in diesen turbulenten Tagen, whrend das wogende Meer der Trbsal steigt und der Sturm der Ungerechtigkeit Sie auf allen Seiten umgibt, "vergeht kein Moment, in dem nicht Ihrer gedacht wird, und in jedem Augenblick sind Sie in unseren Gedanken". Die Nachrichten ber Ihre Bestndigkeit und Standhaftigkeit sind ein Trost fr unsere aufgewhlten Herzen. Die Auswirkungen der geistigen Krfte zu bezeugen, die durch Ihre Opfer freigesetzt und in den Erfolgen Ihrer Mitglubigen berall auf der Welt offenbar wurden, bringt uns unendliche Freude.
Viele der Menschen im Iran, darunter auch Amtspersonen, sind heute berzeugt, dass Ihre Behandlung eine krasse Ungerechtigkeit darstellt. Die Untersttzung und Solidaritt, die Ihnen von Seiten Ihrer Mitbrger entgegengebracht wird, und das Gefhl von Sympathie und Bedauern, sowie der Wunsch nach Wiedergutmachung, den aufgeklrte Intellektuelle, Schriftsteller, Journalisten und Knstler ausgesprochen haben, weisen hin auf die Erhabenheit der Ideale und die Reinheit des Geistes des iranischen Volkes. Deren Handlungen und Gefhle rufen die edlen Taten ihrer Ahnen in Erinnerung, die im Altertum Vorkmpfer in der Verteidigung der Menschenrechte waren. Die unparteiisch Denkenden in diesem Land fragen, warum solch aufrichtige und dem Wohl verpflichtete Brger einer derart grausamen Unterdrckung ausgesetzt sind. Sie mchten wissen, wie es kommt, dass die Baha'i, deren religise Lehren ihnen verbieten, sich in Parteipolitik einzumischen, oder gar Aufruhr anzuzetteln - eine Wahrheit, die durch ihre hundertsechzigjhrige Geschichte bezeugt wird - beschuldigt werden, politische Agenten auslndischer Mchte zu sein. In der Tat sind viele in Ihrem Land darber befremdet, dass ein detaillierter, systematischer Plan ersonnen wird, weit reichende Manahmen ergriffen und betrchtliche materielle und menschliche Ressourcen aufgewendet werden, nur zu dem Zweck, einer Gruppe von Brgern Bildung und Arbeit zu verwehren und ihre Verarmung herbeizufhren, Vorurteile zu verbreiten und Misstrauen zu schren. Sie fragen, weshalb so viele Anstrengungen darauf verwendet werden, Lgen und ble Nachrede zu verbreiten und die Lehren und Geschichte des Baha'i-Glaubens zu verzerren. Sie erwgen tief in ihren Herzen, wie ihre Nation sich vor Gott und der Menschheit fr all diese Ungerechtigkeiten verantworten wird. Als Folge dieser Erwgungen ist die Zahl derer gewachsen, die sich darber klar geworden sind, wie religises Vorurteil die Bemhungen, eine fortschrittliche Gesellschaft aufzubauen, zerstrt, und die entschlossen sind, eine Kultur z
u frdern, die auf dem hohen Ideal der Einheit in Mannigfaltigkeit grndet. Die historische Bedeutung dieses Sinneswandels drfen Sie keineswegs unterschtzen.
Bleiben Sie zuversichtlich, dass Ihre Standhaftigkeit angesichts zahlloser Kmpfe, sowie die Opfer, die Sie bringen, um die Interessen Ihres Landes zu frdern, von Ihren Landsleuten nicht vergessen und von Gott belohnt werden. Bemhen Sie sich daher mit Bestndigkeit und Standhaftigkeit und mit strahlender Freude, Ihre geistigen Pflichten zu erfllen. Untersttzen und ermutigen Sie einander in allen Angelegenheiten und scheuen Sie keine Anstrengung, um die Grundlagen der Einheit innerhalb Ihrer Gemeinde zu strken. Bemhen Sie sich beharrlich, aufrichtig und ernsthaft, Ihre Rechte im Rahmen und Schutz des Gesetzes zu sichern, zeigen Sie im Umgang mit Ihren Unterdrckern liebevolle Freundlichkeit, Geduld und Nachsicht, und erwidern Sie deren Beleidigungen mit Worten des Friedens und der Zuneigung. Bemhen Sie sich weiterhin in der Arena des Dienstes fr Ihr Heimatland, und spielen Sie durch ihre Teilnahme am konstruktiven Diskurs mit Ihren Nachbarn, Kollegen, Freunden und Bekannten eine entscheidende Rolle fr den Fortschritt der Gesellschaft. Dann werden Sie die Pforten gttlichen Beistands weit geffnet erblicken und Zeuge werden, wie die Gnadengaben Gottes im berfluss auf Sie nieder regnen.
Wir beten und flehen fr Sie an der Heiligen Schwelle.
Das Universale Haus der Gerechtigkeit