� er auf

den Dienst und die T�tigkeit der Hilfsamtsmitglieder und deren Assistenten verzichten kann, die

damit fortfahren k�nnen und sollten, nicht nur allgemein f�r die Anregung und Begeisterung des

Rates und der �rtlichen Bah�'�-Aktivit�ten, sondern ebenso f�r die der einzelnen Gl�ubigen zu

sorgen."

Aus einem Brief im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit

an einen Gl�ubigen vom 9. Juni 1980

Weitere Gesichtspunkte zur Arbeit der Assistenten sind in der Erkl�rung erl�utert, da�:

"...ein Assistent von einem Hilfsamtsmitglied ernannt wird, damit er ihm in einem bestimmten

Gebiet des Landes helfe, und er arbeitet als Assistent nur in Bezug auf dieses Gebiet. Assistenten

arbeiten, gleich wie die Hilfsamtsmitglieder, jeder f�r sich, nicht als eine beratende K�rperschaft."

Aus einem Brief im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit

an einen Nationalen Geistigen Rat vom 2. August 1982

Zum Erlangen eines tieferen Verst�ndnisses f�r die T�tigkeit, die zu �bernehmen sie aufgerufen

wurden, und der eigentlichen Bedeutung ihrer Ernennung, m�gen die Assistenten wohl �ber die Worte

Bahá'u'lláhs nachdenken, die sich auf "die Einheit von Rang und Stufe" beziehen, die "zur Erh�hung der

Sache gereicht und sie unter allen V�lkern verherrlicht.":

"In der Tat ist der Mensch edel, da ja jeder eine Fundgrube des Zeichens Gottes ist. Sich dennoch in

Kenntnis, Gelehrsamkeit und Tugend als �berragend zu betrachten, sich selbst zu erh�hen oder

Bevorzugung zu erheischen, ist ein schlimmes Vergehen. Gro� ist die Seligkeit derer, die mit der

Zier dieser Einheit geschm�ckt sind und von Gott gn�dig Best�tigung erhielten."

zitiert im Brief vom 27. M�rz 1978 im Auftrage des

Universalen Hauses der Gerechtigkeit an alle Nationalen Geistigen R�te

Der folgende im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit geschriebenen Abschnitt nimmt

auf dieses Thema Bezug:

"H�flichkeit, Ehrerbietung, W�rde, Hochachtung vor dem Rang und den Leistungen anderer sind

Tugenden, die zu Harmonie und Wohlergehen jeder Gemeinschaft beitragen, Stolz und

Selbstverherrlichung jedoch geh�ren zu den t�dlichsten S�nden."

"Das Haus der Gerechtigkeit hofft, da� alle Freunde daran denken werden, da� es das letzte Ziel im

Leben jeder Seele sein sollte, geistige Vortrefflichkeit zu erlangen und damit das Wohlgefallen

Gottes zu gewinnen. Nur Gott kennt die wahre geistige Stufe jeder Seele. Sie ist v�llig anders als die

R�nge und Stufen, die M�nner und Frauen in den verschiedenen Bereichen der Gesellschaft

innehaben. Wer immer seine Augen auf das Ziel richtet, das Wohlgefallen Gottes zu erlangen, wird

mit Freude und strahlender Zustimmung jede Arbeit oder Stufe annehmen,

die ihm in der Sache Gottes zugeteilt wird und Ihm mit Freuden unter allen Umst�nden dienen."

Aus einem Brief vom 27. M�rz 1978 im Auftrage des

Universalen Hauses der Gerechtigkeit an alle Nationalen Geistigen R�te

Bei der Erledigung seiner Aufgaben ist der Assistent eines Hilfsamtsmitgliedes aufgerufen, ein

hohes Ma� an Initiative zu entfalten, um Ma�nahmen zu ersinnen und durchzuf�hren, die zur Erf�llung der

ihm gesetzten Ziele f�hren. Da jeder Assistent eng vertraut ist mit den Umst�nden, Bed�rfnissen und

M�glichkeiten der Gemeinde, die ihm zugewiesen wurde, ist er am besten in der Lage, zu entscheiden, wie er

den Gl�ubigen Anregung, Ermutigung und Ratschl�ge geben kann. Ein Beispiel f�r diese Initiative ergibt

sich aus der Arbeit mit �rtlichen Geistigen R�ten. In Beantwortung einer Frage erkl�rte das Universale Haus

der Gerechtigkeit:

"F�r ein Hilfsamtsmitglied ist nicht unbedingt n�tig, einen Assistenten ausdr�cklich als seinen

Vertreter zu einem Treffen mit einem Geistigen Rat abzuordnen, da solche Treffen Teil der

�blichen Arbeit eines Assistenten sind. Der Assistent sollte sich im normalen Verlauf seines Dien-

stes mit �rtlichen Geistigen R�ten treffen, ohne da� er in jedem Fall besondere Anweisungen von

seiten des Hilfsamtsmitglieds braucht"

Aus einer Mitteilung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit

an das Internationale Lehrzentrum vom 9. April 1974

Die Erfahrung hat gezeigt, wie h�chst wertvoll es ist, wenn Assistenten regelm��ig zu

Schulungstreffen zusammenkommen, die vom Hilfsamtsmitglied, unter dessen Leitung sie dienen,

vorbereitet werden. In einem Brief, der sich mit der Ernennung von Assistenten durch die

Hilfsamtsmitglieder befa�t, nahm das Universale Haus der Gerechtigkeit Bezug auf die Wichtigkeit,

"...sicherzustellen, da� diese Assistenten geschult werden in den Lehren des Glaubens und im

Funktionieren der administrativen Ordnung, so da� sie die �rtlichen Geistigen R�te wirksam

unterst�tzen k�nnen."

Aus einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit

an einen Nationalen Geistigen Rat, Naw-R�z 1974

Die Botschaft des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an die Kontinentalen Berater�mter und

Nationalen Geistigen R�te vom 1. Oktober 1969, die geschrieben wurde, bevor die Erm�chtigung zur

Ernennung von Assistenten erteilt worden ist, lenkte die Aufmerksamkeit auf die Verantwortung der

Hilfsamtsmitglieder, �ber den Zustand der Bah�'�-Gemeinden innerhalb des ihnen zugewiesenen Gebietes

und �ber die Arbeitsqualit�t der �rtlichen Geistigen R�te jener Gegend gut unterrichtet zu sein. Mit der

Ernennung von Assistenten erh�lt das Hilfsamtsmitglied diese notwendige Information weitgehend durch

regelm��ige und brauchbare Berichte dieser Assistenten. Entscheidungen �ber die Art und H�ufigkeit dieser

Berichterstattung durch die Assistenten liegen im Ermessen des betreffenden Hilfsamtsmitglieds, das sich

leiten lassen wird von seinem eigenen Bedarf an Berichten f�r die Berater sowie von Aussagen des

Universalen Hauses der Gerechtigkeit mit dem Ergebnis, da�:

"Je mehr die Hilfsamtsmitglieder den Beratern berichten, desto besser werden die Berater mit der

Lage der Sache vertraut sein, wenn sie mit den Nationalen R�ten beraten."

Aus einer Mitteilung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit

an die H�nde der Sache Gottes im Heiligen Land vom 19. November 1971

Diese Berichte der Assistenten werden dem Hilfsamtsmitglied helfen, die im folgenden Abschnitt

ins Auge gefa�te Aufgabe auszuf�hren:

"Jedes Hilfsamtsmitglied, dem ein besonderes Gebiet, in dem es dienen soll, zugeteilt ist, sollte mit

den �rtlichen Geistigen R�ten und anderen Zentren seines Gebietes Verbindung herstellen, alle

diese Zentren bei der Erf�llung der Ziele des Planes ermutigen und f�hren, �ber die relative St�rke

und Schw�che jedes Zentrums unterrichtet sein und sich vor Gott beim Aus�ben seiner

Verpflichtung verantwortlich f�hlen. Sollte es den Kontakt mit einem bestimmten �rtlichen

Geistigen Rat oder Zentrum verlieren, so sollte es seinerseits die Initiative ergreifen, um eine befrie-

digende L�sung des Problems zu finden. Auch sollte es regelm��ig seine Berichte und

Empfehlungen an die Berater schicken.

Aus einer vom Universale Haus der Gerechtigkeit erstellten Zusammenstellung

von Punkten, basierend auf einer persischen Mitteilung dieser K�rperschaft an den

Nationalen Geistigen Rat von Iran, vom 20. Mai 1970

Ein kennzeichnendes Merkmal der administrativen Ordnung in ihrer gegenw�rtigen Form besteht

darin, da� Assistenten von Hilfsamtsmitgliedern auch in Geistigen R�ten oder Aussch�ssen dienen k�nnen.

Das Universale Haus der Gerechtigkeit schrieb, da�:

"...die Ernennung eines Gl�ubigen zum Assistenten eines Hilfsamtsmitgliedes nicht den R�cktritt

des Ernannten von einem Geistigen Rat oder Ausschu� erfordert. Das Haus der Gerechtigkeit ist

mehr daf�r, da� sich Assistenten nicht von der administrativen Arbeit zur�ckziehen, obwohl dies

nach Absprache mit ihren Geistigen R�ten durchaus in Ordnung sein k�nnte; es w�re jedoch

vorzuziehen, da� der Vorschlag vom Ernannten und nicht vom Geistigen Rat kommt."

Aus einem Brief vom 10. November 1975 im Auftrage des Universalen Hauses der Gerechtigkeit

an einen Nationalen Geistigen Rat

Wenn ein Assistent meint, da� er �berm��ig stark durch die Anforderung seiner Arbeit als Assistent

zuz�glich zu den Diensten, die er als Rats- oder Ausschu�mitglied leistet, belastet ist, steht es ihm frei, offen

mit dem Hilfsamtsmitglied dar�ber zu beraten, um festzustellen, ob bei seinen Aufgaben eine gewisse

Umverteilung m�glich ist, damit sich seine Belastung verringert.

Die Frage der Wahrung der Vertraulichkeit erhebt sich, wenn ein Assistent zugleich Mitglied eines

Rates oder Ausschusses ist und erw�gen mu�, ob oder ob er nicht berechtigt ist, dem Hilfsamtsmitglied

Dinge zu berichten, die w�hrend der Sitzungen der beratenden K�rperschaft aufkommen. Diese Frage

wurde dahingehend vom Universale Haus der Gerechtigkeit in seiner Erkl�rung gel�st:

"Assistenten, die Mitglieder eines Nationalen Rates oder eines nationalen Ausschusses sind,

fungieren in Bezug auf diese K�rperschaft nicht als Assistenten, und sie haben dieselbe Pflicht wie

jedes andere Mitglied auch die Vertraulichkeit der Beratungen und der Angelegenheiten, die vom

Rat als vertraulich erachtet werden, zu beachten. Ein Assistent kann nat�rlich Mitglied eines

�rtlichen Geistigen Rates sein, aber seine Aufgabe hier als Assistent ist, dem Geistigen Rat zu

helfen, harmonisch und wirkungsvoll bei der Erf�llung seiner Pflichten zu funktionieren, und das

wird kaum gelingen, wenn er dem Rat das Gef�hl gibt, da� er dem Hilfsamtsmitglied insgeheim alles

berichtet, was der Rat tut. Er sollte im Gegenteil alles in seiner Macht stehende tun, um eine

Atmosph�re herzlicher und liebevoller Zusammenarbeit zwischen dem �rtlichen Geistigen Rat und

dem Hilfsamtsmitglied zu f�rdern."

Aus einem Brief im Auftrage des Universalen Hauses der Gerechtigkeit

an einen Nationalen Geistigen Rat vom 2. August 1982

Der Geist der Einheit und das Aus�ben liebevoller Zusammenarbeit wurden vom Universale Haus

der Gerechtigkeit wiederholt als wesentliche Erfordernisse f�r ein erfolgreiches Wirken der Institutionen der

administrativen Ordnung hervorgehoben. Die Assistenten der Hilfsamtsmitglieder, die mit Hingabe und

Selbstaufopferung am Erf�llen ihrer lebenswichtigen Aufgabe arbeiten, m�gen wohl �ber die Worte des

Universalen Hauses der Gerechtigkeit �ber die tiefe, geistige Auswirkung, die solch eine Einheit zu-

standebringt, nachdenken:

"Die Berater, ihre Hilfs�mter und ihre Assistenten auf der einen Seite, und die Nationalen und

�rtlichen Geistigen R�te mit ihren Aussch�ssen auf der anderen, sind alle m�chtige Instrumente f�r

die Lehrarbeit. Bei voller Zusammenarbeit zwischen ihnen und beim Durchf�hren ihrer

Unternehmungen im Geist der Einheit werden diese Institutionen reichlich gesegnet und best�tigt

werden. Die liebevolle Zusammenarbeit und Hingabe, f�r die diese Einrichtungen als Beispiel

dienen, und der Geist der Einheit, den sie bekunden, wenn sie die Bem�hungen der Freunde

wirkungsvoll st�rken und lenken, werden �berreiche geistige Kr�fte freisetzen, die der Gesamtheit

der Gl�ubigen, die aufgerufen sind, ihre h�chste Dienstbarkeit dem Glauben anzubieten, dem zu

dienen sie sich hingegeben haben, Kraft verleihen."

Aus einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit vom Juli 1977

an die Bah�'�, die bei einer Konferenz in Nigeria zusammenkamen

Aus einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit vom 27.12.1985 an die Konferenz

der Kontinentalen Berater�mter

'Abdu'l-Bahá, aus Wille und Testament in Dokumente des B�ndnisses, Bah��-Verlag, Hofheim

Langenhain 1989, Kapitel I, Abs. 21

KLARE VISIONEN - Teil 1 Heiligkeit

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KLARE VISIONEN - Teil 1 Heiligkeit 10

KLARE VISIONEN - Teil 1 Betreuung des Einzelnen und der Gemeinde 15

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KLARE VISIONEN - Teil 1 Der �rtliche Geistige Rat - eine neue Sch�pfung Fehler! Textmarke nicht

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KLARE VISIONEN - Teil 1 Visionen, Strategien, Aktionen und Dienstergebenheit 27

KLARE VISIONEN - Teil 2 Was alles zum Lehren geh�rt 31

KLARE VISIONEN - Teil 2 Kleine Lehrprojekte 33

KLARE VISIONEN - Teil 2 Lehrinstitute 38

KLARE VISIONEN - Teil 2 Lehrinstitute 40

KLARE VISIONEN - Teil 2 Sucher einladen, dem Glauben beizutreten 44

KLARE VISIONEN - Teil 3 �ber die Jugend 45

KLARE VISIONEN - Teil 3 �ber die Jugend

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KLARE VISIONEN - Teil 4 �ber Frauen 59

KLARE VISIONEN - Teil 4 �ber Frauen 62

KLARE VISIONEN - Teil 4 �ber Frauen

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KLARE VISIONEN - Teil 5 �ber die Kinder 65

KLARE VISIONEN - Teil 5 �ber die Kinder

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KLARE VISIONEN - Teil 6 �ber die Fonds des Glaubens 73

KLARE VISIONEN - Teil 6 �ber die Fonds des Glaubens

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KLARE VISIONEN - Teil 7 Die Steigerung der Glaubenskraft des einzelnen Gl�ubigen 75

KLARE VISIONEN - Teil 7 Die Bedeutung der Entwicklung des menschlichen Potentials 85

KLARE VISIONEN - Teil 7 Die Pflege der korrekten Arbeitsweise der �rtl. und nationalen Institutionen 90

KLARE VISIONEN - Teil 7 Die Pflege der korrekten Arbeitsweise der �rtl. und nationalen

Institutionen Fehler! Textmarke nicht definiert.

KLARE VISIONEN - Teil 8 Die Rolle der Hilfsamtsmitglieder bei der Zusammenarbeit mit Assistenten 95

KLARE VISIONEN - Teil 8 Assistenten der Hilfsamtsmitglieder 100


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