von Zeit zu Zeit erhalten wir Berichte über Gläubige, die sich in einem Ausmaß mit der Erwartung von Katastrophen beschäftigen, daß ihre Energien in ergebnislose Spekulationen über die Einzelheiten solcher Katastrophen umgelenkt werden, anstatt die Bahá’í-Gemeinde als Zuflucht und Hafen für die leidenden Massen der Menschheit aufzubauen.
Wir fügen zu Ihrer Information und Verwendung Auszüge aus einem Brief bei, den wir am 1. Juli 1984 über verschiedene Themen geschrieben hatten, wie die den Pilgernotizen beizumessende Autorität, die authentischen Aussagen in den Bahá’í-Schriften über verhängnisvolle Zustände in der Welt und die Art, in der die Bahá'í aufgefordert sind, auf die Aussicht zukünftiger Umbrüche zu reagieren.
Wir legen Ihnen nahe, daß Sie dieses Material bei der Beantwortung von Fragen, die seitens der Gläubigen über solche Themen an Sie herangetragen werden, verwenden. Es ist Ihnen auch freigestellt, dieses Nachschlagematerial Ihren Hilfsamtsmitgliedern zukommen zu lassen, wie und wann Sie es für nötig halten. Jedoch sollte das Material nicht beliebig in Umlauf gebracht werden, da wir bemüht sind, keine Kontroversen unbeabsichtigt in jenen Gegenden zu erzeugen, wo die Gläubigen sich nicht übermäßig mit den Themen beschäftigen, auf die in der Anlage bezug genommen wird.
Mit liebevollen Bahá’í-GrüßenDas erste Thema betrifft den Status von Pilgernotizen. Die Religionsgeschichte zeigt deutlich die Mißverständnisse, Spaltungen und Irrtümer, die durch das Vertrauen auf mündliche Aussagen als Quelle autoritativen Wissens über religiöse Lehren entstanden sind. Eine der unschätzbaren Segnungen dieser Sendung ist, daß die Tür zu solchen Problemquellen klar und unmißverständlich verschlossen wurde. Als Antwort auf eine Frage schrieb der Meister:
"Du hast bezüglich der Pilger und Pilgernotizen geschrieben. Man sollte sich auf keine Erzählung, die nicht durch einen Text bestätigt ist, verlassen. Erzählungen verursachen Verwirrung, auch wenn sie wahr sind. Für das Volk Bahás ist der Text und nichts anderes als der Text authentisch. "
(Aus einem bisher nicht veröffentlichten Sendschreiben 'Abdu’l-Bahás; nicht überprüfte Übersetzung)
Während ein Brief im Auftrag des Hüters darlegt:"Shoghi Effendi hat oft gesagt, daß die Notizen der Pilger nur für ihren persönlichen Gebrauch sind und absolut keine Autorität innehaben. Was er den Freunden im Ganzen zu vermitteln wünscht, das wird er immer in seinen allgemeinen Briefen äußern. "
(im Auftrag Shoghi Effendis an einen Gläubigen, 26. Februar 1933; nicht überprüfte Übersetzung)
Eine sehr wertvolle Klarstellung hat kürzlich das Universale Haus der Gerechtigkeit abgegeben, indem es sagt:
"Die Anweisungen des Meisters und des Hüters legen äußerst klar, daß Pilgernotizen Gerüchte sind und für sich nicht die Autorität und bindende Kraft der Heiligen Texte beanspruchen können... Die Tatsache, daß der Pilger, der über sein Erlebnis schreibt, ein zuverlässiger und bekannter Gläubiger ist oder die berichtete Aussage in den Notizen mehrerer Pilger wiederholt zu sein scheint, verleiht der betreffenden Pilgernotiz keine Autorität. "
(im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an einen Gläubigen, 23. Januar 1980;
nicht überprüfte Übersetzung)Im Lichte dieser Textstellen vom autoritativen Zentrum des Glaubens glauben wir, daß die Berater und Hilfsamtsmitglieder einen wertvollen Beitrag leisten können, indem sie die Gläubigen dazu ermutigen, ihr Wissen auf die Lehren der Heiligen Texte sowie die Auslegungen des Hüters und die Klarstellungen des Universalen Hauses der Gerechtigkeit zu stützen, und nicht auf Pilgernotizen, ungeachtet dessen, wie brisant diese Notizen oder wie dramatisch die in ihnen beschriebenen zukünftigen Ereignisse sind.
2. Die unheilvollen Ereignisse in dieser Geschichtsperiode
Das zweite Thema handelt vom Wesen der verhängnisvollen Ereignisse in Zusammenhang mit dieser Geschichtsperiode. Die allgemeinen Botschaften des Hüters an die weltweite Bahá’í-Gemeinde nehmen an verschiedenen Stellen klaren Bezug auf einen "Vergeltungsschlag", welcher die menschliche Rasse reinigen und ihre Bestandteile zu einem vereinten Ganzen verknüpfen wird. Einer der ausführlichsten Abschnitte aus den Schriften des Hüters ist der folgende:
"Der stürmische Umsturz des Gleichgewichts der Weit, das Zittern, das die Glieder der Menschheit befallen wird, die vollständige Umformung der menschlichen Gesellschaft, die Enthüllung der neuen Ordnung, die grundlegenden Veränderungen, die den Aufbau der Regierung beeinflussen, die Schwächung der Tragpfeiter der Religion, das Entstehen von Diktaturen, die Ausbreitung von Tyrannei, der Zerfall der Monarchie, der Niedergang der kirchlichen Einrichtungen, das Anwachsen von Gesetzlosigkeit und Chaos, die Ausdehnung und Festigung linksgerichteter Bewegungen, das Auflodern des unter der Asche glimmenden Rassenhaders, die Entwicklung höllischer Kriegswaffen, das Niederbrennen von Städten, die Verunreinigung der Erdatmosphäre, dies ragt als Zeichen und Omen hervor, die das Gericht entweder ankünden oder begleiten, das wie Er, Der Richter und Erlöser der Menschheit ist, verordnete früher oder später eine Gesellschaft treffen muß, die zum größten Teil und über ein Jahrhundert lang für die Stimme des Boten Gottes in diesen Tagen taube Ohren hatte ein Unheil, das das Menschengeschlecht von der Schlacke seiner jahrhundertelangen Verderbtheit läutern und seine Bestandteile zu einer festgeknüpften, weltumfassenden Bruderschaft verschmelzen muß..."
(Hüterbotschatten an die Bahá’í-Welt, Okt. 1952 Okt. 1957, S. 76 f.)
Der Hüter wandte sich diesem Thema in verschiedenen anderen Abschnitten in seinen Schriften zu und sprach darüber auch mit Pilgern. In manchen Fällen kehrten diese Pilger zu ihren Heimatstädten in Amerika zurück und übermittelten eine alarmierende Beschreibung ihrer Eindrücke von dem, was der Hüter im Hinblick auf Kriegsführung und ihre Wirkung auf große Städte der Welt sagte. Diese Eindrücke wurden klargestellt und eine autoritative Stellungnahme abgegeben, indem Shoghi Effendi an den Nationalen Geistigen Rat der Vereinigten Staaten durch seinen Sekretär darlegte:
"Es wurde ihm mitgeteilt, daß manche Freunde wegen von Pilgern überbrachten Berichten bezüglich der Gefahren, denen Amerika in Zukunft, wann immer ein anderer Weltkrieg ausbricht, gegenübersteht, sehr verstört sind.
Er ist der Ansicht, daß die Bahá’í ihre Zeit nicht damit vergeuden sollten, auf der dunklen Seite der Dinge zu verweilen. Jede intelligente Person kann angesichts der Erfahrungen des letzten Weltkriegs und der Entwicklungen der modernen Wissenschaft auf dem Gebiet der für einen beliebigen zukünftigen Krieg entwickelten Waffen verstehen, daß große Städte überall in der Weit in ungeheurer Gefahr sein werden. Das sagte der Hüter den Pilgern.
Ganz abgesehen davon hat er die Bahá’í aufs dringendste gebeten, um des Dienstes für den Glauben willen diese Zentren des intensiven Materialismus, in denen das Leben heutzutage so schnell und zermürbend ist, zu verlassen und sich auf Kleinstädte und Dörfer zu verteilen, um die Botschaft weit und breit in die Städte der amerikanischen Union zu tragen. Er ist der festen Überzeugung, daß das Feld außerhalb der großen Städte fruchtbarer ist, daß die Bahá’í letztendlich glücklicher sein werden, diesen Schritt getan zu haben und daß es sich von selbst versteht, daß sie im Falle eines Kriegsausbruches sicherer sein werden, genauso wie jede andere auf dem Land oder weg von großen Industriegebieten lebende Person sicherer ist.
Es sind Bemerkungen wie diese, die die Pilger in ihren Notizen nach Hause gebracht haben. Er sieht keinen Grund zur Beunruhigung, ist aber überzeugt, daß die Bahá’í diese Gedanken abwägen und für die Verbreitung des Glaubens Bahá'u'lláhs und auch letztlich für ihr eigenes Glück Schritte unternehmen sollten. Diese zwei Dinge gehen in der Tat Hand in Hand. "
(Aus einem Brief im Auftrag Shoghi Effendis an den Nationalen Geistigen Rat der USA, 20. Juni 1954; nicht überprüfte Übersetzung)
Besonders bemerkenswert in dem Abschnitt des Hüters ist die Aussage, "daß die Bahá’í ihre Zeit nicht damit vergeuden sollten, auf der dunklen Seite der Dinge zu verweilen." Das ist weit von den endlosen Spekulationen entfernt, mit denen sich manche Gläubige leider diesem Thema bis zu dem Punkt zwanghafter Besorgnis genähert haben. Indem er die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Krieges voraussah, hat er solch einen Krieg nicht ausdrücklich mit dem "unerwarteten Unheil" gleichgesetzt, das Bahá’u’lláh vorhersagte. Tatsächlich schreibt er bei einer anderen Gelegenheit:
"Wir haben keine Anzeichen, was genau das Wesen des apokalyptischen Umbruches sein wird: es könnte ein anderer Krieg sein.... doch wenn wir unsere Bahá’í-Schriften studieren, wird klar, daß je länger der "Göttliche Arzt (Bahá’u’lláh) gehindert wird, die Krankheiten der Weit zu heilen, desto schwerer die Krise sein wird und desto schrecklicher die Leiden des Patienten. "
(Aus einem Brief im Auftrag Shoghi Effendis an einen Gläubigen, 21. November 1949; nicht überprüfte Übersetzung)
Dieser Sachverhalt wird ferner vom Universalen Haus der Gerechtigkeit in einem Brief betont:
...obwohl es guten Grund gibt, zu erwarten, daß die Welt Wehen und Prüfungen wie nie zuvor durchmachen wird, wissen wir nicht, welche Form diese Umbrüche annehmen, wann genau sie kommen, wie schlimm sie sein und wie lange sie andauern werden... "
(Aus einem Brief im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an einen Gläubigen, 19. März 1981; nicht überprüfte Übersetzung)
Im Lichte dieser definitiven Aussage der Höchsten Körperschaft ist es schwierig zu begreifen, wie einzelne Gläubige entschiedene Aussagen über die genaue Art und Härte der die Menschheit erwartenden Umbrüche treffen können.
Bei einer anderen Gelegenheit antwortete das Universale Haus der Gerechtigkeit auf Fragen einiger bei einer Regionalversammlung anwesenden Bahá’í-Kinder, die sich über bevorstehende Katastrophen erkundigten. In ihrer Antwort legt die Höchste Körperschaft dar:
"Ohne die ernste Lage schmälern zu wollen, in der eine Weit, die Bahá'u'lláhs Warnungen mißachtet, sich befindet, muß daran erinnert werden, daß Er auch auf das Goldene Zeitalter künftiger Zivilisation verweist. Das Haus der Gerechtigkeit hofft, daß Bahá’í-Lehrer und Eltern ihr äußerstes tun werden, die Kinder zum Studium der Ausführungen des geliebten Hüters über die in der Weit wirkenden Zwillingsprozesse das stetige Wachstum des Glaubens und die verheerenden Kräfte der Auflösung, weiche die überholten Institutionen der heutigen Gesellschaft befallen zu ermutigen. "
(Aus einem Brief im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an einen Gläubigen, 29. Dezember 1981; nicht überprüfte Übersetzung)
Die Wichtigkeit dessen, daß die Gläubigen ein klares Verständnis dieser Zwillingsprozesse erlangen, die vom Hüter in "Die Weltordnung Bahá'u'lláhs", "Citadel of Faith", "Gott geht vorüber" und "Der verheißene Tag ist gekommen" dargestellt sind, kann nicht genug betont werden. Die Schriften Shoghi Effendis bieten eine unschätzbare Perspektive, aus der heutige Ereignisse und Trends zu sehen sind, und beschreiben recht detailliert die Weise, in der sich eine heute gequälte Welt zu jenem Goldenen Zeitalter der Welteinheit und Weltzivilisation entwickeln wird, das die erlesenste Frucht der Sendung Bahá'u'lláhs sein wird.
3. Die Bahá’í-Antwort auf die Ereignisse in der Welt
Das dritte Thema nimmt Bezug auf die Art, in der die Gläubigen auf die Aussichten eines unerwarteten Unheils" in der Zukunft reagieren sollten. Dies ist womöglich das wichtigste der drei Themen, weil es für das Wohlergehen und Glück der Gläubigen von höchster Bedeutung ist, daß sie der unfehlbaren Führung so gut wie möglich folgen, die von der Feder des Hüters und jetzt vom Universalen Haus der Gerechtigkeit ausgeht.
Der Hüter hat wiederholt die den Bahá’í zugewiesene lebenswichtige Rolle betont, einer in Unordnung geratenen Welt Einheit und Heilung zu bringen. Er schreibt:
"«. Die Welt, mit all dem ihr zustoßenden Unheil, wird völlig verwüstet Und ihre Zivilisation zerstört werden, wenn die Bahá’í ihr nicht zu Hilfe eilen und sie mit dem von Bahá’u’lláh gebrachten Geist erfüllen. Wirtschaftliche Unstimmigkeiten, politische Parteien, nationaler Haß, rassische Vorurteile und religiöse Antagonismen werden weiterhin verheerende Kriege verursachen, bis der Geist der Sache die Herzen der Menschen durchdringt und die universalen Lehren die bestehenden Hindernisse niederreißen. Lassen Sie uns angesichts der Not um uns herum an unsere Pflicht gemahnt sein und uns erheben, unsere edle Pflicht zu erfüllen. "
(Aus einem Brief im Auftrag Shoghi Effendis an den amerikanischen Nationalen Geistigen Rat, 24. November 1931; nicht überprüfte Übersetzung)
Die höchste Bedeutung direkter Bahá’í-Tätigkeit wird ferner in diesem, im Auftrag Shoghi Effendis geschriebenen Abschnitt betont:
.. ...er weist die Bahá’í immer wieder darauf hin, daß ihre direkte Bahá’í-Tätigkeit Lehren, Vervollkommnen der Administration, Verkünden der Sache Gottes ihre Aufgabe ist und von unmittelbarer Bedeutung, weit sie sozusagen geistig organisch ist. Was sie tun wird Kräfte freisetzen, welche die schreckliche Auflösung der Gesellschaft, deren Zeuge wir heute in jedem Bereich sind, ob politisch, wirtschaftlich oder sonstig, bekämpfen wird... "
(Aus einem Brief im Auftrag Shoghi Effendis an einen Gläubigen, 5. Juli 1947, nicht überprüfte Übersetzung)
Er hebt auch die direkte Beziehung zwischen dem Leiden in der Welt und dem beklagenswerten geistigen Zustand der Menschheit in der heutigen Zeit hervor, indem er schreibt:
"Es gibt nichts in den Lehren, das uns genau sagen kann, wie lange der momentane turbulente Zustand andauern wird, jedoch wissen wir, daß die Menschheit so lange leiden muß, bis sie geistig erwacht, und daß der Größte Friede kommen wird, wie von Bahá’u’lláh verheißen.
(Aus einem Brief im Auftrag Shoghi Effendis an einen Gläubigen, 26. Februar 1946; nicht überprüfte Übersetzung)
Dieses höchst wichtige Thema wurde in vielen Briefen des Universalen Haus der Gerechtigkeit an einzelne Gläubige, von denen zwei unten zitiert sind, wiederholt.
"...Das Haus der Gerechtigkeit weist darauf hin, daß Katastrophen sich ereignet haben, ereignen und weiterhin auftreten werden, bis die Menschheit genug gezüchtigt ist, die Manifestation für den heutigen Tag anzuerkennen. ‘Abdu’l-Bahá sah voraus, daß der Geringere Friede vor dem Ende des zwanzigsten Jahrhunderts errichtet werden könne. Die Bahá’í sollten jedoch nicht durch die Angst vor Katastrophen von ihrer Tätigkeit in der Sache abgelenkt werden, sondern versuchen zu verstehen, warum sie geschehen. Der geliebte Hüter hat an unzähligen Stellen die Gründe für diese Vorkommnisse erklärt, und da sie sich wie oben erklärt von Zeit zu Zeit ereignen, sollte es uns nicht beschäftigen, wann dies sein wird. "
(Aus einem Brief im Auftrag des Universalen Haus der Gerechtigkeit an einen Gläubigen, 15. April 1976: nicht überprüfte Übersetzung)
„ Das Haus der Gerechtigkeit weist darauf hin, daß Bahá’u’lláh klar gesagt hat “O Völker der Weit! Wisset wahrlich, daß unerwartetes Unheil euch verfolgt und schmerzliche Vergeltung euer harrt. Wähnet nicht, was ihr begangen habt, sei vor Meinem Angesicht getilgt. " Deshalb ist es der Meinung, daß es ergebnislos sein würde zu versuchen, den Zeitpunkt oder die Art des Unheils vorauszusehen, von dem Bahá’u’lláh selbst als "unerwartet" sprach. Ohne Zweifel bewahrheitet sich die bemerkenswerte Entwicklung wissenschaftlichen Bemühens in den Studien der Experten geologischer Umbrüche. Aber wir können nicht gewiß sein, daß Voraussagen von Erdbeben, Vulkanausbrüchen oder Flutwellen, von solchen Phänomenen verursacht, mit den umwälzenden Ereignissen gleichgesetzt werden können, auf die sich Bahá’u’lláh bezieht.
In Briefen an andere Gläubige, die ähnliche Fragen wie Sie hatten, betont das Haus der Gerechtigkeit, daß die Freunde ihre Zeit und Kräfte nicht in ergebnislosen Spekulationen über diese Frage vergeuden sollten. Vielmehr sollten sie jedes bißchen ihrer Kräfte auf das Erreichen der Ziele des Fünfjahresplans konzentrieren, die sie klar vor sich haben, in dem Vertrauen, daß, was auch immer in der Weit geschehen, wie verhängnisvoll es äußerlich erscheinen mag, es Gottes unabänderliche Absicht für die Vereinigung der Menschheit fördern wird. "
(Aus einem Brief im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an einen Gläubigen, 20. Juni 1976; nicht überprüfte Übersetzung)
Beachten Sie, daß der zweite Brief im Verlauf des Fünfjahresplans geschrieben wurde und seine Führung auch auf den jetzigen Plan übertragbar ist.
Vor einigen Monaten antwortete das Universale Haus der Gerechtigkeit auf eine Frage seitens der Berater in Europa, indem es ausführte:
"...die Gläubigen sollten begreifen, daß ein katastrophaler Zusammenbruch der menschlichen Gesellschaft als Ergebnis dessen, daß die Menschheit Seiner Botschaft keine Beachtung schenkt, von Bahá’u’lláh deutlich vorausgesagt wurde und daß wir in der Tat inmitten eines solchen Zusammenbruchs sind. Das Hauptanliegen der Bahá’í sollte nicht sein, wie sie sich selbst körperlich schützen, sondern wie sie die Möglichkeiten ausschöpfen, die diese Bedingungen bieten, um ihren Mitmenschen die heilenden Lehren des Glaubens zu übermitteln. Das steigende Maß an Besorgnis in dieser Zeit mag sehr wohl einer der Schlüssel sein, der den Freunden helfen wird den Menschen in Europa die Augen für die wahre Natur ihrer mißlichen Lage zu öffnen und ihre Treue gegenüber der Sache Gottes zu gewinnen. "
(Aus einer Mitteilung geschrieben vom Universalen Haus der Gerechtigkeit an das Internationale Lehrzentrum, 20. Februar 1984; nicht überprüfte Übersetzung)
Die Möglichkeiten, die das Universale Haus der Gerechtigkeit in Europa als Folge der Besorgnis über den Zusammenbruch der menschlichen Gesellschaft als existent beschreibt, gibt es auch anderswo in der Welt, da die Zerrüttung menschlicher Angelegenheiten in die entferntesten Winkel des Planeten vordringt.
Die Lehren des Glaubens deuten unmißverständlich darauf hin, daß die Menschheit diese Periode vorher nicht dagewesenen Aufruhrs durchqueren und den Geringeren Frieden als Auftakt zur letztlichen Verkündigung des Größten Friedens errichten wird.
Die Gläubigen werden ihre wahre Erlösung, ihre bleibendes Glück und ihr letztendliches Wohlergehen vielmehr durch unablässige Hingabe für die Erfüllung der Ziele des Plans erreichen, als durch lähmende Untätigkeit in Aussicht auf einen weiteren Zerfall jener Institutionen und Bedingungen, die das Vorwärtsdrängen der Sache Gottes verhindern.
(Vorbereitet als Anlage für den Brief des Internationalen Lehrzentrums vom 23. März 1985 an alle Berater)
Hamburg, den 02.05.2008 Datei:D:\Winword2\BABRIEFE\ITC850323.doc Seite: 1 von 5