in den letzten Wochen hat sich die Aufmerksamkeit der Welt mehr denn je zuvor auf die Welle der Verfolgungen gerichtet, welche die Anhnger Bahá'u'lláhs im Iran berflutet hat. Die Falschheit der Anschuldigungen, die gegen die sieben Mitglieder der Yaran erhoben wurden, die Ungerechtigkeit, mit der andere unschuldige Baha'i-Gefangene behandelt werden und die weiterhin andauernde Unterdrckung der Gemeinde des Grten Namens sind in wachsendem Mae Thema ffentlicher Diskussionen und Debatten. Die Entschlossenheit und Standhaftigkeit, die Sie bewiesen haben und die auergewhnliche Konzentration, mit der Sie Ihren Alltag bewltigen, Ihre geistigen Pflichten erfllen und Ihrem Land dienen, zusammen mit der Wrde, die Sie gezeigt haben und der positiv orientierten geistigen Widerstandsfhigkeit, die Sie im Angesicht unzhliger Schwierigkeiten bekundet haben - all dies hat Ihnen weithin Bewunderung verschafft.
Der Generalstaatsanwalt des Iran hat krzlich die Existenz der Yaran und der Khadimin fr illegal erklrt. Dies ist eine erstaunliche Erklrung, wo doch im Verlauf der letzten zwanzig Jahre die staatlichen Behrden regelmig Kontakt mit ihnen hatten und ber ihre Aktivitten informiert waren. Aus ihrer Gefngnishaft heraus haben die Mitglieder der Yaran ihre Auffassung deutlich gemacht, dass, wenn die Regierung in der Tat der Ansicht sei, dass die derzeitigen Regelungen fr die Verwaltung der Baha'i-Gemeinde nicht lnger akzeptabel seien, kein greres Hindernis im Wege stnde, diese Regelungen aufzuheben. Dadurch, so betonten sie, zeige die Gemeinde ein weiteres Mal ihren guten Willen gegenber der Regierung der Islamischen Republik Iran, so wie sie es bisher stets getan habe.
Wir finden die Entscheidung der Yaran sowohl weise als auch unter diesen Umstnden angemessen. Angesichts der derzeitigen Gefngnishaft dieser Vertrauten Gottes, die mit solchem Geschick und solcher Einsichtsfhigkeit ihren geistigen Brdern undSchwestern in ihrer Heimat gedient haben, liegt die Verantwortung, diese Entscheidung in die Praxis umzusetzen, nun bei den Khadimin im ganzen Land. Diese hochgeschtzten Seelen haben ihrerseits beispielhafte Selbstaufopferung auf dem Pfad des Dienstes fr die Sache Gottes gezeigt. Da wir ihr Geschick und ihren Einfallsreichtum sehr gut kennen, vertrauen wir darauf, dass sie ihre Arbeit in geeigneter Weise zum Abschluss bringen und dabei alles dafr Notwendige bercksichtigen. Die Tatsache dass die Yaran und die Khadimin ihre gemeinsame Ttigkeit eingestellt haben, wird - dessen sind wir sicher - die derart heimgesuchte Baha'i-Gemeinde des Iran nicht bermig beunruhigen. Denn, viel geliebte und hart geprfte Freunde in der Wiege des Glaubens Gottes, tapfere Ritter in der Arena des Dienstes und der Treue, Sie werden sich getragen fhlen durch die Kraft, die in Einheit und gegenseitiger Untersttzung beschlossen liegt und werden, untersttzt von gttlichen Besttigungen, geeignete Wege finden, um Ihre geistigen und sozialen Angelegenheiten zu verwalten und sich im Dienst an Ihrem Land und seinen Brgern zu engagieren. Die Aufzeichnungen der glanzvollen Erfahrungen Ihrer Gemeinde ber eine Zeitspanne von hundertfnfundsechzig Jahren kann diese berzeugung nur besttigen.
In Zusammenarbeit mit Organen der Vereinten Nationen, wie auch mit Menschenrechtsaktivisten und fortschrittlichen Denkern berall bemhen sich Nationale Geistige Rte rund um den Globus mit erneutem Schwung, die Rechte zu verteidigen, die man Ihnen so lange verwehrt hat. Die Internationale Baha'i-Gemeinde hat am 4. Mrz 2009 einen offenen Brief an den Generalstaatsanwalt gerichtet, in dem gewisse grundlegende Punkte in Erwiderung auf seine Erklrung dargelegt werden. In diesen gesegneten Tagen der Fastenzeit denken Ihre Mitglubigen weltweit in ihren Gebeten besonders innig an Sie und, im Bewusstsein der geistigen Krfte, die durch Ihren Mut und Ihr Opfer freigeworden sind, scheuen sie keine Mhe, um den Fortschritt des Gottesglaubens und die Frderung des Wohlergehens und Gedeihens der Menschheit zu sichern. In den Heiligen Schreinen bringen wir Bittgebete fr Sie dar und flehen mit hchster Inbrunst und Zuwendung die Abha-Schnheit an, dass Er den religisen und weltlichen Herrschern Gerechtigkeitssinn und Fairness verleihe, und dass das Kommen des Tages Ihrer Befreiung von den Fesseln grundlosen Vorurteils und lang andauernder Unterdrckung beschleunigt werde.
Das Universale Haus der GerechtigkeitUniversales Haus der Gerechtigkeit an die Freunde im Iran vom 5. Mrz 2009 Seite 2 von 2