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1976 JAN 26, Pioniere an der Heimatfront
1979 Apr 25 Abschluss 5 JP
1979 Örtliche Geistige Räte - Siebenjahrespla
1980 Apr 22, 50 Nationaltagung
1980 Apr 28, Telegr 50 NT
1980 Okt, Teilnahme an den Sitzungen des Geistigen Rates
1981 Jan Ziele 2. Phase 7 JP
1981 Jul 06, Antworttelegramm
1981 Mai 05, Antworttelegramm
1982 JUL Zusammenarbeit Nicht Bahai Organisatiionen
1984 SEPT 20, Jahrestag Tempel
1984 Zur Frage der Apartheit
1985 März, 23 Pilgernotizen Krisen unheilvolle Ereignisse
1985 Okt, Die Verheißung des Weltfriedens
1985 Okt, FRIEDENSBOTSCHAFT
1986 Jul 29, Stichwahlen
1986 Naw-Ruz
1986 Sep 29, Bestimmung der dt B-Gem
1988 Aug 1, Psychologie
1988 Dez 22, Zarathustra und Buddha
1988 Dez, 05 ITC-Kinder und Jugend
1988 Mai 09, 29 Bezugnahmen
1988 Mai 31, Mitgliedschaft
1988, Dez 29, Freiheit und Ordnung
1989 Aug 27, 19-Tage-Fest
1989 Aug 29, 19-Tagefest
1989 Dokumente des Bundes
1989 Ein keusches und heiliges Leben
1990 Apr 17, Aufgaben im Osten
1990 Baha'i-Wahlen Heiligkeit und Wesensart
1990 Bahai Ehen und ihr Schutz
1990 Dez, Bewahrung von Bahai-Ehen
1990 Die Bewahrung der Erde und
1991 APR 22, Email an Teilnehmer Ost West Seminar
1991 Baha'u'llahs Mission
1991 Drogen und Suchtstoffe
1991 Jan 07, Unbeständige Lage
1991 Mai 01, Email 61 NT
1991 Mar 20, Nachwahlen
1991 Nov 18 Finanzielle Herausforderungen
1991 Okt 08, Historische Aufgabe
1991 Patenschaftsfonds
1991 Sep 17, Antwort mangelnder Dienst
1992 Dez 14, Einstellung zu Lehrbereitschaft
1992 Mai 29, Feierlichkeiten in Bahji
1992 Mai 29, Feierlichkeiten
1992 März 15, Strassenlehrarbeit
1992 Nov 18, Memo Geistige Prinzipien Administration
1992 Nov 26, 2te Botschaft an den Weltkongress
1992 Nov 26, Satelliten-Botschaft
1992 Okt, 05 Fonds
1993 Arbeitsweise von Gemeinden
1993 Feb 07, Fragen zur Arbeitsweise von Gemeinden
1993 Feb 07, Fragen zur Arbeitsweise
1993 Mai 19, Anerkennung 3-JP
1993 Mai 20, Email Dank Spenden
1993 NOV 9, Fördern Eintritt in Scharen
1994 Initiative des Einzelnen und der Gemeinde
1994 Sep 1, Organspende
1994 Sept 19, Bedingungen des Lehrens
1995 Baha'i-Gelehrsamkeit
1995 Dez 24, ITC, Der Einzelne
1995 Jan 17, Email wegen Don Rogers
1995 Nov 12, Gemeinsame Wohnung
1995 Sep 11, Homosexualität
1996 Apr, 11 HUQUQ NEU
1996 Bahai-GEBETE
1996 Epochen des Gestaltenden
1996 Jan 30, Memo Authenzität Tablet
1997 Apr 02, Fonds
1997 Mai 30, Dezentralisierung
1997 Mai 30, Regionale Bahai-Räte
1997 Mar 21, An die Liebenden der
1998 Apr, Trainingsinstitute
1998 Mai 2, An Internationale Tagung
1999 Apr 27, Krise im Kosovo
1999 Dez 28, Neue Gesetze
1999 Mai 25, An ausgewählte NGR
1999 Nov 26, Blick in die Zukunft
1999 Sept Regionale Wachstumsprogramme
2000 Feb 02, EXPO 2000
2000 Feb, Trainingsinstitute
2000 Jul 18, Demokratisierung
2000 Jul, Geistige Erziehung der Kinder
2001 Apr 04 Haltung gegenüber Ausgetretenen
2001 Aug 05, Fonds
2001 Aug 05, Stand und Bedarf des internationalen Fonds
2001 Huququllah das Recht Gottes neu
2001 Huququllah die krönende Zier neu
2001 Institution Berater
2001 Jan 09, Konferenz in Haifa
2001 Jan 09, Konferenz Kontinentale Berater
2001 Jan 14, Konferenz Einweihung ITC
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2001 Jan 16, Fünfte Epoche
2001 Jul 29, An NGR Deutschland
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2002 Apr, An die Religionsführer
2002 Aug 22, Geringer Fortschritt
2003 Apr, Schwungkraft erhöhen- Building Momentum -
2003 Nov 26, An die Anhänger Baha'u'llahs in der Wiege des Glaubens
2004 Apr 22 - Hinscheiden von Herrn Aziz Yazdi
2004 Jan 12 an iranische Gläubige außerhalb Iran
2004 Nov, 28-ITC-Intensives Wachstumsprogramm
2005 Apr 14, Abschluß Kaufvertrag Andachtshaus in Chile
2005 Aug 18, Wachstum Reg59
2005 Dez 27, an Kontinentale Beraterämter
2005 Dez 28, Ruhi-Institute
2005 Dez. 31, Ende Beraterkonferenz
2005 Mai 12, Antwort auf Botsch Nationaltagung
2005 Nov 14, Studium des Bahai Glaubens
2006 0322-UHG-IranischeFreundeaußerhalbIran-deutsch
2006 Juni, 14 Die Gemeinde zu neuen Entwicklungsstadien führen
2007 Dez 25, an die Anhänger Bahas in der Wiege des Glaubens
2007 Huququllah Das Recht Gottes - Eine Kompilation
2007 Nov, 26 Hände der Sache
2007 Sept, 30 intensives Wachstum
2008 Mai, 12 Erweiterungen im Weltzentrum
2008-10-20 Halbzeit Fünfjahresplan
2008-12-23 Äussern über Politik
2009 Feb 7, Konferenz Frankfurt
2009 Feb 9 in der Wiege des Glaubens
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2009 Mar 21, Naw-Ruz
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2009 May 10, Antwortmail Nationaltagung
2009-05-17-BWC Neunzehntagefest
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2009-12-15 Bauprojekte am Berg Karmel
Ausgewählte Botschaften 1963-1996
Das Wohlergehen der Menschheit
Die Verheissung des Weltfriedens
Ein Gemeinsamer Glaube
Jahrhundert des Lichtes
Verfassung
VersGot 2 ab Aug
Zusammenstellung Deutschland
Zusammenstellung Europa
Zusammenstellung Extrakt
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Briefe des UHG : 1988 Aug 1, Psychologie
Selbsterkenntnis und Psychologie

Ein Memorandum der Forschungsabteilung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit

vom 1. August 1988

Die Forschungsabteilung hat die im Brief vom 21. Juni 1988 vom Nationalen Geistigen Rat von Italien ent-

haltene Frage an das Universale Haus der Gerechtigkeit studiert. Der Nationale Rat ist besorgt über das

wachsende Interesse an Psychologie in der Bahá’í-Gemeinde. Er hat die Beobachtung gemacht, daß Psycho-

logie ein übertriebenes Gefühl für die Wichtigkeit der Selbstreflexion wecken kann, was dann die jungen

Gläubigen stark beschäftigt und sie vom Lehren und Vertiefen ablenkt. Der Nationale Rat erbittet eine Zu-

sammenstellung von Auszügen aus den Schriften zu diesem Thema, die als Grundlage für seine Bemühun-

gen dienen soll, die Mitglieder der italienischen Gemeinde hier zu unterstützen. Wir bieten folgende Ant-

wort an.

Die Schriften bestätigen eindeutig die Wichtigkeit der Selbsterkenntnis, betonen die Notwendigkeit, sich um

die Unterordnung des Ego zu bemühen und weisen darauf hin, daß die „sehr junge und nicht

exakte Wissenschaft“ der Psychologie dabei eine Funktion hat. Die beigefügte Zusammenstellung behandelt

diese Themen und schneidet eine Reihe von Punkten an, die dem Nationalen Geistigen Rat bei seiner Unter-

suchung der verschiedenen Aspekte dieses wichtigen Gegenstandes helfen könnten.

Einige der in der Zusammenstellung behandelten Themen:

1. Selbsterkenntnis
* ihre Bedeutung (Auszug 1 und 2)
* das „wahre Selbst“ (Auszug 3)

* die Grundlage für das „wahre Verständnis“ des Selbstes (Auszug 12)

2. Entwicklung des Selbstes
* die Bedeutung der Erziehung (Auszug 8 und 10)

* die Rolle des individuellen Wollens und Bemühens (Auszug 5 und 9)

* der „Schlüssel“ zum Sieg über das Selbst (Auszug 14)

3. Gefahren der alleinigen Konzentration auf das Selbst (Auszug 11 und 13)

4. Die Notwendigkeit, über das Selbst hinauszuschauen

* ein „weltumfassender“ Blick (Auszug 4)

* lebhafte Anteilnahme an den „ Nöten der Zeit“ (Auszug 7)

5. Das Ego und das Selbst
* zwei Bedeutungen des Selbstes (Auszug 15)

* Unterordnung oder Auslöschung des Egos (Auszug 20)

* Notwendigkeit, gegen das Ego anzukämpfen (Auszug 16)

* moderne Überbetonung des Egos und des Selbstes in der Psychologie (Auszug 20)

6. Die Rolle der Psychologie in der Bahá’í-Religion

* Kommentar über Freud, Psychiatrie, Psychologie und Kinderpsychologie (Auszug 17)

* Bahá’í wird nicht abgeraten, psychiatrische und psychologische Hilfe anzunehmen (Auszug 17)

* Die Psychologie ist vorläufig eine „ sehr junge und ungenaue Wissenschaft“ (Auszug 18)

* Ratschlag für Bestimmungsmöglichkeiten „welche Konzepte der Psychologie nach Bahá’í-Maßstäben

gültig sind“ (Auszug 21)

* Bahá’í werden Beiträge zur Entwicklung des ganzen Bereiches der Psychologie machen (Auszug 18 und

19)
Selbsterkenntnis
Aus den Schriften Bahá’u’lláhs

1. Das erste Taraz und der erste Lichtstrahl, der am Horizont des Mutterbuches anbricht, ist, daß der

Mensch sich selbst erkennen und unterscheiden soll, was zu Erhöhung und Erniedrigung, zu Ruhm und

Schande, zu Reichtum und Armut führt....
Botschaften aus Akka 4:8

2. Wahren Verlust erleidet, wer seine Tage in völliger Unkenntnis über sein wahres Selbst verbringt.

Botschaften aus Akká 10:22

3.... Durch die Lehren dieser Sonne der Wahrheit wird jeder Mensch fortschreiten und sich entwickeln, bis

er die Stufe er reicht, auf der er alle in ihm verborgenen Kräfte offenbaren kann, mit denen sein Innerstes

wahres Selbst begabt worden ist. Zu eben diesem Zweck sind in jedem Zeit alter und in jeder Sendung die

Propheten Gottes und Seine Auserwählten unter den Menschen erschienen und haben eine Kraft gezeigt,

wie sie von Gott geboren ist, und eine Macht, wie sie nur der Ewige offenbaren kann.

Ährenlese 27:5

4. Laßt eueren Blick weltumfassend sein, anstatt ihn auf euer Selbst zu beschränken. Ährenlese 43:5

5. Und nun zu deiner Frage nach der Erschaffung des Menschen. Wisse, daß alle Menschen in der von

Gott, dem Bewahrer, dem Selbstbestehenden, bestimmten Art erschaffen sind. Jedem ist, wie auf Gottes

mächtigen, wohlverwahrten Tafeln verfügt, ein vorbestimmtes Maß zugewiesen. Alles, was ihr an Anlagen

besitzt, kann jedoch nur als Ergebnis eueres eigenen Wollens offenbar werden. Euere Taten bezeugen diese

Wahrheit....
Ährenlese 77:1

6. Alles in den Himmeln und auf Erden ist unmittelbar Beweis dafür, daß sich darin Gottes Eigen-

schaften und Namen offenbaren, da jedes Atom die Zeichen verwahrt, welche für die Offenbarung des

Größten Lichtes beredtes Zeugnis ablegen. Mich dünkt, ohne die Macht dieser Offenbarung könnte kein

Wesen je bestehen. Wie hell strahlen die Leuchten der Erkenntnis in einem Atom, wie weit hin wogen die

Meere der Weisheit in einem Tropfen! In höchstem Grade gilt dies für den Menschen, der unter allem Er-

schaffenen mit dem Gewande solcher Gaben bekleidet und für die Herrlichkeit einer solchen Auszeichnung

auserkoren wurde. Denn in ihm sind alle Namen und Eigenschaften Gottes der Anlage nach in einem Maß

offenbart, das nichts Erschaffenes sonst überragt oder übertrifft. Alle diese Namen und Eigenschaften tref-

fen auf ihn zu. So hat Er gesagt: „Der Mensch ist Mein Geheimnis, und Ich bin sein Geheimnis.“ Mannigfal-

tig sind die Verse, die in all den himmlischen Büchern und den heiligen Schriften wiederholt zu diesem

tiefsten, erhabensten Thema offenbart worden sind. So hat Er offenbart: „Wir werden ihnen sicherlich Unse-

re Zeichen zeigen in der Welt und in ihnen selbst.“ (Qur’an 51:21-22) Und wiederum offenbarte Er: „Und

seid nicht wie jene, die Gott vergessen und die Er darum ihr eigenes Selbst vergessen ließ.“ (Qur’an 59:20)

In diesem Zusammenhang hat Er, der ewige König - mögen die Seelen aller, die im mystischen Tabernakel

wohnen, ein Opfer für Ihn sein - gesprochen: „Der hat Gott erkannt, der sich selbst erkannt hat.“ (Ausspruch

des Imam’Alí)
Ährenlese 90:1

7. Der allwissende Arzt legt Seinen Finger an den Puls der Menschheit. Er erkennt die Krankheit und

verschreibt in Seiner unfehlbaren Weisheit das Heilmittel. Jede Zeit hat ihr eigenes Problem, jede Seele ihre

besondere Sehnsucht. Das Heilmittel, dessen die Welt in ihren gegenwärtigen Nöten bedarf, kann nicht das

gleiche sein, das ein späteres Zeitalter erfordern mag. Befaßt euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der

ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.

Ährenlese 106:1

8.... Betrachte den Menschen als ein Bergwerk, reich an Edelsteinen von unschätzbarem Wert. Nur die Er-

ziehung kann bewirken, daß es seine Schätze enthüllt und die Menschheit daraus Nutzen zu ziehen vermag.

Ährenlese 122:1

9. Aus dem erhabenen Quell, aus dem Wesen Seiner Gunst und Güte hat Er alles Erschaffene mit ei-

nem Zeichen Seiner Erkenntnis betraut, auf daß keines Seiner Geschöpfe davon ausgeschlossen sei, seinen

Anteil von dieser Erkenntnis kundzutun, jedes nach seiner Fähigkeit und nach seinem Rang. Dieses Zeichen

ist der Spiegel Seiner Schönheit in der Welt der Schöpfung. ..

Es kann keinen Zweifel geben, daß durch die Anstrengungen, die jeder Mensch bewußt unternimmt, und

durch den Einsatz seiner geistigen Fähigkeiten dieser Spiegel vom Schmutz irdischer Befleckung so gerei-

nigt und von teuflischem Wahn so befreit werden kann, daß er den Auen ewiger Heiligkeit nahen und die

Höfe immerwährender Gemeinschaft erreichen kann....

Ährenlese 124:2, 3

10. Wer immer sich unter euch erhebt, die Sache seines Herrn zu lehren, der lehre vor allem sein eige-

nes Ich, damit seine Rede die Herzen seiner Hörer anziehe. Ehe er sich nicht selbst lehrt, werden die Worte

seines Mundes das Herz des Suchers nicht berühren. Habt acht, o Menschen, daß ihr nicht zu denen gehört,

die anderen einen guten Rat geben, aber vergessen, ihn selbst zu befolgen.

Ährenlese 128:5

11. Selig bist du, weil du den Götzen des Selbstes und des leeren Trugs vernichtet und den Schleier

eitlen Wahns durch die Kraft und Macht deines Herrn, des höchsten Beschirmers, des Allmächtigen, des

einzig Geliebten, zerrissen hast....
Ährenlese 135:2

12. O Meine Diener, könntet ihr begreifen, mit welchen Wundern Meiner Großmut und Freigebigkeit

Ich eure Seelen betrauen will, ihr würdet euch in Wahrheit von der Bindung an alles Erschaffene lösen und

wahre Erkenntnis eurer selbst gewinnen -eine Erkenntnis, die das gleiche ist wie das Begreifen Meines eige-

nen Seins. Ihr würdet euch von allem außer Mir unabhängig finden und würdet mit euerem inneren und äu-

ßeren Auge, klar wie die Offenbarung Meines strahlenden Namens, die Meere Meiner Güte und Freigebig-

keit in euch wogen sehen. Laßt nicht zu, daß euere nichtigen Einbildungen, euere bösen Leidenschaften,

euere Unaufrichtigkeit und Herzensblindheit den Glanz einer so erhabenen Stufe traben oder ihre Heiligkeit

beflecken.
Ährenlese 253:6

13.... manche schwachen Seelen sind der Sonne der geistigen Bedeutung und der Geheimnisse des ewigen

Geliebten beraubt, da sie den Boden der Erkenntnis mit der Mauer des Ichs und des Begehrens und durch

die Schleier der Achtlosigkeit und Blindheit begrenzt haben. Sie sind weit von den Juwelen der Weisheit der

offenbaren Religion des Herrn der Boten abgewichen und vom Heiligtum der Erhabenen Schönheit und der

Ka’bih der Herrlichkeit ausgeschlossen worden. Dies ist der Zustand des heutigen Menschen!

Sieben Täler, Tal der Einheit
Aus den Worten ‘Abdu’l-Bahás

14.... Heute ist die Bestätigung des Abhá Königreiches mit jenen, die sich selbst verleugnen, die eigene

Meinung vergessen, von Persönlichkeiten unabhängig zu werden und an das Wohl anderer denken. Wer sich

selbst vergaß, hat das Weltall und seine Bewohner gefunden. Wer mit sich selbst beschäftigt ist, wandert in

der Wüste der Achtlosigkeit und des Schmerzes. Der „Universalschlüssel“ zur Selbstbeherrschung ist

Selbstvergessen. Der Weg zum Palast des Lebens führt durch den Pfad der Selbstverleugnung.

(„ Star of the West, Bd. 17, Nr. 2, v. Ma’ 1926, S. 348)

Aus Briefen im Auftrage Shoghi Effendis

15.... Der Begriff „Selbst“ hat in den Bahá’í-Schriften tatsächlich zwei Bedeutungen oder wird in zweifa-

chem Sinn gebraucht. Zum einen ist das Selbst die Identität des von Gott geschaffenen Individuums. Es ist

das Selbst, das in Sätzen wie diesem gemeint ist: „ Der hat Gott erkannt, der sich selbst erkannt hat“ usw.

Das andere Selbst ist die Ichhaftigkeit, das dunkle triebhafte Erbe, das jeder von uns hat, die niedere Natur,

die zu einem Ungeheuer von Selbstsucht, Brutalität, Lust usw. auswachsen kann. Dieses Selbst - oder diese

Seite unserer Natur - ist es, gegen das wir ankämpfen müssen, um das geistige Wesen in uns zu kräftigen

und zu befreien und ihm zu helfen, seine Vollkommenheit zu erlangen.....

10. Dezember 1947, an einen Gläubigen (Zum wirklichen Leben, S.28)

16.... Das Leben ist ein ständiger Kampf, nicht nur gegen die Kräfte um uns, sondern vor allem gegen unser

eigenes „ Ego“ . Wir können es uns niemals erlauben, auf unseren Lorbeeren auszuruhen, denn wenn wir es

tun, werden wir bald merken, wie die Strömung uns zurücktreibt. Viele, die von der Sache abdriften, tun

dies, weil sie auf gehört haben sich weiterzuentwickeln. Sie werden selbstgefällig oder gleichgültig und

hören daher auf, die geistige Stärke und Lebenskraft aus der Sache zu beziehen, die sie brauchen.- Natürlich

versagen einige manchmal, weil sie sich einer Prüfung nicht stellen, und oft bereiten wir uns gegenseitig die

schlimmsten Prüfungen. Gewiß sollten die Gläubigen versuchen, diese Dinge zu vermeiden und wenn es

trotzdem geschieht, sie durch Liebe zu heilen. Ganz allgemein kann man sagen, daß neun Zehntel der

Schwierigkeiten der Freunde daher rühren, daß sie in ihrer Beziehung zu einander, zu den Verwaltungs-

einrichtungen oder in ihrem persönlichen Leben nicht das tun, was Bahá’í tun sollten.

(Aus einem Brief an einen Gläubigen, veröffentlicht in Principles of Bahá’ íAdministration: A Compilati-

on“, 3. Ausgabe (London: Bahá’í Publishing Trust, 1973), S. 87-88)

Aus Briefen des Universalen Hauses der Gerechtigkeit oder in dessen Auftrag geschrieben

17. Ihr Brief vom 4. Dezember berichtet über gewisse Pilgernotizen, die dem geliebten Hüter abwerten-

de Bemerkungen über Psychiatrie und Psychologie zuschreiben. Folgender Auszug aus einem Brief des Hü-

ters, der in den U. S. Baha’f News Nr. 236, Oktober 1950, veröffentlicht wurde, könnte Ihnen bei dieser

Frage von Nutzen sein:

In unseren Lehren steht nichts über Freud und seine Methoden. Psychiatrische Behandlung im allgemeinen

ist ohne Zweifel ein wichtiger Beitrag zur Medizin, aber wir glauben, daß es eher eine sich noch im Wachs-

tum befindende, als eine ausgereifte Wissenschaft ist. Da Bahá’u’lláh uns aufgefordert hat, die Hilfe guter

Ärzte zu suchen, steht es den Bahá’í selbstverständlich nicht nur frei, sich an die Psychiatrie um Hilfe zu

wenden, sondern sie sollten es auch tun, wenn diese zur Verfügung steht. Dies bedeutet nicht, daß Psychia-

ter immer weise sind und immer Recht haben; es bedeutet, daß es uns freisteht, das beste für uns in An-

spruch zu nehmen, was die Medizin uns zu bieten hat.

Was der Hüter über Psychiatrie gesagt hat, kann ganz allgemein auch über die Psychologie gesagt werden,

einschließlich der Kinderpsychologie, aber wir haben keine Texte gefunden, die dies belegen.

(18. Februar 1972, geschrieben vom Universalen Haus der Gerechtigkeit an einen Gläubigen)

18. Bei all dem sprachen wir über die Einstellung, die Bahá’í gegenüber dem Gesetz Bahá’u’lláhs haben

sollten. Jedoch werden Sie als Arzt, der hauptsächlich als Berater in Familien- und Sexualproblemen arbei-

tet, zum großen Teil damit beschäftigt sein, Nicht-Bahá’í zu beraten, die die Gesetze Bahá’u’lláhs nicht

anerkennen und auch keinen Grund sehen, sie zu befolgen. Sie sind bereits ein qualifizierter Fachmann auf

Ihrem Gebiet und geben ohne Zweifel Ihren Rat auf der Basis dessen. was Sie aus dem Studium und der

Erfahrung gelernt haben - ein Geflecht von Konzepten über den menschlichen Geist und Verstand, sein

Wachstum, seine Entwicklung und richtiges Funktionieren, das Sie ohne Bezug auf die Lehren Bahá’u’lláhs

gelernt und erarbeitet haben. Nun, als Bahá’í wissen Sie, daß das, was Bahá’u’lláh über den Zweck des

menschlichen Lebens, die Natur des Menschen und die richtige Lebensführung des Menschen lehrt, göttlich

offenbart und daher wahr ist. Es wird Sie jedoch unweigerlich Zeit kosten, die Bahá’í-Lehren so zu stu-

dieren, daß Sie sie nicht nur verstehen, sondern auch herausarbeiten, wie sich Ihre beruflichen Konzepte

ändern. Dies ist natürlich für einen Wissenschaftler keine ungewöhnliche Situation. Wie oft im Laufe der

Forschung wurde ein Faktor entdeckt, der eine Revolution im Nachdenken über ein weites Gebiet menschli-

chen Bemühens erforderte. In jedem Fall müssen Sie von Ihrem eigenen professionellen Wissen und Ur-

teilsvermögen, das von Ihrem wachsenden Verständnis der Bahá’í-Lehren erleuchtet wird, geführt werden;

zweifellos werden Sie feststellen, daß Ihr eigenes Verständnis der menschlichen Probleme, mit denen Sie

bei Ihrer Arbeit zu tun haben, sich ändert und entwickelt und Sie werden neue und bessere Wege finden, wie

Sie den Menschen helfen können, die zu Ihnen kommen. Psychologie ist noch eine sehr junge und ungenaue

Wissenschaft, und mit den Jahren werden Bahá’íPsychologen, die durch die Lehren Bahá’u’lláhs das wahre

Muster des Lebens erkennen, fähig sein, große Fortschritte in der Entwicklung dieser Wissenschaft zu ma-

chen, und werden tiefgreifend zur Linderung menschlichen Leidens beitragen.

(12. Januar 1973 geschrieben vom Universalen Haus der Gerechtigkeit an einen Gläubigen)

19. Was das System der Individualpsychologie betrifft, so ist in den Schriften nichts zu finden, was

irgendeine besondere Theorie dieser Wissenschaft unterstützt.... Ohne Zweifel werden mit der Zeit fähige

Bahá’í mit akademischen Neigungen, die Zugang zu den gesamten Texten der Heiligen Schriften haben,

große Fortschritte in der Entwicklung der Psychologie, wie auch in anderen Wissenschaften, zum Nutzen

der ganzen Menschheit machen.

(21. Juni 1976 im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an einen Gläubigen)

20. Das Universale Haus der Gerechtigkeit hat Ihren Brief vom 24. April über moderne Vorstellungen

der Psychologie erhalten und hat uns gebeten, seine Anmerkungen zu übermitteln.

Ihre Besorgnis bezüglich der Überbewertung des Selbstes und des Ego wiederholt ein zentrales Thema der

Manifestation und ist Gegenstand vieler Andeutungen in Seinen Schriften, worin Er etwa von „dem Übel

der Ichhaftigkeit“ und von jenen, die „Gefangene der Ichhaftigkeit“ sind, spricht. Der Meister bezieht sich

auf „den Rost der Ichhaftigkeit“ und spricht von „... der Spitzfindigkeit des menschlichen Ego. Es ist der

Verführer (die spitzfindige Schlange des Verstandes) und die arme Seele, die von seinen Einflüsterungen

nicht ganz frei ist, wird solange getäuscht, bis sie sich vollkommen von allem außer Gott löst.“ In einem

anderen Abschnitt sagt Er: „Solange das Ego den fleischlichen Gelüsten untertan ist, werden Sünde und

Irrtum weiterbestehen. „ Und Er verspricht, daß mit beharrlichem Bemühen „der Mensch von Egoismus frei

werden wird: er wird von der materiellen Welt erlöst..“.

Auszüge aus im Auftrag des geliebten Hüters von seinen Sekretären geschrieben Briefen werden hilfreich

sein, gewisse Ihrer Fragen zu klären:

In bezug auf Ihre Fragen, die Sie in Ihrem Brief gestellt haben: Die einzigen Menschen, die wahrlich von

„der Schlacke des Selbstes „ frei sind, sind die Propheten, denn vom eigenen Ego frei zu sein, ist ein Kenn-

zeichen der Vollkommenheit. Wir Menschen werden niemals vollkommen werden, denn Vollkommenheit

gehört zu einem Bereich, in den einzutreten für uns nicht bestimmt ist. Wir müssen jedoch beständig immer

höher steigen und versuchen vollkommener zu werden.

Das Ego ist das Tier in uns, das Erbe des Fleisches, welches voller selbstsüchtiger Begierden ist. Indem wir

den Gesetzen Gottes gehorchen, versuchen, das Leben so zu leben, wie es in unseren Lehren niedergelegt

ist, und durch Gebet und Mühe, können wir unser Selbst überwinden. Wir nennen jene Menschen „Heilige“,

die den höchsten Grad der Beherrschung Ihres Selbstes erreicht haben.

Es besteht kein Widerspruch zwischen Ährenlese 27:3 und 124:3. An einer Stelle sagt Er, daß der Spiegel

niemals sich selbst vom Schmutz befreien kann, an einer anderen sagt Er, er wird so „gereinigt sein, daß er

fähig wird,“ usw. Dies ist relativ; Vollkommenheit wird niemals erreicht, aber großer und immer größerer

Fortschritt kann gemacht werden.
(an einen Gläubigen, am 8. Januar 1949)

Die Gläubigen sollten sich, wie wir alle wissen, bemühen, ein solches Vorbild in ihrem persönlichen Leben

und Verhalten zu sein, daß andere sich gedrängt sehen, einen Glauben anzunehmen, der den menschlichen

Charakter verwandelt. Leider erreicht jedoch nicht jeder leicht und schnell den Sieg über das Selbst. Jeder

Gläubige, neu oder altgedient, sollte sich bewußt machen, daß die Sache (Gottes) die geistige Kraft besitzt,

uns neu zu erschaffen, wenn wir die Anstrengung machen, dieser Macht zu erlauben, Einfluß auf uns zu

haben, und die größte Hilfe hierzu ist das Gebet. Wir müssen Bahá’u’lláh bitten, uns zu helfen, die Schwä-

chen unseres Charakters zu überwinden und auch unsere eigene Willenskraft einsetzen, um unser Selbst zu

meistern.
(an einen Gläubigen, am 24. Januar 1945)

Zu den Punkten, die Sie in Ihrem Brief anschneiden: Die völlige, gänzliche Auslöschung des Ich würde

Vollkommenheit bedeuten—die der Mensch nie ganz erreichen kann—aber das Ich kann und sollte in stei-

gendem Maß der erleuchteten Seele des Menschen untergeordnet werden. Das ist mit geistigem Fortschritt

gemeint.
(an einen Gläubigen, am 19. Dezember 1941)

Vielleicht ist es für Sie von zusätzlicher Hilfe, sich in dieser komplexen Frage des Selbstes und seiner Ei-

genschaften mit Bahá’í zu beraten, die in Psychologie und Psychiatrie ausgebildet und vielleicht in der Lage

sind, die Unterschiede zwischen den heutigen wissenschaftlichen Begriffen des Verstandes und seiner Funk-

tionen und den Begriffen, die aus den Heiligen Schriften herrühren, zu erklären.

Die Schriften beziehen sich häufig auf die Unverletzlichkeit des einzelnen, aber auch auf die sozialen Re-

geln, die auf den ethischen Grundsätzen des Glaubens gründen - Grundsätze, die jeder von uns beachten

muß, wenn wir nicht dabei versagen wollen, in unserem Leben jene Tugenden widerzuspiegeln, die von dem

großen Lehrer unseres Tages vorgetragen werden, und damit versäumen, unserer wahren Bestimmung als

geistige Wesen zu entsprechen. (4 August 1977 im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an

einen Gläubigen)

21. In bezug auf Ihre Frage, welche Konzepte der Psychologie dem Bahá’í-Standard entsprechen,

schlägt das Universale Haus vor, daß ein genaues Studium des Teils IV der „Beantworteten Fragen“, beson-

ders Kapitel 48 über „Den Unterschied zwischen Mensch und Tier“, Ihnen helfen wird, jeden Begriff in der

richtigen Perspektive zu sehen, der im Rahmen ihres Promotions-Lehrplans gelehrt wird. Als Bahá’í können

Sie feststellen, wann ein Begriff den geistigen Teil des Menschen unberücksichtigt läßt.

(14. September 1980 im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an einen Gläubigen)

Vertiefung: Selbsterkenntnis und Psychologie Memorandum der Forschungsabteilung UHG 1.8.1988

Hamburg, den 12.06.2003 Datei: psychologie Seite: 5


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