More Books by Briefe des UHG

1968 Aug an die Hände
1971 JAN 11, Bedingungen desFortschritts
1976 JAN 26, Pioniere an der Heimatfront
1979 Apr 25 Abschluss 5 JP
1979 Örtliche Geistige Räte - Siebenjahrespla
1980 Apr 22, 50 Nationaltagung
1980 Apr 28, Telegr 50 NT
1980 Okt, Teilnahme an den Sitzungen des Geistigen Rates
1981 Jan Ziele 2. Phase 7 JP
1981 Jul 06, Antworttelegramm
1981 Mai 05, Antworttelegramm
1982 JUL Zusammenarbeit Nicht Bahai Organisatiionen
1984 SEPT 20, Jahrestag Tempel
1984 Zur Frage der Apartheit
1985 März, 23 Pilgernotizen Krisen unheilvolle Ereignisse
1985 Okt, Die Verheißung des Weltfriedens
1985 Okt, FRIEDENSBOTSCHAFT
1986 Jul 29, Stichwahlen
1986 Naw-Ruz
1986 Sep 29, Bestimmung der dt B-Gem
1988 Aug 1, Psychologie
1988 Dez 22, Zarathustra und Buddha
1988 Dez, 05 ITC-Kinder und Jugend
1988 Mai 09, 29 Bezugnahmen
1988 Mai 31, Mitgliedschaft
1988, Dez 29, Freiheit und Ordnung
1989 Aug 27, 19-Tage-Fest
1989 Aug 29, 19-Tagefest
1989 Dokumente des Bundes
1989 Ein keusches und heiliges Leben
1990 Apr 17, Aufgaben im Osten
1990 Baha'i-Wahlen Heiligkeit und Wesensart
1990 Bahai Ehen und ihr Schutz
1990 Dez, Bewahrung von Bahai-Ehen
1990 Die Bewahrung der Erde und
1991 APR 22, Email an Teilnehmer Ost West Seminar
1991 Baha'u'llahs Mission
1991 Drogen und Suchtstoffe
1991 Jan 07, Unbeständige Lage
1991 Mai 01, Email 61 NT
1991 Mar 20, Nachwahlen
1991 Nov 18 Finanzielle Herausforderungen
1991 Okt 08, Historische Aufgabe
1991 Patenschaftsfonds
1991 Sep 17, Antwort mangelnder Dienst
1992 Dez 14, Einstellung zu Lehrbereitschaft
1992 Mai 29, Feierlichkeiten in Bahji
1992 Mai 29, Feierlichkeiten
1992 März 15, Strassenlehrarbeit
1992 Nov 18, Memo Geistige Prinzipien Administration
1992 Nov 26, 2te Botschaft an den Weltkongress
1992 Nov 26, Satelliten-Botschaft
1992 Okt, 05 Fonds
1993 Arbeitsweise von Gemeinden
1993 Feb 07, Fragen zur Arbeitsweise von Gemeinden
1993 Feb 07, Fragen zur Arbeitsweise
1993 Mai 19, Anerkennung 3-JP
1993 Mai 20, Email Dank Spenden
1993 NOV 9, Fördern Eintritt in Scharen
1994 Initiative des Einzelnen und der Gemeinde
1994 Sep 1, Organspende
1994 Sept 19, Bedingungen des Lehrens
1995 Baha'i-Gelehrsamkeit
1995 Dez 24, ITC, Der Einzelne
1995 Jan 17, Email wegen Don Rogers
1995 Nov 12, Gemeinsame Wohnung
1995 Sep 11, Homosexualität
1996 Apr, 11 HUQUQ NEU
1996 Bahai-GEBETE
1996 Epochen des Gestaltenden
1996 Jan 30, Memo Authenzität Tablet
1997 Apr 02, Fonds
1997 Mai 30, Dezentralisierung
1997 Mai 30, Regionale Bahai-Räte
1997 Mar 21, An die Liebenden der
1998 Apr, Trainingsinstitute
1998 Mai 2, An Internationale Tagung
1999 Apr 27, Krise im Kosovo
1999 Dez 28, Neue Gesetze
1999 Mai 25, An ausgewählte NGR
1999 Nov 26, Blick in die Zukunft
1999 Sept Regionale Wachstumsprogramme
2000 Feb 02, EXPO 2000
2000 Feb, Trainingsinstitute
2000 Jul 18, Demokratisierung
2000 Jul, Geistige Erziehung der Kinder
2001 Apr 04 Haltung gegenüber Ausgetretenen
2001 Aug 05, Fonds
2001 Aug 05, Stand und Bedarf des internationalen Fonds
2001 Huququllah das Recht Gottes neu
2001 Huququllah die krönende Zier neu
2001 Institution Berater
2001 Jan 09, Konferenz in Haifa
2001 Jan 09, Konferenz Kontinentale Berater
2001 Jan 14, Konferenz Einweihung ITC
2001 Jan 16, Ende Konferenz
2001 Jan 16, Fünfte Epoche
2001 Jul 29, An NGR Deutschland
2001 Nov 5, Gebrauch der Künste
2001 Sept 19, Andachtsversammlungen
2002 Apr, An die Religionsführer
2002 Aug 22, Geringer Fortschritt
2003 Apr, Schwungkraft erhöhen- Building Momentum -
2003 Nov 26, An die Anhänger Baha'u'llahs in der Wiege des Glaubens
2004 Apr 22 - Hinscheiden von Herrn Aziz Yazdi
2004 Jan 12 an iranische Gläubige außerhalb Iran
2004 Nov, 28-ITC-Intensives Wachstumsprogramm
2005 Apr 14, Abschluß Kaufvertrag Andachtshaus in Chile
2005 Aug 18, Wachstum Reg59
2005 Dez 27, an Kontinentale Beraterämter
2005 Dez 28, Ruhi-Institute
2005 Dez. 31, Ende Beraterkonferenz
2005 Mai 12, Antwort auf Botsch Nationaltagung
2005 Nov 14, Studium des Bahai Glaubens
2006 0322-UHG-IranischeFreundeaußerhalbIran-deutsch
2006 Juni, 14 Die Gemeinde zu neuen Entwicklungsstadien führen
2007 Dez 25, an die Anhänger Bahas in der Wiege des Glaubens
2007 Huququllah Das Recht Gottes - Eine Kompilation
2007 Nov, 26 Hände der Sache
2007 Sept, 30 intensives Wachstum
2008 Mai, 12 Erweiterungen im Weltzentrum
2008-10-20 Halbzeit Fünfjahresplan
2008-12-23 Äussern über Politik
2009 Feb 7, Konferenz Frankfurt
2009 Feb 9 in der Wiege des Glaubens
2009 Jun 3, An die Bahai im Iran
2009 Mar 21, Naw-Ruz
2009 Mar 23, an die Gläubigen in der Wiege des Glaubens
2009 Mar 26, Iran
2009 Mar 5, an Bahai im Iran
2009 May 10, Antwortmail Nationaltagung
2009-05-17-BWC Neunzehntagefest
2009-06-23 An die Bahai im Iran
2009-12-15 Bauprojekte am Berg Karmel
Ausgewählte Botschaften 1963-1996
Das Wohlergehen der Menschheit
Die Verheissung des Weltfriedens
Ein Gemeinsamer Glaube
Jahrhundert des Lichtes
Verfassung
VersGot 2 ab Aug
Zusammenstellung Deutschland
Zusammenstellung Europa
Zusammenstellung Extrakt
Free Interfaith Software

Web - Windows - iPhone








Briefe des UHG : 1999 Sept Regionale Wachstumsprogramme
Regionale Wachstumsprogramme
Einleitung

Das Ziel eines Regionalen Wachstumsprogramms ist es, die Fähigkeit bei Gläubigen und Gemeinden einer Region zu steigern, einen Prozess des beschleunigten und nachhaltigen Wachstums zu fördern. Das Programm erreicht dieses Ziel, indem es menschliche Ressourcen für gut geplante Ausbreitungs- und Festigungsaktivitäten mobilisiert und lokale und regionale Institutionen stärkt.

Ein Regionales Wachstumsprogramm findet innerhalb eines überschaubaren, geographischen Gebietes (gewöhnlich in einer Gruppe von Dörfern und in einigen größeren Städten) statt, in dem die bisherige Erfahrung eine angemessene Empfänglichkeit gezeigt hat und in dem bereits einige Bahá’í-Gemeinden mit recht leistungsfähigen Institutionen bestehen. Das ausgewählte Gebiet muss klein genug sein, um die Interaktion unter den Gläubigen und deren gemeinsame Teilnahme an den Aktivitäten des Programms zu ermöglichen.

Ein sich entfaltender Prozess des organischen Wachstums

Durch einen Prozess der Beratung zwischen Beratern und Nationalen Geistigen Räten und - wo vorhanden - Regionalen Bahá’í-Räten, wird ein geographisches Gebiet für den Start eines Regionalen Wachstumsprogramms ausgewählt. Dabei werden sich die Gläubigen und die Institutionen des Gebietes an einem fortlaufenden Lernprozess beteiligen, der zum Ziel hat, die Erfahrung eines beschleunigten Wachstums zu bewirken. Obwohl ein solcher Prozess zu verschiedenen Zeitpunkten verschiedene Strategien und Handlungslinien erfordern wird, hat die Erfahrung der letzten Jahre gezeigt, dass ein paar wesentliche Elemente gegeben sein müssen, damit sich Lernerfolge und Wachstum zeigen.

Systematischer Institutsprozess:

Am Anfang müssen die Institutionen dafür sorgen, dass es in der Gegend einen systematischen Institutsprozess gibt, entweder in Form eines Institutszweiges oder als Erweiterung der Programme des nationalen oder regionalen Institutes. Es ist anzunehmen, dass sich die Programme des Institutes in den ersten Phasen hauptsächlich darauf konzentrieren werden, einem bedeutenden Anteil der Gläubigen der Gegend eine Kursreihe mit aufeinander aufbauenden Kursen anzubieten. Dies geschieht gewöhnlich in Form von mobilen Kursen oder Studienkreisen.

Lese- und Schreibfähigkeit:

Eine Herausforderung für den schnellen Fortschritt von Institutskursen stellt in einigen Gemeinden das Problem des Analphabetentums dar. Wenn ein großer Teil der örtlichen Bevölkerung aus Analphabeten besteht, sind in einer frühen Phase möglicherweise vom Institut geförderte Lese- und Schreibprogramme nötig. Dennoch sollten die regulären Institutskurse in diesen Gegenden nicht hinausgeschoben werden, weil davon auszugehen ist, dass in fast jeder Gemeinde immer einige Leute - gewöhnlich Jugendliche - gibt, die durch ihre Schulbildung lesen und schreiben gelernt haben.

Frauen:

Es ist wichtig, von Anfang an die Teilnahme von Frauen an den Institutsprogrammen zu gewährleisten, damit eine solide Basis für die Förderung von Frauen und für ihre spätere Teilnahme am Gemeindeleben gelegt wird.

Beteiligung der Basis (Graswurzel):

Die Existenz von Studienkreisen an einem Ort bewirkt die Beteiligung der Gläubigen an der Basis, die für das Wachstum der Gemeinde wesentlich ist. Eine solche Beteiligung führt zu ungezwungenen Aktivitäten einer Gruppe von Gläubigen, die gemeinsam beraten, handeln und einander in ihren Anstrengungen (endeavours) im Großen und Ganzen unterstützen.

Regionale Aktivitäten:

Ein wichtiges Charakteristikum eines Regionalen Wachstumsprogramms ist die Teilnahme von Gläubigen an regionalen Bemühungen und das kollektive Lernen, das bei einer solchen Interaktion stattfindet. Es wird erwartet, dass die Mehrheit der Teilnehmer solcher Aktivitäten auch an den Institutskursen beteiligt ist.

Flächendeckende regionale Seminare und Konferenzen, regionale Lehrkampagnen und kleine soziale und ökonomische Entwicklungsprojekte sind Beispiele für Aktivitäten, an denen eine wachsende Anzahl von Gläubigen aus der Region teilnehmen können. Solche Aktivitäten werden bereits bei der Einführung des Programms in Gang gesetzt und sind für die Dauer seines Bestehens sein ständiges Merkmal.

Identifikation mit dem Programm:

Es ist klar, dass der Erfolg des Programms davon abhängt, dass die in der Region lebenden Gläubigen sich mit dem Programm identifizieren und vermehrt an seinen Aktivitäten teilnehmen. Dennoch kann das Programm in seiner frühen Phase sehr wohl von Reiselehrern oder Lehrgruppen sowie von Inlandpionieren profitieren.

Deckung des finanziellen Bedarfs:

Einen Aspekt der Identifikation mit dem Projekt bildet die universelle Teilnahme der ansässigen Gläubigen an der Deckung seines finanziellen Bedarfs. Dies macht schon für sich eines der Hauptanzeichen für Erfolg aus und sollte regelmäßig eingeschätzt werden, um die Teilnahme einer immer steigenden Anzahl von Gläubigen zu gewährleisten.

Individuelle Initiative:

Höchstwahrscheinlich werden die meisten Gemeinden in der Region noch nicht richtig funktionieren. In solchen Fällen wird von den Hilfsamtmitsgliedern und deren Assistenten erwartet, dass sie eine zentrale Rolle spielen, indem sie zur individuellen Initiative bei der Lehrarbeit und der Entwicklung des Gemeindelebens ermutigen und diese auch fördern.

In dem Maße, in dem immer mehr Gläubige die Kurse des Bahá’í-Instituts durchlaufen, wird sich der Reichtum menschlicher Ressourcen für verschiedene Ausbreitungs- und Festigungsunternehmungen selbstverständlich vergrößern. Durch Ermutigung zur individuellen Initiative werden die Hilfsamtsmitglieder und deren Assistenten dafür sorgen, dass diese Gläubigen ihre neu erworbenen Fähigkeiten für den Dienst nutzen. Individuelle Initiative bei der Lehrarbeit, der Vertiefung der Mitgläubigen, der Veranstaltung von Andachten und der Leitung von Kinderklassen würden natürlich einige der ersten Dienste in den meisten Gemeinden sein. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Jugend eine unerschöpfliche Quelle menschlicher Ressourcen für die Durchführung solcher Aktionen darstellt.

Kinder und Junioren:

Die Erziehung von Kindern und Junioren ist so entscheidend für den Aufbau von Bahá’í-Gemeinden, dass ihr während des gesamten Programms höchste Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. So kann die Einrichtung von Kinderklassen eine der ersten Aktivitäten sein, die von den Gemeinden unternommen werden, um die Zukunft des Glaubens in der Region zu gewährleisten. In Verbindung damit muss man sich bemühen, den Eltern die Wichtigkeit einer Bahá’í-Erziehung für ihre Kinder zu vermitteln. Wenn dieser entscheidende Aspekt des Gemeindelebens in der Vergangenheit vernachlässigt wurde, wurde der Fortschritt des Glaubens behindert und ging in einigen Regionen eine Generation von Jugendlichen verloren.

Lokales und kollektives Handeln:

So wie sich die Leistungsfähigkeit (capacity) in einer Region entwickelt, wird lokales und kollektives Handeln möglich. Eine dieser Bemühungen, welche die Hilfsamtmitglieder und deren Assistenten fördern sollen, sind lokale Lehrkampagnen, die von örtlichen Geistigen Räten unternommen werden, welche Anzeichen wachsender Reife zeigen. Diese Kampagnen werden in den meisten Fällen vermutlich von kurzer Dauer sein sowie konkrete und erreichbare Ziele haben. Sie sollen unter den Gläubigen eine einheitliche Vision und einheitliches Handeln fördern und der lokalen Gemeinde die Freude des Lehrens und die Erfahrung des Erfolgs bringen. Es ist auch zu erwarten, dass in dieser Phase komplexere Gemeindeaktivitäten, wie das Feiern von Neunzehntagefesten, möglich werden.

Sobald örtliche Geistige Räte ein gewisses Niveau in ihrer Funktionsweise erreicht haben, wird von ihnen erwartet, dass sie einen großen Teil der menschlichen Ressourcen für die ersten Aktivitäten des Regionalen Wachstumsprogramms bereitstellen und dass sie auch lernen, ihre eigenen Ausbreitungs- und Festigungspläne zu formulieren und die Verantwortung für ein systematisches Wachstum in ihren Gemeinden zu übernehmen.

Form des Neuzehntagefestes:

Da das ganze Programm als eine Lernerfahrung zu betrachten ist, ist es wichtig, dass über jede der oben genannten Aktivitäten sowohl zwischen den Institutionen als auch zwischen ihnen und den Gläubigen beraten wird. Zum Beispiel sollten die Gemeinden nicht einfach gebeten werden, das Neunzehntagefest in die Liste ihrer Aktivitäten aufzunehmen. Es wäre stattdessen fruchtbarer, auf verschiedenen Ebenen einen Beratungsprozess in Gang zu bringen, um darüber zu entscheiden, welche Form Feste innerhalb des kulturellen Rahmens der Region haben sollten und welche Arten individueller und administrativer Initiativen nötig sind, um den Erfolg und die Kontinuität der Feste zu gewährleisten. Die Berücksichtigung der Kultur, der Einsatz von lokaler Kunst und Musik könnte zum Beispiel bei der Durchführung des Festes betont werden.

Einführung sozialer und ökonomischer Entwicklung:

In einer Entwicklungsphase werden bestimmte Gemeinden der Region so reif und stark werden, dass sie sich an der sozialen und ökonomischen Entwicklung beteiligen können. Diese Handlungslinie wird eher aus einfachen Initiativen an der Basis (Graswurzelinitiativen) bestehen, durch die die Gemeindemitglieder ihren Wunsch ausdrücken, ihren Mitmenschen und der Gesellschaft im allgemeinen zu dienen. In dem Maße, in dem die Möglichkeiten und Fähigkeiten wachsen, können komplexere Projekte ersonnen werden, die die Beteiligung anderer Stellen erfordert, wie z.B. des Bahá’í-Instituts oder Bahá’í-inspirierter Organisationen.

Die Wichtigkeit der Städte:

Viele der Regionalen Wachstumsprogramme werden in den ländlichen Gebieten der Erde stattfinden. In solchen Fällen ist es vorteilhaft, wenn sich eine oder mehrere größere Städte in dem ausgewählten Gebiet befinden. Städte bieten gewöhnlich einen besseren Zugang zu Hilfsmitteln, seien sie intellektueller, materieller, oder staatlicher Art, und können einen bedeutenden Anteil des Bedarfs für das Programm decken. Klare Handlungslinien sind auch erforderlich, um zu gewährleisten, dass fähigen Menschen, ob in Städten oder in Dörfern, die Botschaft überbracht wird und sie eingeladen werden, den Glauben anzunehmen.

Administration
Verantwortlichkeit der Institutionen:

Die Berater und die Nationalen Geistigen Räte und - wo vorhanden - die Regionalen Bahá’í-Räte leiten das gesamte Programm durch einen Prozess der Beratung ein und sind dafür verantwortlich, den Fortschritt jedes Aspekts des Programms gut zu verfolgen, den regionalen und lokalen Institutionen die erforderliche Unterstützung und Hilfsmittel zu gewähren, die Erfolge abzuschätzen, und das Gelernte auf andere Gegenden anzuwenden, in denen solche Programme noch gestartet werden sollen. In vielen Ländern, in denen noch keine Regionalen Bahá’í-Räte gebildet wurden, wird der Nationale Lehrausschuss direkt am Programm beteiligt werden und für die Aufsicht über die Arbeit der Regionalen Lehrausschüsse verantwortlich sein.

Die Rolle der Hilfsamtsmitglieder und deren Assistenten:

Die Hilfsamtsmitglieder und deren Assistenten spielen eine zentrale Rolle, da sie sowohl einzelne Gläubige als auch lokale und regionale Institutionen und Nebenstellen (agencies) dabei unterstützen, vereinte Wachstumsvisionen zu entwickeln und Lehrpläne zu entwerfen und durchzuführen. Sie fördern die Beratung, ein Mileu des Lernens, individuelle Initiative und spornen die Freunde an, an den Projekten der Institutionen teilzunehmen. Außerdem werden sie gewisse Fonds zur Verfügung haben, die sie für die Förderung von Aktivitäten innerhalb des Programms verwenden können.

Andere administrative Strukturen:

Zusätzlich zu der entscheidenden Rolle der Hilfsamtsmitglieder und deren Assistenten wird es während der Entfaltung des Programms notwendig, dass verschiedene Aspekte des Programms von bestimmten anderen Institutionen oder administrativen Strukturen gefördert werden:

Zum Beispiel könnte ein Regionaler Lehrausschuss, der unter einem Regionalen Bahá’í-Rat oder einem Nationalen Lehrausschuss arbeitet, für die Koordination der oben genannten regionalen Aktivitäten erforderlich sein. Diese könnten folgendes beinhalten:

- Seminare und Konferenzen
- Lehrkampagnen

- der Erwerb und die Lagerung von Literatur und audiovisuellen Materialien

- die Koordination der Reisen von Reiselehrern und Lehrgruppen

- die Ansiedelung von Pionieren

- der Start kleiner sozialer und ökonomischer Aktivitäten

In diesem Zusammenhang müsste der Ausschuss eine enge Zusammenarbeit mit dem Institut pflegen, um bei Bedarf die Hilfe ausgebildeter Kräfte zu gewährleisten. Der Regionale Lehrausschuss würde sich im allgemeinen auch um die Entwicklung, die Bewertung und Verfeinerung der Wachstumsvision für die Region kümmern und von Zeit zu Zeit mit anderen Institutionen und Nebenstellen (agencies), die an der Arbeit des Glaubens in der Region beteiligt sind, beraten. Die Pläne und Strukturen des Ausschusses sollten einfach und mit den Fähigkeiten und Möglichkeiten der ansässigen Menschen vereinbar sein

Ein hauptberuflicher Koordinator für Institutsaktivitäten in der Region ist eine weitere Komponente, die sehr wohl zur schnellen Entwicklung menschlicher Ressourcen, welche bei den verschiedenen Aktivitäten des Programms eingesetzt werden, beitragen mag.

Ein hauptberuflicher Koordinator für das gesamte Programm kann in einigen Regionen benötigt werden, um die Umsetzung der Pläne des Instituts zu gewährleisten; in solchen Fällen wird man eine Abhängigkeit von dieser einen Person vermeiden müssen.

Zudem ist zu erwarten, dass es eine Reihe lokaler und regionaler Lehrkampagnen geben wird, die jeweils von einem eigenen Koordinator profitieren würden.

Wenn die Tragweite und der Umfang der Aktivitäten in der Gegend zunehmen und sich immer mehr aktive Vertreter des Glaubens an deren Durchführung beteiligen, kann es notwendig werden, einige Gläubige finanziell zu unterstützen, um die Kontinuität des Programms zu gewährleisten. Die Institutionen sollten sich dieser Notwendigkeit bewusst sein und sich dieser Möglichkeit öffnen.

Das gesamte Programm der Aktivitäten bedarf vielleicht eines Zugangs zu einigen bestehenden Einrichtungen, in denen Kurse geleitet und Treffen abgehalten werden können; in einer bestimmten Entwicklungsphase wird man sich dieser Frage annehmen müssen.

Planung, Durchführung und Bewertung
Einfache Pläne in Phasen:

Ein wichtiger Aspekt eines Regionalen Wachstumsprogramms ist die Entwicklung der Fähigkeit des Regionalen Lehrausschusses, einfache Pläne mit klaren Handlungslinien zu entwerfen und durchzuführen. Es wird erwartet, dass solche Pläne Phasen von jeweils einigen Monaten vorsehen werden und nicht nur Möglichkeiten für Ausbreitung und Festigung, sondern auch die dem Ausschuss zur Verfügung stehenden menschlichen Ressourcen und finanziellen Mittel in Erwägung ziehen werden.

Erhebung zu Beginn des Projekts:

In einer frühen Entwicklungsphase des Programms wird es vielleicht notwendig sein, dass der Regionale Lehrausschuss eine statistische Erhebung durchführt, welche dem Planungsprozess nützt.

Wie viele Dörfer und Städte gibt es in der ausgewählten Region (cluster)?

Wie viele Menschen leben in der Region?
Wie viele von ihnen sind Kinder und Jugendliche?

Welche Bildungseinrichtungen existieren in der Region?

Welche anderen großen Organisationen sind in der Region vertreten?

In welchen Monaten haben Leute die Zeit, an größeren Aktivitäten teilzunehmen?

Welche Minderheiten sind in der Region vertreten?
Wie viele Bahá’í gibt es in der Region?
Wie viele örtliche Geistige Räte gibt es?
Welche Bahá’í-Aktivitäten gibt es in der Region?

Dies sind einige grundlegende Fragen, die in einer solchen Erhebung gestellt werden können. Die gesammelten Informationen werden die Institutionen befähigen, Möglichkeiten zu erkennen, den Bedarf an menschlichen Ressourcen und finanziellen Mitteln einzuschätzen und im Laufe der Zeit die Veränderungen zu bewerten, die das Regionale Wachstumsprogramm bewirken soll.

Weiterführung der Statistik:

Für die Aufrechterhaltung eines systematischen Prozesses der Ausbreitung und Festigung ist es wichtig, sich über die Gläubigen auf dem Laufenden zu halten, wie sie der Sache beitreten, Institutskurse durchlaufen, ihre Dienstbarkeit steigern und sich zur Schar der aktiven Vertreter des Glaubens gesellen. Aus diesem Grund muss die Weiterführung der Statistik sichergestellt werden. Außerdem werden solche Statistiken den Institutionen bei der Bewertung des Fortschritts des Programms von Nutzen sein.

Planungsprozess:

Während der Planungsphase sollten die Institutionen, vorzugsweise mit den aktiven Vertretern des Glaubens in der Gegend, über die Erfahrungen der letzten Monate beraten und nachdenken, ihre Strategien bewerten und Veränderungen, Verbesserungen und zusätzliche Handlungslinien für die nächste Phase hinzufügen. Das Universale Haus der Gerechtigkeit schreibt dazu: “Bei diesem Prozess sollten die Freunde auf ihre Erfolge und Schwierigkeiten zurückblicken, ihre Methoden entsprechend anpassen und verbessern, lernen und ohne Zögern fortfahren.“ (Brief vom Universalen Haus der Gerechtigkeit an die Konferenz des Kontinentalen Berateramts vom 26. Dezember 1995)

Terminkalender für die Aktivitäten:

Es ist wichtig, dass der Regionale Lehrausschuss die Möglichkeit hat, seine Pläne den Gläubigen zu vermitteln, um sie für den angegebenen Zeitraum zur Teilnahme zu ermutigen. Eine wirksame Methode dafür ist die Erstellung eines Kalenders der Aktivitäten. Solche Kalender werden nicht nur den Gläubigen aktuelle Informationen über die Pläne der Institutionen bieten, sondern auch dem Ausschuss selbst ein wertvolles Instrument für die Bewertung seiner eigenen Leistungen sein.

Verbreitung von Information:

In vielen ländlichen Gegenden der Erde stellt die Verbreitung von Information eine große Herausforderung dar. Es wäre wertvoll, die Institutionen zu ermutigen, untereinander darüber zu beraten, wie man dafür sorgen kann, dass Informationen über Institutskurse, Seminare und Konferenzen sowie Lehrkampagnen die Gläubigen rechtzeitig erreichen. Bei solchen Beratungen muss die Aufmerksamkeit immer sowohl auf traditionelle Wege der Informationsverbreitung als auch auf die moderneren Möglichkeiten in der Region gerichtet sein.

Leitung:

Für einige von denen, die an der Leitung des Programms beteiligt sind, mag eine spezialisierte Ausbildung notwendig sein, damit sie verschiedene Planungsfertigkeiten erlernen, wie die Weiterführung von Statistiken, die Gewährleistung der Nachrichtenverbreitung, die Formulierung von Kalendern, die Verbesserung ihrer Beratungsqualität und eine einfache Buchhaltungstätigkeit.

Die Entwicklung eines Regionalen Wachstumsprogramms:

Die Entwicklung eines Regionalen Wachstumsprogramms wird von einer Reihe von Faktoren abhängen, wie von der Effizienz und Qualität der ausgebildeten menschlichen Ressourcen, welche aus den Institutsprogrammen hervorgehen, von anderen Bemühungen, die Führungsqualität der Institutionen, die Verfügbarkeit von Literatur und finanziellen Mitteln und die Reife der Institutionen bei der Handhabung verschiedener Angelegenheiten zu verbessern sowie von den besonderen Bedingungen und Möglichkeiten jeder Region.

Vergrößerte Komplexität:

Wie auch immer die Bedingungen sind, wird erwartet, dass die mit dem Programm verbundenen Aktivitäten mit der Zeit zahlreicher und komplexer werden, und dass sich die Fähigkeit der Möglichkeiten der Institutionen, komplexere Aktionen zu bewältigen, verbessern und entwickeln werden. Zum Beispiel:

Institutsprogramme, die höchstwahrscheinlich mit einer einzigen Kursfolge beginnen, werden sich schließlich so entwickeln, dass sie mehr als ein „Track“ (Fachbegriff beim Institut, der nicht in Deutschland gebräuchlich ist, Anm. d. Übers.) anbieten.

Aus individueller Initiative geborene Aktionen können kühner und systematischer werden. Lehrkampagnen, die vielleicht als isolierte Veranstaltungen begonnen haben, können mit der Zeit komplexer und dauerhafter werden.

Wenn die Anzahl der verfügbaren menschlichen Ressourcen und der Vielfalt der vom Institut angebotenen Kurse wächst, und wenn die von den Institutionen klar definierten Aktionspläne durchgeführt werden, sollte die Vorstellung einer Umgebung möglich sein, in der Wachstum natürlich und in organischer Weise geschieht. Wir hoffen, dass im Laufe der Zeit viele hingebungsvolle Gläubige aus dem Programm hervorgehen, welche sich nicht nur erheben werden, um ihren eigenen Gemeinden zu dienen, sondern für die Einführung des Glaubens in anderen Regionen reisen und pionieren.

Herausforderungen für das Wachstum:

Die Entwicklung eines Regionalen Wachstumsprogramms wird natürlich Herausforderungen mit sich bringen, die überwunden werden müssen, sowie die Gemeinden in der Region wachsen und reifen. Zum Beispiel wird oft beobachtet, dass die Einheit der Freunde geprüft werden kann, wenn sie gebeten werden, über lange Zeiträume auf gemeinsame Ziele hinzuarbeiten, besonders in Fällen, in denen die meisten Gläubigen neu im Glauben sind und die Institutionen noch nicht ein gewisses Grad an Reife erreicht haben. Apathie und Mangel an Initiative, Unaufrichtigkeit, Kritik, und schädliche Haltungen, die dem Geist der Lehren widersprechen – dies sind einige Probleme, die auftreten können und die Geschwindigkeit des Wachstums drosseln. Außerdem kann das klar erkennbare Wachstum des Glaubens sehr wohl ein gewisses Maß an Opposition hervorrufen. Solche Herausforderungen zu meistern, wird - für sich genommen - den gewählten und ernannten Institutionen die Möglichkeit bieten, ihre Fähigkeiten in Führung und Problemlösung zu steigern und wird somit die Ziele des Wachstumsprogramms voranbringen.

Merkmale anhaltenden Wachstums:

Den Kern des Regionalen Wachstumsprogramms bildet ein kontinuierlicher Lernprozess, der sowohl von praktischer Erfahrung als auch durch ständiges Studium der Schriften und der Botschaften des Universalen Hauses der Gerechtigkeit genährt wird. Diese Interaktion zwischen Erfahrung und einem wachsenden Verständnis von der Führung durch den Glauben wird zum Erfolg und zur Nachhaltigkeit des Programms führen.

Lernerfahrung:

Im Verlauf der nächsten Jahre wird wohl die sichtbare Ausbreitung von Gemeinden stattgefunden haben. Außerdem wird der Prozess der Festigung durch die Entwicklung geschulter menschlicher Ressourcen und die Einrichtung und Stärkung bestimmter Institutionen und Strukturen Fortschritte gemacht haben. Daher wird über das Wachstum der Bahá’í-Bevölkerung hinaus noch etwas erreicht werden: ein gewisses Maß an Wissen und Erfahrung, welche für die weitere Arbeit in der Bahá’í-Sache und für die Förderung eines organischen Wachstums wichtig sind.

Aneignung von Fähigkeiten:

Es ist unsere Hoffnung, dass das Regionale Wachstumsprogramm einen Rahmen bieten wird, in dem die Gläubigen und die Institutionen der Region bestimmte Fähigkeiten erwerben können. Dazu gehört, dass sie lernen, den Geist der Hingabe bei der Mehrzahl der Gläubigen zu entfachen, Initiative zu erwecken und aufrechtzuerhalten, in Übereinstimmung mit den Prinzipien zu beraten, Visionen des Wachstums zu entwerfen und Teamgeist für kollektive Aktionen zu erzeugen, Verantwortung zu übertragen, mit Flexibilität und Offenheit gegenüber neuen Ideen zu verwalten, Einheit und Harmonie in der Gemeinde aufrechtzuerhalten und ein günstiges Lernmilieu zu fördern, in dem die Gemeinde wachsen und gedeihen kann.

Kapitalgewinnung:

Es wird zudem erwartet, dass viele der Gemeinden im Laufe der Zeit und mit zunehmender Reife beginnen werden, eine angemessene Kapitalmenge für die Unterstützung ihrer eigenen Aktivitäten in der Gegend zu gewinnen.

Organischer Prozess:

Sowie die Gläubigen und die Institutionen in der Region zeigen, dass sie einen Prozess des beschleunigten Wachstums bereits viel besser begünstigen und aufrechterhalten können, beginnt das Regionale Wachstumsprogramm, sein Ziel zu erreichen. Die Gemeinden werden dann in einem fortlaufenden Prozess organischen Wachstums Fortschritte machen und sich erheben, um gemeinsam mit ihren Schwestergemeinden weltweit neue Herausforderungen bei der Förderung der geistigen Eroberung des Planeten zu erkunden.

Reihe von Anstrengungen:

Ein solcher Wachstumsprozess wird natürlich in unterschiedlichen Regionen unterschiedlich lange Zeiträume in Anspruch nehmen. Es ist unsere Hoffnung, dass im kommenden Jahr eine Reihe erster Programme von drei- bis fünfjähriger Dauer gestartet wird, welche für sich betrachtet der internationalen Bahá’í-Gemeinde ermöglichen werden, mehr über den gesamten Wachstumsprozess innerhalb einer bestimmten Region zu erfahren. In vielen Teilen der Erde mag eine Reihe solcher Programme erforderlich sein, um die Ziele des Regionalen Wachstumsprogramms zu erreichen.

September 1999

Regionales Wachtstumsprogramm - Konzept des Internationalen Lehrzentrums

1

Hamburg, den 02.05.08 E:\Winword2\bastu\itc-st-091999-redigiert.doc Seite 2 von 8

Hamburg, den 02.05.08 Seite 1 von 8

Table of Contents: Albanian :Arabic :Belarusian :Bulgarian :Chinese_Simplified :Chinese_Traditional :Danish :Dutch :English :French :German :Hungarian :Italian :Japanese :Norwegian :Persian :Portuguese :Romanian :Russian :Spanish :Turkish :Ukrainian :