man hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass anscheinend einige Mitglieder
der Bah-Gemeinde von Beamten aufgefordert worden sind, ein Dokument zu unterschreiben,
in dem sie versprechen, keinerlei individuelle oder gemeinschaftliche
Bah-Aktivitt zu unternehmen, selbst wenn sie darum gebeten werden. Sollte dieser
Bericht besttigt werden, kann dies ein klarer Hinweis darauf sein, dass nachdem
die Ttigkeit der Yrn und der Khdimn beendet worden ist gewisse Behrden
beabsichtigen Druck auszuben, um Sie davon abzuhalten, das Bah-Leben zu
praktizieren und Ihrem Glauben Ausdruck zu verleihen. Das hiee, dass sie unter
vlliger Missachtung der Lehren aller Religionen und der Menschenrechtsnormen
auf diese Weise einer Gruppe von Mitbrgern ihres eigenen Landes die Freiheit des
Denkens und Gewissens zu nehmen suchen.Die Annahme von Bahullhs Lehren bedeutet fr den Einzelnen, dass er sich
um seine eigene geistige Entwicklung bemht, sich an der Bildung einer lebendigen
Gemeinde beteiligt und zum Allgemeinwohl beitrgt. Die gemeinschaftlichen Aktivitten
der Bah-Gemeinde umfassen die Handhabung von Angelegenheiten, die den
persnlichen Status betreffen, das Abhalten der Neunzehntagefeste und anderer Bah-
Treffen; die Erziehung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in geistigen
und sozialen Angelegenheiten, wie auch in Knsten und Wissenschaften; und das
Schaffen einer Atmosphre unter ihren Mitgliedern, die ein Ansporn ist, sich bei solchen
Aktivitten und im Dienst an der umgebenden Gesellschaft gegenseitig zu untersttzen.
Die Freiheit, Wissen auf dem Gebiet der Knste und Wissenschaften zu
erwerben und seinen Glauben auszuben all dies innerhalb der Parameter des Gehorsams
gegenber dem brgerlichen Gesetz, dem Gebot der Weisheit und des Respekts
fr die vorherrschenden sozialen Bedingungen ist das persnliche unveruerliche
Vorrecht jedes Menschen. Jegliche Handlung, die diese Freiheit beschrnkt,
bedeutet nicht nur eine bertretung der grundlegenden Menschenrechte und aller
internationalen Konventionen, welche diese Rechte definieren und hochhalten, sondern
auch der Normen des islamischen Rechts. Von Einzelnen zu verlangen, ein Dokument
zu unterzeichnen, in dem sie sich verpflichten, von Praktiken, die wesentlicher
Bestandteil ihres Glauben sind, abzusehen, bedeutet im Lichte solcher Prinzipien
eine eindeutige Verletzung der Gewissensfreiheit.Ihre Standhaftigkeit erweckt unsere hchste Wertschtzung, und unsere Gebete
in den Heiligen Schreinen umgeben Sie stets.