Wenn ihr aber in diese Versammlungen geht, befreit euch vor eurem Eintritt von allem, was in eurem Herzen ist, befreit eure Gedanken und euren
Geist von allem außer Gott und sprecht euch zuVersammlung der Liebe, zur Ursache der Erleuchtung, zur Versammlung sich anziehender Herzen
machen und sie mit dem Licht der HimmlischenSprich: Ehrlichkeit, Tugend, Weisheit und ein hei-Bot 6:4
liger Charakter gereichen dem Menschen zur Ehre,während ihn Unredlichkeit, Schwindel, Unwissenheit und Heuchelei in Erniedrigung stürzen.
Bahá’u’lláhDas Tor zur Erkenntnis des Altehrwürdigen Seins Äl 21:1
ist immer vor den Menschen verschlossen gewesenZutritt gewinnen. Als Zeichen Seiner Barmherzigkeit und als Beweis Seiner Gnade hat Er jedoch den
Menschen die Sonnen Seiner göttlichen Führung,die Sinnbilder Seiner göttlichen Einheit offenbart
und hat verfügt, daß die Erkenntnis dieser geheiligten Wesen mit der Erkenntnis Seines eigenen
Selbstes gleichbedeutend sei. Wer sie erkennt, hat
Gott erkannt.VWa 22 O Sohn des Geistes! Dies ist der Tag, von Gott zu sprechen, Sein Lob zu BSW 37:5
Edel erschuf Ich dich, doch du erniedrigst dich. So verkünden und Ihm zu dienen; beraubt euch dessen
erhebe dich zu dem, wozu du erschaffen bist. nicht. Ihr seid die Buchstaben der Worte, ihr seid
Bahá’u’lláh die Worte des Buches. Ihr seid die Triebe, die die
VWp 66 O ihr Auswanderer!euch das Feuer des Selbstes, so gedenkt eurer eigebehütet, und Er hat euch mit den Händen Seiner
nen Fehler und nicht der Fehler Meiner Geschöpfe; liebenden Vorsehung großgezogen. Jetzt ist es für
denn ein jeder kennt sich selbst besser als die andeeuch an der Zeit, Blätter zu treiben und Früchte zu
ren. tragen. Die Früchte am Baume des Menschen sind
Bahá’u’lláh seit eh und je edle Taten und ein lobenswerter Charakter.
Bahá’u’lláh Das Bauwerk der Beständigkeit und Ordnung die-Äl 112:1
ser Welt ist auf den beiden Pfeilern von Lohn undStrafe errichtet und wird weiterhin von ihnen getragen werden.
Bahá’u’lláhBotA 17:13 Sprich: Verherrlicht bist Du, o mein Gott! Ich flehe Als die Sonne der Weisheit am Horizont der heili-BotA 8:53
Dich an, bei dem Dämmerorte Deiner Zeichen undgen Sendung Gottes aufging, tat sie diese allherrliche Äußerung: Wer Wohlstand besitzt und mit
gib, daß ich mich in jeder Lage fest an das Seil Macht und Amtsgewalt belehnt ist, muß der Religi-
Deiner liebenden Vorsehung halte und an den Saum on die höchste Achtung schenken. Die Religion ist
Deiner Großmut klammere. Zähle mich alsdann zu wahrlich ein strahlendes Licht und eine uneinnehmdenen, die der Wandel und Wechsel der Welt nicht bare Feste für den Schutz und die Wohlfahrt aller
davon abbringen kann, Dir zu dienen und Dir die Völker der Welt; denn die Gottesfurcht treibt den
Treue zu wahren, und die der Angriff des Volkes Menschen, sich fest an alles Gute zu halten und al-
nicht zu hindern vermag, Deinen Namen zu verles Böse zu meiden. Würde die Lampe der Religion
herrlichen und Deinen Lobpreis zu künden. Stehe verdunkelt, so wären Chaos und Verwirrung die
mir gnädig bei, o Herr, zu tun, was Du liebst und Folge, und die Lichter der Redlichkeit und Gerechwünschest. Befähige mich sodann zu vollbringen, tigkeit, der Ruhe und des Friedens würden nicht
was Deinen Namen erhöht und das Feuer Deiner länger scheinen. Dies wird jeder wahrhaft Verstän-
Liebe entfacht. Du bist fürwahr der Vergebende, der dige bezeugen.
Freigebige. Bahá’u’lláh Bahá’u’lláh BeA 6:2 Sprich, die Kraft Gottes ruht in den Herzen derer, Die, deren Auge klar, deren Ohr offen, deren Herz BSW 25:2
die an die Einheit Gottes glauben und bezeugen, erleuchtet und deren Brust geweitet ist, erkennen,
daß es keinen Gott gibt als Ihn; die Herzen jener was wahr und was falsch ist, und unterscheiden das
aber, die Gott Gefährten zugesellen, sind ohnmächeine vom andern.
tig und leblos auf dieser Erde, sie sind ohne Zwei-Bahá’u’lláh fel tot.
BábMitternacht, daß nicht Achtlosigkeit sie auf den Pfad
des Verderbens leite und sie sich nicht den Baumist. Wahrlich, Ich sage, Streit, Hader und was immer der Geist des Menschen verabscheut, sind seiner Stufe völlig unwürdig. Sammelt euere Kräfte
für die Verbreitung des Glaubens Gottes.Fern sei es uns, jemals den Glauben an die unermeß-BotA 11:44
lichen Gunstbeweise Gottes zu verlieren; denn wenn
es Sein Wunsch wäre, könnte Er ein bloßes Atom inverwandeln. Tausend Türen tut Er auf, wo der Mensch
außerstande ist, sich auch nur eine vorzustellen.Bete so zu Gott, daß es deine Anbetung nicht än-BeA 3:2
derte, führte sie dich auch ins Feuer, und ebensowenig, wäre das Paradies dein Lohn. So, und nur
so, sollte die Verehrung sein, die dem einen, wahren Gott gebührt.Aus Furcht zu Ihm zu beten, wäre
unschicklich am geweihten Hofe Seiner Gegenwartund könnte nicht als ein Dienst angenommen werden, den du der Einzigkeit Seines Wesens weihst.
Wäre dein Blick aber auf das Paradies gerichtet und
betetest du zu Ihm mit dieser Hoffnung im Herzen,so würdest du Gottes Schöpfung Ihm zum Gefährten machen, dessen ungeachtet, daß die Menschen
das Paradies ersehnen. Feuer und Paradies neigendem Ziel,die Welt des Seins zu veredeln und die Menschen an Geist und Seele emporzuheben, herabgesandt, was das wirksamste Mittel zur Erziehung des
ganzen Menschengeschlechts ist. Der tiefste Sinn und
der vollkommenste Ausdruck dessen, was die Völkerfrüherer Zeiten gesagt und geschrieben haben, ist durch
diese mächtigste Offenbarung aus dem Himmel desGottes herabgesandt. Einst wurde offenbart: »Die Liebe zum Vaterland ist ein Bestandteil des Gottesglaubens.« Die Zunge der Größe jedoch verkündet am
Tage Seiner Offenbarung: »Es rühme sich nicht, wer
sein Vaterland liebt, sondernwer die ganzeWelt liebt.«
Bahá’u’lláhzwei Sprachen verständigen sollten; aber es müssen Anstrengungen unternommen werden, sie auf
eine zu beschränken, ebenso die Schriftarten derBetrachte den einen, wahren Gott als Einen, der an-Äl 84:1
ders als alles Erschaffene und unermeßlich darüber
erhaben ist. Das ganze Weltall strahlt Seine Herrlichkeit wider, während Er selbst von Seinen Geschöpfen unabhängig ist und sie weit überragt. Dies
ist die wahre Bedeutung göttlicher Einheit. Er, die
ewige Wahrheit, ist die eine Macht, welche unbestrittene Herrschaft über die Welt des Seins ausübt,
eine Macht, deren Bild im Spiegel der ganzenO Meine Diener! Würdet ihr die verborgenen, un-Äl 153:2
ermeßlichen Meere Meines unzerstörbaren Reichtums entdecken, so würdet ihr gewiß die Welt, ja,
die ganze Schöpfung als ein Nichts ansehen. LaßtStufe, auf der ihr euerem Meistgeliebten nahen und
euch mit Ihm vereinen könnt.Gottes für die Menschen. Gott schmückt damit Seine Geliebten. Bei Meinem Leben! Das Licht eines
guten Charakters überstrahlt die Sonne und ihrenMenschen. Ruhm und Aufschwung der Welt hängen völlig davon ab. Ein guter Charakter ist das
Mittel, die Menschen auf den Geraden Pfad zu leiten und zur Großen Verkündigung zu führen. Wohl
dem, der mit den heiligen Merkmalen und dem Charakter der himmlischen Heerscharen geschmückt ist.
Bahá’u’lláhSei ein Schmuck für das Antlitz der Wahrheit, eine
Krone für die Stirn der Treue, ein Pfeiler im Tempel der Rechtschaffenheit, Lebenshauch dem Körper der Menschheit, ein Banner für die Heerscharen der Gerechtigkeit, ein Himmelslicht am Horizont der Tugend, Tau für den Urgrund des
Menschenherzens, eine Arche auf dem Meer derNun zu deiner Frage über den Ursprung der Schöp-Äl 78:1
fung. Wisse sicher, daß Gottes Schöpfung von Ewigkeit her besteht und immer bestehen wird. Ihr Anfang war ohne Anfang und ihr Ende kennt kein
Ende. Sein Name »Schöpfer« setzt eine Schöpfungvoraus, wie Sein Titel »Herr der Menschen« das Dasein eines Dieners bedingt.
Bahá’u’lláhVon allem das Meistgeliebte ist Mir die Gerechtigkeit. Wende dich nicht ab von ihr, wenn du nach
Mir verlangst, und vergiß sie nicht, damit Ich dir
vertrauen kann. Mit ihrer Hilfe sollst du mit eigenen Augen sehen, nicht mit denen anderer, und
durch eigene Erkenntnis Wissen erlangen, nichtdu sein solltest. Wahrlich, Gerechtigkeit ist Meine
Gabe und das Zeichen Meiner Gnade. So halte sieEs ist keinesfalls erlaubt, die Grenzen der eigenen
Stellung und Stufe zu überschreiten. Jede Stellung
und Stufe muß in ihrer Unversehrtheit gewahrt werden. Das heißt, daß jedes erschaffene Ding im Lichte
der Stufe zu betrachten ist, die ihm zugewiesenErhabenste Wesen spricht: Selig und glücklich ist,
wer sich erhebt, dem Wohle aller Völker und Geschlechter der Erde zu dienen. An anderer Stelle
hat Er verkündet: Es rühme sich nicht, wer sein Vaterland liebt, sondern wer die ganze Welt liebt. Die
Erde ist nur ein Land, und alle Menschen sind seine Bürger.
Bahá’u’lláhSprich: Säet nicht die Saat der Zwietracht unter den Äl 136:4
Menschen, o Volk, und streitet nicht mit eueremWeisheit und der Rede. Dies,wahrlich, steht der Stufe des Menschen an. Davon abzugehen wäre Gottes, des höchsten Herrn aller, des Verherrlichten,
unwürdig. Aber das Volk wurde irregeleitet und gehört wahrlich zu den Achtlosen.
Bahá’u’lláhGlücklich der Gläubige, der sich mit dem Gewand BotA 17:95
edlen Bemühens kleidet und sich aufmacht, dieserSache zu dienen! Eine solche Seele hat fürwahr das
ersehnte Ziel erreicht und begriffen, zu welchemforttragen an den Ort, der ihnen bestimmt ist. Unwissend sind sie gekommen, unwissend dämmern
sie dahin, unwissend kehren sie zu ihrer Stätte zurück.
Bahá’u’lláhO Freunde! Helfet dem einen, wahren Gott – gepriesen sei Seine Herrlichkeit – durch euere edlen
Taten, durch ein Betragen und eine Wesensart, dieHelfer Gottes zu sein sucht, der schließe seine Augen vor allem, was er besitzt, und öffne sie dem,
was von Gott ist.Atomen des Seins und dem Wesen alles Erschaffenen, dich zu erziehen. Noch ehe du aus deiner Mutter Schoß entbunden warst, bestimmte Ich dir zwei
Quellen heller Milch, Augen, über dich zu wachen,des Reich gelangest und Meiner unsichtbaren Gaben würdig werdest. Du aber bliebst achtlos. Herangereift mißachtetest du all Meine Gaben, befangen in deinem eitlen Wahn, so daß du alles vergaßest, dich vom Tore des Freundes abwandtest und
am Hofe Meines Feindes Wohnung nahmst.Erhebe dich, o Volk, und erwarte die Tage göttli-Äl 12:1
cher Gerechtigkeit, denn die verheißene Stunde ist
gekommen. Hüte dich, daß du nicht versäumst, ihrehabe Ich die Perlen, die in den Tiefen seines ewigen Meeres verborgen lagen, ans Licht gebracht und
euch offenbart.Ergebenheit zeigen, daß jedes Staubatom unter ihren Füßen die Tiefe ihrer Ergebenheit bezeugt.
Bahá’u’lláhDie Propheten Gottes sollten als Ärzte angesehen Äl 34:6
werden, deren Aufgabe es ist, das Wohlergehen derden Geist der Einheit das Siechtum einer entzweiten
Menschheit zu heilen vermögen.Sprich: Laßt Wahrhaftigkeit und Höflichkeit euer Ä1 139:8
Schmuck sein. Duldet nicht, daß ihr des Gewandesder Langmut und der Gerechtigkeit beraubt werdet, damit aus eueren Herzen die süßen Düfte der
Heiligkeit über alles Erschaffene wehen.Gedenket des Bundes, den ihr mit Mir auf dem Ber-Wahrlich, Ich sage dir: Der nachlässigste aller Menge Párán im heiligen Bereich von Zamán schlosset. schen ist, wer unnütz streitet und sich über seinen
Die himmlischen Heerscharen und die Bewohner Bruder zu erheben trachtet. Sprich: O Brüder! Laßt
der Stadt der Ewigkeit habe Ich zu Zeugen genom-Taten, nicht Worte eure Zier sein!
men, doch finde Ich jetzt keinen, der dem Bunde Bahá’u’lláh treu blieb. Sicherlich haben Stolz und Aufruhr ihn
so aus den Herzen getilgt, daß keine Spur davon Sei gerecht in deinem Urteil und behutsam in dei-BSW 89
verblieb. Obwohl Ich dies wußte, habe Ich gewarner Rede.
tet und nichts enthüllt. Sei zu keinem Menschen unbillig, sondern erweise
Bahá’u’lláh allen Sanftmut.Äl 66:2 Wer Gott erkennt, soll keinen erkennen außer Ihm,
Bahá’u’lláh und wer Gott fürchtet, soll keinen außer Ihm fürchten, selbst wenn alle Mächte der Erde aufstehen und
gegen ihn auftreten. Ich spreche nur auf Sein Geheiß und folge durch die Kraft Gottes und Seine
Macht nur Seiner Wahrheit, Er wird wahrlich dieO Gott! Banne alle jene Kräfte, welche die Ursache
von Uneinigkeit sind und bereite für uns alle jene
Dinge, die die Ursache von Einheit und HarmonieWohltat und jeglicheSpeise. Bereite für uns die Speise der Liebe! Gib uns die Speise des Wissens! Sende auf uns die Speise der himmlischen Erleuchtung
herab! Bedenkt diese Dinge in euren Herzen; alsdann begebt euch zum Einigkeitsfest.
‘Abdu’l-BaháAuf die innerste Wirklichkeit jedes erschaffenen Äl 27:2
Dinges hat Er das Licht eines Seiner Namen ergossen; jedes hat Er zum Empfänger der Herrlichkeit
einer Seiner Eigenschaften gemacht. Die Wirklichkeit des Menschen jedoch hat Er zum Brennpunkt
für das Strahlen aller Seiner Namen und Eigenschaften und zum Spiegel Seines eigenen Selbstes erkoren. Aus allem Erschaffenen ist allein der Mensch
zu einer so großen Gunst, einer so dauerhaften Gabe
auserwählt worden.Der erlesene Wein Seiner Offenbarung ist an die-Äl 9:1
sem Tage und in Seinem Namen, der Selbstgenügende, entsiegelt. Seine Gnadenfülle ergießt
sich über die Menschen. Fülle deinen Becher undLicht ist unter euch erschienen, belehnt mit diesem
unfehlbaren Buch, euch recht zu leiten auf die Wege
des Friedens, daß ihr mit Gottes Erlaubnis aus dem
Dunkel heraustretet ins Licht und auf diesen weiten Pfad der Wahrheit.
BábDieser Unterdrückte verpflichtet euch zu Ehrenhaftigkeit und Frömmigkeit. Gesegnet die Stadt, die
durch ihr Licht erleuchtet wird! Durch diese Eigenschaften wird der Mensch erhoben und das Tor der
Sicherheit vor aller Schöpfung geöffnet. Glücklich
der Mensch, der sich fest an sie hält und ihren Wert
erkennt, und wehe dem, der ihre Bedeutung leugnet!
Bahá’u’lláhKleide dich mit dem Wesen der Gerechtigkeit und Äl 153:1
lasse dein Herz niemanden fürchten außer Gott. Verdecke nicht den klaren Quell deiner Seele mit dem
Dorngestrüpp eitler, zügelloser Neigungen, und halte den Strom des lebendigen Wassers nicht auf, der
aus dem Born deines Herzens fließt, setze alle Hoffnung auf Gott und halte beharrlich fest an seiner
unerschöpflichen Barmherzigkeit. Wer außer Ihmkann den Elenden reich machen, wer den Gefallenen aus seiner Erniedrigung befreien?
Bahá’u’lláhGerechtigkeit und Redlichkeit sind die beiden BSW 28:1
Wächter, die über die Menschen wachen. Von ihnengehen deutliche, gesegnete Worte aus, die die Grundlage für das Wohl der Welt und den Schutz ihrer
Völker bilden.anzunehmen. Euer Betragen euerem Nächsten gegenüber sollte so sein, daß es deutlich die Zeichen
des einen, wahren Gottes offenbart, denn ihr seidGeist erfrischt werden, die ersten, die Ihn anbeten
und das Knie vor Ihm beugen, die ersten, die seinen
Thron der Herrlichkeit umschreiten.ist durch Feinheit bedingt, die wiederum von losgelösten, reinen Herzen abhängt. Ihre Mäßigung muß
mit Takt und Weisheit gepaart sein, wie es in denSei freigebig im Glück und dankbar im Unglück. BSW 88
Sei des Vertrauens deines Nächsten wert und schaue
hellen und freundlichen Auges auf ihn.Sprich: O Volk Gottes! Schmückt eure Tempel mit BotA 8:40
der Zier der Vertrauenswürdigkeit und Frömmigkeit.
Alsdann helft eurem Herrn mit den HeerscharenBüchern, Abhandlungen, Schriftrollen und Sendbriefen haben Wir euch Streit und Zwist verboten,
und dabei wünschten Wir nur eure Erhöhung undund ihre Blätter, die Meere und ihre Wogen, die Erde
und ihre Schätze. Wir bitten Gott, Seinen Geliebten
beizustehen und sie in dem zu stärken, was auf dieser glückseligen, dieser mächtigen, wunderbaren
Stufe ihrer würdig ist.Die göttlichen Tugenden und Eigenschaften sind alle
klar und offenbar; sie wurden in allen heiligen Büchern erwähnt und beschrieben. Unter ihnen sind
Vertrauenswürdigkeit,Wahrhaftigkeit, Reinheit desHerzens in der Zwiesprache mit Gott, Langmut, Ergebenheit in alles, was der Allmächtige verordnet,
Zufriedenheit mit allem, was sein Wille bestimmt,Geduld, ja Dankbarkeit inmitten von Leiderfahrungen und vollkommenes Vertrauen auf Ihn in allen
Lebenslagen. Nach Gottes Werturteil zählen dieseTugenden zu den höchsten und lobenswertesten aller Taten. Alle anderen Taten sind zweitrangig, diesen nachgeordnet, und werden es immer bleiben.
Bahá’u’lláhWahrlich, Wir sehen euere Taten. Wenn Wir von ihnen den süßen Duft der Reinheit und Heiligkeit verspüren, werden Wir euch ganz gewiß segnen. Dann
werden die Paradiesbewohner euch Lob zollen undEs ist besser für den Menschen, eine Seele zu füh-BeA 3:24,3
ren als alles zu besitzen, was zwischen Ost und West
liegt. Ebenso ist Führung für den Geführten besser
als alles andere auf Erden, denn durch diese Führung wird er nach seinem Tode Zutritt zum Paradiese erlangen, durch die Dinge der Welt hingegen wird
er nach seinem Tode seine wohlverdiente Strafe erhalten. Gott wünscht darum, daß alle Menschen
durch die Kraft der Worte Dessen, Den Gott offenbaren wird, rechtgeleitet werden. Die Dünkelhaften
aber werden sich nicht führen lassen. Sie werdenGründen, von denen keiner in der Todesstunde ihnen von Nutzen sein wird.
BábEbenso geziemt es den Geliebten Gottes, mit ihren Äl 115:4
Mitmenschen nachsichtig zu sein, von allen Dingenso geheiligt und losgelöst zu sein und solche Aufrichtigkeit und Redlichkeit aufzuweisen, daß alle
Völker der Erde sie als die Treuhänder Gottes unter
den Menschen anerkennen.Wäre es Unser Wunsch, so läge es in Unserer Macht,
durch die Wirkung eines einzigen Buchstabens Unserer Offenbarung die Welt und alles, was sie birgt,
zu zwingen, in weniger als einem Augenblick dieund haltet euch fern Seiner heiligen Gegenwart? Das
Wesen der Schönheit thront im unvergleichlichenZelt auf dem Sitze der Herrlichkeit, und ihr gebt euch
ab mit sinnlosem Streit. Der süße Duft der Heiligkeit strömt, der Hauch der Großmut weht, doch ihr
seid alle vom Schnupfen befallen und habt nichtdaran teil. Wehe euch und denen, die auf euren Wegen wandeln und euren Spuren folgen!
Bahá’u’lláhWas aber den betrifft, der sich abwendet und sich BSW 64:3
vor Stolz bläht, nachdem ihm klare Beweise durchden Offenbarer der Zeichen gegeben wurden, dessen Werk wird Gott zunichte machen. Er, wahrlich,
hat Gewalt über alle Dinge. Des Menschen TatenManifestation) anerkannt hat. Wer sich von dem Einen Wahren abwendet, ist in der Tat unter seinen
Geschöpfen am stärksten in Schleier gehüllt. So ist
es durch Ihn, den Allmächtigen, den Gewaltigsten,BeA 7:24 O Herr! Zu Dir nehme ich Zuflucht und richte mein Sieh, wie das Volk Abraham, den Freund Gottes, Äl 23:2
Herz auf alle Deine Zeichen. O Herr! Ob auf Reisen auf das Urteil hin, das die Priester Seiner Zeit fäll-
oder zu Hause, in meinem Beruf oder bei meiner ten, ins Feuer warf, wie sie Moses, der mit dem All-
Arbeit, setze ich all mein Vertrauen in Dich. So gemächtigen Zwiesprache hielt, als Lügner und Verwähre mir Deine allgenügende Hilfe und mache leumder anklagten. Bedenke, wie Jesus, der Geist
mich von allen Dingen unabhängig, o Du, der Du Gottes, trotz Seiner äußersten Sanftmut und vollkomunübertroffen bist in Deinem Erbarmen. Lasse mir menen Herzensgüte von Seinen Feinden behandelt
meinen Anteil zukommen, o Herr, wie es Dir gewurde. So heftig war der Widerstand, dem Er, das
fällt, und mache mich zufrieden mit dem, was Du Wesen des Seins, der Herr des Sichtbaren und des
für mich verordnest. Dein ist die unumschränkte Unsichtbaren, gegenübertreten mußte, daß Er nir-
Befehlsgewalt. gends Sein Haupt niederlegen konnte. Unaufhörlich
Äl 43:4Báb Mutiges Handeln wird den Sieg dieser Sache siwanderte Er von Ort zu Ort, jeder festen Bleibe beraubt. Überlege, was Muhammad widerfuhr, dem
Siegel der Propheten, möge das Leben aller andechern, und eine geheiligte Wesensart wird ihre Macht ren ein Opfer für Ihn sein!
stärken. Halte dich an die Rechtschaffenheit, o Volk Bahá’u’lláh Bahás! Dies, wahrlich, ist das Gebot, das euch dieser Unterdrückte gegeben hat, und die erlesene Wahl O Sohn des Menschen! VWa 35
Seines unumschränkten Willens für jeden von euch. Gräme dich nicht, außer du bist Uns ferne; und freue
Bahá’u’lláh dich nicht, außer du kommst Uns nahe und kehrest
zu Uns zurück.Freiheit muß letzten Endes zu Aufruhr führen, dessen Flammen niemand löschen kann. So warnt euch
Er, der Rechnende, der Allwissende. Wißt, daß dieVerkörperung der Freiheit und ihr Sinnbild das Tier
ist. Dem Menschen ziemt es, daß er sich in Schranken fügt, die ihn vor seiner eigenen Unwissenheit
beschützen und vor dem Schaden des UnheilstiftersWürde seiner Stufe zu verletzen. Sie erniedrigt ihn
auf die Ebene tiefster Verderbtheit und Schlechtigkeit.
Bahá’u’lláhWenn du dein Herz auf das zeitlose, unvergängliche
Reich und das urewige Leben richtest, dann entsage
der sterblichen, flüchtigen Herrschaft!Die Offenbarung, die seit unvordenklichen Zeiten Äl 3:1
als das Ziel und die Verheißung aller ProphetenGottes gepriesen worden ist und das höchste Verlangen Seiner Boten war, ist nun nach dem alldurchdringenden Willen des Allmächtigen und auf Sein
unwiderstehliches Geheiß den Menschen enthülltworden. In allen heiligen Schriften ist das Kommen
einer solchen Offenbarung angekündigt worden.Seht nun, wie die Menschheit trotz solcher Ankündigung von ihrem Weg abgeirrt ist und sich selbst
ihrer Herrlichkeit verschlossen hat.Vergiß alles außer Mir und werde vertraut mit Meinem Geiste. Dies gehört zum Wesen Meiner Gebote, darum halte dich daran.
Bahá’u’lláhjedem Bittsteller, Er gewährt jedem Wahrheitssucher
Zutritt. Am heutigen Tag ist der Gerade Pfad offenbart, aufgestellt ist die Waage göttlicher Gerechtigkeit, und hell strahlt das Sonnenlicht Seiner Gabenfülle, aber schwarzen Wolken gleich tritt mit drükkendem Dunkel das Volk der Tyrannei dazwischen
und errichtet ein gewaltiges Hindernis zwischen der
Sonne himmlischer Gnade und dem Volk der Welt.Selig ist, wer die trennenden Schleier zerreißt und
vom strahlenden Licht göttlicher Offenbarung erleuchtet wird. Bedenke, wie groß an Zahl diejenigen waren, die sich selbst zu den Weisen und Gebildeten rechneten, am Tage Gottes aber der Ausgießungen himmlischer Gnadengaben beraubt blieben.
Bahá’u’lláheine Freude den Betrübten, ein Meer für die Dürstenden, ein schützender Port für die Bedrängten,
Stütze und Verteidiger für das Opfer der Unterdrükkung. Laß Sauberkeit und Redlichkeit all dein Handeln auszeichnen.
Bahá’u’lláhWähnen die Menschen, Wir seien den Bewohnern BeA 2:8
der Welt fern? Nein, an dem Tage, da Wir Todespein
sie ergreifen lassen, werden sie auf dem Feld derund Sein Gedenken waren. Sodann werden sie rufen: »Wären wir doch dem Pfad des Báb gefolgt!
Hätten wir doch bei Ihm allein Zuflucht gesucht und
nicht bei eigensinnig irrenden Menschen! Dennhinter uns und auf allen Seiten, wir aber waren in
Wahrheit wie durch einen Schleier von Ihm getrennt.«
BábSo blind ist das menschliche Herz geworden, daß Äl 16:2
weder die berstende Stadt noch der Berg, der zuStaub wird, ja, nicht einmal die gespaltene Erde es
aus seiner Starre aufrütteln können. Die Anspielungen in den Schriften sind enthüllt, die dort aufgezählten Zeichen sind offenbart, unaufhörlich erschallt der prophetische Ruf. Und doch sind alle bis
auf jene, die Gott zu führen beliebte, verwirrt im
Rausch ihrer Achtlosigkeit.Der Aufruf und die Botschaft, die Wir gaben, sollten niemals nur ein Land oder ein Volk erreichen
oder nur diesem zugute kommen. Die Menschheitoffenbart und gewährt ist. Dann, nur dann wird sie
zu wahrer Freiheit gelangen.Wahrhaft weise ist, wen die Welt und alles, was in
ihr ist, nicht davon abhält, das Licht dieses Tages zu
erkennen, wen das leere Gerede der Menschen nichtToten gleicht fürwahr, wer sich an dem wunderbaren Morgen dieser Offenbarung nicht von ihrem
herzerquickenden Odem beleben läßt. Ein Gefangener ist wahrlich, wer den höchsten Erlöser nicht
erkennt, sondern seine Seele elend und hilflos in den
Fesseln seiner Leidenschaften schmachten läßt.Segelst du hinaus auf das Meer der Namen Gottes, BeA 4:10,3
die sich in allen Dingen spiegeln, so wisse, daß Er
erhaben und geheiligt ist, durch Seine Geschöpfewerden. Alles, was du wahrnimmst, wurde ins Dasein gerufen durch das Wirken Seines Willens. Wie
könnte solch ein erschaffenes Ding Seine wesenhafte
Einheit andeuten? Gottes Existenz bezeugt in sichSeine Einheit, während jedes erschaffene Ding durch
seine Natur erweist, daß es von Gott gestaltet ist.
Solcherart ist der Beweis vollendeter Weisheit nach
Ansicht derer, die auf dem Meere göttlicher Wahrheit segeln.
BábBewahre deine Zunge vor Äußerungen, die dich BeA 6:11,9
selbst grämen könnten, und flehe zu Gott um Gnade. Wahrlich, Er weiß um die Rechtschaffenen, denn
Er ist mit denen Seiner Diener, die wahrhaft an Ihn
glauben, und Er ist der Taten der Unheilstifter wohl
gewahr, denn nichts in den Himmeln oder auf Erden entgeht Seinem Wissen.
Báboffenbart, das Wir »Das Heiligste Buch« benannten. Darin haben Wir Gesetze gegeben und es geschmückt mit den Geboten deines Herrn, der die
Amtsgewalt übt über alle in den Himmeln und aufErden. Sprich: Ergreifet es, o Menschen, und beachtet, was darin herniedergesandt ist aus den wundersamen Geboten eures Herrn, des Vergebenden,
des Gabenreichen. Fürwahr, es wird euch in dieserwie der nächsten Welt nützen und wird euch reinigen von allem, was euch übel ansteht. Er ist wahrlich der Verordner, der Ausleger, der Geber, der Großmütige, der Gnädige, der Allgepriesene.
Bahá’u’lláhDie Quelle alles Guten ist Vertrauen in Gott, Unterwerfung unter Sein Gebot und Zufriedenheit mit
Seinem heiligen Willen und Wohlgefallen. Das Wesen der Weisheit ist die Gottesfurcht, die Angst vor
Seiner Rute und Strafe, die rasche WahrnehmungSeiner Gerechtigkeit und Seines Geheißes. Das Wesen der Religion ist zu bezeugen, was der Herr offenbarte, und zu befolgen, was Er in Seinem mächtigen Buch verordnete.
Bahá’u’lláhSo wird auch berichtet, daß eines Tages einer der Iq 2:41
Gefährten Sádiqs sich bei diesem über seine Armutbeklagte, worauf Sádiq, diese unsterbliche Schönheit, ihm zur Antwort gab: »Wahrlich, reich bist du,
denn du hast einen Trunk vom Weine des Reichtumsgetan.« Diese von Armut heimgesuchte Seele wurde bei diesen Worten des Erleuchteten ganz verwirrt
und sagte: »Wo ist denn mein Reichtum, besitze ich
doch kaum eine Münze?« Doch Sádiq bemerkteGottes!« Und Sádiq fragte ihn weiter: »Möchtest du
diese Liebe für tausend Dinare tauschen?« Er antwortete: »Nein, niemals will ich sie eintauschen, und
gäbe man mir gleich die Welt und alles, was darinnen ist!« Da sprach Sádiq: »Wie kann einer, der solchen Schatz besitzt, arm genannt werden?«
Bahá’u’lláhBürdet keiner Seele eine Last auf, die ihr selber nicht Äl 66:8
tragen wollt, und wünscht niemandem, was ihr euchselbst nicht wünscht. Dies ist Mein bester Rat für
euch, wolltet ihr ihn doch beherzigen.ÜBER DIE BEDEUTUNG DES NEUNZEHNTAGEFESTES 1.‘IZZAT
8. SEPTEMBERden anderen Teilnehmern eurer Versammlung gefällig sein und sie glücklich machen kann. Jeder einzelne muß alle Anwesenden für besser und wichtiger halten als sich selbst. Jeder muß sich selbst geringer schätzen als die anderen. Seht die Stufe der
anderen als hoch und eure eigene Stufe als niedrig
an. Wenn ihr in Übereinstimmung mit diesen Geboten handelt und lebt, so wißt wahrlich und seid gewiß, daß dieses Fest die himmlische Speise ist. Dieses Mahl ist das Abendmahl des Herrn! Ich bin der
Diener einer solchen Versammlung.O Volk Bahás! Jedes einzelne Gebot, das Wir of-BotA 6:33
fenbarten, ist eine feste Burg für die Welt des Daseins und ihren Schutz. Wahrlich, dieser Unterdrückte wünscht nur eure Sicherheit und eure Würde.
Bahá’u’lláhDes Menschen Vorzug liegt im Dienst und in der BotA 9:4
Tugend, nicht im Prunk des Wohllebens und desReichtums. Habt acht, daß eure Worte rein sind von
eitlem Wahn und weltlichen Lüsten und eure Tatenvon List und Argwohn. Vergeudet nicht den Reichtum eures kostbaren Lebens im Verfolg böser, verderbter Neigung, noch laßt eure Mühe völlig in der
Förderung eurer eigenen Interessen aufgehen.Fernsein zu erretten und sie dahin zu bringen, sich
Seinem Hofe zu nähern und in Seine Gegenwart zugelangen. »Hätte es Gott gefallen, Er hätte sicherlich alle Menschen zu einem Volk gemacht.« Seine
Absicht ist jedoch, die im Geiste Reinen und imdie die Schönheit des Allherrlichen suchen, von den
Eigensinnigen und Verderbten unterschieden undJeder Einsichtige wird an diesem Tage bereitwillig
zugeben, daß die Ratschläge, die die Feder diesesUnterdrückten offenbarte, die höchste Triebkraft für
den Fortschritt der Welt und die Erhöhung ihrerWisse und sei dir gewiß: Wer nicht an Gott glaubt, Äl 114:3
ist nicht vertrauenswürdig und nicht wahrhaftig.Dies ist in der Tat die Wahrheit, die unbezweifelbare Wahrheit. Wer treulos gegen Gott handelt, wird
auch treulos gegen seinen König handeln. Nichtskann einen solchen Menschen vom Bösen abhalten, nichts kann ihn hindern, seinen Nächsten zu
verraten, nichts kann ihn dazu bringen, aufrechtO Meine Diener! In Meinem Herzen leuchtet nichts Äl 153:8
als das unvergängliche Morgenlicht göttlicher Führung. Aus Meinem Munde geht nichts hervor als
das Wesen der Wahrheit, die der Herr, euer Gott,offenbart. Folgt darum nicht eueren irdischen Wünschen, verletzt nicht das Bündnis Gottes und brecht
nicht euer Gelübde für Ihn. Mit fester Entschlossenheit, mit der ganzen Liebe euerer Herzen, mit
der vollen Kraft euerer Worte wendet euch Ihm zuacht, ich bin vergänglich, und vergänglich sind alle
meine äußerlichen Erscheinungen und Farben. Hütet euch vor dem Wandel und Wechsel, der in mich
hineingelegt ist, und wacht auf aus eurem Schlummer. Und doch gibt es kein scharfesAuge, das sieht,
und kein feines Ohr, das lauscht.souveränen Herrn über alle, dem Helfer in der Not,
dem Allherrlichen, dem Allmächtigen.Zerreißt in Meinem Namen die Schleier, die euere Äl 75:1
Sicht so schwer behindern, und zerschlagt durch die
Macht, die aus eurem Glauben an Gottes Einheittretet ein in das heilige Paradies des Wohlgefallens
des Allerbarmers.Das Erhabenste Wesen spricht: O ihr Menschen-BotA 11:15
kinder! Der Hauptzweck, der den Glauben Gottesund Seine Religion beseelt, ist, das Wohl des Menschengeschlechts zu sichern, seine Einheit zu fördern und den Geist der Liebe und Verbundenheit
unter den Menschen zu pflegen. Laßt sie nicht zurWas immer auf dieser Grundlage errichtet ist, dessen Stärke können Wandel und Wechsel der Welt
nie beeinträchtigen, noch wird der Ablauf zahlloser Jahrhunderte seinen Bau untergraben.
Bahá’u’lláhEinen Hauch Meines Geistes blies Ich dir ein, damit du Mich liebest. Warum hast du Mich verlassen
und einen anderen Geliebten begehrt?Dies ist Mein erster Rat: Besitze ein reines, gütiges
und strahlendes Herz, damit du unvergängliche Souveränität erlangest, während von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Bahá’u’lláhDie Welt ist erleuchtet von der strahlenden Herr-Äl 9
lichkeit Seines Angesichts. Und doch, siehe, wiedie durch die Macht des Herrn der Namen die Götzen ihrer eitlen Einbildungen und verderbten Wünsche zerschlagen und die Stadt der Gewißheit betreten haben.
Bahá’u’lláhund dich an Seine Liebe gehalten hast an dem Tage,
da alle außer wenigen mit Einsicht Begabten vonvergelten, weil du Ihn suchtest an dem Tage, da die
Augen geblendet waren.Sei rein, o Volk Gottes, sei rein; sei rechtschaffen,
sei rechtschaffen... Sprich: o Volk Gottes! Was den
Sieg der ewigen Wahrheit verbürgt – Gottes Heerscharen und Helfer auf Erden – ist in den heiligen
Büchern und Schriften verzeichnet und so klar, sooffenkundig wie die Sonne. Diese Scharen sind solche gerechten Taten, solches Betragen, ein solcher
Charakter, wie sie in Seinen Augen annehmbar sind.
Wer sich an diesem Tage erhebt, um Unserer SacheWesensart und eines aufrechten Verhaltens zu seiner Hilfe herbeiruft, wird mit dieser Tat sicherlich
die ganze Welt beeinflussen.Dieser Unterdrückte hat dem Volke Gottes verbo-BotA 7:14
ten, sich in Streit und Hader einzulassen, und hat es
zu rechtschaffenen Taten und edlen Charaktereigenschaften ermahnt. Die Heerscharen, die heutzutage
den Sieg der Sache Gottes sichern, sind gute Taten
und ein angenehmes Wesen. Selig ist, wer diesenDer Staub des Aufruhrs hat die Herzen der Men-Äl 16:3
schen umwölkt und ihre Augen mit Blindheit geschlagen. Bald werden sie die Folgen dessen spüren, was ihre Hände am Tage Gottes bewirkt haben.
So warnt euch der Allunterrichtete, wie es Ihm Ereueres Glaubens an den allherrlichen Gott untergraben, denn solche Einbildungen sind den Menschen völlig unnütz und können ihre Schritte nicht
auf den geraden Pfad lenken.erhabensten Offenbarung herabgesandt. Alle müssen sie sorgfältig befolgen. Die höchste Auszeichnung des Menschen, sein wahrer Fortschritt und sein
Endsieg waren immer von den Gesetzen Gottes abhängig und werden es weiter sein. Wer die Gebote
Gottes befolgt, wird ewige Glückseligkeit gewinnen.
Bahá’u’lláhJedem von euch ist es zur Pflicht gemacht, sich in BotA 3:22
einem Beruf – einem Handwerk, Gewerbe und dergleichen – zu betätigen. Wir haben eure Tätigkeit
bei solcher Arbeit gnädiglich zum Rang des Dienstes an Gott, dem Wahren, erhoben. Denkt in euren
Herzen über die Gnade und den Segen Gottes nachVergeudet eure Zeit nicht mit Faulheit und Müßiggang. Beschäftigt euch mit dem, was euch und anderen nützt. So ist es verordnet in diesem Sendschreiben, von dessen Horizont die Sonne der Weisheit und des Wortes widerstrahlt.
Bahá’u’lláhGebe Gott, daß sich die Armen bemühen und da-Äl 100:5
nach streben, sich die Mittel zum Lebensunterhaltzu verdienen. Dies ist eine Pflicht, die in dieser größten Offenbarung jedem auferlegt wurde, und gilt
vor Gott als gutes Werk. Wer immer diese Pflichterfüllt, dem wird ganz gewiß die Hilfe des Unsichtbaren zuteil. Er kann durch Seine Gnade reich machen, wen immer Er will. Er, wahrlich, hat Macht
über alle Dinge.Wer gerecht und redlich in seinem Urteil ist, steht
auf einer hohen Stufe und hält einen erhabenenRang. Das Licht der Frömmigkeit und der Aufrichtigkeit leuchtet strahlend aus seiner Seele. Wir hoffen sehr, daß die Völker und Länder der Welt des
Strahlenglanzes dieser beiden Leuchten nicht beraubt bleiben.
Bahá’u’lláheure Werke vom Staub der Selbstsucht und Heuchelei geläutert und am Hof der Herrlichkeit angenommen werden; denn bald werden die Prüfer der
Menschheit in der heiligen Gegenwart des Angebeteten nur noch wahre Tugend und makellos reine
Werke annehmen. So strahlt die Sonne der Weisheit und des göttlichen Geheimnisses am Horizont
des göttlichen Willens. Selig, wer sich ihr zukehrt.
Bahá’u’lláhFlieht nicht das Angesicht des Armen, der im Staube liegt, nein, handelt vielmehr wie ein Freund an
ihm, und laßt euch von ihm die Geschichte des Leides berichten, mit dem Gottes unerforschlicher Ratschluß ihn heimgesucht hat. Bei der Gerechtigkeit
Gottes! Während ihr euch ihm zugesellt, werden die
himmlischen Heerscharen auf euch niederschauen.sie werden Fürbitte für euch tun, eueren Namen loben und euere Tat preisen.
Bahá’u’lláhWorte: »Gott ist der Allbesitzende« werden dem Liebenden wie der wahre Morgen herrlich strahlend
am Horizont seines Herzens aufleuchten. Dann wirst
du sicher auf des Reichtums Throne weilen.wurde. Alle Völker der Welt haben die Pflicht, ihre
Gegensätze auszugleichen und in vollkommenerWenn es unter euch zu Meinungsverschiedenheiten kommt, seht Mich vor euerem Angesicht stehen
und überseht gegenseitig euere Fehler um MeinesBetrachte die früheren Geschlechter. Bezeuge, wie Ä 23:1
sich jedesmal, wenn Er, das Tagesgestirn göttlicher
Großmut, das Licht Seiner Offenbarung über dieerhoben und Seine Wahrheit verwarfen. Die als Führer der Menschen galten, waren ständig bemüht, ihre
Anhänger zu hindern, sich Ihm, dem Meer der grenzenlosen Güte Gottes, zuzuwenden.
Bahá’u’lláhWie weit sind sie davon entfernt, der Stimme zu Iq 1:63
lauschen, die verkündet: Seht, ein Jesus ist aus dem
Hauch des Heiligen Geistes hervorgegangen, undein Mose ist zu einem von Gott bestimmten Auftrag berufen! Wollten sich zehntausend Stimmen erheben, kein Ohr würde darauf hören, wenn Wir sagten, daß einem vaterlosen Kinde die Sendung des
Prophetentums verliehen ward oder daß einem Totschläger aus den Flammen des Feuerbusches die
Botschaft entgegenscholl: »Wahrlich, wahrlich, Ich
bin Gott!«Wenn Gott Seine Propheten zu den Menschen sendet, ist Seine Absicht eine zweifache. Die erste ist,
die Menschenkinder aus dem Dunkel der Unwissenheit zu befreien und sie zum Lichte wahren Verstehens zu führen, die zweite, den Frieden und die
Ruhe der Menschheit zu sichern und alle Mittel bereitzustellen, durch die beides erreicht werden kann.
Bahá’u’lláhSache zu folgen oder zum Werkzeug ihrer Verbreitung zu werden. Diese wenigen haben das göttliche
Elixier erlangt, das allein die Schlacken dieser Welt
in lauteres Gold verwandeln kann, und wurden ermächtigt, die unfehlbare Arznei gegen alle Leiden
zu reichen, von denen die Menschenkinder heimgesucht werden. Nur der kann das ewige Leben erlangen, der die Wahrheit dieser unschätzbaren, dieser wundersamen und erhabenen Offenbarung annimmt.
Bahá’u’lláhSprich: Mir helfen heißt Meine Sache lehren. Dies BotA 13:5
ist ein Gegenstand, der ganze Sendbriefe ausfüllt.
Dies ist der unverrückbare Befehl Gottes, ewig inWeisheit überschreitet, versteht die im Buche dargelegte Bedeutung der Hilfe für Gott nicht. Sprich:
Fürchtet Gott und sät nicht die Saaten der Zwietracht unter die Menschen. Befolget, was euch aufgetragen von eurem Herrn, dem Allmächtigen, dem
Allwissenden.Die ihr Herz Ihm, dem Ziel der Anbetung für die Äl 100:1
ganze Schöpfung, zuwenden, müssen sich an diesem Tage unbedingt über alle erschaffenen Dinge,
sichtbar oder unsichtbar, erheben und von ihnengeheiligt sein. Wenn sie sich aufmachen, Meine Sache zu lehren, müssen sie sich vom Odem Dessen,
der der Unbezwungene ist, beleben lassen.Eine zweifache Verpflichtung ruht auf dem, der den
Tagesanbruch der Einheit Gottes erkannt und dieWahrheit Dessen, der die Manifestation Seiner Einzigkeit ist, anerkannt hat. Die erste ist Festigkeit in
Seiner Liebe, solche Festigkeit, daß ihn weder das
Geschrei des Feindes noch die Anmaßung des Anmaßenden davon abbringen können, sich an Ihn,
die Ewige Wahrheit, zu halten – eine Festigkeit, die
jenen keinerlei Beachtung schenkt. Die zweite istdie genaue Befolgung der Gesetze, die Er vorgeschrieben hat – Gesetze, die Er den Menschen immer gegeben hat und weiterhin geben wird, Gesetze, durch die Wahrheit von Falschheit unterschieden und gesondert werden kann.
Bahá’u’lláhMeine Schöpfung: »Haltet Meine Gebote aus Liebe zu Meiner Schönheit!« Glücklich der Liebende,
der den göttlichen Duft seines Meistgeliebten einatmet aus diesen Worten, erfüllt mit dem Wohlgeruch einer Gnade, die keine Zunge beschreiben
kann.Erbitte nicht von Mir, was Wir nicht für dich wünschen. Sei darum zufrieden mit dem, was Wir für
dich bestimmt haben, denn das ist, was dir nützt,O ihr Völker der Welt! In Meinem Namen, der alle Äl 14:16
anderen Namen überragt, werft weg, was ihr besitzt, und versenkt euch in dieses Meer, dessen Tiefen die Perlen der Weisheit und der Äußerung bergen, ein Meer, das wogt in Meinem Namen, der Allbarmherzige. So belehrt euch Er, bei dem das
Mutterbuch ist.Gewicht, auf daß bei diesen Gelegenheiten die Geliebten Gottes und die Dienerinnen des Barmherzigen ihr Angesicht dem Königreich zuwenden, die
Verse Gottes singen, Gottes Beistand suchen, sichan Reinheit, Heiligkeit, Gottesfurcht und an Widerstandskraft gegen selbstische Leidenschaft. So werden sie sich von dieser stofflichen Welt lösen und
sich in die Glut des Geistes versenken.Ein Funke aus der unergründlichen Tiefe Seines Äl 26:2
unumschränkten, alldurchdringenden Willens hataus völligem Nichts eine Schöpfung ins Dasein gerufen, unendlich in ihrer Ausdehnung und unvergänglich in ihrer Dauer. Die Wunder Seiner Großmut können niemals enden, und der Strom Seiner
barmherzigen Gnade kann niemals aufgehalten werden. Sein Schöpfungsakt hatte keinen Anfang und
kann kein Ende haben.Die Absicht des einen, wahren Gottes bei seiner Äl 137:4
Selbstoffenbarung ist, die ganze Menschheit zuund Vertrauenswürdigkeit, zu Entsagung und Ergebenheit in den Willen Gottes, zu Nachsicht und Güte,
zu Ehrlichkeit und Weisheit aufzurufen. Sein Zielist es, jeden Menschen in den Mantel eines geheiligten Charakters zu kleiden und ihn mit der Zier
heiliger, edler Taten zu schmücken.Das Wort Gottes mag mit einem jungen Sämling verglichen werden, dessen Wurzeln in die Herzen der
Menschen gepflanzt wurden. Es ist eure Pflicht, sein
Wachstum durch die lebendigen Wasser der Weisheit, durch lautere, heilige Worte zu fördern, damit
seine Wurzeln festwachsen und seine Zweige sichsind gekommen, um alle Erdenbewohner zu vereinen und zusammenzuführen. Dies bezeugt das, was
das Meer Meines Wortes unter den Menschen offenbarte, und doch ist die Mehrzahl der Menschen
in die Irre gegangen. Wenn euch jemand verleumdet, wenn euch Leid auf dem Pfade Gottes befällt,
dann seid geduldig und setzt euer Vertrauen auf Ihn,
den Hörenden, den Sehenden. Er, wahrlich, ist Augenzeuge; Er sieht alles und tut kraft Seiner höchsten Herrschaft, was ihm gefällt. Wahrlich, Er ist der
Herr der Stärke und der Macht.Seht den Aufruhr, der die Welt seit vielen langen Äl 112:1
Jahren heimsucht, und die Verwirrung, die ihre Völker ergriffen hat. Entweder ist sie durch Krieg verwüstet oder von plötzlichem, unerwartetem Unheil
gepeinigt worden. Obwohl Not und Elend die Weltsprach, siehe, da beschuldigten Ihn alle, Er sei ein
Unheilstifter, und wiesen Seinen Anspruch zurück.Unsere Gnade durchdringt gewißlich alles, was in BeA 1:9,8
die Reiche der Erde und des Himmels, und was immer zwischen ihnen liegt, bewohnt, und überdies die
ganze Menschheit. Seelen aber, die sich selbst wie
durch einen Schleier ausgeschlossen haben, könnenniemals an den Regenschauern der göttlichen Gnade teilhaben.
BábDie geheiligten Seelen sollten in ihren Herzen über
die Lehrmethoden nachdenken und nachsinnen. AusSchriften sollten sie Sätze und Abschnitte auswendig lernen, die sich auf verschiedene Gegebenheiten beziehen, damit sie im Verlauf ihrer Ansprachen
göttliche Verse wiedergeben können, sooft es dieGelegenheit erfordert, da diese heiligen Verse ja das
kraftvollste Elixier, der größte, mächtigste Talisman
sind. So machtvoll ist ihr Einfluß, daß dem HörerMacht eigen, daß sie als Magnet auf alle Völker und
Geschlechter der Erde wirkt. Wer innehält, um mitkeinen einen Ort gibt oder geben kann, dahin er fliehen könnte.
Bahá’u’lláhZieh aus mit der Tafel Gottes und mit Seinen Zeichen, vereinige dich mit denen, die an Mich glauben, und verkünde ihnen die Botschaften Unseres
heiligsten Paradieses. Warne sodann die, welche Ihm
Gefährten zugesellen.Die Absicht Gottes bei der Erschaffung des Men-Äl 29:1
schen war und wird immer sein, ihn zu befähigen,seinen Schöpfer zu erkennen und in Seine Gegenwart zu gelangen. Diesen höchsten Zweck, dieses
erhabenste Ziel bezeugen alle himmlischen Bücherund die göttlich offenbarten, inhaltsschweren Schriften unzweideutig.
Bahá’u’lláhReligion ist wahrlich das vortrefflichste Mittel zur BotA 6:19
Errichtung der Ordnung in der Welt und für die Ruhe
ihrer Völker. Die Schwäche der Pfeiler der Religion
hat die Toren gestärkt und sie dreist und noch anmaßender gemacht. Wahrlich, Ich sage: Je schlimmer
die Religion verfällt, desto widerspenstiger werden
die Gottlosen. Dies kann letztlich nur in Chaos und
Gesetzlosigkeit enden. Hört auf Mich, o ihr Einsichtsvollen, und seid gewarnt, o ihr, die ihr Unterscheidungsvermögen besitzet!
Bahá’u’lláhder Heiligkeit Taube liegt gefangen in den Krallen
von Eulen. Die Bewohner des Zeltes der Herrlichkeit und die himmlischen Heerscharen weinen und
klagen, während ihr im Lande der Nachlässigkeitruht und euch dennoch zu den aufrichtigen Freunden zählt. Wie leer ist euer Wahn!
Bahá’u’lláhSinnt nach über die Welt und den Zustand ihrer Völker. Er, um Dessentwillen die Welt ins Sein gerufen
wurde, ist in der trostlosesten aller Städte wegen der
Untaten der Verstockten eingekerkert.Vom HorizontAnbruch des Tages Gottes, des Erhabenen, des Großen.
Bahá’u’lláhDies ist der Tag, da die Edelsteine der Beständig-BotA 7:16
keit aus dem Schatzberg des tiefsten Menschenherzens ans Licht gefördert werden müssen. O Volk
der Gerechtigkeit! Sei so strahlend wie das Licht und
so leuchtend wie das Feuer, das im Brennendenwird zweifellos die widerstreitenden Völker und Geschlechter der Erde einen und verschmelzen, wogegen die wilde Flamme der Feindschaft und des Hasses nur zu Streit und Untergang führen kann. Wir
flehen zu Gott, daß Er Seine Geschöpfe vor dendich von ihm lösest. Du wähnst dich reich in seinem
Besitz,wo Ich in der Heiligung davon deinen Reichtum sehe. Bei Meinem Leben! Dies ist Mein Wissen, jenes dein Wahn – wie kommt beides überein?
Bahá’u’lláhist, und sich an das hält, was Gott verordnet hat, der
Herr der Namen und Gestalter alles Erschaffenen,O Freunde! Es geziemt euch, eure Seele zu erquikken und wiederzubeleben durch die gnädigen Gunstbeweise, die in dieser göttlichen, dieser herzerquikkenden Frühlingszeit auf euch herabströmen. Die
Sonne Seiner großen Herrlichkeit verbreitet ihrenGlanz über euch und die Wolken Seiner grenzenlosen Gnade beschatten euch.Wie erhaben ist der Lohn
dessen, der sich einer so großen Wohltat nicht beraubt noch versäumt, die Schönheit seines Meistgeliebten in diesem Seinem neuen Gewande zu erkennen.
Bahá’u’lláhDein Auge ist Mein Pfand, laß den Staub eitler Lü-Äl 152:1
ste seine Klarheit nicht umwölken. Dein Ohr istZeichen Meiner Großmut, laß den Lärm unziemlicher Beweggründe es nicht von Meinem Worte, das
die ganze Schöpfung umfaßt, abkehren. Dein HerzHand des Selbstes dir nicht die Perlen rauben, die
Ich darin verwahre.Wende deine Augen nicht ab von dem unvergleichlichen Wein des unsterblichen Geliebten und öffne
sie nicht dem faulen, sterblichen Bodensatz. NimmReich des Unsichtbaren rufen hörst. Laßt vernehmen, die ihr niedrigen Zielen zustrebt! Warum zieht
ihr vergängliches Wasser Meinem heiligen, unvergänglichen Weine vor?
Bahá’u’lláhZeit und in keiner Sendung sind die Propheten Gottes der Lästerung ihrer Feinde, der Grausamkeit ihrer Unterdrücker, der Anklage durch die Gelehrten
ihres Zeitalters, die unter dem Mantel der Aufrichtigkeit und Frömmigkeit auftraten, entronnen. Tag
und Nacht erlitten sie solche Qualen, wie niemandDas am heftigsten brennende Feuer ist, die Zeichen
Gottes in Frage zu stellen, was Er offenbarte, eitel
in Zweifel zu ziehen, Ihn zu leugnen und sich stolz
vor Ihm zu brüsten.Wisse wahrlich, daß die Seele nach ihrer Trennung Äl 81:1
vom Leibe weiter fortschreitet, bis sie die Gegenwart Gottes erreicht, in einem Zustand und einer
Beschaffenheit, die weder der Lauf der Zeiten undwie das Reich Gottes, Seine Allgewalt, Seine Herrschaft und Macht bestehen werden.
Bahá’u’lláhLege jeden Tag Rechenschaft vor dir ab, ehe du zur
Rechenschaft gezogen wirst. Denn unangemeldetkommt der Tod, und dann mußt du deine Taten verantworten.
Bahá’u’lláhDie Religion schenkt dem Menschen die wertvollste aller Gaben, reicht ihm den Kelch des Wohlstands, verleiht ihm ewiges Leben und läßt unzerstörbare Wohltaten auf die Menschheit herniedergehen.
Bahá’u’lláhDer Tag naht, da alle Völker der Welt eine universale Sprache und eine einheitliche Schrift annehmen werden. Wenn dies erreicht ist, wird es für je-
den Menschen, in welche Stadt er auch reisen mag,sein, als betrete er sein eigenes Heim. All dies ist
verbindlich und durchaus wesentlich. Es ist diePflicht eines jeden Menschen mit Einsicht und Verständnis, danach zu streben, das hier Niedergeschriebene in die Wirklichkeit und die Tat umzusetzen.
Bahá’u’lláhErweist einander Langmut, Wohlwollen und Lie-Äl 5:3
be. Sollte jemand unter euch eine bestimmte Wahrheit nicht erfassen können oder sich um ihr Verständnis mühen, so bekundet im Gespräch mit ihm
einen Geist größter Güte und guten Willens. Helfteuch im geringsten über ihn erhaben zu fühlen oder
im Besitz größerer Gaben zu wähnen.Der ist wirklich ein Mensch, der sich heute dem Äl 117:1
Dienst am ganzen Menschengeschlecht hingibt. DasHöchste Wesen spricht: Selig und glücklich ist, wer
sich erhebt, dem Wohle aller Völker und Geschlechter der Erde zu dienen. An anderer Stelle hat Er verkündet: Es rühme sich nicht, wer sein Vaterland
liebt, sondern wer die ganze Welt liebt. Die Erde ist
nur ein Land, und alle Menschen sind seine Bürger.
Bahá’u’lláhGeheimnisse dieses Tages enthüllen, so würden alle,
die auf Erden und in den Himmeln wohnen, bewußtlos werden und sterben, außer jenen, die von Gott,
dem Allmächtigen, dem Allwissenden, dem Allweisen, behütet werden.
Bahá’u’lláhsie jedem in die Irre gegangenen Toren auf dem Fuße
folgen. Das Meer göttlicher Erkenntnis lassen sieachtlos hinter sich und heften die Augen auf Narren, die Bildung vorgeben, ohne von Gott, dem
Herrn der Menschheit, durch ein Zeichen bestätigtUrteilt gerecht über die Sache Gottes, eures Schöp-Äl 52:1
fers, schauet, was vom Throne der Höhe herabgesandt ist, und denkt darüber nach mit reinem, geheiligtem Herzen. Dann wird euch die Wahrheit dieser Sache so offenbar erscheinen wie die Sonne in
ihrer Mittagsherrlichkeit. Dann werdet ihr zu denen gehören, die an Ihn glauben.
Bahá’u’lláhWahrlich, Ich sage, die Schöpfung Gottes umfaßt BotA 12:20
Welten neben dieser Welt und Geschöpfe außer diesen Geschöpfen. In jeder dieser Welten hat Er Dinge verordnet, die niemand erforschen kann außer
Ihm, dem Allerforschenden, dem Allweisen. Denke darüber nach, was Wir dir enthüllt haben, damit
du die Absicht Gottes, deines Herrn und des Herrnaller Welten, erkennest. In diesen Worten sind die
Geheimnisse göttlicher Weisheit verwahrt.dann von denen unterscheiden zu können, die ihren Glauben an den Herrn, ihren Gott, bekannten,
sich aber dennoch, als Er in der Wolke der Heiligkeit zu ihnen kam, weigerten, Ihn anzuerkennen,
und Seine Wahrheit zurückwiesen. Macht euch freivon jeder Bindung an diese Welt und ihre Eitelkeiten. Hütet euch, ihnen zu nahen, denn sie verleiten
euch dazu, eueren Gelüsten und euerer HabsuchtIns Übermaß gesteigert, wird sich die Zivilisation
als eine ebenso ergiebige Quelle des Übels erweisen, wie sie, in den Schranken der Mäßigung gehalten, eine Quelle des Guten war. Denkt darüber
nach, o Menschen, und gehört nicht zu denen, dieverwirrt durch die Öden des Irrtums streifen. Es naht
der Tag, da ihre Flamme die Städte verschlingt, da
die Zunge der Größe verkündet: »Das Reich istEs geziemt dir, dich dem Willen Gottes zu weihen. Äl 160:3
Was immer in Seinen Sendschreiben offenbart wurde, ist nur eine Widerspiegelung Seines Willens. So
vollkommen muß deine Hingabe sein, daß jede Spurweltlichen Verlangens von deinem Herzen hinweggewaschen wird. Dies ist die Bedeutung wahrer Einheit.
Bahá’u’lláhden Fingern der Kraft formte Ich dich, und Ich barg
in dich das Wesen Meines Lichtes. Sei damit zufrieden und suche nichts anderes, denn Mein Werk
ist vollkommen und Mein Gebot bindend. Sei dessen gewiß und zweifle nicht .
Bahá’u’lláhNatur gegebenen Grenzen überschreiten. Gott allein übersteigt derartige Grenzen. Er, wahrlich, ist
von Ewigkeit her. Keiner Seinesgleichen, kein Gefährte war Ihm je zugesellt oder kann Ihm jemals
zugesellt werden. Kein Name ist mit Seinem Namen vergleichbar. Keine Feder kann Sein Wesen
beschreiben, keine Zunge Seine Herrlichkeit schildern. Er bleibt immer über alle außer Ihm selbst
unermeßlich erhaben.Die Kerze deines Herzens ist durch die Hand Meiner Macht entzündet. Lösche sie nicht durch die
widrigen Winde der Selbstsucht und der Leidenschaft. Meiner zu gedenken, ist dein Heil in allen
Gebrechen; vergiß dies nicht. Mache Meine LiebeWisset, daß Prüfungen und Heimsuchungen seit Äl 66:11
undenklichen Zeiten das Los der Erwählten Gottesund Seiner Geliebten und jener Seiner Diener waren, die von allem außer Ihm losgelöst sind, die
weder Handel noch Wandel vom Gedenken an denSo ist es Gottes Weg und Wirken von jeher gewesen, und so wird es auch in Zukunft bleiben. Selig
ist, wer standhaft ausharrt, wer in Krankheit undNot geduldig bleibt, wer nicht darüber klagt, was ihn
befällt, wer auf dem Pfade der Ergebung wandelt.Wir hegen die Hoffnung, daß dieses Volk sich künf-Äl 28:1
tig gegen leere Hoffnungen und eitlen Wahn schirmen und zum wahren Verständnis der Bedeutung
göttlicher Einheit gelangen wird.gefragt. Dieses Fest wird gefeiert, um Kameradschaft und Liebe zu fördern, um Gottes zu gedenken, um Ihn mit bußfertigem Herzen anzuflehen und
wohltätige Unternehmungen anzuregen. Das heißt,lesen und einander in äußerster Zuneigung und Liebe begegnen.
‘Abdu’l-BaháDie berufenen Ausleger des Wortes Gottes, deren Äl 89:1
Herzen seine Geheimnisse speichern, sind jedochdie einzigen, die seine mannigfaltige Weisheit verstehen können. Wer immer beim Lesen der heiligen Schriften versucht ist, aus ihnen auszuwählen,
was ihm paßt, und damit die Amtsgewalt des Vertreters Gottes unter den Menschen zu bestreiten,
gleicht in der Tat einem Toten, mag er auch, äußerlich gesehen, unter seinen Mitmenschen wandeln,
mit ihnen reden, Speise und Trank mit ihnen teilen.
Bahá’u’lláhSprich: Unter »Welt« ist zu verstehen, was euch BSW 59
von Ihm, dem Dämmerungsort der Offenbarung,Nachteil bringen. Wahrlich, was euch an diesem Tag
von Gott fernhält, ist Weltlichkeit ihrem Wesen nach.
Meidet sie und nähert euch dem Erhabensten Anblick, diesem leuchtenden und strahlenden Thron.
Bahá’u’lláheinem Beruf widmen, denn darin liegt das Geheimnis des Wohlstandes, o ihr Einsichtigen! Der Erfolg
hängt von den Mitteln ab, und Gottes Gnade solleuch allgenügend sein. Bäume, die keine Frucht tragen, waren seit je fürs Feuer bestimmt und werden
es allezeit sein.dir. Entnimm daraus dein Licht und suche niemanden als Mich, denn Ich habe dich reich erschaffen
und Meine Gunst über dich ergossen.Der ist ein wahrer Gläubiger an die Einheit Gottes, Äl 160:1
der Ihn an diesem Tage als den Einen ansieht, derunermeßlich erhaben über alle Gleichnisse und Abbilder ist, mit denen die Menschen Ihn vergleichen.
Schmerzlich irrt, wer diese Gleichnisse und Abbilder für Gott selbst hält.
Bahá’u’lláhStaub erschufen? Damit sich keiner über den anderen erhebe. Bedenket allzeit in eurem Herzen, wie
ihr erschaffen seid. Da Wir euch alle aus dem gleichen Stoff erschufen, ziemt es euch, wie eine Seele
zu sein, auf selbem Fuße zu wandeln, in gleicherauf daß aus eurem innersten Wesen durch eure Werke die Zeichen der Einheit und das Wesen der Loslösung offenbar werden. Solches rate Ich euch, o
Scharen des Lichts. Achtet wohl auf diesen Rat, damit ihr die heiligen Früchte vom Baume wundersamer Herrlichkeit erlanget.
Bahá’u’lláhDie Quelle aller Bildung ist die Erkenntnis Gottes,
erhaben sei Seine Herrlichkeit! Diese Erkenntnisvom Leibe über die eitlen Vorstellungen der Völker
dieser Welt geheiligt ist. Eine solche Seele lebt und
wirkt im Einklang mit dem Willen ihres SchöpfersDer Stoff, daraus Gott Mich erschaffen hat, ist nicht BeA 1:4,1
der Staub, daraus andere wurden. Er gab Mir, wasentdecken können... Ich bin ein Tragpfeiler des Ersten Wortes Gottes. Wer Mich anerkennt, hat alles
erkannt, was wahr und recht ist, und hat alles erreicht, was gut und ziemlich ist, und wer Mich nicht
anerkennt, hat sich von allem abgewandt, was wahrund recht ist, und erliegt allem, was übel und unziemlich ist.
BábO Meine Diener! Dies ist Gottes vorbestimmter Tag, BeA 2:52,1
den euch der barmherzige Herr verheißen in Seinem Buche; so rühmet denn aus vollem Herzen
Gottes Namen und schreitet voran auf dem Pfad desreden, was Er will und wie es Ihm gefällt. Fürwahr,
was immer Er erwählt, ist von Uns erwählt. Der Herr
sieht wahrhaft alle Dinge.in allen Schriften verheißen ward, ist nun gekommen. Fürchtet Gott und entzieht euch nicht der Erkenntnis Dessen, der der Sinn eueres Lebens ist.
Eilt zu Ihm! Dies ist besser für euch als die Welt
und alles, was in ihr ist. Könntet ihr es doch begreifen!
Bahá’u’lláhetwas übertrieben, so erweist es sich als Quell des
Unheils. Seht auf die Zivilisation des Westens, wie
sie die Völker der Welt aufwühlt und beunruhigt.sich als Waffe der Zerstörung, so grausam, wie man
es nie zuvor gesehen oder gehört hat. Reinigungvon dieser tiefverwurzelten, alles überflutenden Verderbnis ist nur möglich, wenn sich die Völker der
Welt im Verfolg eines gemeinsamen Zieles vereinen und einen allumfassenden Glauben annehmen.
Neigt euer Ohr dem Ruf dieses Unterdrückten undfern der Sehnsucht seines Herzens? Für den aufrichtig Liebenden ist Vereinigung Leben und Trennung Tod. Seine Brust kennt keine Geduld, sein Herz
keinen Frieden. Tausend Leben gäbe er hin, um zurDie Sinn und Zweck der Sache Gottes nicht kennen oder nicht beachten, stehen gegen Ihn auf. Solche Menschen sind die Vorboten des Bösen, die Gott
in Seinem Buch und auf Seinen Tafeln erwähnt undgewarnt hat... Selig sind die Standhaften; selig sind,
die fest in Seinem Glauben sind.Nichts ist vor Gott verborgen oder könnte es jemals sein. Wenn ihr Seinem Wege folgt, werden
Seine unermeßlichen, unvergänglichen Segnungenauf euch herniederströmen. Dies ist das leuchtende
Tablet, dessen Verse aus der eilenden Feder Dessen
strömten, der der Herr aller Welten ist. Bedenkt es
im Herzen und gehört zu denen, die Seine GeboteWas das Paradies anbelangt, so ist es eine Wirk-BotA 12:24
lichkeit, an der es keinen Zweifel geben kann. Hier
und heute in dieser Welt ist es in der Liebe zu Mir
und in Meinem Wohlgefallen verwirklicht. Wer dasZutritt in das Paradies zu erlangen, das so weit ist
wie Himmel und Erde.Wenn es euer Wunsch ist, o ihr Menschen, Gott zu Äl 127:1
erkennen und die Größe Seiner Macht zu entdekken, dann schaut auf Mich mit Meinen eigenen Augen und nicht mit den Augen eines anderen außer
Mir. Nie werdet ihr sonst imstande sein, Mich zuerkennen, selbst wenn ihr über Meine Sache nachdenkt, solange Mein Reich dauert, und über alles
Erschaffene nachsinnt durch alle Ewigkeit Gottes,des höchsten Herrn über alle, des Allgewaltigen, des
Allewigen, des Allweisen.Der wahrhafte Sucher verfolgt nichts als den Gegenstand seines Verlangens, und der Liebende hat
kein Ziel als die Vereinigung mit dem Geliebten.Doch wird der Sucher nur dann sein Ziel erreichen,
wenn er allen Dingen entsagt: er muß alles, was er
gesehen, gehört und verstanden hat, in den WindEifer, damit wir den Honig der Vereinigung mit Ihm
zu kosten vermögen. Doch trinken wir aus diesemEiner der Beweise für die Wahrheit dieser Offenbarung ist, daß in jedem Zeitalter und jeder Sendung, wann immer sich das unsichtbare Wesen in
der Person Seiner Manifestation offenbarte, einige
unbekannte, von allen weltlichen Bindungen losgelöste Seelen bei der Sonne des Prophetentums und
dem Monde göttlicher Führung Erleuchtung suchenihnen gelangtest! Herrlich ist das Reich der Ewigkeit, o daß du dich über diese sterbliche Welt erhöbest! Süß ist die heilige Verzückung, wenn du
vom mystischen Kelch aus den Händen des himmlischen Jünglings trinkst. So du diese Stufe erreichst,
bist du erlöst von Vernichtung und Tod, von Mühsal und Sünde.
Bahá’u’lláhDurch ihr Erscheinen ist die Offenbarung Gottes Äl 22:6
offenkundig geworden, durch ihr Antlitz die Schönheit Gottes enthüllt. So geschieht es, daß die Sprache Gottes selbst aus dem Munde dieser Manifestationen des göttlichen Seins vernommen wird.
Bahá’u’lláhO Freund! Im Bayán befahlen Wir jedermann, innerhalb dieser Größten Offenbarung mit eigenen Augen
zu sehen und mit eigenen Ohren zu hören. Als jedoch
der Horizont der Welt im hellen Lichte dieser Offenbarung erstrahlte, da vergaßen viele jenen göttlichen
Befehl; ... Kraft des Namens des Meistgeliebten lade
du die empfänglichen Seelen an Gottes heiligen Hof,
damit sie den himmlischen Springquell voll desLebenswassers nicht entbehren. Er ist in Wahrheit der
Barmherzige, der Vergebende.O Herr! Sorge für ein rasches Wachstum des Baumes Deiner göttlichen Einheit, netze ihn, o Herr,
mit den strömenden Wassern Deines Wohlgefallensund lasse ihn vor den Offenbarungen Deiner göttlichen Gewißheit solche Früchte tragen, wie Du sie
wünschst, zu Deinem Ruhme, zu Deiner Verherrlichung, zu Deinem Lob und Dank, um Deinen Namen zu preisen, die Einzigkeit Deines Wesens zu
rühmen und um Dir Verehrung darzubringen; dennO Volk! Verbreite keine Unordnung im Lande und BSW 37
vergieße nicht irgend jemandes Blut! MißbraucheLeg ab alle Habsucht und strebe nach Genügsamkeit, denn der Gierige bleibt immer fern, der Genügsame aber wird immer geliebt und gelobt.
Bahá’u’lláhBeA 6:2,2 Sprich, Gott selbst hat Sich zur Aufgabe gemacht,
wie uns das Buch enthüllt, die Überlegenheit eines
Die ganze Pflicht des Menschen liegt an diesemTage darin, seinen Teil von der Gnadenfülle zu er-
Äl 5:4jeden Jüngers Seines Glaubens weit über hundert langen, die Gott für ihn strömen läßt. Deshalb soll
andere Seelen, den Vorrang hundert Gläubiger über niemand der Größe oder Kleinheit des Gefäßes achtausend Ungläubige und die Herrschaft tausend ten. Der Anteil der einen mag in einer Handvoll lie-
Getreuer über alle Völker und Geschlechter der Erde gen, der Anteil anderer mag einen Becher füllen,
zu sichern; denn Gott ruft kraft Seines Befehls ins der wieder anderer gar das Maß eines Scheffels.
Dasein, was immer Er will. Wahrlich, Er ist mäch-Bahá’u’lláh tig über alle Dinge.
Báb Wenn zur Zeit des Erscheinens Dessen, Den Gott BeA 3:28,1
BSW 20 Wisse, daß des Menschen Ohr geschaffen wurde,
offenbaren wird, alle Bewohner der Erde etwas bezeugten, was Er anders bezeugt, so wäre Sein Zeugdamit es auf die Göttliche Stimme höre an diesem nis wie die Sonne, das ihrige hingegen das Trug-
Tage, der in allen Büchern, Schriften und Tablets bild eines Spiegels, der nicht der Sonne zugewandt
erwähnt wurde. So reinige denn deine Seele mit den ist. Denn anders wäre ihr Zeugnis die getreue Wi-
Wassern der Entsagung und schmücke dein Haupt derspiegelung Seines Zeugnisses.
mit der Krone der Gottesfurcht und deinen Tempel Báb mit der Zier des Vertrauens in Ihn.
Bahá’u’lláhEs gibt kein wundersameres Paradies für eine Seele, als vor Ihm, Gottes Manifestation, zu stehen an
Seinem Tage, Seine Verse zu hören und an sie zuglauben, in Seine Gegenwart zu gelangen, die nichts
als die Gegenwart Gottes ist, auf dem Meere desDiese geheiligten Spiegel, diese Aufgangsorte altehrwürdiger Herrlichkeit sind allesamt auf Erden
die Vertreter Dessen, der innerster Kern, reinstes
Wesen und letztes Ziel des Weltalls ist. Von Ihmgehen ihre Erkenntnis und Macht aus, von Ihm leitet sich ihre Herrschaft ab. Die Schönheit ihresAntlitzes ist nur eine Widerspiegelung Seines Bildes,
ihre Offenbarung ein Zeichen Seiner unsterblichenHerrlichkeit. Sie sind die Schatzkammern göttlicher
Erkenntnis, die Verwahrungsorte himmlischer Weisheit. Durch sie wird eine Gnade vermittelt, die unendlich ist, und durch sie wird das Licht enthüllt,
das nimmer verlöschen kann.Neigt euer Ohr den Ratschlägen, die dieser Diener Äl 66:5
euch um Gottes willen gibt. Wahrlich, Er heischtDie den Völkern und Geschlechtern der Erde vorherbestimmte Zeit ist nun gekommen. Die Verheißungen Gottes, wie sie die heiligen Schriften überliefert haben, sind alle erfüllt. Aus Zion ist Gottes
Gesetz hervorgegangen, und Jerusalem mit seinenEntkleide dich nicht selbst Meines köstlichen Gewandes und verscherze dir nicht deinen Anteil an
Meinem wundersamen Quell, daß dich nicht ewigWahrlich, Ich sage, die menschliche Seele ist in Äl 82:6
ihrem Wesen eines der Zeichen Gottes, ein Geheimnis unter Seinen Geheimnissen. Sie ist ein mächtiges Zeichen des Allmächtigen, der Herold, der die
Wirklichkeit aller Welten Gottes verkündet.In dieser Offenbarung sind die Heerscharen, die sie BotA 8:56
zum Siege führen können, rühmliche Taten und eindieser Heerscharen ist seit je die Gottesfurcht, die
alle Dinge umfaßt und beherrscht.neunzehn Tage einmal geistig erneuert finden, begabt mit einer Macht, die nicht von dieser Welt ist.
‘Abdu’l-BaháSprich: O ihr Menschen! Dies ist ein unvergleichli-Äl 16:1
cher Tag. Unvergleichlich muß auch die Zunge sein,
die den Lobpreis der Sehnsucht aller Völker kündet, und unvergleichlich die Tat, die danach strebt,
vor Seinen Augen annehmbar zu sein.Rüste dich, o Volk Bahás, in dem Bemühen, den Äl 132:2
Sturm religiösen Haders, der die Völker der Erdedavon zu tilgen. Erhebe dich aus Liebe zu Gott und
zu denen, die Ihm dienen, um dieser höchst erhabenen und bedeutungsvollen Offenbarung beizustehen. Religiöser Fanatismus und Haß sind ein weltverzehrendes Feuer, dessen Gewalt niemand löschen
kann. Nur die Hand göttlicher Macht kann die Menschen von dieser verheerenden Plage erlösen.
Bahá’u’lláhSeiner Geschöpfe. Das heißt: Niemand betrete seines Freundes Haus, wenn es dem Freunde nicht
wohlgefällt, noch lege er Hand an dessen Schätzevor und versuche, ihn zu übervorteilen. Denket darüber nach, die ihr einsichtig seid!
Bahá’u’lláhSo vollkommen und umfassend ist Seine Schöpfung, daß kein Verstand, so scharf er auch sei, und
kein Herz, wie rein auch immer, das unbedeutendste Seiner Geschöpfe in seinem Wesen jemals erfassen, wieviel weniger das Geheimnis Dessen ergründen können, der die Sonne der Wahrheit, das
unsichtbare, unerkennbare Wesen ist.Am Anfang des Bayán verweilt der Báb ausführ-BotA 5:21
lich bei der Verherrlichung Dessen, den Gott offenbaren wird – erhaben ist Seine Manifestation – und
spricht: »Er ist Der, welcher in jeder Lage verkünden wird: ›Wahrlich, wahrlich, Ich bin Gott, es gibt
keinen Gott außer Mir, dem Herrn über alles Erschaffene. Alle anderen außer Mir sind fürwahr
Meine Geschöpfe. O Meine Geschöpfe! Mich allein betet ihr an.‹« Desgleichen preist Er bei anderer Gelegenheit den Namen Dessen, der offenbart
werden wird, und sagt: »Ich wäre der erste, der Ihn
anbetet.«Diese Horte der Heiligkeit, diese Ersten Spiegel, Äl 19:3
die das Licht unvergänglicher Herrlichkeit widerstrahlen, sind nur ein Ausdruck von Ihm, dem Unsichtbaren der Unsichtbaren. Durch die Offenbarung dieser Edelsteine göttlicher Tugend sind alle
Namen und Eigenschaften Gottes wie Erkenntnisund Kraft, Oberhoheit und Herrschaft, Barmherzigkeit und Weisheit, Herrlichkeit, Freigebigkeit und
Gnade enthüllt.Wisse, daß im Bayán Läuterung als das annehmbarste Mittel angesehen wird, in Gottes Nähe zu gelangen, und als die verdienstvollste aller Taten. So
läutere dein Ohr, daß du nichts hörst außer der Erwähnung Gottes, und läutere dein Auge, daß es
nichts sehe außer Gott, und dein Bewußtsein, daßes nichts begreife außer Gott, und deine Zunge, daß
sie nichts künde außer Gott, und deine Hand, daßsie nichts schreibe denn die Worte Gottes, und dein
Wissen, daß es nichts außer Gott erfasse, und dein
Herz, daß es keinen Wunsch hege neben Gott, undläutere desgleichen all dein Tun und Trachten, daß
du im Paradiese reiner Liebe gehegt werdest, undSprich, jeder Jünger dieses Glaubens kann wahrlich mit Gottes Erlaubnis obsiegen über alle im Himmel, auf Erden und was auch dazwischen liegt; denn
dies ist fürwahr ohne den Schatten eines Zweifelsder eine wahre Glauben. So fürchtet euch nicht und
seid ohne Sorge.Um der Liebe zu Gott und Seinen Dienern willen BSW 28
erhebt euch, diese erhabene, folgenreiche Offenbarung zu unterstützen. Religiöser Fanatismus und
Haß sind ein weltverzehrendes Feuer, dessen Gewalt niemand zu dämpfen vermag. Nur die Hand
Göttlicher Macht kann die Menschheit von dieserO Völker der Welt! Gebt alles Böse auf und haltet BotA 9:4
fest, was gut ist. Strebt danach, der ganzen Menschheit leuchtende Beispiele zu bieten und Wahrzeichen der göttlichen Tugenden unter den Menschen
zu sein. Wer sich aufmacht, Meiner Sache zu dienen, sollte Meine Weisheit offenbaren und alle Mühe
darauf wenden, die Unwissenheit von der Erde zuverbannen. Seid einig in der Beratung, seid eins im
Denken. Laßt jeden Morgen besser sein als denBeA 6:14,4 Fürwahr, Er wird aus dem Himmel Seiner Gnade Es ist besser, eine einzige Seele zu führen, als alles BeA 3:1,1
herabsenden, was euch nützt, und was Er gnädig auf Erden zu besitzen; denn solange die geführte
gewährt, wird euch befähigen, der ganzen Mensch-Seele im Schatten des Baumes der göttlichen Einheit zu entraten. Wahrlich, an jenem Tag wird sich heit weilt, werden beide, sie und der, der sie geder Gelehrten Gelehrsamkeit als hohl und nutzlos führt hat, zu Empfängern der zärtlichen Barmhererweisen und weder die Leistungen der Leuchten zigkeit Gottes. Der Besitz irdischer Güter dagegen
des Wissens, noch der Pomp der Hochgeehrten, endet mit dem Tode. Der Pfad zur Führung ist ein
noch der Mächtigen Gewalt, noch das Gedenken Weg der Liebe und des Mitleids, nicht der Gewalt
der Frommen, noch die Taten der Rechtschaffenen, und des Zwanges. Das war Gottes Weise in der Vernoch der andächtige Kniefall des Betenden, noch gangenheit, und wird es auch künftig sein! Er läßt,
seine Niederwerfung oder seine Ausrichtung zur wen Er will, in den Schatten Seiner Barmherzigkeit
Qiblih, noch des Geehrten Ehre, noch die Verwandttreten. Wahrlich, Er ist der Höchste Beschützer, der
schaft der Hochgeborenen, noch der Adel der Ab-Großmütigste.
stammung, noch die Rede der Redegewandten, noch Báb die Titel der Berühmten – nichts davon soll ihnen
nützen; denn all dies und alles, was ihr sonst kennt Danke dem Geliebten der Welt, daß Er dir gnädig BotA 17:17
oder begriffen habt, ward durch Sein Machtwort half, in dieser ruhmreichen Sache bestätigt zu wer
»Sei« erschaffen, und es ist. den. Sodann bitte Ihn, Seine Geliebten in dieser Sa-
Báb che zu festigen; denn die Hetzschriften der Unheil-
VWa 30 O Sohn des Menschen!stifter sind weit verbreitet, und schrill ertönt das
Geschrei der Unglücksboten. Glücklich, wer allesVerleugne Meinen Diener nicht, wenn er etwas von außer Gott von sich wirft und sich fest an das hält,
dir erbittet, denn sein Antlitz ist Mein Antlitz. So was ihm der Herr der Kraft und Macht gebietet.
schäme dich vor Mir. Bahá’u’lláh Bahá’u’lláh11. NOVEMBER 9. QUDRAT GEBURT BAHÁ’U’LLÁHS 12. NOVEMBER
BotA 2:12Künde den Priestern: Sehet! Er, der Herrscher, ist
da. Tritt hinter dem Schleier hervor im Namen deines Herrn, der allen Menschen den Nacken beugt.
Künde sodann der ganzen Menschheit die frohen Botschaften dieser machtvollen, dieser ruhmreichen Offenbarung. Wahrlich, Er, der Geist der Wahrheit, ist
gekommen, euch in alle Wahrheit zu leiten. Er spricht
nicht, wie es Ihm Sein eigenes Ich eingibt, sondern
wie es Ihm der Allwissende, der Allweise, gebietet.
Bahá’u’lláhBeachte, wie auch heute all dieses Volk zu solchen
Torheiten und Abwegigkeiten neigt... Du bist dir sicher ihrer eitlen Behauptung bewußt, daß alle Offenbarung beendet und die Tore göttlicher Barmherzigkeit geschlossen seien, daß sich keine Sonne mehr vom
Morgen ewiger Heiligkeit erheben werde, daß dasMeer ewiger Gnadenfülle für immer ruhe und aus dem
Heiligtum urewiger Herrlichkeit keine Gottesbotenmehr offenbart würden. Dies ist das Verständnis dieser kleingeistigen, verächtlichen Menschen! Sie wähnen, der Strom von Gottes allumfassender Gnade und
überfließender, reicher Barmherzigkeit, dessen Versiegen unvorstellbar ist, sei zum Stillstand gekommen.
Bahá’u’lláhDies ist der Tag, da die Welt des Unsichtbaren aus-Äl 14:6
ruft: »Groß ist deine Seligkeit, o Erde, denn du wurdest zum Schemel deines Gottes gemacht und zum
Sitz Seines mächtigen Thrones auserkoren.« DasGeliebte des Allerbarmers, hat auf dir Seine Herrschaft errichtet durch die Macht Seines Namens,
der allem Vergangenen und Künftigen verheißenSolcher Art ist die Einheit dieser Wesen des Da-Äl 22:3
seins, dieser Leuchten unendlichen und unermeßlichen Glanzes! Wenn darum eine dieser Manifestationen der Heiligkeit verkündet: »Ich bin die Wiederkunft aller Propheten«, so spricht Sie gewißlich
die Wahrheit. Ebenso ist in jeder folgenden Offenbarung die Wiederkunft der früheren Offenbarung
eine festbegründete Tatsache.Wahres Gedenken ist, den Herrn, den Allgepriesenen, zu erwähnen und alles außer Ihm zu
vergessen.vom Besitz, damit du aus dem Meer Meines ewigen Reichtums einen bleibenden Anteil gewinnest.
Werde blind, das heißt für alles außer Meiner Schönheit. Werde taub für alles außer Meinem Wort. Lege
alle Gelehrsamkeit ab außer Meiner Erkenntnis, sodaß du mit klarem Auge, reinem Herzen und wachem Ohr an Meiner Heiligkeit Hof gelangest.
Bahá’u’lláhO ihr Erdenbewohner! Die Religion Gottes ist für BotA 15:4
Liebe und Einheit da; macht sie nicht zum Grundfür Streit und Feindschaft. In den Augen der Einsichtigen und derer, welche der höchsten Schau teilhaftig sind, hat die Feder der Herrlichkeit alles enthüllt, was Glück und Wohlfahrt der Menschenkinder wirksam schützt und fördert.Aber die Toren auf
Erden, in Lastern und Begierden groß geworden,fürwahr der Allweise ist; eitler Wahn und leerer Trug
geben ihnen ein, was sie sagen und tun.nicht an die Welt. Rühmt euch nicht eurer Herrlichkeit und schämt euch nicht eurer Erniedrigung. Bei
Meiner Schönheit! Aus Staub habe Ich alle DingeNichtigkeiten der Welt erhaben ist, hinterlassen Wir
in der Schatzkammer der Treue und der EntsagungUnseren Erben ein vortreffliches, ein kostbaresVermächtnis. Irdische Schätze vererben Wir nicht, noch
mehren Wir die Sorgen, die solche Schätze mit sich
bringen. Bei Gott! In irdischen Gütern liegt Furcht
verborgen und Gefahr versteckt. Denket darübernach und erinnert euch dessen, was der Allerbarmer
im Qur’án offenbart: »Wehe dem lästernden Verleumder, der Reichtum rafft und zählt von Mal zu
Mal.« Flüchtig sind die Güter dieser Welt. Was vergeht und sich verändert, ist seit je nur in festgesetztem Maße der Beachtung wert.
Bahá’u’lláhAlles in den Himmeln und auf Erden ist unmittelbar Beweis dafür, daß sich darin Gottes Eigenschaften und Namen offenbaren, da jedes Atom die Zeichen verwahrt, welche für die Offenbarung des
Größten Lichtes beredtes Zeugnis ablegen.Das Ziel aller vorangegangener Sendungen war, den BeA 3:34,1
Weg für das Kommen Muhammads, des GesandtenGottes, zu bereiten. Sie alle, einschließlich der Sendung Muhammads, hatten wiederum die Offenbarung des Qá’im zum Ziel. Der Zweck dieser Offenbarung wie der ihr vorangegangenen war gleichermaßen, das Kommen des Glaubens Dessen, den
Gott offenbaren wird, anzukündigen. Und dieserwird, – zielt mit all den Offenbarungen, die vor ihm
waren, wiederum auf die Manifestation, die ihm zuWahrheit unendlich fortschreiten – ein Ablauf ohne
Anfang und ohne Ende.O Völker der Erde! Wahrlich, der wahre Gott ruft BeA 2:40,1
und spricht: Er, das Gedenken, ist fürwahr Gottesist nichts als Irrtum, und hinter dem Irrtum steht
nur das Feuer; so ist es unwiderruflich verfügt.Wahrlich, diese Seelen empfinden Freude im Gedenken an Gott, der ihre Herzen weitet mit den
Lichtstrahlen des Wissens und der Weisheit. SieLobpreis ganz gefangen. Sie wünschen nichts außer dem, was Er wünscht, und stehen bereit, Seinem Befehl zu folgen. Ihre Herzen sind Spiegel,
die widerstrahlen, was Er will, den Gott offenbaren
wird. So wird Gott die Herzen derer erfreuen, dienichts anderes ist das kommende Leben als die Tage,
die mit dem Kommen Dessen verbunden sind, denSei freigebig im Glück und dankbar im Unglück. Äl 130:1
Sei des Vertrauens deines Nächsten wert und schaue
hellen und freundlichen Auges auf ihn.Achtet darauf, daß ihr sorgfältig die Worte einer BeA 5:6,1
jeden Seele erwägt und euch dann fest an die Beweise haltet, die die Wahrheit verbürgen. Findet ihr
in den Worten eines Menschen keine Wahrheit, sonehmt sie nicht zum Anlaß für Streit, denn im Bayán
wurde euch verboten, euch auf Zank und eitlenIn diesem Paradies und aus den Höhen seiner erhabensten Gemächer rufen die Himmelsdienerinnen
jubelnd: »Freut euch, ihr Bewohner der Reiche derHöhe, denn die Finger Dessen, der der Altehrwürdige der Tage ist, läuten im Namen des Allherrlichen
die Größte Glocke mitten im Herzen der Himmel.Die Hände der Güte reichen den Becher des ewigen Lebens dar. Kommt näher und trinkt euch satt!
Trinkt mit gesundem Behagen, o ihr, die ihr diefleischgewordene Sehnsucht seid, die ihr das leidenschaftliche Verlangen verkörpert!«
Bahá’u’lláhReligionen im Geiste des Wohlwollens und der Brüderlichkeit.« Was immer die Menschenkinder einander meiden ließ, was Zwietracht und Spaltung
unter ihnen hervorrief, ist nun durch die Offenbarung dieser Worte ungültig und abgeschafft.
Bahá’u’lláhDas Wort Gottes, das die Erhabenste Feder auf dem BotA 6:20
dritten Blatt des Höchsten Paradieses verzeichnete,
lautet: O Sohn des Menschen! Wenn du auf Barmherzigkeit siehst, dann gib auf, was dir Nutzen
bringt, und halte dich an das, was der Menschheitdes Ruhmes und der Macht, Stolz dagegen erniedrigt ihn zu Schmach und Schande.
Bahá’u’lláhErschautest du das ewige Reich, so strebtest du danach, dieser vergänglichen Welt zu entsagen. Doch,
daß das eine dir verborgen, die andere dir offenbar
ward, ist ein Mysterium, das nur versteht, wer reinen Herzens ist.
Bahá’u’lláhDas erste Tajalli, das im Morgenlicht der Sonne der
Wahrheit erstrahlt, ist die Erkenntnis Gottes – erhaben sei Seine Herrlichkeit. Und die Erkenntnis des
Königs urewiger Tage kann nur erlangt werdenvom Sinai, heute hoch auf dem Thron der Offenbarung sitzend. Er ist das verborgene Geheimnis, das
Verwahrte Sinnbild. Alle frühen und neueren Bücher Gottes sind mit Seinem Lobpreis geschmückt
und verherrlichen Seinen Ruhm. Durch Ihn ist dasBanner der Erkenntnis in der Welt aufgepflanzt und
die Fahne der Einheit Gottes inmitten aller Völker
entfaltet. Die Göttliche Gegenwart kann nur erlangen, wer Seine Gegenwart erreicht.
Bahá’u’lláhblickt, wird Wahrheit von Falschheit unterscheiden
wie die Sonne vom Schatten, und er wird das ZielDer Größte Name ist Mein Zeuge! Wie traurig, Äl 147:1
wenn an diesem Tage ein Mensch sein Herz an dieeuch und haltet euch fest an die Sache Gottes. Seid
besonders liebevoll zueinander. Verbrennt, ganz um
des Vielgeliebten willen, den Schleier des Selbstes
mit der Flamme des unverlöschlichen Feuers, undfrohen, lichtstrahlenden Angesichts gesellt euch zu
euerem Nächsten.Sprich: Begehet nicht, o Menschen, was Schande Äl 128:8
über euch bringt oder die Sache Gottes in den Augen der Menschen entehrt, und gehört nicht zu den
Unheilstiftern. Naht nicht den Dingen, die euereVernunft verdammt. Meidet jede Art von Schlechtigkeit, denn solches ist euch verboten in dem Buche, das nur die zur Hand nehmen, die Gott von
jedem Makel der Schuld gereinigt und zu den Gläubigen gezählt hat.
Bahá’u’lláheingerichtet und soll einmal in neunzehn Tagen stattfinden. Gleicherweise hat es die Gesegnete Vollkommenheit (Bahá’u’lláh) verordnet, dazu ermutigt und
es aufs neue eingesetzt. Deshalb ist es von höchster
Wichtigkeit. Ohne Zweifel müssen Sie der festenschenken und es zu einer besonders wichtigen Angelegenheit erheben, auf daß es zu einer stetigen
und beständigen Sache werde.Selig der Mensch, den der Duft der Wiedervereini-BotA 2:25
gung mit Mir bewegt und treibt, dem Morgen Meiner Offenbarung nahezukommen. Selig das Ohr, das
hört, und die Zunge, die zeugt, und das Auge, dassieht und den Herrn erkennt in Seiner großen Herrlichkeit und Majestät, bekleidet mit Pracht und Herrschaft. Selig, wer in Seine Gegenwart gelangt. Selig, wer Erleuchtung von der Sonne Meines Wortes
sucht. Selig, wer sein Haupt mit dem PerlenbandDie Person der Manifestation war immer der Ver-Äl 28:2
treter und das Sprachrohr Gottes. Er ist in Wahrheit
der Tagesanbruch für Gottes trefflichste Namen, der
Aufgangsort für Seine erhabenen Eigenschaften.diese als identisch mit Seiner Person betrachten, wie
könnte man dann behaupten, das göttliche Sein seieins und unvergleichlich, Sein Wesen sei unteilbar
und einzig? Denke nach über das, was Wir dir durch
die Macht der Wahrheit offenbart haben, und gehöre zu denen, die dessen Bedeutung verstehen.
Bahá’u’lláhWahrlich, am Ersten Tag öffneten Wir allen Völkern der Welt weit die Tore des Paradieses und riefen aus: »O all ihr erschaffenen Dinge! Müht euch,
Zutritt zum Paradies zu erlangen, denn ihr habt euer
Leben lang tugendhafte Taten verrichtet, um es zudanach, es zu betreten, aber ach, sie können es nicht
aufgrund dessen, was ihre Hände wirkten. Solltestdu aber in deinem innersten Herzen ein wahres Verstehen Gottes erlangen, bevor Er sich offenbart, so
könntest du Ihn erkennen, offenbar und strahlend,In jedem Zeitalter und Zyklus hat Er durch das strahlende Licht, das die Manifestationen Seines wundersamen Wesens verbreiten, alle Dinge neu geschaffen, damit nichts, was in den Himmeln und
auf Erden die Zeichen Seiner Herrlichkeit widerspiegelt, der Ströme Seiner Barmherzigkeit beraubt
sei, noch ohne Hoffnung auf die Schauer SeinerAls der Unsichtbare, der Ewige, das göttliche We-Iq 2:46
sen die Sonne Muhammads über dem Horizont derGeistlichen gegen Ihn ausgeklügelte Einwände, darunter den, daß Gott nach Mose keinen Prophet mehr
senden werde. Ja, in ihrer Schrift ist von einer Seele die Rede, die sich offenbaren müsse, um den
Glauben des Mose zu verbreiten und die InteressenSeinem Buch, auf die Worte dieser Wanderer im Tale
der Gottferne und des Irrtums verweisend: »›Gottes Hand‹, so sagen die Juden, ›ist gefesselt.‹ Gefesselt seien ihre eigenen Hände, verflucht seien sie
für das, was sie da sprechen. Nein, ausgestreckt sind
Seine Hände!« »Gottes Hand ist über ihren Händen«.
Bahá’u’lláhWahrlich, Ich sage: Alles, was ihr in eurem Herzen
verbergt, ist Uns unverhüllt und offenbar wie derNiemals erweckte der Herr des Alls einen Propheten oder sandte ein Buch, ehe Er nicht Sein Bündnis mit allen Menschen errichtet und sie aufgerufen hatte, die nächste Offenbarung und das nächste
Buch anzunehmen; denn Seine Freigebigkeit strömtnicht verleugnet. Gott hat Mich geoffenbart mit einem Licht, das alle umfängt, die im Himmel und
auf Erden sind. Urteilt gerecht, o Menschen, überMeine Offenbarung, die Verkündigung Meiner Herrlichkeit und den Glanz Meines Lichtes, und gehört
nicht zu denen, die Unrecht tun.Wie der Körper des Menschen eines Gewandes be-Äl 34:7
darf, sich zu kleiden, so muß der Menschheit Körper mit dem Mantel der Gerechtigkeit und Weisheit
geschmückt sein. Ihr Prachtgewand ist die Offenbarung, die Gott ihr verliehen hat. Wann immer dieses Gewand seinen Zweck erfüllt hat, wird der Allmächtige es gewiß erneuern. Denn jedes Zeitalter
fordert ein neues Maß an Gottes Licht. Jede göttliche Offenbarung wurde so herabgesandt, wie sie
den Verhältnissen des Zeitalters entspricht, in dem
sie erscheint.Bittet den einen, wahren Gott, daß Er allen Men-Äl 4:2
schen gnädig beistehe, das zu erfüllen, was in Unseren Augen annehmbar ist. Bald wird die heutige
Ordnung aufgerollt und eine neue an ihrer Statt entfaltet werden. Wahrlich, dein Herr spricht die Wahrheit, und Er weiß um das Ungeschaute.
Bahá’u’lláh6. QAWL HINSCHEIDEN ‘ABDU’L-BAHÁS 28. NOVEMBER 7. QAWL
29. NOVEMBERgeheiligt sei Gott, der durch Seinen unumstößlichen,
unfehlbaren Ratschluß werden läßt, was immer Erwünscht. Wer nicht im Schatten des Zweiges bleibt,
der ist verloren in der Wüste des Irrtums. Die Glut
der weltlichen Wünsche zehrt ihn auf, und er gehört zu denen, die sicherlich untergehen.
Bahá’u’lláhHimmel und auf Erden sind, zu einer Feste für alle,
die an Gott, den Unvergleichlichen, den Allwissenden, glauben.
Bahá’u’lláhDem Volke Gottes geziemt es, nachsichtig zu sein. BotA 17:28
Die Gläubigen sollten das Wort Gottes nach der jeweiligen Aufnahmebereitschaft und Fassungskraft
des Hörers mitteilen, damit die Menschenkinder aus
ihrer Achtlosigkeit erweckt werden und ihre Angesichter auf diesen Horizont richten, der unermeßlich erhaben ist über jeden anderen Himmel.
Bahá’u’lláhSprich: Meine Streitmacht ist Mein Gottvertrauen, Äl 15:4
Mein Volk die Kraft Meiner Zuversicht in Ihn, Meine Liebe ist Mein Banner und Mein Gefährte ist
das Gedenken an Gott, den unumschränkten Herrnüber alles, den Allgewaltigen, den Allherrlichen, den
Unbedingten.Äl 52:3 Sprich: So groß ist die Herrlichkeit der Sache Got-Betrachtet die Welt wie einen menschlichen Kör-Äl 120:1
tes, daß selbst die Blinden sie wahrnehmen könper: Obwohl er bei seiner Erschaffung gesund und
nen, wieviel mehr aber die, deren Auge scharf und vollkommen war, ist er aus verschiedenen Ursachen
deren Blick klar ist. Obgleich die Blinden nicht von schweren Störungen und Krankheiten befallen
imstande sind, das Licht der Sonne zu sehen, sindworden. Keinen einzigen Tag lang wurde ihm Linderung zuteil, nein, im Gegenteil, sein Übel verspüren.
Bahá’u’lláh schlimmerte sich, weil er in die Behandlung unwissender Ärzte fiel, die ihren persönlichen Wünschen
BotA 17:72 Wir haben Uns den Menschen offenbart, haben die
nachgaben und sich schmählich irrten. Wenn einmal durch die Sorgfalt eines fähigen Arztes ein Glied
Sache Gottes enthüllt, alle Menschen auf Gottes des Körpers geheilt wurde, so blieb dennoch der
Geraden Pfad geführt, die Gesetze verkündet und Rest so leidend wie zuvor. So unterrichtet euch der
jedem auferlegt, was allen in dieser und der näch-Allwissende, der Allweise.
sten Welt wahren Nutzen bringt; sie aber haben das Bahá’u’lláh Urteil über Mich gefällt, Mein Blut zu vergießen,
und darüber weint die Himmlische Maid, Sinai jam-O Diener! Warne die Diener Gottes davor, das von BotA 12:22
mert und klagt, und der Geist des Glaubens seufzt sich zu weisen, was sie nicht verstehen. Sprich:
vor Schmerz. Flehet zu Gott, Er möge vor euren Herzen die Tore
Bahá’u’lláh wahren Verstehens öffnen, auf daß euch kund wird,
was keiner kennt. Wahrlich, Er ist der Gebende, der
Vergebende, der Mitleidvolle.Gläubigen dieses Tages sind die Bewohner des Paradieses, die Ungläubigen dagegen die Bewohner
des Feuers. Und wisse mit Gewißheit, daß ParadiesGott offenbaren wird, bedeutet, und Feuer die Gemeinschaft solcher Seelen, die es versäumen, sich
Ihm zu unterwerfen oder Seinem Wohlgefallen zuund unter allen Umständen mit zarter Freude Seiner Geliebten und rät ihnen, Seinem Weg zu folgen. Wohl ist es um den bestellt, den der Wechsel
und Wandel dieser Welt nicht davon abhalten können, den Tagesanbruch der Einheit Gottes zu erkennen, und der mit unerschütterlicher Entschlossenheit im Namen des Selbstbestehenden den versiegelten Wein Seiner Offenbarung trinkt. Ein solcher
Mensch wird im Buche Gottes, des Herrn allerGott liebt die Reinen. Nichts wird im Bayán und in BeA 3:5,1
Gottes Augen mehr geliebt als Reinheit und flekkenlose Sauberkeit... Gott wünscht nicht, daß in der
Sendung des Bayán auch nur eine Seele strahlen-alle Menschen allezeit, innerlich wie äußerlich, eine
Reinheit ziere, die keine Abneigung gegen sie selber, noch viel weniger gegen andere entstehen läßt.
BábSo lege Ich an diesem Tage Zeugnis ab vor Meinen BeA 3:13,2
Geschöpfen, denn keines anderen Zeugnis als Meinwert oder wird es je sein. Ich erkläre feierlich, daß
kein Paradies erhabener für Meine Geschöpfe ist,Feuer grimmiger ist oder sein wird als vor der Manifestation Meines erhabenen Selbstes verhüllt zu
sein und nicht an Meine Worte zu glauben.dem Altar Seines Willens vor die Versammlung aller erschaffenen Dinge. Daraufhin beugte sich der
Engel Schar anbetend nieder vor Gott, dem Einzigen, dem Unvergleichlichen; Satan dagegen weigerte sich stolzgebläht, Seinem Gedenken.
BábObwohl die göttlich inspirierten Propheten, Heiligen und Auserwählten den Menschen geboten haben, mit eigenen Augen zu sehen und mit eigenen
Ohren zu hören, haben sie ihren Rat hochmütig verworfen; sie sind blind den Führern ihres Glaubens
gefolgt und werden ihnen auch weiter hin folgen.folget den Boten Gottes«, so antworteten sie, höchst
erstaunt ob solcher Rede: »Was? Meinst du denn,alle diese Geistlichen, diese Vertreter der Gelehrsamkeit mit all ihrer Autorität, ihrem Pomp und
Prunk, hätten sich alle geirrt und könnten Wahrheit
nicht von Falschheit unterscheiden? Und du und deinesgleichen willst begriffen haben, was sie nicht verstanden?«
Bahá’u’lláhWolltest du auch nur einer einzigen Seele das Herz BeA 5:5,2
öffnen, indem du ihr hilfst, die Sache Dessen, den
Gott offenbaren wird, zu erkennen, wäre dein innerstes Wesen erfüllt mit den Eingebungen jenes
erhabenen Namens. Darum und weil die meistenMenschen hilflos sind, wurde dir diese Aufgabe für
die Tage der Auferstehung übertragen. Könntest duihnen das Herz öffnen und ihre Zweifel zerstreuen,
würden sie zum Glauben Gottes Zutritt finden.Gesegnet sind die Gebildeten, die sich nicht mit Äl 145:1
ihren Errungenschaften brüsten, und wohl steht esum die Rechtschaffenen, die die Sünder nicht verhöhnen, sondern deren Missetaten verschweigen,
damit ihre eigenen Mängel vor den Augen der Menschen verborgen bleiben.
Bahá’u’lláhDas Zweite Tajalli ist, standhaft in der Sache Gottes – gepriesen sei Seine Herrlichkeit – und unwandelbar in Seiner Liebe zu bleiben. Dies kann nur
durch Seine volle Anerkennung erlangt werden; undvolle Anerkennung ist nur möglich durch den Glauben an die Gesegneten Worte: »Er tut, was Er will.«
Wer sich treu an dieses erhabene Wort hält und tief
trinkt vom Lebenswasser der Äußerung, das darinnen
ruht, der wird mit solcher Standhaftigkeit erfüllt, daß
alle Bücher der Welt außerstande sind, ihn vom Mutterbuche abzulenken. O, wie ruhmreich ist diese hehre
Stufe, dieser erhabene Rang, dieses letzte Ziel!ihren Taten unterscheiden. Strebt, daß ihr fähig werdet, den Völkern der Erde Gottes Zeichen zu offenbaren und seine Gebote widerzuspiegeln. Laßt euere
Taten Führung für die ganze Menschheit sein, dennTausche die ewige Herrschaft nicht ein für das, was
vergeht, und verschleudere nicht die himmlischeHier ist der Strom ewigen Lebens, der aus dem Urquell der Feder des Allbarmherzigen fließt. Wohl
denen, die da trinken!Barmherzige Werke sind in den Augen Gottes wohl-BotA 6:38
gefällig und des Lobes würdig; sie sind als ein Fürst
aller edlen Taten anzusehen. Bedenket und erinnert
euch, was der Allbarmherzige im Qur’án offenbartArmut ihr eigenes Schicksal ist. Gut wird es um die
bestellt sein, die vor ihrer eigenen Habsucht bewahrt
sind.« In diesem Lichte betrachtet, ist das obenstehende gesegnete Wort fürwahr die Sonne aller Worte. Selig ist, wer seinen Bruder sich selbst vorzieht.
Wahrlich, ein solcher Mensch wird kraft des Willens Gottes, des Allwissenden, des Allweisen, zum
Volke Bahás gezählt, das in der Roten Arche wohnt.
Bahá’u’lláhO ihr, die ihr Toten gleich auf dem Lager der Achtlosigkeit liegt!
Zeitalter sind vergangen, euer kostbares Leben naht
sich dem Ende, doch kein reiner Hauch gelangteeitel und selbstzufrieden auf Meiner Erde, nicht gewahr, wie überdrüssig sie eurer ist und alles darinnen euch flieht. Wolltet ihr nur die Augen öffnen,
fürwahr, ihr zöget tausend Trübsale dieser Freudevor und hieltet selbst den Tod für besser als solches
Leben.Feder der Kraft niederschrieb, entspricht deiner Fähigkeit und deinem Verständnis, nicht Meiner Stufe und Meiner Weise.
Bahá’u’lláhDie ganze Erde leuchtet in der strahlenden Herr-BotA 7:17
lichkeit der Offenbarung Gottes. Im Jahre sechzigfür Ihn sein –, um eine neue Offenbarung des göttlichen Geistes anzukündigen. Zwanzig Jahre später folgte Ihm Er, durch Dessen Kommen die Welt
zur Empfängerin dieser verheißenen Herrlichkeit,Menschheit allgemein mit der Fähigkeit ausgestattet ist, auf Gottes erhabenstes Wort zu hören – das
Wort, von dem die Vorladung und die geistige Auferstehung aller Menschen abhängen muß.
Bahá’u’lláhSei dem Blinden Auge und ein Licht der Recht-BSW 89
leitung für den Fuß des Irrenden.Bei der Gerechtigkeit des einen, wahren Gottes! Ein
Haar von Ihm übertrifft alles, was in den Himmelnund auf Erden ist. Hütet euch, o Menschen, daß ihr
nicht in Versuchung kommt, Ihn um eures GoldesBittet den einen, wahren Gott, Er möge euch den Äl 5:6
Geschmack solcher Taten kosten lassen, wie sie auf
Seinem Pfade vollbracht werden, und an der SüßeWisse fürwahr: Wer die Menschen zur Gerechtigkeit ruft und selber frevelt, ist nicht von Mir, selbst
wenn er Meinen Namen trüge.ÜBER DIE BEDEUTUNG DES NEUNZEHNTAGEFESTES 1. MASÁ’IL
12. DEZEMBERDie Gläubigen Gottes müssen sich in größter Liebe, Freude und Zuneigung versammeln und vereinigen. Sie müssen sich (bei diesen Festen) mit größter Würde und Rücksicht betragen, heiligeVerse singen, lehrreiche Aufsätze studieren, die Sendschreiben ‘Abdú’l-Bahás lesen, einander voll Liebe zur
ganzen Menschheit ermutigen und begeistern, GottSelbstbestehenden Herrn singen und beredte Ansprachen halten.
‘Abdu’l-BaháIn der Vergangenheit waren die Geistlichen bestürzt BotA 17:99
über eine Frage, welche Er, der die Allbeherrschende
Wahrheit ist, sie in den frühen Jahren Seines Lebens
selbst öfters fragen hörte: »Welches ist das Wort, das
der Qá’im aussprechen und damit die Religionsführer in die Flucht schlagen wird?« Sprich: Dieses
Wort ist nun offenbart, und ihr seid geflohen, ehe
ihr es hörtet, doch seid ihr des nicht gewahr. Und
dieses selige, dieses verborgene, gehegte und verwahrte Wort lautet: »›Er‹ ist nun erschienen im Gewande des ›Ich‹. Der vor sterblichen Augen verborgen war, ruft und kündet: Sehet her! Ich bin der
Alleroffenbarste.« Dies ist das Wort, das den Ungläubigen die Glieder erbeben ließ.
Bahá’u’lláhNiemand hat das Recht, ihre Worte in Frage zu stel-Äl 34:6
len oder ihr Verhalten zu schmälern, denn sie sind
die einzigen, die behaupten können, den Krankenverstanden und seine Leiden richtig erkannt zu haben. Kein Mensch, wie genau seine Wahrnehmung
auch sei, kann jemals hoffen, die Höhen der Weisheit und des Verständnisses zu erreichen, die der
göttliche Arzt einnimmt.BeA 3:2,3 Wohl wird der aufrichtig Betende vom Feuer er-Das Wesen der Vernunft ist, die eigene Armut zu BotA 10:10
löst und betritt das Paradies des Wohlgefallens Gotbezeugen und sich in den Willen des Herrn, des untes, aber dies darf sein Handeln nicht bestimmen. abhängigen Herrschers, des Gnädigen, des
Gottes Wohlgefallen und Gnade strömen beständig, Allmachtvollen, zu fügen.
wie es Seine unerforschliche Weisheit will. Das an-Bahá’u’lláh nehmbarste Gebet ist das, welches in höchster, strahlender Geistigkeit dargebracht wird. Es lange hin-Die erste Pflicht, die Gott Seinen Dienern aufer-Äl 155:1
zuziehen, war und ist nicht im Sinne Gottes. Je hinlegt, ist die Anerkennung Dessen, der der Tagesangebungsvoller und reiner das Gebet ist, um so anbruch Seiner Offenbarung, der Urquell Seiner Genehmbarer ist es in Gottes Gegenwart. setze ist, der die Gottheit im Reiche Seiner Sache
Báb und in der Welt der Schöpfung vertritt. Wer diese
Äl 139:5 Wisse, daß Wir die Herrschaft des Schwertes als
Pflicht erfüllt, hat alles Gute erreicht, und wer dessen beraubt ist, geht in die Irre, hätte er auch noch
Hilfe für Unsere Sache abgeschafft und an seiner so gerechte Taten vollbracht.
Stelle die Macht eingesetzt haben, die aus der Rede Bahá’u’lláh des Menschen geboren ist. So haben Wir es kraft
Unserer Gnade unwiderruflich bestimmt.Wer die Tiefen der Meere, die diese erhabenen Worte bergen, durchforscht und ihren Sinn ergründet,
von dem kann gesagt werden, daß er einen Schimmer der unaussprechlichen Herrlichkeit entdeckt,
die dieser mächtigen, dieser erhabenen, heiligsten
Offenbarung verliehen ist.ein in den Himmel der Gemeinschaft mit Mir. Läutere dein Herz mit der Flamme des Geistes und eile
zum Hofe des Allhöchsten.Der Tag naht, da Gott die Heere der Wahrheit sieg-BeA 6:2,4
reich machen und die ganze Erde derart säubernwird, daß, soweit Sein Wissen reicht, nicht eine Seele übrig bleibt, sie glaubte denn wahrhaft an Gott,
verehrte keinen Gott als Ihn, neigte sich Tag unddie gewiß und standhaft sind. Sprich, Gott ist in der
Tat die unumschränkte Wahrheit, offenkundig erhaben über Seine Diener, Er ist der Helfer in Gefahr, der Selbstbestehende.
BábDie Sonne der Wahrheit, in ihrem Mittagsglanze Äl 126:2
strahlend, legt Zeugnis ab für Uns! Wer zum VolkeGottes gehört, hat nur den Ehrgeiz, die Welt zu erneuern, ihr Leben zu veredeln und ihre Völker zu
beleben. Wahrhaftigkeit und guter Wille haben allezeit die Beziehungen dieses Volkes zu allen Menschen gekennzeichnet.
Bahá’u’lláhwandelt, fühlt sich in der Tat beschämt, weil er sich
voll bewußt ist, daß dasjenige, dem er seinen Wohlstand, seinen Reichtum, seine Macht, seine Erhöhung, seinen Fortschritt und all seine Kraft verdankt,
nach dem Willen Gottes die nackte Erde ist, die alle
Menschen mit Füßen treten. Zweifellos ist jeder, der
sich dieser Wahrheit bewußt ist, von allem Stolz,Die göttliche Frühlingszeit ist angebrochen, o Erhabenste Feder, denn das Fest des Allbarmherzigen
naht mit Eile. Rühre dich und verherrliche vor der
ganzen Schöpfung den Namen Gottes und preiseO Herr! Laß alle Völker der Erde eintreten in das BeA 7:21,1
Paradies Deines Glaubens, so daß kein Geschöpfjenseits der Umfriedung Deines Wohlwollens bleibe. Seit unvordenklichen Zeiten bist Du fähig zu
tun, was Dir gefällt, und überragst, was immer DuSprich: Dies ist die unfehlbare Waage, die Gott in Äl 70:3
Händen hält. Auf ihr werden alle in den Himmelnund auf Erden gewogen, und ihr Schicksal wird danach bestimmt, gehörtet ihr doch zu denen, die an
diese Wahrheit glauben und sie anerkennen. Sprich:
Sie bereichert die Armen, erleuchtet die Gebildeten
und befähigt die Sucher, zur Gegenwart Gottes aufzusteigen. Hütet euch, sie zur Ursache der Zwietracht unter euch zu machen. Steht wie der unverrückbare Berg so fest begründet in der Sache eueres
Herrn, des Mächtigen, des Liebenden!Alle haben die Pflicht, diejenigen Morgenröten der
Amtsgewalt und Quellen des Befehls zu unterstützen, die mit der Zier rechten Sinns und rechten Tuns
geschmückt sind. Selig sind die Herrschenden unddie Gelehrten im Volke Bahás. Sie sind Meine Vertrauten unter Meinen Dienern, die Offenbarungen
Meiner Befehle inmitten Meines Volkes. Auf ihnenWird der Duft Deines Lobpreises in einer der verschiedenen Sprachen der Welt, des Ostens oder des
Westens, verbreitet, dann wird diese Sprache wahrlich lieb und wert gehalten. Wäre eine Sprache aber
dieses Duftes beraubt, dann wäre sie keiner Erwähnung wert, sei es in Worten oder auch nur in Gedanken.
Bahá’u’lláhLiebe trägt keine Sehnsucht nach Dasein und hängt SVT 21
nicht am Leben. Sie sieht Leben im Tod und suchtGesundheit ist nötig, ehe jemand des Wahnsinns der
Liebe würdig, und eine Fülle von Geist, bis er der
Bande des Freundes wert wird. Gepriesen der Hals,der in Seiner Schlinge sich gefangen, und glücklich das Haupt, das auf dem Pfad Seiner Liebe gefallen! Darum, o mein Freund, entsage deinem
Selbst, auf daß du den Unvergleichlichen findest.Gehe an dieser sterblichen Erde vorüber, um in dem
himmlischen Neste eine Heimat zu suchen. Werdezu Nichts, wenn du das Feuer des Seins zu entfachen wünschst, und sei bereit zum Weg der Liebe.
Bahá’u’lláhDieser Unterdrückte ermahnt die Völker der Welt, BotA 4:12
Duldsamkeit und Rechtschaffenheit zu üben; diessind zwei Lichter im Dunkel der Welt, zwei Erzieher für die Bildung der Menschheit. Glücklich sind,
die dazu gelangen, und wehe den Achtlosen.Äl 73:1 Wie der Begriff des Glaubens seit dem Anfang, der Jedes Mal, wenn dieses Mächtigste Werkzeug er-BSW 66keinen Anfang hat, bestand und bis zum Ende, das schien, wenn dieses Licht an dem Altehrwürdigen
kein Ende hat, dauern wird, so wird der wahre Gläubige gleichfalls ewig leben und bestehen. Sein Geist
Aufgangsort erstrahlte, wurde es von unwissendenÄrzten behindert, die sich wie Wolken zwischen Ihn
wird ewiglich den Willen Gottes umkreisen. Er wird und die Welt schoben. Die Welt konnte daher nicht
so lange bestehen, wie Gott selbst bestehen wird. genesen, und ihre Krankheit dauerte fort bis auf den
Er ist offenbart durch die Offenbarung Gottes und heutigen Tag. Unfähig waren sie in der Tat, die Welt
ist verborgen auf Sein Geheiß. zu schützen oder eine Heilung zu bewirken, wäh-
VWa 3rend Er, die Offenbarung der Macht unter den Menschen, durch das Tun dieser unwissenden Ärzte gehindert wurde, seine Absicht zu verwirklichen.
Verhüllt in Meinem unvordenklichen Sein und in Bahá’u’lláh der Urewigkeit Meines Wesens, wußte Ich um Meine
Liebe zu dir. Darum erschuf Ich dich, prägte dir Mein Kein Mensch kann je behaupten, das Wesen der Äl 32:2
Ebenbild ein und offenbarte dir Meine Schönheit. verborgenen, mannigfaltigen Gnade Gottes begrif-
Bahá’u’lláh fen zu haben. Niemand kann Seine allumfassende
Barmherzigkeit ergründen.VWp 9 O vergänglicher Schatten! Der Offenbarung jedes himmlischen Buches, ja je-Äl 101:1
Des Zweifels niedre Stufen lasse hinter dir und des von Gott offenbarten Verses liegt die Absicht
schwinge dich empor zu den erhabnen Höhen derGewißheit. Öffne der Wahrheit Auge, die unverzugrunde, alle Menschen mit Rechtschaffenheit
und Verstand zu begaben, damit Friede und Ruheschleierte Schönheit zu schauen und laut zu rufen: fest unter ihnen begründet seien. Was immer den
Geheiligt sei der Herr, der vortrefflichste aller Herzen der Menschen Zuversicht einflößt, was ihre
Schöpfer! Stufe erhöht oder ihre Zufriedenheit fördert, ist vor
Bahá’u’lláh Gott annehmbar.Äl 92:3 Beratet in größter Freundlichkeit und im Geiste
vollkommener Brüderlichkeit, und verbringt dieBahá’u’lláh In allen Heiligen Büchern ist die Verheißung der BSW108
kostbaren Tage eures Lebens damit, die Welt zu Göttlichen Gegenwart deutlich aufgezeichnet. Mit
bessern und die Sache Dessen voranzutragen, der dieser Gegenwart ist die Gegenwart Dessen geder ewige, höchste Herr über alles ist. Wahrlich, Er meint, Der der Tagesanbruch der Zeichen ist, der
befiehlt allen Menschen, was recht ist, und verbie-Dämmerungsort der klaren Beweise, die Manifetet, was ihre Stufe herabsetzt. station der Herrlichen Namen, die Quelle der Ei-
Bahá’u’lláh genschaften des wahren Gottes – gepriesen sei Seine Herrlichkeit. Gott in Seinem Wesen und Seinem Urselbst ist allezeit unsichtbar, unerreichbar
und unerforschlich.Geschmack solcher Taten kosten lassen, wie sie auf
Seinem Pfade vollbracht werden, und an der Süßewie sie um Seinetwillen erzeigt werden. Vergeßt euer
eigenes Selbst und wendet eure Augen eurem Nächsten zu.
Bahá’u’lláhDein Herz ist Meine Wohnstatt. Heilige es für Mein
Kommen. Dein Geist ist der Ort Meines Erscheinens. Läutere ihn für Meine Offenbarung.
Bahá’u’lláhWahrlich, an diesem Tag sind alle, die auf Erden BeA 1:5,10
wohnen, Gottes Diener. Denen, die wahrhaft an Gott
glauben und Seiner offenbarten Zeichen gewiß sind,
mag Er gnädig vergeben, was ihre Hände begangender Mitleidige.Aber das strafende Urteil Gottes wird
über jene gesprochen, die sich verächtlich von Mir
abwenden, und die zwingenden Beweise und dasnie irrende Buch, mit dem Gott Mich betraute, zurückweisen; sie werden am Tage der Abrechnung
keinen Schutz und Beistand finden.Zum Ewigen rufe Ich dich, doch du suchst das Vergängliche. Was ließ dich Unseren Wunsch mißachten und deinem eigenen folgen?
Bahá’u’lláhDurch diese Verschiedenheit ihrer Stufe und Sendung kommt es, daß die Worte und Aussprüche, die
von diesen Quellen göttlicher Erkenntnis strömen,Mysterien göttlicher Weisheit eingeweiht sind, alle
ihre Aussprüche in Wirklichkeit nur Ausdruck einer Wahrheit. Da die meisten Menschen diese Stufen, auf die Wir hingewiesen haben, nicht richtig
einzuschätzen vermögen, fühlen sie sich verwirrtund bestürzt angesichts der verschiedenartigenAussprüche der Manifestationen, die doch in ihrem
Wesen ein und dieselbe sind.Führung. Denn bald werden die Prüfer der Menschheit in der heiligen Gegenwart des Angebeteten
nichts annehmen als reinste Tugend und makellose, heilige Taten.
Bahá’u’lláhVerordne für mich, o Herr, alles Gute, das Du er-BeA 7:18,1
schaffen hast oder erschaffen wirst, und schirmemich vor allem Übel, das Du verabscheust unter den
Dingen, die Du entstehen ließest oder entstehen lassen wirst. Dein Wissen umfaßt fürwahr alle Dinge.
Gepriesen seiest Du. Es gibt wahrlich keinen Gottaußer Dir, und nichts in den Himmeln oder auf Erden oder zwischen ihnen kann jemals Deine Absicht vereiteln. Du bist in Wahrheit mächtig über
alle Dinge.Meine Gefangenschaft kann Mir keine Schande Äl 60:1
bringen. Nein, bei Meinem Leben, sie verleiht MirRuhm! Was Mich beschämen kann, ist das Verhalten jener Meiner Anhänger, die vorgeben, Mich zu
lieben, doch in Wirklichkeit dem Bösen folgen. Sie
gehören fürwahr zu den Verlorenen.BotA 12:23 Du hast Mich auch über die Gebote Gottes befragt.
Wisse fürwahr: Alles, was im Buche vorgeschrieben ist, ist die Wahrheit; es gibt keinen Zweifel daran, und jeder hat die Pflicht zu befolgen, was Er,
der Offenbarer, der Allwissende, herniedergesandthat. Wer die Gebote beiseite schöbe, obwohl er davon Kenntnis hat, mit dem hätte Gott fürwahr nichts
zu schaffen, und auch Wir hätten nichts mit ihm zu
schaffen; denn Gottes Gebote stellen die FrüchteGroß fürwahr ist dieser Tag! Die Hinweise in allen
heiligen Schriften auf ihn als den »Tag Gottes« bezeugen seine Größe. Die Seele jedes Propheten Gottes und jedes göttlichen Boten hat nach diesem wundersamen Tag gedürstet. Alle Geschlechter der Erde
haben sich in gleicher Weise danach gesehnt, ihnSeiner Offenbarung am Himmel des Willens Gottes kundgetan, da wurden alle außer jenen, die der
Allmächtige zu führen beliebte, als stumm und achtlos befunden.
Äl 7:2Bahá’u’lláh Bahá’u’lláh VWa 41 O Sohn des Menschen!
Verherrliche Meine Sache, damit Ich dir die Geheimnisse Meiner Größe offenbare und auf dich
Sprich: Wir haben die Ströme der göttlichen Äußerung von Unserem Throne ausgehen lassen, damit
die zarten Kräuter der Weisheit und des Verstehens
Äl 18:1strahle mit ewigem Lichte. aus dem Grund eurer Herzen sprießen.
Bahá’u’lláh Bahá’u’lláhDer Gastgeber muß die Freunde persönlich bedienen. Er muß für die Bequemlichkeit aller sorgen und
jedem in äußerster Demut Herzensgüte erweisen.Wenn das Fest auf diese Weise und in der erwähnten Art veranstaltet wird, ist dieses Mahl das ‘Abendmahl des Herrn’; denn das Ergebnis ist das gleiche
Ergebnis und die Auswirkung ist die gleiche Auswirkung.
‘Abdu’l-BaháAus der überragenden Bedeutung einer so gro-Äl 6:3
ßen Offenbarung kann die Ehre, die ihre getreu-Das Erhabenste Wesen spricht: Die Zunge der BotA 11:20
Weisheit verkündet: Wer Mich nicht hat, ist allerIch bin das Licht der Führung, das den Weg erhellt. Ich bin der königliche Falke auf dem Arm
des Allmächtigen. Ich entfalte die matten Flügeljedes verzagten Vogels und helfe ihm, sich aufzuschwingen.
Bahá’u’lláhüber Sein Wort meditieren und im Schatten der Manifestation Gottes Zuflucht suchen, auf daß wir,
durch die untrüglichen Ratschläge des Buches gewarnt, die Ermahnungen, die auf den heiligen Tafeln verzeichnet sind, sorgfältig beachten und den
Offenbarer der Verse nicht bekritteln, daß wir uns
selbst völlig Seiner Sache weihen und uns mit ganzem Herzen Seinem Gesetz unterstellen. So werden wir vielleicht in den Hof Seiner Barmherzigkeit eintreten und an der Küste Seiner Gnade Wohnung finden. Er, wahrlich, ist der Barmherzige und
der Vergebende gegenüber Seinen Dienern.O Mein Name! Die Rede muß die Kraft der Eindringlichkeit besitzen. Ist sie dieser Eigenschaft beraubt, übt sie keinen Einfluß aus. Und dieser durchdringende Einfluß hängt davon ab, daß der Geist
rein und das Herz makellos ist.Für die Zeiten des Gebets wurde dir Zurückgezo-BeA 3:21,1
genheit auferlegt, damit du deine AufmerksamkeitHerz zu allen Zeiten von Seinem Geist beseelt, nicht
aber wie durch einen Schleier von deinem Meistgeliebten getrennt sei. Wenn du Gott preisest, laß
deine Zunge nicht bloßen Lippendienst tun, während dein Herz nicht dem höchsten Gipfel der Herrlichkeit, dem Brennpunkt der Verbundenheit zugewandt ist. Dann wird, so du am Tage der Auferstehung lebst, der Spiegel deines Herzens auf Ihn, die
Sonne der Wahrheit, gerichtet sein, und kaum istSein Licht erstrahlt, wird sein Glanz auch schon in
deinem Herzen widergespiegelt. Denn Er ist dieQuelle alles Guten, und alles kehrt zu Ihm zurück.
Bábim Dunkel der Scheide verhüllt seinen Wert vor dem
Kundigen verbirgt. So komm hervor aus der Scheide des Ichs und der Begierde, damit dein Wert vor
aller Welt blitze und blinke.Ihm verborgen ist, würde Er in der Fülle Seiner Herrlichkeit leuchten, dann gäbe es niemanden, der Seine
Macht bezweifelte oder Seine Wahrheit verwürfe.Nein, alles Erschaffene wäre durch die Beweise Seines Lichtes so geblendet und wie vom Donner gerührt, daß es zu völligem Nichtsein absänke. Wie
könnten unter solchen Umständen die Gottesfürchtigen von den Eigensinnigen unterschieden werden?
Bahá’u’lláhZerbrich den Käfig und dem Phönix der Liebe gleich
schwinge dich auf in den Himmel der Heiligkeit.Entsage dem Selbst und ruhe, erfüllt vom Geist der
Gnade, im Reiche himmlischer Reinheit.Wähne nicht, die allgenügende Kraft Gottes sei lee-BeA 4:8,3
rer Trug. Sie ist der wahre Glaube, den du für die
Manifestation Gottes in jeder Sendung hegst. Sieist ein Glaube, der mehr genügt als alles, was auf
Erden ist, während nichts, was auf Erden erschaffen wurde, außer dem Glauben dir genügen kann.
Bist du kein Gläubiger, so verdammt dich der BaumGläubiger, so wird dir dein Glaube über alle Dinge
auf Erden hinaus genügen, selbst wenn du nichtsWer sich in seinem Haus einschließt, gleicht in der BSW 56
Tat einem Toten. Es geziemt dem Menschen, daszu tun, was der Menschheit nützt. Wer keine Frucht
hervorbringt, taugt nur für das Feuer. So ermahntBotA 13:15 Desgleichen bedarf die Rede der Mäßigung; ohne
sie ist der Hörer außerstande, die Rede zu ertragen,
vielmehr bekundet er von Anfang an Widerspruch.die Rede mit den Zeichen göttlicher Weisheit mischt,
wie sie in den heiligen Büchern und SendbriefenTage der Auferstehung, dann glaube fest an das, was
von Ihm herniedergesandt wird.gestalt in ihrer Wesenheit mit diesen beiden Grunderfordernissen ausgestattet ist, wird sie sich als ungemein wirksam erweisen und das beste Mittel für
die Wandlung der Menschenseelen sein. Das ist dieReinigt eueren Blick, auf daß ihr mit eigenen Augen ihre Herrlichkeit wahrnehmt und nicht von der
Sehkraft eines anderen als euch selbst abhängt; denn
Gott hat niemals eine Seele über ihr Vermögen belastet. So ist es seit alters auf die Propheten und Boten
Äl 52:4Wer sie erreicht, ist mit der Macht belehnt, die Sache Gottes zu lehren und der Menschen Herzen und
Gemüter zu besiegen.Bahá’u’lláh Bahá’u’lláh Äl 102:1 Wer Mir folgt, muß unter allen Umständen bestrebt
sein, die Wohlfahrt eines jeden zu fördern, der sich
für den Triumph Meiner Sache erhebt, und muß ihmErgebenheit und Anhänglichkeit erzeigen. Glücklich der Mensch, der auf Meinen Rat hört und ihm
folgt! Wehe dem, der Meinen Wunsch nicht erfüllt.Guten zu sprechen; befleckt sie nicht mit übler Rede.
Gott hat vergeben, was vergangen ist. Von nun anäußere jeder, was sich schickt; jeder enthalte sich
der üblen Nachrede, der Schmähung und all dessen, was andere Menschen traurig macht. Erhaben
ist die Stufe des Menschen!Wie allumfassend sind die Wunder Seiner grenzenlosen Huld! Sieh, wie sie die ganze Schöpfung
durchdringen. So stark ist ihre Wirkkraft, daß kein
einziges Atom im ganzen Weltall zu finden ist, das
nicht die Beweise Seiner Macht bekundet, SeinenGott bezeugt, daß es keinen Gott außer Ihm gibt. BeA 6:3,1
Sein sind die Reiche in den Himmeln, auf Erdenund all dem, was zwischen ihnen liegt. Er ist erhaben über das Begreifen aller Dinge und unerforschlich dem Verstehen eines jeden Geschöpfs; keiner
wird die Einheit Seines Wesens ergründen oder dieIhm je als ebenbürtig oder ähnlich, als Abbild oder
Gleichnis zugesellt werden. So preiset und verherrlicht Ihn, bezeuget Seines Wesens Heiligkeit und
Einheit und rühmet Seine Macht und Majestät mitGlaubtet ihr doch fest an die Offenbarung der Zeichen Gottes.
Bábdort wirst du aus dem Quell der Loslösung den Wein
ewigen Lebens trinken.den Zeichen, die erhabenen Worte und alles, was in
diesen Tagen geoffenbart wurde, damit du die Geheimnisse ergründest, die in den Büchern verborgen sind, und dich bemühst, Seine Diener zu führen.
Bahá’u’lláh»Er nicht über Sein Tun befragt werden soll«. Anerkennung hat Gott zur Zier jeden Glaubens und zu
dessen wahrer Grundlage gemacht. Von ihr muß dieeuere Blicke, damit euch das Geflüster der Widerspenstigen nicht zum Straucheln bringe.
Bahá’u’lláhGepriesen und verherrlicht ist Er, der unumschränk-BeA 1:3,3
te Herrscher der Reiche des Himmels, der Erde undIhm kehren alle zurück, und Er führt, wen Er will,
auf Sein Geheiß. Sprich: Alle Menschen erflehenSeinen Segen, und Er ist erhaben über alles Erschaffene. Er ist fürwahr der Allherrliche, der Mächtige,
der Vielgeliebte.Ich liebte es, dich zu erschaffen, also erschuf Ich
dich. Nun liebe du Mich, damit Ich deinen Namenund ihren Geboten gefragt: Wisse, daß das erste und
wichtigste in der Religion die Erkenntnis Gottes,ist. Sie gipfelt in der Erkenntnis Seiner göttlichen
Einheit. Diese wiederum erfüllt sich in dem freudigen Bekenntnis, daß Sein geweihtes, erhabenes Heiligtum, der Thron Seiner überirdischen Majestät,
über alle Eigenschaften geheiligt ist. Und wisse, daß
in dieser Welt des Daseins die Erkenntnis Gotteskann, der der Morgen der göttlichen Wirklichkeit ist.
BábSeine Gegenwart zu treten, Sein Antlitz zu schauen
und als Zeuge vor Ihm zu stehen.Der Geist, der des Menschen Herz belebt, ist die Äl 134:3
Erkenntnis Gottes, und sein wahrer Schmuck ist die
Anerkennung der Wahrheit, daß »Er tut, was Er will,
und verordnet, was Ihm gefällt.« Sein Gewand istGott jeden, der Ihn sucht. Er, wahrlich, liebt den,
der sich Ihm zuwendet. Es gibt keinen Gott außerMein Pfand und trachtet nicht nur nach eurem Wohlergehen.
Bahá’u’lláhDie Weisen sind, die nicht reden, ehe sie Gehör finden, gleich wie der Mundschenk seinen Kelch nicht
reicht, ehe er einen Dürstenden trifft, und der Liebende nicht aus tiefster Seele ruft, ehe er des Geliebten Schönheit schaut. So säe die Saat der Weisheit und Erkenntnis in des Herzens reine Erde und
halte sie verborgen, bis die Hyazinthen göttlicher
Weisheit aus dem Herzen aufsprießen und nicht ausHeutzutage werden Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit in den Klauen der Falschheit übel zugerichtet,
und Gerechtigkeit wird von der Geißel der Ungerechtigkeit gepeinigt. Der Rauch der Verderbtheit
hat die ganze Welt so umhüllt, daß man in allen Himmelsrichtungen nur noch Soldatenheere sehen kann
und nichts anderes mehr hört als Schwertgeklirr. Wir
flehen zu Gott, dem Wahren, Er möge die TrägerBahá’u’lláh Bahá’u’lláh Äl 92:2 O Freunde Gottes, neigt euer Ohr der Stimme Dessen, dem die Welt Unrecht tut, und haltet euch an
das, was Seine Sache erhöht. Er, wahrlich, führt,Würde die ganze Erde in Silber und Gold verwandelt, so würde keiner, von dem man sagen kann, er
sei wirklich in den Himmel des Glaubens und derist die Offenbarung, die dem Schwachen Kraft einflößt und den Armen mit Reichtum krönt.
Gewißheit aufgestiegen, sich dazu herablassen, dieses zu beachten oder gar danach zu greifen und es
zu behalten.Dinge feiern das Lob ihres Herrn. Manche Menschen haben Gott erkannt und gedenken seiner;
andere erwähnen Ihn, aber kennen Ihn nicht. Deshalb haben wir Unser Geheiß in einem deutlichen
Tablet niedergelegt.Erhebe dich zu Meinem Himmel, daß dir die Freude der Wiedervereinigung widerfahre, und trinke
den unvergleichlichen Wein aus dem Kelche immerwährender Herrlichkeit.
Bahá’u’lláhGott bezeugt, daß es keinen Gott gibt außer Ihm BotA 17:1
und daß Er, der vom Himmel göttlicher Offenbarung kam, das verborgene Geheimnis ist, das Undurchdringliche Mysterium, dessen Kommen im
Buche Gottes verheißen ist und von Seinen Propheten und Boten angekündigt wurde. Durch Ihn sind
die Geheimnisse enträtselt, die Schleier zerrissen,
die Zeichen und Beweise entdeckt. Siehe! Er ist nun
offenbar. Er bringt ans Licht, was Er will, und schreitet hoheitsvoll über die Gipfel der Erde, bekleidet
mit überragender Macht und Majestät.Alle Augen sind erfreut, denn Er, den keiner schau-Äl 14:11
te, dessen Geheimnis niemand entdeckte, hat denSchleier der Herrlichkeit gelüftet und das Antlitz
der Schönheit enthüllt.duftenden, heiligen, vielfarbenen Hyazinthen Meiner Erkenntnis aufblühen. Seid lodernd wie das
Feuer, damit ihr die Schleier der Nachlässigkeitverbrennet und durch die belebende Kraft der Liebe Gottes die erstarrten, widerspenstigen Herzen
zum Glühen bringt, seid leicht und ungehindert wie
der Wind, damit ihr Zutritt zu den Bereichen Meines Hofes, Meines unverletzlichen Heiligtums, erlangt.
Bahá’u’lláheinkehre. Erhebe dich für den Triumph Meiner Sache, damit du noch auf Erden den Sieg erlangest.
Bahá’u’lláhWir flehen zu Gott, daß Er allen Menschen gnädig Äl 100:10
Seine Gunst gewähre und sie befähige, zur Erkenntnis Seiner und ihrer selbst zu gelangen. Bei Meinem Leben! Wer Ihn erkennt, wird sich in die Unendlichkeit Seiner Liebe aufschwingen und losgelöst sein von der Welt und allem, was darinnen ist.
Nichts auf Erden wird ihn von seiner Bahn ablenken, wieviel weniger diejenigen, die aus ihrem leeren Wahn heraus Dinge reden, die Gott verboten hat.
Bahá’u’lláhdich ab und gibst dich mit Schlechterem zufrieden?
Komm zurück zu dem, was besser für dich ist imWas das Neunzehntagefest angeht, so müßt ihr diesem eure höchste Beachtung schenken und es fest
begründen; denn dieses Fest bringt Freude und Einheit und Liebe zu denen, die Gott lieben.
‘Abdu’l-BaháDieses Fest ist ein Freudenspender. Es ist der Grundstein der Übereinstimmung und der Einheit. Es ist
der Schlüssel zu Verbundenheit und Zuneigung. EsSprich: Gibt es noch einen Zweifel über Gott? Seht, Äl 18:7
wie Er vom Himmel Seiner Gnade herniedergekommen ist, gegürtet mit Macht und gekleidet mit
Herrschaft! Gibt es noch einen Zweifel über SeineZeichen? Öffnet eure Augen und seht Seinen klaren Beweis. Das Paradies ist euch zur Rechten nahegebracht, während die Hölle entfacht wurde. Seht
ihre verzehrende Flamme! Eilt, in das Paradies einzutreten, zum Zeichen Unserer Barmherzigkeit für
euch, und trinkt aus den Händen des Allbarmherzigen den Wein, der wahrhaft Leben ist.
Bahá’u’lláhSprich: Er ist es, der die Manifestation des Uner-Äl 14:7
kennbaren, des Unsichtbarsten alles Unsichtbarenist, könntet ihr es doch begreifen. Er ist es, der den
verborgenen und verwahrten Edelstein offen voreuch hingelegt hat, wolltet ihr ihn doch suchen. Er
ist es, der Einziggeliebte von allem, was vergangen
und zukünftig ist, würdet ihr doch Herz und Hoffnung auf Ihn richten!
Bahá’u’lláhIch erbitte Deine Vergebung, o mein Gott, und erflehe Deine Verzeihung, so wie Du wünschest, daß
sich Deine Diener Dir zuwenden. Ich bitte Dich,wasche unsere Sünden hinweg, wie es Deiner Herrschaft entspricht, und vergib mir, meinen Eltern und
denen, die nach Deinem Urteil das Heim DeinerLiebe so betreten haben, wie es Deiner allüberragenden Herrschaft würdig ist und der Herrlichkeit Deiner himmlischen Macht zukommt.
O mein Gott! Du hast meine Seele ermutigt, demütig zu Dir zu flehen, und nur um Deinetwillen rufe
ich zu Dir. Gepriesen und verherrlicht seiest Du!Pflicht nicht nachkam, Dich zu erkennen, und säumte, auf dem Pfade Deiner Liebe zu wandeln.
Bábder Güte und Barmherzigkeit, denn Unsere liebende Vorsehung hat alles Erschaffene durchdrungen
und Unsere Gunst hat die Erde und die Himmel umfangen.
Bahá’u’lláhJeder hat die Pflicht, Gottes heilige Gebote zu hal-BotA 8:55
ten, da sie der Lebensquell der Welt sind. Der Himmel göttlicher Weisheit wird von zwei Leuchten erhellt: Beratung und Barmherzigkeit, und das
Königszelt der Weltordnung ist auf zwei PfeilernSagt nicht: »Wie kann Er von Gott sprechen, wo Er BeA 2:9,1
in Wahrheit nicht älter ist als fünfundzwanzig?« Hört
Mir zu! Ich schwöre bei dem Herrn der Himmelwie es in der Gegenwart Gottes im Mutterbuch aufgezeichnet ist. Gott hat Mich fürwahr gesegnet, wo
Ich auch sein mag, und Mir befohlen, Gebete zuÄl 43:4OVolk Gottes! Befaßt euch nicht rastlos mit eueren
eigenen Belangen! Laßt euere Gedanken fest aufreine und heilige Taten, durch ein Leben der Tugend und durch edles Betragen vollbracht werden.
Bahá’u’lláhDas vierte Taráz betrifft die Vertrauenswürdigkeit. BotA 4:17
Wahrlich, sie ist die Pforte zur Sicherheit für alle
Erdenbewohner und ein Zeichen der Herrlichkeitvon seiten des Allbarmherzigen. Wer daran teilhat,
besitzt in der Tat die Schätze des Wohlstandes und
des Glücks. Vertrauenswürdigkeit ist das weite, breite Tor zur Ruhe und Sicherheit des Volkes. In Wahrheit ist ohne sie, heute wie eh und je, nichts von
Bestand.Alle Bereiche der Macht, Größe und Wohlfahrt leuchten in ihrem Licht.
Bahá’u’lláhHorch auf die lieblichen Worte Meines Zuckermundes und trinke den Strom mystischer Heiligkeit in großen Zügen von Meinen Honiglippen. Säe
den Samen Meiner göttlichen Weisheit in deinesHerzens reinen Grund und begieß ihn mit dem Wasser der Gewißheit, damit in der geheiligten Stadt
deines Herzens die Hyazinthen Meiner ErkenntnisDir obliegt es, allem Erschaffenen die Sache Gottes zu verkünden, als Zeichen der Gnade aus Seiner
Gegenwart. Es gibt keinen Gott außer Ihm, demSprich: Dies ist der Tag für Ruhmestaten, wenn ihr
es nur wüßtet. Dies ist der Tag, Gott zu verherrlichen und Sein Wort darzulegen, könntet ihr es nur
hören und sehen. Gebt auf, was unter den Menschenals Seinen Willen kündet. Schnell naht der Tag, da
euch alle Schätze der Welt nichts nützen. Dies bezeugt der Herr der Namen, wenn Er verkündet:
Wahrlich, es gibt keinen Gott außer Ihm, der Allbeherrschenden Wahrheit, Ihm, der um das
Ungeschaute weiß.Das Erhabenste Wesen spricht: O ihr Menschen-Äl 110:1
kinder! Der Hauptzweck, der den Glauben Gottesund Seine Religion beseelt, ist, das Wohl des Menschengeschlechts zu sichern, seine Einheit zu fördern und den Geist der Liebe und Verbundenheit
unter den Menschen zu pflegen. Laßt sie nicht zurWas immer auf dieser Grundlage errichtet ist, dessen Stärke können Wandel und Wechsel der Welt
nie beeinträchtigen, noch wird der Ablauf zahlloser Jahrhunderte seinen Bau untergraben.
Bahá’u’lláhWenn Meine Gesetze wie die Sonne am Himmel Äl 155:6
Meiner Äußerung erscheinen, müssen sie von allengetreulich befolgt werden, selbst wenn Mein Gebot so wäre, daß es den Himmel jeder Religion spaltete. Er tut, was Ihm gefällt. Er wählt, und niemand
darf Seine Wahl in Frage stellen.Laßt euch in allen euren Taten von Weisheit leiten,
und haltet treu an ihr fest. So Gott will, werdet ihr
alle die Kraft erhalten, den Willen Gottes auszuführen, und wird euch gnädiglich geholfen werden,
den Rang zu würdigen, der denen unter Seinen Geliebten verliehen wurde, die sich erheben, Ihm zu
dienen und Seinen Namen zu preisen. Auf ihnenruhe die Herrlichkeit Gottes, die Herrlichkeit all
dessen, was in den Himmeln und auf Erden ist, undO mein Gott! Du allein kannst die Qual meiner Seele lindern, und Du bist mein höchstes Trachten, o
mein Gott. Mein Herz ist nur Dir vermählt und denen, die Du liebst. Ich erkläre feierlich, daß beides,
mein Leben und mein Tod, für Dich bestimmt ist.Lenkt eureAufmerksamkeit ohne Unterlaß auf das, BotA 17:91
was das Wort Gottes erhöht. In dieser Größten Offenbarung gelten edle Werke und rühmliche Eigenschaften als die Heerscharen Gottes, desgleichen
Sein seliges, Sein heiliges Wort. Diese Heerscharen sind ein Magnet für die Menschenherzen, ein
Schlüssel für alle Türen. Von allen Rüstungen inHeimstatt ist die Wiedervereinigung mit Mir. Tritt
ein ohne Zaudern. So wurde es dir in Unseremhimmlischen Reich und Unserer erhabenen Herrschaft bestimmt.
Bahá’u’lláhBotA 17:99Verherrlicht sei Gott! Alle himmlischen Schriften
der Vergangenheit bezeugen die Größe des heutigen Tages, die Größe dieser Manifestation, die Größe Seiner Zeichen, die Größe Seines Wortes, die
Größe Seiner Beständigkeit, die Größe Seiner allüberragenden Stufe. Und doch, alledem zum Trotz
bleibt das Volk achtlos und wie durch einen Schleier ausgeschlossen. Fürwahr, alle Propheten haben
sich gesehnt, diesen Tag zu erleben.O Herr ! Du vertreibst alle Qual und zerstreust je-
den Kummer. Du bannst jedes Leid und befreist je-den Sklaven, Du erlösest jede Seele. O Herr! Errette mich durch Dein Erbarmen und zähle mich zu
denen Deiner Diener, die das Heil erlangen.Diese Kräfte, mit denen die Sonne göttlicher Groß-Äl 27:3
mut, die Quelle himmlischer Führung, die Wirklichkeit des Menschen begabt hat, liegen jedoch verborgen in ihm, gleichwie die Flamme in der Kerze
verborgen ist und die Lichtstrahlen als Möglichkeit
in der Lampe vorhanden sind. Der Glanz dieserDir strahlt das Licht vom Horizont des heiligen Berges, und der Geist der Erleuchtung weht im Sinai
deines Herzens. So befreie dich von den SchleiernMir zu begegnen. Der Tod wird dann nicht über dich
kommen, noch Schwäche und Verdruß.ihrem Schlaf erwachen, sie würden mit Eifer zu Gott
eilen, dem Allwissenden, dem Allweisen. Sie würden wegwerfen, was sie besitzen, und wären es alle
Schätze der Erde, nur damit ihr Herr ihrer gedenke
und sie eines einzigen Wortes würdige. So unterrichtet euch Er, bei dem das Wissen um Verborgenes ist, auf Seiner Tafel, die das Auge der Schöpfung nicht sah, die nur Seinem eigenen Selbst, dem
allmächtigen Schirmherrn aller Welten, enthüllt ist.
Im Rausch ihrer bösen Begierden sind sie so irre,erkennen, Dessen Stimme laut von allen Seiten ruft:
»Es gibt keinen Gott außer Mir, dem Mächtigen,Verherrlicht ist Er, vor dem alle Bewohner der Erde
und des Himmels in Anbetung sich beugen, an denGriff hält; zu Ihm kehren alle zurück. Er ist es, der
offenbart, was Er will; auf Sein Gebot »Sei!« sind
alle Dinge geworden.Seht, wie die verschiedenen Völker und Geschlech-Äl 6:1
ter der Erde das Kommen des Verheißenen erwarteterschienen, siehe, da wandten sich alle von Ihm ab,
außer denen, die Gott zu führen beliebte. Wir wagen nicht, an diesem Tage den Schleier vor jener
erhabenen Stufe zu lüften, die jeder wahre Gläubige erreichen kann, denn die Freude, die eine solche
Offenbarung erregen muß, könnte bei manchen bewirken, daß sie ohnmächtig werden und sterben.
Bahá’u’lláhWahrhaft an die göttliche Einheit glaubt, wer, weit Äl 84:3
davon entfernt, Zweiheit mit Einheit zu verwechseln, keinem Gedanken an Vielheit erlaubt, seine
Vorstellung von der Einzigkeit Gottes zu trüben, wer
Gott in Seinem ureigenen Wesen als den Einen betrachtet, der in Seiner Wirklichkeit alle Begrenzungen durch Zahlen übersteigt.
Bahá’u’lláhO Volk Bahás! Verkehrt mit allen Menschen im Geiste der Freundlichkeit und Verbundenheit. Wenn ihr
um eine bestimmte Wahrheit wißt, wenn ihr ein Juwel besitzt, das anderen versagt ist, so teilt es ihnen
mit in einer Sprache höchster Liebenswürdigkeitseinen Zweck erfüllt, ist euer Ziel erreicht. Wenn
jemand es zurückweist, überlaßt ihn sich selbst und
bittet Gott, ihn zu führen. Hütet euch, daß ihr ihn
nicht unfreundlich behandelt. Eine freundliche Zunge ist ein Magnet für die Menschenherzen. Sie ist
das Brot des Geistes, sie kleidet die Worte in Bedeutung, sie ist der Lichtquell der Weisheit und des
Verstehens.nicht, sich an Meine verwahrten, verborgenen Tafeln zu halten.
Bahá’u’lláhPreis sei Gott, der den Punkt offenbarte und aus BotA 8:6ihm die Kenntnis aller Dinge, der vergangenen wie
der künftigen, entfaltete – einen Punkt, den Er zum
Herold Seines Namens erkor und zum Vorbotenvollem Glanz über dem Horizont der Welt erstrahlen ließ. Wahrlich, dies ist der Punkt, den Gott zu
einem Lichtmeer für die Aufrichtigen unter SeinenDienern bestimmte und zugleich zu einer Feuerflamme für die Eigensinnigen unter Seinen Geschöpfen sowie die Gottlosen in Seinem Volke, ...
Bahá’u’lláhHöre: Sterbliche Augen werden die ewige Schönheit niemals erkennen, und das leblose Herz wird
sich nur der welken Blüte erfreuen. Denn Gleichessucht Gleiches und gesellt sich gern zu seiner Art.
Bahá’u’lláhgegeben war. Ihre religiösen Führer galten als die
wahren Wegweiser des Evangeliums. Als sie sichjedoch vor Muhammad, dem Gesandten Gottes, verschlossen, wurden sie zu Wegweisern des Irrtums,
obwohl sie ihr ganzes Leben lang treu die Geboteerlangen. Als ihnen Gott dann das Paradies zeigte,
betraten sie es nicht. Die, denen der Qur’án gegeben war, taten desgleichen. Auch sie hielten ihre
Andachten um Gottes willen und hofften, daß Ersie dafür mit den Gerechten im Paradies vereinige.
Als jedoch die Tore des Paradieses sich vor ihrenAugen weit auftaten, weigerten sie sich einzutreten. Sie ließen sich ins Feuer fallen, obgleich sie
bei Gott Schutz davor gesucht hatten.BSW 66An diesem Tag sehen Wir die Menschheit Herrschern ausgeliefert, die so vor Hochmut trunken
sind, daß sie nicht einmal ihren eigenen Vorteil klar
erkennen, geschweige denn eine Offenbarung, dieJesus, der Sohn Marias, saß eines Tages da und Iq 2:40
sprach folgende Worte aus dem Heiligen Geist:»O Menschen! Die Speise, mit der Ich Meinen Hunger stille, ist das Gras des Feldes. Mein Bett ist der
Staub der Erde, Meine Lampe in der Nacht ist derDoch sehet, wer auf Erden ist reicher als Ich?« Bei
der Gerechtigkeit Gottes! Tausende von Schätzenumwandeln diese Armut, und Myriaden von Reichen der Herrlichkeit sehnen sich nach solcher Niedrigkeit! Solltest du nur einen einzigen Tropfen aus
dem Meer der inneren Bedeutung dieser Worte erlangen, so würdest du wahrlich der Welt und allem
darinnen entsagen und dich, dem Phönix gleich, inMein Auge – schaue damit, auf daß du tief im Herzen Meine höchste Heiligkeit bezeugest und Ich in
Mir deine erhabene Stufe bestätige.alle Begrenzungen erhaben ist und die Fassungskraft alles Erschaffenen übersteigt! Seit Ewigkeit
hat Er in Seiner unzugänglichen Wohnstätte der Heiligkeit und Herrlichkeit gewohnt und wird weiter
bis in Ewigkeit auf den Höhen Seiner unabhängigen Herrschaft und Größe thronen. Wie erhaben ist
Sein unzerstörbares Wesen, wie gänzlich unabhängig von der Erkenntnis alles Erschaffenen, und wie
unermeßlich erhaben wird es bleiben über den Lobpreis aller, die in den Himmeln und auf Erden wohnen!
Bahá’u’lláhVergänglicher Herrschaft willen verzichtet ihr auf
Mein unvergängliches Reich. Ihr schmückt euch mitDecke des Staubes versammeln und der Farben Vielfalt tilgen, außer bei denen, die Meine Farbe wählen, welche heiligt von aller Farbe.
Bahá’u’lláhWollte der Mensch nur die Herrlichkeit seiner Stu-BotA 11:28
fe und die Erhabenheit seiner Bestimmung würdigen, er würde stets einen edlen Charakter, reine Taten und ein schickliches, rühmliches Verhalten an
den Tag legen. Wollten die Gebildeten und die Weisen, die guten Willens sind, dem Volke Führung angedeihen lassen, dann würde die ganze Erde als ein
einziges Land betrachtet. Wahrlich, dies ist die unbezweifelbare Wahrheit. Dieser Diener bittet und
drängt jede gewissenhafte, wagemutige Seele, sichbis zum äußersten anzustrengen und sich aufzumachen, in allen Bereichen die Lebensverhältnisse wieder in Ordnung zu bringen und die Toten mit den
Lebenswassern weiser Rede neu zu beleben, kraftihrer Liebe zu Gott, dem Einen, dem Unvergleichlichen, dem Allmächtigen, dem Wohltätigen.
Bahá’u’lláhEr, der ewig vor den Augen der Menschen verbor-Äl 20:1
gen bleibt, kann nie anders als durch Seine Manifestation erkannt werden, und Seine Manifestation
kann keinen größeren Beweis für die Wahrheit ihrer Sendung erbringen als den Beweis Ihrer eigenen Person.
Bahá’u’lláhIch flehe zu Gott bei Seinen unendlichen Gnadengaben, daß viele solche Versammlungen veranstaltet werden und daß auch das Neunzehntagefest eingehalten wird, so daß alle Gläubigen, Männer wie
Frauen, sich der Erwähnung Gottes, Seinem Lobpreis, Seiner Verherrlichung und der rechten Führung des Volkes zuwenden.
‘Abdu’l-BaháDie mystische Taube verkündet aus ihrer seligen Äl 15:1
Laube im ewigen Paradiese: »Die Quelle aller Gnadengaben strömt an diesem Tage aus Gott, dem Einen, dem Vergebenden!« Der Vogel des Thrones
schmettert sein Lied in seiner Zufluchtsstätte der
Heiligkeit: »Höchste Oberhoheit kommt an diesemGefährten noch Seinesgleichen hat, dem Allgewaltigen, dem Allüberwinder!«
Bahá’u’lláhO Volk von Tár! Ergreift mit der Kraft und Macht BotA 6:58
Meines Namens den Kelch der Erkenntnis und trinkteuch satt, ungeachtet des Volkes der Welt, das Gottes Bund und Testament bricht, Seine Beweise und
klaren Merkmale verwirft und an Seinen Zeichenkrittelt, die alles im Himmel und auf Erden durchdringen.
Bahá’u’lláhAn diesem Tag feiert das Reich der Höhe ein großes Fest; denn was verheißen war in den heiligen
Schriften, ist nun erfüllt. Heute ist der Tag großen
Frohlockens. Jeder sollte, voller Freude und Frohsinn, in Lust und Wonne zum Hofe Seiner Nähe eilen und sich vom Feuer der Ferne befreien.
Bahá’u’lláhBei der Rechtschaffenheit Meines eigenen Selbstes!
Groß, unermeßlich groß ist diese Sache! Mächtig,unbegreiflich mächtig ist dieser Tag! Fürwahr, selig ist der Mensch, der allem entsagt und seine Augen auf Ihn richtet, Dessen Antlitz über alle in den
Himmeln und auf Erden Erleuchtung verbreitet.Selig der Mensch, der sich löst von allem außer Mir, BotA 2:25
sich aufschwingt in die Höhen Meiner Liebe, derHerrlichkeit schaut, die Lebenswasser Meiner Gaben leert, sich am himmlischen Strom Meiner liebenden Vorsehung satt trinkt, mit Meiner Sache
vertraut wird, begreift, was Ich in den Schatzkammern Meiner Worte verborgen habe, und, Meinen
Ruhm und Preis kündend, vom Himmel göttlicherErkenntnis strahlt. Wahrlich, er ist von Mir. Mit ihm
seien Meine Barmherzigkeit, Meine Gnade, MeineDie besten Menschen sind jene, die sich den Unterhalt durch ihren Beruf verdienen und ihn für sich
und ihre Angehörigen verwenden, in der Liebe zuDie stoffliche Gestalt ist der Thron des inneren Tempels; deshalb empfindet dieser alles, was dem Leib
geschieht. In Wirklichkeit ist es des Leibes innerer
Tempel, der durch Freude erhoben und durch Leidbedrückt wird, nicht der Leib selbst. Da der stoffliche Leib der Thron ist, auf dem der innere Tempel
ruht, hat Gott bestimmt, daß der Leib, so gut es geht,
erhalten wird, damit nichts geschieht, was Unstimmigkeit hervorruft. Der innere Tempel sieht seinen
Thron, die stoffliche Gestalt. Wenn dieser Achtung
entgegengebracht wird, ist es, als ob der innere Tempel sie empfängt. Das Gegenteil trifft ebenso zu.
Deshalb wurde bestimmt, daß dem Leichnam höchste Ehrerbietung und Achtung entgegengebracht
wird.Seine Herrlichkeit, die mit ihrem Glanz am Himmelszelt der Großmut strahlt, ruhe auf euch, o Volk
Bahás, auf jedem, der fest und standhaft ist, auf allen, die im Glauben sicher gegründet und mit wahrem Verständnis bekleidet sind.
Bahá’u’lláhDer Glaube an die göttliche Einheit besteht im we-Äl 84:4
sentlichen darin, Ihn, die Manifestation Gottes, und
Ihn, das unsichtbare, unzugängliche, unerkennbarebedeutet, daß alles, was dem erstgenannten angehört, all Sein Tun und Handeln, Sein Gebot oder
Verbot in jeder Hinsicht, unter allen Umständen und
ohne Vorbehalt dem willen Gottes gleich ist. Diesist die höchste Stufe, die zu erlangen ein wahrhaft
an die Einheit Gottes Glaubender jemals hoffenkann. Selig der Mensch, der diese Stufe erreicht und
zu den Standhaften im Glauben gehört.Denke nach und überlege wohl: Willst du in deinem Bette sterben oder als Märtyrer dein Blut im
Staube auf Meinem Pfad vergießen, als KünderMeines Befehls und als Offenbarung Meines Lichtes im erhabensten Paradiese? Entscheide dich richtig, o Diener!
Bahá’u’lláhÄl 129:3Bei der Gerechtigkeit Gottes! Wer an diesem Tage
seine Lippen öffnet und den Namen seines Herrnerwähnt, auf den werden die Scharen göttlicher Eingebung aus dem Himmel Meines Namens, der Allwissende, der Allweise, herabkommen. Zu ihm wird
auch die Versammlung der Höhe herabsteigen, undjeder aus ihr wird einen Kelch reinen Lichtes vorantragen. So wurde es vorherbestimmt im Reiche
der Offenbarung Gottes, auf Befehl des Allherrlichen, des Machtvollsten.
Bahá’u’lláhDeine Macht ist mein Zeuge! Nur für Deinen Lobpreis ist mir meine Zunge von Nutzen, und nur für
den Dienst vor Dir ist mir mein Dasein von Gewinn. Wofür außer für den strahlenden Anblick
Deines Reiches der Herrlichkeit sollte ich meinSprich: O Völker der Erde! Wolltet ihr euch versam-BeA 2:28,4
meln, um etwas hervorzubringen, was auch nur einem einzigen Buchstaben Meiner Werke gleicht,
niemals wäret ihr dessen fähig! Und wahrlich, Gott
weiß alle Dinge.verborgen, nein, wisset vielmehr mit Gewißheit, daß
sie in deutlichen Zeichen eingemeißelt und in derBotA 7:19 Die Amtsträger des Hauses der Gerechtigkeit ha-O wandelnde Gestalt aus Staub! VWp 21
ben die Pflicht, den Geringeren Frieden zu fördern, Ich wünsche Gemeinschaft mit dir, du aber hast kein
damit das Erdenvolk der Bürde maßloser Staatsaus-Vertrauen zu Mir. Mit dem Schwerte deiner Empögaben ledig werde. Diese Aufgabe ist zwingend und rung hast du den Baum deiner Hoffnung gefällt.
absolut wesentlich, zumal Streit und Feindseligkei-Allezeit bin Ich dir nahe, doch du bist Mir immer
ten die wahren Ursachen von Leid und Elend sind. fern. Unvergängliche Herrlichkeit habe Ich dir zu-
Bahá’u’lláh gedacht, doch maßlose Schmach hast du dir gewählt.
Äl 159:4 Sprich: Die Freiheit, die euch nützt, ist nirgendwo
Kehre um, da noch Zeit ist, und nutze die Stunde!Bahá’u’lláh zu finden außer in vollkommener Dienstbarkeit vor
Gott, der Ewigen Wahrheit. Wer ihre Süße kostet, Bei Meinem Selbst! Der Tag naht, da Wir die Welt Äl 143:3
wird es verschmähen, sie gegen alle Herrschaft der und alles, was in ihr ist, aufgerollt und eine neue
Erde und des Himmels zu tauschen. Ordnung an ihrer statt ausgebreitet haben werden.
Bahá’u’lláh Er, wahrlich, ist mächtig über alle Dinge.
Bahá’u’lláhSei unbeschwert wie der Wind, wenn du die Botschaft Dessen trägst, der den Morgen göttlicher
Führung anbrechen ließ. Bedenke, wie der Wind,weht, seien sie bewohnt oder öde. Weder der Anblick der Öde noch die Zeichen des Gedeihens können ihn betrüben oder erfreuen. Er weht in jeder
Richtung, wie sein Schöpfer es gebietet. So sollte
jeder sein, der behauptet, den einen, wahren Gottzu lieben. Es ziemt ihm, den Blick auf die Grundlagen Seines Glaubens zu richten und eifrig für dessen Verbreitung zu wirken. Allein um Gottes willen
wollte er Gottes Botschaft verkünden und in gleichem Geiste jede Antwort annehmen, die sein Wort
bei seinem Hörer hervorruft. Wer annimmt undAm Anfang jeder Bemühung hat man die Pflicht, BotA 11:17
auf das Ende zu sehen. Von allen Künsten und Wissenschaften sollten die Kinder diejenigen erlernen,
welche dem Menschen Vorteil bringen, seinen Fortschritt sichern und seinen Rang erhöhen. So wird
der widerliche Gestank der Gesetzlosigkeit vertrieben, und durch die edlen Bemühungen der Staatsführer werden alle geborgen, sicher und in Frieden
leben.O Meine Diener, beraubt euch nicht selbst des un-Äl 153:5
vergänglichen, strahlenden Lichtes, das in der Lampe göttlicher Herrlichkeit leuchtet. Laßt die Flamme der Liebe Gottes hell in eueren strahlenden Herzen brennen. speist sie mit dem Öle göttlicher Führung, behütet sie im Schutze euerer Beständigkeit.
Bewahrt sie unter der Glocke des Vertrauens undder Loslösung von allem außer Gott, damit das böse
Geflüster der Gottlosen ihr Licht nicht verlösche.
Bahá’u’lláhwohnest. Meine Liebe ist in dir. Erkenne dies, damit du Mich nahe findest.
Bahá’u’lláhAller Ruhm sei dem einen, wahren Gott – gepriesen sei Seine Herrlichkeit –, da Er durch die Feder
des Höchsten die Tore der Menschenherzen geöffnet hat. Jeder Vers, den diese Feder offenbarte, ist
ein strahlendes, leuchtendes Tor, das die Herrlichkeit eines heiligen, gottesfürchtigen Lebens und
reiner, makelloser Taten erschließt. Der Aufruf und
die Botschaft, die Wir gaben, sollten niemals nurentschlossen dem folgen, was ihr offenbart und gewährt ist. Dann, nur dann wird sie zu wahrer Freiheit gelangen.
Bahá’u’lláhO ihr Verkörperungen der Gerechtigkeit und Un-BotA 6:2
parteilichkeit, ihr Offenbarungen der Aufrichtigkeit
und der himmlischen Gaben! Unter Tränen klagend,ruft dieser Unterdrückte laut und spricht: O Gott,
mein Gott! Schmücke die Häupter Deiner Geliebten mit der Krone der Loslösung und kleide ihre
Tempel mit dem Gewande der Rechtschaffenheit.Wenn es einem Menschen gelingt, einen anderen Äl 128:7
zu beeinflussen, ist dieser Erfolg nicht ihm selbst
zuzuschreiben, sondern dem Einfluß der Worte Gottes, wie es von Ihm verordnet ist, dem Allmächtigen, dem Allweisen. Vor Gott wird er als eine Lampe angesehen, die ihr Licht spendet und sich dabei
selbst verzehrt.Es geziemt dem Volke Bahás, durch die Macht seiner Rede dem Herrn zum Siege zu verhelfen und
die Menschen durch edle Taten und guten Charakter zu ermahnen, zumal Taten größeren Einfluß üben
als Worte.Würdet ihr doch mit dem Auge der Einsicht schauen und auf dem Pfade von Gottes heiligem Willen
und Wohlgefallen wandeln.Verherrlicht sei Dein Name, Du bist der Meist-BeA 7:40
geliebte und hast mich befähigt, Dich zu erkennen,
Du bist der Allgerühmte und hast mich gnädiglichbestätigt mit Deiner Liebe. Du bist der Altehrwürdige der Tage, den niemand je beschreiben kann,
durch die Zeugnisse Deiner Herrlichkeit und Majestät. Du bist der Mächtige, den niemand je verstehen kann, durch die Offenbarungen Deiner Größe
und Schönheit, denn der Majestät und Hoheit Ausdruck, die Attribute der Herrschaft und Schönheit
sind nur Zeichen Deines göttlichen Willens und der
strahlende Widerschein Deiner Herrschaft. Sie künden mit ihrer Natur und ihrem Wesen, daß der Weg
versperrt, und sie bezeugen, daß der Pfad unzugänglich jenseits menschlichen Erreichens liegt.
BábMute keiner Seele zu, was andere dir nicht zumuten sollen, und sprich nicht von dem, was du nicht
tust. Dies ist Mein Gebot an dich. Gehorche ihm!Hat der Wanderer die Höhen seiner himmelanstrebenden Reise durchmessen, so gelangt er zum
Tal des Genügens. In diesem Tal empfindet er denWindhauch Göttlichen Genügens, der von der Ebene des Geistes her weht. Er verbrennt die Schleier
des Mangels und schaut mit dem inneren und demaus Seiner Fülle heraus jedem vergelten wird«. Seine
Trübsal schlägt um in Entzücken, sein Kummer inÄl 29:6Bedenket stets die Herrschaft, die der wahre König
ausübt, und erkennet die Beweise Seiner Macht undNeigt euer Ohr der süßen Weise dieses Gefange-Äl 106:3
nen. Steht auf und erhebt eure Stimme, auf daß die
tief Schlafenden wach werden. Sprecht: O ihr, dieihr wie tot seid! Die Hand göttlicher Güte reicht euch
das Wasser des Lebens. Eilt herzu und trinkt euchsatt!
Wer an diesem Tage wiedergeboren wird, soll niemals
sterben; wer tot bleibt, soll niemals leben.Denke darüber nach, wie jedesmal, wenn eine Of- BeA 5:5,1
fenbarung erschien, diejenigen die Wahrheit erkannten, die ihre Herzen dem Urheber der Offenbarung
öffneten, während sich die Herzen derer verkrampften, die es versäumten, die Wahrheit anzunehmen,
hatten sie sich doch selbst den Zutritt zu Ihm verwehrt. Und doch schenkt Gott den einen wie den
anderen gleichermaßen ein offenes Herz. Gott willSchleier gehüllt ist; denn Gott ist der Schöpfer aller
Dinge.an seiner Flamme zu entzünden! So Gott will, werdet ihr in dieser gesegneten Nacht die Nacht der
Einheit sehen, euere Seelen miteinander verbindenund beschließen, euch mit dem Schmuck eines guten und lobenswerten Charakters zu schmücken.
Bahá’u’lláhSprich : Fürchtet Gott; sodann seid redlich in eurem Urteil über diese Große Verkündigung, vor der,
als sie strahlend erschien, jede bedeutsame Verkündigung anbetend niederfiel. Sprich: O Schar der Toren! Wenn ihr Ihn verwerft, mit welchem Zeichen
könnt ihr dann eure Treue zu früheren GesandtenGottes beweisen oder euren Glauben an das vertreten, was Er aus Seinem mächtigen, erhabenen Königreich herniedergesandt hat?
Bahá’u’lláhO mein Herr! Laß zum Zeichen Deiner Gnade, und BeA 7:30,2zum Zeugnis der Güte aus Deiner Gegenwart auf
jedes Heim, dessen Bewohner Deinen Glauben angenommen haben, Deine Segnungen und Gaben
herabströmen. Wahrlich, unübertroffen bist Du imVerzeihen. Würde Deine Großmut jemandem vorenthalten, wie könnte er dann an Deinem Tage zu
Deines Glaubens Jüngern zählen?O Kinder des göttlichen, unsichtbaren Wesens! VWa 66
Ihr werdet gehindert sein, Mich zu lieben, und die
Seelen werden verstört,wenn sie Meiner gedenken;ÜBER DIE BEDEUTUNG DER EINGESCHONEN TAGE 1. AYYÁM-I-HÁ 26. FEBRUAR
Ayyám-i-Há, die zwischen die Monate Mulk undbis 1. März sind Freude, Gastfreundschaft und tätiger Nächstenliebe gewidmet.
O Gott, mein Feuer und mein Licht! Die Tage, die Gb 228
Du in Deinem Buche die Ayyám-i-Há nanntest, haben begonnen, o Du König aller Namen, und die
Fasten nahen heran, deren Einhaltung Deine erhabenste Feder allen zur Pflicht gemacht, die im Reiche Deiner Schöpfung sind. Ich flehe Dich an, o
mein Herr, bei diesen Tagen und bei allen, die sich
während dieser Zeit an das Seil Deiner Gebote klammern und den Griff Deiner Vorschriften halten, gib,
daß jeder Seele im Umkreis Deines Hofes ein PlatzAlles, was vom Himmel des göttlichen Willens her-BotA 6:26
niederkommt, ist Mittel für Errichtung von Ordnung
in der Welt und fördert Einheit und Freundschaftzwischen ihren Völkern. So spricht die Zunge dieses Unterdrückten aus Seinem Größten Gefängnis.
Bahá’u’lláhSchließt eure Augen vor Entfremdung; sodann richtet euren Blick auf die Einheit. Haltet euch beharrlich an das, was der ganzen Menschheit Wohlfahrt
und Ruhe bringt. Diese Handbreit Erde ist nur eine
Heimat und eine Wohnstatt. Euch geziemt es, allestiftet. Nach dem Urteil des Volkes Bahás liegt des
Menschen Ruhm in seiner Erkenntnis, seinem aufrechten Verhalten, seinem lobenswerten Charakter
und seiner Weisheit, nicht in Rang und Volkszugehörigkeit. O Volk auf Erden! Achtet den Wert
dieses himmlischen Wortes.Seid besonders liebevoll zueinander. Verbrennt, Äl 147:1
ganz um des Vielgeliebten willen, den Schleier des
Selbstes mit der Flamme des unverlöschlichen Feuers, und frohen, lichtstrahlenden Angesichts gesellt
euch zu euerem Nächsten.Schaue auf Gottes Geschöpfe nur mit dem Auge Äl 14:15
der Güte und Barmherzigkeit, denn Unsere liebende Vorsehung hat alles Erschaffene durchdrungen
und Unsere Gunst hat die Erde und die HimmelLaßt euere Taten Führung für die ganze Menschheit sein, denn bei den meisten Menschen, ob hoch
oder niedrig, unterscheidet sich das Bekenntnis vom
Verhalten. Durch euere Taten aber könnt ihr eucheueres Lichtes über die ganze Erde verbreitet werden. Glücklich ist der Mensch, der Meinen Rat beachtet und die Gebote hält, die Er, der Allwissende,
der Allweise, gegeben hat.Das Erhabenste Wesen spricht: O ihr Vielgeliebten! BotA 11:6
Das Heiligtum der Einheit ist errichtet; betrachtet
einander nicht als Fremde. Ihr seid die Früchte eines Baumes, die Blätter eines Zweiges.
Bahá’ú’lláhSei ein Heim dem Fremdling, ein Balsam dem Lei-Äl 130:1
denden, dem Flüchtling ein starker Turm. Sei demVorrangiges Ziel ist, solche Bewegungen des Geistes zu entfachen, aber zugleich folgt ganz selbstverständlich daraus, daß die Anwesenden Speise zu
sich nehmen sollten, damit die Welt des Körpersdie Welt des Geistes widerspiegele und das Fleisch
die Eigenschaften der Seele annehme; wie die geistigen Freuden hier überreich vorhanden sind, so
auch die materiellen Freuden. Glücklich seid ihr,weil ihr dieses Gebot mit all seinen mystischen Bedeutungen zu beachten habt, um dadurch die Freunde Gottes wach und achtsam zu halten und ihnen
Seelenfrieden und Freude zu bringen.Danket Gott, daß euer Herzenswunsch Erfüllung Äl 3:2
fand und ihr mit Ihm vereint wurdet, der derHilfe des einen, wahren Gottes – gepriesen sei Seine Herrlichkeit – die Unversehrtheit der Stufe, die
ihr erreicht habt, und haltet fest an dem, was Seine
Sache fördert. Er, fürwahr, gebietet euch, was recht
ist und des Menschen Stufe erhöht. Verherrlicht sei
der Allbarmherzige, der Offenbarer dieses wundersamen Tablets.
Bahá’u’lláhseiest, Mir zu begegnen und Meine Schönheit widerzuspiegeln.
Bahá’u’lláhBotA 9:5O ihr Geliebten des Herrn! Begeht nichts, was den
klaren Fluß der Liebe verschmutzt oder den süßenDuft der Freundschaft tilgt. Bei der Gerechtigkeit
des Herrn! Ihr seid erschaffen, einander Liebe zubezeigen, nicht Eigensinn und Groll. Seid nicht stolz
auf eure Eigenliebe, sondern auf die Liebe zu euren Mitgeschöpfen. Rühmt euch nicht der Liebe zu
eurem Vaterland, sondern der Liebe zur ganzenDer Meistgeliebte ist erschienen. In Seiner Rechten hält Er den versiegelten Wein Seines Namens.
Glücklich der Mensch, der sich Ihm zukehrt, sichsatt trinkt und ausruft: »Preis sei Dir, o Offenbarer
der Zeichen Gottes!«Wir ermahnen Unsere Geliebten zur Gottesfurcht, BotA 8:39
die der Urquell aller guten Taten und Sitten ist. In
der Stadt Bahás ist sie Gebieterin über die Heerscharen des Rechts. Glücklich der Mensch, der in
den Schatten ihres leuchtenden Banners tritt undsich fest daran hält. Er, wahrlich, zählt zu den Gefährten der Roten Arche, von der im Qayyúmu’l-
Asmá die Rede ist.Sei nicht beschäftigt mit dieser Welt, denn im Feuer prüfen Wir das Gold und mit Gold prüfen Wir
Unsere Diener.Das ganze Menschengeschlecht hat diesen Tag herbeigesehnt, damit er vielleicht erfülle, was seiner
Stufe geziemt und seiner Bestimmung würdig ist.Der Vogel sucht sein Nest, die Nachtigall den Zauber der Rose. Die Menschenherzen aber sind wie
Vögel, die, zufrieden mit vergänglichem Staub, fern
ihrem ewigen Neste in die Irre gehen. Auf denSumpf der Achtlosigkeit starrend, sind sie der Herrlichkeit der göttlichen Gegenwart beraubt. Ach, wie
seltsam, wie traurig! Um eines Bechers willen wenden sie sich ab von den wogenden Meeren des Allhöchsten und bleiben dem strahlendsten Horizonte
fern.Du hast Mich nach dem Wesen der Seele gefragt. Äl 82:1
Wisse wahrlich, daß die Seele ein Zeichen Gottesist, ein himmlischer Edelstein, dessen Wirklichkeit
die gelehrtesten Menschen nicht zu begreifen vermögen, und dessen Geheimnis kein noch so scharfer Verstand je zu enträtseln hoffen kann.
Bahá’u’lláhMir, denn Mein Reich ist beständig und Meine Herrschaft vergeht nicht. Suchtest du einen anderen als
Mich, dein Trachten wäre vergeblich, selbst wennund Wissenschaft ist die Macht des Gedankens. Gebt
euch alle Mühe, daß aus dem Bergwerk eures Geistes solche Edelsteine der Weisheit und der Rede
aufleuchten, die bei allen Geschlechtern auf Erden
Wohlfahrt und Eintracht fördern.Das Wort Gottes ist eine Lampe, deren Licht der Äl 132:3
Satz ist: ihr seid die Früchte eines Baumes und die
Blätter eines Zweiges. Verkehrt miteinander in inniger Liebe und Eintracht, in Freundschaft und Verbundenheit. Er, die Sonne der Wahrheit, bezeugt
Mir: So machtvoll ist das Licht der Einheit, daß es
die ganze Erde erleuchten kann. Der eine, wahreDiese Armut und dieser Reichtum, diese Niedrig-Iq 2:42
keit und Herrlichkeit, diese Herrschaft und Macht,
alles, worauf Augen und Herzen der hohlen, törichten Seelen gerichtet sind – alles schwindet zu völligem Nichts dahin in diesem heiligen Hofe. So ist
gesagt worden: »O Menschen! Ihr seid nur arm, weil
ihr Gottes bedürft. Gott aber ist der Reiche, derÄl 156:1 Wendet euch der Förderung von Wohlfahrt und
Ruhe unter den Menschenkindern zu. Widmetdie diese Erde spaltet, durch die Macht des Größten Namens von ihrem Angesicht getilgt und alle
Menschen zu Verfechtern einer Ordnung und zuBahá’u’lláh Wir wünschen, euch allezeit in Freundschaft und
Eintracht im Paradiese Meines Wohlgefallens miteinander verkehren zu sehen und aus eueren Taten
den Duft der Freundlichkeit und Einigkeit, der Güte
und Gemeinschaft zu verspüren. So rät euch der Allwissende, der Getreue. Wir werden immer mit euch
sein. Wenn Wir den Duft euerer Gemeinschaft verspüren, wird sich Unser Herz gewiß freuen, denn
nichts anderes kann Uns genügen. Dies bezeugt jeder wahrhaft Verstehende.
Äl 146:1Äl 156:1 Erleuchtet und heiligt euere Herzen. Laßt sie nicht
entweiht werden von den Dornen des Hasses undBahá’u’lláh den Disteln der Bosheit. Ihr wohnt in einer Welt
und seid durch das Wirken eines Willens erschaf-fen. Selig ist, wer sich mit allen Menschen im Geiste größter Freundlichkeit und Liebe vereinigt.
Bahá’u’lláh Selbstbestehenden, offenbart worden ist. Sinnt darüber nach, o ihr Geliebten Gottes, und hört auf Sein
Wort, damit ihr euch durch Seine Gunst und Gnadeaus den kristallenen Wassern der Beständigkeit satt
trinkt und in Seiner Sache so standhaft und so unerschütterlich wie die Berge werdet.
Bahá’u’lláhdie Verherrlichung aller Wesen, geheiligt über den
Lobpreis der gesamten Schöpfung. Durch Seindas Banner der Erkenntnis inmitten der Völker gehißt. Segnungen ruhen auch auf Seinen Nachkommen und Seinen Gefährten, durch welche die Standarte der Einheit Gottes und Seiner Einzigkeit aufgepflanzt, die Fahnen himmlischen Triumphes entfaltet worden sind.
Bahá’u’lláhdes Unbezwungenen, Ströme frischen, sanftfließenden Wassers aus den Felsen quellen ließ, und
immer noch schlaft ihr. Werft weg, was ihr besitzt,
und erhebt euch auf den Schwingen der Loslösungder Schöpfung, der durch die Bewegung Seiner Feder die Seele der Menschheit in Aufruhr versetzt.
Bahá’u’lláhDie Welt ist aus dem Gleichgewicht geraten durch Äl 70:1
die Schwungkraft dieser größten, dieser neuen Weltordnung. Das geregelte Leben der Menschheit ist
aufgewühlt durch das Wirken dieses einzigartigen,Die erste, vornehmste den Menschen vorgeschrie-Äl 134:1
bene Pflicht nächst der Anerkennung Dessen, derdie Ewige Wahrheit ist, ist die Pflicht der Standhaftigkeit in Seiner Sache. Halte dich daran und gehöre zu denen, deren Sinn fest auf Gott gerichtet und
gegründet ist. Keine Tat, wie verdienstvoll sie auch
sei, läßt sich jemals mit der Standhaftigkeit vergleichen. Sie ist der König aller Taten, und dein Herr,
der Allerhöchste, der Machtvollste, wird dies bezeugen.
Bahá’u’lláhWie oft kam Ich zur Dämmerstunde aus den Reichen des Raumlosen zu deiner Wohnung und fand
dich auf dem Lager der Muße mit anderem beschäftigt als mit Mir. Da kehrte Ich dem Blitzstrahl des
Geistes gleich zu den Reichen himmlischer Herrlichkeit zurück. Den Heerscharen der Heiligkeit an
Meinem Ruhesitz droben verriet Ich nichts.überschattet, und zählt nicht zum Volk der Tyrannei auf Erden, zu den Menschen, welche die Manifestation Gottes und Seine unüberwindliche Allgewalt verwerfen und Seine Gunstbeweise von sich
weisen. Sie rechnen fürwahr zu den VerworfenenO mein Bruder! Nicht jedes Meer enthält Perlen, SVT 42f
nicht an jedem Zweig erblühen Rosen, noch wirdehe die Nachtigall des Paradieses der inneren Bedeutung sich wieder zum Garten Gottes aufschwingt
und die Strahlen des himmlischen Morgens zur Sonne der Wahrheit heimkehren – vielleicht vermagst
du dann auf diesem vergänglichen Haufen Staubeserreicht hast und zu dieser mächtigen Ebene gelangt
bist, wirst du auf den Geliebten schauen und alles
andere vergessen.Bei der Rechtlichkeit Gottes! Gerechtigkeit ist eine BSW 42
starke Macht. Sie ist es vor allem, die die Bollwerke der Herzen und Seelen der Menschen bezwingt,
sie offenbart die Geheimnisse der Welt des SeinsSprich: Die lebendigen Wegweiser Seines Wohlgefallens sind solche, die wahrhaft und unerschütterlich an Ihn glauben, die lebendigen Beweise Seines
Mißfallens sind dagegen jene, die, wenn sie dieToren sich in ihrer Narrheit eingebildet haben, sie
könnten durch Mittel wie Massenmord, Plünderunggöttlicher Macht entzündet hat, oder die Sonne ewiger Herrlichkeit verdunkeln. Die Wahrheit, daß solche Trübsal das Öl ist, das die Flamme dieser Lampe nährt, scheinen sie nicht zu kennen. Dies ist Gottes umgestaltende Kraft. Er wandelt, was Er will.
Wahrlich, Er hat Macht über alle Dinge.Sie müssen Meine Sache mit fester Entschlossen-Äl 100:1
heit über die ganze Erde verbreiten, mit einem Geist,
der ganz auf Ihn gerichtet ist, mit Herzen, die von
allen Dingen völlig gelöst und unabhängig sind, und
mit Seelen, die über die Welt und ihre Nichtigkeiten geheiligt sind. Es geziemt ihnen, das Gottvertrauen als beste Wegzehrung für die Reise zu wählen und sich mit der Liebe ihres Herrn, des Erhabensten, des Allherrlichen, zu umgeben. Wenn sie
so verfahren, werden ihre Worte die Hörer beeinflussen.
Bahá’u’lláhO ihr Völker der Erde! Bei der Gerechtigkeit Got-BeA 2:44,1
tes, des Wahren, das Zeugnis, das Sein Gedenkenverkündet, ist wie eine Sonne, welche die Hand des
gnädigen Herrn in den Zenit des Himmels hob, womich standhaft in Deiner Sache und gib, daß ich zu
denen gerechnet werde, die weder Deinen Bund brechen noch den Götzen ihres eitlen Wahns folgen.
Lasse mich alsdann einen Sitz der Wahrheit in Deiner Gegenwart erlangen, gewähre mir ein Zeichen
Deines Erbarmens und vereinige mich mit solchenDeiner Diener, über die keine Furcht und kein Kummer kommen soll. Überlasse mich nicht mir selbst,
o mein Herr, noch beraube mich der ErkenntnisDessen, der die Manifestation Deiner selbst ist, und
rechne mich nicht zu denen, die sich abgewandt haben von Deiner heiligen Gegenwart.
BábGott verfügt. Das Wesen der Liebe ist für den Menschen, sein Herz dem Geliebten zuzukehren, sich
von allem außer Ihm zu lösen und nichts anderesHalte dich fest am Saum des Gewandes Gottes, und Äl 141:5
erfasse mit festem Griff sein Seil, ein Seil, das niemand zerreißen kann. Hüte dich, daß dich nicht der
Lärm derer, die diese Größte Verkündigung zurückweisen, davon abhalte, deinen Vorsatz auszuführen.
Verkünde, was dir in diesem Sendschreiben vorgeschrieben wurde, und sollten auch alle Menschen
wider dich aufstehen. Dein Herr ist wahrlich derHütet euch wohl vor Tyrannei, denn Ich habe gelobt, keines Menschen Unrecht zu vergeben. Dies
ist Mein Bund, den Ich auf der verwahrten Tafelunwiderruflich beschlossen und mit Meinem Siegel der Heiligkeit besiegelt habe.
Bahá’u’lláhgöttlicher Führung, befähigt werdest, deine Schritte recht zu setzen auf der Brücke, die schärfer ist
als das Schwert und feiner als ein Haar, so daß, was
du von Anbeginn deines Lebens um Gottes Liebewillen vollbracht hast, sich nicht plötzlich und unbemerkt in Taten kehre, die vor Gott nicht annehmbar sind. Wahrlich, Gott führt, wen Er will, auf den
Pfad absoluter Gewißheit.So durchdringend, so umfassend ist diese Offenbarung, daß im ganzen Weltall kein Ding zu entdekken ist, das Seinen Glanz nicht widerspiegelte. Unter diesen Bedingungen wird jede Betrachtung über
Nähe und Ferne zunichte.Fürchtet Gott und äußert über Sein Größtes Geden-BeA 2:7,1
ken kein Wort, das nicht von Gott verordnet ist, denn
Wir schlossen Seinethalben mit jedem Prophetenund Seinen Anhängern einen eigenen Bund. Fürwahr, Wir haben keinen Boten gesandt ohne dieses
verpflichtende Bündnis, und Wir fällen wahrlich keinerlei Urteil, es sei denn, nachdem Sein, des Erhabensten Tores Bündnis, geschlossen ist. Bald schon
wird zur festgesetzten Zeit der Schleier vor euren
Augen gelüftet. Dann werdet ihr in unverhüllterO ihr, die ihr auf Erden wohnt! Das Unterschei-Äl 43:10
dungsmerkmal für die Einzigartigkeit dieser höchsten Offenbarung besteht darin, daß Wir einerseits
aus Gottes Heiligem Buche gelöscht haben, was dieMenschenkindern gewesen ist, andererseits die wesentlichen Vorbedingungen für Eintracht, Verständigung und völlige und dauernde Einheit niedergelegt haben. Wohl dem, der Meine Gesetze hält.
Bahá’u’lláhIn einer Ansprache beim Naw-Rúz-Fest in Alexandria, Ägypten, sagte ‘Abdu’l-Bahá im Jahre 1912:
BNZ 208 In jedem Zyklus und mit jeder Offenbarung gibt es
in den geheiligten Gesetzen Gottes gesegnete Feste, Feiertage und arbeitsfreie Tage. An solchen Tagen sollten alle Arten von Beschäftigung, Handel,
Industrie, Landbau und dergleichen unterlassenAlle sollten sich miteinander freuen, allgemeine Versammlungen abhalten, wie eine Gemeinde
werden, damit die nationale Einheit, Einigkeit und
Harmonie allen vor Augen geführt wird.Unzweifelhaft müssen an solchem Tag menschenfreundliche oder ideale Spuren von den Freunden
Gottes sichtbar zurückbleiben, die in die ganzeDas Naw-Rúz-Fest ist das Neujahrsfest. An diesem Tag wird der Beginn des neuen Jahres gefeiert und gleichzeitig mit dem Ende der Fastenzeit
das alte Jahr abgeschlossen. Astronomisch istTag, die Tages- und Nachtgleiche steht als Symbol für die Manifestation Gottes. Es ist der Tag,
an dem die Sonne der Wahrheit am Horizont göttlicher Gnade erscheint und einen neuen Frühling
einleitet. Alle erschaffenen Welten geraten inBewegung und erwachen zu neuem Leben. Deshalb ist die Frühlings- Tag- und Nachtgleiche
auch Symbol des Lebens. Wie die natürliche Sonne Grundlage des Lebens auf Erden ist, so erfüllt
die Sonne der Wahrheit die Menschheit mit ewigem Leben.
440 441Das Ridván-Fest ist das bedeutsamste und heiligste
aller Bahá’í-Feste und kündet von den Tagen, alsBahá’u’lláh sich am 22. April 1863* für 12 Tage in
den Garten Najíbíyyih zurückzog, und Seinen Gefährten Seine Sendung erklärte. Dieser herrliche
Rosengarten wurde später Garten Ridván (Paradiesgarten) genannt, und lag außerhalb der Stadt Bagdad am Tigris.
GGV 9:gesetzt war, abgelaufen. Die »festgesetzte Zeit der
Geheimhaltung«, während der, wie Er selbst bezeugt, die »Zeichen einer gottgegebenen Offenbarung« über Ihn kamen, war erfüllt.
Shoghi EffendiRidván-Festzeit weltweit die Geistigen Räte gewählt.
* Der 1. Ridván Tag folgt immer 31 Tage nach dem Naw-Rúz-Fest. Im Jahre
1863 fiel die Frühlings-Tages- und Nachtgleiche auf dem 22. März.
9. RIDVÁN FEIERTAG – ARBEITSFREI 29. APRILBahá’u’lláh selbst bezeichnet dieses historische GGV 9:7
Ereignis, der Verkündigung Seiner Offenbarung, als
das »Größte Fest«, den »König der Feste«, das »Fest
Gottes«. Er kennzeichnet es im Kitáb-i-Aqdas alsden Tag, an dem »alles Erschaffene ... in das Meer
der Reinigung getaucht« ward. Und in einem anderen Tablet schrieb Er: »Sei von höchster Freude erfüllt, o Volk von Bahá, ... wenn du des Tages höchster Glückseligkeit gedenkst, des Tages, an dem die
Zunge des Altehrwürdigen geredet hat, da Er Seinaus Er über die gesamte Schöpfung die Herrlichkeit Seines Namens, des Allbarmherzigen, ausgegossen hat...«
Shoghi EffendiFür den zwölften Tag war die Abreise vorgesehen...
Den ganzen zwölften Tag lang strömten die Menschen in den Garten, um ein letztes Lebewohl zu
sagen... Alle Berichte, die uns erhalten sind, stimmen darin überein, daß beim Anblick Bahá’u’lláhs,
der sich, im Sattel sitzend, zur Abreise anschickte,
die ganze Menschenmenge in herzzerreißende, nichtzu ertragende Schmerzensschreie ausbrach. Immer und
immer wieder ertönte der Ruf: »Alláh-u-Akbar« –ausdrückt –, »als ob dieses Himmelsroß über geheiligte Körper und reine Herzen schritte«. An diesem Tag nahm man zum erstenmal Bahá’u’lláhs
hervorragende Reitkunst wahr... Ein weiteres äußeres Zeichen der göttlichen Autorität, die Er jetzt
sichtbar innehatte, war die geänderte Kopfbedekkung... Er trug einen fein bestickten Táj (Krone).
BalyuziMullá Husayn aus Bushrúyih war es, dem der jun-BeA 221
.ge Siyyid ‘Alí-Muhammad (der Bab) bei einer denkwürdigen Unterredung in der Nacht zum 23. Mai
des Jahres 1844 in Shíráz sich als der verheißeneQá’im erklärte, als Träger einer eigenständigen Offenbarung – wie vor Ihm Moses, Christus und
Muhammad. Als Hauptaufgabe Seiner Sendung betrachtete Er es, Wegbereiter eines anderen Gottesboten zu sein, der die Verheißungen aller früheren
Religionen erfüllen werde. In diesem Sinne nannte»Die Offenbarung«, berichtet Mullá Husayn weiter, GGV 1:5
.»die so plötzlich und ungestüm über mich hereinbrach,
war wie ein Gewittersturm und machte mich vorübergehend ganz benommen. Ich war geblendet von ihrem überirdischen Glanz und überwältigt von ihrer
zermalmenden Kraft... Ich kam mir vor wie die StimmeGabriels, die der ganzen Menschheit zuruft:Wachet
auf, denn siehe, das Morgenlicht ist angebrochen!Tor Seiner Gnade ist weit aufgetan; tretet ein, o Völker der Welt! Denn Er, der euchVerheißene, ist da!«
Shoghi EffendiStunden nach Sonnenuntergang in den frühen Morgenstunden des 29. Mai 1892 die Hülle Seines
menschlichen Tempels.Das Ziel dieses Unterdrückten bei allen Leiden und
Trübsalen, die Er ertragen, bei allen Versen, die Er
offenbart, und bei den Beweisen, die Er dargebracht
hat, war einzig und allein, die Flamme des Hassesund der Feindschaft zu löschen, damit der Horizont
der Menschenherzen vom Lichte der Eintracht erleuchtet werde, daß er wahren Frieden und wirkliche Ruhe finde.
Bahá’u’lláhJahrhunderte, nein, ganze Zeitalter müssen vergehen, ehe das Tagesgestirn der Wahrheit wieder in
seinem Mittagsglanze leuchtet oder zum weiterenEs war der Báb selbst, der in Seinem ersten, Sei-NB1 26
nem gewichtigsten und erhabensten Buch im Hinblick auf Bahá’u’lláh schrieb: »O Du, den sich Gott
vorbehielt! Ich habe Mich ganz geopfert für Dich.Ich habe eingewilligt, um Deinetwillen geächtet zu
sein, und habe nichts anderes ersehnt als Märtyrertum auf dem Pfade Deiner Liebe. Gott ist Mein
Zeuge, der Erhabene, der Beschützer, der Altehrwürdige der Tage!«
Fürchtet euch nicht, Ich bin auf diese Welt gekom-NB1 172
men, um ein Zeuge zu sein für die Herrlichkeit des
Opfers. Ihr seht, wie sehr Ich Mich danach sehne;Märtyrertums beschleunige und Mein Opfer annehme! ...
Báb»Báb« (das Tor) beilegte, wurde in Shíráz, in Südpersien, am 20. Oktober 1819 geboren. Er war ein
Siyyid, d. h. ein Nachkomme Muhammads.Der Stoff, daraus Gott Mich erschaffen hat, ist nicht
der Staub, daraus andere wurden. Er gab Mir, wasentdecken können... Ich bin ein Tragpfeiler des Ersten Wortes Gottes. Wer Mich anerkennt, hat alles
erkannt, was wahr und recht ist, und hat alles erreicht, was gut und ziemlich ist, und wer Mich nicht
anerkennt, hat sich von allem abgewandt, was wahrund recht ist, und erliegt allem, was übel und unziemlich ist.
Bábund alles Gute ist dem bereitet, der Mich anerkennt,
und Höllenfeuer und alles Übel erwartet den, der1817 in Teheran geboren. Alle Propheten und Boten Gottes haben auf Seine Offenbarung hingewiesen, Seine Herrlichkeit angekündigt und Sein Kommen erwartet.
Er, der über alles Geliebte, ist gekommen! Er hat Äl 151:1,3
sich mit der Herrlichkeit der Offenbarung Gottesgekrönt und die Tore seines altehrwürdigen Paradieses vor den Augen der Menschen geöffnet...
Höret auf Mich, ihr sterblichen Vögel. Im Rosengarten unvergänglicher Pracht begann eine Blume
zu blühen, mit der verglichen jede andere Blumenur ein Dorn ist und vor deren strahlender Herrlichkeit das wahre Wesen der Schönheit verblassen
und vergehen muß, so erhebet euch und trachtet mit
aller Begeisterung eueres Herzens, mit allem Verlangen euerer Seele, mit der ganzen Inbrunst eueres
Willens und mit dem gesamten Bemühen eueresganzen Seins danach, zum Paradiese Seiner Gegenwart zu gelangen, und strebet danach, den Duft der
nie verwelkenden Blume zu spüren, die süßen Düfte der Heiligkeit zu atmen und euer Teil an diesem
Dufthauch himmlischer Herrlichkeit zu erlangen.TAG DES BUNDES GEDENKTAG 26. NOVEMBER HINSCHEIDEN ‘ABDU’L-BAHÁS GEDENKTAG 28. NOV.
DGB 14 Weil es in der Vergangenheit bei den Glaubensbekenntnissen immer große Unterschiede und Abweichungen gab, und jeder, der eine neue Idee hatte,
sie Gott zuschrieb, war es Bahá’u’lláhs Wunsch, daß
es unter den Bahá’í keinen Grund zum Meinungsstreit geben solle. Deshalb schrieb Er mit Seiner
Feder das Buch Seines Bundes nieder, in welchem... bis zum zweitletzten oder letzten Tag seines Lebens. Am Freitag, dem 25. November 1921, wohnte Er noch dem Mittagsgebet in der Moschee in
Haifa bei und verteilte nachher Almosen an die Armen mit eigener Hand, wie Er gewohnt war... Kaum
drei Tage später, eineinhalb Stunden nach Mitternacht, am Montag, dem 28. November, ging Er so
friedevoll heim, daß es den zwei an Seinem Bettsollen sich alle halten. Er ist der Ausleger Meines
wachenden Töchtern schien, als ob Er sich ruhigwahrlich, Er kennt die Texte Meines Buches; allein
fand das Begräbnis statt, ein Begräbnis, wie es in
Haifa, ja in ganz Palästina sicherlich noch nie dagewesen ist ..., so tief war das Gefühl, das so viele
Er kennt Mein Buch, niemand sonst.« Diese Erklä-Tausende von Trauernden, Vertretern von vielen
rung soll verhindern, daß es unter den Bahá’í jemals zu Mißklang und Meinungsstreit kommt. Sie
sollen immer einig sein und sich verständigen ...Wer deshalb dem von Bahá’u’lláh ernannten Mittelpunkt des Bundes gehorcht, gehorcht Bahá’u’lláh, und
wer Ihm nicht gehorcht, gehorcht Bahá’u’lláh nicht ...
‘Abdu’l-Bahábrachten ihre letzte Ehrenbezeugung und ihr Lebewohl ihrem Geliebten dar.
J.E. EsslemontEs gibt drei tägliche Pflichtgebete ... Der Gläubige
hat die Freiheit, eines von diesen drei Gebeten zu
wählen, aber die Pflicht, eines davon zu sprechen.
Die besonderen Anweisungen bei den Gebeten sindDie Pflichtgebete sind bindend, weil sie Demut und
Ergebenheit bewirken, den Menschen sein Angesicht Gott zuwenden und seine Hingabe an Ihn zum
Ausdruck bringen lassen. Durch solches GebetGeliebten seines Herzens und erreicht geistige Stufen.
‘Abdu’l-Bahá»Morgen«, »Mittag« und »Abend« im Zusammenhang mit den Pflichtgebeten bedeuten die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Mittag, zwischen Mittag und Sonnenuntergang und zwischen Sonnenuntergang und zwei Stunden danach.
Universales Haus der GerechtigkeitIch bezeuge, o mein Gott, daß Du mich erschaffen Gb 1
hast, Dich zu erkennen und anzubeten. Ich bezeugeBuch mit solcher Standhaftigkeit ergreifen, daß die
Scharen der Welt keine Macht über sie haben. Schütze sie sodann, damit sie sich nicht mit Dingen befaßt,
die ihr nicht zustehen. Du bist wahrlich der Allmächtige, der Allgewaltige.
Und beim Waschen des Gesichtes spreche er:Erleuchte es mit dem Licht Deines Antlitzes. Bewahre es sodann, damit es sich niemandem außer
Dir zuwende.Dann erhebe er sich und spreche der Qiblih¹ zugewandt:
Gott bezeugt, daß es keinen Gott gibt außer Ihm.Morgen der Offenbarung ist, der auf dem Sinai redete, durch den der Höchste Horizont erstrahlte und
der Lotosbaum sprach, über den hinaus keiner gehen kann, und durch den der Ruf verkündet ward
an alle, die im Himmel und auf Erden sind: »Sehet,
der Allbesitzende ist gekommen! Erde und Himmel, Ruhm und Herrschaft sind Gottes, des Herrn
aller Menschen, des Besitzers des Thrones in derDann beuge er sich nieder, lasse die Hände auf den
Knien ruhen und spreche:die Handflächen aufwärts gerichtet und dem Gesicht zugewendet:
Enttäusche nicht den, o mein Gott, der sich mit flehenden Fingern an den Saum Deiner Barmherzigkeit und Gnade klammert, o Du, der Du von den
Barmherzigen der Allbarmherzige bist!erfüllt und weit das Tor Deiner Gnade aufgetan vor
allen, die im Himmel und auf Erden wohnen. Segen und Friede, Gruß und Herrlichkeit ruhen auf
Deinen Geliebten, die Wandel und Wechsel der Weltnicht davon abhalten, sich Dir zuzuwenden, und die
alles hingegeben in der Hoffnung, das zu erlangen,
was bei Dir ist. Du bist in Wahrheit der Immervergebende, der Allgütige.
So jemand statt des langen Verses lieber die Worte
sprechen möchte:Gott bezeugt, daß kein Gott ist außer Ihm, dem Helfer in Gefahr, dem Selbstbestehenden,
so wird dies genügen.Und ebenso wird es genügen, wenn er vorzieht, sitzend die Worte zu sprechen:
Ich bezeuge Deine Einheit und Deine Einzigkeit und
daß Du Gott bist und daß kein Gott ist außer Dir.er das Erbarmen seines Herrn, des Allbarmherzigen, des Mitleidvollen. Dann spreche er:
O Du, der Du der Herr aller Namen und der Schöpfer der Himmel bist! Ich flehe Dich an bei den Sonnen Deines unsichtbaren Wesens, des Höchsterhabenen, des Allherrlichen: Mache mein Gebet
zu einem Feuer, das die Schleier verbrenne, die mich
hindern, Deine Schönheit zu schauen, und zu einem Licht, das mich zum Meere Deiner Gegenwart
geleite.Dann erhebe er die Hände flehend zu Gott – gepriesen und verherrlicht sei Er – und spreche:
O Du Sehnsucht der Welt, Du Geliebter der Völker!durch dessen Bewegung die ganze Schöpfung erschüttert ward. Ich bin Dein Diener, o mein Herr,
* Einmal in 24 Stunden zu sprechenund Deines Dieners Sohn. Sieh, ich bin bereit, nach
Deinem Wunsch und Willen zu tun und ersehnenichts als Dein Wohlgefallen. Ich flehe Dich an bei
dem Meer Deines Erbarmens und der Sonne Deiner Gnade: Verfahre mit Deinem Diener, wie Du
willst und wie es Dir beliebt. Bei Deiner Macht, die
weit über allem Gedenken und allem Lobpreis steht!
Was Du offenbartest, ist meines Herzens SehnsuchtSchaue nicht auf meine Hoffnungen und meine Taten, sondern auf Deinen Willen, der Himmel und
Erde umfaßt. Bei Deinem Größten Namen, o DuDann kniee er nieder, beuge die Stirn zur Erde und
spreche:Erhaben bist Du über die Beschreibung jedes anderen außer Dir und das Begreifen eines jeden außer
Dir selbst.Deine Herrschaft währt, und in jeder Deiner Welten von Dir künde.
Wieder erhebe er flehend die Hände und spreche:O Du, von dem getrennt die Herzen und Seelen hinschmolzen, durch dessen Feuer der Liebe die ganze Welt entflammt ward! Ich bitte Dich flehentlich
bei Deinem Namen, durch den Du die ganze Schöpfung unterwarfest, vorenthalte mir nicht, was bei
Dir ist, o Du, der Du über alle Menschen herrschest!
Du siehst, o mein Herr, diesen Fremdling zu seiner
erhabensten Wohnung unter dem Zelte Deiner Majestät und im Reiche Deines Erbarmens eilen. Du
siehst diesen Sünder das Meer Deiner Vergebung,dieses arme Geschöpf den Morgen Deines Reichtums suchen. Dein ist die Macht zu gebieten, was
immer Du willst. Ich bezeuge, daß Du zu rühmenbist in Deinem Tun, daß Deinen Befehlen zu gehorchen ist und daß Du uneingeschränkt bleibst in
Deinen Geboten.vor Gott – gepriesen und verherrlicht sei Er – und
spreche:Leib und allen meinen Gliedern erregt ward in seinem Sehnen, Dich anzubeten, und in seinem Verlangen, Deiner zu gedenken und Dich zu verherrlichen; wie er bezeugt, was die Zunge Deines Gebotes im Reiche Deines Wortes und im Himmel Deines Wissens bezeugt. In diesem Zustand, o mein
Herr, drängt es mich, alles von Dir zu erbitten, was
bei Dir ist, damit ich meine Armut dartue und Deine Güte und Deinen Reichtum verherrliche, meine
Ohnmacht bekunde und Deine Kraft und DeineDann stehe er auf, erhebe zweimal flehend die Hände und spreche:
Es ist kein Gott außer Dir, dem Allmächtigen, demAllgütigen. Es ist kein Gott außer Dir, dem Gebieter am Anfang und am Ende. O Gott, mein Gott!
462 463Deine Vergebung hat mich ermutigt, Dein Erbarmen hat mir Kraft gegeben, Dein Ruf hat mich erweckt und Deine Gnade mich erhoben und hingeführt zu Dir. Wie könnte ich sonst wagen, am Tore
der Stadt Deiner Nähe zu stehen oder mein Gesichtdem Lichte zuzuwenden, das aus dem Himmel Deines Willens hervorleuchtet? Du siehst, o mein Herr,
dieses elende Geschöpf an die Pforte Deiner Gnadeist der Befehl allezeit, o Du Herr aller Namen, und
mein sind Ergebung und willige Unterwerfung unter Deinen Willen, o Schöpfer der Himmel!
Dann erhebe er dreimal die Hände und spreche:Zu hoch bist Du für den Lobpreis derer, die Dir nahe
sind, als daß er zum Himmel Deiner Nähe aufstiege, oder für die Vögel der Herzen jener, die Dir treu
sind, als daß sie den Zugang zu Deinem Tore er-alle Eigenschaften, heilig über alle Namen. Es ist
kein Gott außer Dir, dem Höchsterhabenen, demallhöchsten Paradieses und über sie hinaus die Zunge der Größe selbst vom allherrlichen Horizont aus
bezeugen, daß Du Gott bist, daß kein Gott ist außer
Dir, und daß Er, der offenbart wurde, das Verborgene Geheimnis ist, das Verwahrte Sinnbild, durch den
die Buchstaben des »Sei!« miteinander verbundenDessen Namen die Feder des Allhöchsten niederschrieb und der genannt ist in den Büchern Gottes,
des Herrn des Thrones in der Höhe und hieniedenzer; Du hörst mein Stöhnen und Jammern und meines Herzens Klage. Bei Deiner Macht! Meine Sünden haben mich gehindert, mich Dir zu nähern,
meine Frevel haben mich dem Hofe Deiner Heiligkeit ferngehalten. Deine Liebe, o mein Herr, hat
mich reich gemacht, aber die Trennung von Dir ließ
mich zunichte werden und das Fernsein von Dir hatmich verzehrt. Ich flehe Dich an bei Deiner Fußspur in dieser Wildnis und bei den Worten »Hier
bin ich, hier bin ich!«, die Deine Erwählten in diesem unendlichen Raume gerufen, und beim Odem
Deiner Offenbarung und den linden Lüften amMorgen Deiner Manifestation – gib, daß ich unentwegt zu Deiner Schönheit aufblicke und alles befolge, was in Deinem Buche steht.
Dann sage er dreimal den Größten Namen, beugePreis sei Dir, o mein Gott, daß Du mir halfest, Deiner zu gedenken und Dich zu preisen, daß Du mich
Ihn, den Sonnenaufgang Deiner Zeichen, erkennenließest, und daß Du mich bewegtest, mich vor Deiner Herrschaft zu beugen, mich Deiner Gottheit zu
DAS LANGE PFLICHTGEBETder Bürde meiner Sünden, und meine Nachlässigkeit hat mich zunichte gemacht. Wann immer ich
meiner schlechten Taten und Deiner Güte gedenke,zu preisen, o Herr des Thrones in der Höhe und auf
der Erde hienieden! Ich flehe Dich an bei den Zeichen Deines Reiches und den Geheimnissen Deiner Herrschaft: Verfahre mit Deinen Geliebten, wie
es Deiner Güte entspricht, o Herr allen Seins, und
wie es Deiner Gnade würdig ist, o Du König desPreis sei Dir, o unser Gott, daß Du auf uns herabsandtest, was uns Dir nahebringt, und uns mit allem Guten versorgest, was Du in Deinen Büchern
und Schriften auf uns niederkommen ließest. Beschütze uns – so flehen wir Dich an, o mein Herr –
vor den Scharen eitlen Wahns und leeren Trugs. DuInhaltsübersicht und systematische Darstellung der Gesetze und Gebote des
Kitáb-i-AqdasSieben Täler – Vier Täler, 4. revidierteAuflage 1997
Buch des Bundes, 1989Gott geht vorüber, revidierte Auflagein Vorbereitung
Textzusammenstellungen des Universalen HausesInhaltsübersicht und systematische Darstellung der
Gesetze und Gebote des Kitáb-i-Aqdas, 1987