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1979 Apr 25 Abschluss 5 JP
1979 Örtliche Geistige Räte - Siebenjahrespla
1980 Apr 22, 50 Nationaltagung
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1981 Jan Ziele 2. Phase 7 JP
1981 Jul 06, Antworttelegramm
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1984 SEPT 20, Jahrestag Tempel
1984 Zur Frage der Apartheit
1985 März, 23 Pilgernotizen Krisen unheilvolle Ereignisse
1985 Okt, Die Verheißung des Weltfriedens
1985 Okt, FRIEDENSBOTSCHAFT
1986 Jul 29, Stichwahlen
1986 Naw-Ruz
1986 Sep 29, Bestimmung der dt B-Gem
1988 Aug 1, Psychologie
1988 Dez 22, Zarathustra und Buddha
1988 Dez, 05 ITC-Kinder und Jugend
1988 Mai 09, 29 Bezugnahmen
1988 Mai 31, Mitgliedschaft
1988, Dez 29, Freiheit und Ordnung
1989 Aug 27, 19-Tage-Fest
1989 Aug 29, 19-Tagefest
1989 Dokumente des Bundes
1989 Ein keusches und heiliges Leben
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1990 Bahai Ehen und ihr Schutz
1990 Dez, Bewahrung von Bahai-Ehen
1990 Die Bewahrung der Erde und
1991 APR 22, Email an Teilnehmer Ost West Seminar
1991 Baha'u'llahs Mission
1991 Drogen und Suchtstoffe
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1991 Mai 01, Email 61 NT
1991 Mar 20, Nachwahlen
1991 Nov 18 Finanzielle Herausforderungen
1991 Okt 08, Historische Aufgabe
1991 Patenschaftsfonds
1991 Sep 17, Antwort mangelnder Dienst
1992 Dez 14, Einstellung zu Lehrbereitschaft
1992 Mai 29, Feierlichkeiten in Bahji
1992 Mai 29, Feierlichkeiten
1992 März 15, Strassenlehrarbeit
1992 Nov 18, Memo Geistige Prinzipien Administration
1992 Nov 26, 2te Botschaft an den Weltkongress
1992 Nov 26, Satelliten-Botschaft
1992 Okt, 05 Fonds
1993 Arbeitsweise von Gemeinden
1993 Feb 07, Fragen zur Arbeitsweise von Gemeinden
1993 Feb 07, Fragen zur Arbeitsweise
1993 Mai 19, Anerkennung 3-JP
1993 Mai 20, Email Dank Spenden
1993 NOV 9, Fördern Eintritt in Scharen
1994 Initiative des Einzelnen und der Gemeinde
1994 Sep 1, Organspende
1994 Sept 19, Bedingungen des Lehrens
1995 Baha'i-Gelehrsamkeit
1995 Dez 24, ITC, Der Einzelne
1995 Jan 17, Email wegen Don Rogers
1995 Nov 12, Gemeinsame Wohnung
1995 Sep 11, Homosexualität
1996 Apr, 11 HUQUQ NEU
1996 Bahai-GEBETE
1996 Epochen des Gestaltenden
1996 Jan 30, Memo Authenzität Tablet
1997 Apr 02, Fonds
1997 Mai 30, Dezentralisierung
1997 Mai 30, Regionale Bahai-Räte
1997 Mar 21, An die Liebenden der
1998 Apr, Trainingsinstitute
1998 Mai 2, An Internationale Tagung
1999 Apr 27, Krise im Kosovo
1999 Dez 28, Neue Gesetze
1999 Mai 25, An ausgewählte NGR
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1999 Sept Regionale Wachstumsprogramme
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2000 Feb, Trainingsinstitute
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2000 Jul, Geistige Erziehung der Kinder
2001 Apr 04 Haltung gegenüber Ausgetretenen
2001 Aug 05, Fonds
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2001 Huququllah die krönende Zier neu
2001 Institution Berater
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2001 Jan 09, Konferenz Kontinentale Berater
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2001 Jan 16, Fünfte Epoche
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2004 Apr 22 - Hinscheiden von Herrn Aziz Yazdi
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2005 Dez 28, Ruhi-Institute
2005 Dez. 31, Ende Beraterkonferenz
2005 Mai 12, Antwort auf Botsch Nationaltagung
2005 Nov 14, Studium des Bahai Glaubens
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2007 Dez 25, an die Anhänger Bahas in der Wiege des Glaubens
2007 Huququllah Das Recht Gottes - Eine Kompilation
2007 Nov, 26 Hände der Sache
2007 Sept, 30 intensives Wachstum
2008 Mai, 12 Erweiterungen im Weltzentrum
2008-10-20 Halbzeit Fünfjahresplan
2008-12-23 Äussern über Politik
2009 Feb 7, Konferenz Frankfurt
2009 Feb 9 in der Wiege des Glaubens
2009 Jun 3, An die Bahai im Iran
2009 Mar 21, Naw-Ruz
2009 Mar 23, an die Gläubigen in der Wiege des Glaubens
2009 Mar 26, Iran
2009 Mar 5, an Bahai im Iran
2009 May 10, Antwortmail Nationaltagung
2009-05-17-BWC Neunzehntagefest
2009-06-23 An die Bahai im Iran
2009-12-15 Bauprojekte am Berg Karmel
Ausgewählte Botschaften 1963-1996
Das Wohlergehen der Menschheit
Die Verheissung des Weltfriedens
Ein Gemeinsamer Glaube
Jahrhundert des Lichtes
Verfassung
VersGot 2 ab Aug
Zusammenstellung Deutschland
Zusammenstellung Europa
Zusammenstellung Extrakt
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Briefe des UHG : VersGot 2 ab Aug
KAMÁL
VOLLKOMMENHEIT
ÜBER DIE BEDEUTUNG DES NEUNZEHNTAGEFESTES
19TF 27

Wenn ihr aber in diese Versammlungen geht, befreit euch vor eurem Eintritt von allem, was in eurem Herzen ist, befreit eure Gedanken und euren

Geist von allem außer Gott und sprecht euch zu
Herzen. Dies alles möge die Versammlung zu einer

Versammlung der Liebe, zur Ursache der Erleuchtung, zur Versammlung sich anziehender Herzen

machen und sie mit dem Licht der Himmlischen
Heerscharen umgeben, so daß ihr in größter Liebe
zueinander vereinigt seid.
‘Abdu’l-Bahá
1. KAMÁL
1. AUGUST

Sprich: Ehrlichkeit, Tugend, Weisheit und ein hei-Bot 6:4

liger Charakter gereichen dem Menschen zur Ehre,

während ihn Unredlichkeit, Schwindel, Unwissenheit und Heuchelei in Erniedrigung stürzen.

Bahá’u’lláh

Das Tor zur Erkenntnis des Altehrwürdigen Seins Äl 21:1

ist immer vor den Menschen verschlossen gewesen
und wird es für immer bleiben. Kein menschliches
Begreifen wird jemals zu Seinem heiligen Hofe

Zutritt gewinnen. Als Zeichen Seiner Barmherzigkeit und als Beweis Seiner Gnade hat Er jedoch den

Menschen die Sonnen Seiner göttlichen Führung,

die Sinnbilder Seiner göttlichen Einheit offenbart

und hat verfügt, daß die Erkenntnis dieser geheiligten Wesen mit der Erkenntnis Seines eigenen

Selbstes gleichbedeutend sei. Wer sie erkennt, hat

Gott erkannt.
Bahá’u’lláh
168
169
2. KAMÁL 2. AUGUST 3. KAMÁL 3. AUGUST

VWa 22 O Sohn des Geistes! Dies ist der Tag, von Gott zu sprechen, Sein Lob zu BSW 37:5

Edel erschuf Ich dich, doch du erniedrigst dich. So verkünden und Ihm zu dienen; beraubt euch dessen

erhebe dich zu dem, wozu du erschaffen bist. nicht. Ihr seid die Buchstaben der Worte, ihr seid

Bahá’u’lláh die Worte des Buches. Ihr seid die Triebe, die die

VWp 66 O ihr Auswanderer!
Hand der Güte in den Boden der Barmherzigkeit
pflanzte und die die Schauer der Großmut zum Blü-
Die Sprache bestimmte Ich zu Meinem Gedenken,
besudelt sie nicht mit übler Nachrede. Übermannt
hen brachten. Er hat euch vor den Stürmen des
Unglaubens und den Unwettern der Gottlosigkeit

euch das Feuer des Selbstes, so gedenkt eurer eigebehütet, und Er hat euch mit den Händen Seiner

nen Fehler und nicht der Fehler Meiner Geschöpfe; liebenden Vorsehung großgezogen. Jetzt ist es für

denn ein jeder kennt sich selbst besser als die andeeuch an der Zeit, Blätter zu treiben und Früchte zu

ren. tragen. Die Früchte am Baume des Menschen sind

Bahá’u’lláh seit eh und je edle Taten und ein lobenswerter Charakter.

Bahá’u’lláh Das Bauwerk der Beständigkeit und Ordnung die-Äl 112:1

ser Welt ist auf den beiden Pfeilern von Lohn und

Strafe errichtet und wird weiterhin von ihnen getragen werden.

Bahá’u’lláh
170
171
4. KAMÁL 4. AUGUST 5. KAMÁL 5. AUGUST

BotA 17:13 Sprich: Verherrlicht bist Du, o mein Gott! Ich flehe Als die Sonne der Weisheit am Horizont der heili-BotA 8:53

Dich an, bei dem Dämmerorte Deiner Zeichen und
bei dem Offenbarer Deiner schlüssigen Beweise,

gen Sendung Gottes aufging, tat sie diese allherrliche Äußerung: Wer Wohlstand besitzt und mit

gib, daß ich mich in jeder Lage fest an das Seil Macht und Amtsgewalt belehnt ist, muß der Religi-

Deiner liebenden Vorsehung halte und an den Saum on die höchste Achtung schenken. Die Religion ist

Deiner Großmut klammere. Zähle mich alsdann zu wahrlich ein strahlendes Licht und eine uneinnehmdenen, die der Wandel und Wechsel der Welt nicht bare Feste für den Schutz und die Wohlfahrt aller

davon abbringen kann, Dir zu dienen und Dir die Völker der Welt; denn die Gottesfurcht treibt den

Treue zu wahren, und die der Angriff des Volkes Menschen, sich fest an alles Gute zu halten und al-

nicht zu hindern vermag, Deinen Namen zu verles Böse zu meiden. Würde die Lampe der Religion

herrlichen und Deinen Lobpreis zu künden. Stehe verdunkelt, so wären Chaos und Verwirrung die

mir gnädig bei, o Herr, zu tun, was Du liebst und Folge, und die Lichter der Redlichkeit und Gerechwünschest. Befähige mich sodann zu vollbringen, tigkeit, der Ruhe und des Friedens würden nicht

was Deinen Namen erhöht und das Feuer Deiner länger scheinen. Dies wird jeder wahrhaft Verstän-

Liebe entfacht. Du bist fürwahr der Vergebende, der dige bezeugen.

Freigebige. Bahá’u’lláh Bahá’u’lláh BeA 6:2 Sprich, die Kraft Gottes ruht in den Herzen derer, Die, deren Auge klar, deren Ohr offen, deren Herz BSW 25:2

die an die Einheit Gottes glauben und bezeugen, erleuchtet und deren Brust geweitet ist, erkennen,

daß es keinen Gott gibt als Ihn; die Herzen jener was wahr und was falsch ist, und unterscheiden das

aber, die Gott Gefährten zugesellen, sind ohnmächeine vom andern.

tig und leblos auf dieser Erde, sie sind ohne Zwei-Bahá’u’lláh fel tot.

Báb
172
173
6. KAMÁL
6. AUGUST 7. KAMÁL 7. AUGUST
VWp 49
O Kinder des Staubes!
Erzählt den Reichen von der Armen Seufzer um

Mitternacht, daß nicht Achtlosigkeit sie auf den Pfad

des Verderbens leite und sie sich nicht den Baum
wahren Reichtums verscherzen. Freigebigkeit und
Großmut sind Meine Zeichen. Wohl dem, der den
Schmuck Meiner Tugenden anlegt!
Bahá’u’lláh
Äl 96:
3
Bemüht euch in inniger Eintracht und im Geiste
vollkommener Verbundenheit, daß ihr fähig werdet,
das zu vollbringen, was diesem Tage Gottes gemäß

ist. Wahrlich, Ich sage, Streit, Hader und was immer der Geist des Menschen verabscheut, sind seiner Stufe völlig unwürdig. Sammelt euere Kräfte

für die Verbreitung des Glaubens Gottes.
Bahá’u’lláh

Fern sei es uns, jemals den Glauben an die unermeß-BotA 11:44

lichen Gunstbeweise Gottes zu verlieren; denn wenn

es Sein Wunsch wäre, könnte Er ein bloßes Atom in
eine Sonne und einen einzigen Tropfen in ein Meer

verwandeln. Tausend Türen tut Er auf, wo der Mensch

außerstande ist, sich auch nur eine vorzustellen.
Bahá’u’lláh

Bete so zu Gott, daß es deine Anbetung nicht än-BeA 3:2

derte, führte sie dich auch ins Feuer, und ebensowenig, wäre das Paradies dein Lohn. So, und nur

so, sollte die Verehrung sein, die dem einen, wahren Gott gebührt.Aus Furcht zu Ihm zu beten, wäre

unschicklich am geweihten Hofe Seiner Gegenwart

und könnte nicht als ein Dienst angenommen werden, den du der Einzigkeit Seines Wesens weihst.

Wäre dein Blick aber auf das Paradies gerichtet und

betetest du zu Ihm mit dieser Hoffnung im Herzen,

so würdest du Gottes Schöpfung Ihm zum Gefährten machen, dessen ungeachtet, daß die Menschen

das Paradies ersehnen. Feuer und Paradies neigen
sich demütig vor Gott. Seines Wesens würdig ist,
Ihn um Seinetwillen zu verehren, ohne Angst vor
dem Feuer und ohne Hoffnung auf das Paradies.
Báb
174
175
8. KAMÁL
8. AUGUST 9. KAMÁL 9. AUGUST
BotA 7:13
Aus dem Himmel des göttlichen Willens wurde mit

dem Ziel,die Welt des Seins zu veredeln und die Menschen an Geist und Seele emporzuheben, herabgesandt, was das wirksamste Mittel zur Erziehung des

ganzen Menschengeschlechts ist. Der tiefste Sinn und

der vollkommenste Ausdruck dessen, was die Völker

früherer Zeiten gesagt und geschrieben haben, ist durch

diese mächtigste Offenbarung aus dem Himmel des
Willens des Allbesitzenden, des Immerwährenden

Gottes herabgesandt. Einst wurde offenbart: »Die Liebe zum Vaterland ist ein Bestandteil des Gottesglaubens.« Die Zunge der Größe jedoch verkündet am

Tage Seiner Offenbarung: »Es rühme sich nicht, wer

sein Vaterland liebt, sondernwer die ganzeWelt liebt.«

Bahá’u’lláh
BotA 6:30
Wir bestimmten bereits, daß die Menschen sich in

zwei Sprachen verständigen sollten; aber es müssen Anstrengungen unternommen werden, sie auf

eine zu beschränken, ebenso die Schriftarten der
Welt, damit die Menschen nicht mit dem Erlernen
verschiedener Sprachen ihr Leben verschwenden
und vergeuden. So wird schließlich die ganze Erde
als eine Stadt und ein Land betrachtet.
Bahá’u’lláh

Betrachte den einen, wahren Gott als Einen, der an-Äl 84:1

ders als alles Erschaffene und unermeßlich darüber

erhaben ist. Das ganze Weltall strahlt Seine Herrlichkeit wider, während Er selbst von Seinen Geschöpfen unabhängig ist und sie weit überragt. Dies

ist die wahre Bedeutung göttlicher Einheit. Er, die

ewige Wahrheit, ist die eine Macht, welche unbestrittene Herrschaft über die Welt des Seins ausübt,

eine Macht, deren Bild im Spiegel der ganzen
Schöpfung zurückgeworfen wird. Alles Dasein
hängt von Ihm ab, und aus Ihm strömt der
Lebensquell aller Dinge. Dies ist die Bedeutung
göttlicher Einheit, dies ist ihr Grundgedanke.
Bahá’u’lláh

O Meine Diener! Würdet ihr die verborgenen, un-Äl 153:2

ermeßlichen Meere Meines unzerstörbaren Reichtums entdecken, so würdet ihr gewiß die Welt, ja,

die ganze Schöpfung als ein Nichts ansehen. Laßt
die Flamme des Suchens mit solchem Ungestüm in
euerem Herzen brennen, daß ihr fähig werdet, euer
höchstes, euer erhabenstes Ziel zu erreichen: die

Stufe, auf der ihr euerem Meistgeliebten nahen und

euch mit Ihm vereinen könnt.
Bahá’u’lláh
176
177
10. KAMÁL 10. AUGUST 11. KAMÁL
11. AUGUST
BotA 4:13
Ein guter Charakter ist wahrlich der beste Mantel

Gottes für die Menschen. Gott schmückt damit Seine Geliebten. Bei Meinem Leben! Das Licht eines

guten Charakters überstrahlt die Sonne und ihren
Glanz. Wer ihn erlangt, gilt als Juwel unter den

Menschen. Ruhm und Aufschwung der Welt hängen völlig davon ab. Ein guter Charakter ist das

Mittel, die Menschen auf den Geraden Pfad zu leiten und zur Großen Verkündigung zu führen. Wohl

dem, der mit den heiligen Merkmalen und dem Charakter der himmlischen Heerscharen geschmückt ist.

Bahá’u’lláh
Äl 130:
1

Sei ein Schmuck für das Antlitz der Wahrheit, eine

Krone für die Stirn der Treue, ein Pfeiler im Tempel der Rechtschaffenheit, Lebenshauch dem Körper der Menschheit, ein Banner für die Heerscharen der Gerechtigkeit, ein Himmelslicht am Horizont der Tugend, Tau für den Urgrund des

Menschenherzens, eine Arche auf dem Meer der
Erkenntnis, eine Sonne am Himmel der Großmut,
ein Stein im Diadem der Weisheit, ein strahlendes
Licht am Firmament deiner Zeitgenossen, eine
Frucht am Baume der Demut.
Bahá’u’lláh

Nun zu deiner Frage über den Ursprung der Schöp-Äl 78:1

fung. Wisse sicher, daß Gottes Schöpfung von Ewigkeit her besteht und immer bestehen wird. Ihr Anfang war ohne Anfang und ihr Ende kennt kein

Ende. Sein Name »Schöpfer« setzt eine Schöpfung

voraus, wie Sein Titel »Herr der Menschen« das Dasein eines Dieners bedingt.

Bahá’u’lláh
O Sohn des Geistes! VWa 2

Von allem das Meistgeliebte ist Mir die Gerechtigkeit. Wende dich nicht ab von ihr, wenn du nach

Mir verlangst, und vergiß sie nicht, damit Ich dir

vertrauen kann. Mit ihrer Hilfe sollst du mit eigenen Augen sehen, nicht mit denen anderer, und

durch eigene Erkenntnis Wissen erlangen, nicht
durch die deines Nächsten. Bedenke im Herzen, wie

du sein solltest. Wahrlich, Gerechtigkeit ist Meine

Gabe und das Zeichen Meiner Gnade. So halte sie
dir vor Augen.
Bahá’u’lláh
178
179
12. KAMÁL
12. AUGUST
Äl 93:10

Es ist keinesfalls erlaubt, die Grenzen der eigenen

Stellung und Stufe zu überschreiten. Jede Stellung

und Stufe muß in ihrer Unversehrtheit gewahrt werden. Das heißt, daß jedes erschaffene Ding im Lichte

der Stufe zu betrachten ist, die ihm zugewiesen
wurde.
Bahá’u’lláh
BotA 11:13
Der ist wirklich ein Mensch, der sich heute dem
Dienst am ganzen Menschengeschlecht hingibt. Das

Erhabenste Wesen spricht: Selig und glücklich ist,

wer sich erhebt, dem Wohle aller Völker und Geschlechter der Erde zu dienen. An anderer Stelle

hat Er verkündet: Es rühme sich nicht, wer sein Vaterland liebt, sondern wer die ganze Welt liebt. Die

Erde ist nur ein Land, und alle Menschen sind seine Bürger.

Bahá’u’lláh
13. KAMÁL
13. AUGUST

Sprich: Säet nicht die Saat der Zwietracht unter den Äl 136:4

Menschen, o Volk, und streitet nicht mit euerem
Nächsten. Seid unter allen Umständen geduldig und
setzt euer ganzes Vertrauen, euere Zuversicht auf
Gott. Helft euerem Herrn mit dem Schwerte der

Weisheit und der Rede. Dies,wahrlich, steht der Stufe des Menschen an. Davon abzugehen wäre Gottes, des höchsten Herrn aller, des Verherrlichten,

unwürdig. Aber das Volk wurde irregeleitet und gehört wahrlich zu den Achtlosen.

Bahá’u’lláh

Glücklich der Gläubige, der sich mit dem Gewand BotA 17:95

edlen Bemühens kleidet und sich aufmacht, dieser

Sache zu dienen! Eine solche Seele hat fürwahr das

ersehnte Ziel erreicht und begriffen, zu welchem
Zweck sie erschaffen wurde.Aber tausendmal wehe
um die Irregegangenen, die wie dürres Laub in den
Staub sinken. Bald wird der Sturm des Todes sie

forttragen an den Ort, der ihnen bestimmt ist. Unwissend sind sie gekommen, unwissend dämmern

sie dahin, unwissend kehren sie zu ihrer Stätte zurück.

Bahá’u’lláh
180
181
14. KAMÁL 14. AUGUST 15. KAMÁL
15. AUGUST
VWa 40
O Sohn des Menschen!
Durcheile die Weiten des Alls und durchquere die
Höhen des Himmels – du wirst doch keine Ruhe
finden, außer im Gehorsam gegen Unser Gebot und
in der Demut vor Unserem Antlitz.
Bahá’u’lláh
Äl 126:
4

O Freunde! Helfet dem einen, wahren Gott – gepriesen sei Seine Herrlichkeit – durch euere edlen

Taten, durch ein Betragen und eine Wesensart, die
vor Ihm annehmbar sind. Wer an diesem Tage ein

Helfer Gottes zu sein sucht, der schließe seine Augen vor allem, was er besitzt, und öffne sie dem,

was von Gott ist.
Bahá’u’lláh
O Sohn der Großmut! VWp 29
Aus den Wüsten des Nichtseins formte Ich dich
durch den Lehm Meines Befehls. Ich befahl allen

Atomen des Seins und dem Wesen alles Erschaffenen, dich zu erziehen. Noch ehe du aus deiner Mutter Schoß entbunden warst, bestimmte Ich dir zwei

Quellen heller Milch, Augen, über dich zu wachen,
und Herzen, dich zu lieben. Voll Güte nährte Ich
dich im Schatten Meines Erbarmens und wachte
über dir durch das Wesen Meiner Gnade und Gunst.
Dies alles tat Ich, damit du in Mein immerwähren-

des Reich gelangest und Meiner unsichtbaren Gaben würdig werdest. Du aber bliebst achtlos. Herangereift mißachtetest du all Meine Gaben, befangen in deinem eitlen Wahn, so daß du alles vergaßest, dich vom Tore des Freundes abwandtest und

am Hofe Meines Feindes Wohnung nahmst.
Bahá’u’lláh

Erhebe dich, o Volk, und erwarte die Tage göttli-Äl 12:1

cher Gerechtigkeit, denn die verheißene Stunde ist

gekommen. Hüte dich, daß du nicht versäumst, ihre
Tragweite zu erkennen, und daß du nicht zu den
Irrenden gezählt wirst.
Bahá’u’lláh
182
183
16. KAMÁL 16. AUGUST 17. KAMÁL
17. AUGUST
Äl 153:
7
O Meine Diener! Durch Gottes Macht und Kraft,
aus den Schätzen seiner Erkenntnis und Weisheit

habe Ich die Perlen, die in den Tiefen seines ewigen Meeres verborgen lagen, ans Licht gebracht und

euch offenbart.
Bahá’u’lláh
Äl 5:
2
Wo immer die Geliebten Gottes sich versammeln
und wem immer sie begegnen, sie müssen in ihrer
Haltung vor Gott und in der Art, wie sie Seinen
Ruhm und Seine Ehre preisen, solche Demut und

Ergebenheit zeigen, daß jedes Staubatom unter ihren Füßen die Tiefe ihrer Ergebenheit bezeugt.

Bahá’u’lláh

Die Propheten Gottes sollten als Ärzte angesehen Äl 34:6

werden, deren Aufgabe es ist, das Wohlergehen der
Welt und ihrer Völker zu fördern, damit sie durch

den Geist der Einheit das Siechtum einer entzweiten

Menschheit zu heilen vermögen.
Bahá’u’lláh

Sprich: Laßt Wahrhaftigkeit und Höflichkeit euer Ä1 139:8

Schmuck sein. Duldet nicht, daß ihr des Gewandes

der Langmut und der Gerechtigkeit beraubt werdet, damit aus eueren Herzen die süßen Düfte der

Heiligkeit über alles Erschaffene wehen.
Bahá’u’lláh
184
185
18. KAMÁL 18. AUGUST 19. KAMÁL 19. AUGUST
VWp 71 O Meine Freunde! O Sohn des Staubes! VWp 5

Gedenket des Bundes, den ihr mit Mir auf dem Ber-Wahrlich, Ich sage dir: Der nachlässigste aller Menge Párán im heiligen Bereich von Zamán schlosset. schen ist, wer unnütz streitet und sich über seinen

Die himmlischen Heerscharen und die Bewohner Bruder zu erheben trachtet. Sprich: O Brüder! Laßt

der Stadt der Ewigkeit habe Ich zu Zeugen genom-Taten, nicht Worte eure Zier sein!

men, doch finde Ich jetzt keinen, der dem Bunde Bahá’u’lláh treu blieb. Sicherlich haben Stolz und Aufruhr ihn

so aus den Herzen getilgt, daß keine Spur davon Sei gerecht in deinem Urteil und behutsam in dei-BSW 89

verblieb. Obwohl Ich dies wußte, habe Ich gewarner Rede.

tet und nichts enthüllt. Sei zu keinem Menschen unbillig, sondern erweise

Bahá’u’lláh allen Sanftmut.

Äl 66:2 Wer Gott erkennt, soll keinen erkennen außer Ihm,

Bahá’u’lláh und wer Gott fürchtet, soll keinen außer Ihm fürchten, selbst wenn alle Mächte der Erde aufstehen und

gegen ihn auftreten. Ich spreche nur auf Sein Geheiß und folge durch die Kraft Gottes und Seine

Macht nur Seiner Wahrheit, Er wird wahrlich die
Wahrhaftigen belohnen.
Bahá’u’lláh
186
187
ASMÁ’
NAMEN
ÜBER DIE BEDEUTUNG DES NEUNZEHNTAGEFESTES
19TF 28

O Gott! Banne alle jene Kräfte, welche die Ursache

von Uneinigkeit sind und bereite für uns alle jene

Dinge, die die Ursache von Einheit und Harmonie
sind. O Gott! Sende himmlischen Wohlgeruch auf
uns herab und verwandle diese Versammlung in eine
himmlische Versammlung! Gewähre uns jegliche

Wohltat und jeglicheSpeise. Bereite für uns die Speise der Liebe! Gib uns die Speise des Wissens! Sende auf uns die Speise der himmlischen Erleuchtung

herab! Bedenkt diese Dinge in euren Herzen; alsdann begebt euch zum Einigkeitsfest.

‘Abdu’l-Bahá
1. ASMÁ’
20. AUGUST

Auf die innerste Wirklichkeit jedes erschaffenen Äl 27:2

Dinges hat Er das Licht eines Seiner Namen ergossen; jedes hat Er zum Empfänger der Herrlichkeit

einer Seiner Eigenschaften gemacht. Die Wirklichkeit des Menschen jedoch hat Er zum Brennpunkt

für das Strahlen aller Seiner Namen und Eigenschaften und zum Spiegel Seines eigenen Selbstes erkoren. Aus allem Erschaffenen ist allein der Mensch

zu einer so großen Gunst, einer so dauerhaften Gabe

auserwählt worden.
Bahá’u’lláh

Der erlesene Wein Seiner Offenbarung ist an die-Äl 9:1

sem Tage und in Seinem Namen, der Selbstgenügende, entsiegelt. Seine Gnadenfülle ergießt

sich über die Menschen. Fülle deinen Becher und
trinke daraus in Seinem Namen, der Heiligste, der
Allgepriesene.
Bahá’u’lláh
190
191
2. ASMÁ’ 21. AUGUST 3. ASMÁ’
22. AUGUST
BeA 2:33,1
O Völker der Erde! Wahrlich, Gottes strahlendes

Licht ist unter euch erschienen, belehnt mit diesem

unfehlbaren Buch, euch recht zu leiten auf die Wege

des Friedens, daß ihr mit Gottes Erlaubnis aus dem

Dunkel heraustretet ins Licht und auf diesen weiten Pfad der Wahrheit.

Báb
BSW 35:
4

Dieser Unterdrückte verpflichtet euch zu Ehrenhaftigkeit und Frömmigkeit. Gesegnet die Stadt, die

durch ihr Licht erleuchtet wird! Durch diese Eigenschaften wird der Mensch erhoben und das Tor der

Sicherheit vor aller Schöpfung geöffnet. Glücklich

der Mensch, der sich fest an sie hält und ihren Wert

erkennt, und wehe dem, der ihre Bedeutung leugnet!

Bahá’u’lláh

Kleide dich mit dem Wesen der Gerechtigkeit und Äl 153:1

lasse dein Herz niemanden fürchten außer Gott. Verdecke nicht den klaren Quell deiner Seele mit dem

Dorngestrüpp eitler, zügelloser Neigungen, und halte den Strom des lebendigen Wassers nicht auf, der

aus dem Born deines Herzens fließt, setze alle Hoffnung auf Gott und halte beharrlich fest an seiner

unerschöpflichen Barmherzigkeit. Wer außer Ihm

kann den Elenden reich machen, wer den Gefallenen aus seiner Erniedrigung befreien?

Bahá’u’lláh

Gerechtigkeit und Redlichkeit sind die beiden BSW 28:1

Wächter, die über die Menschen wachen. Von ihnen

gehen deutliche, gesegnete Worte aus, die die Grundlage für das Wohl der Welt und den Schutz ihrer

Völker bilden.
Bahá’u’lláh
192
193
4. ASMÁ’ 23. AUGUST 5. ASMÁ’
24. AUGUST
Äl 147:
2
Laßt es euere Hauptsorge sein, den Gefallenen aus
dem Sumpfe drohender Vernichtung zu retten und
ihm zu helfen, den altehrwürdigen Glauben Gottes

anzunehmen. Euer Betragen euerem Nächsten gegenüber sollte so sein, daß es deutlich die Zeichen

des einen, wahren Gottes offenbart, denn ihr seid
die ersten unter den Menschen, die durch seinen

Geist erfrischt werden, die ersten, die Ihn anbeten

und das Knie vor Ihm beugen, die ersten, die seinen

Thron der Herrlichkeit umschreiten.
Bahá’u’lláh
BotA 13:14
Menschliche Rede will ihrem Wesen nach Einfluß
üben und bedarf deshalb der Mäßigung. Ihr Einfluß

ist durch Feinheit bedingt, die wiederum von losgelösten, reinen Herzen abhängt. Ihre Mäßigung muß

mit Takt und Weisheit gepaart sein, wie es in den
Heiligen Büchern und Sendbriefen vorgeschrieben
ist.
Bahá’u’lláh

Sei freigebig im Glück und dankbar im Unglück. BSW 88

Sei des Vertrauens deines Nächsten wert und schaue

hellen und freundlichen Auges auf ihn.
Bahá’u’lláh

Sprich: O Volk Gottes! Schmückt eure Tempel mit BotA 8:40

der Zier der Vertrauenswürdigkeit und Frömmigkeit.

Alsdann helft eurem Herrn mit den Heerscharen
guter Taten und edler Eigenschaften. In Meinen

Büchern, Abhandlungen, Schriftrollen und Sendbriefen haben Wir euch Streit und Zwist verboten,

und dabei wünschten Wir nur eure Erhöhung und
euren Fortschritt. Dies bezeugen die Himmel und
ihre Sterne, die Sonne und ihr Glanz, die Bäume

und ihre Blätter, die Meere und ihre Wogen, die Erde

und ihre Schätze. Wir bitten Gott, Seinen Geliebten

beizustehen und sie in dem zu stärken, was auf dieser glückseligen, dieser mächtigen, wunderbaren

Stufe ihrer würdig ist.
Bahá’u’lláh
194
195
6. ASMÁ’ 25. AUGUST 7. ASMÁ’
26. AUGUST
Äl 134:
2

Die göttlichen Tugenden und Eigenschaften sind alle

klar und offenbar; sie wurden in allen heiligen Büchern erwähnt und beschrieben. Unter ihnen sind

Vertrauenswürdigkeit,Wahrhaftigkeit, Reinheit des

Herzens in der Zwiesprache mit Gott, Langmut, Ergebenheit in alles, was der Allmächtige verordnet,

Zufriedenheit mit allem, was sein Wille bestimmt,

Geduld, ja Dankbarkeit inmitten von Leiderfahrungen und vollkommenes Vertrauen auf Ihn in allen

Lebenslagen. Nach Gottes Werturteil zählen diese

Tugenden zu den höchsten und lobenswertesten aller Taten. Alle anderen Taten sind zweitrangig, diesen nachgeordnet, und werden es immer bleiben.

Bahá’u’lláh
Äl 141:
4

Wahrlich, Wir sehen euere Taten. Wenn Wir von ihnen den süßen Duft der Reinheit und Heiligkeit verspüren, werden Wir euch ganz gewiß segnen. Dann

werden die Paradiesbewohner euch Lob zollen und
euere Namen verherrlichen unter denen, die Gott
nahe gekommen sind.
Bahá’u’lláh

Es ist besser für den Menschen, eine Seele zu füh-BeA 3:24,3

ren als alles zu besitzen, was zwischen Ost und West

liegt. Ebenso ist Führung für den Geführten besser

als alles andere auf Erden, denn durch diese Führung wird er nach seinem Tode Zutritt zum Paradiese erlangen, durch die Dinge der Welt hingegen wird

er nach seinem Tode seine wohlverdiente Strafe erhalten. Gott wünscht darum, daß alle Menschen

durch die Kraft der Worte Dessen, Den Gott offenbaren wird, rechtgeleitet werden. Die Dünkelhaften

aber werden sich nicht führen lassen. Sie werden
der Wahrheit beraubt sein, manche aufgrund ihrer
Gelehrsamkeit, andere aufgrund ihres Ruhmes und
ihrer Macht und wieder andere aus persönlichen

Gründen, von denen keiner in der Todesstunde ihnen von Nutzen sein wird.

Báb

Ebenso geziemt es den Geliebten Gottes, mit ihren Äl 115:4

Mitmenschen nachsichtig zu sein, von allen Dingen

so geheiligt und losgelöst zu sein und solche Aufrichtigkeit und Redlichkeit aufzuweisen, daß alle

Völker der Erde sie als die Treuhänder Gottes unter

den Menschen anerkennen.
Bahá’u’lláh
196
197
8. ASMÁ’ 27. AUGUST 9. ASMÁ’
28. AUGUST
BotA 10:17
Die Quelle alles Bösen ist für den Menschen, sich
von Seinem Herrn abzuwenden und sein Herz an
Gottloses zu hängen.
Bahá’u’lláh
BeA 2:43

Wäre es Unser Wunsch, so läge es in Unserer Macht,

durch die Wirkung eines einzigen Buchstabens Unserer Offenbarung die Welt und alles, was sie birgt,

zu zwingen, in weniger als einem Augenblick die
Wahrheit Unserer Sache anzuerkennen.
Báb
O Brüder auf dem Pfade! VWp 46
Warum vernachlässigt ihr des Geliebten Gedenken

und haltet euch fern Seiner heiligen Gegenwart? Das

Wesen der Schönheit thront im unvergleichlichen

Zelt auf dem Sitze der Herrlichkeit, und ihr gebt euch

ab mit sinnlosem Streit. Der süße Duft der Heiligkeit strömt, der Hauch der Großmut weht, doch ihr

seid alle vom Schnupfen befallen und habt nicht

daran teil. Wehe euch und denen, die auf euren Wegen wandeln und euren Spuren folgen!

Bahá’u’lláh

Was aber den betrifft, der sich abwendet und sich BSW 64:3

vor Stolz bläht, nachdem ihm klare Beweise durch

den Offenbarer der Zeichen gegeben wurden, dessen Werk wird Gott zunichte machen. Er, wahrlich,

hat Gewalt über alle Dinge. Des Menschen Taten
können angenommen werden, nachdem Er (die

Manifestation) anerkannt hat. Wer sich von dem Einen Wahren abwendet, ist in der Tat unter seinen

Geschöpfen am stärksten in Schleier gehüllt. So ist

es durch Ihn, den Allmächtigen, den Gewaltigsten,
bestimmt worden.
Bahá’u’lláh
198
199
10. ASMÁ’ 29. AUGUST 11. ASMÁ’ 30. AUGUST

BeA 7:24 O Herr! Zu Dir nehme ich Zuflucht und richte mein Sieh, wie das Volk Abraham, den Freund Gottes, Äl 23:2

Herz auf alle Deine Zeichen. O Herr! Ob auf Reisen auf das Urteil hin, das die Priester Seiner Zeit fäll-

oder zu Hause, in meinem Beruf oder bei meiner ten, ins Feuer warf, wie sie Moses, der mit dem All-

Arbeit, setze ich all mein Vertrauen in Dich. So gemächtigen Zwiesprache hielt, als Lügner und Verwähre mir Deine allgenügende Hilfe und mache leumder anklagten. Bedenke, wie Jesus, der Geist

mich von allen Dingen unabhängig, o Du, der Du Gottes, trotz Seiner äußersten Sanftmut und vollkomunübertroffen bist in Deinem Erbarmen. Lasse mir menen Herzensgüte von Seinen Feinden behandelt

meinen Anteil zukommen, o Herr, wie es Dir gewurde. So heftig war der Widerstand, dem Er, das

fällt, und mache mich zufrieden mit dem, was Du Wesen des Seins, der Herr des Sichtbaren und des

für mich verordnest. Dein ist die unumschränkte Unsichtbaren, gegenübertreten mußte, daß Er nir-

Befehlsgewalt. gends Sein Haupt niederlegen konnte. Unaufhörlich

Äl 43:4

Báb Mutiges Handeln wird den Sieg dieser Sache siwanderte Er von Ort zu Ort, jeder festen Bleibe beraubt. Überlege, was Muhammad widerfuhr, dem

Siegel der Propheten, möge das Leben aller andechern, und eine geheiligte Wesensart wird ihre Macht ren ein Opfer für Ihn sein!

stärken. Halte dich an die Rechtschaffenheit, o Volk Bahá’u’lláh Bahás! Dies, wahrlich, ist das Gebot, das euch dieser Unterdrückte gegeben hat, und die erlesene Wahl O Sohn des Menschen! VWa 35

Seines unumschränkten Willens für jeden von euch. Gräme dich nicht, außer du bist Uns ferne; und freue

Bahá’u’lláh dich nicht, außer du kommst Uns nahe und kehrest

zu Uns zurück.
Bahá’u’lláh
200
201
12. ASMÁ’
31. AUGUST 13. ASMÁ’ 1. SEPTEMBER
Äl 159:
2

Freiheit muß letzten Endes zu Aufruhr führen, dessen Flammen niemand löschen kann. So warnt euch

Er, der Rechnende, der Allwissende. Wißt, daß die

Verkörperung der Freiheit und ihr Sinnbild das Tier

ist. Dem Menschen ziemt es, daß er sich in Schranken fügt, die ihn vor seiner eigenen Unwissenheit

beschützen und vor dem Schaden des Unheilstifters
bewahren. Freiheit veranlaßt den Menschen, die
Grenzen des Schicklichen zu überschreiten und die

Würde seiner Stufe zu verletzen. Sie erniedrigt ihn

auf die Ebene tiefster Verderbtheit und Schlechtigkeit.

Bahá’u’lláh
VWa 54
O Sohn des Seins!

Wenn du dein Herz auf das zeitlose, unvergängliche

Reich und das urewige Leben richtest, dann entsage

der sterblichen, flüchtigen Herrschaft!
Bahá’u’lláh

Die Offenbarung, die seit unvordenklichen Zeiten Äl 3:1

als das Ziel und die Verheißung aller Propheten

Gottes gepriesen worden ist und das höchste Verlangen Seiner Boten war, ist nun nach dem alldurchdringenden Willen des Allmächtigen und auf Sein

unwiderstehliches Geheiß den Menschen enthüllt

worden. In allen heiligen Schriften ist das Kommen

einer solchen Offenbarung angekündigt worden.

Seht nun, wie die Menschheit trotz solcher Ankündigung von ihrem Weg abgeirrt ist und sich selbst

ihrer Herrlichkeit verschlossen hat.
Bahá’u’lláh
O Sohn des Lichtes! VWa 16

Vergiß alles außer Mir und werde vertraut mit Meinem Geiste. Dies gehört zum Wesen Meiner Gebote, darum halte dich daran.

Bahá’u’lláh
202
203
14. ASMÁ’ 2. SEPTEMBER 15. ASMÁ’
3. SEPTEMBER
BotA 17:87
Er steht jedem Wanderer bei, Er antwortet gnädig

jedem Bittsteller, Er gewährt jedem Wahrheitssucher

Zutritt. Am heutigen Tag ist der Gerade Pfad offenbart, aufgestellt ist die Waage göttlicher Gerechtigkeit, und hell strahlt das Sonnenlicht Seiner Gabenfülle, aber schwarzen Wolken gleich tritt mit drükkendem Dunkel das Volk der Tyrannei dazwischen

und errichtet ein gewaltiges Hindernis zwischen der

Sonne himmlischer Gnade und dem Volk der Welt.

Selig ist, wer die trennenden Schleier zerreißt und

vom strahlenden Licht göttlicher Offenbarung erleuchtet wird. Bedenke, wie groß an Zahl diejenigen waren, die sich selbst zu den Weisen und Gebildeten rechneten, am Tage Gottes aber der Ausgießungen himmlischer Gnadengaben beraubt blieben.

Bahá’u’lláh
BSW 89
Sei wie eine Lampe für die, so im Dunkeln gehn,

eine Freude den Betrübten, ein Meer für die Dürstenden, ein schützender Port für die Bedrängten,

Stütze und Verteidiger für das Opfer der Unterdrükkung. Laß Sauberkeit und Redlichkeit all dein Handeln auszeichnen.

Bahá’u’lláh

Wähnen die Menschen, Wir seien den Bewohnern BeA 2:8

der Welt fern? Nein, an dem Tage, da Wir Todespein

sie ergreifen lassen, werden sie auf dem Feld der
Auferstehung sehen, wie nah der Herr der Gnade

und Sein Gedenken waren. Sodann werden sie rufen: »Wären wir doch dem Pfad des Báb gefolgt!

Hätten wir doch bei Ihm allein Zuflucht gesucht und

nicht bei eigensinnig irrenden Menschen! Denn
wahrlich, das Gedenken Gottes erschien vor uns,

hinter uns und auf allen Seiten, wir aber waren in

Wahrheit wie durch einen Schleier von Ihm getrennt.«

Báb

So blind ist das menschliche Herz geworden, daß Äl 16:2

weder die berstende Stadt noch der Berg, der zu

Staub wird, ja, nicht einmal die gespaltene Erde es

aus seiner Starre aufrütteln können. Die Anspielungen in den Schriften sind enthüllt, die dort aufgezählten Zeichen sind offenbart, unaufhörlich erschallt der prophetische Ruf. Und doch sind alle bis

auf jene, die Gott zu führen beliebte, verwirrt im

Rausch ihrer Achtlosigkeit.
Bahá’u’lláh
204
205
16. ASMÁ’ 4. SEPTEMBER 17. ASMÁ’
5. SEPTEMBER
Äl 43:
8

Der Aufruf und die Botschaft, die Wir gaben, sollten niemals nur ein Land oder ein Volk erreichen

oder nur diesem zugute kommen. Die Menschheit
als Ganzes muß entschlossen dem folgen, was ihr

offenbart und gewährt ist. Dann, nur dann wird sie

zu wahrer Freiheit gelangen.
Bahá’u’lláh
Äl 85:
3

Wahrhaft weise ist, wen die Welt und alles, was in

ihr ist, nicht davon abhält, das Licht dieses Tages zu

erkennen, wen das leere Gerede der Menschen nicht
vom Wege der Rechtschaffenheit ablenkt. Einem

Toten gleicht fürwahr, wer sich an dem wunderbaren Morgen dieser Offenbarung nicht von ihrem

herzerquickenden Odem beleben läßt. Ein Gefangener ist wahrlich, wer den höchsten Erlöser nicht

erkennt, sondern seine Seele elend und hilflos in den

Fesseln seiner Leidenschaften schmachten läßt.
Bahá’u’lláh

Segelst du hinaus auf das Meer der Namen Gottes, BeA 4:10,3

die sich in allen Dingen spiegeln, so wisse, daß Er

erhaben und geheiligt ist, durch Seine Geschöpfe
erkannt oder von Seinen Dienern beschrieben zu

werden. Alles, was du wahrnimmst, wurde ins Dasein gerufen durch das Wirken Seines Willens. Wie

könnte solch ein erschaffenes Ding Seine wesenhafte

Einheit andeuten? Gottes Existenz bezeugt in sich

Seine Einheit, während jedes erschaffene Ding durch

seine Natur erweist, daß es von Gott gestaltet ist.

Solcherart ist der Beweis vollendeter Weisheit nach

Ansicht derer, die auf dem Meere göttlicher Wahrheit segeln.

Báb

Bewahre deine Zunge vor Äußerungen, die dich BeA 6:11,9

selbst grämen könnten, und flehe zu Gott um Gnade. Wahrlich, Er weiß um die Rechtschaffenen, denn

Er ist mit denen Seiner Diener, die wahrhaft an Ihn

glauben, und Er ist der Taten der Unheilstifter wohl

gewahr, denn nichts in den Himmeln oder auf Erden entgeht Seinem Wissen.

Báb
206
207
18. ASMÁ’ 6. SEPTEMBER 19. ASMÁ’
7. SEPTEMBER
BotA 17:109
Als Wir im Gefängnis waren, haben Wir ein Buch

offenbart, das Wir »Das Heiligste Buch« benannten. Darin haben Wir Gesetze gegeben und es geschmückt mit den Geboten deines Herrn, der die

Amtsgewalt übt über alle in den Himmeln und auf

Erden. Sprich: Ergreifet es, o Menschen, und beachtet, was darin herniedergesandt ist aus den wundersamen Geboten eures Herrn, des Vergebenden,

des Gabenreichen. Fürwahr, es wird euch in dieser

wie der nächsten Welt nützen und wird euch reinigen von allem, was euch übel ansteht. Er ist wahrlich der Verordner, der Ausleger, der Geber, der Großmütige, der Gnädige, der Allgepriesene.

Bahá’u’lláh
BotA 10:2f

Die Quelle alles Guten ist Vertrauen in Gott, Unterwerfung unter Sein Gebot und Zufriedenheit mit

Seinem heiligen Willen und Wohlgefallen. Das Wesen der Weisheit ist die Gottesfurcht, die Angst vor

Seiner Rute und Strafe, die rasche Wahrnehmung

Seiner Gerechtigkeit und Seines Geheißes. Das Wesen der Religion ist zu bezeugen, was der Herr offenbarte, und zu befolgen, was Er in Seinem mächtigen Buch verordnete.

Bahá’u’lláh

So wird auch berichtet, daß eines Tages einer der Iq 2:41

Gefährten Sádiqs sich bei diesem über seine Armut

beklagte, worauf Sádiq, diese unsterbliche Schönheit, ihm zur Antwort gab: »Wahrlich, reich bist du,

denn du hast einen Trunk vom Weine des Reichtums

getan.« Diese von Armut heimgesuchte Seele wurde bei diesen Worten des Erleuchteten ganz verwirrt

und sagte: »Wo ist denn mein Reichtum, besitze ich

doch kaum eine Münze?« Doch Sádiq bemerkte
dazu: »Hast du nicht unsere Liebe?« Darauf er:
»Gewiß, ich habe sie, o du Sproß des Propheten

Gottes!« Und Sádiq fragte ihn weiter: »Möchtest du

diese Liebe für tausend Dinare tauschen?« Er antwortete: »Nein, niemals will ich sie eintauschen, und

gäbe man mir gleich die Welt und alles, was darinnen ist!« Da sprach Sádiq: »Wie kann einer, der solchen Schatz besitzt, arm genannt werden?«

Bahá’u’lláh

Bürdet keiner Seele eine Last auf, die ihr selber nicht Äl 66:8

tragen wollt, und wünscht niemandem, was ihr euch

selbst nicht wünscht. Dies ist Mein bester Rat für

euch, wolltet ihr ihn doch beherzigen.
Bahá’u’lláh
208
209
‘IZZAT
WÜRDE

ÜBER DIE BEDEUTUNG DES NEUNZEHNTAGEFESTES 1.‘IZZAT

8. SEPTEMBER
19TF 28
Jeder von euch muß darüber nachdenken, wie er

den anderen Teilnehmern eurer Versammlung gefällig sein und sie glücklich machen kann. Jeder einzelne muß alle Anwesenden für besser und wichtiger halten als sich selbst. Jeder muß sich selbst geringer schätzen als die anderen. Seht die Stufe der

anderen als hoch und eure eigene Stufe als niedrig

an. Wenn ihr in Übereinstimmung mit diesen Geboten handelt und lebt, so wißt wahrlich und seid gewiß, daß dieses Fest die himmlische Speise ist. Dieses Mahl ist das Abendmahl des Herrn! Ich bin der

Diener einer solchen Versammlung.
‘Abdu’l-Bahá

O Volk Bahás! Jedes einzelne Gebot, das Wir of-BotA 6:33

fenbarten, ist eine feste Burg für die Welt des Daseins und ihren Schutz. Wahrlich, dieser Unterdrückte wünscht nur eure Sicherheit und eure Würde.

Bahá’u’lláh

Des Menschen Vorzug liegt im Dienst und in der BotA 9:4

Tugend, nicht im Prunk des Wohllebens und des

Reichtums. Habt acht, daß eure Worte rein sind von

eitlem Wahn und weltlichen Lüsten und eure Taten

von List und Argwohn. Vergeudet nicht den Reichtum eures kostbaren Lebens im Verfolg böser, verderbter Neigung, noch laßt eure Mühe völlig in der

Förderung eurer eigenen Interessen aufgehen.
Bahá’u’lláh
212
213
2.‘IZZAT
9. SEPTEMBER 3.‘IZZAT 10. SEPTEMBER
Äl 29:
2
Er, der Morgen der Wahrheit, ist ohne Zweifel
durchaus imstande, eigensinnige Seelen aus dem

Fernsein zu erretten und sie dahin zu bringen, sich

Seinem Hofe zu nähern und in Seine Gegenwart zu

gelangen. »Hätte es Gott gefallen, Er hätte sicherlich alle Menschen zu einem Volk gemacht.« Seine

Absicht ist jedoch, die im Geiste Reinen und im
Herzen Losgelösten zu befähigen, vermöge ihrer
eigenen, angeborenen Kräfte zu den Küsten des
Größten Meeres aufzusteigen, damit dadurch jene,

die die Schönheit des Allherrlichen suchen, von den

Eigensinnigen und Verderbten unterschieden und
getrennt werden. So ist es von der allherrlichen,
strahlenden Feder verordnet worden.
Bahá’u’lláh
Äl 43:
3

Jeder Einsichtige wird an diesem Tage bereitwillig

zugeben, daß die Ratschläge, die die Feder dieses

Unterdrückten offenbarte, die höchste Triebkraft für

den Fortschritt der Welt und die Erhöhung ihrer
Völker enthalten.
Bahá’u’lláh

Wisse und sei dir gewiß: Wer nicht an Gott glaubt, Äl 114:3

ist nicht vertrauenswürdig und nicht wahrhaftig.

Dies ist in der Tat die Wahrheit, die unbezweifelbare Wahrheit. Wer treulos gegen Gott handelt, wird

auch treulos gegen seinen König handeln. Nichts

kann einen solchen Menschen vom Bösen abhalten, nichts kann ihn hindern, seinen Nächsten zu

verraten, nichts kann ihn dazu bringen, aufrecht
seinen Weg zu gehen.
Bahá’u’lláh

O Meine Diener! In Meinem Herzen leuchtet nichts Äl 153:8

als das unvergängliche Morgenlicht göttlicher Führung. Aus Meinem Munde geht nichts hervor als

das Wesen der Wahrheit, die der Herr, euer Gott,

offenbart. Folgt darum nicht eueren irdischen Wünschen, verletzt nicht das Bündnis Gottes und brecht

nicht euer Gelübde für Ihn. Mit fester Entschlossenheit, mit der ganzen Liebe euerer Herzen, mit

der vollen Kraft euerer Worte wendet euch Ihm zu
und wandelt nicht auf den Wegen der Toren.
Bahá’u’lláh
214
215
4.‘IZZAT 11. SEPTEMBER 5.‘IZZAT
12. SEPTEMBER
BotA 17:96
Unaufhörlich verkündet die Welt diese Worte: Habt

acht, ich bin vergänglich, und vergänglich sind alle

meine äußerlichen Erscheinungen und Farben. Hütet euch vor dem Wandel und Wechsel, der in mich

hineingelegt ist, und wacht auf aus eurem Schlummer. Und doch gibt es kein scharfesAuge, das sieht,

und kein feines Ohr, das lauscht.
Bahá’u’lláh
Äl 65:
7
Wißt, daß die Welt mit ihrem Tand und Gepränge
vergehen wird. Nichts ist von Dauer außer dem
Reich Gottes, das keinem gehört außer Ihm, dem

souveränen Herrn über alle, dem Helfer in der Not,

dem Allherrlichen, dem Allmächtigen.
Bahá’u’lláh

Zerreißt in Meinem Namen die Schleier, die euere Äl 75:1

Sicht so schwer behindern, und zerschlagt durch die

Macht, die aus eurem Glauben an Gottes Einheit
geboren ist, die Götzen leerer Nachahmung. Dann

tretet ein in das heilige Paradies des Wohlgefallens

des Allerbarmers.
Bahá’u’lláh

Das Erhabenste Wesen spricht: O ihr Menschen-BotA 11:15

kinder! Der Hauptzweck, der den Glauben Gottes

und Seine Religion beseelt, ist, das Wohl des Menschengeschlechts zu sichern, seine Einheit zu fördern und den Geist der Liebe und Verbundenheit

unter den Menschen zu pflegen. Laßt sie nicht zur
Quelle der Uneinigkeit und der Zwietracht, des
Hasses und der Feindschaft werden. Dies ist der
gerade Pfad, die feste, unverrückbare Grundlage.

Was immer auf dieser Grundlage errichtet ist, dessen Stärke können Wandel und Wechsel der Welt

nie beeinträchtigen, noch wird der Ablauf zahlloser Jahrhunderte seinen Bau untergraben.

Bahá’u’lláh
216
217
6.‘IZZAT 13. SEPTEMBER 7.‘IZZAT
14. SEPTEMBER
VWa 19
O Sohn der wunderbaren Schau!

Einen Hauch Meines Geistes blies Ich dir ein, damit du Mich liebest. Warum hast du Mich verlassen

und einen anderen Geliebten begehrt?
Bahá’u’lláh
VWa
1
O Sohn des Geistes!

Dies ist Mein erster Rat: Besitze ein reines, gütiges

und strahlendes Herz, damit du unvergängliche Souveränität erlangest, während von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Bahá’u’lláh

Die Welt ist erleuchtet von der strahlenden Herr-Äl 9

lichkeit Seines Angesichts. Und doch, siehe, wie
weit ihre Völker von Seinem Pfade abgeirrt sind!
Niemand hat an Ihn geglaubt, ausgenommen jene,

die durch die Macht des Herrn der Namen die Götzen ihrer eitlen Einbildungen und verderbten Wünsche zerschlagen und die Stadt der Gewißheit betreten haben.

Bahá’u’lláh
O Sohn des Seins! VWa 38
Wandle in Meinen Gesetzen aus Liebe zu Mir und
entsage deinen eigenen Wünschen, wenn du Mein
Wohlgefallen suchst.
Bahá’u’lláh
218
219
8.‘IZZAT 15. SEPTEMBER 9.‘IZZAT
16. SEPTEMBER
Äl 15:
2
O Mein Diener, der du Gottes Wohlgefallen gesucht

und dich an Seine Liebe gehalten hast an dem Tage,

da alle außer wenigen mit Einsicht Begabten von
Ihm abgefallen sind! Möge es dir Gott durch Seine
Gunst mit reichem, unvergänglichem, ewigem Lohn

vergelten, weil du Ihn suchtest an dem Tage, da die

Augen geblendet waren.
Bahá’u’lláh
Äl 131:
4

Sei rein, o Volk Gottes, sei rein; sei rechtschaffen,

sei rechtschaffen... Sprich: o Volk Gottes! Was den

Sieg der ewigen Wahrheit verbürgt – Gottes Heerscharen und Helfer auf Erden – ist in den heiligen

Büchern und Schriften verzeichnet und so klar, so

offenkundig wie die Sonne. Diese Scharen sind solche gerechten Taten, solches Betragen, ein solcher

Charakter, wie sie in Seinen Augen annehmbar sind.

Wer sich an diesem Tage erhebt, um Unserer Sache
zu helfen, und die Heerscharen einer rühmlichen

Wesensart und eines aufrechten Verhaltens zu seiner Hilfe herbeiruft, wird mit dieser Tat sicherlich

die ganze Welt beeinflussen.
Bahá’u’lláh

Dieser Unterdrückte hat dem Volke Gottes verbo-BotA 7:14

ten, sich in Streit und Hader einzulassen, und hat es

zu rechtschaffenen Taten und edlen Charaktereigenschaften ermahnt. Die Heerscharen, die heutzutage

den Sieg der Sache Gottes sichern, sind gute Taten

und ein angenehmes Wesen. Selig ist, wer diesen
standhaft anhangt, und wehe dem, der sich davon
abkehrt.
Bahá’u’lláh

Der Staub des Aufruhrs hat die Herzen der Men-Äl 16:3

schen umwölkt und ihre Augen mit Blindheit geschlagen. Bald werden sie die Folgen dessen spüren, was ihre Hände am Tage Gottes bewirkt haben.

So warnt euch der Allunterrichtete, wie es Ihm Er
gebot, der der Gewaltigste ist, der Allmächtige.
Bahá’u’lláh
220
221
10.‘IZZAT
17. SEPTEMBER 11.‘IZZAT 18. SEPTEMBER
Äl 153:
3
O Meine Diener! Laßt euere eitlen Hoffnungen,
euere leeren Einbildungen nicht die Grundlagen

eueres Glaubens an den allherrlichen Gott untergraben, denn solche Einbildungen sind den Menschen völlig unnütz und können ihre Schritte nicht

auf den geraden Pfad lenken.
Bahá’u’lláh
Äl 133:
1
Die Gesetze Gottes wurden vom Himmel Seiner

erhabensten Offenbarung herabgesandt. Alle müssen sie sorgfältig befolgen. Die höchste Auszeichnung des Menschen, sein wahrer Fortschritt und sein

Endsieg waren immer von den Gesetzen Gottes abhängig und werden es weiter sein. Wer die Gebote

Gottes befolgt, wird ewige Glückseligkeit gewinnen.

Bahá’u’lláh

Jedem von euch ist es zur Pflicht gemacht, sich in BotA 3:22

einem Beruf – einem Handwerk, Gewerbe und dergleichen – zu betätigen. Wir haben eure Tätigkeit

bei solcher Arbeit gnädiglich zum Rang des Dienstes an Gott, dem Wahren, erhoben. Denkt in euren

Herzen über die Gnade und den Segen Gottes nach
und sagt Ihm Dank des Abends und des Morgens.

Vergeudet eure Zeit nicht mit Faulheit und Müßiggang. Beschäftigt euch mit dem, was euch und anderen nützt. So ist es verordnet in diesem Sendschreiben, von dessen Horizont die Sonne der Weisheit und des Wortes widerstrahlt.

Bahá’u’lláh

Gebe Gott, daß sich die Armen bemühen und da-Äl 100:5

nach streben, sich die Mittel zum Lebensunterhalt

zu verdienen. Dies ist eine Pflicht, die in dieser größten Offenbarung jedem auferlegt wurde, und gilt

vor Gott als gutes Werk. Wer immer diese Pflicht

erfüllt, dem wird ganz gewiß die Hilfe des Unsichtbaren zuteil. Er kann durch Seine Gnade reich machen, wen immer Er will. Er, wahrlich, hat Macht

über alle Dinge.
Bahá’u’lláh
222
223
12.‘IZZAT
19. SEPTEMBER 13.‘IZZAT 20. SEPTEMBER
BotA 4:16

Wer gerecht und redlich in seinem Urteil ist, steht

auf einer hohen Stufe und hält einen erhabenen

Rang. Das Licht der Frömmigkeit und der Aufrichtigkeit leuchtet strahlend aus seiner Seele. Wir hoffen sehr, daß die Völker und Länder der Welt des

Strahlenglanzes dieser beiden Leuchten nicht beraubt bleiben.

Bahá’u’lláh
VWp 69
O Kinder Adams!
Heilige Worte und reine, treffliche Taten steigen
empor in das Reich himmlischen Ruhms. Strebt, daß

eure Werke vom Staub der Selbstsucht und Heuchelei geläutert und am Hof der Herrlichkeit angenommen werden; denn bald werden die Prüfer der

Menschheit in der heiligen Gegenwart des Angebeteten nur noch wahre Tugend und makellos reine

Werke annehmen. So strahlt die Sonne der Weisheit und des göttlichen Geheimnisses am Horizont

des göttlichen Willens. Selig, wer sich ihr zukehrt.

Bahá’u’lláh
O ihr Reichen auf Erden! Äl 145:1

Flieht nicht das Angesicht des Armen, der im Staube liegt, nein, handelt vielmehr wie ein Freund an

ihm, und laßt euch von ihm die Geschichte des Leides berichten, mit dem Gottes unerforschlicher Ratschluß ihn heimgesucht hat. Bei der Gerechtigkeit

Gottes! Während ihr euch ihm zugesellt, werden die

himmlischen Heerscharen auf euch niederschauen.

sie werden Fürbitte für euch tun, eueren Namen loben und euere Tat preisen.

Bahá’u’lláh
O Sohn Meiner Magd! VWp 51
Sei nicht bekümmert in Armut noch selbstsicher im
Reichtum, denn auf Armut folgt Reichtum und auf
Reichtum Armut. Aber Armut in allem außer Gott
ist eine wundersame Gabe. Achte sie nicht gering,
denn am Ende wird sie dich reich machen in Gott.
Du wirst die Bedeutung des Verses erkennen:
»Wahrlich, ihr seid die Armen«, und die heiligen

Worte: »Gott ist der Allbesitzende« werden dem Liebenden wie der wahre Morgen herrlich strahlend

am Horizont seines Herzens aufleuchten. Dann wirst

du sicher auf des Reichtums Throne weilen.
Bahá’u’lláh
224
225
14.‘IZZAT
21. SEPTEMBER 15.‘IZZAT 22. SEPTEMBER
Äl 4:
1
Dies ist der Tag, da Gottes erhabenste Segnungen
den Menschen zugeströmt sind, der Tag, da alles
Erschaffene mit Seiner mächtigsten Gnade erfüllt

wurde. Alle Völker der Welt haben die Pflicht, ihre

Gegensätze auszugleichen und in vollkommener
Einigkeit und in Frieden im Schatten des Baumes
Seiner Obhut und Gnade zu wohnen. Es geziemt
ihnen, sich an das zu halten, was an diesem Tage
der Erhöhung ihrer Stufe und der Förderung ihres
eigenen Besten dient.
Bahá’u’lláh
Äl 146:
1

Wenn es unter euch zu Meinungsverschiedenheiten kommt, seht Mich vor euerem Angesicht stehen

und überseht gegenseitig euere Fehler um Meines
Namens willen und als ein Zeichen euerer Liebe zu
Meiner offenbaren, strahlenden Sache.
Bahá’u’lláh

Betrachte die früheren Geschlechter. Bezeuge, wie Ä 23:1

sich jedesmal, wenn Er, das Tagesgestirn göttlicher

Großmut, das Licht Seiner Offenbarung über die
Welt ergoß, die Menschen Seiner Zeit gegen Ihn

erhoben und Seine Wahrheit verwarfen. Die als Führer der Menschen galten, waren ständig bemüht, ihre

Anhänger zu hindern, sich Ihm, dem Meer der grenzenlosen Güte Gottes, zuzuwenden.

Bahá’u’lláh

Wie weit sind sie davon entfernt, der Stimme zu Iq 1:63

lauschen, die verkündet: Seht, ein Jesus ist aus dem

Hauch des Heiligen Geistes hervorgegangen, und

ein Mose ist zu einem von Gott bestimmten Auftrag berufen! Wollten sich zehntausend Stimmen erheben, kein Ohr würde darauf hören, wenn Wir sagten, daß einem vaterlosen Kinde die Sendung des

Prophetentums verliehen ward oder daß einem Totschläger aus den Flammen des Feuerbusches die

Botschaft entgegenscholl: »Wahrlich, wahrlich, Ich

bin Gott!«
Bahá’u’lláh
226
227
16.‘IZZAT
23. SEPTEMBER 17.‘IZZAT 24. SEPTEMBER
Äl 34:
5

Wenn Gott Seine Propheten zu den Menschen sendet, ist Seine Absicht eine zweifache. Die erste ist,

die Menschenkinder aus dem Dunkel der Unwissenheit zu befreien und sie zum Lichte wahren Verstehens zu führen, die zweite, den Frieden und die

Ruhe der Menschheit zu sichern und alle Mittel bereitzustellen, durch die beides erreicht werden kann.

Bahá’u’lláh
Äl 92:
1
Das Buch Gottes ist weit aufgeschlagen, und Sein
Wort ruft die Menschheit vor Ihn. Aber nur eine
knappe Handvoll hat sich willens gefunden, Seiner

Sache zu folgen oder zum Werkzeug ihrer Verbreitung zu werden. Diese wenigen haben das göttliche

Elixier erlangt, das allein die Schlacken dieser Welt

in lauteres Gold verwandeln kann, und wurden ermächtigt, die unfehlbare Arznei gegen alle Leiden

zu reichen, von denen die Menschenkinder heimgesucht werden. Nur der kann das ewige Leben erlangen, der die Wahrheit dieser unschätzbaren, dieser wundersamen und erhabenen Offenbarung annimmt.

Bahá’u’lláh

Sprich: Mir helfen heißt Meine Sache lehren. Dies BotA 13:5

ist ein Gegenstand, der ganze Sendbriefe ausfüllt.

Dies ist der unverrückbare Befehl Gottes, ewig in
der Vergangenheit, ewig in der Zukunft. Begreifet
es, o ihr Einsichtsvollen. Wer die Schranken der

Weisheit überschreitet, versteht die im Buche dargelegte Bedeutung der Hilfe für Gott nicht. Sprich:

Fürchtet Gott und sät nicht die Saaten der Zwietracht unter die Menschen. Befolget, was euch aufgetragen von eurem Herrn, dem Allmächtigen, dem

Allwissenden.
Bahá’u’lláh

Die ihr Herz Ihm, dem Ziel der Anbetung für die Äl 100:1

ganze Schöpfung, zuwenden, müssen sich an diesem Tage unbedingt über alle erschaffenen Dinge,

sichtbar oder unsichtbar, erheben und von ihnen

geheiligt sein. Wenn sie sich aufmachen, Meine Sache zu lehren, müssen sie sich vom Odem Dessen,

der der Unbezwungene ist, beleben lassen.
Bahá’u’lláh
228
229
18.‘IZZAT
25. SEPTEMBER 19.‘IZZAT 26. SEPTEMBER
Ä 133:
2

Eine zweifache Verpflichtung ruht auf dem, der den

Tagesanbruch der Einheit Gottes erkannt und die

Wahrheit Dessen, der die Manifestation Seiner Einzigkeit ist, anerkannt hat. Die erste ist Festigkeit in

Seiner Liebe, solche Festigkeit, daß ihn weder das

Geschrei des Feindes noch die Anmaßung des Anmaßenden davon abbringen können, sich an Ihn,

die Ewige Wahrheit, zu halten – eine Festigkeit, die

jenen keinerlei Beachtung schenkt. Die zweite ist

die genaue Befolgung der Gesetze, die Er vorgeschrieben hat – Gesetze, die Er den Menschen immer gegeben hat und weiterhin geben wird, Gesetze, durch die Wahrheit von Falschheit unterschieden und gesondert werden kann.

Bahá’u’lláh
Äl 155:
4
Die Zunge Meiner Macht richtet aus dem Himmel
Meiner allmächtigen Herrlichkeit diese Worte an

Meine Schöpfung: »Haltet Meine Gebote aus Liebe zu Meiner Schönheit!« Glücklich der Liebende,

der den göttlichen Duft seines Meistgeliebten einatmet aus diesen Worten, erfüllt mit dem Wohlgeruch einer Gnade, die keine Zunge beschreiben

kann.
Bahá’u’lláh
O Sohn des Geistes! VWa 18

Erbitte nicht von Mir, was Wir nicht für dich wünschen. Sei darum zufrieden mit dem, was Wir für

dich bestimmt haben, denn das ist, was dir nützt,
wenn du dich damit begnügst.
Bahá’u’lláh

O ihr Völker der Welt! In Meinem Namen, der alle Äl 14:16

anderen Namen überragt, werft weg, was ihr besitzt, und versenkt euch in dieses Meer, dessen Tiefen die Perlen der Weisheit und der Äußerung bergen, ein Meer, das wogt in Meinem Namen, der Allbarmherzige. So belehrt euch Er, bei dem das

Mutterbuch ist.
Bahá’u’lláh
230
231
MASHÍYYAT
WILLE
ÜBER DIE BEDEUTUNG DES NEUNZEHNTAGEFESTES
19TF 25
Gebt den Neunzehntage-Versammlungen großes

Gewicht, auf daß bei diesen Gelegenheiten die Geliebten Gottes und die Dienerinnen des Barmherzigen ihr Angesicht dem Königreich zuwenden, die

Verse Gottes singen, Gottes Beistand suchen, sich
freudig in Liebe einander zuwenden und wachsen

an Reinheit, Heiligkeit, Gottesfurcht und an Widerstandskraft gegen selbstische Leidenschaft. So werden sie sich von dieser stofflichen Welt lösen und

sich in die Glut des Geistes versenken.
‘Abdu’l-Bahá
1. MASHÍYYAT
27. SEPTEMBER

Ein Funke aus der unergründlichen Tiefe Seines Äl 26:2

unumschränkten, alldurchdringenden Willens hat

aus völligem Nichts eine Schöpfung ins Dasein gerufen, unendlich in ihrer Ausdehnung und unvergänglich in ihrer Dauer. Die Wunder Seiner Großmut können niemals enden, und der Strom Seiner

barmherzigen Gnade kann niemals aufgehalten werden. Sein Schöpfungsakt hatte keinen Anfang und

kann kein Ende haben.
Bahá’u’lláh

Die Absicht des einen, wahren Gottes bei seiner Äl 137:4

Selbstoffenbarung ist, die ganze Menschheit zu
Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit, zu Frömmigkeit

und Vertrauenswürdigkeit, zu Entsagung und Ergebenheit in den Willen Gottes, zu Nachsicht und Güte,

zu Ehrlichkeit und Weisheit aufzurufen. Sein Ziel

ist es, jeden Menschen in den Mantel eines geheiligten Charakters zu kleiden und ihn mit der Zier

heiliger, edler Taten zu schmücken.
Bahá’u’lláh
234
235
2. MASHÍYYAT
28. SEPTEMBER 3. MASHÍYYAT 29. SEPTEMBER
Äl 43:
9
O Volk Gottes, neige dein Herz den Ratschlägen
deines wahren, deines unvergleichlichen Freundes!

Das Wort Gottes mag mit einem jungen Sämling verglichen werden, dessen Wurzeln in die Herzen der

Menschen gepflanzt wurden. Es ist eure Pflicht, sein

Wachstum durch die lebendigen Wasser der Weisheit, durch lautere, heilige Worte zu fördern, damit

seine Wurzeln festwachsen und seine Zweige sich
bis in die Himmel und noch höher ausbreiten.
Bahá’u’lláh
BSW 36
Redet nicht schlecht voneinander. Wahrlich, Wir

sind gekommen, um alle Erdenbewohner zu vereinen und zusammenzuführen. Dies bezeugt das, was

das Meer Meines Wortes unter den Menschen offenbarte, und doch ist die Mehrzahl der Menschen

in die Irre gegangen. Wenn euch jemand verleumdet, wenn euch Leid auf dem Pfade Gottes befällt,

dann seid geduldig und setzt euer Vertrauen auf Ihn,

den Hörenden, den Sehenden. Er, wahrlich, ist Augenzeuge; Er sieht alles und tut kraft Seiner höchsten Herrschaft, was ihm gefällt. Wahrlich, Er ist der

Herr der Stärke und der Macht.
Bahá’u’lláh

Seht den Aufruhr, der die Welt seit vielen langen Äl 112:1

Jahren heimsucht, und die Verwirrung, die ihre Völker ergriffen hat. Entweder ist sie durch Krieg verwüstet oder von plötzlichem, unerwartetem Unheil

gepeinigt worden. Obwohl Not und Elend die Welt
umhüllen, hat doch kein Mensch innegehalten und
darüber nachgedacht, was der Grund und Ursprung
sei. Wann immer der Wahre Ratgeber ein Mahnwort

sprach, siehe, da beschuldigten Ihn alle, Er sei ein

Unheilstifter, und wiesen Seinen Anspruch zurück.
Wie bestürzend, wie verwirrend ist ihr Verhalten!
Bahá’u’lláh

Unsere Gnade durchdringt gewißlich alles, was in BeA 1:9,8

die Reiche der Erde und des Himmels, und was immer zwischen ihnen liegt, bewohnt, und überdies die

ganze Menschheit. Seelen aber, die sich selbst wie

durch einen Schleier ausgeschlossen haben, können

niemals an den Regenschauern der göttlichen Gnade teilhaben.

Báb
236
237
4. MASHÍYYAT 30. SEPTEMBER 5. MASHÍYYAT
1. OKTOBER
BotA 13:19

Die geheiligten Seelen sollten in ihren Herzen über

die Lehrmethoden nachdenken und nachsinnen. Aus
den Texten dieser wundersamen, himmlischen

Schriften sollten sie Sätze und Abschnitte auswendig lernen, die sich auf verschiedene Gegebenheiten beziehen, damit sie im Verlauf ihrer Ansprachen

göttliche Verse wiedergeben können, sooft es die

Gelegenheit erfordert, da diese heiligen Verse ja das

kraftvollste Elixier, der größte, mächtigste Talisman

sind. So machtvoll ist ihr Einfluß, daß dem Hörer
kein Grund zum Wankelmut bleibt. Ich schwöre bei
Meinem Leben! Dieser Offenbarung ist solche

Macht eigen, daß sie als Magnet auf alle Völker und

Geschlechter der Erde wirkt. Wer innehält, um mit
Bedacht nachzusinnen, wird erkennen, daß es für

keinen einen Ort gibt oder geben kann, dahin er fliehen könnte.

Bahá’u’lláh
Äl 129:
5

Zieh aus mit der Tafel Gottes und mit Seinen Zeichen, vereinige dich mit denen, die an Mich glauben, und verkünde ihnen die Botschaften Unseres

heiligsten Paradieses. Warne sodann die, welche Ihm

Gefährten zugesellen.
Bahá’u’lláh

Die Absicht Gottes bei der Erschaffung des Men-Äl 29:1

schen war und wird immer sein, ihn zu befähigen,

seinen Schöpfer zu erkennen und in Seine Gegenwart zu gelangen. Diesen höchsten Zweck, dieses

erhabenste Ziel bezeugen alle himmlischen Bücher

und die göttlich offenbarten, inhaltsschweren Schriften unzweideutig.

Bahá’u’lláh

Religion ist wahrlich das vortrefflichste Mittel zur BotA 6:19

Errichtung der Ordnung in der Welt und für die Ruhe

ihrer Völker. Die Schwäche der Pfeiler der Religion

hat die Toren gestärkt und sie dreist und noch anmaßender gemacht. Wahrlich, Ich sage: Je schlimmer

die Religion verfällt, desto widerspenstiger werden

die Gottlosen. Dies kann letztlich nur in Chaos und

Gesetzlosigkeit enden. Hört auf Mich, o ihr Einsichtsvollen, und seid gewarnt, o ihr, die ihr Unterscheidungsvermögen besitzet!

Bahá’u’lláh
238
239
6. MASHÍYYAT
2. OKTOBER 7. MASHÍYYAT 3. OKTOBER
VWp 23
O Bewohner der Stadt der Liebe!
Tödliche Stürme bedrängen die ewig leuchtende
Kerze, und schwarzer Staub verhüllt die Schönheit
des himmlischen Jünglings. Der höchste König der
Liebe wird unterdrückt vom Volk der Tyrannei, und

der Heiligkeit Taube liegt gefangen in den Krallen

von Eulen. Die Bewohner des Zeltes der Herrlichkeit und die himmlischen Heerscharen weinen und

klagen, während ihr im Lande der Nachlässigkeit

ruht und euch dennoch zu den aufrichtigen Freunden zählt. Wie leer ist euer Wahn!

Bahá’u’lláh
BSW 61

Sinnt nach über die Welt und den Zustand ihrer Völker. Er, um Dessentwillen die Welt ins Sein gerufen

wurde, ist in der trostlosesten aller Städte wegen der

Untaten der Verstockten eingekerkert.Vom Horizont
seiner Gefängnisstadt lädt Er die Menschheit zum

Anbruch des Tages Gottes, des Erhabenen, des Großen.

Bahá’u’lláh

Dies ist der Tag, da die Edelsteine der Beständig-BotA 7:16

keit aus dem Schatzberg des tiefsten Menschenherzens ans Licht gefördert werden müssen. O Volk

der Gerechtigkeit! Sei so strahlend wie das Licht und

so leuchtend wie das Feuer, das im Brennenden
Busche lodert. Der Glanz des Feuers eurer Liebe

wird zweifellos die widerstreitenden Völker und Geschlechter der Erde einen und verschmelzen, wogegen die wilde Flamme der Feindschaft und des Hasses nur zu Streit und Untergang führen kann. Wir

flehen zu Gott, daß Er Seine Geschöpfe vor den
üblen Ränken Seiner Feinde behüte. Wahrlich, Er
hat Macht über alle Dinge.
Bahá’u’lláh
O Sohn des Menschen! VWa 56
Du verlangst nach Gold, und Ich wünsche, daß du

dich von ihm lösest. Du wähnst dich reich in seinem

Besitz,wo Ich in der Heiligung davon deinen Reichtum sehe. Bei Meinem Leben! Dies ist Mein Wissen, jenes dein Wahn – wie kommt beides überein?

Bahá’u’lláh
240
241
8. MASHÍYYAT
4. OKTOBER 9. MASHÍYYAT 5. OKTOBER
BotA 5:
5
Groß ist der Segen dessen, der an diesem Tage von
sich wirft, was unter den Menschen im Schwange

ist, und sich an das hält, was Gott verordnet hat, der

Herr der Namen und Gestalter alles Erschaffenen,
Er, der durch die Macht des Größten Namens vom
Himmel der Ewigkeit gekommen ist, umgürtet mit
so unbesiegbarer Allgewalt, daß keine Macht der
Erde Ihm widerstehen kann. Dies bezeugt das
Mutterbuch, das von der Höchsten Stufe her ruft.
Bahá’u’lláh
BotA 7:12

O Freunde! Es geziemt euch, eure Seele zu erquikken und wiederzubeleben durch die gnädigen Gunstbeweise, die in dieser göttlichen, dieser herzerquikkenden Frühlingszeit auf euch herabströmen. Die

Sonne Seiner großen Herrlichkeit verbreitet ihren

Glanz über euch und die Wolken Seiner grenzenlosen Gnade beschatten euch.Wie erhaben ist der Lohn

dessen, der sich einer so großen Wohltat nicht beraubt noch versäumt, die Schönheit seines Meistgeliebten in diesem Seinem neuen Gewande zu erkennen.

Bahá’u’lláh

Dein Auge ist Mein Pfand, laß den Staub eitler Lü-Äl 152:1

ste seine Klarheit nicht umwölken. Dein Ohr ist

Zeichen Meiner Großmut, laß den Lärm unziemlicher Beweggründe es nicht von Meinem Worte, das

die ganze Schöpfung umfaßt, abkehren. Dein Herz
ist Meine Schatzkammer, laß die betrügerische

Hand des Selbstes dir nicht die Perlen rauben, die

Ich darin verwahre.
Bahá’u’lláh
O Sohn des Staubes! VWp 62

Wende deine Augen nicht ab von dem unvergleichlichen Wein des unsterblichen Geliebten und öffne

sie nicht dem faulen, sterblichen Bodensatz. Nimm
aus den Händen des göttlichen Mundschenks den
Kelch unsterblichen Lebens, damit alle Weisheit
dein sei und du die mystische Stimme aus dem

Reich des Unsichtbaren rufen hörst. Laßt vernehmen, die ihr niedrigen Zielen zustrebt! Warum zieht

ihr vergängliches Wasser Meinem heiligen, unvergänglichen Weine vor?

Bahá’u’lláh
242
243
10. MASHÍYYAT
6. OKTOBER 11. MASHÍYYAT 7. OKTOBER
Äl 23:
3
Du weißt, wie schwer die Propheten Gottes, Seine
Boten und Auserwählten, heimgesucht worden sind.
Denke ein wenig über den Beweggrund und die
Ursache einer solchen Verfolgung nach. Zu keiner

Zeit und in keiner Sendung sind die Propheten Gottes der Lästerung ihrer Feinde, der Grausamkeit ihrer Unterdrücker, der Anklage durch die Gelehrten

ihres Zeitalters, die unter dem Mantel der Aufrichtigkeit und Frömmigkeit auftraten, entronnen. Tag

und Nacht erlitten sie solche Qualen, wie niemand
sie ermessen kann, außer dem Wissen des einen,
wahren Gottes – gepriesen sei Seine Herrlichkeit!
Bahá’u’lláh
BotA 10:18

Das am heftigsten brennende Feuer ist, die Zeichen

Gottes in Frage zu stellen, was Er offenbarte, eitel

in Zweifel zu ziehen, Ihn zu leugnen und sich stolz

vor Ihm zu brüsten.
Bahá’u’lláh

Wisse wahrlich, daß die Seele nach ihrer Trennung Äl 81:1

vom Leibe weiter fortschreitet, bis sie die Gegenwart Gottes erreicht, in einem Zustand und einer

Beschaffenheit, die weder der Lauf der Zeiten und
Jahrhunderte noch der Wechsel und Wandel dieser
Welt ändern können. Sie wird so lange bestehen,

wie das Reich Gottes, Seine Allgewalt, Seine Herrschaft und Macht bestehen werden.

Bahá’u’lláh
O Sohn des Seins! VWa 31

Lege jeden Tag Rechenschaft vor dir ab, ehe du zur

Rechenschaft gezogen wirst. Denn unangemeldet

kommt der Tod, und dann mußt du deine Taten verantworten.

Bahá’u’lláh
244
245
12. MASHÍYYAT
8. OKTOBER 13. MASHÍYYAT 9. OKTOBER
BotA 8:63

Die Religion schenkt dem Menschen die wertvollste aller Gaben, reicht ihm den Kelch des Wohlstands, verleiht ihm ewiges Leben und läßt unzerstörbare Wohltaten auf die Menschheit herniedergehen.

Bahá’u’lláh
Äl 117:
1

Der Tag naht, da alle Völker der Welt eine universale Sprache und eine einheitliche Schrift annehmen werden. Wenn dies erreicht ist, wird es für je-

den Menschen, in welche Stadt er auch reisen mag,

sein, als betrete er sein eigenes Heim. All dies ist

verbindlich und durchaus wesentlich. Es ist die

Pflicht eines jeden Menschen mit Einsicht und Verständnis, danach zu streben, das hier Niedergeschriebene in die Wirklichkeit und die Tat umzusetzen.

Bahá’u’lláh

Erweist einander Langmut, Wohlwollen und Lie-Äl 5:3

be. Sollte jemand unter euch eine bestimmte Wahrheit nicht erfassen können oder sich um ihr Verständnis mühen, so bekundet im Gespräch mit ihm

einen Geist größter Güte und guten Willens. Helft
ihm, die Wahrheit zu sehen und zu erkennen, ohne

euch im geringsten über ihn erhaben zu fühlen oder

im Besitz größerer Gaben zu wähnen.
Bahá’u’lláh

Der ist wirklich ein Mensch, der sich heute dem Äl 117:1

Dienst am ganzen Menschengeschlecht hingibt. Das

Höchste Wesen spricht: Selig und glücklich ist, wer

sich erhebt, dem Wohle aller Völker und Geschlechter der Erde zu dienen. An anderer Stelle hat Er verkündet: Es rühme sich nicht, wer sein Vaterland

liebt, sondern wer die ganze Welt liebt. Die Erde ist

nur ein Land, und alle Menschen sind seine Bürger.

Bahá’u’lláh
246
247
14. MASHÍYYAT
10. OKTOBER 15. MASHÍYYAT 11. OKTOBER
Äl 14:19
Gott ist Unser Zeuge. Wollten wir die verborgenen

Geheimnisse dieses Tages enthüllen, so würden alle,

die auf Erden und in den Himmeln wohnen, bewußtlos werden und sterben, außer jenen, die von Gott,

dem Allmächtigen, dem Allwissenden, dem Allweisen, behütet werden.

Bahá’u’lláh
BotA 17:73
Heutzutage schließen sich die Menschen selbst von
den Ausgießungen der göttlichen Gunst aus, indem

sie jedem in die Irre gegangenen Toren auf dem Fuße

folgen. Das Meer göttlicher Erkenntnis lassen sie

achtlos hinter sich und heften die Augen auf Narren, die Bildung vorgeben, ohne von Gott, dem

Herrn der Menschheit, durch ein Zeichen bestätigt
zu sein.
Bahá’u’lláh

Urteilt gerecht über die Sache Gottes, eures Schöp-Äl 52:1

fers, schauet, was vom Throne der Höhe herabgesandt ist, und denkt darüber nach mit reinem, geheiligtem Herzen. Dann wird euch die Wahrheit dieser Sache so offenbar erscheinen wie die Sonne in

ihrer Mittagsherrlichkeit. Dann werdet ihr zu denen gehören, die an Ihn glauben.

Bahá’u’lláh

Wahrlich, Ich sage, die Schöpfung Gottes umfaßt BotA 12:20

Welten neben dieser Welt und Geschöpfe außer diesen Geschöpfen. In jeder dieser Welten hat Er Dinge verordnet, die niemand erforschen kann außer

Ihm, dem Allerforschenden, dem Allweisen. Denke darüber nach, was Wir dir enthüllt haben, damit

du die Absicht Gottes, deines Herrn und des Herrn

aller Welten, erkennest. In diesen Worten sind die

Geheimnisse göttlicher Weisheit verwahrt.
Bahá’u’lláh
248
249
16. MASHÍYYAT
12. OKTOBER 17. MASHÍYYAT 13. OKTOBER
Äl 128:
3
Sprich: Wenn euer Betragen, o Menschen, eueren
Bekenntnissen widerspricht, wie glaubt ihr euch

dann von denen unterscheiden zu können, die ihren Glauben an den Herrn, ihren Gott, bekannten,

sich aber dennoch, als Er in der Wolke der Heiligkeit zu ihnen kam, weigerten, Ihn anzuerkennen,

und Seine Wahrheit zurückwiesen. Macht euch frei

von jeder Bindung an diese Welt und ihre Eitelkeiten. Hütet euch, ihnen zu nahen, denn sie verleiten

euch dazu, eueren Gelüsten und euerer Habsucht
zu folgen, und hindern euch daran, den geraden,
herrlichen Pfad zu betreten.
Bahá’u’lláh
Äl 163:
2

Ins Übermaß gesteigert, wird sich die Zivilisation

als eine ebenso ergiebige Quelle des Übels erweisen, wie sie, in den Schranken der Mäßigung gehalten, eine Quelle des Guten war. Denkt darüber

nach, o Menschen, und gehört nicht zu denen, die

verwirrt durch die Öden des Irrtums streifen. Es naht

der Tag, da ihre Flamme die Städte verschlingt, da

die Zunge der Größe verkündet: »Das Reich ist
Gottes, des Allmächtigen, des Allgepriesenen!«
Bahá’u’lláh

Es geziemt dir, dich dem Willen Gottes zu weihen. Äl 160:3

Was immer in Seinen Sendschreiben offenbart wurde, ist nur eine Widerspiegelung Seines Willens. So

vollkommen muß deine Hingabe sein, daß jede Spur

weltlichen Verlangens von deinem Herzen hinweggewaschen wird. Dies ist die Bedeutung wahrer Einheit.

Bahá’u’lláh
O Sohn des Seins! VWa 12
Mit den Händen der Macht erschuf Ich dich, mit

den Fingern der Kraft formte Ich dich, und Ich barg

in dich das Wesen Meines Lichtes. Sei damit zufrieden und suche nichts anderes, denn Mein Werk

ist vollkommen und Mein Gebot bindend. Sei dessen gewiß und zweifle nicht .

Bahá’u’lláh
250
251
18. MASHÍYYAT
14. OKTOBER
Äl 78:
2
Was immer in der bedingten Welt aussagbar oder
begreiflich ist, kann niemals die ihm durch seine

Natur gegebenen Grenzen überschreiten. Gott allein übersteigt derartige Grenzen. Er, wahrlich, ist

von Ewigkeit her. Keiner Seinesgleichen, kein Gefährte war Ihm je zugesellt oder kann Ihm jemals

zugesellt werden. Kein Name ist mit Seinem Namen vergleichbar. Keine Feder kann Sein Wesen

beschreiben, keine Zunge Seine Herrlichkeit schildern. Er bleibt immer über alle außer Ihm selbst

unermeßlich erhaben.
Bahá’u’lláh
VWp 32
O Fremdling, dem Freundschaft erwiesen wird!

Die Kerze deines Herzens ist durch die Hand Meiner Macht entzündet. Lösche sie nicht durch die

widrigen Winde der Selbstsucht und der Leidenschaft. Meiner zu gedenken, ist dein Heil in allen

Gebrechen; vergiß dies nicht. Mache Meine Liebe
zu deinem Schatz und hege sie wie dein Augenlicht
und dein Leben.
Bahá’u’lláh
19. MASHÍYYAT
15. OKTOBER

Wisset, daß Prüfungen und Heimsuchungen seit Äl 66:11

undenklichen Zeiten das Los der Erwählten Gottes

und Seiner Geliebten und jener Seiner Diener waren, die von allem außer Ihm losgelöst sind, die

weder Handel noch Wandel vom Gedenken an den
Allmächtigen ablenkt, die nicht sprechen, ehe Er
gesprochen hat, und nach Seinem Gebote handeln.

So ist es Gottes Weg und Wirken von jeher gewesen, und so wird es auch in Zukunft bleiben. Selig

ist, wer standhaft ausharrt, wer in Krankheit und

Not geduldig bleibt, wer nicht darüber klagt, was ihn

befällt, wer auf dem Pfade der Ergebung wandelt.
Bahá’u’lláh

Wir hegen die Hoffnung, daß dieses Volk sich künf-Äl 28:1

tig gegen leere Hoffnungen und eitlen Wahn schirmen und zum wahren Verständnis der Bedeutung

göttlicher Einheit gelangen wird.
Bahá’u’lláh
252
253
‘ILM
WISSEN
ÜBER DIE BEDEUTUNG DES NEUNZEHNTAGEFESTES
19TF 26
Sie haben nach dem Fest in jedem Baha’i-Monat

gefragt. Dieses Fest wird gefeiert, um Kameradschaft und Liebe zu fördern, um Gottes zu gedenken, um Ihn mit bußfertigem Herzen anzuflehen und

wohltätige Unternehmungen anzuregen. Das heißt,
die Freunde sollten dort über Gott nachdenken und
Ihn verherrlichen, die Gebete und heiligen Verse

lesen und einander in äußerster Zuneigung und Liebe begegnen.

‘Abdu’l-Bahá
1.‘ILM
16. OKTOBER

Die berufenen Ausleger des Wortes Gottes, deren Äl 89:1

Herzen seine Geheimnisse speichern, sind jedoch

die einzigen, die seine mannigfaltige Weisheit verstehen können. Wer immer beim Lesen der heiligen Schriften versucht ist, aus ihnen auszuwählen,

was ihm paßt, und damit die Amtsgewalt des Vertreters Gottes unter den Menschen zu bestreiten,

gleicht in der Tat einem Toten, mag er auch, äußerlich gesehen, unter seinen Mitmenschen wandeln,

mit ihnen reden, Speise und Trank mit ihnen teilen.

Bahá’u’lláh

Sprich: Unter »Welt« ist zu verstehen, was euch BSW 59

von Ihm, dem Dämmerungsort der Offenbarung,
abhält und euch zu den Dingen verleitet, die euch

Nachteil bringen. Wahrlich, was euch an diesem Tag

von Gott fernhält, ist Weltlichkeit ihrem Wesen nach.

Meidet sie und nähert euch dem Erhabensten Anblick, diesem leuchtenden und strahlenden Thron.

Bahá’u’lláh
256
257
2.‘ILM 17. OKTOBER 3.‘ILM
18. OKTOBER
VWp 80
O Meine Diener!
Ihr seid die Bäume Meines Gartens. Ihr müßt edle,
köstliche Früchte tragen, euch und anderen zum
Nutzen. Darum soll sich jeder einem Gewerbe oder

einem Beruf widmen, denn darin liegt das Geheimnis des Wohlstandes, o ihr Einsichtigen! Der Erfolg

hängt von den Mitteln ab, und Gottes Gnade soll

euch allgenügend sein. Bäume, die keine Frucht tragen, waren seit je fürs Feuer bestimmt und werden

es allezeit sein.
Bahá’u’lláh
VWa 11
O Sohn des Seins!
Du bist Meine Lampe, und Mein Leuchten ist in

dir. Entnimm daraus dein Licht und suche niemanden als Mich, denn Ich habe dich reich erschaffen

und Meine Gunst über dich ergossen.
Bahá’u’lláh

Der ist ein wahrer Gläubiger an die Einheit Gottes, Äl 160:1

der Ihn an diesem Tage als den Einen ansieht, der

unermeßlich erhaben über alle Gleichnisse und Abbilder ist, mit denen die Menschen Ihn vergleichen.

Schmerzlich irrt, wer diese Gleichnisse und Abbilder für Gott selbst hält.

Bahá’u’lláh
O Menschenkinder! VWa 68
Wißt ihr, warum Wir euch alle aus dem gleichen

Staub erschufen? Damit sich keiner über den anderen erhebe. Bedenket allzeit in eurem Herzen, wie

ihr erschaffen seid. Da Wir euch alle aus dem gleichen Stoff erschufen, ziemt es euch, wie eine Seele

zu sein, auf selbem Fuße zu wandeln, in gleicher
Weise zu essen und im selben Lande zu wohnen,

auf daß aus eurem innersten Wesen durch eure Werke die Zeichen der Einheit und das Wesen der Loslösung offenbar werden. Solches rate Ich euch, o

Scharen des Lichts. Achtet wohl auf diesen Rat, damit ihr die heiligen Früchte vom Baume wundersamer Herrlichkeit erlanget.

Bahá’u’lláh
258
259
4.‘ILM
19. OKTOBER 5.‘ILM GEBURT DES BÁB 20. OKTOBER
BotA 10:19

Die Quelle aller Bildung ist die Erkenntnis Gottes,

erhaben sei Seine Herrlichkeit! Diese Erkenntnis
kann nur durch die Erkenntnis Seiner göttlichen
Manifestation erlangt werden.
Bahá’u’lláh
Äl 81:
1
Gesegnet die Seele, die zur Stunde ihrer Trennung

vom Leibe über die eitlen Vorstellungen der Völker

dieser Welt geheiligt ist. Eine solche Seele lebt und

wirkt im Einklang mit dem Willen ihres Schöpfers
und geht in das allhöchste Paradies ein.
Bahá’u’lláh

Der Stoff, daraus Gott Mich erschaffen hat, ist nicht BeA 1:4,1

der Staub, daraus andere wurden. Er gab Mir, was
die Weltweisen nie erfassen noch die Getreuen je

entdecken können... Ich bin ein Tragpfeiler des Ersten Wortes Gottes. Wer Mich anerkennt, hat alles

erkannt, was wahr und recht ist, und hat alles erreicht, was gut und ziemlich ist, und wer Mich nicht

anerkennt, hat sich von allem abgewandt, was wahr

und recht ist, und erliegt allem, was übel und unziemlich ist.

Báb

O Meine Diener! Dies ist Gottes vorbestimmter Tag, BeA 2:52,1

den euch der barmherzige Herr verheißen in Seinem Buche; so rühmet denn aus vollem Herzen

Gottes Namen und schreitet voran auf dem Pfad des
Größten Gedenkens...
Wahrlich, Gott hat Seinem Gedenken gestattet zu

reden, was Er will und wie es Ihm gefällt. Fürwahr,

was immer Er erwählt, ist von Uns erwählt. Der Herr

sieht wahrhaft alle Dinge.
Báb
260
261
6.‘ILM 21. OKTOBER 7.‘ILM
22. OKTOBER
Äl 144:
3
Gehe stets voran und sei beharrlich in Seinem
Dienst. Sprich: O ihr Menschen! Der Tag, der euch

in allen Schriften verheißen ward, ist nun gekommen. Fürchtet Gott und entzieht euch nicht der Erkenntnis Dessen, der der Sinn eueres Lebens ist.

Eilt zu Ihm! Dies ist besser für euch als die Welt

und alles, was in ihr ist. Könntet ihr es doch begreifen!

Bahá’u’lláh
BotA 6:31
In allen Dingen ist Mäßigung wünschenswert. Wird

etwas übertrieben, so erweist es sich als Quell des

Unheils. Seht auf die Zivilisation des Westens, wie

sie die Völker der Welt aufwühlt und beunruhigt.
Eine Höllenmaschine wurde ausgeheckt und erweist

sich als Waffe der Zerstörung, so grausam, wie man

es nie zuvor gesehen oder gehört hat. Reinigung

von dieser tiefverwurzelten, alles überflutenden Verderbnis ist nur möglich, wenn sich die Völker der

Welt im Verfolg eines gemeinsamen Zieles vereinen und einen allumfassenden Glauben annehmen.

Neigt euer Ohr dem Ruf dieses Unterdrückten und
haltet euch fest an den Geringeren Frieden!
Bahá’u’lláh
O Sohn des Menschen! VWa 58
Der Tempel des Seins ist Mein Thron. Reinige ihn
von allem, damit Ich darin wohnen bleibe.
Bahá’u’lláh
O Sohn der Gerechtigkeit! VWp 4
Wohin kann ein Liebender gehen außer ins Land
seines Geliebten? Und welcher Sucher fände Ruhe

fern der Sehnsucht seines Herzens? Für den aufrichtig Liebenden ist Vereinigung Leben und Trennung Tod. Seine Brust kennt keine Geduld, sein Herz

keinen Frieden. Tausend Leben gäbe er hin, um zur
Wohnstatt seines Geliebten zu eilen.
Bahá’u’lláh
262
263
8.‘ILM 23. OKTOBER 9.‘ILM
24. OKTOBER
BotA 8:48

Die Sinn und Zweck der Sache Gottes nicht kennen oder nicht beachten, stehen gegen Ihn auf. Solche Menschen sind die Vorboten des Bösen, die Gott

in Seinem Buch und auf Seinen Tafeln erwähnt und
gegen deren Einfluß, Lärm und List Er Sein Volk

gewarnt hat... Selig sind die Standhaften; selig sind,

die fest in Seinem Glauben sind.
Bahá’u’lláh
Äl 5:
6

Nichts ist vor Gott verborgen oder könnte es jemals sein. Wenn ihr Seinem Wege folgt, werden

Seine unermeßlichen, unvergänglichen Segnungen

auf euch herniederströmen. Dies ist das leuchtende

Tablet, dessen Verse aus der eilenden Feder Dessen

strömten, der der Herr aller Welten ist. Bedenkt es

im Herzen und gehört zu denen, die Seine Gebote
halten.
Bahá’u’lláh

Was das Paradies anbelangt, so ist es eine Wirk-BotA 12:24

lichkeit, an der es keinen Zweifel geben kann. Hier

und heute in dieser Welt ist es in der Liebe zu Mir

und in Meinem Wohlgefallen verwirklicht. Wer das
erreicht, dem wird Gott in dieser Welt hienieden
helfen, und nach dem Tode wird Er ihn befähigen,

Zutritt in das Paradies zu erlangen, das so weit ist

wie Himmel und Erde.
Bahá’u’lláh

Wenn es euer Wunsch ist, o ihr Menschen, Gott zu Äl 127:1

erkennen und die Größe Seiner Macht zu entdekken, dann schaut auf Mich mit Meinen eigenen Augen und nicht mit den Augen eines anderen außer

Mir. Nie werdet ihr sonst imstande sein, Mich zu

erkennen, selbst wenn ihr über Meine Sache nachdenkt, solange Mein Reich dauert, und über alles

Erschaffene nachsinnt durch alle Ewigkeit Gottes,

des höchsten Herrn über alle, des Allgewaltigen, des

Allewigen, des Allweisen.
Bahá’u’lláh
264
265
10.‘ILM
25. OKTOBER 11.‘ILM 26. OKTOBER
SVT 19

Der wahrhafte Sucher verfolgt nichts als den Gegenstand seines Verlangens, und der Liebende hat

kein Ziel als die Vereinigung mit dem Geliebten.

Doch wird der Sucher nur dann sein Ziel erreichen,

wenn er allen Dingen entsagt: er muß alles, was er

gesehen, gehört und verstanden hat, in den Wind
schlagen können, um in das Reich des Geistes zu
kommen, das die Stadt Gottes ist. Ernste Bemühung
ist nötig in unserem Suchen nach Ihm und heißer

Eifer, damit wir den Honig der Vereinigung mit Ihm

zu kosten vermögen. Doch trinken wir aus diesem
Kelch, so werden wir die Welt von uns werfen.
Bahá’u’lláh
Äl 91:
1

Einer der Beweise für die Wahrheit dieser Offenbarung ist, daß in jedem Zeitalter und jeder Sendung, wann immer sich das unsichtbare Wesen in

der Person Seiner Manifestation offenbarte, einige

unbekannte, von allen weltlichen Bindungen losgelöste Seelen bei der Sonne des Prophetentums und

dem Monde göttlicher Führung Erleuchtung suchen
und zur göttlichen Gegenwart gelangen.
Bahá’u’lláh
O Sohn der Weltlichkeit! VWp 70
Schön sind die Gefilde wahren Seins, o daß du zu

ihnen gelangtest! Herrlich ist das Reich der Ewigkeit, o daß du dich über diese sterbliche Welt erhöbest! Süß ist die heilige Verzückung, wenn du

vom mystischen Kelch aus den Händen des himmlischen Jünglings trinkst. So du diese Stufe erreichst,

bist du erlöst von Vernichtung und Tod, von Mühsal und Sünde.

Bahá’u’lláh

Durch ihr Erscheinen ist die Offenbarung Gottes Äl 22:6

offenkundig geworden, durch ihr Antlitz die Schönheit Gottes enthüllt. So geschieht es, daß die Sprache Gottes selbst aus dem Munde dieser Manifestationen des göttlichen Seins vernommen wird.

Bahá’u’lláh
266
267
12.‘ILM
27. OKTOBER 13.‘ILM 28. OKTOBER
BotA 17:24

O Freund! Im Bayán befahlen Wir jedermann, innerhalb dieser Größten Offenbarung mit eigenen Augen

zu sehen und mit eigenen Ohren zu hören. Als jedoch

der Horizont der Welt im hellen Lichte dieser Offenbarung erstrahlte, da vergaßen viele jenen göttlichen

Befehl; ... Kraft des Namens des Meistgeliebten lade

du die empfänglichen Seelen an Gottes heiligen Hof,

damit sie den himmlischen Springquell voll des

Lebenswassers nicht entbehren. Er ist in Wahrheit der

Barmherzige, der Vergebende.
Bahá’u’lláh
BeA 7:20,3

O Herr! Sorge für ein rasches Wachstum des Baumes Deiner göttlichen Einheit, netze ihn, o Herr,

mit den strömenden Wassern Deines Wohlgefallens

und lasse ihn vor den Offenbarungen Deiner göttlichen Gewißheit solche Früchte tragen, wie Du sie

wünschst, zu Deinem Ruhme, zu Deiner Verherrlichung, zu Deinem Lob und Dank, um Deinen Namen zu preisen, die Einzigkeit Deines Wesens zu

rühmen und um Dir Verehrung darzubringen; denn
dies alles liegt in Deiner und in keines anderen
Hand.
Báb

O Volk! Verbreite keine Unordnung im Lande und BSW 37

vergieße nicht irgend jemandes Blut! Mißbrauche
nicht das Vermögen anderer und folge nicht jedem
fluchwürdigen Schwätzer!
Bahá’u’lláh
O du Inbegriff der Leidenschaft! VWp 50

Leg ab alle Habsucht und strebe nach Genügsamkeit, denn der Gierige bleibt immer fern, der Genügsame aber wird immer geliebt und gelobt.

Bahá’u’lláh
268
269
14.‘ILM 29. OKTOBER 15.‘ILM 30. OKTOBER

BeA 6:2,2 Sprich, Gott selbst hat Sich zur Aufgabe gemacht,

wie uns das Buch enthüllt, die Überlegenheit eines

Die ganze Pflicht des Menschen liegt an diesem

Tage darin, seinen Teil von der Gnadenfülle zu er-

Äl 5:4

jeden Jüngers Seines Glaubens weit über hundert langen, die Gott für ihn strömen läßt. Deshalb soll

andere Seelen, den Vorrang hundert Gläubiger über niemand der Größe oder Kleinheit des Gefäßes achtausend Ungläubige und die Herrschaft tausend ten. Der Anteil der einen mag in einer Handvoll lie-

Getreuer über alle Völker und Geschlechter der Erde gen, der Anteil anderer mag einen Becher füllen,

zu sichern; denn Gott ruft kraft Seines Befehls ins der wieder anderer gar das Maß eines Scheffels.

Dasein, was immer Er will. Wahrlich, Er ist mäch-Bahá’u’lláh tig über alle Dinge.

Báb Wenn zur Zeit des Erscheinens Dessen, Den Gott BeA 3:28,1

BSW 20 Wisse, daß des Menschen Ohr geschaffen wurde,

offenbaren wird, alle Bewohner der Erde etwas bezeugten, was Er anders bezeugt, so wäre Sein Zeugdamit es auf die Göttliche Stimme höre an diesem nis wie die Sonne, das ihrige hingegen das Trug-

Tage, der in allen Büchern, Schriften und Tablets bild eines Spiegels, der nicht der Sonne zugewandt

erwähnt wurde. So reinige denn deine Seele mit den ist. Denn anders wäre ihr Zeugnis die getreue Wi-

Wassern der Entsagung und schmücke dein Haupt derspiegelung Seines Zeugnisses.

mit der Krone der Gottesfurcht und deinen Tempel Báb mit der Zier des Vertrauens in Ihn.

Bahá’u’lláh
270
271
16.‘ILM
31. OKTOBER
BeA 3:1,2

Es gibt kein wundersameres Paradies für eine Seele, als vor Ihm, Gottes Manifestation, zu stehen an

Seinem Tage, Seine Verse zu hören und an sie zu

glauben, in Seine Gegenwart zu gelangen, die nichts

als die Gegenwart Gottes ist, auf dem Meere des
himmlischen Königreiches Seines Wohlgefallens zu
fahren und teilzuhaben an den erlesenen Früchten
des Paradieses Seiner göttlichen Einheit.
Báb
Äl 19:
3

Diese geheiligten Spiegel, diese Aufgangsorte altehrwürdiger Herrlichkeit sind allesamt auf Erden

die Vertreter Dessen, der innerster Kern, reinstes

Wesen und letztes Ziel des Weltalls ist. Von Ihm

gehen ihre Erkenntnis und Macht aus, von Ihm leitet sich ihre Herrschaft ab. Die Schönheit ihresAntlitzes ist nur eine Widerspiegelung Seines Bildes,

ihre Offenbarung ein Zeichen Seiner unsterblichen

Herrlichkeit. Sie sind die Schatzkammern göttlicher

Erkenntnis, die Verwahrungsorte himmlischer Weisheit. Durch sie wird eine Gnade vermittelt, die unendlich ist, und durch sie wird das Licht enthüllt,

das nimmer verlöschen kann.
Bahá’u’lláh
17.‘ILM
1. NOVEMBER

Neigt euer Ohr den Ratschlägen, die dieser Diener Äl 66:5

euch um Gottes willen gibt. Wahrlich, Er heischt
keinen Lohn von euch; Er begnügt sich mit dem,
was Gott Ihm bestimmt hat, und ist dem Willen
Gottes ganz ergeben.
Bahá’u’lláh
O Sohn des Seins! VWa 43
Gedenke Meiner auf Meiner Erde, damit Ich deiner
gedenke in Meinem Himmel. So werden Meine
Augen und deine Augen erquickt.
Bahá’u’lláh
272
273
18.‘ILM
2. NOVEMBER 19.‘ILM 3. NOVEMBER
Äl 10:
1

Die den Völkern und Geschlechtern der Erde vorherbestimmte Zeit ist nun gekommen. Die Verheißungen Gottes, wie sie die heiligen Schriften überliefert haben, sind alle erfüllt. Aus Zion ist Gottes

Gesetz hervorgegangen, und Jerusalem mit seinen
Hügeln und seinem Land ist voll der Herrlichkeit
Seiner Offenbarung.
Bahá’u’lláh
VWa 37
O Sohn des Menschen!

Entkleide dich nicht selbst Meines köstlichen Gewandes und verscherze dir nicht deinen Anteil an

Meinem wundersamen Quell, daß dich nicht ewig
dürste.
Bahá’u’lláh

Wahrlich, Ich sage, die menschliche Seele ist in Äl 82:6

ihrem Wesen eines der Zeichen Gottes, ein Geheimnis unter Seinen Geheimnissen. Sie ist ein mächtiges Zeichen des Allmächtigen, der Herold, der die

Wirklichkeit aller Welten Gottes verkündet.
Bahá’u’lláh

In dieser Offenbarung sind die Heerscharen, die sie BotA 8:56

zum Siege führen können, rühmliche Taten und ein
aufrechter Charakter. Anführer und Befehlshaber

dieser Heerscharen ist seit je die Gottesfurcht, die

alle Dinge umfaßt und beherrscht.
Bahá’u’lláh
274
275
QUDRAT
MACHT
ÜBER DIE BEDEUTUNG DES NEUNZEHNTAGEFESTES
19TF 26
Was das Neunzehntagefest betrifft, so erfreut es
Geist und Herz. Wird dieses Fest in angemessener
Weise gefeiert, so werden sich die Freunde alle

neunzehn Tage einmal geistig erneuert finden, begabt mit einer Macht, die nicht von dieser Welt ist.

‘Abdu’l-Bahá
1. QUDRAT TODESTAG SHOGHI EFFENDIS 4. NOVEMBER

Sprich: O ihr Menschen! Dies ist ein unvergleichli-Äl 16:1

cher Tag. Unvergleichlich muß auch die Zunge sein,

die den Lobpreis der Sehnsucht aller Völker kündet, und unvergleichlich die Tat, die danach strebt,

vor Seinen Augen annehmbar zu sein.
Bahá’u’lláh

Rüste dich, o Volk Bahás, in dem Bemühen, den Äl 132:2

Sturm religiösen Haders, der die Völker der Erde
erregt, zum Schweigen zu bringen und jede Spur

davon zu tilgen. Erhebe dich aus Liebe zu Gott und

zu denen, die Ihm dienen, um dieser höchst erhabenen und bedeutungsvollen Offenbarung beizustehen. Religiöser Fanatismus und Haß sind ein weltverzehrendes Feuer, dessen Gewalt niemand löschen

kann. Nur die Hand göttlicher Macht kann die Menschen von dieser verheerenden Plage erlösen.

Bahá’u’lláh
278
279
2. QUDRAT
5. NOVEMBER
VWp 43
O Meine Freunde!
Auf Pfaden wandelt, die dem Freunde wohlgefallen,
und wißt, Sein Wohlgefallen ist das Wohlgefallen

Seiner Geschöpfe. Das heißt: Niemand betrete seines Freundes Haus, wenn es dem Freunde nicht

wohlgefällt, noch lege er Hand an dessen Schätze
oder ziehe den eigenen Willen dem des Freundes

vor und versuche, ihn zu übervorteilen. Denket darüber nach, die ihr einsichtig seid!

Bahá’u’lláh
Äl 26:
3

So vollkommen und umfassend ist Seine Schöpfung, daß kein Verstand, so scharf er auch sei, und

kein Herz, wie rein auch immer, das unbedeutendste Seiner Geschöpfe in seinem Wesen jemals erfassen, wieviel weniger das Geheimnis Dessen ergründen können, der die Sonne der Wahrheit, das

unsichtbare, unerkennbare Wesen ist.
Bahá’u’lláh
3. QUDRAT
6. NOVEMBER

Am Anfang des Bayán verweilt der Báb ausführ-BotA 5:21

lich bei der Verherrlichung Dessen, den Gott offenbaren wird – erhaben ist Seine Manifestation – und

spricht: »Er ist Der, welcher in jeder Lage verkünden wird: ›Wahrlich, wahrlich, Ich bin Gott, es gibt

keinen Gott außer Mir, dem Herrn über alles Erschaffene. Alle anderen außer Mir sind fürwahr

Meine Geschöpfe. O Meine Geschöpfe! Mich allein betet ihr an.‹« Desgleichen preist Er bei anderer Gelegenheit den Namen Dessen, der offenbart

werden wird, und sagt: »Ich wäre der erste, der Ihn

anbetet.«
Bahá’u’lláh

Diese Horte der Heiligkeit, diese Ersten Spiegel, Äl 19:3

die das Licht unvergänglicher Herrlichkeit widerstrahlen, sind nur ein Ausdruck von Ihm, dem Unsichtbaren der Unsichtbaren. Durch die Offenbarung dieser Edelsteine göttlicher Tugend sind alle

Namen und Eigenschaften Gottes wie Erkenntnis

und Kraft, Oberhoheit und Herrschaft, Barmherzigkeit und Weisheit, Herrlichkeit, Freigebigkeit und

Gnade enthüllt.
Bahá’u’lláh
280
281
4. QUDRAT 7. NOVEMBER 5. QUDRAT
8. NOVEMBER
BeA 3:27

Wisse, daß im Bayán Läuterung als das annehmbarste Mittel angesehen wird, in Gottes Nähe zu gelangen, und als die verdienstvollste aller Taten. So

läutere dein Ohr, daß du nichts hörst außer der Erwähnung Gottes, und läutere dein Auge, daß es

nichts sehe außer Gott, und dein Bewußtsein, daß

es nichts begreife außer Gott, und deine Zunge, daß

sie nichts künde außer Gott, und deine Hand, daß

sie nichts schreibe denn die Worte Gottes, und dein

Wissen, daß es nichts außer Gott erfasse, und dein

Herz, daß es keinen Wunsch hege neben Gott, und

läutere desgleichen all dein Tun und Trachten, daß

du im Paradiese reiner Liebe gehegt werdest, und
im Schmucke einer Reinheit, wie Er sie hoch
schätzt, ...
Báb
BeA 6:
2

Sprich, jeder Jünger dieses Glaubens kann wahrlich mit Gottes Erlaubnis obsiegen über alle im Himmel, auf Erden und was auch dazwischen liegt; denn

dies ist fürwahr ohne den Schatten eines Zweifels

der eine wahre Glauben. So fürchtet euch nicht und

seid ohne Sorge.
Báb

Um der Liebe zu Gott und Seinen Dienern willen BSW 28

erhebt euch, diese erhabene, folgenreiche Offenbarung zu unterstützen. Religiöser Fanatismus und

Haß sind ein weltverzehrendes Feuer, dessen Gewalt niemand zu dämpfen vermag. Nur die Hand

Göttlicher Macht kann die Menschheit von dieser
verheerenden Plage befreien.
Bahá’u’lláh

O Völker der Welt! Gebt alles Böse auf und haltet BotA 9:4

fest, was gut ist. Strebt danach, der ganzen Menschheit leuchtende Beispiele zu bieten und Wahrzeichen der göttlichen Tugenden unter den Menschen

zu sein. Wer sich aufmacht, Meiner Sache zu dienen, sollte Meine Weisheit offenbaren und alle Mühe

darauf wenden, die Unwissenheit von der Erde zu

verbannen. Seid einig in der Beratung, seid eins im

Denken. Laßt jeden Morgen besser sein als den
Abend davor und jeden neuen Tag reicher werden
als den gestrigen.
Bahá’u’lláh
282
283
6. QUDRAT 9. NOVEMBER 7. QUDRAT 10. NOVEMBER

BeA 6:14,4 Fürwahr, Er wird aus dem Himmel Seiner Gnade Es ist besser, eine einzige Seele zu führen, als alles BeA 3:1,1

herabsenden, was euch nützt, und was Er gnädig auf Erden zu besitzen; denn solange die geführte

gewährt, wird euch befähigen, der ganzen Mensch-Seele im Schatten des Baumes der göttlichen Einheit zu entraten. Wahrlich, an jenem Tag wird sich heit weilt, werden beide, sie und der, der sie geder Gelehrten Gelehrsamkeit als hohl und nutzlos führt hat, zu Empfängern der zärtlichen Barmhererweisen und weder die Leistungen der Leuchten zigkeit Gottes. Der Besitz irdischer Güter dagegen

des Wissens, noch der Pomp der Hochgeehrten, endet mit dem Tode. Der Pfad zur Führung ist ein

noch der Mächtigen Gewalt, noch das Gedenken Weg der Liebe und des Mitleids, nicht der Gewalt

der Frommen, noch die Taten der Rechtschaffenen, und des Zwanges. Das war Gottes Weise in der Vernoch der andächtige Kniefall des Betenden, noch gangenheit, und wird es auch künftig sein! Er läßt,

seine Niederwerfung oder seine Ausrichtung zur wen Er will, in den Schatten Seiner Barmherzigkeit

Qiblih, noch des Geehrten Ehre, noch die Verwandttreten. Wahrlich, Er ist der Höchste Beschützer, der

schaft der Hochgeborenen, noch der Adel der Ab-Großmütigste.

stammung, noch die Rede der Redegewandten, noch Báb die Titel der Berühmten – nichts davon soll ihnen

nützen; denn all dies und alles, was ihr sonst kennt Danke dem Geliebten der Welt, daß Er dir gnädig BotA 17:17

oder begriffen habt, ward durch Sein Machtwort half, in dieser ruhmreichen Sache bestätigt zu wer

»Sei« erschaffen, und es ist. den. Sodann bitte Ihn, Seine Geliebten in dieser Sa-

Báb che zu festigen; denn die Hetzschriften der Unheil-

VWa 30 O Sohn des Menschen!

stifter sind weit verbreitet, und schrill ertönt das

Geschrei der Unglücksboten. Glücklich, wer alles

Verleugne Meinen Diener nicht, wenn er etwas von außer Gott von sich wirft und sich fest an das hält,

dir erbittet, denn sein Antlitz ist Mein Antlitz. So was ihm der Herr der Kraft und Macht gebietet.

schäme dich vor Mir. Bahá’u’lláh Bahá’u’lláh
284
285
8. QUDRAT

11. NOVEMBER 9. QUDRAT GEBURT BAHÁ’U’LLÁHS 12. NOVEMBER

BotA 2:12

Künde den Priestern: Sehet! Er, der Herrscher, ist

da. Tritt hinter dem Schleier hervor im Namen deines Herrn, der allen Menschen den Nacken beugt.

Künde sodann der ganzen Menschheit die frohen Botschaften dieser machtvollen, dieser ruhmreichen Offenbarung. Wahrlich, Er, der Geist der Wahrheit, ist

gekommen, euch in alle Wahrheit zu leiten. Er spricht

nicht, wie es Ihm Sein eigenes Ich eingibt, sondern

wie es Ihm der Allwissende, der Allweise, gebietet.

Bahá’u’lláh
Iq 2:47

Beachte, wie auch heute all dieses Volk zu solchen

Torheiten und Abwegigkeiten neigt... Du bist dir sicher ihrer eitlen Behauptung bewußt, daß alle Offenbarung beendet und die Tore göttlicher Barmherzigkeit geschlossen seien, daß sich keine Sonne mehr vom

Morgen ewiger Heiligkeit erheben werde, daß das

Meer ewiger Gnadenfülle für immer ruhe und aus dem

Heiligtum urewiger Herrlichkeit keine Gottesboten

mehr offenbart würden. Dies ist das Verständnis dieser kleingeistigen, verächtlichen Menschen! Sie wähnen, der Strom von Gottes allumfassender Gnade und

überfließender, reicher Barmherzigkeit, dessen Versiegen unvorstellbar ist, sei zum Stillstand gekommen.

Bahá’u’lláh

Dies ist der Tag, da die Welt des Unsichtbaren aus-Äl 14:6

ruft: »Groß ist deine Seligkeit, o Erde, denn du wurdest zum Schemel deines Gottes gemacht und zum

Sitz Seines mächtigen Thrones auserkoren.« Das
Reich der Herrlichkeit verkündet: »Könnte doch
mein Leben ein Opfer für dich sein, denn Er, der

Geliebte des Allerbarmers, hat auf dir Seine Herrschaft errichtet durch die Macht Seines Namens,

der allem Vergangenen und Künftigen verheißen
ist.«
Bahá’u’lláh

Solcher Art ist die Einheit dieser Wesen des Da-Äl 22:3

seins, dieser Leuchten unendlichen und unermeßlichen Glanzes! Wenn darum eine dieser Manifestationen der Heiligkeit verkündet: »Ich bin die Wiederkunft aller Propheten«, so spricht Sie gewißlich

die Wahrheit. Ebenso ist in jeder folgenden Offenbarung die Wiederkunft der früheren Offenbarung

eine festbegründete Tatsache.
Bahá’u’lláh
286
287
10. QUDRAT 13. NOVEMBER 11. QUDRAT
14. NOVEMBER
BotA 10:
7

Wahres Gedenken ist, den Herrn, den Allgepriesenen, zu erwähnen und alles außer Ihm zu

vergessen.
Bahá’u’lláh
VWp 11
O Sohn des Staubes!
Werde blind, damit du Meine Schönheit schauest,
werde taub, damit du den lieblichen Klang Meiner
Stimme hörest. Leg ab alle Gelehrsamkeit, damit
du an Meinem Wissen teilhabest. Löse dein Herz

vom Besitz, damit du aus dem Meer Meines ewigen Reichtums einen bleibenden Anteil gewinnest.

Werde blind, das heißt für alles außer Meiner Schönheit. Werde taub für alles außer Meinem Wort. Lege

alle Gelehrsamkeit ab außer Meiner Erkenntnis, so

daß du mit klarem Auge, reinem Herzen und wachem Ohr an Meiner Heiligkeit Hof gelangest.

Bahá’u’lláh

O ihr Erdenbewohner! Die Religion Gottes ist für BotA 15:4

Liebe und Einheit da; macht sie nicht zum Grund

für Streit und Feindschaft. In den Augen der Einsichtigen und derer, welche der höchsten Schau teilhaftig sind, hat die Feder der Herrlichkeit alles enthüllt, was Glück und Wohlfahrt der Menschenkinder wirksam schützt und fördert.Aber die Toren auf

Erden, in Lastern und Begierden groß geworden,
achten nicht der vollendeten Weisheit Dessen, Der

fürwahr der Allweise ist; eitler Wahn und leerer Trug

geben ihnen ein, was sie sagen und tun.
Bahá’u’lláh
O Brüder! VWp 48
Habt Nachsicht miteinander und hängt euer Herz

nicht an die Welt. Rühmt euch nicht eurer Herrlichkeit und schämt euch nicht eurer Erniedrigung. Bei

Meiner Schönheit! Aus Staub habe Ich alle Dinge
erschaffen und dem Staube werde Ich sie wieder
zurückgeben.
Bahá’u’lláh
288
289
12. QUDRAT
15. NOVEMBER
BotA 15:
1
Wenngleich das Reich der Herrlichkeit über die

Nichtigkeiten der Welt erhaben ist, hinterlassen Wir

in der Schatzkammer der Treue und der Entsagung

Unseren Erben ein vortreffliches, ein kostbaresVermächtnis. Irdische Schätze vererben Wir nicht, noch

mehren Wir die Sorgen, die solche Schätze mit sich

bringen. Bei Gott! In irdischen Gütern liegt Furcht

verborgen und Gefahr versteckt. Denket darüber

nach und erinnert euch dessen, was der Allerbarmer

im Qur’án offenbart: »Wehe dem lästernden Verleumder, der Reichtum rafft und zählt von Mal zu

Mal.« Flüchtig sind die Güter dieser Welt. Was vergeht und sich verändert, ist seit je nur in festgesetztem Maße der Beachtung wert.

Bahá’u’lláh
Äl 90:
1

Alles in den Himmeln und auf Erden ist unmittelbar Beweis dafür, daß sich darin Gottes Eigenschaften und Namen offenbaren, da jedes Atom die Zeichen verwahrt, welche für die Offenbarung des

Größten Lichtes beredtes Zeugnis ablegen.
Bahá’u’lláh
13. QUDRAT
16. NOVEMBER

Das Ziel aller vorangegangener Sendungen war, den BeA 3:34,1

Weg für das Kommen Muhammads, des Gesandten

Gottes, zu bereiten. Sie alle, einschließlich der Sendung Muhammads, hatten wiederum die Offenbarung des Qá’im zum Ziel. Der Zweck dieser Offenbarung wie der ihr vorangegangenen war gleichermaßen, das Kommen des Glaubens Dessen, den

Gott offenbaren wird, anzukündigen. Und dieser
Glaube – der Glaube Dessen, den Gott offenbaren

wird, – zielt mit all den Offenbarungen, die vor ihm

waren, wiederum auf die Manifestation, die ihm zu
folgen bestimmt ist. Und jene bereitet ebenso wie
die vorhergehenden Offenbarungen den Weg für die
Offenbarung, die danach folgen wird. So wird der
Wechsel von Auf- und Untergang der Sonne der

Wahrheit unendlich fortschreiten – ein Ablauf ohne

Anfang und ohne Ende.
Báb

O Völker der Erde! Wahrlich, der wahre Gott ruft BeA 2:40,1

und spricht: Er, das Gedenken, ist fürwahr Gottes
unumschränkte Wahrheit, und neben der Wahrheit

ist nichts als Irrtum, und hinter dem Irrtum steht

nur das Feuer; so ist es unwiderruflich verfügt.
Báb
290
291
14. QUDRAT 17. NOVEMBER 15. QUDRAT
18. NOVEMBER
VWa 49
O Sohn des Menschen!
Der aufrichtig Liebende sehnt sich nach Drangsal
wie der Empörer nach Vergebung und der Sünder
nach Erbarmen.
Bahá’u’lláh
BeA 5:17,2

Wahrlich, diese Seelen empfinden Freude im Gedenken an Gott, der ihre Herzen weitet mit den

Lichtstrahlen des Wissens und der Weisheit. Sie
suchen nichts außer Gott und oft nimmt sie Sein

Lobpreis ganz gefangen. Sie wünschen nichts außer dem, was Er wünscht, und stehen bereit, Seinem Befehl zu folgen. Ihre Herzen sind Spiegel,

die widerstrahlen, was Er will, den Gott offenbaren

wird. So wird Gott die Herzen derer erfreuen, die
aufrichtig an Ihn und Seine Zeichen glauben und
die des kommenden Lebens gewiß sind. Sprich,

nichts anderes ist das kommende Leben als die Tage,

die mit dem Kommen Dessen verbunden sind, den
Gott offenbaren wird.
Báb

Sei freigebig im Glück und dankbar im Unglück. Äl 130:1

Sei des Vertrauens deines Nächsten wert und schaue

hellen und freundlichen Auges auf ihn.
Bahá’u’lláh

Achtet darauf, daß ihr sorgfältig die Worte einer BeA 5:6,1

jeden Seele erwägt und euch dann fest an die Beweise haltet, die die Wahrheit verbürgen. Findet ihr

in den Worten eines Menschen keine Wahrheit, so

nehmt sie nicht zum Anlaß für Streit, denn im Bayán

wurde euch verboten, euch auf Zank und eitlen
Wortstreit einzulassen, damit ihr euch am Tag der
Auferstehung nicht in Erörterungen verstrickt und
mit Ihm, den Gott offenbaren wird, streitet.
Báb
292
293
16. QUDRAT
19. NOVEMBER
Äl 14:12

In diesem Paradies und aus den Höhen seiner erhabensten Gemächer rufen die Himmelsdienerinnen

jubelnd: »Freut euch, ihr Bewohner der Reiche der

Höhe, denn die Finger Dessen, der der Altehrwürdige der Tage ist, läuten im Namen des Allherrlichen

die Größte Glocke mitten im Herzen der Himmel.

Die Hände der Güte reichen den Becher des ewigen Lebens dar. Kommt näher und trinkt euch satt!

Trinkt mit gesundem Behagen, o ihr, die ihr die

fleischgewordene Sehnsucht seid, die ihr das leidenschaftliche Verlangen verkörpert!«

Bahá’u’lláh
BotA 7:13
Wir haben zuvor erklärt – und Unser Wort ist die
Wahrheit –: »Verkehret mit den Anhängern aller

Religionen im Geiste des Wohlwollens und der Brüderlichkeit.« Was immer die Menschenkinder einander meiden ließ, was Zwietracht und Spaltung

unter ihnen hervorrief, ist nun durch die Offenbarung dieser Worte ungültig und abgeschafft.

Bahá’u’lláh
17. QUDRAT
20. NOVEMBER

Das Wort Gottes, das die Erhabenste Feder auf dem BotA 6:20

dritten Blatt des Höchsten Paradieses verzeichnete,

lautet: O Sohn des Menschen! Wenn du auf Barmherzigkeit siehst, dann gib auf, was dir Nutzen

bringt, und halte dich an das, was der Menschheit
nützt. Und wenn du auf Gerechtigkeit siehst, dann
wähle für deinen Nächsten, was du für dich selbst
wählst. Demut erhebt den Menschen zum Himmel

des Ruhmes und der Macht, Stolz dagegen erniedrigt ihn zu Schmach und Schande.

Bahá’u’lláh
O Sohn Meiner Magd! VWp 41

Erschautest du das ewige Reich, so strebtest du danach, dieser vergänglichen Welt zu entsagen. Doch,

daß das eine dir verborgen, die andere dir offenbar

ward, ist ein Mysterium, das nur versteht, wer reinen Herzens ist.

Bahá’u’lláh
294
295
18. QUDRAT 21. NOVEMBER 19. QUDRAT
22. NOVEMBER
BotA 5:11

Das erste Tajalli, das im Morgenlicht der Sonne der

Wahrheit erstrahlt, ist die Erkenntnis Gottes – erhaben sei Seine Herrlichkeit. Und die Erkenntnis des

Königs urewiger Tage kann nur erlangt werden
durch die Anerkennung Dessen, der Träger des
Größten Namens ist. Er ist wahrlich der Sprecher

vom Sinai, heute hoch auf dem Thron der Offenbarung sitzend. Er ist das verborgene Geheimnis, das

Verwahrte Sinnbild. Alle frühen und neueren Bücher Gottes sind mit Seinem Lobpreis geschmückt

und verherrlichen Seinen Ruhm. Durch Ihn ist das

Banner der Erkenntnis in der Welt aufgepflanzt und

die Fahne der Einheit Gottes inmitten aller Völker

entfaltet. Die Göttliche Gegenwart kann nur erlangen, wer Seine Gegenwart erreicht.

Bahá’u’lláh
BSW 84
Wer immer an diesem Tage auf Meine Zeichen

blickt, wird Wahrheit von Falschheit unterscheiden

wie die Sonne vom Schatten, und er wird das Ziel
kennenlernen.
Bahá’u’lláh

Der Größte Name ist Mein Zeuge! Wie traurig, Äl 147:1

wenn an diesem Tage ein Mensch sein Herz an die
vergänglichen Dinge dieser Welt hängte! Erhebt

euch und haltet euch fest an die Sache Gottes. Seid

besonders liebevoll zueinander. Verbrennt, ganz um

des Vielgeliebten willen, den Schleier des Selbstes

mit der Flamme des unverlöschlichen Feuers, und

frohen, lichtstrahlenden Angesichts gesellt euch zu

euerem Nächsten.
Bahá’u’lláh

Sprich: Begehet nicht, o Menschen, was Schande Äl 128:8

über euch bringt oder die Sache Gottes in den Augen der Menschen entehrt, und gehört nicht zu den

Unheilstiftern. Naht nicht den Dingen, die euere

Vernunft verdammt. Meidet jede Art von Schlechtigkeit, denn solches ist euch verboten in dem Buche, das nur die zur Hand nehmen, die Gott von

jedem Makel der Schuld gereinigt und zu den Gläubigen gezählt hat.

Bahá’u’lláh
296
297
QAWL
SPRACHE
ÜBER DIE BEDEUTUNG DES NEUNZEHNTAGEFESTES 1. QAWL
23. NOVEMBER
19TF 26
Dieses Fest wurde von Seiner Heiligkeit dem Báb

eingerichtet und soll einmal in neunzehn Tagen stattfinden. Gleicherweise hat es die Gesegnete Vollkommenheit (Bahá’u’lláh) verordnet, dazu ermutigt und

es aufs neue eingesetzt. Deshalb ist es von höchster

Wichtigkeit. Ohne Zweifel müssen Sie der festen
Begründung dieses Festes höchste Beachtung

schenken und es zu einer besonders wichtigen Angelegenheit erheben, auf daß es zu einer stetigen

und beständigen Sache werde.
‘Abdu’l-Bahá

Selig der Mensch, den der Duft der Wiedervereini-BotA 2:25

gung mit Mir bewegt und treibt, dem Morgen Meiner Offenbarung nahezukommen. Selig das Ohr, das

hört, und die Zunge, die zeugt, und das Auge, das

sieht und den Herrn erkennt in Seiner großen Herrlichkeit und Majestät, bekleidet mit Pracht und Herrschaft. Selig, wer in Seine Gegenwart gelangt. Selig, wer Erleuchtung von der Sonne Meines Wortes

sucht. Selig, wer sein Haupt mit dem Perlenband
Meiner Liebe krönt.
Bahá’u’lláh

Die Person der Manifestation war immer der Ver-Äl 28:2

treter und das Sprachrohr Gottes. Er ist in Wahrheit

der Tagesanbruch für Gottes trefflichste Namen, der

Aufgangsort für Seine erhabenen Eigenschaften.
Wollte man Ihm Gefährten zugesellen, wollte man

diese als identisch mit Seiner Person betrachten, wie

könnte man dann behaupten, das göttliche Sein sei

eins und unvergleichlich, Sein Wesen sei unteilbar

und einzig? Denke nach über das, was Wir dir durch

die Macht der Wahrheit offenbart haben, und gehöre zu denen, die dessen Bedeutung verstehen.

Bahá’u’lláh
300
301
2. QAWL
24. NOVEMBER 3. QAWL 25. NOVEMBER
BeA 5:16

Wahrlich, am Ersten Tag öffneten Wir allen Völkern der Welt weit die Tore des Paradieses und riefen aus: »O all ihr erschaffenen Dinge! Müht euch,

Zutritt zum Paradies zu erlangen, denn ihr habt euer

Leben lang tugendhafte Taten verrichtet, um es zu
erlangen!« Sicherlich sehnen sich alle Menschen

danach, es zu betreten, aber ach, sie können es nicht

aufgrund dessen, was ihre Hände wirkten. Solltest

du aber in deinem innersten Herzen ein wahres Verstehen Gottes erlangen, bevor Er sich offenbart, so

könntest du Ihn erkennen, offenbar und strahlend,
wenn Er sich vor aller Augen enthüllt.
Báb
Äl 26:
3

In jedem Zeitalter und Zyklus hat Er durch das strahlende Licht, das die Manifestationen Seines wundersamen Wesens verbreiten, alle Dinge neu geschaffen, damit nichts, was in den Himmeln und

auf Erden die Zeichen Seiner Herrlichkeit widerspiegelt, der Ströme Seiner Barmherzigkeit beraubt

sei, noch ohne Hoffnung auf die Schauer Seiner
Gunst bleibe.
Bahá’u’lláh

Als der Unsichtbare, der Ewige, das göttliche We-Iq 2:46

sen die Sonne Muhammads über dem Horizont der
Erkenntnis aufsteigen ließ, erhoben die jüdischen

Geistlichen gegen Ihn ausgeklügelte Einwände, darunter den, daß Gott nach Mose keinen Prophet mehr

senden werde. Ja, in ihrer Schrift ist von einer Seele die Rede, die sich offenbaren müsse, um den

Glauben des Mose zu verbreiten und die Interessen
Seines Volkes zu fördern, so daß das Gesetz des
Mose schließlich den ganzen Erdkreis umfasse.
Darum sprach der König ewiger Herrlichkeit in

Seinem Buch, auf die Worte dieser Wanderer im Tale

der Gottferne und des Irrtums verweisend: »›Gottes Hand‹, so sagen die Juden, ›ist gefesselt.‹ Gefesselt seien ihre eigenen Hände, verflucht seien sie

für das, was sie da sprechen. Nein, ausgestreckt sind

Seine Hände!« »Gottes Hand ist über ihren Händen«.

Bahá’u’lláh
O Freunde! VWp 60

Wahrlich, Ich sage: Alles, was ihr in eurem Herzen

verbergt, ist Uns unverhüllt und offenbar wie der
Tag. Daß es verborgen blieb, ist Unsere Gnade und
Gunst, nicht euer Verdienst.
Bahá’u’lláh
302
303
4. QAWL TAG DES BUNDES 26. NOVEMBER 5. QAWL
27. NOVEMBER
BeA 3:12

Niemals erweckte der Herr des Alls einen Propheten oder sandte ein Buch, ehe Er nicht Sein Bündnis mit allen Menschen errichtet und sie aufgerufen hatte, die nächste Offenbarung und das nächste

Buch anzunehmen; denn Seine Freigebigkeit strömt
unablässig und grenzenlos.
Báb
BSW 91
O Scharen der Erde! Bei Gott! Ich bin der wahre
Gottesglaube unter euch. Hütet euch, daß ihr Mich

nicht verleugnet. Gott hat Mich geoffenbart mit einem Licht, das alle umfängt, die im Himmel und

auf Erden sind. Urteilt gerecht, o Menschen, über

Meine Offenbarung, die Verkündigung Meiner Herrlichkeit und den Glanz Meines Lichtes, und gehört

nicht zu denen, die Unrecht tun.
Bahá’u’lláh

Wie der Körper des Menschen eines Gewandes be-Äl 34:7

darf, sich zu kleiden, so muß der Menschheit Körper mit dem Mantel der Gerechtigkeit und Weisheit

geschmückt sein. Ihr Prachtgewand ist die Offenbarung, die Gott ihr verliehen hat. Wann immer dieses Gewand seinen Zweck erfüllt hat, wird der Allmächtige es gewiß erneuern. Denn jedes Zeitalter

fordert ein neues Maß an Gottes Licht. Jede göttliche Offenbarung wurde so herabgesandt, wie sie

den Verhältnissen des Zeitalters entspricht, in dem

sie erscheint.
Bahá’u’lláh

Bittet den einen, wahren Gott, daß Er allen Men-Äl 4:2

schen gnädig beistehe, das zu erfüllen, was in Unseren Augen annehmbar ist. Bald wird die heutige

Ordnung aufgerollt und eine neue an ihrer Statt entfaltet werden. Wahrlich, dein Herr spricht die Wahrheit, und Er weiß um das Ungeschaute.

Bahá’u’lláh
304
305

6. QAWL HINSCHEIDEN ‘ABDU’L-BAHÁS 28. NOVEMBER 7. QAWL

29. NOVEMBER
DWB 197
Wir haben Ihn (‘Abdu’l-Bahá) herabgesandt in der
Gestalt eines menschlichen Tempels. Gesegnet und

geheiligt sei Gott, der durch Seinen unumstößlichen,

unfehlbaren Ratschluß werden läßt, was immer Er

wünscht. Wer nicht im Schatten des Zweiges bleibt,

der ist verloren in der Wüste des Irrtums. Die Glut

der weltlichen Wünsche zehrt ihn auf, und er gehört zu denen, die sicherlich untergehen.

Bahá’u’lláh
DWB 197
Wir machten Dich zu einer Zuflucht für die ganze
Menschheit, ..., zu einem Schild für alle, die im

Himmel und auf Erden sind, zu einer Feste für alle,

die an Gott, den Unvergleichlichen, den Allwissenden, glauben.

Bahá’u’lláh

Dem Volke Gottes geziemt es, nachsichtig zu sein. BotA 17:28

Die Gläubigen sollten das Wort Gottes nach der jeweiligen Aufnahmebereitschaft und Fassungskraft

des Hörers mitteilen, damit die Menschenkinder aus

ihrer Achtlosigkeit erweckt werden und ihre Angesichter auf diesen Horizont richten, der unermeßlich erhaben ist über jeden anderen Himmel.

Bahá’u’lláh

Sprich: Meine Streitmacht ist Mein Gottvertrauen, Äl 15:4

Mein Volk die Kraft Meiner Zuversicht in Ihn, Meine Liebe ist Mein Banner und Mein Gefährte ist

das Gedenken an Gott, den unumschränkten Herrn

über alles, den Allgewaltigen, den Allherrlichen, den

Unbedingten.
Bahá’u’lláh
306
307
8. QAWL 30. NOVEMBER 9. QAWL 1. DEZEMBER

Äl 52:3 Sprich: So groß ist die Herrlichkeit der Sache Got-Betrachtet die Welt wie einen menschlichen Kör-Äl 120:1

tes, daß selbst die Blinden sie wahrnehmen könper: Obwohl er bei seiner Erschaffung gesund und

nen, wieviel mehr aber die, deren Auge scharf und vollkommen war, ist er aus verschiedenen Ursachen

deren Blick klar ist. Obgleich die Blinden nicht von schweren Störungen und Krankheiten befallen

imstande sind, das Licht der Sonne zu sehen, sind
sie dennoch fähig, ihre immerwährende Wärme zu

worden. Keinen einzigen Tag lang wurde ihm Linderung zuteil, nein, im Gegenteil, sein Übel verspüren.

Bahá’u’lláh schlimmerte sich, weil er in die Behandlung unwissender Ärzte fiel, die ihren persönlichen Wünschen

BotA 17:72 Wir haben Uns den Menschen offenbart, haben die

nachgaben und sich schmählich irrten. Wenn einmal durch die Sorgfalt eines fähigen Arztes ein Glied

Sache Gottes enthüllt, alle Menschen auf Gottes des Körpers geheilt wurde, so blieb dennoch der

Geraden Pfad geführt, die Gesetze verkündet und Rest so leidend wie zuvor. So unterrichtet euch der

jedem auferlegt, was allen in dieser und der näch-Allwissende, der Allweise.

sten Welt wahren Nutzen bringt; sie aber haben das Bahá’u’lláh Urteil über Mich gefällt, Mein Blut zu vergießen,

und darüber weint die Himmlische Maid, Sinai jam-O Diener! Warne die Diener Gottes davor, das von BotA 12:22

mert und klagt, und der Geist des Glaubens seufzt sich zu weisen, was sie nicht verstehen. Sprich:

vor Schmerz. Flehet zu Gott, Er möge vor euren Herzen die Tore

Bahá’u’lláh wahren Verstehens öffnen, auf daß euch kund wird,

was keiner kennt. Wahrlich, Er ist der Gebende, der

Vergebende, der Mitleidvolle.
Bahá’u’lláh
308
309
10. QAWL
2. DEZEMBER 11. QAWL 3. DEZEMBER
BeA 3:8,1
Dieser Tag ist ein großer Tag; darum fällt es dir
äußerst schwer, ein Gläubiger zu werden. Denn die

Gläubigen dieses Tages sind die Bewohner des Paradieses, die Ungläubigen dagegen die Bewohner

des Feuers. Und wisse mit Gewißheit, daß Paradies
die Erkenntnis Dessen und die Hingabe an Ihn, den

Gott offenbaren wird, bedeutet, und Feuer die Gemeinschaft solcher Seelen, die es versäumen, sich

Ihm zu unterwerfen oder Seinem Wohlgefallen zu
fügen.
Báb
Äl 161:
6
Die Feder des Höchsten gedenkt zu allen Zeiten

und unter allen Umständen mit zarter Freude Seiner Geliebten und rät ihnen, Seinem Weg zu folgen. Wohl ist es um den bestellt, den der Wechsel

und Wandel dieser Welt nicht davon abhalten können, den Tagesanbruch der Einheit Gottes zu erkennen, und der mit unerschütterlicher Entschlossenheit im Namen des Selbstbestehenden den versiegelten Wein Seiner Offenbarung trinkt. Ein solcher

Mensch wird im Buche Gottes, des Herrn aller
Welten, zu den Bewohnern des Paradieses gezählt
werden.
Bahá’u’lláh

Gott liebt die Reinen. Nichts wird im Bayán und in BeA 3:5,1

Gottes Augen mehr geliebt als Reinheit und flekkenlose Sauberkeit... Gott wünscht nicht, daß in der

Sendung des Bayán auch nur eine Seele strahlen-
der Freude beraubt sei. Er wünscht fürwahr, daß

alle Menschen allezeit, innerlich wie äußerlich, eine

Reinheit ziere, die keine Abneigung gegen sie selber, noch viel weniger gegen andere entstehen läßt.

Báb

So lege Ich an diesem Tage Zeugnis ab vor Meinen BeA 3:13,2

Geschöpfen, denn keines anderen Zeugnis als Mein
eigenes ist der Erwähnung in Meiner Gegenwart

wert oder wird es je sein. Ich erkläre feierlich, daß

kein Paradies erhabener für Meine Geschöpfe ist,
als vor Meinem Angesicht zu stehen und an Meine
heiligen Worte zu glauben, während für sie kein

Feuer grimmiger ist oder sein wird als vor der Manifestation Meines erhabenen Selbstes verhüllt zu

sein und nicht an Meine Worte zu glauben.
Báb
310
311
12. QAWL
4. DEZEMBER 13. QAWL 5. DEZEMBER
BeA 2:36
Als Gott das Gedenken schuf, brachte Er Ihn auf

dem Altar Seines Willens vor die Versammlung aller erschaffenen Dinge. Daraufhin beugte sich der

Engel Schar anbetend nieder vor Gott, dem Einzigen, dem Unvergleichlichen; Satan dagegen weigerte sich stolzgebläht, Seinem Gedenken.

Báb
Iq 2:76

Obwohl die göttlich inspirierten Propheten, Heiligen und Auserwählten den Menschen geboten haben, mit eigenen Augen zu sehen und mit eigenen

Ohren zu hören, haben sie ihren Rat hochmütig verworfen; sie sind blind den Führern ihres Glaubens

gefolgt und werden ihnen auch weiter hin folgen.
Spräche ein armer, unbekannter Mensch ohne den
Mantel der Gelehrsamkeit sie an: »O Menschen,

folget den Boten Gottes«, so antworteten sie, höchst

erstaunt ob solcher Rede: »Was? Meinst du denn,

alle diese Geistlichen, diese Vertreter der Gelehrsamkeit mit all ihrer Autorität, ihrem Pomp und

Prunk, hätten sich alle geirrt und könnten Wahrheit

nicht von Falschheit unterscheiden? Und du und deinesgleichen willst begriffen haben, was sie nicht verstanden?«

Bahá’u’lláh

Wolltest du auch nur einer einzigen Seele das Herz BeA 5:5,2

öffnen, indem du ihr hilfst, die Sache Dessen, den

Gott offenbaren wird, zu erkennen, wäre dein innerstes Wesen erfüllt mit den Eingebungen jenes

erhabenen Namens. Darum und weil die meisten

Menschen hilflos sind, wurde dir diese Aufgabe für

die Tage der Auferstehung übertragen. Könntest du

ihnen das Herz öffnen und ihre Zweifel zerstreuen,

würden sie zum Glauben Gottes Zutritt finden.
Báb

Gesegnet sind die Gebildeten, die sich nicht mit Äl 145:1

ihren Errungenschaften brüsten, und wohl steht es

um die Rechtschaffenen, die die Sünder nicht verhöhnen, sondern deren Missetaten verschweigen,

damit ihre eigenen Mängel vor den Augen der Menschen verborgen bleiben.

Bahá’u’lláh
312
313
14. QAWL
6. DEZEMBER
BotA 5:13

Das Zweite Tajalli ist, standhaft in der Sache Gottes – gepriesen sei Seine Herrlichkeit – und unwandelbar in Seiner Liebe zu bleiben. Dies kann nur

durch Seine volle Anerkennung erlangt werden; und

volle Anerkennung ist nur möglich durch den Glauben an die Gesegneten Worte: »Er tut, was Er will.«

Wer sich treu an dieses erhabene Wort hält und tief

trinkt vom Lebenswasser der Äußerung, das darinnen

ruht, der wird mit solcher Standhaftigkeit erfüllt, daß

alle Bücher der Welt außerstande sind, ihn vom Mutterbuche abzulenken. O, wie ruhmreich ist diese hehre

Stufe, dieser erhabene Rang, dieses letzte Ziel!
Bahá’u’lláh
Äl 139:
8
Sprich: Sei achtsam, o Volk Bahás, daß du nicht
auf den Wegen jener wandelst,derenWortesich von

ihren Taten unterscheiden. Strebt, daß ihr fähig werdet, den Völkern der Erde Gottes Zeichen zu offenbaren und seine Gebote widerzuspiegeln. Laßt euere

Taten Führung für die ganze Menschheit sein, denn
bei den meisten Menschen, ob hoch oder niedrig,
unterscheidet sich das Bekenntnis vom Verhalten.
Durch euere Taten aber könnt ihr euch vor anderen
auszeichnen.
Bahá’u’lláh
15. QAWL
7. DEZEMBER
O Mein Diener! VWp 37

Tausche die ewige Herrschaft nicht ein für das, was

vergeht, und verschleudere nicht die himmlische
Souveränität wegen eines weltlichen Wunsches.

Hier ist der Strom ewigen Lebens, der aus dem Urquell der Feder des Allbarmherzigen fließt. Wohl

denen, die da trinken!
Bahá’u’lláh

Barmherzige Werke sind in den Augen Gottes wohl-BotA 6:38

gefällig und des Lobes würdig; sie sind als ein Fürst

aller edlen Taten anzusehen. Bedenket und erinnert

euch, was der Allbarmherzige im Qur’án offenbart
hat: »Sie ziehen jene sich selber vor, auch wenn

Armut ihr eigenes Schicksal ist. Gut wird es um die

bestellt sein, die vor ihrer eigenen Habsucht bewahrt

sind.« In diesem Lichte betrachtet, ist das obenstehende gesegnete Wort fürwahr die Sonne aller Worte. Selig ist, wer seinen Bruder sich selbst vorzieht.

Wahrlich, ein solcher Mensch wird kraft des Willens Gottes, des Allwissenden, des Allweisen, zum

Volke Bahás gezählt, das in der Roten Arche wohnt.

Bahá’u’lláh
314
315
16. QAWL
8. DEZEMBER
VWp 20

O ihr, die ihr Toten gleich auf dem Lager der Achtlosigkeit liegt!

Zeitalter sind vergangen, euer kostbares Leben naht

sich dem Ende, doch kein reiner Hauch gelangte
von euch zu Unserem Hof der Heiligkeit. Im Meer
des Unglaubens versunken, bekennt ihr doch mit
den Lippen den einen, wahren Glauben an Gott. Den
Ich verabscheue, liebt ihr, und Meinen Feind habt
ihr zum Freund genommen. Gleichwohl wandelt ihr

eitel und selbstzufrieden auf Meiner Erde, nicht gewahr, wie überdrüssig sie eurer ist und alles darinnen euch flieht. Wolltet ihr nur die Augen öffnen,

fürwahr, ihr zöget tausend Trübsale dieser Freude

vor und hieltet selbst den Tod für besser als solches

Leben.
Bahá’u’lláh
VWa 67
O Sohn der Schönheit!
Bei Meinem Geist und Meiner Gunst! Bei Meinem
Erbarmen und Meiner Schönheit! Alles,was Ich dir
in der Sprache der Macht offenbarte und mit der

Feder der Kraft niederschrieb, entspricht deiner Fähigkeit und deinem Verständnis, nicht Meiner Stufe und Meiner Weise.

Bahá’u’lláh
17. QAWL
9. DEZEMBER

Die ganze Erde leuchtet in der strahlenden Herr-BotA 7:17

lichkeit der Offenbarung Gottes. Im Jahre sechzig
erhob sich Er, der Vorbote des Lichtes göttlicher
Führung – möge die ganze Schöpfung ein Opfer

für Ihn sein –, um eine neue Offenbarung des göttlichen Geistes anzukündigen. Zwanzig Jahre später folgte Ihm Er, durch Dessen Kommen die Welt

zur Empfängerin dieser verheißenen Herrlichkeit,
dieser wundersamen Gunst wurde. Sieh, wie die

Menschheit allgemein mit der Fähigkeit ausgestattet ist, auf Gottes erhabenstes Wort zu hören – das

Wort, von dem die Vorladung und die geistige Auferstehung aller Menschen abhängen muß.

Bahá’u’lláh

Sei dem Blinden Auge und ein Licht der Recht-BSW 89

leitung für den Fuß des Irrenden.
Bahá’u’lláh
316
317
18. QAWL
10. DEZEMBER
Äl 15:
5

Bei der Gerechtigkeit des einen, wahren Gottes! Ein

Haar von Ihm übertrifft alles, was in den Himmeln

und auf Erden ist. Hütet euch, o Menschen, daß ihr

nicht in Versuchung kommt, Ihn um eures Goldes
und Silbers willen aufzugeben.
Bahá’u’lláh
BSW 62
Dein Herr behütet sicher, wen Er will, und sei er
auch in der Mitte der Meere oder im Bauch der
Schlange oder unter dem Schwerte des Tyrannen.
Bahá’u’lláh
19. QAWL
11. DEZEMBER

Bittet den einen, wahren Gott, Er möge euch den Äl 5:6

Geschmack solcher Taten kosten lassen, wie sie auf

Seinem Pfade vollbracht werden, und an der Süße
solcher Demut und Ergebenheit teilhaben lassen,
wie sie um Seinetwillen erzeigt werden.
Bahá’u’lláh
O Sohn des Geistes! VWa 28

Wisse fürwahr: Wer die Menschen zur Gerechtigkeit ruft und selber frevelt, ist nicht von Mir, selbst

wenn er Meinen Namen trüge.
Bahá’u’lláh
318
319
MASÁ’IL
FRAGEN

ÜBER DIE BEDEUTUNG DES NEUNZEHNTAGEFESTES 1. MASÁ’IL

12. DEZEMBER
19TF 27

Die Gläubigen Gottes müssen sich in größter Liebe, Freude und Zuneigung versammeln und vereinigen. Sie müssen sich (bei diesen Festen) mit größter Würde und Rücksicht betragen, heiligeVerse singen, lehrreiche Aufsätze studieren, die Sendschreiben ‘Abdú’l-Bahás lesen, einander voll Liebe zur

ganzen Menschheit ermutigen und begeistern, Gott
in vollkommener Freude und Hingabe anrufen, die
Verse, Verherrlichungen und Lobpreisungen des

Selbstbestehenden Herrn singen und beredte Ansprachen halten.

‘Abdu’l-Bahá

In der Vergangenheit waren die Geistlichen bestürzt BotA 17:99

über eine Frage, welche Er, der die Allbeherrschende

Wahrheit ist, sie in den frühen Jahren Seines Lebens

selbst öfters fragen hörte: »Welches ist das Wort, das

der Qá’im aussprechen und damit die Religionsführer in die Flucht schlagen wird?« Sprich: Dieses

Wort ist nun offenbart, und ihr seid geflohen, ehe

ihr es hörtet, doch seid ihr des nicht gewahr. Und

dieses selige, dieses verborgene, gehegte und verwahrte Wort lautet: »›Er‹ ist nun erschienen im Gewande des ›Ich‹. Der vor sterblichen Augen verborgen war, ruft und kündet: Sehet her! Ich bin der

Alleroffenbarste.« Dies ist das Wort, das den Ungläubigen die Glieder erbeben ließ.

Bahá’u’lláh

Niemand hat das Recht, ihre Worte in Frage zu stel-Äl 34:6

len oder ihr Verhalten zu schmälern, denn sie sind

die einzigen, die behaupten können, den Kranken

verstanden und seine Leiden richtig erkannt zu haben. Kein Mensch, wie genau seine Wahrnehmung

auch sei, kann jemals hoffen, die Höhen der Weisheit und des Verständnisses zu erreichen, die der

göttliche Arzt einnimmt.
Bahá’u’lláh
322
323
2. MASÁ’IL 13. DEZEMBER 3. MASÁ’IL 14. DEZEMBER

BeA 3:2,3 Wohl wird der aufrichtig Betende vom Feuer er-Das Wesen der Vernunft ist, die eigene Armut zu BotA 10:10

löst und betritt das Paradies des Wohlgefallens Gotbezeugen und sich in den Willen des Herrn, des untes, aber dies darf sein Handeln nicht bestimmen. abhängigen Herrschers, des Gnädigen, des

Gottes Wohlgefallen und Gnade strömen beständig, Allmachtvollen, zu fügen.

wie es Seine unerforschliche Weisheit will. Das an-Bahá’u’lláh nehmbarste Gebet ist das, welches in höchster, strahlender Geistigkeit dargebracht wird. Es lange hin-Die erste Pflicht, die Gott Seinen Dienern aufer-Äl 155:1

zuziehen, war und ist nicht im Sinne Gottes. Je hinlegt, ist die Anerkennung Dessen, der der Tagesangebungsvoller und reiner das Gebet ist, um so anbruch Seiner Offenbarung, der Urquell Seiner Genehmbarer ist es in Gottes Gegenwart. setze ist, der die Gottheit im Reiche Seiner Sache

Báb und in der Welt der Schöpfung vertritt. Wer diese

Äl 139:5 Wisse, daß Wir die Herrschaft des Schwertes als

Pflicht erfüllt, hat alles Gute erreicht, und wer dessen beraubt ist, geht in die Irre, hätte er auch noch

Hilfe für Unsere Sache abgeschafft und an seiner so gerechte Taten vollbracht.

Stelle die Macht eingesetzt haben, die aus der Rede Bahá’u’lláh des Menschen geboren ist. So haben Wir es kraft

Unserer Gnade unwiderruflich bestimmt.
Bahá’u’lláh
324
325
4. MASÁ’IL 15. DEZEMBER 5. MASÁ’IL
16. DEZEMBER
Äl 6:
3

Wer die Tiefen der Meere, die diese erhabenen Worte bergen, durchforscht und ihren Sinn ergründet,

von dem kann gesagt werden, daß er einen Schimmer der unaussprechlichen Herrlichkeit entdeckt,

die dieser mächtigen, dieser erhabenen, heiligsten

Offenbarung verliehen ist.
Bahá’u’lláh
VWp
8
O Sohn der Herrlichkeit!
Eile voran auf dem Pfade der Heiligkeit und tritt

ein in den Himmel der Gemeinschaft mit Mir. Läutere dein Herz mit der Flamme des Geistes und eile

zum Hofe des Allhöchsten.
Bahá’u’lláh

Der Tag naht, da Gott die Heere der Wahrheit sieg-BeA 6:2,4

reich machen und die ganze Erde derart säubern

wird, daß, soweit Sein Wissen reicht, nicht eine Seele übrig bleibt, sie glaubte denn wahrhaft an Gott,

verehrte keinen Gott als Ihn, neigte sich Tag und
Nacht in Anbetung vor Ihm und zählte zu denen,

die gewiß und standhaft sind. Sprich, Gott ist in der

Tat die unumschränkte Wahrheit, offenkundig erhaben über Seine Diener, Er ist der Helfer in Gefahr, der Selbstbestehende.

Báb

Die Sonne der Wahrheit, in ihrem Mittagsglanze Äl 126:2

strahlend, legt Zeugnis ab für Uns! Wer zum Volke

Gottes gehört, hat nur den Ehrgeiz, die Welt zu erneuern, ihr Leben zu veredeln und ihre Völker zu

beleben. Wahrhaftigkeit und guter Wille haben allezeit die Beziehungen dieses Volkes zu allen Menschen gekennzeichnet.

Bahá’u’lláh
326
327
6. MASÁ’IL 17. DEZEMBER 7. MASÁ’IL
18. DEZEMBER
BSW 52
Jeder Mensch mit Urteilsvermögen, der auf Erden

wandelt, fühlt sich in der Tat beschämt, weil er sich

voll bewußt ist, daß dasjenige, dem er seinen Wohlstand, seinen Reichtum, seine Macht, seine Erhöhung, seinen Fortschritt und all seine Kraft verdankt,

nach dem Willen Gottes die nackte Erde ist, die alle

Menschen mit Füßen treten. Zweifellos ist jeder, der

sich dieser Wahrheit bewußt ist, von allem Stolz,
Dünkel und Hochmut geläutert und geheiligt.
Bahá’u’lláh
Äl 14:
1

Die göttliche Frühlingszeit ist angebrochen, o Erhabenste Feder, denn das Fest des Allbarmherzigen

naht mit Eile. Rühre dich und verherrliche vor der

ganzen Schöpfung den Namen Gottes und preise
Seinen Ruhm solchermaßen, daß alles Erschaffene
wiederbelebt und erneuert werde. Sprich und
schweige nicht!
Bahá’u’lláh

O Herr! Laß alle Völker der Erde eintreten in das BeA 7:21,1

Paradies Deines Glaubens, so daß kein Geschöpf

jenseits der Umfriedung Deines Wohlwollens bleibe. Seit unvordenklichen Zeiten bist Du fähig zu

tun, was Dir gefällt, und überragst, was immer Du
wünschest.
Báb

Sprich: Dies ist die unfehlbare Waage, die Gott in Äl 70:3

Händen hält. Auf ihr werden alle in den Himmeln

und auf Erden gewogen, und ihr Schicksal wird danach bestimmt, gehörtet ihr doch zu denen, die an

diese Wahrheit glauben und sie anerkennen. Sprich:

Sie bereichert die Armen, erleuchtet die Gebildeten

und befähigt die Sucher, zur Gegenwart Gottes aufzusteigen. Hütet euch, sie zur Ursache der Zwietracht unter euch zu machen. Steht wie der unverrückbare Berg so fest begründet in der Sache eueres

Herrn, des Mächtigen, des Liebenden!
Bahá’u’lláh
328
329
8. MASÁ’IL 19. DEZEMBER 9. MASÁ’IL
20. DEZEMBER
BotA 15:
7

Alle haben die Pflicht, diejenigen Morgenröten der

Amtsgewalt und Quellen des Befehls zu unterstützen, die mit der Zier rechten Sinns und rechten Tuns

geschmückt sind. Selig sind die Herrschenden und

die Gelehrten im Volke Bahás. Sie sind Meine Vertrauten unter Meinen Dienern, die Offenbarungen

Meiner Befehle inmitten Meines Volkes. Auf ihnen
ruhen Meine Herrlichkeit, Mein Segen und Meine
Gnade, welche die Welt des Seins durchdringen.
Bahá’u’lláh
BSW 26

Wird der Duft Deines Lobpreises in einer der verschiedenen Sprachen der Welt, des Ostens oder des

Westens, verbreitet, dann wird diese Sprache wahrlich lieb und wert gehalten. Wäre eine Sprache aber

dieses Duftes beraubt, dann wäre sie keiner Erwähnung wert, sei es in Worten oder auch nur in Gedanken.

Bahá’u’lláh

Liebe trägt keine Sehnsucht nach Dasein und hängt SVT 21

nicht am Leben. Sie sieht Leben im Tod und sucht
Ruhm in der Schande. Ein Übermaß an geistiger

Gesundheit ist nötig, ehe jemand des Wahnsinns der

Liebe würdig, und eine Fülle von Geist, bis er der

Bande des Freundes wert wird. Gepriesen der Hals,

der in Seiner Schlinge sich gefangen, und glücklich das Haupt, das auf dem Pfad Seiner Liebe gefallen! Darum, o mein Freund, entsage deinem

Selbst, auf daß du den Unvergleichlichen findest.

Gehe an dieser sterblichen Erde vorüber, um in dem

himmlischen Neste eine Heimat zu suchen. Werde

zu Nichts, wenn du das Feuer des Seins zu entfachen wünschst, und sei bereit zum Weg der Liebe.

Bahá’u’lláh

Dieser Unterdrückte ermahnt die Völker der Welt, BotA 4:12

Duldsamkeit und Rechtschaffenheit zu üben; dies

sind zwei Lichter im Dunkel der Welt, zwei Erzieher für die Bildung der Menschheit. Glücklich sind,

die dazu gelangen, und wehe den Achtlosen.
Bahá’u’lláh
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331
1. MASÁ’IL 21. DEZEMBER 1. MASÁ’IL 22. DEZEMBER

Äl 73:1 Wie der Begriff des Glaubens seit dem Anfang, der Jedes Mal, wenn dieses Mächtigste Werkzeug er-BSW 66keinen Anfang hat, bestand und bis zum Ende, das schien, wenn dieses Licht an dem Altehrwürdigen

kein Ende hat, dauern wird, so wird der wahre Gläubige gleichfalls ewig leben und bestehen. Sein Geist

Aufgangsort erstrahlte, wurde es von unwissenden

Ärzten behindert, die sich wie Wolken zwischen Ihn

wird ewiglich den Willen Gottes umkreisen. Er wird und die Welt schoben. Die Welt konnte daher nicht

so lange bestehen, wie Gott selbst bestehen wird. genesen, und ihre Krankheit dauerte fort bis auf den

Er ist offenbart durch die Offenbarung Gottes und heutigen Tag. Unfähig waren sie in der Tat, die Welt

ist verborgen auf Sein Geheiß. zu schützen oder eine Heilung zu bewirken, wäh-

VWa 3
Bahá’u’lláh O Sohn des Menschen!

rend Er, die Offenbarung der Macht unter den Menschen, durch das Tun dieser unwissenden Ärzte gehindert wurde, seine Absicht zu verwirklichen.

Verhüllt in Meinem unvordenklichen Sein und in Bahá’u’lláh der Urewigkeit Meines Wesens, wußte Ich um Meine

Liebe zu dir. Darum erschuf Ich dich, prägte dir Mein Kein Mensch kann je behaupten, das Wesen der Äl 32:2

Ebenbild ein und offenbarte dir Meine Schönheit. verborgenen, mannigfaltigen Gnade Gottes begrif-

Bahá’u’lláh fen zu haben. Niemand kann Seine allumfassende

Barmherzigkeit ergründen.
Bahá’u’lláh
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333
12. MASÁ’IL 23. DEZEMBER 13. MASÁ’IL 24. DEZEMBER

VWp 9 O vergänglicher Schatten! Der Offenbarung jedes himmlischen Buches, ja je-Äl 101:1

Des Zweifels niedre Stufen lasse hinter dir und des von Gott offenbarten Verses liegt die Absicht

schwinge dich empor zu den erhabnen Höhen der

Gewißheit. Öffne der Wahrheit Auge, die unverzugrunde, alle Menschen mit Rechtschaffenheit

und Verstand zu begaben, damit Friede und Ruhe

schleierte Schönheit zu schauen und laut zu rufen: fest unter ihnen begründet seien. Was immer den

Geheiligt sei der Herr, der vortrefflichste aller Herzen der Menschen Zuversicht einflößt, was ihre

Schöpfer! Stufe erhöht oder ihre Zufriedenheit fördert, ist vor

Bahá’u’lláh Gott annehmbar.

Äl 92:3 Beratet in größter Freundlichkeit und im Geiste

vollkommener Brüderlichkeit, und verbringt die

Bahá’u’lláh In allen Heiligen Büchern ist die Verheißung der BSW108

kostbaren Tage eures Lebens damit, die Welt zu Göttlichen Gegenwart deutlich aufgezeichnet. Mit

bessern und die Sache Dessen voranzutragen, der dieser Gegenwart ist die Gegenwart Dessen geder ewige, höchste Herr über alles ist. Wahrlich, Er meint, Der der Tagesanbruch der Zeichen ist, der

befiehlt allen Menschen, was recht ist, und verbie-Dämmerungsort der klaren Beweise, die Manifetet, was ihre Stufe herabsetzt. station der Herrlichen Namen, die Quelle der Ei-

Bahá’u’lláh genschaften des wahren Gottes – gepriesen sei Seine Herrlichkeit. Gott in Seinem Wesen und Seinem Urselbst ist allezeit unsichtbar, unerreichbar

und unerforschlich.
Bahá’u’lláh
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335
14. MASÁ’IL
25. DEZEMBER 15. MASÁ’IL 26. DEZEMBER
Äl 5:
6
Bittet den einen, wahren Gott, Er möge euch den

Geschmack solcher Taten kosten lassen, wie sie auf

Seinem Pfade vollbracht werden, und an der Süße
solcher Demut und Ergebenheit teilhaben lassen,

wie sie um Seinetwillen erzeigt werden. Vergeßt euer

eigenes Selbst und wendet eure Augen eurem Nächsten zu.

Bahá’u’lláh
VWa 59
O Sohn des Seins!

Dein Herz ist Meine Wohnstatt. Heilige es für Mein

Kommen. Dein Geist ist der Ort Meines Erscheinens. Läutere ihn für Meine Offenbarung.

Bahá’u’lláh

Wahrlich, an diesem Tag sind alle, die auf Erden BeA 1:5,10

wohnen, Gottes Diener. Denen, die wahrhaft an Gott

glauben und Seiner offenbarten Zeichen gewiß sind,

mag Er gnädig vergeben, was ihre Hände begangen
haben, und ihnen Zutritt zum Hofe Seiner Gnade
gewähren. Er ist in Wahrheit der Immervergebende,

der Mitleidige.Aber das strafende Urteil Gottes wird

über jene gesprochen, die sich verächtlich von Mir

abwenden, und die zwingenden Beweise und das

nie irrende Buch, mit dem Gott Mich betraute, zurückweisen; sie werden am Tage der Abrechnung

keinen Schutz und Beistand finden.
Báb
O Sohn des Höchsten! VWa 23

Zum Ewigen rufe Ich dich, doch du suchst das Vergängliche. Was ließ dich Unseren Wunsch mißachten und deinem eigenen folgen?

Bahá’u’lláh
336
337
16. MASÁ’IL
27. DEZEMBER 17. MASÁ’IL 28. DEZEMBER
Äl 22:
5

Durch diese Verschiedenheit ihrer Stufe und Sendung kommt es, daß die Worte und Aussprüche, die

von diesen Quellen göttlicher Erkenntnis strömen,
scheinbar voneinander abweichen und verschieden
sind. Dagegen sind in den Augen derer, die in die

Mysterien göttlicher Weisheit eingeweiht sind, alle

ihre Aussprüche in Wirklichkeit nur Ausdruck einer Wahrheit. Da die meisten Menschen diese Stufen, auf die Wir hingewiesen haben, nicht richtig

einzuschätzen vermögen, fühlen sie sich verwirrt

und bestürzt angesichts der verschiedenartigenAussprüche der Manifestationen, die doch in ihrem

Wesen ein und dieselbe sind.
Bahá’u’lláh
VWp 35
O Meine Freunde!
Löschet die Lampe des Irrtums und entzündet in
eurem Herzen die ewig brennende Fackel göttlicher

Führung. Denn bald werden die Prüfer der Menschheit in der heiligen Gegenwart des Angebeteten

nichts annehmen als reinste Tugend und makellose, heilige Taten.

Bahá’u’lláh

Verordne für mich, o Herr, alles Gute, das Du er-BeA 7:18,1

schaffen hast oder erschaffen wirst, und schirme

mich vor allem Übel, das Du verabscheust unter den

Dingen, die Du entstehen ließest oder entstehen lassen wirst. Dein Wissen umfaßt fürwahr alle Dinge.

Gepriesen seiest Du. Es gibt wahrlich keinen Gott

außer Dir, und nichts in den Himmeln oder auf Erden oder zwischen ihnen kann jemals Deine Absicht vereiteln. Du bist in Wahrheit mächtig über

alle Dinge.
Báb

Meine Gefangenschaft kann Mir keine Schande Äl 60:1

bringen. Nein, bei Meinem Leben, sie verleiht Mir

Ruhm! Was Mich beschämen kann, ist das Verhalten jener Meiner Anhänger, die vorgeben, Mich zu

lieben, doch in Wirklichkeit dem Bösen folgen. Sie

gehören fürwahr zu den Verlorenen.
Bahá’u’lláh
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18. MASÁ’IL 29. DEZEMBER 19. MASÁ’IL 30. DEZEMBER

BotA 12:23 Du hast Mich auch über die Gebote Gottes befragt.

Wisse fürwahr: Alles, was im Buche vorgeschrieben ist, ist die Wahrheit; es gibt keinen Zweifel daran, und jeder hat die Pflicht zu befolgen, was Er,

der Offenbarer, der Allwissende, herniedergesandt

hat. Wer die Gebote beiseite schöbe, obwohl er davon Kenntnis hat, mit dem hätte Gott fürwahr nichts

zu schaffen, und auch Wir hätten nichts mit ihm zu

schaffen; denn Gottes Gebote stellen die Früchte
des göttlichen Baumes dar, und nur die Achtlosen
und die Eigensinnigen weichen von ihnen ab.

Groß fürwahr ist dieser Tag! Die Hinweise in allen

heiligen Schriften auf ihn als den »Tag Gottes« bezeugen seine Größe. Die Seele jedes Propheten Gottes und jedes göttlichen Boten hat nach diesem wundersamen Tag gedürstet. Alle Geschlechter der Erde

haben sich in gleicher Weise danach gesehnt, ihn
zu erleben. Doch kaum hatte sich das Tagesgestirn

Seiner Offenbarung am Himmel des Willens Gottes kundgetan, da wurden alle außer jenen, die der

Allmächtige zu führen beliebte, als stumm und achtlos befunden.

Äl 7:2

Bahá’u’lláh Bahá’u’lláh VWa 41 O Sohn des Menschen!

Verherrliche Meine Sache, damit Ich dir die Geheimnisse Meiner Größe offenbare und auf dich

Sprich: Wir haben die Ströme der göttlichen Äußerung von Unserem Throne ausgehen lassen, damit

die zarten Kräuter der Weisheit und des Verstehens

Äl 18:1

strahle mit ewigem Lichte. aus dem Grund eurer Herzen sprießen.

Bahá’u’lláh Bahá’u’lláh
340
341
SHARAF
EHRE
ÜBER DIE BEDEUTUNG DES NEUNZEHNTAGEFESTES
19TF 27

Der Gastgeber muß die Freunde persönlich bedienen. Er muß für die Bequemlichkeit aller sorgen und

jedem in äußerster Demut Herzensgüte erweisen.

Wenn das Fest auf diese Weise und in der erwähnten Art veranstaltet wird, ist dieses Mahl das ‘Abendmahl des Herrn’; denn das Ergebnis ist das gleiche

Ergebnis und die Auswirkung ist die gleiche Auswirkung.

‘Abdu’l-Bahá
1. SHARAF
31. DEZEMBER

Aus der überragenden Bedeutung einer so gro-Äl 6:3

ßen Offenbarung kann die Ehre, die ihre getreu-
en Anhänger schmückt, wohl ermessen werden.
Bei der Gerechtigkeit des einen, wahren Gottes!
Der bloße Atem dieser Seelen ist kostbarer als
alle Schätze der Erde. Glücklich der Mensch, der
dies erreicht, und wehe den Achtlosen!
Bahá’u’lláh

Das Erhabenste Wesen spricht: Die Zunge der BotA 11:20

Weisheit verkündet: Wer Mich nicht hat, ist aller
Dinge verlustig. Wendet euch ab von allem, was
auf Erden ist, und suchet nur Mich. Ich bin die
Sonne der Weisheit, das Meer der Erkenntnis. Ich
ermutige die Schwachen und belebe die Toten.

Ich bin das Licht der Führung, das den Weg erhellt. Ich bin der königliche Falke auf dem Arm

des Allmächtigen. Ich entfalte die matten Flügel

jedes verzagten Vogels und helfe ihm, sich aufzuschwingen.

Bahá’u’lláh
344
345
2. SHARAF
1. JANUAR 3. SHARAF 2. JANUAR
Iq 2:141
O mein Bruder, wir sollten unsere Augen öffnen,

über Sein Wort meditieren und im Schatten der Manifestation Gottes Zuflucht suchen, auf daß wir,

durch die untrüglichen Ratschläge des Buches gewarnt, die Ermahnungen, die auf den heiligen Tafeln verzeichnet sind, sorgfältig beachten und den

Offenbarer der Verse nicht bekritteln, daß wir uns

selbst völlig Seiner Sache weihen und uns mit ganzem Herzen Seinem Gesetz unterstellen. So werden wir vielleicht in den Hof Seiner Barmherzigkeit eintreten und an der Küste Seiner Gnade Wohnung finden. Er, wahrlich, ist der Barmherzige und

der Vergebende gegenüber Seinen Dienern.
Bahá’u’lláh
BotA 13:15

O Mein Name! Die Rede muß die Kraft der Eindringlichkeit besitzen. Ist sie dieser Eigenschaft beraubt, übt sie keinen Einfluß aus. Und dieser durchdringende Einfluß hängt davon ab, daß der Geist

rein und das Herz makellos ist.
Bahá’u’lláh

Für die Zeiten des Gebets wurde dir Zurückgezo-BeA 3:21,1

genheit auferlegt, damit du deine Aufmerksamkeit
ungeteilt dem Gedenken Gottes zuwendest und dein

Herz zu allen Zeiten von Seinem Geist beseelt, nicht

aber wie durch einen Schleier von deinem Meistgeliebten getrennt sei. Wenn du Gott preisest, laß

deine Zunge nicht bloßen Lippendienst tun, während dein Herz nicht dem höchsten Gipfel der Herrlichkeit, dem Brennpunkt der Verbundenheit zugewandt ist. Dann wird, so du am Tage der Auferstehung lebst, der Spiegel deines Herzens auf Ihn, die

Sonne der Wahrheit, gerichtet sein, und kaum ist

Sein Licht erstrahlt, wird sein Glanz auch schon in

deinem Herzen widergespiegelt. Denn Er ist die

Quelle alles Guten, und alles kehrt zu Ihm zurück.

Báb
O Mein Diener! VWp 72
Du gleichst einem wohlgeschmiedeten Schwert, das

im Dunkel der Scheide verhüllt seinen Wert vor dem

Kundigen verbirgt. So komm hervor aus der Scheide des Ichs und der Begierde, damit dein Wert vor

aller Welt blitze und blinke.
Bahá’u’lláh
346
347
4. SHARAF
3. JANUAR 5. SHARAF 4. JANUAR
Äl 29:
3
Würde das ewige Wesen alles offenbaren, was in

Ihm verborgen ist, würde Er in der Fülle Seiner Herrlichkeit leuchten, dann gäbe es niemanden, der Seine

Macht bezweifelte oder Seine Wahrheit verwürfe.

Nein, alles Erschaffene wäre durch die Beweise Seines Lichtes so geblendet und wie vom Donner gerührt, daß es zu völligem Nichtsein absänke. Wie

könnten unter solchen Umständen die Gottesfürchtigen von den Eigensinnigen unterschieden werden?

Bahá’u’lláh
VWp 38
O Sohn des Geistes!

Zerbrich den Käfig und dem Phönix der Liebe gleich

schwinge dich auf in den Himmel der Heiligkeit.

Entsage dem Selbst und ruhe, erfüllt vom Geist der

Gnade, im Reiche himmlischer Reinheit.
Bahá’u’lláh

Wähne nicht, die allgenügende Kraft Gottes sei lee-BeA 4:8,3

rer Trug. Sie ist der wahre Glaube, den du für die

Manifestation Gottes in jeder Sendung hegst. Sie

ist ein Glaube, der mehr genügt als alles, was auf

Erden ist, während nichts, was auf Erden erschaffen wurde, außer dem Glauben dir genügen kann.

Bist du kein Gläubiger, so verdammt dich der Baum
göttlicher Wahrheit zum Verlöschen. Bist du ein

Gläubiger, so wird dir dein Glaube über alle Dinge

auf Erden hinaus genügen, selbst wenn du nichts
besitzest.
Báb

Wer sich in seinem Haus einschließt, gleicht in der BSW 56

Tat einem Toten. Es geziemt dem Menschen, das

zu tun, was der Menschheit nützt. Wer keine Frucht

hervorbringt, taugt nur für das Feuer. So ermahnt
euch euer Herr; Er ist wahrlich der Mächtige, der
Gabenreiche.
Bahá’u’lláh
348
349
6. SHARAF 5. JANUAR 7. SHARAF 6. JANUAR

BotA 13:15 Desgleichen bedarf die Rede der Mäßigung; ohne

sie ist der Hörer außerstande, die Rede zu ertragen,

vielmehr bekundet er von Anfang an Widerspruch.
Und die Mäßigung wird dadurch erlangt, daß man

die Rede mit den Zeichen göttlicher Weisheit mischt,

wie sie in den heiligen Büchern und Sendbriefen
verzeichnet sind. Wenn eines Menschen Rede der-
Gott bezeugt, daß es keinen anderen Gott gibt als
Ihn, den Allmächtigen, den Meistgeliebten. Richte
deinen Blick auf Ihn, den Gott offenbaren wird am

Tage der Auferstehung, dann glaube fest an das, was

von Ihm herniedergesandt wird.
Báb BeA 6:13,1

gestalt in ihrer Wesenheit mit diesen beiden Grunderfordernissen ausgestattet ist, wird sie sich als ungemein wirksam erweisen und das beste Mittel für

die Wandlung der Menschenseelen sein. Das ist die
Stufe höchsten Sieges und himmlischer Herrschaft.

Reinigt eueren Blick, auf daß ihr mit eigenen Augen ihre Herrlichkeit wahrnehmt und nicht von der

Sehkraft eines anderen als euch selbst abhängt; denn

Gott hat niemals eine Seele über ihr Vermögen belastet. So ist es seit alters auf die Propheten und Boten

Äl 52:4

Wer sie erreicht, ist mit der Macht belehnt, die Sache Gottes zu lehren und der Menschen Herzen und

Gemüter zu besiegen.
herabgesandt und in allen Schriften verzeichnet.

Bahá’u’lláh Bahá’u’lláh Äl 102:1 Wer Mir folgt, muß unter allen Umständen bestrebt

sein, die Wohlfahrt eines jeden zu fördern, der sich

für den Triumph Meiner Sache erhebt, und muß ihm

Ergebenheit und Anhänglichkeit erzeigen. Glücklich der Mensch, der auf Meinen Rat hört und ihm

folgt! Wehe dem, der Meinen Wunsch nicht erfüllt.
Bahá’u’lláh
350
351
8. SHARAF
7. JANUAR 9. SHARAF 8. JANUAR
BotA 15:
2
Wahrlich, Ich sage: Die Zunge ist dazu da, vom

Guten zu sprechen; befleckt sie nicht mit übler Rede.

Gott hat vergeben, was vergangen ist. Von nun an

äußere jeder, was sich schickt; jeder enthalte sich

der üblen Nachrede, der Schmähung und all dessen, was andere Menschen traurig macht. Erhaben

ist die Stufe des Menschen!
Bahá’u’lláh
Äl 26:
3

Wie allumfassend sind die Wunder Seiner grenzenlosen Huld! Sieh, wie sie die ganze Schöpfung

durchdringen. So stark ist ihre Wirkkraft, daß kein

einziges Atom im ganzen Weltall zu finden ist, das

nicht die Beweise Seiner Macht bekundet, Seinen
heiligen Namen verherrlicht und Ausdruck des
strahlenden Lichtes Seiner Einheit ist.
Bahá’u’lláh

Gott bezeugt, daß es keinen Gott außer Ihm gibt. BeA 6:3,1

Sein sind die Reiche in den Himmeln, auf Erden

und all dem, was zwischen ihnen liegt. Er ist erhaben über das Begreifen aller Dinge und unerforschlich dem Verstehen eines jeden Geschöpfs; keiner

wird die Einheit Seines Wesens ergründen oder die
Natur Seines Seins enträtseln können. Nichts kann

Ihm je als ebenbürtig oder ähnlich, als Abbild oder

Gleichnis zugesellt werden. So preiset und verherrlicht Ihn, bezeuget Seines Wesens Heiligkeit und

Einheit und rühmet Seine Macht und Majestät mit
wundersamen Lobesweisen. So werdet ihr befähigt,
Zugang zu finden in Sein allhöchstes Paradies.

Glaubtet ihr doch fest an die Offenbarung der Zeichen Gottes.

Báb
O Sohn der Leidenschaft! VWp 55
Reinige dich vom Staub des Reichtums und betritt
in vollkommenem Frieden die Reiche der Armut;

dort wirst du aus dem Quell der Loslösung den Wein

ewigen Lebens trinken.
Bahá’u’lláh
352
353
10. SHARAF
9. JANUAR 11. SHARAF 10. JANUAR
BSW 126
Groß ist diese Sendung und groß die Verkündung!
Denke geduldig und ruhig nach über die leuchten-

den Zeichen, die erhabenen Worte und alles, was in

diesen Tagen geoffenbart wurde, damit du die Geheimnisse ergründest, die in den Büchern verborgen sind, und dich bemühst, Seine Diener zu führen.

Bahá’u’lláh
Äl 37:
1
Selig ist der Mensch, der seinen Glauben an Gott
und Seine Zeichen bekannt hat und anerkennt, daß

»Er nicht über Sein Tun befragt werden soll«. Anerkennung hat Gott zur Zier jeden Glaubens und zu

dessen wahrer Grundlage gemacht. Von ihr muß die
Annahme jeder guten Tat abhängen. Richtet darauf

euere Blicke, damit euch das Geflüster der Widerspenstigen nicht zum Straucheln bringe.

Bahá’u’lláh

Gepriesen und verherrlicht ist Er, der unumschränk-BeA 1:3,3

te Herrscher der Reiche des Himmels, der Erde und
aller Reiche zwischen ihnen. Sprich: Wahrlich, zu

Ihm kehren alle zurück, und Er führt, wen Er will,

auf Sein Geheiß. Sprich: Alle Menschen erflehen

Seinen Segen, und Er ist erhaben über alles Erschaffene. Er ist fürwahr der Allherrliche, der Mächtige,

der Vielgeliebte.
Báb
O Sohn des Menschen! VWa 4

Ich liebte es, dich zu erschaffen, also erschuf Ich

dich. Nun liebe du Mich, damit Ich deinen Namen
nenne und deine Seele mit dem Geiste des Lebens
erfülle.
Bahá’u’lláh
354
355
12. SHARAF
11. JANUAR 13. SHARAF 12. JANUAR
BeA 4:1,1
Du hast nach den Grundwahrheiten der Religion

und ihren Geboten gefragt: Wisse, daß das erste und

wichtigste in der Religion die Erkenntnis Gottes,

ist. Sie gipfelt in der Erkenntnis Seiner göttlichen

Einheit. Diese wiederum erfüllt sich in dem freudigen Bekenntnis, daß Sein geweihtes, erhabenes Heiligtum, der Thron Seiner überirdischen Majestät,

über alle Eigenschaften geheiligt ist. Und wisse, daß

in dieser Welt des Daseins die Erkenntnis Gottes
nur durch die Erkenntnis Dessen erreicht werden

kann, der der Morgen der göttlichen Wirklichkeit ist.

Báb
BotA 10:
9
Das Wesen der Loslösung ist für den Menschen,
das Angesicht dem Hofe des Herrn zuzuwenden, in

Seine Gegenwart zu treten, Sein Antlitz zu schauen

und als Zeuge vor Ihm zu stehen.
Bahá’u’lláh

Der Geist, der des Menschen Herz belebt, ist die Äl 134:3

Erkenntnis Gottes, und sein wahrer Schmuck ist die

Anerkennung der Wahrheit, daß »Er tut, was Er will,

und verordnet, was Ihm gefällt.« Sein Gewand ist
die Gottesfurcht und seine Vollkommenheit die
Standhaftigkeit in Seinem Glauben. So unterweist

Gott jeden, der Ihn sucht. Er, wahrlich, liebt den,

der sich Ihm zuwendet. Es gibt keinen Gott außer
Ihm, dem Vergebenden, dem Großmütigsten. Aller
Lobpreis sei Gott, dem Herrn aller Welten.
Bahá’u’lláh
O ihr Reichen auf Erden! VWp 54
Die Armen in eurer Mitte sind Mein Pfand; hütet

Mein Pfand und trachtet nicht nur nach eurem Wohlergehen.

Bahá’u’lláh
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357
14. SHARAF 13. JANUAR 15. SHARAF 14. JANUAR
VWp 36 O Sohn des Staubes!

Die Weisen sind, die nicht reden, ehe sie Gehör finden, gleich wie der Mundschenk seinen Kelch nicht

reicht, ehe er einen Dürstenden trifft, und der Liebende nicht aus tiefster Seele ruft, ehe er des Geliebten Schönheit schaut. So säe die Saat der Weisheit und Erkenntnis in des Herzens reine Erde und

halte sie verborgen, bis die Hyazinthen göttlicher

Weisheit aus dem Herzen aufsprießen und nicht aus
Schlamm und Lehm.

Heutzutage werden Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit in den Klauen der Falschheit übel zugerichtet,

und Gerechtigkeit wird von der Geißel der Ungerechtigkeit gepeinigt. Der Rauch der Verderbtheit

hat die ganze Welt so umhüllt, daß man in allen Himmelsrichtungen nur noch Soldatenheere sehen kann

und nichts anderes mehr hört als Schwertgeklirr. Wir

flehen zu Gott, dem Wahren, Er möge die Träger
Seiner Macht in dem stärken, was die Welt wieder
gesunden läßt und den Völkern Ruhe bringt.
BotA 4:23

Bahá’u’lláh Bahá’u’lláh Äl 92:2 O Freunde Gottes, neigt euer Ohr der Stimme Dessen, dem die Welt Unrecht tut, und haltet euch an

das, was Seine Sache erhöht. Er, wahrlich, führt,

Würde die ganze Erde in Silber und Gold verwandelt, so würde keiner, von dem man sagen kann, er

sei wirklich in den Himmel des Glaubens und der
Äl 137:1
wen immer Er will, auf Seinen geraden Pfad. Dies

ist die Offenbarung, die dem Schwachen Kraft einflößt und den Armen mit Reichtum krönt.

Gewißheit aufgestiegen, sich dazu herablassen, dieses zu beachten oder gar danach zu greifen und es

zu behalten.
Bahá’u’lláh Bahá’u’lláh
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359
16. SHARAF
15. JANUAR 17. SHARAF 16. JANUAR
BSW 54
Würdest du dein inneres Ohr allem Erschaffenen
neigen, dann würdest du hören: »Der Urewige ist
in Seiner großen Herrlichkeit gekommen!« Alle

Dinge feiern das Lob ihres Herrn. Manche Menschen haben Gott erkannt und gedenken seiner;

andere erwähnen Ihn, aber kennen Ihn nicht. Deshalb haben wir Unser Geheiß in einem deutlichen

Tablet niedergelegt.
Bahá’u’lláh
VWa 61
O Sohn des Menschen!

Erhebe dich zu Meinem Himmel, daß dir die Freude der Wiedervereinigung widerfahre, und trinke

den unvergleichlichen Wein aus dem Kelche immerwährender Herrlichkeit.

Bahá’u’lláh

Gott bezeugt, daß es keinen Gott gibt außer Ihm BotA 17:1

und daß Er, der vom Himmel göttlicher Offenbarung kam, das verborgene Geheimnis ist, das Undurchdringliche Mysterium, dessen Kommen im

Buche Gottes verheißen ist und von Seinen Propheten und Boten angekündigt wurde. Durch Ihn sind

die Geheimnisse enträtselt, die Schleier zerrissen,

die Zeichen und Beweise entdeckt. Siehe! Er ist nun

offenbar. Er bringt ans Licht, was Er will, und schreitet hoheitsvoll über die Gipfel der Erde, bekleidet

mit überragender Macht und Majestät.
Bahá’u’lláh

Alle Augen sind erfreut, denn Er, den keiner schau-Äl 14:11

te, dessen Geheimnis niemand entdeckte, hat den

Schleier der Herrlichkeit gelüftet und das Antlitz

der Schönheit enthüllt.
Bahá’u’lláh
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361
18. SHARAF
17. JANUAR 19. SHARAF 18. JANUAR
Äl 152:
1
O Meine Diener! Seid so ergeben und fügsam wie
die Erde, damit aus dem Boden eueres Seins die

duftenden, heiligen, vielfarbenen Hyazinthen Meiner Erkenntnis aufblühen. Seid lodernd wie das

Feuer, damit ihr die Schleier der Nachlässigkeit

verbrennet und durch die belebende Kraft der Liebe Gottes die erstarrten, widerspenstigen Herzen

zum Glühen bringt, seid leicht und ungehindert wie

der Wind, damit ihr Zutritt zu den Bereichen Meines Hofes, Meines unverletzlichen Heiligtums, erlangt.

Bahá’u’lláh
VWa. 42
O Sohn des Menschen!
Sei demütig vor Mir, damit Ich gnädiglich bei dir

einkehre. Erhebe dich für den Triumph Meiner Sache, damit du noch auf Erden den Sieg erlangest.

Bahá’u’lláh

Wir flehen zu Gott, daß Er allen Menschen gnädig Äl 100:10

Seine Gunst gewähre und sie befähige, zur Erkenntnis Seiner und ihrer selbst zu gelangen. Bei Meinem Leben! Wer Ihn erkennt, wird sich in die Unendlichkeit Seiner Liebe aufschwingen und losgelöst sein von der Welt und allem, was darinnen ist.

Nichts auf Erden wird ihn von seiner Bahn ablenken, wieviel weniger diejenigen, die aus ihrem leeren Wahn heraus Dinge reden, die Gott verboten hat.

Bahá’u’lláh
O Sohn des Menschen! VWa 21
An den Baum strahlender Herrlichkeit habe Ich dir
die erlesensten Früchte gehängt. Warum kehrst du

dich ab und gibst dich mit Schlechterem zufrieden?

Komm zurück zu dem, was besser für dich ist im
Reiche der Höhe.
Bahá’u’lláh
362
363
SULTÁN
HERRSCHAFT
ÜBER DIE BEDEUTUNG DES NEUNZEHNTAGEFESTES
19TF 24

Was das Neunzehntagefest angeht, so müßt ihr diesem eure höchste Beachtung schenken und es fest

begründen; denn dieses Fest bringt Freude und Einheit und Liebe zu denen, die Gott lieben.

‘Abdu’l-Bahá
19TF 25

Dieses Fest ist ein Freudenspender. Es ist der Grundstein der Übereinstimmung und der Einheit. Es ist

der Schlüssel zu Verbundenheit und Zuneigung. Es
verbreitet die Einheit der Menschheit.
‘Abdu’l-Bahá
1. SULTÁN
19. JANUAR

Sprich: Gibt es noch einen Zweifel über Gott? Seht, Äl 18:7

wie Er vom Himmel Seiner Gnade herniedergekommen ist, gegürtet mit Macht und gekleidet mit

Herrschaft! Gibt es noch einen Zweifel über Seine

Zeichen? Öffnet eure Augen und seht Seinen klaren Beweis. Das Paradies ist euch zur Rechten nahegebracht, während die Hölle entfacht wurde. Seht

ihre verzehrende Flamme! Eilt, in das Paradies einzutreten, zum Zeichen Unserer Barmherzigkeit für

euch, und trinkt aus den Händen des Allbarmherzigen den Wein, der wahrhaft Leben ist.

Bahá’u’lláh

Sprich: Er ist es, der die Manifestation des Uner-Äl 14:7

kennbaren, des Unsichtbarsten alles Unsichtbaren

ist, könntet ihr es doch begreifen. Er ist es, der den

verborgenen und verwahrten Edelstein offen vor

euch hingelegt hat, wolltet ihr ihn doch suchen. Er

ist es, der Einziggeliebte von allem, was vergangen

und zukünftig ist, würdet ihr doch Herz und Hoffnung auf Ihn richten!

Bahá’u’lláh
366
367
2. SULTÁN
20. JANUAR 3. SULTÁN 21. JANUAR
BeA 7:38,1

Ich erbitte Deine Vergebung, o mein Gott, und erflehe Deine Verzeihung, so wie Du wünschest, daß

sich Deine Diener Dir zuwenden. Ich bitte Dich,

wasche unsere Sünden hinweg, wie es Deiner Herrschaft entspricht, und vergib mir, meinen Eltern und

denen, die nach Deinem Urteil das Heim Deiner

Liebe so betreten haben, wie es Deiner allüberragenden Herrschaft würdig ist und der Herrlichkeit Deiner himmlischen Macht zukommt.

O mein Gott! Du hast meine Seele ermutigt, demütig zu Dir zu flehen, und nur um Deinetwillen rufe

ich zu Dir. Gepriesen und verherrlicht seiest Du!
Dir sage ich Dank, daß Du Dich mir offenbartest,
und bitte Dich, mir zu vergeben, da ich meiner

Pflicht nicht nachkam, Dich zu erkennen, und säumte, auf dem Pfade Deiner Liebe zu wandeln.

Báb
Äl 14:15
Schaue auf Gottes Geschöpfe nur mit dem Auge

der Güte und Barmherzigkeit, denn Unsere liebende Vorsehung hat alles Erschaffene durchdrungen

und Unsere Gunst hat die Erde und die Himmel umfangen.

Bahá’u’lláh

Jeder hat die Pflicht, Gottes heilige Gebote zu hal-BotA 8:55

ten, da sie der Lebensquell der Welt sind. Der Himmel göttlicher Weisheit wird von zwei Leuchten erhellt: Beratung und Barmherzigkeit, und das

Königszelt der Weltordnung ist auf zwei Pfeilern
errichtet: Lohn und Strafe.
Bahá’u’lláh

Sagt nicht: »Wie kann Er von Gott sprechen, wo Er BeA 2:9,1

in Wahrheit nicht älter ist als fünfundzwanzig?« Hört

Mir zu! Ich schwöre bei dem Herrn der Himmel
und der Erde: Ich bin wahrlich ein Diener Gottes.
Ich wurde zum Träger unwiderleglicher Beweise aus
der Gegenwart Dessen, der die lang erwartete Spur
Gottes ist. Hier liegt Mein Buch vor euren Augen,

wie es in der Gegenwart Gottes im Mutterbuch aufgezeichnet ist. Gott hat Mich fürwahr gesegnet, wo

Ich auch sein mag, und Mir befohlen, Gebete zu
verrichten und standhaft zu sein, solange Ich auf
Erden in eurer Mitte lebe.
Báb
368
369
4. SULTÁN
22. JANUAR 5. SULTÁN 23. JANUAR

Äl 43:4OVolk Gottes! Befaßt euch nicht rastlos mit eueren

eigenen Belangen! Laßt euere Gedanken fest auf
das gerichtet sein, was das Glück der Menschheit
wiederherstellen und der Menschen Herzen und
Seelen heiligen wird. Am besten kann dies durch

reine und heilige Taten, durch ein Leben der Tugend und durch edles Betragen vollbracht werden.

Bahá’u’lláh
VWa 25
O Sohn des Geistes!
Protze nicht vor dem Armen, denn Ich führe ihn
auf seinem Wege, sehe dich in deinem Jammer und
verwerfe dich für alle Zeit.
Bahá’u’lláh

Das vierte Taráz betrifft die Vertrauenswürdigkeit. BotA 4:17

Wahrlich, sie ist die Pforte zur Sicherheit für alle

Erdenbewohner und ein Zeichen der Herrlichkeit

von seiten des Allbarmherzigen. Wer daran teilhat,

besitzt in der Tat die Schätze des Wohlstandes und

des Glücks. Vertrauenswürdigkeit ist das weite, breite Tor zur Ruhe und Sicherheit des Volkes. In Wahrheit ist ohne sie, heute wie eh und je, nichts von

Bestand.Alle Bereiche der Macht, Größe und Wohlfahrt leuchten in ihrem Licht.

Bahá’u’lláh
O Mein Bruder! VWp 33

Horch auf die lieblichen Worte Meines Zuckermundes und trinke den Strom mystischer Heiligkeit in großen Zügen von Meinen Honiglippen. Säe

den Samen Meiner göttlichen Weisheit in deines

Herzens reinen Grund und begieß ihn mit dem Wasser der Gewißheit, damit in der geheiligten Stadt

deines Herzens die Hyazinthen Meiner Erkenntnis
und Weisheit frisch und grün emporsprießen.
Bahá’u’lláh
370
371
6. SULTÁN
24. JANUAR 7. SULTÁN 25. JANUAR
BeA 1:3,6

Dir obliegt es, allem Erschaffenen die Sache Gottes zu verkünden, als Zeichen der Gnade aus Seiner

Gegenwart. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem
Freigebigsten, dem Allbezwingenden.
Báb
BotA 17:
5

Sprich: Dies ist der Tag für Ruhmestaten, wenn ihr

es nur wüßtet. Dies ist der Tag, Gott zu verherrlichen und Sein Wort darzulegen, könntet ihr es nur

hören und sehen. Gebt auf, was unter den Menschen
im Schwange ist, und haltet euch an das, was euch
Gott, der Helfer in Gefahr, der Selbstbestehende,

als Seinen Willen kündet. Schnell naht der Tag, da

euch alle Schätze der Welt nichts nützen. Dies bezeugt der Herr der Namen, wenn Er verkündet:

Wahrlich, es gibt keinen Gott außer Ihm, der Allbeherrschenden Wahrheit, Ihm, der um das

Ungeschaute weiß.
Bahá’u’lláh

Das Erhabenste Wesen spricht: O ihr Menschen-Äl 110:1

kinder! Der Hauptzweck, der den Glauben Gottes

und Seine Religion beseelt, ist, das Wohl des Menschengeschlechts zu sichern, seine Einheit zu fördern und den Geist der Liebe und Verbundenheit

unter den Menschen zu pflegen. Laßt sie nicht zur
Quelle der Uneinigkeit und der Zwietracht, des
Hasses und der Feindschaft werden. Dies ist der
gerade Pfad, die feste, unverrückbare Grundlage.

Was immer auf dieser Grundlage errichtet ist, dessen Stärke können Wandel und Wechsel der Welt

nie beeinträchtigen, noch wird der Ablauf zahlloser Jahrhunderte seinen Bau untergraben.

Bahá’u’lláh

Wenn Meine Gesetze wie die Sonne am Himmel Äl 155:6

Meiner Äußerung erscheinen, müssen sie von allen

getreulich befolgt werden, selbst wenn Mein Gebot so wäre, daß es den Himmel jeder Religion spaltete. Er tut, was Ihm gefällt. Er wählt, und niemand

darf Seine Wahl in Frage stellen.
Bahá’u’lláh
372
373
8. SULTÁN
26. JANUAR
Äl 96:
4

Laßt euch in allen euren Taten von Weisheit leiten,

und haltet treu an ihr fest. So Gott will, werdet ihr

alle die Kraft erhalten, den Willen Gottes auszuführen, und wird euch gnädiglich geholfen werden,

den Rang zu würdigen, der denen unter Seinen Geliebten verliehen wurde, die sich erheben, Ihm zu

dienen und Seinen Namen zu preisen. Auf ihnen

ruhe die Herrlichkeit Gottes, die Herrlichkeit all

dessen, was in den Himmeln und auf Erden ist, und
die Herrlichkeit der Bewohner des höchsterhabenen
Paradieses, des Himmels der Himmel.
Bahá’u’lláh
BeA 7:33,1

O mein Gott! Du allein kannst die Qual meiner Seele lindern, und Du bist mein höchstes Trachten, o

mein Gott. Mein Herz ist nur Dir vermählt und denen, die Du liebst. Ich erkläre feierlich, daß beides,

mein Leben und mein Tod, für Dich bestimmt ist.
Wahrlich, Du bist unvergleichlich und hast keinen
Ebenbürtigen.
Báb
9. SULTÁN
27. JANUAR

Lenkt eureAufmerksamkeit ohne Unterlaß auf das, BotA 17:91

was das Wort Gottes erhöht. In dieser Größten Offenbarung gelten edle Werke und rühmliche Eigenschaften als die Heerscharen Gottes, desgleichen

Sein seliges, Sein heiliges Wort. Diese Heerscharen sind ein Magnet für die Menschenherzen, ein

Schlüssel für alle Türen. Von allen Rüstungen in
der Welt ist dies die wirksamste.
Bahá’u’lláh
O Sohn des Seins! VWa 6
Dein Paradies ist Meine Liebe. Deine himmlische

Heimstatt ist die Wiedervereinigung mit Mir. Tritt

ein ohne Zaudern. So wurde es dir in Unserem

himmlischen Reich und Unserer erhabenen Herrschaft bestimmt.

Bahá’u’lláh
374
375
10. SULTÁN
28. JANUAR 11. SULTÁN 29. JANUAR

BotA 17:99Verherrlicht sei Gott! Alle himmlischen Schriften

der Vergangenheit bezeugen die Größe des heutigen Tages, die Größe dieser Manifestation, die Größe Seiner Zeichen, die Größe Seines Wortes, die

Größe Seiner Beständigkeit, die Größe Seiner allüberragenden Stufe. Und doch, alledem zum Trotz

bleibt das Volk achtlos und wie durch einen Schleier ausgeschlossen. Fürwahr, alle Propheten haben

sich gesehnt, diesen Tag zu erleben.
Bahá’u’lláh
BeA 7:25,1

O Herr ! Du vertreibst alle Qual und zerstreust je-

den Kummer. Du bannst jedes Leid und befreist je-

den Sklaven, Du erlösest jede Seele. O Herr! Errette mich durch Dein Erbarmen und zähle mich zu

denen Deiner Diener, die das Heil erlangen.
Báb

Diese Kräfte, mit denen die Sonne göttlicher Groß-Äl 27:3

mut, die Quelle himmlischer Führung, die Wirklichkeit des Menschen begabt hat, liegen jedoch verborgen in ihm, gleichwie die Flamme in der Kerze

verborgen ist und die Lichtstrahlen als Möglichkeit

in der Lampe vorhanden sind. Der Glanz dieser
Kräfte kann durch weltliche Wünsche verdunkelt
werden, wie das Licht der Sonne unter dem Staub
und Schmutz, die den Spiegel bedecken, verborgen
bleiben kann.
Bahá’u’lláh
O Sohn des Menschen! VWa 63

Dir strahlt das Licht vom Horizont des heiligen Berges, und der Geist der Erleuchtung weht im Sinai

deines Herzens. So befreie dich von den Schleiern
eitlen Wahns und komm an Meinen Hof, auf daß
du tauglich werdest zu ewigem Leben und würdig,

Mir zu begegnen. Der Tod wird dann nicht über dich

kommen, noch Schwäche und Verdruß.
Bahá’u’lláh
376
377
12. SULTÁN
30. JANUAR 13. SULTÁN 31. JANUAR
Äl 71:
2
Die Völker der Welt schlafen tief, würden sie aus

ihrem Schlaf erwachen, sie würden mit Eifer zu Gott

eilen, dem Allwissenden, dem Allweisen. Sie würden wegwerfen, was sie besitzen, und wären es alle

Schätze der Erde, nur damit ihr Herr ihrer gedenke

und sie eines einzigen Wortes würdige. So unterrichtet euch Er, bei dem das Wissen um Verborgenes ist, auf Seiner Tafel, die das Auge der Schöpfung nicht sah, die nur Seinem eigenen Selbst, dem

allmächtigen Schirmherrn aller Welten, enthüllt ist.

Im Rausch ihrer bösen Begierden sind sie so irre,
daß sie ohnmächtig sind, den Herrn allen Seins zu

erkennen, Dessen Stimme laut von allen Seiten ruft:

»Es gibt keinen Gott außer Mir, dem Mächtigen,
dem Allweisen.«
Bahá’u’lláh
BeA 1:1,3

Verherrlicht ist Er, vor dem alle Bewohner der Erde

und des Himmels in Anbetung sich beugen, an den
alle Menschen flehend sich wenden. Er ist es, der
das gewaltige Reich alles Erschaffenen in Seinem

Griff hält; zu Ihm kehren alle zurück. Er ist es, der

offenbart, was Er will; auf Sein Gebot »Sei!« sind

alle Dinge geworden.
Báb

Seht, wie die verschiedenen Völker und Geschlech-Äl 6:1

ter der Erde das Kommen des Verheißenen erwartet
haben. Doch kaum war Er, die Sonne der Wahrheit,

erschienen, siehe, da wandten sich alle von Ihm ab,

außer denen, die Gott zu führen beliebte. Wir wagen nicht, an diesem Tage den Schleier vor jener

erhabenen Stufe zu lüften, die jeder wahre Gläubige erreichen kann, denn die Freude, die eine solche

Offenbarung erregen muß, könnte bei manchen bewirken, daß sie ohnmächtig werden und sterben.

Bahá’u’lláh

Wahrhaft an die göttliche Einheit glaubt, wer, weit Äl 84:3

davon entfernt, Zweiheit mit Einheit zu verwechseln, keinem Gedanken an Vielheit erlaubt, seine

Vorstellung von der Einzigkeit Gottes zu trüben, wer

Gott in Seinem ureigenen Wesen als den Einen betrachtet, der in Seiner Wirklichkeit alle Begrenzungen durch Zahlen übersteigt.

Bahá’u’lláh
378
379
14. SULTÁN 1. FEBRUAR 15. SULTÁN
2. FEBRUAR
Äl 132:
5

O Volk Bahás! Verkehrt mit allen Menschen im Geiste der Freundlichkeit und Verbundenheit. Wenn ihr

um eine bestimmte Wahrheit wißt, wenn ihr ein Juwel besitzt, das anderen versagt ist, so teilt es ihnen

mit in einer Sprache höchster Liebenswürdigkeit
und besten Willens. Wenn es angenommen wird und

seinen Zweck erfüllt, ist euer Ziel erreicht. Wenn

jemand es zurückweist, überlaßt ihn sich selbst und

bittet Gott, ihn zu führen. Hütet euch, daß ihr ihn

nicht unfreundlich behandelt. Eine freundliche Zunge ist ein Magnet für die Menschenherzen. Sie ist

das Brot des Geistes, sie kleidet die Worte in Bedeutung, sie ist der Lichtquell der Weisheit und des

Verstehens.
Bahá’u’lláh
Äl 152
Deine Hand ist Sinnbild Meiner Güte, hindere sie

nicht, sich an Meine verwahrten, verborgenen Tafeln zu halten.

Bahá’u’lláh

Preis sei Gott, der den Punkt offenbarte und aus BotA 8:6ihm die Kenntnis aller Dinge, der vergangenen wie

der künftigen, entfaltete – einen Punkt, den Er zum

Herold Seines Namens erkor und zum Vorboten
Seiner Großen Offenbarung, welche der ganzen
Menschheit die Glieder erbeben und Sein Licht in

vollem Glanz über dem Horizont der Welt erstrahlen ließ. Wahrlich, dies ist der Punkt, den Gott zu

einem Lichtmeer für die Aufrichtigen unter Seinen

Dienern bestimmte und zugleich zu einer Feuerflamme für die Eigensinnigen unter Seinen Geschöpfen sowie die Gottlosen in Seinem Volke, ...

Bahá’u’lláh
O Sohn der Leidenschaft! VWp 10

Höre: Sterbliche Augen werden die ewige Schönheit niemals erkennen, und das leblose Herz wird

sich nur der welken Blüte erfreuen. Denn Gleiches

sucht Gleiches und gesellt sich gern zu seiner Art.

Bahá’u’lláh
380
381
16. SULTÁN
3. FEBRUAR 17. SULTÁN 4. FEBRUAR
BeA 5:14,1
Denke nach über das Volk, dem das Evangelium

gegeben war. Ihre religiösen Führer galten als die

wahren Wegweiser des Evangeliums. Als sie sich

jedoch vor Muhammad, dem Gesandten Gottes, verschlossen, wurden sie zu Wegweisern des Irrtums,

obwohl sie ihr ganzes Leben lang treu die Gebote
ihrer Religion befolgt hatten, um das Paradies zu

erlangen. Als ihnen Gott dann das Paradies zeigte,

betraten sie es nicht. Die, denen der Qur’án gegeben war, taten desgleichen. Auch sie hielten ihre

Andachten um Gottes willen und hofften, daß Er

sie dafür mit den Gerechten im Paradies vereinige.

Als jedoch die Tore des Paradieses sich vor ihren

Augen weit auftaten, weigerten sie sich einzutreten. Sie ließen sich ins Feuer fallen, obgleich sie

bei Gott Schutz davor gesucht hatten.
Báb

BSW 66An diesem Tag sehen Wir die Menschheit Herrschern ausgeliefert, die so vor Hochmut trunken

sind, daß sie nicht einmal ihren eigenen Vorteil klar

erkennen, geschweige denn eine Offenbarung, die
so umwälzend und herausfordernd ist wie diese.«
Bahá’u’lláh

Jesus, der Sohn Marias, saß eines Tages da und Iq 2:40

sprach folgende Worte aus dem Heiligen Geist:

»O Menschen! Die Speise, mit der Ich Meinen Hunger stille, ist das Gras des Feldes. Mein Bett ist der

Staub der Erde, Meine Lampe in der Nacht ist der
Mondenschein, und Mein Roß sind Meine Füße.

Doch sehet, wer auf Erden ist reicher als Ich?« Bei

der Gerechtigkeit Gottes! Tausende von Schätzen

umwandeln diese Armut, und Myriaden von Reichen der Herrlichkeit sehnen sich nach solcher Niedrigkeit! Solltest du nur einen einzigen Tropfen aus

dem Meer der inneren Bedeutung dieser Worte erlangen, so würdest du wahrlich der Welt und allem

darinnen entsagen und dich, dem Phönix gleich, in
den Flammen des unvergänglichen Feuers verzehren.
Bahá’u’lláh
O Sohn des Thrones! VWa 44
Dein Ohr ist Mein Ohr – höre damit; dein Auge ist

Mein Auge – schaue damit, auf daß du tief im Herzen Meine höchste Heiligkeit bezeugest und Ich in

Mir deine erhabene Stufe bestätige.
Bahá’u’lláh
382
383
18. SULTÁN
5. FEBRUAR 19. SULTÁN 6. FEBRUAR
Äl 124:
1
Wie wunderbar ist die Einheit des lebendigen, des
immerwährenden Gottes – eine Einheit, die über

alle Begrenzungen erhaben ist und die Fassungskraft alles Erschaffenen übersteigt! Seit Ewigkeit

hat Er in Seiner unzugänglichen Wohnstätte der Heiligkeit und Herrlichkeit gewohnt und wird weiter

bis in Ewigkeit auf den Höhen Seiner unabhängigen Herrschaft und Größe thronen. Wie erhaben ist

Sein unzerstörbares Wesen, wie gänzlich unabhängig von der Erkenntnis alles Erschaffenen, und wie

unermeßlich erhaben wird es bleiben über den Lobpreis aller, die in den Himmeln und auf Erden wohnen!

Bahá’u’lláh
VWp 74
O Kinder der Eitelkeit!

Vergänglicher Herrschaft willen verzichtet ihr auf

Mein unvergängliches Reich. Ihr schmückt euch mit
der Welt buntem Tand und brüstet euch dessen. Bei
Meiner Schönheit! Alle werde Ich unter der grauen

Decke des Staubes versammeln und der Farben Vielfalt tilgen, außer bei denen, die Meine Farbe wählen, welche heiligt von aller Farbe.

Bahá’u’lláh

Wollte der Mensch nur die Herrlichkeit seiner Stu-BotA 11:28

fe und die Erhabenheit seiner Bestimmung würdigen, er würde stets einen edlen Charakter, reine Taten und ein schickliches, rühmliches Verhalten an

den Tag legen. Wollten die Gebildeten und die Weisen, die guten Willens sind, dem Volke Führung angedeihen lassen, dann würde die ganze Erde als ein

einziges Land betrachtet. Wahrlich, dies ist die unbezweifelbare Wahrheit. Dieser Diener bittet und

drängt jede gewissenhafte, wagemutige Seele, sich

bis zum äußersten anzustrengen und sich aufzumachen, in allen Bereichen die Lebensverhältnisse wieder in Ordnung zu bringen und die Toten mit den

Lebenswassern weiser Rede neu zu beleben, kraft

ihrer Liebe zu Gott, dem Einen, dem Unvergleichlichen, dem Allmächtigen, dem Wohltätigen.

Bahá’u’lláh

Er, der ewig vor den Augen der Menschen verbor-Äl 20:1

gen bleibt, kann nie anders als durch Seine Manifestation erkannt werden, und Seine Manifestation

kann keinen größeren Beweis für die Wahrheit ihrer Sendung erbringen als den Beweis Ihrer eigenen Person.

Bahá’u’lláh
384
385
MULK
HOHEIT
ÜBER DIE BEDEUTUNG DES NEUNZEHNTAGEFESTES
19TF 25

Ich flehe zu Gott bei Seinen unendlichen Gnadengaben, daß viele solche Versammlungen veranstaltet werden und daß auch das Neunzehntagefest eingehalten wird, so daß alle Gläubigen, Männer wie

Frauen, sich der Erwähnung Gottes, Seinem Lobpreis, Seiner Verherrlichung und der rechten Führung des Volkes zuwenden.

‘Abdu’l-Bahá
1. MULK
7. FEBRUAR

Die mystische Taube verkündet aus ihrer seligen Äl 15:1

Laube im ewigen Paradiese: »Die Quelle aller Gnadengaben strömt an diesem Tage aus Gott, dem Einen, dem Vergebenden!« Der Vogel des Thrones

schmettert sein Lied in seiner Zufluchtsstätte der

Heiligkeit: »Höchste Oberhoheit kommt an diesem
Tage keinem anderen zu als Gott, Ihm, der weder

Gefährten noch Seinesgleichen hat, dem Allgewaltigen, dem Allüberwinder!«

Bahá’u’lláh

O Volk von Tár! Ergreift mit der Kraft und Macht BotA 6:58

Meines Namens den Kelch der Erkenntnis und trinkt

euch satt, ungeachtet des Volkes der Welt, das Gottes Bund und Testament bricht, Seine Beweise und

klaren Merkmale verwirft und an Seinen Zeichen

krittelt, die alles im Himmel und auf Erden durchdringen.

Bahá’u’lláh
388
389
2. MULK
8. FEBRUAR 3. MULK 9. FEBRUAR
BotA 6:57

An diesem Tag feiert das Reich der Höhe ein großes Fest; denn was verheißen war in den heiligen

Schriften, ist nun erfüllt. Heute ist der Tag großen

Frohlockens. Jeder sollte, voller Freude und Frohsinn, in Lust und Wonne zum Hofe Seiner Nähe eilen und sich vom Feuer der Ferne befreien.

Bahá’u’lláh
Äl 115:12

Bei der Rechtschaffenheit Meines eigenen Selbstes!

Groß, unermeßlich groß ist diese Sache! Mächtig,

unbegreiflich mächtig ist dieser Tag! Fürwahr, selig ist der Mensch, der allem entsagt und seine Augen auf Ihn richtet, Dessen Antlitz über alle in den

Himmeln und auf Erden Erleuchtung verbreitet.
Bahá’u’lláh

Selig der Mensch, der sich löst von allem außer Mir, BotA 2:25

sich aufschwingt in die Höhen Meiner Liebe, der
Einlaß findet in Mein Reich, Meine Gefilde der

Herrlichkeit schaut, die Lebenswasser Meiner Gaben leert, sich am himmlischen Strom Meiner liebenden Vorsehung satt trinkt, mit Meiner Sache

vertraut wird, begreift, was Ich in den Schatzkammern Meiner Worte verborgen habe, und, Meinen

Ruhm und Preis kündend, vom Himmel göttlicher

Erkenntnis strahlt. Wahrlich, er ist von Mir. Mit ihm

seien Meine Barmherzigkeit, Meine Gnade, Meine
Wohltat und Meine Herrlichkeit.
Bahá’u’lláh
O Meine Diener! VWp 82

Die besten Menschen sind jene, die sich den Unterhalt durch ihren Beruf verdienen und ihn für sich

und ihre Angehörigen verwenden, in der Liebe zu
Gott, dem Herrn aller Welten.
Bahá’u’lláh
390
391
4. MULK
10. FEBRUAR 5. MULK 11. FEBRUAR
BeA 3:23,1

Die stoffliche Gestalt ist der Thron des inneren Tempels; deshalb empfindet dieser alles, was dem Leib

geschieht. In Wirklichkeit ist es des Leibes innerer

Tempel, der durch Freude erhoben und durch Leid

bedrückt wird, nicht der Leib selbst. Da der stoffliche Leib der Thron ist, auf dem der innere Tempel

ruht, hat Gott bestimmt, daß der Leib, so gut es geht,

erhalten wird, damit nichts geschieht, was Unstimmigkeit hervorruft. Der innere Tempel sieht seinen

Thron, die stoffliche Gestalt. Wenn dieser Achtung

entgegengebracht wird, ist es, als ob der innere Tempel sie empfängt. Das Gegenteil trifft ebenso zu.

Deshalb wurde bestimmt, daß dem Leichnam höchste Ehrerbietung und Achtung entgegengebracht

wird.
Báb
BotA 8:73

Seine Herrlichkeit, die mit ihrem Glanz am Himmelszelt der Großmut strahlt, ruhe auf euch, o Volk

Bahás, auf jedem, der fest und standhaft ist, auf allen, die im Glauben sicher gegründet und mit wahrem Verständnis bekleidet sind.

Bahá’u’lláh

Der Glaube an die göttliche Einheit besteht im we-Äl 84:4

sentlichen darin, Ihn, die Manifestation Gottes, und

Ihn, das unsichtbare, unzugängliche, unerkennbare
Wesen, als einen und denselben zu betrachten. Das

bedeutet, daß alles, was dem erstgenannten angehört, all Sein Tun und Handeln, Sein Gebot oder

Verbot in jeder Hinsicht, unter allen Umständen und

ohne Vorbehalt dem willen Gottes gleich ist. Dies

ist die höchste Stufe, die zu erlangen ein wahrhaft

an die Einheit Gottes Glaubender jemals hoffen

kann. Selig der Mensch, der diese Stufe erreicht und

zu den Standhaften im Glauben gehört.
Bahá’u’lláh
O Sohn des Menschen! VWa 46

Denke nach und überlege wohl: Willst du in deinem Bette sterben oder als Märtyrer dein Blut im

Staube auf Meinem Pfad vergießen, als Künder

Meines Befehls und als Offenbarung Meines Lichtes im erhabensten Paradiese? Entscheide dich richtig, o Diener!

Bahá’u’lláh
392
393
6. MULK
12. FEBRUAR 7. MULK 13. FEBRUAR

Äl 129:3Bei der Gerechtigkeit Gottes! Wer an diesem Tage

seine Lippen öffnet und den Namen seines Herrn

erwähnt, auf den werden die Scharen göttlicher Eingebung aus dem Himmel Meines Namens, der Allwissende, der Allweise, herabkommen. Zu ihm wird

auch die Versammlung der Höhe herabsteigen, und

jeder aus ihr wird einen Kelch reinen Lichtes vorantragen. So wurde es vorherbestimmt im Reiche

der Offenbarung Gottes, auf Befehl des Allherrlichen, des Machtvollsten.

Bahá’u’lláh
BotA 8:28

Deine Macht ist mein Zeuge! Nur für Deinen Lobpreis ist mir meine Zunge von Nutzen, und nur für

den Dienst vor Dir ist mir mein Dasein von Gewinn. Wofür außer für den strahlenden Anblick

Deines Reiches der Herrlichkeit sollte ich mein
Augenlicht schätzen? Und wozu, wenn nicht für die
Freude, auf Deine süße Stimme zu lauschen, dient
mir mein Gehör?
Bahá’u’lláh

Sprich: O Völker der Erde! Wolltet ihr euch versam-BeA 2:28,4

meln, um etwas hervorzubringen, was auch nur einem einzigen Buchstaben Meiner Werke gleicht,

niemals wäret ihr dessen fähig! Und wahrlich, Gott

weiß alle Dinge.
Báb
O ihr Achtlosen! VWp 59
Wähnt nicht, die Geheimnisse eures Herzens seien

verborgen, nein, wisset vielmehr mit Gewißheit, daß

sie in deutlichen Zeichen eingemeißelt und in der
heiligen Gegenwart offenbar sind.
Bahá’u’lláh
394
395
8. MULK 14. FEBRUAR 9. MULK 15. FEBRUAR

BotA 7:19 Die Amtsträger des Hauses der Gerechtigkeit ha-O wandelnde Gestalt aus Staub! VWp 21

ben die Pflicht, den Geringeren Frieden zu fördern, Ich wünsche Gemeinschaft mit dir, du aber hast kein

damit das Erdenvolk der Bürde maßloser Staatsaus-Vertrauen zu Mir. Mit dem Schwerte deiner Empögaben ledig werde. Diese Aufgabe ist zwingend und rung hast du den Baum deiner Hoffnung gefällt.

absolut wesentlich, zumal Streit und Feindseligkei-Allezeit bin Ich dir nahe, doch du bist Mir immer

ten die wahren Ursachen von Leid und Elend sind. fern. Unvergängliche Herrlichkeit habe Ich dir zu-

Bahá’u’lláh gedacht, doch maßlose Schmach hast du dir gewählt.

Äl 159:4 Sprich: Die Freiheit, die euch nützt, ist nirgendwo

Kehre um, da noch Zeit ist, und nutze die Stunde!

Bahá’u’lláh zu finden außer in vollkommener Dienstbarkeit vor

Gott, der Ewigen Wahrheit. Wer ihre Süße kostet, Bei Meinem Selbst! Der Tag naht, da Wir die Welt Äl 143:3

wird es verschmähen, sie gegen alle Herrschaft der und alles, was in ihr ist, aufgerollt und eine neue

Erde und des Himmels zu tauschen. Ordnung an ihrer statt ausgebreitet haben werden.

Bahá’u’lláh Er, wahrlich, ist mächtig über alle Dinge.

Bahá’u’lláh
396
397
10. MULK 16. FEBRUAR 11. MULK
17. FEBRUAR
Äl 161:
2

Sei unbeschwert wie der Wind, wenn du die Botschaft Dessen trägst, der den Morgen göttlicher

Führung anbrechen ließ. Bedenke, wie der Wind,
treu dem Gebote Gottes, über alle Lande der Erde

weht, seien sie bewohnt oder öde. Weder der Anblick der Öde noch die Zeichen des Gedeihens können ihn betrüben oder erfreuen. Er weht in jeder

Richtung, wie sein Schöpfer es gebietet. So sollte

jeder sein, der behauptet, den einen, wahren Gott

zu lieben. Es ziemt ihm, den Blick auf die Grundlagen Seines Glaubens zu richten und eifrig für dessen Verbreitung zu wirken. Allein um Gottes willen

wollte er Gottes Botschaft verkünden und in gleichem Geiste jede Antwort annehmen, die sein Wort

bei seinem Hörer hervorruft. Wer annimmt und
glaubt, wird seinen Lohn empfangen, und wer sich
abwendet, wird nur seine eigene Strafe erhalten.
Bahá’u’lláh
Äl 130:
1
Sei dem Blinden Auge und ein Licht der Führung
für den Fuß des Irrenden.
Bahá’u’lláh

Am Anfang jeder Bemühung hat man die Pflicht, BotA 11:17

auf das Ende zu sehen. Von allen Künsten und Wissenschaften sollten die Kinder diejenigen erlernen,

welche dem Menschen Vorteil bringen, seinen Fortschritt sichern und seinen Rang erhöhen. So wird

der widerliche Gestank der Gesetzlosigkeit vertrieben, und durch die edlen Bemühungen der Staatsführer werden alle geborgen, sicher und in Frieden

leben.
Bahá’u’lláh

O Meine Diener, beraubt euch nicht selbst des un-Äl 153:5

vergänglichen, strahlenden Lichtes, das in der Lampe göttlicher Herrlichkeit leuchtet. Laßt die Flamme der Liebe Gottes hell in eueren strahlenden Herzen brennen. speist sie mit dem Öle göttlicher Führung, behütet sie im Schutze euerer Beständigkeit.

Bewahrt sie unter der Glocke des Vertrauens und

der Loslösung von allem außer Gott, damit das böse

Geflüster der Gottlosen ihr Licht nicht verlösche.

Bahá’u’lláh
398
399
12. MULK 18. FEBRUAR 13. MULK
19. FEBRUAR
VWa 10
O Sohn des Wortes!
Du bist Meine Feste. Tritt ein, auf daß du sicher

wohnest. Meine Liebe ist in dir. Erkenne dies, damit du Mich nahe findest.

Bahá’u’lláh
BotA 7:17

Aller Ruhm sei dem einen, wahren Gott – gepriesen sei Seine Herrlichkeit –, da Er durch die Feder

des Höchsten die Tore der Menschenherzen geöffnet hat. Jeder Vers, den diese Feder offenbarte, ist

ein strahlendes, leuchtendes Tor, das die Herrlichkeit eines heiligen, gottesfürchtigen Lebens und

reiner, makelloser Taten erschließt. Der Aufruf und

die Botschaft, die Wir gaben, sollten niemals nur
ein Land oder ein Volk erreichen oder nur diesem
zugute kommen. Die Menschheit als Ganzes muß

entschlossen dem folgen, was ihr offenbart und gewährt ist. Dann, nur dann wird sie zu wahrer Freiheit gelangen.

Bahá’u’lláh

O ihr Verkörperungen der Gerechtigkeit und Un-BotA 6:2

parteilichkeit, ihr Offenbarungen der Aufrichtigkeit

und der himmlischen Gaben! Unter Tränen klagend,

ruft dieser Unterdrückte laut und spricht: O Gott,

mein Gott! Schmücke die Häupter Deiner Geliebten mit der Krone der Loslösung und kleide ihre

Tempel mit dem Gewande der Rechtschaffenheit.
Bahá’u’lláh

Wenn es einem Menschen gelingt, einen anderen Äl 128:7

zu beeinflussen, ist dieser Erfolg nicht ihm selbst

zuzuschreiben, sondern dem Einfluß der Worte Gottes, wie es von Ihm verordnet ist, dem Allmächtigen, dem Allweisen. Vor Gott wird er als eine Lampe angesehen, die ihr Licht spendet und sich dabei

selbst verzehrt.
Bahá’u’lláh
400
401
14. MULK 20. FEBRUAR 15. MULK
21. FEBRUAR
BotA 6:
2

Es geziemt dem Volke Bahás, durch die Macht seiner Rede dem Herrn zum Siege zu verhelfen und

die Menschen durch edle Taten und guten Charakter zu ermahnen, zumal Taten größeren Einfluß üben

als Worte.
Bahá’u’lláh
Äl 13:
3

Würdet ihr doch mit dem Auge der Einsicht schauen und auf dem Pfade von Gottes heiligem Willen

und Wohlgefallen wandeln.
Bahá’u’lláh

Verherrlicht sei Dein Name, Du bist der Meist-BeA 7:40

geliebte und hast mich befähigt, Dich zu erkennen,

Du bist der Allgerühmte und hast mich gnädiglich

bestätigt mit Deiner Liebe. Du bist der Altehrwürdige der Tage, den niemand je beschreiben kann,

durch die Zeugnisse Deiner Herrlichkeit und Majestät. Du bist der Mächtige, den niemand je verstehen kann, durch die Offenbarungen Deiner Größe

und Schönheit, denn der Majestät und Hoheit Ausdruck, die Attribute der Herrschaft und Schönheit

sind nur Zeichen Deines göttlichen Willens und der

strahlende Widerschein Deiner Herrschaft. Sie künden mit ihrer Natur und ihrem Wesen, daß der Weg

versperrt, und sie bezeugen, daß der Pfad unzugänglich jenseits menschlichen Erreichens liegt.

Báb
O Sohn des Seins! VWa 29

Mute keiner Seele zu, was andere dir nicht zumuten sollen, und sprich nicht von dem, was du nicht

tust. Dies ist Mein Gebot an dich. Gehorche ihm!
Bahá’u’lláh
402
403
16. MULK 22. FEBRUAR 17. MULK
23. FEBRUAR
SVT 36

Hat der Wanderer die Höhen seiner himmelanstrebenden Reise durchmessen, so gelangt er zum

Tal des Genügens. In diesem Tal empfindet er den

Windhauch Göttlichen Genügens, der von der Ebene des Geistes her weht. Er verbrennt die Schleier

des Mangels und schaut mit dem inneren und dem
äußeren Auge das Verborgene und die Erscheinung
aller Dinge, das Zeugnis des Tages, an dem »Gott

aus Seiner Fülle heraus jedem vergelten wird«. Seine

Trübsal schlägt um in Entzücken, sein Kummer in
Freude, und seine Bedrückung und Schwermut wird
Frohsinn und Wonne.
Bahá’u’lláh

Äl 29:6Bedenket stets die Herrschaft, die der wahre König

ausübt, und erkennet die Beweise Seiner Macht und
Seines überragenden Einflusses.
Bahá’u’lláh

Neigt euer Ohr der süßen Weise dieses Gefange-Äl 106:3

nen. Steht auf und erhebt eure Stimme, auf daß die

tief Schlafenden wach werden. Sprecht: O ihr, die

ihr wie tot seid! Die Hand göttlicher Güte reicht euch

das Wasser des Lebens. Eilt herzu und trinkt euchsatt!

Wer an diesem Tage wiedergeboren wird, soll niemals

sterben; wer tot bleibt, soll niemals leben.
Bahá’u’lláh

Denke darüber nach, wie jedesmal, wenn eine Of- BeA 5:5,1

fenbarung erschien, diejenigen die Wahrheit erkannten, die ihre Herzen dem Urheber der Offenbarung

öffneten, während sich die Herzen derer verkrampften, die es versäumten, die Wahrheit anzunehmen,

hatten sie sich doch selbst den Zutritt zu Ihm verwehrt. Und doch schenkt Gott den einen wie den

anderen gleichermaßen ein offenes Herz. Gott will
niemandem das Herz beengen, nicht einmal einer
Ameise, wieviel weniger einem höheren Geschöpf,
es sei denn, dieses Geschöpf lasse zu, daß es in

Schleier gehüllt ist; denn Gott ist der Schöpfer aller

Dinge.
Báb
404
405
18. MULK
24. FEBRUAR
Äl 147:
2
Das Wort Gottes hat das Herz der Welt in Brand
gesetzt; wie bedauerlich, wenn ihr versäumt, euch

an seiner Flamme zu entzünden! So Gott will, werdet ihr in dieser gesegneten Nacht die Nacht der

Einheit sehen, euere Seelen miteinander verbinden

und beschließen, euch mit dem Schmuck eines guten und lobenswerten Charakters zu schmücken.

Bahá’u’lláh
BotA 17:62

Sprich : Fürchtet Gott; sodann seid redlich in eurem Urteil über diese Große Verkündigung, vor der,

als sie strahlend erschien, jede bedeutsame Verkündigung anbetend niederfiel. Sprich: O Schar der Toren! Wenn ihr Ihn verwerft, mit welchem Zeichen

könnt ihr dann eure Treue zu früheren Gesandten

Gottes beweisen oder euren Glauben an das vertreten, was Er aus Seinem mächtigen, erhabenen Königreich herniedergesandt hat?

Bahá’u’lláh
19. MULK
25. FEBRUAR

O mein Herr! Laß zum Zeichen Deiner Gnade, und BeA 7:30,2zum Zeugnis der Güte aus Deiner Gegenwart auf

jedes Heim, dessen Bewohner Deinen Glauben angenommen haben, Deine Segnungen und Gaben

herabströmen. Wahrlich, unübertroffen bist Du im

Verzeihen. Würde Deine Großmut jemandem vorenthalten, wie könnte er dann an Deinem Tage zu

Deines Glaubens Jüngern zählen?
Báb

O Kinder des göttlichen, unsichtbaren Wesens! VWa 66

Ihr werdet gehindert sein, Mich zu lieben, und die

Seelen werden verstört,wenn sie Meiner gedenken;
denn die Vernunft kann Mich nicht begreifen und
das Herz Mich nicht fassen.
Bahá’u’lláh
406
407
AYYÁM-I-HÁ
EINGESCHOBENE TAGE

ÜBER DIE BEDEUTUNG DER EINGESCHONEN TAGE 1. AYYÁM-I-HÁ 26. FEBRUAR

Ayyám-i-Há, die zwischen die Monate Mulk und
‘Alá’ eingeschobenen Schalttage vom 26. Februar

bis 1. März sind Freude, Gastfreundschaft und tätiger Nächstenliebe gewidmet.

O Gott, mein Feuer und mein Licht! Die Tage, die Gb 228

Du in Deinem Buche die Ayyám-i-Há nanntest, haben begonnen, o Du König aller Namen, und die

Fasten nahen heran, deren Einhaltung Deine erhabenste Feder allen zur Pflicht gemacht, die im Reiche Deiner Schöpfung sind. Ich flehe Dich an, o

mein Herr, bei diesen Tagen und bei allen, die sich

während dieser Zeit an das Seil Deiner Gebote klammern und den Griff Deiner Vorschriften halten, gib,

daß jeder Seele im Umkreis Deines Hofes ein Platz
bestimmt sei, ein Sitz bei der Offenbarung des
Strahlenglanzes Deines Antlitzes.
Bahá’u’lláh

Alles, was vom Himmel des göttlichen Willens her-BotA 6:26

niederkommt, ist Mittel für Errichtung von Ordnung

in der Welt und fördert Einheit und Freundschaft

zwischen ihren Völkern. So spricht die Zunge dieses Unterdrückten aus Seinem Größten Gefängnis.

Bahá’u’lláh
410
411
2. AYYÁM-I-HÁ
27. FEBRUAR
BotA 6:27

Schließt eure Augen vor Entfremdung; sodann richtet euren Blick auf die Einheit. Haltet euch beharrlich an das, was der ganzen Menschheit Wohlfahrt

und Ruhe bringt. Diese Handbreit Erde ist nur eine

Heimat und eine Wohnstatt. Euch geziemt es, alle
Hoffart aufzugeben, weil sie Entfremdung schafft,
und eure Herzen auf das zu richten, was Eintracht

stiftet. Nach dem Urteil des Volkes Bahás liegt des

Menschen Ruhm in seiner Erkenntnis, seinem aufrechten Verhalten, seinem lobenswerten Charakter

und seiner Weisheit, nicht in Rang und Volkszugehörigkeit. O Volk auf Erden! Achtet den Wert

dieses himmlischen Wortes.
Bahá’u’lláh
Äl 5:
1
Jetzt ist es Zeit, die Niedergeschlagenen mit dem
belebenden Hauch der Liebe und Gemeinschaft und
den lebendigen Wassern der Freundlichkeit und
Güte aufzumuntern und zu erquicken.
Bahá’u’lláh
3. AYYÁM-I-HÁ
28. FEBRUAR

Seid besonders liebevoll zueinander. Verbrennt, Äl 147:1

ganz um des Vielgeliebten willen, den Schleier des

Selbstes mit der Flamme des unverlöschlichen Feuers, und frohen, lichtstrahlenden Angesichts gesellt

euch zu euerem Nächsten.
Bahá’u’lláh

Schaue auf Gottes Geschöpfe nur mit dem Auge Äl 14:15

der Güte und Barmherzigkeit, denn Unsere liebende Vorsehung hat alles Erschaffene durchdrungen

und Unsere Gunst hat die Erde und die Himmel
umfangen.
Bahá’u’lláh
412
413
4. AYYÁM-I-HÁ
29. FEBRUAR
BotA 10:12
Das Wesen der Nächstenliebe ist für den Diener,
von den Segnungen seines Herrn zu berichten und
Ihm allezeit und in jeder Lage Dank zu sagen.
Bahá’ú’lláh
Äl 139:
8

Laßt euere Taten Führung für die ganze Menschheit sein, denn bei den meisten Menschen, ob hoch

oder niedrig, unterscheidet sich das Bekenntnis vom

Verhalten. Durch euere Taten aber könnt ihr euch
vor anderen auszeichnen. Durch sie kann der Glanz

eueres Lichtes über die ganze Erde verbreitet werden. Glücklich ist der Mensch, der Meinen Rat beachtet und die Gebote hält, die Er, der Allwissende,

der Allweise, gegeben hat.
Bahá’ú’lláh
5. AYYÁM-I-HÁ
1. MÄRZ

Das Erhabenste Wesen spricht: O ihr Vielgeliebten! BotA 11:6

Das Heiligtum der Einheit ist errichtet; betrachtet

einander nicht als Fremde. Ihr seid die Früchte eines Baumes, die Blätter eines Zweiges.

Bahá’ú’lláh

Sei ein Heim dem Fremdling, ein Balsam dem Lei-Äl 130:1

denden, dem Flüchtling ein starker Turm. Sei dem
Blinden Auge und ein Licht der Führung für den
Fuß des Irrenden.
Bahá’ú’lláh
414
415
‘ALÁ
ERHABENHEIT
ÜBER DIE BEDEUTUNG DES NEUNZEHNTAGEFESTES
19TF 23

Vorrangiges Ziel ist, solche Bewegungen des Geistes zu entfachen, aber zugleich folgt ganz selbstverständlich daraus, daß die Anwesenden Speise zu

sich nehmen sollten, damit die Welt des Körpers

die Welt des Geistes widerspiegele und das Fleisch

die Eigenschaften der Seele annehme; wie die geistigen Freuden hier überreich vorhanden sind, so

auch die materiellen Freuden. Glücklich seid ihr,

weil ihr dieses Gebot mit all seinen mystischen Bedeutungen zu beachten habt, um dadurch die Freunde Gottes wach und achtsam zu halten und ihnen

Seelenfrieden und Freude zu bringen.
‘Abdu’l-Bahá
1. ‘ALÁ BEGINN DER FASTENZEIT 2. MÄRZ

Danket Gott, daß euer Herzenswunsch Erfüllung Äl 3:2

fand und ihr mit Ihm vereint wurdet, der der
Verheißene aller Völker ist. Bewahrt euch mit der

Hilfe des einen, wahren Gottes – gepriesen sei Seine Herrlichkeit – die Unversehrtheit der Stufe, die

ihr erreicht habt, und haltet fest an dem, was Seine

Sache fördert. Er, fürwahr, gebietet euch, was recht

ist und des Menschen Stufe erhöht. Verherrlicht sei

der Allbarmherzige, der Offenbarer dieses wundersamen Tablets.

Bahá’u’lláh
O Sohn des Menschen! VWa 36
Frohlocke vor Herzensfreude, damit du würdig

seiest, Mir zu begegnen und Meine Schönheit widerzuspiegeln.

Bahá’u’lláh
418
419
2. ‘ALÁ
3. MÄRZ 3. ‘ALÁ 4. MÄRZ

BotA 9:5O ihr Geliebten des Herrn! Begeht nichts, was den

klaren Fluß der Liebe verschmutzt oder den süßen

Duft der Freundschaft tilgt. Bei der Gerechtigkeit

des Herrn! Ihr seid erschaffen, einander Liebe zu

bezeigen, nicht Eigensinn und Groll. Seid nicht stolz

auf eure Eigenliebe, sondern auf die Liebe zu euren Mitgeschöpfen. Rühmt euch nicht der Liebe zu

eurem Vaterland, sondern der Liebe zur ganzen
Menschheit.
Bahá’u’lláh
Äl 14:17

Der Meistgeliebte ist erschienen. In Seiner Rechten hält Er den versiegelten Wein Seines Namens.

Glücklich der Mensch, der sich Ihm zukehrt, sich

satt trinkt und ausruft: »Preis sei Dir, o Offenbarer

der Zeichen Gottes!«
Bahá’u’lláh

Wir ermahnen Unsere Geliebten zur Gottesfurcht, BotA 8:39

die der Urquell aller guten Taten und Sitten ist. In

der Stadt Bahás ist sie Gebieterin über die Heerscharen des Rechts. Glücklich der Mensch, der in

den Schatten ihres leuchtenden Banners tritt und

sich fest daran hält. Er, wahrlich, zählt zu den Gefährten der Roten Arche, von der im Qayyúmu’l-

Asmá die Rede ist.
Bahá’u’lláh
O Sohn des Seins! VWa 55

Sei nicht beschäftigt mit dieser Welt, denn im Feuer prüfen Wir das Gold und mit Gold prüfen Wir

Unsere Diener.
Bahá’u’lláh
420
421
4. ‘ALÁ
5. MÄRZ 5. ‘ALÁ 6. MÄRZ
Äl 16:
1

Das ganze Menschengeschlecht hat diesen Tag herbeigesehnt, damit er vielleicht erfülle, was seiner

Stufe geziemt und seiner Bestimmung würdig ist.
Selig der Mensch, den die Geschäfte dieser Welt
nicht davon abhalten können, Ihn, den Herrn aller
Dinge, anzuerkennen.
Bahá’u’lláh
VWp
2
O Sohn des Geistes!

Der Vogel sucht sein Nest, die Nachtigall den Zauber der Rose. Die Menschenherzen aber sind wie

Vögel, die, zufrieden mit vergänglichem Staub, fern

ihrem ewigen Neste in die Irre gehen. Auf den

Sumpf der Achtlosigkeit starrend, sind sie der Herrlichkeit der göttlichen Gegenwart beraubt. Ach, wie

seltsam, wie traurig! Um eines Bechers willen wenden sie sich ab von den wogenden Meeren des Allhöchsten und bleiben dem strahlendsten Horizonte

fern.
Bahá’u’lláh

Du hast Mich nach dem Wesen der Seele gefragt. Äl 82:1

Wisse wahrlich, daß die Seele ein Zeichen Gottes

ist, ein himmlischer Edelstein, dessen Wirklichkeit

die gelehrtesten Menschen nicht zu begreifen vermögen, und dessen Geheimnis kein noch so scharfer Verstand je zu enträtseln hoffen kann.

Bahá’u’lláh
O Sohn des Wortes! VWa 15
Wende dein Antlitz Mir zu und entsage allem außer

Mir, denn Mein Reich ist beständig und Meine Herrschaft vergeht nicht. Suchtest du einen anderen als

Mich, dein Trachten wäre vergeblich, selbst wenn
du das Weltall in Ewigkeit durchforschtest.
Bahá’u’lláh
422
423
6. ‘ALÁ
7. MÄRZ
BotA 6:41
O Volk Bahás! Die Quelle für Handwerk, Kunst

und Wissenschaft ist die Macht des Gedankens. Gebt

euch alle Mühe, daß aus dem Bergwerk eures Geistes solche Edelsteine der Weisheit und der Rede

aufleuchten, die bei allen Geschlechtern auf Erden

Wohlfahrt und Eintracht fördern.
Bahá’u’lláh
VWp 47
O Kinder der Leidenschaft!
Legt ab der Hoffart Gewand und befreit euch aus
dem Kleide des Hochmuts.
Bahá’u’lláh
7. ‘ALÁ
8. MÄRZ

Das Wort Gottes ist eine Lampe, deren Licht der Äl 132:3

Satz ist: ihr seid die Früchte eines Baumes und die

Blätter eines Zweiges. Verkehrt miteinander in inniger Liebe und Eintracht, in Freundschaft und Verbundenheit. Er, die Sonne der Wahrheit, bezeugt

Mir: So machtvoll ist das Licht der Einheit, daß es

die ganze Erde erleuchten kann. Der eine, wahre
Gott, der alle Dinge kennt, bezeugt die Wahrheit
dieser Worte.
Bahá’u’lláh

Diese Armut und dieser Reichtum, diese Niedrig-Iq 2:42

keit und Herrlichkeit, diese Herrschaft und Macht,

alles, worauf Augen und Herzen der hohlen, törichten Seelen gerichtet sind – alles schwindet zu völligem Nichts dahin in diesem heiligen Hofe. So ist

gesagt worden: »O Menschen! Ihr seid nur arm, weil

ihr Gottes bedürft. Gott aber ist der Reiche, der
Selbstgenügende«. »Reichtum« bedeutet also die
Unabhängigkeit von allem außer Gott, »Armut« der
Mangel an allem, was Gottes ist.
Bahá’u’lláh
424
425
8. ‘ALÁ 9. MÄRZ 9. ‘ALÁ 10. MÄRZ

Äl 156:1 Wendet euch der Förderung von Wohlfahrt und

Ruhe unter den Menschenkindern zu. Widmet
eueren Geist und Willen der Erziehung der Völker
und Geschlechter auf Erden, damit die Zwietracht,

die diese Erde spaltet, durch die Macht des Größten Namens von ihrem Angesicht getilgt und alle

Menschen zu Verfechtern einer Ordnung und zu
Bewohnern einer Stadt werden.

Bahá’u’lláh Wir wünschen, euch allezeit in Freundschaft und

Eintracht im Paradiese Meines Wohlgefallens miteinander verkehren zu sehen und aus eueren Taten

den Duft der Freundlichkeit und Einigkeit, der Güte

und Gemeinschaft zu verspüren. So rät euch der Allwissende, der Getreue. Wir werden immer mit euch

sein. Wenn Wir den Duft euerer Gemeinschaft verspüren, wird sich Unser Herz gewiß freuen, denn

nichts anderes kann Uns genügen. Dies bezeugt jeder wahrhaft Verstehende.

Äl 146:1

Äl 156:1 Erleuchtet und heiligt euere Herzen. Laßt sie nicht

entweiht werden von den Dornen des Hasses und

Bahá’u’lláh den Disteln der Bosheit. Ihr wohnt in einer Welt

und seid durch das Wirken eines Willens erschaf-
Glücklich, wer in seinem Herzen bewegt, was in
den Büchern Gottes, des Helfers in Gefahr, des
Äl 10:1

fen. Selig ist, wer sich mit allen Menschen im Geiste größter Freundlichkeit und Liebe vereinigt.

Bahá’u’lláh Selbstbestehenden, offenbart worden ist. Sinnt darüber nach, o ihr Geliebten Gottes, und hört auf Sein

Wort, damit ihr euch durch Seine Gunst und Gnade

aus den kristallenen Wassern der Beständigkeit satt

trinkt und in Seiner Sache so standhaft und so unerschütterlich wie die Berge werdet.

Bahá’u’lláh
426
427
10. ‘ALÁ
11. MÄRZ 11. ‘ALÁ 12. MÄRZ
BotA 11:
4
Erhaben, unermeßlich erhaben ist Seine Stufe über

die Verherrlichung aller Wesen, geheiligt über den

Lobpreis der gesamten Schöpfung. Durch Sein
Kommen wurde das Königszelt der Beständigkeit
und Ordnung über der ganzen Welt aufgerichtet und

das Banner der Erkenntnis inmitten der Völker gehißt. Segnungen ruhen auch auf Seinen Nachkommen und Seinen Gefährten, durch welche die Standarte der Einheit Gottes und Seiner Einzigkeit aufgepflanzt, die Fahnen himmlischen Triumphes entfaltet worden sind.

Bahá’u’lláh
Äl 72:
2
O Völker der Erde! Gott, die Ewige Wahrheit, ist
Mein Zeuge, daß die Süße der Worte eueres Herrn,

des Unbezwungenen, Ströme frischen, sanftfließenden Wassers aus den Felsen quellen ließ, und

immer noch schlaft ihr. Werft weg, was ihr besitzt,

und erhebt euch auf den Schwingen der Loslösung
über alles Erschaffene. So gebietet euch der Herr

der Schöpfung, der durch die Bewegung Seiner Feder die Seele der Menschheit in Aufruhr versetzt.

Bahá’u’lláh

Die Welt ist aus dem Gleichgewicht geraten durch Äl 70:1

die Schwungkraft dieser größten, dieser neuen Weltordnung. Das geregelte Leben der Menschheit ist

aufgewühlt durch das Wirken dieses einzigartigen,
dieses wundersamen Systems, desgleichen kein
sterbliches Auge je gesehen hat.
Bahá’u’lláh

Die erste, vornehmste den Menschen vorgeschrie-Äl 134:1

bene Pflicht nächst der Anerkennung Dessen, der

die Ewige Wahrheit ist, ist die Pflicht der Standhaftigkeit in Seiner Sache. Halte dich daran und gehöre zu denen, deren Sinn fest auf Gott gerichtet und

gegründet ist. Keine Tat, wie verdienstvoll sie auch

sei, läßt sich jemals mit der Standhaftigkeit vergleichen. Sie ist der König aller Taten, und dein Herr,

der Allerhöchste, der Machtvollste, wird dies bezeugen.

Bahá’u’lláh
428
429
12. ‘ALÁ
13. MÄRZ 13. ‘ALÁ 14. MÄRZ
VWp 28
O Wesen der Leidenschaft!

Wie oft kam Ich zur Dämmerstunde aus den Reichen des Raumlosen zu deiner Wohnung und fand

dich auf dem Lager der Muße mit anderem beschäftigt als mit Mir. Da kehrte Ich dem Blitzstrahl des

Geistes gleich zu den Reichen himmlischer Herrlichkeit zurück. Den Heerscharen der Heiligkeit an

Meinem Ruhesitz droben verriet Ich nichts.
Bahá’u’lláh
BotA 5:22
O ihr Geschlechter der Erde! Neigt euer Ohr der
Stimme aus dem göttlichen Lotosbaum, der die Welt

überschattet, und zählt nicht zum Volk der Tyrannei auf Erden, zu den Menschen, welche die Manifestation Gottes und Seine unüberwindliche Allgewalt verwerfen und Seine Gunstbeweise von sich

weisen. Sie rechnen fürwahr zu den Verworfenen
im Buche Gottes, des Herrn der ganzen Menschheit.
Bahá’u’lláh

O mein Bruder! Nicht jedes Meer enthält Perlen, SVT 42f

nicht an jedem Zweig erblühen Rosen, noch wird
die Nachtigall überall singen. Darum bemühe dich,

ehe die Nachtigall des Paradieses der inneren Bedeutung sich wieder zum Garten Gottes aufschwingt

und die Strahlen des himmlischen Morgens zur Sonne der Wahrheit heimkehren – vielleicht vermagst

du dann auf diesem vergänglichen Haufen Staubes
einen Hauch aus dem ewigen Garten zu eratmen
und im Schatten der Bewohner dieser ewigen Stadt
zu verbleiben. Wenn du einmal diese höchste Stufe

erreicht hast und zu dieser mächtigen Ebene gelangt

bist, wirst du auf den Geliebten schauen und alles

andere vergessen.
Bahá’u’lláh

Bei der Rechtlichkeit Gottes! Gerechtigkeit ist eine BSW 42

starke Macht. Sie ist es vor allem, die die Bollwerke der Herzen und Seelen der Menschen bezwingt,

sie offenbart die Geheimnisse der Welt des Seins
und ist die Bannerträgerin der Liebe und Großmut.
Bahá’u’lláh
430
431
14. ‘ALÁ
15. MÄRZ 15. ‘ALÁ 16. MÄRZ
BeA 5:21,3

Sprich: Die lebendigen Wegweiser Seines Wohlgefallens sind solche, die wahrhaft und unerschütterlich an Ihn glauben, die lebendigen Beweise Seines

Mißfallens sind dagegen jene, die, wenn sie die
Verse Gottes hören, wie sie aus Seiner Gegenwart
strömen, oder wenn sie die von Ihm offenbarten
göttlichen Worte lesen, nicht augenblicklich den
Glauben annehmen und Gewißheit erlangen.
Báb
Äl 29:
5
Sieh, wie in dieser Sendung die Unwürdigen und

Toren sich in ihrer Narrheit eingebildet haben, sie

könnten durch Mittel wie Massenmord, Plünderung
und Verbannung die Lampe löschen, die die Hand

göttlicher Macht entzündet hat, oder die Sonne ewiger Herrlichkeit verdunkeln. Die Wahrheit, daß solche Trübsal das Öl ist, das die Flamme dieser Lampe nährt, scheinen sie nicht zu kennen. Dies ist Gottes umgestaltende Kraft. Er wandelt, was Er will.

Wahrlich, Er hat Macht über alle Dinge.
Bahá’u’lláh

Sie müssen Meine Sache mit fester Entschlossen-Äl 100:1

heit über die ganze Erde verbreiten, mit einem Geist,

der ganz auf Ihn gerichtet ist, mit Herzen, die von

allen Dingen völlig gelöst und unabhängig sind, und

mit Seelen, die über die Welt und ihre Nichtigkeiten geheiligt sind. Es geziemt ihnen, das Gottvertrauen als beste Wegzehrung für die Reise zu wählen und sich mit der Liebe ihres Herrn, des Erhabensten, des Allherrlichen, zu umgeben. Wenn sie

so verfahren, werden ihre Worte die Hörer beeinflussen.

Bahá’u’lláh

O ihr Völker der Erde! Bei der Gerechtigkeit Got-BeA 2:44,1

tes, des Wahren, das Zeugnis, das Sein Gedenken

verkündet, ist wie eine Sonne, welche die Hand des

gnädigen Herrn in den Zenit des Himmels hob, wo
sie in der Fülle ihres Mittagsglanzes strahlt.
Báb
432
433
16. ‘ALÁ
17. MÄRZ
BeA 7:45,1
Preis sei Dir, o Herr, mein Meistgeliebter! Mache

mich standhaft in Deiner Sache und gib, daß ich zu

denen gerechnet werde, die weder Deinen Bund brechen noch den Götzen ihres eitlen Wahns folgen.

Lasse mich alsdann einen Sitz der Wahrheit in Deiner Gegenwart erlangen, gewähre mir ein Zeichen

Deines Erbarmens und vereinige mich mit solchen

Deiner Diener, über die keine Furcht und kein Kummer kommen soll. Überlasse mich nicht mir selbst,

o mein Herr, noch beraube mich der Erkenntnis

Dessen, der die Manifestation Deiner selbst ist, und

rechne mich nicht zu denen, die sich abgewandt haben von Deiner heiligen Gegenwart.

Báb
BotA 10:
5
Die Quelle allen Ruhmes ist anzunehmen, was der
Herr verleiht, und zufrieden zu sein mit dem, was

Gott verfügt. Das Wesen der Liebe ist für den Menschen, sein Herz dem Geliebten zuzukehren, sich

von allem außer Ihm zu lösen und nichts anderes
als sein Herr zu wünschen.
Bahá’u’lláh
17. ‘ALÁ
18. MÄRZ

Halte dich fest am Saum des Gewandes Gottes, und Äl 141:5

erfasse mit festem Griff sein Seil, ein Seil, das niemand zerreißen kann. Hüte dich, daß dich nicht der

Lärm derer, die diese Größte Verkündigung zurückweisen, davon abhalte, deinen Vorsatz auszuführen.

Verkünde, was dir in diesem Sendschreiben vorgeschrieben wurde, und sollten auch alle Menschen

wider dich aufstehen. Dein Herr ist wahrlich der
Allbezwingende, der unfehlbare Beschützer.
Bahá’u’lláh
O ihr Unterdrücker auf Erden! VWp 64

Hütet euch wohl vor Tyrannei, denn Ich habe gelobt, keines Menschen Unrecht zu vergeben. Dies

ist Mein Bund, den Ich auf der verwahrten Tafel

unwiderruflich beschlossen und mit Meinem Siegel der Heiligkeit besiegelt habe.

Bahá’u’lláh
434
435
18. ‘ALÁ
19. MÄRZ
BeA 3:24,4
Sei wachsam, daß du, geführt von Ihm, dem Quell

göttlicher Führung, befähigt werdest, deine Schritte recht zu setzen auf der Brücke, die schärfer ist

als das Schwert und feiner als ein Haar, so daß, was

du von Anbeginn deines Lebens um Gottes Liebe

willen vollbracht hast, sich nicht plötzlich und unbemerkt in Taten kehre, die vor Gott nicht annehmbar sind. Wahrlich, Gott führt, wen Er will, auf den

Pfad absoluter Gewißheit.
Báb
Äl 93:
1

So durchdringend, so umfassend ist diese Offenbarung, daß im ganzen Weltall kein Ding zu entdekken ist, das Seinen Glanz nicht widerspiegelte. Unter diesen Bedingungen wird jede Betrachtung über

Nähe und Ferne zunichte.
Bahá’u’lláh
19. ‘ALÁ ENDE DER FASTENZEIT 20. MÄRZ

Fürchtet Gott und äußert über Sein Größtes Geden-BeA 2:7,1

ken kein Wort, das nicht von Gott verordnet ist, denn

Wir schlossen Seinethalben mit jedem Propheten

und Seinen Anhängern einen eigenen Bund. Fürwahr, Wir haben keinen Boten gesandt ohne dieses

verpflichtende Bündnis, und Wir fällen wahrlich keinerlei Urteil, es sei denn, nachdem Sein, des Erhabensten Tores Bündnis, geschlossen ist. Bald schon

wird zur festgesetzten Zeit der Schleier vor euren

Augen gelüftet. Dann werdet ihr in unverhüllter
Klarheit das Erhabene Gedenken Gottes schauen.
Báb

O ihr, die ihr auf Erden wohnt! Das Unterschei-Äl 43:10

dungsmerkmal für die Einzigartigkeit dieser höchsten Offenbarung besteht darin, daß Wir einerseits

aus Gottes Heiligem Buche gelöscht haben, was die
Ursache von Streit, Bosheit und Unrecht unter den

Menschenkindern gewesen ist, andererseits die wesentlichen Vorbedingungen für Eintracht, Verständigung und völlige und dauernde Einheit niedergelegt haben. Wohl dem, der Meine Gesetze hält.

Bahá’u’lláh
436
437
FEIERTAGE
GEDENKTAGE
ÜBER DIE BEDEUTUNG DER BAHÁ’Í-FEIERTAGE

In einer Ansprache beim Naw-Rúz-Fest in Alexandria, Ägypten, sagte ‘Abdu’l-Bahá im Jahre 1912:

BNZ 208 In jedem Zyklus und mit jeder Offenbarung gibt es

in den geheiligten Gesetzen Gottes gesegnete Feste, Feiertage und arbeitsfreie Tage. An solchen Tagen sollten alle Arten von Beschäftigung, Handel,

Industrie, Landbau und dergleichen unterlassen
werden.

Alle sollten sich miteinander freuen, allgemeine Versammlungen abhalten, wie eine Gemeinde

werden, damit die nationale Einheit, Einigkeit und

Harmonie allen vor Augen geführt wird.
Weil es gesegnete Tage sind, sollten sie nicht
vernachlässigt oder ihrer Wirkung beraubt werden,
indem man sie zu Tagen macht, an denen man sich
nur dem Vergnügen hingibt. Während solcher Tage
sollten Einrichtungen geschaffen werden, die von
dauerndem Segen und Wert für die Menschen sind...

Unzweifelhaft müssen an solchem Tag menschenfreundliche oder ideale Spuren von den Freunden

Gottes sichtbar zurückbleiben, die in die ganze
Menschheit hinausdringen und nicht nur den Bahá’í
zugute kommen.
‘Abdu’l-Bahá
NAW-RÚZ FEIERTAG – ARBEITSFREI 21. MÄRZ

Das Naw-Rúz-Fest ist das Neujahrsfest. An diesem Tag wird der Beginn des neuen Jahres gefeiert und gleichzeitig mit dem Ende der Fastenzeit

das alte Jahr abgeschlossen. Astronomisch ist
Naw-Rúz der Tag, an dem die Frühlings- Tag- und
Nachtgleiche eintritt.
Nach ‘Abdu’l-Bahá ist Naw-Rúz ein heiliger

Tag, die Tages- und Nachtgleiche steht als Symbol für die Manifestation Gottes. Es ist der Tag,

an dem die Sonne der Wahrheit am Horizont göttlicher Gnade erscheint und einen neuen Frühling

einleitet. Alle erschaffenen Welten geraten in

Bewegung und erwachen zu neuem Leben. Deshalb ist die Frühlings- Tag- und Nachtgleiche

auch Symbol des Lebens. Wie die natürliche Sonne Grundlage des Lebens auf Erden ist, so erfüllt

die Sonne der Wahrheit die Menschheit mit ewigem Leben.

440 441
1. RIDVÁN FEIERTAG – ARBEITSFREI 21. APRIL

Das Ridván-Fest ist das bedeutsamste und heiligste

aller Bahá’í-Feste und kündet von den Tagen, als

Bahá’u’lláh sich am 22. April 1863* für 12 Tage in

den Garten Najíbíyyih zurückzog, und Seinen Gefährten Seine Sendung erklärte. Dieser herrliche

Rosengarten wurde später Garten Ridván (Paradiesgarten) genannt, und lag außerhalb der Stadt Bagdad am Tigris.

GGV 9:
2
Mit diesem feierlichen Akt war die »Frist« eines
vollen Jahrzehnts, die nach göttlicher Bestimmung
zwischen die Offenbarung Bahá’u’lláhs im Síyáh-
Chál und ihre Verkündigung an die Jünger des Báb

gesetzt war, abgelaufen. Die »festgesetzte Zeit der

Geheimhaltung«, während der, wie Er selbst bezeugt, die »Zeichen einer gottgegebenen Offenbarung« über Ihn kamen, war erfüllt.

Shoghi Effendi
Nach dem Willen Shoghi Effendis werden in der

Ridván-Festzeit weltweit die Geistigen Räte gewählt.

* Der 1. Ridván Tag folgt immer 31 Tage nach dem Naw-Rúz-Fest. Im Jahre

1863 fiel die Frühlings-Tages- und Nachtgleiche auf dem 22. März.

9. RIDVÁN FEIERTAG – ARBEITSFREI 29. APRIL

Bahá’u’lláh selbst bezeichnet dieses historische GGV 9:7

Ereignis, der Verkündigung Seiner Offenbarung, als

das »Größte Fest«, den »König der Feste«, das »Fest

Gottes«. Er kennzeichnet es im Kitáb-i-Aqdas als

den Tag, an dem »alles Erschaffene ... in das Meer

der Reinigung getaucht« ward. Und in einem anderen Tablet schrieb Er: »Sei von höchster Freude erfüllt, o Volk von Bahá, ... wenn du des Tages höchster Glückseligkeit gedenkst, des Tages, an dem die

Zunge des Altehrwürdigen geredet hat, da Er Sein
Haus verließ und Sich dem Orte näherte, von dem

aus Er über die gesamte Schöpfung die Herrlichkeit Seines Namens, des Allbarmherzigen, ausgegossen hat...«

Shoghi Effendi
Am 9. Tag der Ridvánzeit zog auch die Familie
Bahá’u’lláhs in den Garten Ridván.
442
443
12. RIDVÁN FEIERTAG – ARBEITSFREI 2. MAI
BHdH 214

Für den zwölften Tag war die Abreise vorgesehen...

Den ganzen zwölften Tag lang strömten die Menschen in den Garten, um ein letztes Lebewohl zu

sagen... Alle Berichte, die uns erhalten sind, stimmen darin überein, daß beim Anblick Bahá’u’lláhs,

der sich, im Sattel sitzend, zur Abreise anschickte,

die ganze Menschenmenge in herzzerreißende, nicht

zu ertragende Schmerzensschreie ausbrach. Immer und

immer wieder ertönte der Ruf: »Alláh-u-Akbar« –
»Gott ist der Größte«. Die Menschen warfen sich
vor Sein Pferd, und es schien – wie Áqá Ridá es

ausdrückt –, »als ob dieses Himmelsroß über geheiligte Körper und reine Herzen schritte«. An diesem Tag nahm man zum erstenmal Bahá’u’lláhs

hervorragende Reitkunst wahr... Ein weiteres äußeres Zeichen der göttlichen Autorität, die Er jetzt

sichtbar innehatte, war die geänderte Kopfbedekkung... Er trug einen fein bestickten Táj (Krone).

Balyuzi
ERKLÄRUNG DES BÁB FEIERTAG – ARBEITSFREI 23. MAI

Mullá Husayn aus Bushrúyih war es, dem der jun-BeA 221

.

ge Siyyid ‘Alí-Muhammad (der Bab) bei einer denkwürdigen Unterredung in der Nacht zum 23. Mai

des Jahres 1844 in Shíráz sich als der verheißene

Qá’im erklärte, als Träger einer eigenständigen Offenbarung – wie vor Ihm Moses, Christus und

Muhammad. Als Hauptaufgabe Seiner Sendung betrachtete Er es, Wegbereiter eines anderen Gottesboten zu sein, der die Verheißungen aller früheren

Religionen erfüllen werde. In diesem Sinne nannte
Er sich »Báb«, »das Tor«.
Nachwort des Bahá’í-Verlags

»Die Offenbarung«, berichtet Mullá Husayn weiter, GGV 1:5

.

»die so plötzlich und ungestüm über mich hereinbrach,

war wie ein Gewittersturm und machte mich vorübergehend ganz benommen. Ich war geblendet von ihrem überirdischen Glanz und überwältigt von ihrer

zermalmenden Kraft... Ich kam mir vor wie die StimmeGabriels, die der ganzen Menschheit zuruft:Wachet

auf, denn siehe, das Morgenlicht ist angebrochen!
Erhebet euch, denn Seine Sache ist kundgetan! Das

Tor Seiner Gnade ist weit aufgetan; tretet ein, o Völker der Welt! Denn Er, der euchVerheißene, ist da!«

Shoghi Effendi
444
445
HINSCHEIDEN BAHÁ’U’LLÁHS FEIERTAG – FREI 29. MAI
Nach kurzer Krankheit verließ Bahá’u’lláh acht

Stunden nach Sonnenuntergang in den frühen Morgenstunden des 29. Mai 1892 die Hülle Seines

menschlichen Tempels.
BdB 1:
2

Das Ziel dieses Unterdrückten bei allen Leiden und

Trübsalen, die Er ertragen, bei allen Versen, die Er

offenbart, und bei den Beweisen, die Er dargebracht

hat, war einzig und allein, die Flamme des Hasses

und der Feindschaft zu löschen, damit der Horizont

der Menschenherzen vom Lichte der Eintracht erleuchtet werde, daß er wahren Frieden und wirkliche Ruhe finde.

Bahá’u’lláh
DWB 167

Jahrhunderte, nein, ganze Zeitalter müssen vergehen, ehe das Tagesgestirn der Wahrheit wieder in

seinem Mittagsglanze leuchtet oder zum weiteren
Male in prangendem Frühlingsschimmer aufgeht...
Wie dankbar müssen wir sein, daß wir an diesem
Tage zu Empfängern einer so überwältigenden
Gunst gemacht sind!
‘Abdu’l-Bahá
MÄRTYRERTOD DES BÁB FEIERTAG – FREI 9. JULI
Um die Mittagszeit des 9. Juli 1850 wurde der Báb
in Seinem 31. Lebensjahr auf dem Kasernenhof in
Tabríz, Nordpersien, hingerichtet.

Es war der Báb selbst, der in Seinem ersten, Sei-NB1 26

nem gewichtigsten und erhabensten Buch im Hinblick auf Bahá’u’lláh schrieb: »O Du, den sich Gott

vorbehielt! Ich habe Mich ganz geopfert für Dich.

Ich habe eingewilligt, um Deinetwillen geächtet zu

sein, und habe nichts anderes ersehnt als Märtyrertum auf dem Pfade Deiner Liebe. Gott ist Mein

Zeuge, der Erhabene, der Beschützer, der Altehrwürdige der Tage!«

Fürchtet euch nicht, Ich bin auf diese Welt gekom-NB1 172

men, um ein Zeuge zu sein für die Herrlichkeit des

Opfers. Ihr seht, wie sehr Ich Mich danach sehne;
ihr kennt den Grad Meiner Entsagung. Ach, bittet
den Herrn, euren Gott, daß Er die Stunde Meines

Märtyrertums beschleunige und Mein Opfer annehme! ...

Báb
446
447
GEBURT DES BÁB FEIERTAG – FREI 20. OKTOBER
Mírzá ‘Alí-Muhammad, der sich später den Titel

»Báb« (das Tor) beilegte, wurde in Shíráz, in Südpersien, am 20. Oktober 1819 geboren. Er war ein

Siyyid, d. h. ein Nachkomme Muhammads.
BeA 1:4,1

Der Stoff, daraus Gott Mich erschaffen hat, ist nicht

der Staub, daraus andere wurden. Er gab Mir, was
die Weltweisen nie erfassen noch die Getreuen je

entdecken können... Ich bin ein Tragpfeiler des Ersten Wortes Gottes. Wer Mich anerkennt, hat alles

erkannt, was wahr und recht ist, und hat alles erreicht, was gut und ziemlich ist, und wer Mich nicht

anerkennt, hat sich von allem abgewandt, was wahr

und recht ist, und erliegt allem, was übel und unziemlich ist.

Báb
BeA 1:4,4
Ich bin der Erste Punkt, daraus alles Erschaffene
gezeugt ward. Ich bin das Antlitz Gottes, dessen
Glanz sich nie verdunkeln läßt, das Licht Gottes,
dessen Strahlen nie verblassen können. Gewißheit

und alles Gute ist dem bereitet, der Mich anerkennt,

und Höllenfeuer und alles Übel erwartet den, der
verfehlt, Mich anzuerkennen...
Báb
GEBURT BAHÁ’U’LLÁHS FEIERTAG – FREI 12. NOV.
Bahá’u’lláh wurde am Morgen des 12. Novembers

1817 in Teheran geboren. Alle Propheten und Boten Gottes haben auf Seine Offenbarung hingewiesen, Seine Herrlichkeit angekündigt und Sein Kommen erwartet.

Er, der über alles Geliebte, ist gekommen! Er hat Äl 151:1,3

sich mit der Herrlichkeit der Offenbarung Gottes

gekrönt und die Tore seines altehrwürdigen Paradieses vor den Augen der Menschen geöffnet...

Höret auf Mich, ihr sterblichen Vögel. Im Rosengarten unvergänglicher Pracht begann eine Blume

zu blühen, mit der verglichen jede andere Blume

nur ein Dorn ist und vor deren strahlender Herrlichkeit das wahre Wesen der Schönheit verblassen

und vergehen muß, so erhebet euch und trachtet mit

aller Begeisterung eueres Herzens, mit allem Verlangen euerer Seele, mit der ganzen Inbrunst eueres

Willens und mit dem gesamten Bemühen eueres

ganzen Seins danach, zum Paradiese Seiner Gegenwart zu gelangen, und strebet danach, den Duft der

nie verwelkenden Blume zu spüren, die süßen Düfte der Heiligkeit zu atmen und euer Teil an diesem

Dufthauch himmlischer Herrlichkeit zu erlangen.
Bahá’u’lláh
448
449

TAG DES BUNDES GEDENKTAG 26. NOVEMBER HINSCHEIDEN ‘ABDU’L-BAHÁS GEDENKTAG 28. NOV.

DGB 14 Weil es in der Vergangenheit bei den Glaubensbekenntnissen immer große Unterschiede und Abweichungen gab, und jeder, der eine neue Idee hatte,

sie Gott zuschrieb, war es Bahá’u’lláhs Wunsch, daß

es unter den Bahá’í keinen Grund zum Meinungsstreit geben solle. Deshalb schrieb Er mit Seiner

Feder das Buch Seines Bundes nieder, in welchem
Er Sich an Seine Verwandten und alle Völker der
Welt mit den Worten wendet: »Wahrlich, Ich habe
‘Abdu’l-Bahás mannigfaltige Tätigkeiten dauerten

... bis zum zweitletzten oder letzten Tag seines Lebens. Am Freitag, dem 25. November 1921, wohnte Er noch dem Mittagsgebet in der Moschee in

Haifa bei und verteilte nachher Almosen an die Armen mit eigener Hand, wie Er gewohnt war... Kaum

drei Tage später, eineinhalb Stunden nach Mitternacht, am Montag, dem 28. November, ging Er so

friedevoll heim, daß es den zwei an Seinem Bett
BNZ 84
Einen zum Mittelpunkt Meines Bundes (‘Abdu’l-
Bahá) ernannt. Ihm müssen alle gehorchen. An Ihn

sollen sich alle halten. Er ist der Ausleger Meines

wachenden Töchtern schien, als ob Er sich ruhig
schlafen gelegt habe.
Am nächsten Morgen (Dienstag, 29. November)
Buches, Er kennt Mein Ziel. Alle müssen sich Ihm
zuwenden. Was immer Er sagt, ist richtig, denn

wahrlich, Er kennt die Texte Meines Buches; allein

fand das Begräbnis statt, ein Begräbnis, wie es in

Haifa, ja in ganz Palästina sicherlich noch nie dagewesen ist ..., so tief war das Gefühl, das so viele

Er kennt Mein Buch, niemand sonst.« Diese Erklä-Tausende von Trauernden, Vertretern von vielen

rung soll verhindern, daß es unter den Bahá’í jemals zu Mißklang und Meinungsstreit kommt. Sie

sollen immer einig sein und sich verständigen ...

Wer deshalb dem von Bahá’u’lláh ernannten Mittelpunkt des Bundes gehorcht, gehorcht Bahá’u’lláh, und

wer Ihm nicht gehorcht, gehorcht Bahá’u’lláh nicht ...

‘Abdu’l-Bahá
Religionen, Rassen und Sprachen zusammenführte.
Vertreter der verschiedenen Glaubensrichtungen,
Moslems, Christen und Juden, alle Herzen erfüllt
von glühender Liebe zu ‘Abdu’l-Bahá, erhoben
manche im Impuls des Augenblicks, andere auch
vorbereitet, die Stimme in Lob und Schmerz. Sie

brachten ihre letzte Ehrenbezeugung und ihr Lebewohl ihrem Geliebten dar.

J.E. Esslemont
450 451
GEBETE
PFLICHTGEBETE
ÜBER DIE BEDEUTUNG DES PFLICHTGEBETES
Gb S.15

Es gibt drei tägliche Pflichtgebete ... Der Gläubige

hat die Freiheit, eines von diesen drei Gebeten zu

wählen, aber die Pflicht, eines davon zu sprechen.

Die besonderen Anweisungen bei den Gebeten sind
zu beachten.
Shoghi Effendi
MdG 15

Die Pflichtgebete sind bindend, weil sie Demut und

Ergebenheit bewirken, den Menschen sein Angesicht Gott zuwenden und seine Hingabe an Ihn zum

Ausdruck bringen lassen. Durch solches Gebet
pflegt der Mensch Verbindung mit Gott, sucht Ihm
nahezukommen, hält Zwiesprache mit dem wahren

Geliebten seines Herzens und erreicht geistige Stufen.

‘Abdu’l-Bahá
KiAsD 56

»Morgen«, »Mittag« und »Abend« im Zusammenhang mit den Pflichtgebeten bedeuten die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Mittag, zwischen Mittag und Sonnenuntergang und zwischen Sonnenuntergang und zwei Stunden danach.

Universales Haus der Gerechtigkeit
DAS KURZE PFLICHTGEBET*

Ich bezeuge, o mein Gott, daß Du mich erschaffen Gb 1

hast, Dich zu erkennen und anzubeten. Ich bezeuge
in diesem Augenblick meine Ohnmacht und Deine
Macht, meine Armut und Deinen Reichtum. Es ist
kein Gott außer Dir, dem Helfer in Gefahr, dem
Selbstbestehenden.
Bahá’u’lláh
* einmal in 24 Stunden, mittags, zu sprechen
454
455
DAS MITTLERE PFLICHTGEBET* 1
Wer zu beten wünscht, wasche seine Hände und
spreche beim Waschen:
Stärke meine Hand, o mein Gott, und laß sie Dein

Buch mit solcher Standhaftigkeit ergreifen, daß die

Scharen der Welt keine Macht über sie haben. Schütze sie sodann, damit sie sich nicht mit Dingen befaßt,

die ihr nicht zustehen. Du bist wahrlich der Allmächtige, der Allgewaltige.

Und beim Waschen des Gesichtes spreche er:
Dir wende ich mein Angesicht zu, o mein Herr!

Erleuchte es mit dem Licht Deines Antlitzes. Bewahre es sodann, damit es sich niemandem außer

Dir zuwende.

Dann erhebe er sich und spreche der Qiblih¹ zugewandt:

Gott bezeugt, daß es keinen Gott gibt außer Ihm.
Sein sind die Reiche der Offenbarung und der
Schöpfung. Er hat wahrlich Ihn enthüllt, der der
* Täglich morgens, mittags und abends zu sprechen
1 Gebetsrichtung nach Bahjí, ‘Akká
DAS MITTLERE PFLICHTGEBET

Morgen der Offenbarung ist, der auf dem Sinai redete, durch den der Höchste Horizont erstrahlte und

der Lotosbaum sprach, über den hinaus keiner gehen kann, und durch den der Ruf verkündet ward

an alle, die im Himmel und auf Erden sind: »Sehet,

der Allbesitzende ist gekommen! Erde und Himmel, Ruhm und Herrschaft sind Gottes, des Herrn

aller Menschen, des Besitzers des Thrones in der
Höhe und auf der Erde hienieden!«

Dann beuge er sich nieder, lasse die Hände auf den

Knien ruhen und spreche:
Erhaben bist Du über meinen Lobpreis und den
Lobpreis jedes anderen und über die Beschreibung
aller, die im Himmel und auf Erden sind!
Dann spreche er stehend mit geöffneten Händen,

die Handflächen aufwärts gerichtet und dem Gesicht zugewendet:

Enttäusche nicht den, o mein Gott, der sich mit flehenden Fingern an den Saum Deiner Barmherzigkeit und Gnade klammert, o Du, der Du von den

Barmherzigen der Allbarmherzige bist!
456 457
DAS MITTLERE PFLICHTGEBET 3
Dann setze er sich und spreche:
Ich bezeuge Deine Einheit und Deine Einzigkeit,
daß Du Gott bist und kein Gott ist außer Dir. Du
hast wahrlich Deine Sache offenbart, Deinen Bund

erfüllt und weit das Tor Deiner Gnade aufgetan vor

allen, die im Himmel und auf Erden wohnen. Segen und Friede, Gruß und Herrlichkeit ruhen auf

Deinen Geliebten, die Wandel und Wechsel der Welt

nicht davon abhalten, sich Dir zuzuwenden, und die

alles hingegeben in der Hoffnung, das zu erlangen,

was bei Dir ist. Du bist in Wahrheit der Immervergebende, der Allgütige.

So jemand statt des langen Verses lieber die Worte

sprechen möchte:

Gott bezeugt, daß kein Gott ist außer Ihm, dem Helfer in Gefahr, dem Selbstbestehenden,

so wird dies genügen.
DAS MITTLERE PFLICHTGEBET

Und ebenso wird es genügen, wenn er vorzieht, sitzend die Worte zu sprechen:

Ich bezeuge Deine Einheit und Deine Einzigkeit und

daß Du Gott bist und daß kein Gott ist außer Dir.
Bahá’u’lláh
458 459
DAS LANGE PFLICHTGEBET* 1
Wer dieses Gebet zu sprechen wünscht, stehe auf
und wende sich Gott zu. Auf seinem Platz stehend
schaue er zur Rechten und zur Linken, als erwarte

er das Erbarmen seines Herrn, des Allbarmherzigen, des Mitleidvollen. Dann spreche er:

O Du, der Du der Herr aller Namen und der Schöpfer der Himmel bist! Ich flehe Dich an bei den Sonnen Deines unsichtbaren Wesens, des Höchsterhabenen, des Allherrlichen: Mache mein Gebet

zu einem Feuer, das die Schleier verbrenne, die mich

hindern, Deine Schönheit zu schauen, und zu einem Licht, das mich zum Meere Deiner Gegenwart

geleite.

Dann erhebe er die Hände flehend zu Gott – gepriesen und verherrlicht sei Er – und spreche:

O Du Sehnsucht der Welt, Du Geliebter der Völker!
Du siehst, wie ich mich Dir zuwende, ledig aller
Bindungen außer an Dich, an Dein Seil geklammert,

durch dessen Bewegung die ganze Schöpfung erschüttert ward. Ich bin Dein Diener, o mein Herr,

* Einmal in 24 Stunden zu sprechen
DAS LANGE PFLICHTGEBET

und Deines Dieners Sohn. Sieh, ich bin bereit, nach

Deinem Wunsch und Willen zu tun und ersehne

nichts als Dein Wohlgefallen. Ich flehe Dich an bei

dem Meer Deines Erbarmens und der Sonne Deiner Gnade: Verfahre mit Deinem Diener, wie Du

willst und wie es Dir beliebt. Bei Deiner Macht, die

weit über allem Gedenken und allem Lobpreis steht!

Was Du offenbartest, ist meines Herzens Sehnsucht
und die Liebe meiner Seele. O Gott, mein Gott!

Schaue nicht auf meine Hoffnungen und meine Taten, sondern auf Deinen Willen, der Himmel und

Erde umfaßt. Bei Deinem Größten Namen, o Du
Herr aller Völker! Allezeit wünsche ich nur, was
Du wünschest, und liebe nur, was Du liebst.

Dann kniee er nieder, beuge die Stirn zur Erde und

spreche:

Erhaben bist Du über die Beschreibung jedes anderen außer Dir und das Begreifen eines jeden außer

Dir selbst.
Dann stehe er auf und spreche:
Mache mein Gebet zu einem Born lebenspenden
460 461
DAS LANGE PFLICHTGEBET 3
den Wassers, o mein Herr, womit ich lebe, solange

Deine Herrschaft währt, und in jeder Deiner Welten von Dir künde.

Wieder erhebe er flehend die Hände und spreche:

O Du, von dem getrennt die Herzen und Seelen hinschmolzen, durch dessen Feuer der Liebe die ganze Welt entflammt ward! Ich bitte Dich flehentlich

bei Deinem Namen, durch den Du die ganze Schöpfung unterwarfest, vorenthalte mir nicht, was bei

Dir ist, o Du, der Du über alle Menschen herrschest!

Du siehst, o mein Herr, diesen Fremdling zu seiner

erhabensten Wohnung unter dem Zelte Deiner Majestät und im Reiche Deines Erbarmens eilen. Du

siehst diesen Sünder das Meer Deiner Vergebung,
diesen Niedrigen den Hof Deiner Herrlichkeit und

dieses arme Geschöpf den Morgen Deines Reichtums suchen. Dein ist die Macht zu gebieten, was

immer Du willst. Ich bezeuge, daß Du zu rühmen

bist in Deinem Tun, daß Deinen Befehlen zu gehorchen ist und daß Du uneingeschränkt bleibst in

Deinen Geboten.
DAS LANGE PFLICHTGEBET
Darauf erhebe er die Hände und spreche dreimal
den Größten Namen (Alláh-u-Abhá). Dann beuge
er sich mit auf den Knien ruhenden Händen nieder

vor Gott – gepriesen und verherrlicht sei Er – und

spreche:
Du siehst, o mein Gott, wie mein Geist in meinem

Leib und allen meinen Gliedern erregt ward in seinem Sehnen, Dich anzubeten, und in seinem Verlangen, Deiner zu gedenken und Dich zu verherrlichen; wie er bezeugt, was die Zunge Deines Gebotes im Reiche Deines Wortes und im Himmel Deines Wissens bezeugt. In diesem Zustand, o mein

Herr, drängt es mich, alles von Dir zu erbitten, was

bei Dir ist, damit ich meine Armut dartue und Deine Güte und Deinen Reichtum verherrliche, meine

Ohnmacht bekunde und Deine Kraft und Deine
Macht offenbare.

Dann stehe er auf, erhebe zweimal flehend die Hände und spreche:

Es ist kein Gott außer Dir, dem Allmächtigen, dem

Allgütigen. Es ist kein Gott außer Dir, dem Gebieter am Anfang und am Ende. O Gott, mein Gott!

462 463
DAS LANGE PFLICHTGEBET 5

Deine Vergebung hat mich ermutigt, Dein Erbarmen hat mir Kraft gegeben, Dein Ruf hat mich erweckt und Deine Gnade mich erhoben und hingeführt zu Dir. Wie könnte ich sonst wagen, am Tore

der Stadt Deiner Nähe zu stehen oder mein Gesicht

dem Lichte zuzuwenden, das aus dem Himmel Deines Willens hervorleuchtet? Du siehst, o mein Herr,

dieses elende Geschöpf an die Pforte Deiner Gnade
pochen, diese vergehende Seele den Strom ewigen
Lebens aus den Händen Deiner Güte suchen. Dein

ist der Befehl allezeit, o Du Herr aller Namen, und

mein sind Ergebung und willige Unterwerfung unter Deinen Willen, o Schöpfer der Himmel!

Dann erhebe er dreimal die Hände und spreche:
Größer als jeder Große ist Gott!
Sodann kniee er nieder, beuge die Stirn zur Erde
und spreche:

Zu hoch bist Du für den Lobpreis derer, die Dir nahe

sind, als daß er zum Himmel Deiner Nähe aufstiege, oder für die Vögel der Herzen jener, die Dir treu

sind, als daß sie den Zugang zu Deinem Tore er-
DAS LANGE PFLICHTGEBET
reichten. Ich bezeuge, daß Du geheiligt bist über

alle Eigenschaften, heilig über alle Namen. Es ist

kein Gott außer Dir, dem Höchsterhabenen, dem
Allherrlichen.
Dann setze er sich und spreche:
Ich bezeuge, was alle erschaffenen Dinge und die
himmlischen Heerscharen und die Bewohner des

allhöchsten Paradieses und über sie hinaus die Zunge der Größe selbst vom allherrlichen Horizont aus

bezeugen, daß Du Gott bist, daß kein Gott ist außer

Dir, und daß Er, der offenbart wurde, das Verborgene Geheimnis ist, das Verwahrte Sinnbild, durch den

die Buchstaben des »Sei!« miteinander verbunden
und verknüpft wurden. Ich bezeuge, daß Er es ist,

Dessen Namen die Feder des Allhöchsten niederschrieb und der genannt ist in den Büchern Gottes,

des Herrn des Thrones in der Höhe und hienieden
auf Erden.
Dann stehe er aufrecht und spreche:
O Herr allen Seins, Besitzer alles Sichtbaren und
Unsichtbaren! Du gewahrst meine Tränen und Seuf
464 465
DAS LANGE PFLICHTGEBET 7

zer; Du hörst mein Stöhnen und Jammern und meines Herzens Klage. Bei Deiner Macht! Meine Sünden haben mich gehindert, mich Dir zu nähern,

meine Frevel haben mich dem Hofe Deiner Heiligkeit ferngehalten. Deine Liebe, o mein Herr, hat

mich reich gemacht, aber die Trennung von Dir ließ

mich zunichte werden und das Fernsein von Dir hat

mich verzehrt. Ich flehe Dich an bei Deiner Fußspur in dieser Wildnis und bei den Worten »Hier

bin ich, hier bin ich!«, die Deine Erwählten in diesem unendlichen Raume gerufen, und beim Odem

Deiner Offenbarung und den linden Lüften am

Morgen Deiner Manifestation – gib, daß ich unentwegt zu Deiner Schönheit aufblicke und alles befolge, was in Deinem Buche steht.

Dann sage er dreimal den Größten Namen, beuge
sich nieder, lasse die Hände auf den Knien ruhen
und spreche:

Preis sei Dir, o mein Gott, daß Du mir halfest, Deiner zu gedenken und Dich zu preisen, daß Du mich

Ihn, den Sonnenaufgang Deiner Zeichen, erkennen

ließest, und daß Du mich bewegtest, mich vor Deiner Herrschaft zu beugen, mich Deiner Gottheit zu

DAS LANGE PFLICHTGEBET
unterwerfen und anzuerkennen, was die Zunge
Deiner Größe kündete.
Dann erhebe er sich und spreche:
O Gott, mein Gott! Mein Rücken ist gebeugt von

der Bürde meiner Sünden, und meine Nachlässigkeit hat mich zunichte gemacht. Wann immer ich

meiner schlechten Taten und Deiner Güte gedenke,
schmilzt mir das Herz in der Brust und wallt mir
das Blut in den Adern. Bei Deiner Schönheit, o Du
Sehnsucht der Welt! Ich erröte, mein Angesicht zu
Dir zu erheben, und Scham hemmt meine Hände,
sich sehnend nach dem Himmel Deiner Gaben zu
recken. Du siehst, o mein Gott, wie Tränen mich
hindern, Deiner zu gedenken und Deine Tugenden

zu preisen, o Herr des Thrones in der Höhe und auf

der Erde hienieden! Ich flehe Dich an bei den Zeichen Deines Reiches und den Geheimnissen Deiner Herrschaft: Verfahre mit Deinen Geliebten, wie

es Deiner Güte entspricht, o Herr allen Seins, und

wie es Deiner Gnade würdig ist, o Du König des
Sichtbaren und des Unsichtbaren!
466 467
DAS LANGE PFLICHTGEBET
Dann sage er dreimal den Größten Namen, beuge
knieend die Stirn zur Erde und spreche:

Preis sei Dir, o unser Gott, daß Du auf uns herabsandtest, was uns Dir nahebringt, und uns mit allem Guten versorgest, was Du in Deinen Büchern

und Schriften auf uns niederkommen ließest. Beschütze uns – so flehen wir Dich an, o mein Herr –

vor den Scharen eitlen Wahns und leeren Trugs. Du
bist in Wahrheit der Mächtige, der Allwissende.
Dann erhebe er das Haupt, setze sich und spreche:
Ich bezeuge, o mein Gott, was Deine Erwählten
bezeugen, und bekenne, was die Bewohner des
höchsten Paradieses bekennen und die, die Deinen
mächtigen Thron umkreisen: Dein sind die Reiche
der Erde und des Himmels, o Herr der Welten!
Bahá’u’lláh
ERKLÄRUNG DER LITERATURKÜRZEL
Äl
Ährenlese
BdB
Buch des Bundes
BeA
Der Báb, Eine Auswahl aus Seinen
Schriften
BHdH
Bahá’u’lláh, der Herr der Herrlichkeit
BNZ
Bahá’u’lláh und das neue Zeitalter
BotA
Botschaften aus ‘Akká
BSW
Brief an den Sohn des Wolfes
DGB
Der Gottesbund
DGv
Den Glauben vertiefen
DWB
Die Weltordnung Bahá’u’lláhs
Gb
Gebete
GGV
Gott geht vorüber
Iq
Kitáb-i-Íqán, Das Buch der Gewißheit
KiAsD

Inhaltsübersicht und systematische Darstellung der Gesetze und Gebote des

Kitáb-i-Aqdas
MdG
Über die Macht des Gebets
NB1
Nabils Bericht, Bd. 1
SVT
Sieben Täler – Vier Täler
VWa
Die Verborgenen Worte, arabisch
VWp
Die Verborgenen Worte, persisch
19TF
Bahá’í-Versammlungen und
Neunzehntagefeste
BIBLIOGRAFIE, AUS DEM BAHÁ’Í-VERLAG, HOFHEIM
Báb
Der Báb – Eine Auswahl aus Seinen Schriften, 1991
Bahá’u’lláh
Ährenlese, 3. revidierte Auflage 1980
Botschaften aus ‘Akká, 1982
Brief an den Sohn des Wolfes, 1988
Die Verborgenen Worte, revidierte Auflage 1997
Kitáb-i-Íqán, Das Buch der Gewissheit,
4. revidierte Aufl. in Vorbereitung

Sieben Täler – Vier Täler, 4. revidierteAuflage 1997

Buch des Bundes, 1989
Shoghi Effendi
Die Weltordnung Bahá’u’lláhs, 1977

Gott geht vorüber, revidierte Auflagein Vorbereitung

Textzusammenstellungen des Universalen Hauses
der Gerechtigkeit
Den Glauben vertiefen, 1984
Bahá’í-Versammlungen und
Neunzehntagefest, 1978
Der Gottesbund, 2. revidierte Auflage 1997

Inhaltsübersicht und systematische Darstellung der

Gesetze und Gebote des Kitáb-i-Aqdas, 1987
BIBLIOGRAFIE
Über die Macht des Gebets, 1981
J.E. Esslemont
Bahá’u’lláh und das neue Zeitalter, 1976
Balyuzi
Bahá’u’lláh, der Herr der Herrlichkeit, 1991
Nabíl
Nabils Bericht aus den frühen Tagen der Bahá‘í-
Offenbarung, Bd. 1, 1975
Zusammenstellungen
Gebete, 3. revidierte Ausgabe 1996
472 473

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