betrbt durch die Ereignisse, die sich im Iran abspielen, richten wir diesen Brief an Sie, die standhaften Anhnger Bahá'u'lláhs in diesem Land. Zustzlich zu der Besorgnis um Ihre Sicherheit, die schon lange auf uns lastet, wchst nun die Angst um die Sicherheit von Millionen iranischer Mnner und Frauen, viele davon in der Blte ihrer Jugend, deren unermessliches Potenzial sich nach Erfllung sehnt. Wie schnell sind die Schleier zerrissen worden! Die grausame Behandlung, die Ihnen und anderen im Laufe der Jahre zuteil wurde, ist nun in den Straen des Iran entfesselt worden, so dass die ganze Menschheit sie sehen kann. Was auch immer der Lauf der Ereignisse mit sich bringen wird, wir vertrauen voll und ganz darauf, dass Sie sich fest an das grundlegende Prinzip unseres Glaubens halten, welches jegliche Beteiligung an Parteipolitik von Seiten einzelner Bahá'í oder der Baha'i-Institutionen strikt verbietet. Andererseits knnen Sie gegenber dem Leiden Ihres Volkes auch nicht distanziert und gefhllos bleiben. Jahrzehnte des Leidens haben jeden von Ihnen darauf vorbereitet, als ein starker Leuchtturm im Kreise Ihrer Familie und Ihrer Freunde, Ihrer Nachbarn und Ihrer Bekannten zu stehen, welcher Hoffnung und Mitleid fr alle, die in Not sind, ausstrahlt. Halten Sie in Ihren Herzen das Gefhl des Vertrauens lebendig, dass die Zukunft des Iran ein strahlendes Versprechen bereit hlt, die Gewissheit, dass das Licht des Wissens unaufhaltsam die Wolken der Unwissenheit vertreiben wird, die berzeugung, dass das Bemhen um Gerechtigkeit die Nation davor schtzen wird, der Verleumdung zum Opfer zu fallen, und der Glaube, dass die Liebe am Ende Hass und Feindschaft besiegen wird. Sie haben am Beispiel Ihres Lebens bewiesen, dass die beste Reaktion auf Unterdrckung darin besteht, weder in Resignation zu verfallen, noch das Verhalten des Unterdrckers zu bernehmen. Das Opfer der Unterdrckung kann ber diese hinauswachsen durch eine innere Strke, welche die Seele vor Bitterkeit und Hass beschirmt und konsequentes, auf h
ohen Prinzipien beruhendes Handeln bewirkt. Mgen die Worte 'Abdu'l-Bahás laut ertnen: "Der Iran wird zu einem Brennpunkt gttlichen Ruhmes werden. Seine dunkle Erde wird leuchten und sein Land in Glanz erstrahlen." Sie und Ihre Landsleute sind in unseren stndigen Gebeten.
[gez. Das Universale Haus der Gerechtigkeit]