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Berateramt-Hilfsamt : Aspekte des persönlichen Lebens
Kontinentales Berateramt
des Bahá'í-Glaubens in Europa
31.Mär.1993
Hilfsamtsmitglieder in Europa
Geliebte Freunde,

am 7. Dezember 1992 hat die Sekretariatsabteilung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit

den beiliegenden Brief an den Europäischen Bahá’í-Jugendrat geschrieben. Als Antwort hat der Rat

eine Zusammenstellung vorbereitet, um verschiedene Aspekte des persönlichen Lebens, die Teile

des Dienstes für Bahá'u'lláh sind, zu untermauern. Zu Ihrer Information senden wir die Materialien

Ihnen mit.
Mit liebevollen Bahá’í-Grüßen
Kontinentales Berateramt in Europa
Das Universale Haus der Gerechtigkeit
Bahá'í-Weltzentrum
7. Dezember 1992
Sekretariat
An den Europäischen Jugendrat
Roya Svedare
Stallgatan 16A VI
S-194 32 Upplands-Vasby
Schweden
Liebe Bahá'í Freunde,

Das Universale Haus der Gerechtigkeit hat eine Kopie Ihres Briefes vom 31. Oktober 1992 an ausgesuchte

Bahá’ís in Europa, in dem Sie um die Mitarbeit in der Entwicklung einer Vision der Aktivitäten der

europäischen Bahá’í-Jugend im Dreijahres-Plan bitten, erhalten. Begleitend zu diesem Brief war eine sehr

interessante Analyse der gegenwärtigen Situation der europäischen Bahá'i-Jugend.

Das Haus der Gerechtigkeit hat zur Kenntnis genommen, daß Sie diese Korrespondenz auch den

europäischen Beratern mitgeteilt haben. Es meint, daß es auch von erheblichen Interesse für die Nationalen

Geistigen Räte sein würde und schlägt vor, daß Sie Kopien an sie senden, falls Sie dies nicht bereits getan

haben.

Das Haus der Gerechtigkeit hat uns gebeten eine Anzahl von Punkten in der Analyse zu kommentieren, da

dies helfen kann, das Problem der verwirrenden Auswahl der Alternativen, die heutzutage vor der Jugend

liegen, zu bewältigen. Dies ist wichtig, um der Jugend das Bewußtsein zu vermitteln, daß jeder Aspekt des

persönlichen Lebens ein Element seines oder ihres Dienstes für Bahá'u'lláh ist: die Liebe und Respekt zu den

eigenen Eltern; das Verfolgen seiner Ausbildung; das Pflegen der Gesundheit; das Erwerben eines Gewerbes

oder Berufes; sein Benehmen gegenüber anderen und das Wahren eines hohen moralischen Standards;

seine Ehe und Erziehung seiner Kinder; seine Aktivitäten im Lehren des Glaubens und in der Stärkung der

Bahá'i-Gemeinde, egal ob dies in so einfachen Dingen wie die Teilnahme am Neunzehntage-Fest oder dem

Einhalten der Bahá'i-Feiertage oder in anspruchsvolleren Aufgaben durch Dienst in der Verwaltung des

Glaubens erforderlich ist; und nicht zuletzt sich jeden Tag die Zeit nehmen, um in den Schriften zu lesen und

das Pflichtgebet zu sprechen, welches die Quellen der wachsenden geistigen Stärke, Verstehens und

Zuneigung zu Gott sind. Das Konzept eines Jahr des Dienstes für die Jugend sollte in dem Zusammenhang

als ein besonderer Dienst, die die Jugend der Sache widmen kann, betrachtet werden und welche sich als ein

höchst wertvolles Element in ihrer eigenen geistigen und intellektuellen Entwicklung erweisen sollte. Es ist

keine Alternative oder steht nicht im Konflikt mit anderen, oben aufgezählten, lebenswichtigen Aufgaben,

sondern ist vielmehr ein einzigartiger Dienst und Privileg, welches mit ihnen in der Art kombiniert werden

sollte, wie es in jedem einzelnen Fall am besten geeignet ist.

Das Haus der Gerechtigkeit hofft, daß die Diskussion, die Sie eingeleitet haben, bedeutendes Verständnis für

die gegenwärtigen Situation hervorbringt und Sie mit potenten Ideen für Aktivitäten der Jugend im Dreijahres-

Plan versieht.
Mit liebevollen Bahá’í-Grüßen
Die Sekretariatsabteilung
cc:Internationales Lehrzentrum
Berateramt in Europa
Aspekte des Persönlichen Lebens

"Das Haus der Gerechtigkeit hat uns gebeten eine Anzahl von Punkten zu

kommentieren..., da dies helfen kann, das Problem der verwirrenden Auswahl der

Alternativen, die heutzutage vor der Jugend liegen, zu bewältigen. Dies ist wichtig,

um der Jugend das Bewußtsein zu vermitteln, daß jeder Aspekt des persönlichen

Lebens ein Element seines oder ihres Dienstes für Bahá'u'lláh ist."

(Im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit)

Inhalt:

1. Liebe und Respekt zu den eigenen Eltern....................................4

2. Verfolgen seiner Erziehung................................................5

3. Pflegen der Gesundheit.....................................................6

4. Erwerben eines Gewerbes oder Berufes.......................................7

5. Benehmen gegenüber anderen und Wahren eines hohen moralischen

Maßstabs...................................................................8

6. Ehe und Kindererziehung....................................................9

7. Aktivitäten im Lehren des Glaubens + in der Stärkung der Bahá'i-Gemeinde..11

8. Sich jeden Tag die Zeit nehmen, um in den Schriften zu lesen und das

Pflichtgebet zu sprechen..................................................12

9. Besonderer Dienst: Angebot eines Jahr des Dienstes........................13

10. Literaturangaben..........................................................13

Diese Zusammenstellung wurde im Auftrage des Europäischen Bahá'í-Jugendrates 1993 von Robert Biuk-

Aghá, Wafá Enáyati und Hedje Fuchs angefertigt.
1. Liebe und Respekt zu den eigenen Eltern
Die Bedeutung dieses Punktes

"Nach der Anerkennung der Einheit des Herrn, verherrlicht sei Er, ist die wichtigste Pflicht,

gebührende Rücksicht auf die Rechte der Eltern zu nehmen. Dies kommt in allen Büchern

Gottes zum Ausdruck."
Bahá'u'lláh1

"Sprich: O Mein Volk! Erweist euren Eltern Achtung und Ehrfurcht. Dies wird Segnungen auf

euch niederströmen lassen aus der Wolken der Güte eures Herr, des Erhabenen, des

Großen...

Hütet euch zu begehen, was euren Vätern und Müttern das Herz betrübt. Folgt dem Pfade der

Wahrheit, der wahrlich ein gerader Pfad ist. Vor die Wahl gestellt, Mit einen Dienst zu

erweisen oder ihnen, dient lieber ihnen und laßt solches Dienen einen Pfad sein, der herführt

zu Mir." Bahá'u'lláh2

"Es gibt auch bestimmte heilige Pflichten der Kinder ihren Eltern gegenüber. Diese Pflichten

sind im Buche Gottes als Gott zugehörig aufgeschrieben. Das Wohlergehen der Kinder in dieser

Welt und im Königreich hängt vom Wohlgefallen der Eltern ab, und ohne dieses werden sie

offensichtlichen Verlust erleiden."
'Abdu'l- Bahá3

"Wenn du deinen Eltern solche Zuneigung und Achtung bezeigst, daß sie zufrieden sind, bin

auch Ich zufrieden; denn Eltern müssen hoch geachtet werden, und es ist wichtig, daß sie

zufrieden sind, solange sie dich nicht hindern, Zugang zur Schwelle des Allmächtigen zu

erlangen und dich nicht davon abhalten, auf dem Pfad des Königreiches zu wandeln."

'Abdu'l- Bahá4
Besondere Ratschläge zu diesem Punkt

"Andererseits muß der Sohn seinem Vater größten Gehorsam erweisen, und sich als

bescheidener, demütiger Diener benehmen. Tag und Nacht sollte er eifrig bestrebt sein, für

das Wohlbefinden und Wohlergehen seines liebenden Vaters zu sorgen und sein

Wohlgefallen zu erlangen. Er muß auf Ruhe und Vergnügen verzichten und stets bemüht

sein, Vater und Mutter das Herz zu erfreuen, damit er so das Wohlgefallen des Allmächtigen

erlange und die Heerscharen des Unsichtbaren ihm gnädiglich zu Hilfe eilen."

'Abdu'l- Bahá5

"Der Diener sollte nach jedem Gebet Gott anflehen, seinen Eltern gnädig zu vergeben. Dann wird

Gottes Ruf erschallen: 'Aberatusendfach sei dir gelohnt, was du für deine Eltern erbeten hast!'

Gesegnet, wer seiner Eltern gedenkt, wenn er mit Gott Zwiesprache hält. Wahrlich, es gibt keinen Gott

außer Ihm, dem Mächtigen, dem Vielgeliebten."
'Abdu'l- Bahá6

"Um ein sehr klares Beispiel zu geben: das Bahá'i- Gesetz, das die Zustimmung der Eltern zur Heirat

verlangt. Heutzutage wird diese Zustimmung von Nicht- Bahá'i- Eltern allzuoft verweigert aus Gründen

falsch verstandener Frömmigkeit oder des Rassenvorurteils; und doch haben wir immer wieder die

starke Wirkung gesehen, die die Standhaftigkeit der Kinder gegenüber den Bahá'i- Gesetzen auf eben

diese Eltern ausübte und die nicht nur dazu führte, daß die Zustimmung in vielen Fällen schließlich

gegeben wurde, sondern auch dazu, daß der Charakter der Eltern beeinflußt und ihr Verhältnis zu den

Kindern außerordentlich gestärkt werden kann."
Universales Haus der Gerechtigkeit7
2. Verfolgen seiner Erziehung
Die Bedeutung dieses Punktes

"Unter anderen Lehren und Prinzipien rät Bahá'u'lláh zur Erziehung von sämtlichen Gliedern der

Gesellschaft. Niemandem sollte eine intellektuelle Ausbildung verweigert oder vorenthalten werden,

obwohl jeder diese entsprechend seinem Fassungsvermögen erhalten sollte. Keiner darf in den Stufen

der Unwissenheit verbleiben. Der ganzen Menschheit muß Kenntnis in Wissenschaft und Philosophie

vermittelt werden - das heißt, soviel für notwendig erachtet wird. Nicht jeder kann Wissenschaftler

oder Philosoph sein, aber jeder sollte entsprechend seinen Bedürfnissen (und Verdiensten) ausgebil-

det werden."
'Abdu'l-Bahá8

"Ohne Zweifel ist Gelehrsamkeit die größte Gabe Gottes, Wissen und das Erwerben von Wissen ein

Segen des Himmels. Darum sind die Freunde Gottes verpflichtet, mit äußerster Anstrengung und

großem Eifer göttliches Wissen, Kultur und Wissenschaften zu fördern, damit schon bald die

Schulkinder von heute die Gelehrtesten in der Bruderschaft der Weisen werden. Dies ist ein Dienst für

Gott selbst, und es ist eines Seiner verbindlichen Gebote."

'Abdu'l- Bahá9

"O ihr jungen Bahá'i- Kinder, ihr Sucher nach Wahrheit, Verständnis und Wissen!...Ihr müßt...Tag und

Nacht streben und keinen Augenblick rasten, damit ihr einen großen Anteil an allen Wissenschaften

und Künsten erwerbt und damit Gottes Bild, aus der Sonne der Wahrheit strahlend, den Spiegel der

Menschenherzen erleuchte.

Es ist 'Abdu'l- Bahá'í sehnlichster Wunsch, jeden von euch als vorzüglichen Lehrer an den

Akademien und den Schulen innerer Bedeutungen anerkannt zu sehen, jeder ein Führer der

Weisheit."
'Abdu'l- Bahá10
Besondere Ratschläge zu diesem Punkt

"Am Anfang jeder Bemühung hat man die Pflicht, auf das Ende zu sehen. Von allen Künsten und Wis-

senschaften sollten die Kinder diejenigen erlernen, welche dem Menschen Vorteil bringen, seinen

Fortschritt sichern und seinen Rang erhöhen. So wird der widerliche Gestank der Gesetzlosigkeit ver-

trieben, und durch die edlen Bemühungen der Staatsführer werden alle geborgen, sicher und in

Frieden leben."
Bahá'u'lláh11

"Ich hoffe, ihr übertrefft während eures Studiums an dieser Hochschule alle anderen Studenten in den

verschiedenen Wissensbereichen, die dort unterrichtet werden, so sehr, daß sie alle gern bezeugen

können, daß die Bahá'i-Studenten eine andere Kraft besitzen, von anderen Bestrebungen begeistert und

von edleren Zielen durchdrungen sind, von höheren Beweggründen angespornt werden und weitere,

umfassendere Anstrengungen machen als andere: Wenn ihr die anderen nicht überflügelt, welche Art

Vornehmheit bleibt euch dann? Deshalb müßt ihr danach trachten, besser als sie zu sein, so daß alle

diese Tatsache bezeugen.
Abdu'l-Bahá12

"Der Mensch sollte deshalb, ehe er sich mit einem Studienobjekt befaßt, der Frage nachgehen, wozu es

dient und welche Frucht, welcher Nutzen daraus gezogen werden kann. Wenn es sich um einen

nützlichen Wissenszweig handelt, das heißt, wenn die Gesellschaft wesentliche Vorteile daraus erwirbt,

dann sollte er sein Studium sicherlich mit ganzem Herzen verfolgen. Wenn es sich dagegen um leere

und nutzlose Wortstreitereien, um das müßige Aneinanderreihen von Vorstellungen handelt, wenn nichts

dabei herauskommt als gegenseitige Verbitterung, warum sollte man dann sein Leben solchen sinnlosen

Haarspaltereien und Disputen widmen?" 'Abdu'l- Bahá13

"Bei der Entscheidung, welchen Ausbildungsweg sie einschlagen soll, kann die Jugend erwägen, sich

solche Fertigkeiten und Berufe anzueignen, die für Erziehung, ländliche Entwicklung, Landwirtschaft,

Wirtschaft, Technologie, Gesundheitswesen, Rundkfunk und viele anderer Betätigungsfelder von Nutzen

sind, und so dringend in den Entwicklungsländern der Welt gebraucht werden. Sie können ihre Zeit auch

während anderer Tätigkeiten zur Verfügung stellen, um als Reiselehrer oder bei anderen Hilfsprojekten in

der dritten Welt zu dienen."
Universales Haus der Gerechtigkeit14
3. Pflegen der Gesundheit
Bedeutung dieses Punktes

"Da der stoffliche Körper der Thron ist, auf dem der innere Tempel ruht, hat Gott bestimmt, daß der

Körper so gut es geht, erhalten wird, damit nichts geschieht, was Unstimmigkeit hervorruft. Der innere

Tempel sieht seinen Thron, die stoffliche Gestalt. Wenn dem Körper Achtung entgegengebracht wird,

ist es, als ob der innere Tempel sie empfängt. Das Gegenteil trifft ebenso zu."

Báb15

"Mit der Tatsache, daß der Mensch sich selbst vollkommen vergessen muß, ist gemeint, daß er sich

zum Geheimnis des Opfers erheben soll, sodaß sterbliche Gedanken verschwinden und eine

tadelnswerte Moral ausgetilgt werden, welche die Finsternis der Welt bilden, und nicht, daß

körperliche Gesundheit in Schwäche und Debilität umgewandelt wird."

'Abdu'l-Bahá16

"Wenn Gesundheit und körperliches Wohlbefinden auf dem Pfade des Königreiches geopfert werden,

so ist dies durchaus annehmbar und lobenswert, und wenn sie zum allgemeinen Besten der

Menschheit dahin gegeben werden - selbst wenn es zu ihrem materiellen Vorteil und eine Art

Wohltätigkeit wäre -, so ist auch dies willkommen. Wenn jedoch menschliche Gesundheit und

Wohlstand zur Befriedigung sinnlicher Begierden in tierischem Leben und teuflischem Streben

vergeudet werden,- dann ist Krankheit besser als solche Gesundheit, ja, selbst der Tod ist einem

solchen Leben vorzuziehen. Wenn du Gesundheit erstrebst, so wünsche sie dir zum Dienste am

Königreich. Ich hoffe, daß du vollkommene Einsicht, unbeugsame Entschlossenheit, völlige

Gesundheit und geistige und physische Kraft erlangst, damit du aus dem Brunnen des ewigen Lebens

trinkst und dir der Geist der göttlichen Bestätigung hilft."

'Abdu'l-Bahá17

"Wann immer ihr krank werdet, wendet euch an kompetente Ärzte. Wahrlich, wir haben die

Inanspruchnahme materieller Mittel nicht abgeschafft, sondern sie bestätigt durch diese Feder, welche

Gott zum Aufgangsort seiner leuchtenden und strahlenden Sache gemacht hat."

Bahá'u'lláh18
Besondere Ratschläge zu diesem Punkt

"Unter diesen letzteren ist das Tabakrauchen, das unrein, übelriechend, anstößig und tadelnswert ist

und dessen Schädlichkeit allmählich allen klar wird. Alle fähigen Ärzte bestätigen diese Ansicht, und

Versuche haben gezeigt, daß einer der Bestandteile des Tabaks ein tödliches Gift ist und daß der

Raucher verschiedenartigen Unpäßlichkeiten und Krankheiten ausgesetzt ist...

Damit soll zum Ausdruck kommen, daß vor Gott das Rauchen von Tabak verabscheuungswürdig,

tadelnswert, äußerst unrein und in höchstem Maße, wenn auch allmählich, schädlich ist. Im übrigen ist

es eine Geld- und Zeitvergeudung und der Grund, daß man einer schädlichen Gewohnheit zum Opfer

fällt. Darum ist es für die im Bündnis Standhaften sowohl aus Gründen der Vernunft als auch der

Überlieferung etwas Tadelnswertes, und es aufzugeben wird zur Ursache von Ruhe und Gelassenheit

für alle Menschen..."
'Abdu'l-Bahá19

"Alkohol zerstört die Vernunft und veranlaßt den Menschen, sinnwidrige Taten zu begehen. Aber...

dieser verruchte Haschisch löscht den Verstand aus, läßt den Geist erstarren, versteinert die Seele,

zehrt den Körper auf und läßt den Menschen enttäuscht und zugrundegerichtet zurück."

'Abdu'l-Bahá20

"Der Mensch sollte nicht zum Vergnügen schlafen, sondern um seinen Körper auszuruhen, um sich zu

verbessern, um besser zu sprechen, schöner zu erklären, den Dienern Gottes zu dienen und um die

Wahrheiten zu beweisen."
'Abdu'l-Bahá21

"Zu Ihrer Frage: nur sehr wenige Menschen können mit acht Stunden Schlaf auskommen. Falls Sie

nicht dazu gehören, sollten Sie auf Ihre Gesundheit achten, indem Sie genügend schlafen. Der Hüter

selbst merkt, daß es seine Fähigkeit zu arbeiten beeinträchtigt, wenn er nicht mindestens sieben oder

acht Stunden versucht zu schlafen."
Shoghi Effendi22

"Ihr müßt immer glücklich sein. Ihr müßt zu Menschen der Freude und des Glücks gezählt werden und

müßt mit göttlichen Eigenschaften geschmückt sein. In großen Maßen erhält Heiterkeit unsere

Gesundheit, während Depression des Geistes Krankheit erzeugt..."

'Abdu'l-Bahá23

"Sprich: Oh Menschen, eßt nicht, es sei denn, ihr seid hungrig. Trinkt nicht, nachdem ihr euch zum

Schlafe zurückgezogen habt. Bewegung ist bei leerem Magen gut; es stärkt die Muskeln. Bei vollem

Magen ist es sehr schädlich."
'Abdu'l-Bahá24
4. Erwerben eines Gewerbes oder Berufes
Bedeutung dieses Punktes

"Jedem von euch ist es zur Pflicht gemacht, sich in einem Beruf - einem Handwerk, Gewerbe und

dergleichen - zu betätigen. Wir haben eure Tätigkeit bei solcher Arbeit gnädiglich zum Rang des

Dienstes an Gott, dem Wahren erhoben."
Bahá'u'lláh25

"O Meine Diener! Die besten unter den Menschen sind jene, die durch einen Beruf ihren

Lebensunterhalt verdienen und ihn für sich und ihre Angehörigen verwenden, in der Liebe zu Gott,

dem Herrn aller Welten."
Bahá'u'lláh26

"Jeder Mensch muß einem Beruf, Gewerbe oder Handwerk nachgehen, sodaß er die Last anderer

Menschen tragen kann und nicht anderen Menschen zur Last fällt."

'Abdu'l-Bahá27

"Die ganze Menschheit muß seinen Lebensunterhalt im Schweiße seines Angesichts und mit

körperlichem Einsatz verdienen, gleichzeitg versuchen, die Last anderer zu erleichtern, danach

streben, die Ursache des Trosts für Seelen zu sein und die Mittel zum Leben zu ermöglichen. Dies

alleine ist Hingabe zu Gott. Bahá'u'lláh hat damit Taten ermutigt und Dienst angeregt."

'Abdu'l-Bahá28

"In einem Seiner Tablets sagt Bahá'u'lláh, daß an diesem Tag die höchste Form der Loslösung die

Beschäftigung in einem Beruf und finanzielle Unabhängigkeit ist. Ein guter Bahá'í ist darum der, der

sein Leben so regelt, daß er sowohl Zeit für seine materiellen Bedürfnisse als auch zum Dienst für die

Sache widmet."
Shoghi Effendi29
Einige besondere Beispiele zu diesem Punkt

"Einer der Namen Gottes ist der Gestalter. Er liebt die Handwerkskunst. Darum wird jeder Seiner

Diener, welcher dieses Attribut manifestiert, vor dem Anblick dieses Unterdrückten angenommen."

Bahá'u'lláh30

"Fünftens: Besondere Beachtung muß der Landwirtschaft geschenkt werden. Obwohl sie hier an

fünfter Stelle erwähnt wird, hat sie ohne Zweifel den Vorrang."

Bahá'u'lláh31

"Ihr Prüfstein sollte sein, daß Sie ihre geschäftlichen Tätigkeiten mit einer Gerechtigkeit und

Unparteilichkeit betreiben, an der sich andere orientieren können."

'Abdu'l-Bahá32

"Gut steht es um den Arzt, der Gebrechen in Meinem geheiligten und geehrten Namen heilt."

Bahá'u'lláh33

"Der Beruf Ihrer Nichte, Kinder zu erziehen und auszubilden, wird ihr reichhaltige Belohnugen

schenken, da sie in der Charakterentwicklung der heutigen Jugend, die die Menschheit morgen leiten

wird, hilft."
Shoghi Effendi34

"Wenn irgendwelche der Freunde in den Regierungsdienst treten, sollten sie ihr Amt zum Mittel

machen, um der göttlichen Schwelle näherzukommen: Sie sollten mit Redlichkeit und

Rechtschaffenheit handeln, unerbittlich alle Formen der Bestechlichkeit und Korruption meiden, sich

mit dem Gehalt, das sie bekommen, begnügen und eher stolz sein auf das Maß an Klugheit, Können

und Urteilsvermögen, das sie in ihre Arbeit einbringen können."

'Abdu'l-Bahá35

5. Benehmen anderen gegenüber und Wahren eines hohen moralischen Maßstabs

Bedeutung dieses Punktes

"Ein guter Charakter ist wahrlich der beste Mantel Gottes für die Menschen. Gott schmückt damit

seine Geliebten. Bei Meinem Leben! Das Licht eines guten Charakters überstrahlt die Sonne und

ihren Glanz. Wer ihn erlangt, gilt als Juwel unter den Menschen. Ruhm und Aufschwung der Welt

hängen völlig davon ab. Ein guter Charakter ist das Mittel, die Menschen auf den Geraden Pfad zu

leiten und zur Großen Verkündigung zu führen. Wohl dem, der mit den heiligen Merkmalen und dem

Charakter der himmlischen Heerscharen geschmückt ist."

Bahá'u'lláh36

"Wenn Mein wahrer Anhänger zu einem Tal aus reinem Gold käme, würde er leicht wie eine Wolke

hindurchgehen, ohne sich umzudrehen oder stehen zu bleiben. Ein solcher Mensch gehört wahrlich zu

Mir. Von seinem Gewand kann die himmlische Versammlung den Duft der Heiligkeit atmen... Wenn er

der schönsten, anmutigsten Frau begegnete, so würde sein Herz auch nicht den leisesten Anflug

eines Verlangens nach ihrer Schönheit verspüren. Ein solcher Mensch ist in der Tat ein Geschöpf

makelloser Keuschheit. Dies lehrt dich die Feder des Altehrwürdigen der Tage, wie sie es durch

deinen Herrn, den Allmächtigen, den Allgütigen, geheißen wurde."

Bahá'u'lláh37

"Der Bahá'i-Maßstab ist sehr hoch, vor allem, wenn er mit den völlig verderbten Sitten der heutigen

Welt verglichen wird. Unser Maßstab wird jedoch gesündere, glücklichere, edlere Menschen schaffen

und zu haltbaren Ehen führen..."
Shoghi Effendi38

"Die Verantwortung der jungen Gläubigen ist sehr groß; denn sie müssen nicht nur sich selbst

vorbereiten, die Arbeit der älteren Bahá'í zu übernehmen und die Angelegenheiten des Glaubens im

allgemeinen voranzutragen; vielmehr wird die Welt, die vor ihnen liegt, nach den Verheißungen

Bahá'u'lláhs eine von Leiden gezüchtigte Welt sein, die endlich bereit sein wird, auf Seine Göttliche

Botschaft zu hören. Von den Vertretern dieser Religion wird demnach ein besonders edler Charakter

erwartet werden. Ihr Wissen zu vertiefen, sich nach den Bahá'i- Maßstäben der Tugend und des

aufrichtigen Verhaltens zu vervollkommnen, sollte die vorrangige Aufgabe jedes jungen Bahá'í sein."

Bahá'u'lláh39

"Für euch wünsche ich euch geistige Vornehmheit, das heißt, ihr müßt durch Tugenden hervortreten

und berühmt werden. In der Liebe zu Gott müßt ihr euch von allen anderen unterscheiden. Ihr müßt

euch hervortun durch eure Liebe zur Menschheit, durch Einheit und Eintracht, durch Liebe und

Gerechtigkeit. Kurzum, ihr müßt für alle Tugenden der Menschenwelt bekannt werden: für Ehrlichkeit

und Aufrichtigkeit, für Gerechtigkeitssinn und Wahrheitstreue, für Entschlossenheit und

Standhaftigkeit, für milde Werke und den Dienst an der Menschheit, für eure Liebe zu jedem

menschlichen Wesen, für Einheit und Einklang mit allen Leuten, für den Abbau von Vorurteilen und

die Förderung des Weltfriedens. Schließlich müßt ihr euch dadurch auszeichnen, daß ihr himmlische

Erleuchtung erlangt und Gottes Gnadengaben erwerbt. Diese Vornehmheit wünsche ich für euch."

Abdu'l-Bahá40
Besondere Ratschläge zu diesem Punkt

"Ein keusches und heiliges Leben muß zum beherrschenden Grundsatz im Benehmen und Verhalten

aller Bahá'í gemacht werden, sowohl in ihren sozialen Beziehungen zu den Mitgliedern ihrer eigenen

Gemeinde als auch in ihrer Verbindung mit der ganzen Welt. Es muß die unaufhörlichen Bemühungen

und verdienstvollen Anstrengungen jener schmücken und stärken, deren beneidenswertes Amt es ist,

die Botschaft des Glaubens Bahá'u'lláhs zu verbreiten und seine Angelegenheiten zu verwalten....

Solch ein keusches und heiliges Leben mit seinen Kennzeichen der Bescheidenheit, Reinheit,

Enthaltsamkeit, Anständigkeit und inneren Sauberkeit bedingt nichts weniger als Mäßigung in allem ,

was zu Kleidung, Sprache, Vergnügen sowie allen künstlerischen und literarischen Zerstreuungen

gehört. Es verlangt tägliche Wachsamkeit in der Beherrschung der fleischlichen Wünsche und

verderbten Neigungen. Es fordert die Aufgabe leichtfertigen Verhaltens mit seiner übertriebenen

Verhaftung an nichtssagende und oft mißgeleitete Freuden. Es verlangt völlige Enthaltung von allen

alkoholischen Getränken, von Opium und ähnlichen Drogen, die zur Gewohnheit werden können. Es

verurteilt die erniedrigende Verwendung von Kunst und Literatur, Nacktkultur und Kameradschaftsehe,

ehelicher Untreue und alle Arten des zwanglosen geschlechtlichen Verkehrs, leichtfertige Vertraulich-

keit und geschlechtliche Laster. Es kann keinen Kompromiß dulden mit den Lehren, Maßstäben,

Gewohnheiten und Übertreibungen eines verfallenden Zeitalters."

Shoghi Effendi 41
6. Ehe und Kindererziehung
Die Bedeutung von Ehe

"Und als es Ihn verlangte, den Menschen Gnade und Wohltat zu erweisen und der Welt eine Ordnung

zu geben, offenbarte er Regeln und schuf Gesetze. Unter diesen gab er das Gesetz der Ehe, machte

es zu einer festen Burg der Wohlfahrt und des Heiles und befahl es uns in dem, was in Seinem

Heiligsten Buch aus dem Himmel der Heiligkeit herabgesandt ward. Er sag - groß ist Seine

Herrlichkeit -:'Vermählt euch, o Menschen, damit aus euch der erscheine, der Meiner unter Meinen

Dienern gedenke. Dies ist eines Meiner Gebote an euch, gehorcht ihm zu eurem eigenen Nutzen.'"

Bahá'u'lláh42

"Wisse, daß das Gebot der Ehe ewig ist. Es wird nie geändert oder umgewandelt werden. Es ist eine

göttliche Einrichtung, und es besteht nicht die geringste Möglichkeit, daß Änderungen oder Wandel

diese göttliche Einrichtung berühren."
'Abdu'l-Bahá43

"O Du unvergleichlicher Herr! In Deiner allmächtige Weisheit hast Du den Völkern die Ehe anbefohlen,

auf daß die Geschlechterreihen der Menschen in dieser Welt des Zufalls einander folgen und solange

die Welt währt, an der Schwelle Deiner Einheit sich in Dienstbarkeit und Anbetung, in Gruß,

Verehrung und Lobpreis ergehen."
'Abdu'l-Bahá44

"Tretet in den Ehestand, auf daß sich nach euch ein anderer an eurer Statt erhebe."

Bahá'u'lláh45

"...wenn die Ehe auf Geist und Körper gegründet ist, ist sie eine echte Vereinigung, die überdauern

wird. Ist die Verbindung jedoch nur eine körperliche, so ist sie gewiß nur vorübergehend und muß

unvermeidlich zur schließlichen Trennung führen."
'Abdu'l-Bahá46

"...Obwohl es höchst wünschenswert ist, verheiratet zu sein, und obwohl Bahá'u'lláh dies sehr

empfohlen hat, ist die Ehe doch nicht der zentrale Zweck des Lebens. Wenn ein Mensch lange warten

muß, bevor er einen Ehepartner findet, oder wenn er oder sie letztlich allein bleiben muß, bedeutet

dies nicht, daß er oder sie dadurch unfähig ist, seinen oder ihren Lebenszweck zu erfüllen."

Universales Haus der Gerechtigkeit47
Bedeutung der Kindererziehung

"Wisset...: In den Augen Gottes ist der beste Weg, Ihn zu verherrlichen, die Erziehung der Kinder und

ihre Bildung in allen Vollkommenheiten der Menschheit. Keine edlere Tat ist denkbar."

'Abdu'l-Bahá48

"Die Eltern müssen alle Anstrengungen machen, ihren Nachwuchs religiös zu erziehen. Denn wenn

die Kinder diesen größten Schmuck nicht erlangen, werden sie ihren Eltern nicht gehorchen, was in

gewissem Sinne gleichbedeutend mit Ungehorsam gegen Gott ist. Wahrlich, solche Kinder werden

kein Rücksicht auf irgend jemanden nehmen und nur das tun, was ihnen gefällt."

'Abdu'l-Bahá49

"Die Erziehung und Ausbildung der Kinder gehört zu den verdienstvollsten Taten der Menschheit. Sie

zieht die Gnade und den Segen des Allbarmherzigen auf sich; denn Erziehung ist die unentbehrliche

Grundlage jeder herausragenden menschlichen Leistung und erlaubt dem Menschen, sich seinen

Weg zu den Höhen immerwährender Herrlichkeit zu bahnen."

'Abdu'l-Bahá50

"...Deshalb sind in diesem neuen Zyklus Erziehung und Ausbildung im Buche Gottes als Pflicht

verzeichnet, nicht als freiwillige Angelegenheit. Das bedeutet, Vater und Mutter sind verpflichtet,

Tochter und Sohn mit größter Anstrengung auszubilden, sie an der Brust der Erkenntnis zu nähren

und sie aufzuziehen am Busen der Wissenschaften und Künste. Wer diese Aufgabe vernachlässigt,

der wird in Gegenwart des gestrengen Herrn zur Rechenschaft gezogen und mit Vorwürfen überhäuft

werden."
'Abdu'l-Bahá51

"Solange die Kinder noch klein sind, nährt sie an der Brust himmlischer Gnade, hegt sie in der Wiege

aller Vollkommenheiten, zieht sie groß in den Armen der Gabenfülle: Gönnt ihnen den Vorzug alles

brauchbaren Wissens. Laßt sie teilhaben an jedem neuen, trefflichen, wundersamen Handwerk und

Kunstgewerbe. Erzieht sie zu Arbeit und Einsatz, gewöhnt sie an Mühsal. Lehre sie, ihr Leben

wichtigen Dingen zu widmen, begeistere sie zu Studie, die der Menscheit nützen."

'Abdu'l-Bahá52

"Es ist mein höchster Wunsch und mein größtes Verlangen, daß ihr, die ihr meine Kinder sei, nach

den Lehren Bahá'u'lláhs erzogen werdet und eine Bahá´í-Ausbildung erhaltet, auf daß jeder von euch

eine brennender Kerze in der Menschenwelt werde, sich dem Dienst an der ganzen Menschheit

widme, Ruhe und Behagen aufgebe, um für die Befriedung der erschaffenen Welt zu wirken."

'Abdu'l-Bahá53

"Es ist die Pflicht jeden Vaters und jeder Mutter, ihre Kinder lange Zeit zu beraten und sie zu den Dingen

führen, die zu ewiger Ehre gereichen."
'Abdu'l-Bahá54

7. Aktivitäten im Lehren des Glaubens und in der Stärkung der Bahá'i-Gemeinde

Lehren

"Sprich: Lehre die Sache Gottes, o Volk Bahás, denn Gott hat es jedem zur Pflicht gemacht, Seine

Botschaft zu verkünden, und betrachtet dies als die verdienstvollste aller Taten. Eine solche Tat ist nur

annehmbar, wenn der Lehrer schon fest im Glauben an Gott steht, den höchsten Beschütze, den

Gnädigen, den Allmächtigen."
Bahá'u'lláh55

"Die Welt ist in großem Aufruhr und seine Probleme scheinen, täglich akuter zu werden. Wir sollten

deswegen nicht untätig bleiben; ansonsten würden wir unsere geheiligte Pflicht nicht erfüllen. Ba-

há'u'lláh hat uns nicht Seine Lehren gegeben, um diese zu unserer persönlichen Freude und unserem

Wohlgefallen zu behalten und zu verbergen. Er hat sie uns gegeben, sodaß wir sie weiterreichen bis

die ganze Welt mit ihnen vertraut wird und sich ihres Segens und erbauenden Einflusses erfreut."

Shoghi Effendi56
Spenden für den Fonds

"Freigebigkeit und Großmut sind Meine Zeichen. Wohl dem, der den Schmuck meiner Tugenden

anlegt."
Bahá'u'lláh57

"Zum Fonds beizutragen ist ein Dienst, den jeder Gläubige tun kann, sei er arm oder reich; denn es ist

eine geistige Verantwortung, bei der der gespendete Betrag keine Rolle spielt. Der Grad der Opfer-

bereitschaft des Gebers, die Liebe, aus der heraus gespendet wird, und die Einheit aller Freunde in

diesem Dienst sind es, die geistige Bestätigungen mit sich bringen."

Universales Haus der Gerechtigkeit58
Gehorsam gegenüber den Institutionen

"Die Freunde sind aufgerufen, ihren Beistand und ihre Mitarbeit dem Örtlichen Geistigen Rat von

ganzem Herzen zuteil werden zu lassen, erst durch die Wahl der Mitglieder und dann durch die

energische Verfolgung seiner Pläne und Programme, indem sie sich in Zeiten der Not und in

Schwierigkeiten an ihn wenden, indem sie für seinen Erfolg beten und Begeisterung empfinden über

seinen Aufstieg zu Einfluß und zu Ehren. Dieser große Preis, dieses Geschenk Gottes in jeder

Gemeinde muß gehegt, genährt, geliebt, unterstützt, ihm gehorcht und dafür gebetet werden."

Universales Haus der Gerechtigkeit59
Vertiefung

"Weder die Verwaltungsordnung noch die allgemeine Lehrarbeit....werden Fortschritte machen oder

irgend etwas bewirken, wenn die Gläubigen nicht wahrhaft feste, tiefe, geistig überzeugte Bahá'í

sind....Aber ist ein Bahá'í fest von der göttlichen Amtsgewalt überzeugt, die dem Propheten übertragen

ist, die an den Meister und durch Ihn an die Hüter weitergegeben wurde, die durch die Räte

hindurchfließt und eine auf Gehorsam gegründete Ordnung schafft,- hat ein Bahá'í einmal diese

Überzeugung, kann ihn nichts erschüttern."
Shoghi Effendi60

8. Sich jeden Tag die Zeit nehmen, in den Schriften zu lesen und das

Pflichtgebet zu sprechen

"Sprecht die Verse Gottes jeden Morgen und jeden Abend. Wer sie nicht spricht, der bricht das

Ehrenwort, das er dem Bunde Gottes und Seinem Testament gegeben, und wer sich heute davon

abkehrt, hat sich fürwahr seit ewigen Zeiten von Gott abgekehrt. Fürchte Gott, o Schar Meiner Diener!

Hütet euch, daß nicht übermäßiges Lesen und zu viele Andachtsübungen des Tages und zur

Nachtzeit euch hoffärtig machen. Wenn jemand nur einen Vers der Heiligen Schrift im Geiste

strahlender Freude spricht, so ist das besser für ihn, als wenn er im Überdruß alle Schriften Gottes,

des Helfers in Gefahr, des Selbstbestehenden, daherbetet. Sprecht die Verse Gottes in solchem

Maße, daß ihr nicht ermüdet und gelangweilt werdet. Überbürdet eure Seelen nicht derart, daß ihr sie

erschöpft und niederdrückt, sondern bemüht euch, sie zu erleichtern, damit sie auf den Schwingen der

offenbarten Verse in das Dämmerlicht Seiner Zeichen emporschweben. Das bringt euch Gott näher,

wenn ihr es nur verstündet."
Bahá'u'lláh61

"O Mein Diener! Singe die Verse Gottes, die du empfangen hast, so wie jene sie singen, die sich ihm

genähert haben, damit die Süße deines Gesanges deine eigene Seele entflamme und die Herzen aller

Menschen anziehen möge. Wer zurückgezogen in seiner Kammer die von Gott geoffenbarten Verse

spricht, wird erfahren, wie die Engel des Allmächtigen den Duft der Worte, die sein Mund verkündet

hat, überallhin verbreiten und das Herz eines jeden Gerechten höher schlagen lassen. Mag er sich

auch anfangs ihrer Wirkung nicht bewußt werden, so wird doch die Kraft der ihm gewährten Gnade

früher oder später ihren Einfluß auf seine Seele üben."

Bahá'u'lláh62

"Die Pflichtgebete sind bindend, weil sie Demut und Ergebenheit bewirken, den Menschen sein

Angesicht Gott zuwenden und seine Hingabe an Ihn zum Ausdruck bringen lassen. Durch solches

Gebet pflegt der Mensch Verbindung mit Gott, sucht Ihm nahezukommen, hält Zwiesprache mit dem

wahren Geliebten seines Herzens und erreicht geistige Stufen."

'Abdu'l-Bahá63

"Die Macht Gottes kann unserer Charakter völlig wandeln und uns zu Geschöpfen machen, die von

unserem früheren Selbst ganz verschieden sind. Durch Gebet und demütiges Flehen, durch

Gehorsam gegen die von Bahá'u'lláh offenbarte göttlichen Gesetze und durch ständig wachsenden

Dienst für Seinen Glauben können wir uns selbst verwandeln."

Shoghi Effendi64

"Was sich tatsächlich abspielt, wenn jemand Bahá'í wird, ist, daß der Same des Geistes in der

menschlichen Seele zu wachsen beginnt: Dieser Same muß durch das Ausströmen des Heiligen

Geistes bewässert werden. Die Segnungen des Geistes werden durch Gebet, Meditation, Studium der

Heiligen Schriften und Dienst an der Sache Gottes erlangt."

Shoghi Effendi65

9. Besonderer Dienst: Angebot eines Jahr des Dienstes

"Das Konzept eines Jahr des Dienstes für die Jugend sollte in dem Zusammenhang als ein

besonderer Dienst, die die Jugend der Sache widmen kann, betrachtet werden und welche sich als ein

höchst wertvolles Element in ihrer eigenen geistigen und intellektuellen Entwicklung erweisen sollte.

Es ist keine Alternative oder steht nicht im Konflikt mit anderen, oben aufgezählten, lebenswichtigen

Aufgaben, sondern ist vielmehr ein einzigartiger Dienst und Privileg, welches mit ihnen in der Art

kombiniert werden sollte, wie es in jedem einzelnen Fall am besten geeignet ist."

Universales Haus der Gerechtigkeit66

"...während ihrer Studienjahre ist es der Jugend häufig möglich, bestimmte Zeiträume von Wochen

oder Monaten oder sogar einem Jahr oder mehr anzubieten, in denen sie sich der Lehrarbeit oder

dem Dienst der Bahá'í-Gemeinde in einer anderen Form widmen können, wie zum Beispiel dem

Leiten von Kinderklassen in entlegenen Dörfern. Sie sollten ermutigt werden, solche Dienste, die allein

schon bewundernswerte Erfahrungen für die Zukunft sein werden, anzubieten und der Nationale Rat

sollte einen geeigneten Ausschuß beauftragen, solche Angebote entgegenzunehmen und ihre

Durchführung zu organisieren, so daß aus ihnen der größtmögliche Vorteil gezogen werden kann."

Universales Haus der Gerechtigkeit67

"Eine andere (Form der Mobilisierung von Lehraktivitätem) könnte sein, daß Ihr, solange Ihr noch jung

und frei von Verantwortung für eine Familie seid, daran dächtet, eine gewisse Zeit, ein oder zwei

Jahre, daheim oder im Ausland, freiwillig Bahá'í-Dienst bei Lehr- oder Entwicklungsarbeit zu leisten.

Es würde die Gemeinde stärken und festigen helfen, wenn Generationen von Jugendlichen nachein-

ander solche Formen (des Dienstes) aufgriffen."
Universales Haus der Gerechtigkeit68

"Die Jugendarbeit nahm durch die Idee eines Jahres des Dienstes für die Jugend einen besonderen

Charakter an. Der Einbezug der Jugend in des Sechsjahresplan als Kurzzeit-Pioniere, Reiselehrer und

Projektbeteiligte wirkte sich gründlich auf die Lehrarbeit allüberall aus und federte die Bemühungen

einer wachsenden Zahl von nationalen wie örtlichen Gemeinden um soziale und wirtschaftliche

Entwicklung ab. An den vielen Siegen in den ehemals kommunistischen Ländern waren die

Jugendlichen stark beteiligt. Ihre Mitarbeit bei Projekten der sozialen wirtschaftlichen Entwicklung zog

in mehreren Fällen die Aufmerksamkeit von Regierungen und Entwicklungsorganisationen auf sich."

Universales Haus der Gerechtigkeit69
Literaturangaben
1.Bahá'u'lláh, "Einheit der Familie", S. 7
2.Bahá'u'lláh, "Einheit der Familie", S. 9
3.Abdu'l-Bahá, "Ziele der Kindererziehung", S. 78
4.Abdu'l-Bahá, "Einheit der Familie", S. 17
5.Abdu'l-Bahá, "Einheit der Familie", S. 19

6.Báb, "Kleine Auswahl aus Seinen Schriften", Nr. 23

7.Universales Haus der Gerechtigkeit, "Liebe und Ehe", S. 36

8. Abdu'l-Bahá, nicht autorisierte Übersetzung
9.Abdu'l-Bahá, "Ziele der Kindererziehung", S. 59
10.Abdu'l-Bahá, "Briefe und Botschaften" 118:1,2

11.Bahá'u'lláh, "Lawh-i-Maqsúd" in "Botschaften aus Akká" 11:17

12.Abdu'l-Bahá, "Geistiger Adel", S. 19

13.Abdu'l-Bahá, "Geheimnis göttlicher Kultur", S.95

14.Universales Haus der Gerechtigkeit, Botschaft an die europäische Jugendkonferenz in Innsbruck vom

4.Juli 1983 in "Jugend kann die Welt bewegen", S.63

15.Báb, "Kleine Auswahl aus Seinen Schriften", Nr. 24

16.Abdu'l-Bahá, nicht autorisierte Übersetzung

17.Abdu'l-Bahá in "Bahá'u'lláh und das neue Zeitalter", S.135

18.Bahá'u'lláh, "Gesundheit und Heilen", S. 1
19. Abdu'l-Bahá, "Tablet über die Reinheit"
20.Abdu'l-Bahá, "Drogen und Suchtstoffe", Nr. 40
21.Abdu'l-Bahá, nicht autorisierte Übersetzung
22.Shoghi Effendi, nicht autorisierte Übersetzung
23.Abdu'l-Bahá, nicht autorisierte Übersetzung
24.Bahá'u'lláh, nicht autorisierte Übersetzung

25.Bahá'u'lláh, "Bishárát" in "Botschaften aus Akká", Abs. 22

26.Bahá'u'lláh, "Verborgene Worte", Persisch, Nr. 82

27.Abdu'l-Bahá, nicht autorisierte Übersetzung
28.Abdu'l-Bahá, nicht autorisierte Übersetzung
29.Shoghi Effendi, nicht autorisierte Übersetzung
30.Bahá'u'lláh, nicht autorisierte Übersetzung

31.Bahá'u'lláh, "Lawh-i-Dunyá" in "Botschaften aus Akká", Abs. 23

32.Abdu'l-Bahá, "Vertrauenswürdigkeit", Nr. 50
33.Bahá'u'lláh, nicht autorisierte Übersetzung
34.Shoghi Effendi, nicht autorisierte Übersetzung
35.Abdu'l-Bahá, "Vertrauenswürdigkeit", Nr. 57

36.Bahá'u'lláh, "Tarázát" in "Botschaften aus Akká", Abs. 13

37.Bahá'u'lláh zitiert in "Das Kommen göttlicher Gerechtigkeit", S. 53

38.Shoghi Effendi, "Ein keusches und geistiges Leben", Nr. 9

39.Shoghi Effendi, im Auftrag, aus einem Brief vom 6.7.1933 zitiert in "Jugend kann die Welt bewegen", S. 11

40.Abdu'l-Bahá, "Geistiger Adel", S. 17

41.Shoghi Effendi, "Das Kommen göttlicher Gerechtigkeit", S. 49-51

42.Bahá'u'lláh, "Gebete", Nr. 223
43.Abdu'l-Bahá, "Liebe und Ehe", S. 25
44.Abdu'l-Bahá, "Gebete", Nr. 224

45.Bahá'u'lláh, "Brief an den Sohn des Wolfes", S. 56

46.Abdu'l-Bahá, "Liebe und Ehe", S. 28

47.Universales Haus der Gerechtigkeit, Botschaft vom 6.2.1973 an alle Nationalen Geistigen Räte in

"Botschaften...", S. 147
48.Abdu'l-Bahá, "Briefe und Botschaften", Nr. 114
49.Bahá'u'lláh, "Ziele der Kindererziehung", S.11

50.Abdu'l-Bahá, "Briefe und Botschaften", 103:1 51.Abdu'l-Bahá, "Briefe und Botschaften", 98:2

52.Abdu'l-Bahá, "Briefe und Botschaften", 102:3
53.Abdu'l-Bahá, "Briefe und Botschaften", 120:2
54.Abdu'l-Bahá, "Briefe und Botschaften", 108:1
55.Bahá'u'lláh, "Ährenlese", Kap. 128:10
56.Shoghi Effendi, nicht autorisierte Übersetzung

57.Bahá'u'lláh, "Verborgene Worte", Persisch, Nr. 49

58.Universales Haus der Gerechtigkeit, "Botschaften des Universalen Haus der Gerechtigkeit 1963-1968", S.

17

59.Universales Haus der Gerechtigkeit, "Botschaften des Universalen Haus der Gerechtigkeit 1973-1978", S.

166

60.Shoghi Effendi, "Den Glauben vertiefen", Nr. 150

61.Bahá'u'lláh, "Über die Macht des Gebets", S. 5
62.Bahá'u'lláh, "Ährenlese", Kap. 136:2

63.Abdu'l-Bahá, "Über die Macht des Gebets", S. 15

64.Shoghi Effendi, "Über die Macht des Gebets", S. 27

65.Shoghi Effendi, "Zum wirklichen Leben", S. 36

66.Universales Haus der Gerechtigkeit, aus einem Brief an den europäischen Bahá'i-Jugend-Rat, 1993, nicht

autorisierte Übersetzung

67.Universales Haus der Gerechtigkeit, nicht autorisierte Übersetzung

68.Universales Haus der Gerechtigkeit, "Jugend kann die Welt bewegen", S.69

69.Universales Haus der Gerechtigkeit, Ridván-Botschaft 1992

Vertiefung über: "Aspekte des Persönlichen Lebens" vom Europ. Jugendausschuß 1993 (übers. Gita Maher)

Hamburg, den 12.06.03 E:\Winword2\bastu\EBYCLIVE1.doc Seite: 2 von 14


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